Ein kleines demokratisches Forum für Leute, die gerne und überall barfuß laufen oder dies gerne mal ausprobieren möchten. Es wird aber darauf hingewiesen, daß sexistische sowie beleidigende Beiträge kommentarlos gelöscht werden.
Dieses Forum wird gegenwärtig von Engel, Markus U. & Kerstin gemanagt. Wir sind jederzeit für Anregungen & Kritik empfänglich.
Es sind zur Zeit Chatter in unserem Chatroom online.
da sowieso alle bei uns ständig im Nachbarforum zumindest mitlesen (die meisten schreiben ja auch dort), ein Anliegen, mit welchem ich insbesondere unsere User, die drüben leitende Funktion haben [Charles B. & Manfred(Ten)] bitte, ggf. per [E-]Leserbriefen oder sonstiger Kontaktaufnahme mit der "Augsburger Allgemeinen" aktiv zu werden:
Michael Illert verlinkte drüben einen Zeitungsbericht, wonach sich an seinem Site ein tödlicher Absturzunfall ereignet habe (wird wohl sicherlich stimmen), indem ein Mann, der sich von seiner Privacy ausgesperrt hatte, versucht hatte, von der 1 Etage tiefer gelegenen Wohnung eines Freundes an der Hausfassade "hochzukraxeln" & bei sich z. B. durch´s Fenster einzusteigen. Dabei rutschte dieser von der Hauswand ab, stürzte 9 m in die Tiefe, Unfallausgang letal.
Eigenartigerweise - & ich betone wirklich: eigenartigerweise mißt die unfalluntersuchende Polizei dem Detail, daß der Mann "nur" BF in Badeschlappen war - eine immens große Bedeutung bei. Es soll wohl ein hintergründiger Tenor geschaffen werden: Dieser Unfall wäre zu vermeiden gewesen, hätte das Unfallopfer "Sicherheits"schuhe (welcher Art eigentlich genau?) getragen. Fast kommt es mir so vor, als hätte die Polizei am liebsten pauschal argumentieren wollen - wäre das Unfallopfer gänzlich Unten Ohne gewesen: Unfallursache Barfuß, alles klar.
Zunächst 'mal: Fassadenklettern will gelernt sein. Die Außenfassaden irgendwelcher Buildings in Deutschland sind wohl recht glatt & mit irgendwelchen Dispersionsfarben angemalt oder "Rauhputz", der dann - stemmt sich jemand mit "Sicherheits"schuhen, Plastik-Badepantoletten oder BF mit irgendeiner vertikalen, natürlich senkrecht nach unten weisenden Kraftvektorkomponente 'drauf - natürlich abbröckelt & mit ihm kommt dann der ganze Mensch zu Fall.
Es mag wohl "Sicherheits"schuh-Arten geben, deren Sohlenmaterial & -profil auf angemaltem Beton oder Rauhputz noch etwas bessere Haftreibungsindizes als der bare menschliche Fuß aufweisen - ob sich aber gerade die das beklagenswerte Unfallopfer grad' situativ ausgesucht oder angezogen hätte (hätte es "richtig gehandelt"), darf dahingestellt sein.
Wie hat der zu Tode Gekommene überhaupt versucht, 1 Stockwerk höher zu gelangen? Mit den Händen am absteigenden Dachrinnen-Ast oder an einem balkonverbindenden Geländer eingehalten & dann jeweils - wie einst im Sportunterricht an der Kletterstange - versucht, im Wechsel von [Mit den Beinen von unten nach oben drücken] - [Mit den Armen nach oben ziehen] nach oben zu gelangen?
