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Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

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Dieses Thema hat 10 Antworten
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 Barfuß und Leben
MichaBarfuß Offline




Beiträge: 79
Punkte: 79

02.11.2010 16:35
Wieviel Strecke schaffen unsere Sohlen so? Zitat · antworten

Irgendwie kommt bei mir, nach 4 Monaten immer BF der Gedanke hoch, im nächsten Jahr auch mal über eine etwas längere Zeit längere Strecken zu laufen. (Manch einer nennt das evtl. auch Pilgern.)
Anfang Oktober, als eine längere Schönwetterphase war bin ich mal an 5 Tagen in Folge immer so zw. 10-15 km BF unterwegs gewesen. Dabei waren die Untergründe sehr wechselnd, Gras oder anderer natürlicher Boden war da so mit 20-30% dabei. Der Rest waren Pflaster, Beton und auch viel Asphalt (der bei uns leider die Standardschicht auf den Radwegen ist).
Hierbei habe ich nach 5 Tagen festgestellt, das die Fußsohlen (Ferse) dann doch ganz ordentlich gebrannt haben und ich über einen Ruhetag mit nur 5 km Strecke doch ganz froh war.
Fehlte mir hier noch weiteres Training? Sind 20-30 km an 10 oder mehr Tagen in Folge drin, ohne größere Schäden an der Sohle? Wer hat hiermit Erfahrungen?

Mit barfüßigem Gruß
Michael


Jörg 2 Offline




Beiträge: 938
Punkte: 927

02.11.2010 16:52
#2 RE: Wieviel Strecke schaffen unsere Sohlen so? Zitat · antworten

Ja, das habe ich auch in den frühen 80ern erstmals festgestellt und von mehrtägigen Wanderungen geträumt. Irgendwann fiel dann meine Wahl auf den Odenwald, weil ich die hügelige Landschaft schätzte. Was ich allerdings nicht bedacht hatte: dass der Odenwald ein vulkanisches Gebirge mit viel Basaltgestein ist. Und so waren dann die meisten Wege Schotterpisten im Wald, auf denen ich mich herumquälte. Aber ungeachtet dessen hatte ich dann doch 60 km in mehreren Tagen geschafft und bin am Ende zurück zum Auto getrampt, weil es mit einem Rundweg nicht so geklappt hat.
Es war aber damals schon deutlich: wenn man mal intensiv dran bleibt, dass dann die Kondition auch schnell nachwächst. Und was ich sehr schön fand: dass auch die Selbstverständlichkeit des Bf-Laufens sich irgendwie einstellte.

An manchen Nächten schlief ich in Hochsitzen, weil es weiter weg vom Boden wärmer war, oder ich keinen Stall zum Nächtigen fand. Das war dann witzig, weil der Hochsitz zu kurz für mich war und die Füße (im Schlafsack) aus der Tür hinausschauten...

Auch wenn ich heute nicht mehr so heftig drauf bin, weckt mir die Erinnerung daran noch manche Sehnsucht, von daher bin ich froh über den Anlass deines Beitrags.

J.


Engel Offline

Admin


Beiträge: 1.438
Punkte: 666

03.11.2010 04:38
#3 RE: Wieviel Strecke schaffen unsere Sohlen so? Zitat · antworten

Hi Micha,
ich habe diesbezüglich schon meine Erfahrungen gemacht.
Im Sommer 2007 z.B. hab ich mit nem beschuhten Freund von mir angefangen einen Teil der Maginotlinie von Nancy über Verdun nach Reims abzuwandern.
Da ich zu der Zeit das Wandern noch recht gut gewohnt war wollten wir schon ne Tagesstrecke von ca 30-40Km hinter uns bringen und dann immer nen n Tag pausieren um uns interessante Dinge genauer anzuschauen. Doch schon nach dem ersten Tag merkte ich, das, wenn man auf ungewohntem Terrain unterwegs ist das fast nicht machbar zu sein schien.
Du läufst die Strecke zwar, aber am nächsten Tag wenn man aus dem Zelt kommt und das erste mal auftritt meint man man stehe in der Glut eines Feuers. Dann braucht man erst mal wieder 3-4Km bis die Füße wieder so taub gelaufen sind, das man den Schmerz nicht mehr spührt. Wir haben uns damals dazu entschölossen die Strecke auf 10-15Km zu reduzieren, weil es eh so viele Bunkeranlagen, Gräben, Musseen zu besichtigen gab. Außerdem sollte es auch Spaß machen und keine Hetzerei sein.

