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Naja, das sieht mal wieder so aus, als sollte man n Velo-Führerschein einführen.
Ich will ja net behaupten das alle Radfahrer Verkehrschaoten sind, aber ca 60% davon haben von Verkehrsregeln mal garkeine Ahnung. Und das sind auch Diejenigen die man in den Dokusendungen im TV sieht, die sich tierisch aufregen wenn sie auf Wegen wo Radfahren (aus welchen Gründen auch immer) verboten ist von Ordnungshütern angehalten und bestraft werden. Verkehrsregeln wurden nicht umsonst erstellt, auch wenn ich selbst der Meinung bin, das es zu viele Schilder gibt. Aber die gibt es wohl genau aus dem Grund. Weil Velo-/Auto-fahrer und Fußgänger sich nen shice drum scheren was mit den Mitmenschen passiert, nur allein ICH zähle. Und das geht halt im Verkehr überhaupt nicht. Auch wenn man mit einigen Gesetzen im Land nicht konform läuft, die STVO sollte eingehalten werden, zum Schutze aller Mitmenschen.
Zitat von EngelIch will ja net behaupten das alle Radfahrer Verkehrschaoten sind, aber ca 60% davon... Naja, das sieht mal wieder so aus, als sollte man n Velo-Führerschein einführen.
Und das von DIR ?
1. Man stellt einfach mal eine Behauptung in den Raum: "60 Prozent sind Chaoten" (oder auch: Hartz-4 Empfänger sind alles arbeitsscheue Säufer)
2. Man fordert eine allgemeine Maßnahme gegen den beschulödigten Personenkreis
Dann kommen solche "sinnvollen" Sachen heraus wie in Freiburg: ein Fahrradabstellverbot in der ganzen Innenstadt, ein einseitiges Fahrverbot für bestimmte Verkehrsteilnehmer auf bestimmten Strecken (Motorräder auf der Schauinslandstrecke z. B., selbstverständlich auch für Anwohner und Berufspendler) z, ein generelles Verbot von mitgebrachtem (NICHT aber von vor Ort bestelltem !!!) alkoholischen Getränken in der Freiburger Fußgängerzone (was nicht das von der Stadt geförderte Weinfest auf dem Münsterplatz verhindert - die Logik dahinter erschliesst sich mir nicht), oder aber ein nächtliches Betretungsverbot des Ortskerns von Teningen (kein Witz) usw. usw...
Na ja, wenn jetzt - wie in Wien - ein Winterfahrverbot für Fahrräder oder die angedachte Helmpflicht für Radfahrer kommt werde ich meine ohnehin verkaufen.
Vielleicht sind wir ja bald mal soweit daß gleich bei der Geburt der funkauslesbare Chip implantiert wird.
Hi Manfred, gefordert hab ich das ja nicht direkt, sondern nur mal angesprochen. Aber wenn ein Radfahrer um seine gesamte Fahrerlaubnis (inkl. Auto, Moped, LKW) bangen muss weil er auch einen dürs Rad besitzt, wird er sich 2 mal überlegen mit m Velo mit 40Kmh durch die Stuttgarter Fußgängerzone zu brettern und ältere Mitbürger umzunieten (schon mehrfach passiert). Wenn man betrunken Rad fährt gefärdet man ja auch seinen Lappen. Der"mündige" deutsche Bürger schreit ja mit seinem Verhalten förmlich nach so Sachen. Klar bin ich auch dafür, man sollte nicht Alles sanktionieren, oder unter "Beobachtung" stellen. Normaldenkende Bürger wissen, das sie sich ihren Mitbürgern gegenüber so verhalten sollten wie sie auch behandelt werden wollen, nämlich mit Rücksicht und Respekt. Aber mal ehrlich, wieviele gibts davon noch. Ausser man zählt dazu das man auch umgefahren, geschnitten, angepöbelt, ungehauen, etc werden will .
Zugegeben, einige Verordnungen in Freiburg (und Deiner Aussage nach wohl auch in Teningen) sind schlicht hahnebüchen. Hier in Calw (ca 25.000-30.000 Einwohner) gibt es an einigen Orten (ZOB, Marktplatz, öffentliche Plätze) seit geraumer Zeit auch n nächtliches Versammlungsverbot, da dort die Gewalt an unschuldigen Bürgern die nachts nur Heim wollten eskalierte. Kinder sollen sich immer den Regeln der Erwachsenen unterwerfen. Wenn sich aberErwachsene wie Kinder benehmen, müssen ihnen halt auch gewisse Regeln gesetzt werden.