Wenn ich höre/lese [BF in Badeschlappen] oder (hypothetischerweise, zukünftig) [Zur Gänze BF] "war am Unfall schuld", erinnert mich das so richtig an die "Geschwindigkeits-Unfall"-"Analysen" der späten 1980er Jahre, mit denen gerechtfertigt werden sollte, daß an jeder Straßenecke bald eine (natürlich bestmöglich verdeckte) Radar/Lichtschranken-Geschwindigkeitsmessung zu stehen habe. Ich fragte mich damals oft: Diese reinen "Geschwindigkeits"unfälle - sind die alle unkontrolliert auf die Gegenfahrbahn geraten (& dann mit dem Gegenverkehr kollidiert) &/oder aus der Kurve 'rausgeflogen & im Straßengraben gelandet? Andere mögliche Wirkungen im Rahmen REINER Geschwindigkeitsunfällle gibt es nicht.
So verhält es sich auch hier. Es mag unsere Leserschaft verwundern, daß sich hier jemand ob dieser Sache gar so echauffiert, aber: Dieser Vorfall ist so richtig geeignet, Wasser auf die Mühlen derer zu gießen, die sagen: Kein BF im Job nun umso mehr - & sei´s auch nur im QS*-Labor einer Wattebauschfabrik (Stil + Etikette-Ayatollahs werden hinzufügen: Wir haben ja sowieso schon immer recht gehabt). Oder vielmehr: Kein BF in allen Lebenslagen. Wer barfuß ist, gefährdet "unverantwortlich" sich & andere... das soll wohl hier der "anzustrebende Tenor" sein.
Daher möchte ich Charles B. & insbesondere Lorenz (dieser hat nämlich eine reiche Fotocollection ob erfolgreicher & insbesondere BFiger Fassaden- & Bergwandkletterer) bitten, hier intervenierend tätig zu werden, zumindest 'drüben das entsprechende Bildmaterial 'reinzusetzen & auch "leserbriefmäßig" auf die 'Augsburger Allgemeine' einzuwirken. Im Interesse der gemeinsamen Sache...
Kollegiale (& leider momentan mit anderem äußerst gestreßte) BFige Managementgrüße, Jay
PS: Bin gespannt, wie lange es noch dauert, bis folgendes passiert:
Autobahneinfahrt. Ein 4rad schert nach 5m Einfahrts- [genau gesagt: Beschleunigungs]streifen grob verkehrswidrig & die Vorfahrt mißachtend im Schritttempo nach links auf die äußerste rechte Autobahnspur ein. Ein auf dieser mit "nur" (naja, alles ist relativ) 100 km/h herannahendes Fahrzeug kann´s nicht mehr "derbremsen", kracht in dieses hinein (kann nicht nach links ausweichen, weil überholende Fahrzeuge). Der Lenker des auffahrenden 4rads ist barfuß, der 'Fahrzeugführer' des Vorfahrtsmißachters ist 'ordentlich beschuht'. Bald wird´s - wenn solche Beispiele wie das grad' erwähnte Schule machen - heißen: Schuld am Unfall ist Ersterer, weil barfuß gefahren. --------------- *) Qualitätssicherung
nun male mal den Teufel nicht an die Wand. Der Mann ist angeblich in Badeschlappen an der Fassade oder von Balkon zu Balkon geklettert und dabei abgestürzt. Mehr wissen wir nicht. - Ich bin auch schon an Fassaden geklettert und auch ein paar Jahre lang als Freeclimber mit voller Ausrüstung in echten Felsen. Zum equippten Klettern trägt man enge Kletterschuhe mit einer wenig flexiblen glatten Sohle, die aber eine hohe Haftkraft hat. So kann man die Zehenspitzen (oder Fersen) auch in kleinste Ritzen setzen oder auf glattem Fels "auf Reibung" klettern.