Ich würde bei mehrtägigen, oder gar mehrwöchigen Wanderungen ne Tagesstrecke von 15Km +- empfehlen, auch abhängig nach der eigenen Tagesform.
Du wirst sehr schnell feststellen, das es Untergründe gibt die Dir anfangs "harmlos" vorkommen, die Dich aber am nächsten Tag eines Besseren belehren.

Ich geh z.B. 3 mal im Jahr für 4 Tage nach Schonach im Schwarzwald ins "Unterhaus". Das ist n über 300 Jahre altes Bauernhaus das man als Herberge mieten kann. Dort veranstalte ich dann mit meinen Grillfreunden immer sehr schöne Treffen. Beim ersten Treffen dem ich beiwohnen durfte hatte ich am dritten und vierten Tag Magenprobleme, welche mich das Ganze nicht mehr so recht geniessen ließen. OK, habgeakt. 3 Monate später wieder hin und ab dem dritten Tag wieder fast die selben Symptome. Wieder nix dabei gedacht und nach meiner Rückkehr wieder zum Doc. Dieser wurde schon etwas stutzig, weil beidemal ein Besuch im Unterhaus voran ging und das selbe Krankheitsbild auftrat.
Die Frage nach Allergien konnte ich getrost verneinen. Trotzdem wurde zur Sicherheit nochmals n Allergietest gemacht, ohne Befund.
Meine Probleme waren dann nach 2 Tagen auch medikamentös unter Kontrolle gebracht und ich dachte nicht mehr darüber nach.
Bis ich ins Saarland eingalden wurde um dort n paar schöne Grilltage zu verbringen. Schon am Ende des zweiten Tages gi9ngs wieder los. Ich hatte vorsichtshalber Medis mitgenommen, sodas ich die ganze Sache eindämmen konnte.
Und an dem Tag kam ich auf des Problems Lösung.
Ich bin im Unterhaus, sowie im Saarland jeweils Tagelang und ganztätgig auf nem Terrain unterwegs gewesen und gestandenj, welches nicht ganz geschottert war, sondern nur sehr viele Steinchen (10-15mm) so verteilt waren, das man stets auf ca 10-15 Steinchen zu stehen kam. So hatte man relativ wenige Auflagepunkte worauf sich das Körpergewicht verteilen konnte.
Aus dem Saarland zurück, habe ich mich erst mal etwas im Netz darüber informiert und auch meinen Doc kontaktiert. Dieser rief mich am nächsten Tag schon an und bestellte mich auf den folgenden Tag ein.
Während dieses Gesprächs erfuhr ich dann genau, was ich selbst schon durch meine eigenen Recherchen angeregt vermutete.
Ich hatte mir meine Krankheitssymptome selbst "verpasst", und zwar durch das Tagelange gehen und stehen auf den Steinchen. Das was ich da "praktizierte" war Tagelang übelst falsch angewandte Fußreflexzonenmassage.
Das konnte sich aber auch nur so stark auswirken, weil ich ein Mensch bin der äußerst selten sitzt, sondern fast immer steht.
Als gegenmaßnahme hab ich nun versucht immer wenn ich länger stand, an der Stelle die Steinchen mit den Füßen etwas beiseite zu schieben um ne plane Auflagefläche zu haben.

Ihr seht, BF kann auch seine negaitven Seiten haben.


Also Micha, Du siehst, man muss bei solchen Dingen einiges bedenken.
Wie gesagt, so 15Km +- sind OK, aber auch immer auf Dein Innerstes hören, das hat meist Recht.
Und bei längeren Exkursionen einfach n paar Tage als Pufferzone einplanen. Wenn man sie nicht benötigt, hat man danach noch etwas Luft um sich zu erholen.

