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 Barfuß und Leben
Michael aus Zofingen Offline



Beiträge: 593
Punkte: 248

08.10.2011 12:55
Zuletzt in Basel Zitat · antworten

Wie schnell ändert sich doch das Wetter! Am Mittwoch, den 5.10.2011 war ich noch nach Feierabend zum Baden an die Aare gefahren, und zwei Tage später sah ich schon Velofahrer mit Handschuhen und Mütze!

Am Samstag, den 1.10.2011 war es noch neblig, als ich morgens barfuß, in kurzen Hosen und ohne Mütze mit dem Velo in Richtung Basel fuhr. Nach dem Überqueren des Hauensteinpasses (es war kurz vor 10 Uhr) kam die Sonne zum Vorschein, ab und zu gab es noch ein paar Nebelschwaden. Leute in kurzen Hosen oder/und ohne Socken gab es viele, aber ohne Schuhe sah ich niemanden auf der Hinfahrt. Das änderte sich aber, als ich den Birskopf an der Stadtgrenze zu Basel erreichte. Auf der Liegewiese am Rheinufer waren schon einige in Badekleidung, und ich auch bald.

Der Rhein führte nur relativ wenig Wasser. Auch war das Schwimmvergnügen etwas getrübt, weil der Rhein für Schwimmer unter der Schwarzwaldbrücke/Eisenbahnbrücke gesperrt war. Der Grund waren Bauarbeiten: Parallel zur bestehenden zweigleisigen eisernen Bahnbrücke wird eine neue Bahnbrücke aus Beton gebaut, um den Engpaß zwischen Basel SBB und Basel Bad. Bf. zu entlasten. Also sollte ich als barfüßiger Offtopic-Fahrzeug-Liebhaber froh sein als über den getrübten Badespaß schimpfen.

Das Wetter war wirklich sehr schön, fast hochsommerlich. Einige Leute schwammen ebenso wie ich im Rhein oder planschten in der (kälteren) Birs. Der Barfußpark Birsfelden wurde nicht nur von Barfüßern, sondern auch von fett beschuhten Leuten benutzt. Als die Sonne hinter Bäumen verschwand, verließ ich den Birskopf, im Träger-T-Shirt war es mir noch zu warm. Ich radelte zunächst über Riehen nach Weil am Rhein. Im Stadtteil Friedlingen lag bereits ein noch offenes Gleis der zukünftigen Tramlinie von Basel-Kleinhüningen, es tut sich also auch hier etwas auf dem Offtopic-Sektor!

Bereits auf Basler Gebiet befindet sich eine neue Brücke im Bau, da die alte zu schwach war, um die schweren Tramzüge aufzunehmen. Die Radfahrer und Fußgänger mußten sich über einen provisorischen hölzernen Anbau der Brücke bewegen. Aber man bewegt sich nicht auf dem nackten Holz, sondern es wurde für den Langsamverkehr zwar kein roter, dafür ein grüner Teppich(boden) ausgerollt, richtig barfußfreundlich! Nur grün? Nein! Gerade grün! Rot bedeutet anhalten, grün freie Fahrt. Und letzteres paßt doch gut zu einem, der sich auf freiem Fuß bewegt!

Es folgte die Fahrt in die Basler Altstadt, wo ich erst mal gegenüber dem Münster eine Pause machte. Die schmale Sichel des Mondes schob sich langsam hinter die nach Martin und Georg benannten Türme der Kathedrale. Der Münsterfährmann war barfuß, ob „zufällig“, wie schon mal von einem nie kurze Hosen tragenden Forumsteilnehmer behauptet wurde, sei mal dahingestellt. Als ich weiterfuhr (besser schob) zog ich mir doch das T-Shirt über. In der Altstadt war es noch knapp 20°C, daher waren noch etliche Leute in mehr oder weniger kurzer Beinkleidung (mehr Männer, Frauen in kurzer Beinkleidung hatten meist irgendeine Art Strumpfhose an, und das gildet nicht) oder ohne Strümpfe (mehr Frauen). Aber ohne Schuhe war ich der einzige.

Zum Übernachten im Schlafsack radelte ich nach Münchenstein am renaturierten Birsufer. Eigentlich ein schönes Fleckchen, wenn da nicht der Lärm der 4radbahn wäre. Morgens war es neblig. Ich fuhr zuerst zum Wasserturm beim Bruderholz.
Danach fuhr ich weiter, schob mein Velo durch die Wolfsschlucht, wo noch kein herrliches Laub lag wie etwa im November. Dann radelte ich zum Bahnhof SBB, schob mein Velo durch die Pasarelle. Im Bahnhof ging tatsächlich eine ca. 25jährige Frau und trug die (kaputten oder unbequemen?) Schuhe in der Hand. Allerdings trug sie eine Strumpfhose, die im Bereich der Füße total zerfetzt war! Vom Bahnhof radelte ich zur Heuwaage, von wo ich das Velo durch die Basler Fußgängerzone schob. So kam ich zum Barfüßerplatz. Ich schob mein Velo in Richtung Münster. Von der Aussichtsplattform konnte ich erkennen, daß der Münsterfährmann fett beschuht war. Aber es war „nur“ ein Stellvertreter, nicht der barfüßige Fährmann vom Vortag. Dann schob ich mein Velo über die Mittlere Brücke und fuhr in Richtung Tierpark „Lange Erlen“. Einige Kinder machten große Glotzaugen. Mittlerweile war die Sonne durchgebrochen, so daß ich abermals zum Baden an den Birskopf fuhr, es war ähnlich schönes Wetter wie am Vortag. Hier radelte sogar ein Mann ohne Schuhe (und ohne die Möglichkeit, die Schuhe heimlich mitzuschleppen) am Rheinufer entlang, echt toll!

Um 16.30 Uhr verließ ich den Platz fuhr ich über Birsfelden, Muttenz und Liestal zurück nach Hause. Am Hauensteinpaß wurde es so kalt, daß ich mein weißes Träger-T-Shirt wieder anziehen mußte. Gegen 19.30 Uhr erreichte ich die „verbotene Stadt“ durch die ich noch radelte, bevor ich nach Hause fuhr.

Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


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