Wenn ich aus Versehen die Wohnungstür hinter mir zuschmeiße, habe ich natürlich keine Kletterschuhe an ;-) Der verunglückte Fassadenkletterer hatte Badeschlappen an. Damit zu klettern ist nun wirklich hochgradig leichtsinnig! Dann lieber ganz barfuß. Vielleicht war er auch nicht mehr ganz nüchtern oder hat den Schwierigkeitsgrad oder seine eigenen Fähigkeiten falsch eingeschätzt? War es trocken oder nass? Wie genau sah die Kletterroute aus? Das alles wissen wir nicht, darum würde ich da jetzt auch auf keinen Fall die Pferde scheu machen, zumal ja noch gar niemand was gegen barfuß gesagt hat, sondern eben nur, und zwar zurecht, auf die Schlappen hingewiesen wurde. - Wie beim Autofahren: Besser als ungeeignete Schuhe sind gar keine Schuhe ;-) - Vielleicht kommt ja noch ein Folgebericht in der Zeitung mit weiteren Details...?
entspannte Füße
Charles
edit: Es gibt ein Update mit Foto in der Augsburger Allgemeinen. Der Mann ist abwärts geklettert, wollte aber diagonal zum Nachbarbalkon. Der Abstand lässt sich nicht gut schätzen, aber das sieht durchaus machbar aus. Trotzdem wäre es einfacher und mit den praktischen Eckpfosten an den Balkonen viel sicherer gewesen, beim Nachbarn direkt über der eigenen Wohnung zu klingeln, statt die Diagonalroute zu riskieren.
Barfuß oder Schlappen wird gar nicht mehr erwähnt ;-)
Sehr verehrter und geschätzter Herr Adminkollege von der Konkurrenz,
der Grund, weswegen ich da gar solch' ein Theater machte, ist der, daß solches Geschriebenes in der Presse & a. Medien in den Hirnen der Menschen unscharf abgespeichert wird.
So kann es ohne weiteres passieren, kommt man ein paar Tage später nach einer solchen Pressemeldung als freiberuflicher Gastmitarbeiter in irgendein Unternehmen - beispielsweise an einem noch sehr kalten März- oder Novembermorgen in irgendwelchen Minimalschuhen (eben bei mir gerne die besagten Plastik-Bade"klapperl"), daß dann umso mehr Getön losgeht "Mei, Barfuaß oder in solchane Schuah, da is' scho SOO vui bassiert, erst kürzlich hab' i wiada in da Zeidung g'les´n..."
Seit ca. 2 Jahren hat die Sicherheitsschuh-Neurose, -Manie oder -Hysterie nämlich derart zugenommen, daß man auch als nicht festangestellter Mitarbeiter nicht mehr vor ihr sicher ist, rückt man irgendwo in einen Industriebetrieb ein. Es ist schon der Hammer, was sich schon ganz kleine Chefs einfallen lassen, um die Leute nur jaa & in diese angeblichen "Sicherheits"container für die Füße zu bekommen, auch Nicht-Employés. Auch, wenn sich diese nur für 1 Stunde zu einer Besprechung in irgendeinem Meeting- oder Seminarzimmer einfinden.
Um das Ziel "Alle stramm in Sicherheitsschuhen" zu realisieren, werden heute Tricksereien & ä. angewendet, daß´s kracht. So geschah mir 'mal folgendes (war März 2010 oder so):
Ein Kleinprojekt bei einem Industriekunden, binnen weniger Tage fertigstellbar. Es war praktischer, die neue Schaltung im Entwicklungslabor vor Ort beim Kunden aufbauen zu lassen anstatt diese selbst in den Räumlichkeiten des eigenen Betriebes zusammenzustellen. In der Frühe rückte ich, da noch kalt, BF in Plastikbadepantoletten in die Fa. ein. Nach dem Mittagessen nimmt mich ein kleiner, in der Fa. noch relativ junger Gruppenleiter (den kannte ich bisher noch nicht) auf die Seite: "Ich darf Sie übrigens bitten, daß auch Sie sich - beispielsweise ab morgen - festen & geschlossenen Schuhwerks befleißigen. Meine Mitarbeiter haben schon 'rumgemault... wegen Gerechtigkeit... Sie wissen schon... Auch wenn Sie bei uns nicht festangestellt sind, darf ich da keine Ausnahme machen..."