Gruß Engel

http://www.bbq-county.de/shop/index.php

http://www.mysaarbq.de/index.php?sid=5cb...6029bf3f8853c17


MichaBarfuß Offline




Beiträge: 79
Punkte: 79

03.11.2010 08:52
#4 RE: Wieviel Strecke schaffen unsere Sohlen so? Zitat · antworten

Danke spez. Engel für die ausführliche Antwort!
Du bestätigst damit ja nun die von mir gesammelten Erfahrungen. Mehr als 15- max. 20 km am Tag scheinen als sich wiederholende Dauerleistung ohne Ruhetage nicht schadfrei machbar zu sein. Auch so manch INet-Bericht von BF Pilgern zeigte ähnliche Resultate. Wobei hier auch Leute dabei waren, die nach meiner Meinung schon grenzwertiger mit sich selber umgegangen sind. Die Bilder von den Blasen an den Füßen sahen teilweise echt nicht gut aus!
Eigentlich schade, denn ein wenig hatte ich noch gehofft, das mit mehr Training auch mehr machbar ist. Nur sagt eben der Körper da selber schon etwas deutlicher "Halt". Aber egal, wichtiger ist der Faktor, das mir mein Körper bisher genug Signale geschickt hat, um im Bereich des Schönen zu bleiben. Das Gefühl BF zu laufen finde ich nach wie von unbeschreiblich angenehm und der Effekt auf meinen Körper ist einfach nur als sehr Positiv zu beschreiben! Schade, das ich auf das BF laufen erst so spät in meinem Leben gekommen bin, aber auch hier gilt besser spät als nie!
Auch deine Erfahrungen mit dem "taub-laufen" habe ich schon durch. Manche Tage dachte ich bei Tourbeginn schon das es nicht so viel wird, da die Füße zu Beginn schon etwas brannten. Nach 10 Minuten war das Gefühl bisher jedoch i.d.R. verschwunden, so dass es eben normal weiter ging.

Mit barfüßigem Gruß
Michael


Markus U. Offline

Admin


Beiträge: 1.943
Punkte: 794

03.11.2010 11:30
#5 RE: Wieviel Strecke schaffen unsere Sohlen so? Zitat · antworten

Hi Micha, hi Engel,

ich habe auch schon Wanderungen von 20 km am Tag auf teilweise durchaus nicht einfachen Böden (Rheinsteig) hinter mir; allerdings war ich dann abends ziemlich "geschafft" und am andern Morgen nicht übermäßig lauffreudig. Eine mehrtägige barfüßige Wanderung fände ich zwar reizvoll, hatte aber noch keine Gelegenheit dazu. Außerdem würde ich so etwas nicht allein machen wollen. Vielleicht ergibt sich ja mal aus diesem Forum etwas? Von der Jahreszeit fände ich den Frühling oder Herbst am besten geeignet.

Barfüßige Herbstgrüße,
Markus U.


kerstin Offline

Admina


Beiträge: 1.923
Punkte: 1.181

03.11.2010 19:52
#6 RE: Wieviel Strecke schaffen unsere Sohlen so? Zitat · antworten

Hallo Micha,

also ich laufe sehr viel am Tag. Als ich auch noch meine Zeitungen nachts zustellte, kamen einige Kilometer am Tag bzw. in der Nacht zusammen. Ich laufe wirklich sehr gerne - und barfuß macht das irre Spaß! Da ich mich ja als Dauerbarfüßerin bezeichnen kann - abgesehen von den "RAL - Interrupts", sind meine Fußsohlen entsprechend trainiert. Ich laufe Dir über fast jeden Untergrund - außer sehr grobkörnigen Schotter oder großem Kies. Bei beiden ist es zwar von den Fußsohlen her kein Problem für mich, doch wenn ich mit den Fußwölbungen auf so ein Steinchen trete - Schmerz laß' nach...

Bei Dir ist es natürlich Trainingssache. Auch ich machte am Anfang keine kilometerlangen barfüßigen Exkursionen, sondern steigerte mein Laufpensum immer mehr und kontinuierlich. Man sollte es nicht auf Biegen und Brechen mchen, sondern nur, solange es auch Spaß macht. Wenn sich dann Blasen bilden, ist es mit dem Spaß schnell vorbei. Heute möchte ich behaupten, daß ich bf besser laufe wie so mancher in seinen Tretern. Vielleicht klappt es mal mit einem Treffen. Wenn wir dann zusammen bf laufen, ist der Faktor Spaß garantiert, und in der Gemeinschaft ist es sowieso immer etwas besonderes. Es wäre ja nett, wenn Du am 11./12.12. Zeit und Lust hättest, nach Stuttgart zu kommen, wo wir uns wieder wie im letzten Jahr treffen wollen. Laß' Dich nicht unterkriegen, denn Meister sind bekanntlich noch nicht vom Hímmel gefallen...

