Ein kleines demokratisches Forum für Leute, die gerne und überall barfuß laufen oder dies gerne mal ausprobieren möchten. Es wird aber darauf hingewiesen, daß sexistische sowie beleidigende Beiträge kommentarlos gelöscht werden.
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Es sind zur Zeit Chatter in unserem Chatroom online.
Sich zu seinen persönlichen Eigenheiten bekennen, sie offen im Job leben? Mit seinem persönlichen "Markenzeichen" nicht hinter dem Berg halten? Nun, da würde ich als freundlicher Barfüßer sagen: Da hab' ich 'was für Sie! (& für mich natürlich auch).
Mit ungläubigem Staunen erfüllte BF-Grüße, Jay (frohe Pfingsten wünschend & sich entschuldigend, daß seine Schreib-Creativity derzeit = 0 ist). Vielleicht ist auf einmal der Heilige Geist auf die [Stil & Etikette]-Fetischisten herabgekommen...
Hast Du Dir mal die Komentare darauf durchgelesen? Da muss ich den Leuten leider beipflichten, wieder mal n Versuch Kohle mit etwas zu machen was 0 (Null) Sinn hat. Eventuell sind die "normalen" Menschen dazu bereit das durch zu ziehen, aber ich denke 90% der Chefs sind nicht gewillt das durchgehen zu lassen.
deswegen schrieb ich ja die Formulierungen "schon merkwürdig... [was hier propagiert wird]" & "Mit ungläubigem Staunen..."
Ein Schmarnbuch. Es ist im heutigen [Angestellten-]Berufsverhältnis ein jeder gut beraten, die enthaltenen Thesen lieber nicht im Job auszuprobieren, da die gesamtstrategisch mächtigere Arbeitgeber-Seite ihre [Stil + Etikette, verallgemeinert: Anpassung(s)]-Hysterie getreu dem Grundsatz (siehe Personal-Überangebot!): "Es ist jede(r) kurzfristigst durch 'wen anders [der sich 'fügt', beispielsweise, indem er auf Verlangen (wenn schuh- & sockenlos ertappt) nicht BF läuft] austauschbar", durchdrückt...
Melancholische (angesichts dessen, was auch im alten HBF an absolut glaubwürdigen Darstellungen über´s BFige Berufsleben zu lesen war) BF-Grüße, Jay
so ganz und gar abwegig sind die Thesen durchaus nicht, denn wer als "graue Maus" in der Masse aufgeht, ist erst recht uninteressant und ersetzbar.
Der Schlüssel liegt wohl in den Begriffen "Charme" und "Charisma". Es scheint mir jedoch, daß die Dinge nicht ganz so einfach sind, und daß in Sachen "Konventionen abstreifen" ein behutsames Vorgehen angebracht ist. Also nicht gleich am ersten Tage barfuß 'reingeschneit kommen, aber wenn man in seiner Stellung einigermaßen "befestigt" ist, mag wohl manches angehen. So kann ich mir vorstellen, daß "zufällig" die Schuhe des betreffenden Mitarbeiters kaputtgehen und dieser bei der Gelegenheit "herausfindet", daß es sich barfuß viel angenehmer arbeiten läßt - und welcher Chef wollte einen solchen Motivationsschub nicht für sich nutzen wollen? Die unbedingt erforderliche Voraussetzung für ein solches Vorgehen ist allerdings, daß man bereits durch hervorragende Arbeit überzeugt hat.
Hi Markus, Deine These ist im grunde nicht schlecht. Aber es happert wohl an der "befestigten" Stellung. Die bekommt ein "Normalsterblicher" heutzutage doch garnicht mehr. Entweder werden die neuen Mitarbeiter über ne Zeitarbeitsfirma "eingekauft" und bei den kleinsten Anzeichen einer Umsatzeinbuße sofort wieder abgeschoben, oder man wird, wenn man Glück hat, mit nem Zeitvertrag eingestellt, was zumindest in näherer Zukunft eine problemlose Kündigung ermöglicht, ohne Abfindung und so. Und wenn man tatsächlich so Kompetent ist das ein Arbeitgeber nach dem ersten Jahr/Halbjahr einem einen weiteren 6-, oder 12-monatigen ZAV zugesteht, wird das wohl die letzte Verlängerung gewesen sein, weil nach 2 ZAVs der AG gesetzlich dazu gezwungen ist nunmehr einen unbefristeten Arbeitsvertrag auszustellen. Womit er aber nun keine Möglichkeit hat die finanzielle Lage seines Unternehmens kurzfristig durch den Abbau von Personal im Plus zu halten. Ich kenne einige 1-Mann-Unternehmen die viel im Baugewerbe zu tun haben. Diese kaufen sich die benötigten Baumaschinen auch nicht, weil Wartung, Rep, etc viel zu teuer sind, also wird gemietet wenn Bedarf besteht. Und was anderes wie Maschinen sind Arbeitnehzmer heutzutage nicht, so krass es sich anhört. Wir sind nur ein zu kalkulierender Posten, der entweder gebraucht wird, oder eben auch nicht.