Er mußte sich damit zufriedengeben, daß ich kein Sicherheitsschuhwerk oder sonstige Fußcontainer, die in sein [Geschmacks]"Raster" paßten, mein Eigen nennen konnte. Immerhin, beim Geld hörte der Spaß auf, wie ich merkte, als ich bei all' dem Gequengel mich mit "Wenn Sie mir welche anschaffen wollen, Größe 44..." vortasten wollte (Sicherheitsschuhe sind teuer, das zahlt die Fa. nicht, außer für ihre Employés).
Tags darauf fuhr ich mit "meinen" "Kollegas" (man ist auch als "Nichtfester" mit den Leuten recht schnell per du) zum Lunch. Der Gruppenleiter hatte einen Termin auswärts. Die Sonne hatte die gesamte Gegend schon recht gemütlich angewärmt, meine Behelfsschuhe hatte ich irgendwo in der Fa. abgestellt (& es wäre sträflich gewesen, den schönen Tag anders als BF zu erleben).
Der langen Rede kurzer Sinn. Statt "Ja, wir würden ja auch gerne BF sein oder solche Minimalschuhe tragen, aber wir dürfen ja nicht & fühlten uns ungerecht behandelt..." hörte ich: "Is' mir/uns doch sch...egal, was du für bzw. ob du gar keine Schuhe trägst, ich/wir haben ganz andere Sorgen...!"
Der kleine, neue Gruppenleiter-Chef hatte mich voll angelogen. Grinsendes, verwundertes Kopfschütteln machte die Runde. Außer der Mittagstafelgesellschaft war ihm niemand unterstellt. Niemand hatte sich bei ihm beschwert. Das klang für mich aus "der Kollega´s Mund" glaubwürdiger als dieses Herumgedruckse des naja, Team-'Chef's.
Für die Mühewaltung beim Schreiben des vorangegangenen Artikels darf ich mich beim Konkurrenzadminkollegen bedanken (ganz im Stile alter Geschäftskorrespondenz) & verbleibe
mit freundlichen Barfußgrüßen Jay
der sich nicht daran erinnern kann, mit je einem Aufkleber oder Stempel "Vor Licht schützen!" auf beiden Fußrücken auf die Welt gekommen zu sein...
Saalenixe-Halle
06.09.2011 11:25
#4 RE: Unscharfes, welches im Gehirn gespeichert bleibt...
Ach herrje......... Da kann ich doch nur den Kopp schütteln!
Jay, wenn dir die Sache soooo wichtig ist, warum wirst du dann nicht selber aktiv? Vielleicht weil es einfacher ist, anderen etwas aufzutragen? Oder ist da gar ein bisschen gekränkter Stolz mit im Spiel?
lg Saalenixe
Manfred (Ten)
06.09.2011 12:35
#5 RE: Unscharfes, welches im Gehirn gespeichert bleibt...
erstens dürfte es eher die Ausnahme als die Regel sein, daß jemand im dritten Stock von Balkon zu Balkon turnt (und dabei auch noch abstürzt), und zweitens: je mehr Aufhebens um die Sache gemacht wird um so mehr dringt es - dann "scharf" - ins Bewusstsein der Öffentlichkeit.
Ist alles psychodimensional, you know ?
(Ich hatte mal eine neue Vorgesetzte, die Dame hiess Frau Eschenbacher. Blöderweise kam mir sofort die Assoziation "Aschenbecher" in den Sinn, und ich sagte mir ständig "bloß aufpassen, daß mir das nicht ungewollt mal rausrutscht !!!" Und prompt kam es dann auch gleich bei der ersten Begegnung so wie es kommen mußte ...)
