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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 Barfuß und Leben
Michael aus Zofingen Offline



Beiträge: 593
Punkte: 248

20.11.2011 21:33
Ballenberg-Museum Zitat · antworten

Dienstag 18.10. 2011: Ich hatte eine Woche Urlaub. Da es in diesem Monat möglich war, das Railaway-Angebot zum Ballenberg-Freilichtmuseum zum halben Preis zu gelangen, machte ich davon schamlos Gebrauch (Zofingen-Ballenberg retour incl. Eintritt 28.20 SFR):
http://www.ballenberg.ch/

Um 7.58 Uhr verließ ich Zofingen mit dem Zug nach Luzern. Es war vergleichsweise kalt für Oktober, so daß ich auf der Velofahrt zum Bahnhof eine Jacke benötigte. Aber nur dort, danach nicht mehr. Lange Hosen, Schuhe und Mütze benötigte ich nicht. In Luzern hatte ich 25 Minuten Aufenthalt, ich hörte jemanden sagen: „Der Mann ist aber hitzig!“ Dann ging es weiter mit der Schmalspurbahn zum Bahnhof Brünig-Hasliberg, eine richtig schöne Strecke, teilweise mit Zahnstange. Dieser Zug war relativ voll. Eine Oma mit ihren Enkeln saß in meiner Nähe. Die Kinder starrten immer auf meine Füße, bis schließlich der Junge sagte: „Grossi, dürfen wir auch die Schuhe im Zug ausziehen?“ „Nein, wir müssen gleich aussteigen!“ Ob die Kinder glaubten, ich hätte lediglich die Schuhe im Zug ausgezogen?

Im Bahnhof auf der Brünig-Paßhöhe stieg ich aus, hier gab es Anschluß mit dem Postauto. Ich habe zwar schon mehrfach gelesen, daß arrogante Busfahrer barfüßige Fahrgäste einfach nicht mitnahmen, aber die Befürchtung hatte ich nicht. Ich hatte es nicht mit einem „normalen“ Busfahrer zu tun, sondern mit einem Postautochauffeur! Noch dazu in der Innerschweiz, wo das Barfußlaufen „nicht unüblich“ ist. Und so war es auch. Und was würde man am Museumseingang sagen? Da das Ballenberg-Museum weder ein bayrisches Schloß, noch irgendein „preußischer Palast“ inmitten von Berlin, Hauptstadt der BRD, ist, hatte ich auch hier keine Befürchtungen. Und so war es! Keinerlei Reaktion an der Kasse!

Das Ballenberg-Museum ist doch ein sehr weitläufiges Gelände. Die Wege, die ich zuerst benutzte, waren noch einigermaßen gut barfuß begehbar, die Befestigung war ziemlich zerfahren von Versorgungfahrzeugen. Später bestand die Wegbefestigung aus gröberen Steinen. Ich hatte den Eindruck, als ob dort, wo Häuser aus dem Jura aufgestellt waren, die Wege mit Juragestein befestigt waren und andererseits Tessiner Gestein zur Wegbefestigung verwendet wurde, wo die Tessiner Häuser standen. Zum Glück hat man nur die Häuser und die Steine für die Wegbefestigung aus dem Tessin geholt, nicht aber die Maronis. Diese hätten mir noch gefehlt. Die Bucheckern auf den Wegen reichten mir!

Ganz anders die Gebäude! Sie hatten vielfach Holzfußböden, Holztreppen oder Fußböden aus den verschiedensten Platten, eine Wohltat für die Füße. Auch gab es einen See, wo ich es nicht lassen konnte, durch den Schlubber zu waten. Wegen der Lage am Südhang wurde es hier tagsüber recht warm, so daß einige Leute sich ihrer Jacke entledigten und im T-Shirt durchgingen. Es gab auch Leute in kurzen Hosen, aber nur Männer. Frauen mit blutten Beinen waren nicht dort, lediglich eine in Flipflops. Und Barfüßer? Keine real existierenden. Wohl aber auf Abbildungen aus vergangenen Zeiten. Dort spielten Kinder barfuß. Es gab auch eine Kneipp-Anlage, die ich als einziger benutzte, und das nicht mal Kneipp-konform. Da stand nämlich, daß man nach der Benutzung sich die Füße abtrocknen und Socken und Schuhe anziehen sollte. Da ich nichts derartiges dabei hatte, mußte es so gehen. Wenigstens brauchte ich mir nicht die Hosen umzukrempeln, um mir keine nassen Hosensäume zu holen.

Vom Personal sagte niemand etwas zu meiner Kleidung, auch nicht von den erwachsenen Besuchern. Von den Kindern aber machten einige große Glotzaugen. Um 10 Uhr war ich im Museum angekommen, um 17 Uhr verließ ich es. Meine Füße waren ziemlich zerschunden. Ich ging noch zum nahen Friedhof, wo die Sonnenstrahlen noch hingelangten, bevor mich um 16.38 Uhr das Post6rad (6 wegen der Zwillingsbereifung an der Hinterradachse) zum Brünig-Bahnhof fahren würde. Von dort geht es weiter mit der Schmalspurbahn nach Luzern und mit dem IR nach Zofingen, wo ich um 20.01 ankam.

Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


Leo Offline



Beiträge: 693
Punkte: 484

21.11.2011 00:06
#2 RE: Ballenberg-Museum Zitat · antworten

Hallo Michael,

Zitat von Michael aus Zofingen
... die Gebäude! Sie hatten vielfach Holzfußböden, Holztreppen oder Fußböden aus den verschiedensten Platten, eine Wohltat für die Füße. ... Es gab auch Leute in kurzen Hosen, aber nur Männer. .... Keine real existierenden. Wohl aber auf Abbildungen aus vergangenen Zeiten. Dort spielten Kinder barfuß.



Hier eine Abbildung aus noch nicht all zu lange vergangenen Zeiten eines real existierenden barfüßigen Besuchers am 17.08.2008:



Gruß

Leo


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