Viele Grüße,

Kerstin

Das Forum für Freunde kurzer Hosen:
http://www.kurzehosenforum.de


Peter Offline




Beiträge: 52
Punkte: 37

05.11.2010 01:05
#7 RE: Wieviel Strecke schaffen unsere Sohlen so? Zitat · antworten

Hallo Micha,
Füße haben ihr Eigenleben, und jeder Barfüßer macht seine eigenen Erfahrungen damit. Ich kann zum Beispiel ohne jede Probleme kilometerweit auf Asphalt barfuß laufen. Das ist mein liebster Untergrund. Dagegen tun mir im Wald auf Nadeln und Ästen manchmal die Füße weh.
Die Schwierigkeit bei einer langen Strecke, die du barfuß läufst oder pilgerst, ist wahrscheinlich die Vielzahl an Unbekannten. In der eigenen Stadt kennst du die Straßen und weißt, wo du gut barfuß laufen kannst und wo es ein bisschen schwieriger ist. Auf einer Strecke von 150 km und mehr weißt du am Morgen nicht, welche Schotterpiste deine ungeschützten Sohlen am Nachmittag erwartet. Diese Ungewissheit ist sehr reizvoll, aber unter Umständen auch sehr anstrengend.
Trotzdem, wenn du dir vorgenommen hast, eine Strecke von über 100 km komplett barfuß zu laufen, solltest du das unbedingt tun. Allerdings müssen deine Füße dafür gut trainiert sein. Ich würde an deiner Stelle nächstes Jahr schon im März regelmäßig barfuß laufen, wenn das Wetter mitspielt am besten jeden Tag. Vielleicht schaffst du es, mit Ausnahme deiner Arbeitszeit und anderer unvermeidlicher Anlässe ganz ohne Schuhe zu leben. Durch das ständige Barfußlaufen über mehrere Monate bildet sich an den Fußsohlen eine solide Lederhaut, die es mit manchen Schuhen aufnehmen kann. Damit kannst du im Sommer problemlos barfuß laufen, bestimmt auch über 100 km.
Ich wünsche dir viel Mut und Spaß beim Barfußlaufen.
Peter


mapo Offline




Beiträge: 61
Punkte: 54

05.11.2010 13:24
#8 RE: Wieviel Strecke schaffen unsere Sohlen so? Zitat · antworten

Zitat von Kerstin
... denn Meister sind bekanntlich noch nicht vom Hímmel gefallen...



und wenn, dann haben sie sich dabei alle Knochen gebrochen

Spass beiseite, Übung macht den Meister. Wobei ich auch der Meinung bin, Spass muss sein. So hab ich immer meine "Notschuhe" dabei. Allerings bin ich kein Lange-distanzen-barfussläufer. Normalerweise sind es ein paar Kilometer. In der Stadt, zwischen Job, Haus, Mittagessenrestaurant.
So sind 90% meiner Wege auf Asphalt oder Granitplatten.
Ich werde wohl im Frühling auch mal eine Wanderung im Wald ausprobieren. Nun hab ich ein wenig Respekt vor den vielen Kastanien die rumliegen.

Mir soll es Spass machen, wenn nicht, dann halt Schuhe (Sandalen) an die Füsse ... und wenn der Untergrund mich wieder reizt, dann weg damit ...

ciao Maurizio


Engel Offline

Admin


Beiträge: 1.438
Punkte: 666

05.11.2010 15:48
#9 RE: Wieviel Strecke schaffen unsere Sohlen so? Zitat · antworten

Zitat von mapo

Zitat von Kerstin
... denn Meister sind bekanntlich noch nicht vom Hímmel gefallen...



und wenn, dann haben sie sich dabei alle Knochen gebrochen

Spass beiseite, Übung macht den Meister. Wobei ich auch der Meinung bin, Spass muss sein. So hab ich immer meine "Notschuhe" dabei. Allerings bin ich kein Lange-distanzen-barfussläufer. Normalerweise sind es ein paar Kilometer. In der Stadt, zwischen Job, Haus, Mittagessenrestaurant.
So sind 90% meiner Wege auf Asphalt oder Granitplatten.
Ich werde wohl im Frühling auch mal eine Wanderung im Wald ausprobieren. Nun hab ich ein wenig Respekt vor den vielen Kastanien die rumliegen.