Oder für dich als Musiker: Du kennst das Konzert für Ogott und Faboe ? (Ich wette, das prägt sich nun ungewollt in dein Stammhirn ein!)
naja, das ist ja ein interessanter & geistreicher Thread geworden - manchmal kann man sogar als totales Paradoxon das Flapsige mit dem Spießigen verbinden & heraus kommt etwas, worauf keiner mehr einen Rat weiß. Das Thema "BF im Weltraum" (genau an Bord eines Raumschiffes) hatten wir ja schon 'mal, & heute brachte mich die Thematik "Ungewöhnliche Behältnisse für Speis' & Trank"
Zitat von Manfred(Ten)
Zitat von Jörg 2Zu dem Konzert für Ogott und Faboe genieße ich immer gern ein Stück Kaffee und eine Tasse Kuchen...
J.
Ach - und keine Flasche Pommes frites ?
auf folgende revolutionäre Lösung eines grundlegenden Problems der Raumfahrttechnik:
Bekannt ist, daß sich Astronauten / Kosmonauten / Taikonauten immer Wasser oder Säfte mit der Wasserpistole in den Mund schießen. Dieses Utensil ist jedoch für Bier nicht brauchbar. Sofort rief ich einen alten Bekannten meinerseits bei der NASA an. Der erkundigte sich recht freundlich ("today also BF on this bright sunny september day...?"), konnte mir aber ebenfalls nicht genau sagen, wie sich Bier in der Schwerelosigkeit verhält.
Vermutlich bildet 1 Maß Bier in der Schwerelosigkeit eine schwabbelige Flüssigkeitskugel von grob 10 cm Durchmesser, aus der mit größerer Vehemenz als auf der Erde, völlig gleichförmig radial nach allen Seiten, durch das interne CO2 Schaum ausgetrieben wird, der dieses Gebilde dann wie eine weiße Kugelschale umhüllt. Muß affenkomisch ausschauen, dieses fluidische Objekt.
In der Wasserpistole läßt sich Bier aus Gründen, die jetzt zu lang & komplex wären, auch nicht kurzzeitig speichern. Es scheint jedoch 1 einzige Möglichkeit zu geben, Bier im All trinken zu können: Man bewahrt es am besten im einem stark dehnbaren Gummiballon auf, den man zum Trinken an seinem Öffnungsschnuller entspannt. & noch komischer sieht es an Bord des Raumschiffes aus, wenn man den Ballon versehentlich ganz entspannt, den Händen entgleiten & fliegen läßt.
Sorry, Manfred & Jörg: Ihr habt mich zwar auf die Idee gebracht, aber das Patent ist bei mir. (Ob weibliche ISS- etc. -Besatzungen mit individuelleren / ungewöhnlichen Geschmacksneigungen, sollte grad die Unit "1 Gummiballon Bier" nicht verfügbar sein, sich mit "1 Kondom Bier" als Ersatzlösung behelfen, dieses dann anstechen & "zuzeln", ist deren Sache & interessiert hier nicht - ich will ja nur das Biertrinken im Weltraum einwandfrei zum Funktionieren bringen). So wie man ja auch an Bord von Apollo, Sojus, SpaceShuttle immer optional mühelos BF sein konnte.
Tut mir leid, daß dieser Thread eine derart seltsame Sache wurde. Es ist schon richtig, daß dann durch das von Charles B. verlinkte Update eine völlig andere Situation entstand, die ich nicht berücksichtigt hatte. Dennoch wundere ich mich ein wenig, daß grad' Leute, die ihren Activityschwerpunkt in einem Forum haben, welches ungleich stärker auf die Außenwirkung für die gemeinsame Sache BF bedacht ist als dieser Forumsladen hier, nicht doch ein wenig besorgt sind, wenn in einer Pressemeldung
------------------ Ein 52-Jähriger hatte sich aus seiner Wohnung im dritten Stock ausgesperrt. Laut Polizei ging er deshalb zu seinem Kumpel, der ein Stockwerk unter ihm im gleichen Haus wohnte. Vom Balkon seines Freundes aus wollte der Mann nach oben in seine Wohnung klettern. Als Schuhwerk trug er laut Polizei lediglich Badeschlappen. Als er an der Fassade hochkletterte, stürzte er rund neun Meter in die Tiefe. Obwohl sein Freund sofort die Rettungskräfte alarmierte, verstarb der Mann noch am Unfallort. Der Kriminaldauerdienst der Polizei Memmingen übernahm noch in der Nacht vor Ort die Ermittlungen. (evb) ------------------
die Passage "Als Schuhwerk trug er laut Polizei lediglich Badeschlappen." das einzige etwas informativere Detail zum Unfallhergang bildet; es ist in der Allgemeinbildung der Nation nicht sehr verbreitet, daß Fassadenklettern nicht jedermann´s Sache ist.