Zitat von EngelUnd was anderes wie Maschinen sind Arbeitnehzmer heutzutage nicht, so krass es sich anhört. Wir sind nur ein zu kalkulierender Posten, der entweder gebraucht wird, oder eben auch nicht.
Das sieht man auch, wenn man die Bezeichnungen vom Personalbüro anschaut: als ich vor fast 19 Jahren als Beamter angestellt wurde, hiess es "ufficio del personale" (Personal Büro). Inzwischen ist es zum "ufficio delle risorse umane" geworden (Büro der menschlichen Ressourcen) ... klingt doch sooooo Menscheitsbetohnt
Zu obiben Buch.
Man muss zuerst wissen, wie der Chef ist, bzw. wie er zu seinem Posten gekommen ist. Besonders wärend meiner Militärzeit hab ich beide Typen Vorgesetzte gehabt: die die durch "A...lecken" ihren Grad bekommen haben. Und die die ihn durch ihren Einsatz und Können erhalten haben. Die ersten waren mir immer zu wider. Meist hat man sie schnell durch arrogantes Auftreten und gewaltige Unwissenheit entlarvt. Die erste Sorte hat mir auch gerne Probleme gemacht. Da ich als Unteroffizier für meine Gruppe "verantwortlich" war, wurde ich kritisiert, wenn wieder einer meiner Männer nicht korrekt gekleidet war (von mir aus hätten sie in der Unterhose am Funkgerät hocken können, solange die Meldungen rausgehen ... ist übrigens sogar mal geschehen )
Im Berufsleben ist es oft auch so. Diese Typen kann man als Fahrradfahrer bezeichnen: nach oben buckeln, nach unten treten. Bei solchen Typen werden Extravaganz und Können nicht so sehr geschätzt, wie von Chefs, die durch ihr eigenes Können "an die Macht kamen".
Zitat von mapo Man muss zuerst wissen, wie der Chef ist, bzw. wie er zu seinem Posten gekommen ist. Besonders wärend meiner Militärzeit hab ich beide Typen Vorgesetzte gehabt: die die durch "A...lecken" ihren Grad bekommen haben. Und die die ihn durch ihren Einsatz und Können erhalten haben. Die ersten waren mir immer zu wider. Meist hat man sie schnell durch arrogantes Auftreten und gewaltige Unwissenheit entlarvt.
Das kenne ich auch von unserer alten Firma! Die arroganten Schaumschläger konnte man auflaufen lassen - und bei irgend einer Besprechung blamierten sie sich meist ohnehin bis auf die Knochen…
Leider gab es aber noch eine dritte, zum Glück sehr seltene Gruppe, die ich am gefährlichsten fand: Arrogant, aber trotzdem fachlich höchst kompetent - gegen die war man als Untergebener einfach machtlos. Da half dann nur der Trost meiner Mutter: DEN sitzt Du als Chef doch wohl auch noch aus!
Zitat von mapo Das sieht man auch, wenn man die Bezeichnungen vom Personalbüro anschaut: als ich vor fast 19 Jahren als Beamter angestellt wurde, hiess es "ufficio del personale" (Personal Büro). Inzwischen ist es zum "ufficio delle risorse umane" geworden (Büro der menschlichen Ressourcen) ... klingt doch sooooo Menscheitsbetohnt
Hallo Maurizio,
bei uns sieht es ähnlich aus, mit dem Unterschied, daß man sich nicht einmal die Mühe macht, die neue Bezeichnung in die Landessprache zu übertragen. Früher sagte man "Personalchef" oder "Personalleiter", heute "Leiter Human Ressources". Unser jetziger "Nochleiter", besser bekannt unter der Bezeichnung "Dr. Simpel", wird Ende Jahr in den verdienten Ruhestand gehen (seinen Ruhestand haben vor allem WIR verdient), sein Nachfolger wird vermutlich im September oder Oktober zu uns stoßen.
Unter der Annahme, daß ich die Firma nicht vorzeitig verlassen muß, hätte ich "Dr. Simpel" auch ausgesessen, so wie ich schon manch ein anderes höheres Tier ausgesessen habe.