Mir soll es Spass machen, wenn nicht, dann halt Schuhe (Sandalen) an die Füsse ... und wenn der Untergrund mich wieder reizt, dann weg damit ...

ciao Maurizio





Im Frühling wirst Du auf recht wenige Fruchtexemplare der Gattungen Castanea sativa (Edelkastanie) oder Aesculus (Rosskastanie) treffen.
Aber im Herbst können die (vor allem die Edelkastanie) schon zu nem Prob für BFler werden.
Und im Wald sind die eh nicht so oft vertreten. Da musste schon eher auf Buchecker achten.

Gruß Engel

http://www.bbq-county.de/shop/index.php

http://www.mysaarbq.de/index.php?sid=5cb...6029bf3f8853c17


Markus U. Offline

Admin


Beiträge: 1.943
Punkte: 794

05.11.2010 19:08
#10 RE: Wieviel Strecke schaffen unsere Sohlen so? Zitat · antworten

Zitat von Engel
Im Frühling wirst Du auf recht wenige Fruchtexemplare der Gattungen Castanea sativa (Edelkastanie) oder Aesculus (Rosskastanie) treffen.
Aber im Herbst können die (vor allem die Edelkastanie) schon zu nem Prob für BFler werden.
Und im Wald sind die eh nicht so oft vertreten. Da musste schon eher auf Buchecker achten.



Hi Engel,

es ist schon richtig, daß Kastanienbäume (wobei nur die Edelkastanie zu den Kastaniengewächsen gehört, während die Roßkastanie ein Seifenbaumgewächs ist) in unseren Wäldern nicht häufig und ihre Fruchtschalen im Winter bereits weitgehend verrottet sind, aber im Tessin ist es anders, denn dort gibt es große Kastanienwälder. Was Buchekkern betrifft, fühlen die sich unter den Fußsohlen nicht angenehm an, aber im Vergleich mit Kastanienschalen sind sie harmlos. Wenn ich im Oktober Kastanien sammele, habe ich immer Sandalen an. Im Moment sind die Kastanien aber kein Thema, denn meine diesjährige Ration habe ich längst aufgegessen.

Barfüßige verregnete Herbstgrüße,
Markus U.


Barpfotenbaer Offline




Beiträge: 111
Punkte: 76

05.11.2010 21:51
#11 RE: Wieviel Strecke schaffen unsere Sohlen so? Zitat · antworten

Hallo,

vor einigen Jahren lief ich bei einer ungeplant verlängerten Wanderung ca. 35 km barfuß. Schuhe hatte ich keine dabei. Ein Problem war dies nicht, damals waren wir auf Usedom und der dortige Untergrund ist ohne Schwierigkeiten bzw. ohne Verschleiß barfuß zu begehen. Auch an den Tagen darauf waren wir wandern und ich ohne Schuhe, allerdings machte mir an den Tagen danach eine zunächst völlig unerhebliche Schnittwunde zu schaffen, die ich mir beim Schwimmen an einer Muschel seitlich am Fuß zugezogen hatte und in den Tagen darauf immer wieder aufriß. Das war 2004, nach nur einem knappen Jahr "Übung". Ich glaube, heute wäre so eine Wunde zwar nicht ausgeschlossen, aber doch weniger wahrscheinlich.
Diese 35 km waren bisher aber auch mein Maximum ohne Schuhe. Zu Schuhzeiten machten wir gelegentlich Wanderungen >40km am Tag. Daß unsere Touren heute deutlich kürzer ausfallen liegt allerdings nicht am Barfußlaufen, sondern daran, daß wir mit zwei kleinen Kindern so ausgedehnte Wanderungen nicht machen können. Als wir den Nachwuchs noch in die Rückentrage setzen konnten, waren 15-20 km durchaus noch möglich. Seit die nahe Verwandtschaft selber laufen -- erst möchte, jetzt soll -- hat sich unser Bewegungsradius auf <=10km reduziert. Da geht dann allerdings auch fast jeder Untergrund. Früher litt ich nach ausgedehnten Wanderungen schon zuweilen unter so einem Brennen in den Fußsohlen, das hat sich gelegt, allerdings vielleicht auch weniger der Übung wegen, sondern sind dazu die Wanderungen derzeit einfach zu kurz.

Ich glaube, wenn man nicht permanent auf Schotter laufen muß, kann man sich barfuß an täglich gleiche Distanzen gewöhnen, als mit Schuhen. Als Einschränkung meines Bewegungsradiusses empfinde ich das Barfußlaufen nicht.

Herzliche Grüße vom Barpfotenbär


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