Vielleicht hab' ich die Sache auch dahingehend falsch verstanden (dazu fehlt mir Detailwissen), daß der Mann, wäre er ganz BF gewesen, mit hoher Wahrscheinlichkeit noch am Leben wäre, war das dann deine essentielle Aussage, Charlie?
Wir wollen ja schließlich, daß unsere Sache in den Medien positiv dargestellt wird. Meldungen, die "Horror-Unfall wg. zu leichtem oder gar keinem Schuhwerk" kommunizieren, sind umgekehrt auf jeden Fall schädlich, ihre Wirkung sollte durch "Bin seit langem erfolgreicher BFiger Fassadenkletterer" neutralisiert werden (wie Säure durch Lauge), darauf wollte ich hinaus.
Können wir uns darauf einigen - ich bin niemand, der auf "stets Recht haben" erpicht & auf "Gesichtswahrung um jeden Preis" versessen ist, sondern jemand, der selbstverständlich Fehler macht - daß ich durch insbesondere nachträglich falsche Detailauswertung in diesem Thread Murks gebaut habe? Wenn das so gesehen wird, lasse ich mir das selbstverständlich sagen.
Es ist ja so, daß "Unfallrisiken" wie wahnsinnig vorgeschoben werden, wenn´s um rein ideologische Verbote bei "BF macht mobil, bei Arbeit, Sport & Spiel" geht. Solche Berichte (wie die 1. Textversion) liefern dann wohlfeil die "Argumente" für die Anti-[Unten Ohne]-Ayatollahs frei Haus.
Zitat von Saalenixe-HalleJay, wenn dir die Sache soooo wichtig ist, warum wirst du dann nicht selber aktiv? Vielleicht weil es einfacher ist, anderen etwas aufzutragen?
Schon wg. der Nichteinmischung in das Geschehen in anderen Foren wollte ich mich hier nicht konkret 'reinmengen; ich wollte auch niemand anders etwas "anschaffen" (wie man in Bayern sagt), sondern nur die Empfehlung geben, sich um diese Sache zu kümmern. Ich will nicht, daß der Fortfall weiterer BFiger Arbeitsplätze (es gibt mittlerweile wenig genug davon) durch Zeitungsartikel wie die von Michael Illert verlinkte 1. Textversion katalysiert werden könnte - zumindest mir erscheinen solche Pressetexte geeignet dafür. Irre ich mich?
Sehr besorgte BF-Grüße, Jay, der nicht nur keine BFige Arbeit außer Haus, sondern bald gar keine mehr zu bekommen scheint...
also Bier aus dem Strohhalm (oder der Wasserpistole) soll ja eine verstärkte alkoholisierende Wirkung entfalten, wahrscheinlich wegen der erhöhten Beimischung von Sauerstoff. So sagt es jedenfalls ein Gerücht aus meiner Jugend, das ich nie experimentell geprüft habe. Anyway wäre in Schwerelosigkeit ein kondomähnliches Behältnis für den Gerstensaft sicher eine gute Verpackung, wie sie auch seit langem für andere Flüssigkeiten Verwendung findet - insofern ist Dein Patent vielleicht doch nicht so originell? Statt schäumendem bayerischen Hellen, das wie andere kohlensäurehaltige Biere das flexible Behältnis stark aufblähen würde, könnte man auf gutes altes englisches Ale ausweichen - man muss sich nur kurz dran gewöhnen ;-) Oder man rückbesinnt sich auf das gute alte Büchsenschießen: Dosenbier etwas anschütteln, dann am unteren Ende mit einem Kugelschreiber anstechen und das Loch an den Mund setzen, schließlich den Dosenverschluss etwas öffnen. Durch den Druck des freigesetzten Kohlendioxids strömt der Doseninhalt druckvoll durch das untere Loch in den Rachen. Man muss die Dose also "exen", deshalb ist bei Faxedosen Vorsicht geboten, doch die mit Maßkrügen geübten Bayern (ich nehme immer nur eine Halbe) schaffen sicher auch das und könnten sich so einen schnellen Absturz im All verschaffen. Gegen das Ausströmen aus dem oberen Verschluss müsste man in Schwerelosigkeitl noch entsprechende Dichtmaßnahmen erfinden ;-)
Aber zurück zum abgestürzten Balkonkletterer. Wie gesagt, war in der Pressemeldung ja gar kein Wort zu barfuß enthalten. Und nachträglich möchte ich sogar vermuten, dass der Mann auch gar nicht barfuß in seinen Schlappen unterwegs war, sondern besockt, was die Rutschgefahr Fuß-in-Schlappen nochmal deutlich erhöhte. Insofern - es ist wirklich nicht einfach, in Deinen verschnörkelten Texten das Wesentliche zu finden - ja, barfuß oder sogar in unbeschlappten Socken wäre die Absturzgefahr meiner Meinung nach deutlich niedriger gewesen.
Möge er in Frieden ruhen und seine Familie Trost finden
Charles
Manfred (Ten)
07.09.2011 22:04
#10 RE: Unscharfes, welches im Gehirn gespeichert bleibt...
Also meines Wissens verstößt Alkohol am Steuer eines Raumschiffes gegen die WaVO (Weltallverkehrsordnung)
Und was die Badeschlappen angeht: Ich denke, der Fall tangiert uns nicht mal peripher, denn nach der Ratinger Definition, Absatz 2, war der Mann doch damit keinesfalls barfuß.
Ich kann mich gut erinnern im Elbsandsteingebirge fast nur barfüßige Kletterer gesehen zu haben - mit Flip-Flops oder ähnlichen Gerät war da kein einziger dabei, was mich ebenfalls stark vermuten lässt daß der Mann barfuß noch am Leben wäre
Und der Typ wär auch, wenn selbst nach Ratinger Definition original BF unterwegs, abgeschmiert. Was aber nix mit seiner Fußbekleidung zu tun hat, sondern mit dem wohl erheblich vorhandenen Alkoholspiegel den sein Blut aufwies. Aber besoffen zu sein ist wohl nicht mehr so sensationell wie Schuhe (egal welcher Art) zu tragen.
seht´s einfach so, weshalb ich da scheinbar schräg denke: Die Sicherheitsschuh-Verfechter in Industrie, Handel & Handwerk differenzieren¹ nicht zwischen [BF] & [An den Füßen Irgendwas ≠ 0 'dran]², sondern [Ordentliche Schuhe] & [Nichtordentliche Schuhe]. Wobei BF selbstverständlich = letzterem Punkt ist.
Deswegen schreibe ich öfters: "Der Schutz der Füße vor dem [Gesehen Werden]". Die Beobachter scheinen irgendwie auf das spezifische Lichtwellenlängenspektrum des bräunlichen Schweinchenrosa der Haut der nackten menschlichen Füße geeicht zu sein; sobald da irgendwas nach außen austritt (wenn man z. B. Clogs anhat, reflektiertes Licht von den Fersen) werden sie angetriggert & das Theater ist da. Da kannst du dir 100x Clogs mit einem lederummantelten massiven Stahldach bauen lassen (die würden sogar wahrscheinlich mehr kinetische Aufprallenergie herunterfallender Objekte aushalten, "zertifizierte Sicherheitsschuhe" max. 200 Joule = Wsec³).
Trägst du 'ordentliche' oder gar [Biz-Etiquette]-gerechte Treter + Socks, kommt keine alte Sau auf die Idee, dich zu fragen: "Haben Sie eigentlich zertifzierte Sicherheitsschuhe an?" Kriterium ist immer: Man darf nichts (vom Fuß) SEHEN. Präzise so steht´s auch in der [Stil + Etikette]-Literatur 'drin.
Ob im QS-Labor einer Wattebauschfabrik, in der Stückzahlprüfung einer Zuckerwürfel-Endverpackung oder am Zerfleddertisch für obsolet gewordene VHS-Videocassetten (Franz berichtete): Die Besorgnis um´s Wohl unserer Füße als "besonders schutzbefohlenem Körperteil der Mitarbeiter" ist wirklich einfach rührend! (bis vielmehr eher profilneurotisch). Konsequenterweise müßte man in einer gepanzerten Ritterrüstung in die Knechte einrücken. Argument: Ich möchte auch an meinem ganzen übrigen Leib denselben Schutz haben, den Sie ja wenigstens meinen Füßen angedeihen lassen. Was mir auf die Füße fallen kann, kann mir auch auf den Kopf, die Schultern, die Arme etc. fallen.
Die Arbeits- & Dienstleistungswelt hat sich in den letzten 'paar Jahren in Sachen [0 oder leichte Fußbekleidung] schon wesentlich verändert. Erinnert man sich noch an die BF Star Workers Collection (hieß allerdings anders), die John K im alten HBF recht reichhaltig bestücken konnte? Voraussetzung war übrigens nichtselbstständige Berufstätigkeit.
Freundliche BF-Grüße von Jay, den Sicherheitssichuhe vor Hochspannung > 20 kV, Röntgenstrahlung, HF- & Mikrowellenenergie (Radar allgemein) noch nie im geringsten geschützt haben. & auch apriori niemals konnten. ------------- ¹ Nicht im Sinne des mathematischen Differentialquotienten, sondern Objektunterscheidung.
² So, wie es das Forum macht.
³ Darüber hinaus kann & darf die Stahlkappe über den Zehen brechen. Der Mittelfuß ist ohnehin vor dem Impact schwerer Fallobjekte nicht geschützt.
Saalenixe-Halle
08.09.2011 07:27
#13 RE: Unscharfes, welches im Gehirn gespeichert bleibt...
Zitat von JayTrägst du 'ordentliche' oder gar [Biz-Etiquette]-gerechte Treter + Socks, kommt keine alte Sau auf die Idee, dich zu fragen: "Haben Sie eigentlich zertifzierte Sicherheitsschuhe an?" Kriterium ist immer: Man darf nichts (vom Fuß) SEHEN. Präzise so steht´s auch in der [Stil + Etikette]-Literatur 'drin.
Kann ich so nicht bestätigen! Bei uns in der Fertigung ist die von dir so geliebte Sicherheitsschuhpflicht. vorgaben: säurefeste Sohlen, schlagfeste Kappe für den Vorfuß, und in bestimmten Bereichen ESD.
Sehr beliebt sind hier die sicherheitsclogs oder luftige Sandalen Erstere lassen sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit abstreifen, in letzteren bekommt man wenigstens ein bisschen Luft. Bei beiden ist je nach Beschaffenheit mehr oder weniger vom (nackten) Fuß zu sehen.
Das Stil- und Etikette bezieht sich wohl mehr auf die "Angestelltenschuhe" - wobei die mindestens bis ins mittlere Management bei uns total verpönt sind. Was Stil und Etikette betrifft, hat sich wohl in den letzten Jahren einiges getan. Zumindest da, wo ich das Geld für mein täglich bier verdiene.