Zitat 1. Man stellt einfach mal eine Behauptung in den Raum: "60 Prozent sind Chaoten" (oder auch: Hartz-4 Empfänger sind alles arbeitsscheue Säufer)
Damit meinte ich gefühlte 60%. Und wenn Du schon Hartz4ler ansprichst. Da gibts, auch wenn Du es nicht wahr haben möchtest, auch nen gefühlten Prozentsatz der genau in die Kategorie "arbeitsscheue Säufer" fällt.
Zitat 2. Man fordert eine allgemeine Maßnahme gegen den beschulödigten Personenkreis
Wieso "beschuldigt", ich habe niemanden beschuldigt, sondern nur darauf hingewiesen das es danach aussieht als wenn n Rad-Führerschein nötig wäre. Wenn Dein Hund Dir das 20ste mal in die Bude Kackt kommst auch Du auf den Trichter das was geschehen muss.
Ich fahre auch sehr gerne Rad und würde mich über die Einführung eines FS wohl auch tierisch aufregen (wobei wohl Leute mit vorhandenem Moped-/Auto/LKW-FS den wahrscheinlich nicht mehr machen müssten), aber ich würde nicht dagegen wettern. Ich wäre auch für die Versicherungspflicht eines Velos, so wie bei unseren eidgenössischen Nachbarn. Find ich ne gute Idee, angesichts derSchäden die einige Chaoten auf m Bike verursachen und dann net zahlen können/wollen.
Ich habe mir gut überlegt was ich da schreibe, auch wenn es mich selbst betrifft. Aber ich denke dabei ans Allgemeinwohl, und net nur daran was mir grad in den Kram passt. Egoistisches Denken haben wir schon genug in allen Schichten unserer Gesellschaft, da muss ich net auch noch mitmachen.
> Aber wenn ein Radfahrer um seine gesamte Fahrerlaubnis (inkl. Auto, Moped, LKW) bangen muss weil er auch einen dürs Rad besitzt, wird er sich 2 mal überlegen mit m Velo mit 40Kmh durch die Stuttgarter Fußgängerzone zu brettern...<
Das ist bereits - auch ohne Fahrradführerschein - möglich, sogar als Fußgänger kannst du deinen Führerschein verlieren, was allerdings die Wenigsten wissen. In Freiburg geübte Praxis: Wer mit Cannabis erwischt wird ist seinen Fsch. los, auch wenn er nur am Dreisamufer saß und nicht mal ein Kfz hat. Bei Anwendung der gleichen Logik müsste jeder, der eine Flasche Schnaps im Kofferraum hat mit denselben Konsequenzen rechnen.
Und ist es nicht herrlich ?: Um die Heimkehrenden vor Schlägern zu schützen dürfen auch die Opfer nicht mehr die Innenstadt betreten !?
Was ich damit sagen will: Blinde Aktionismus hat noch nie was genützt. Auch Allgemeinverbote müssen (aufwändig) auf Einhaltung kontrolliert werden, und Schlägern ist bereits verboten, also warum geht man nicht GEZIELT gegen die Täter - und nur gegen die - vor ???
> Der "mündige" deutsche Bürger" schreit ja mit seinem Verhalten förmlich nach so Sachen. <
Wer ist "der mündige deutsche Bürger" ? Gefühlte 90 Prozent ? Erinnert mich an den Vortrag von Herrn Günter Beckstein, den ich live hier erlebt habe und der da genau so argumentierte "Manche Menschen schreien alleine durch ihr Aussehen regelrecht nach Kontrolle" Und fuhr mich dann äusserst ungnadig an als ich wagte laut zu loszulachen !
Drum sollte man vorbeugend alle einsperren - ausgenommen Politiker. Ach nein, die sind ja auch bekanntlich alle ... ach nein - die dürfen das ...
> Und wenn Du schon Hartz4ler ansprichst. Da gibts, auch wenn Du es nicht wahr haben möchtest, auch nen gefühlten Prozentsatz der genau in die Kategorie "arbeitsscheue Säufer" fällt. <
Jaja, die "gefühlten" Stammtischzahlen müssen ja immer herhalten ... Ich will durchaus wahrhaben, daß es darunter auch solche gibt, aber das ist mit Sicherheit eine verschwindende Minderheit und gibt niemandem das Recht, alle Betroffenen zu diskriminieren. Merkwürdigerweise werden unsere Sozialschmarotzer im großen Stil weitaus weniger dermassen angegangen, da gilt man eher als clever und höchstens als dumm, wenn man sich erwischen lässt
> Wenn Dein Hund Dir das 20ste mal in die Bude Kackt kommst auch Du auf den Trichter das was geschehen muss.<
Ja, vermutlich alle Hunde zu verprügeln oder abzuschaffen.
Ist wie beim Waffengesetz: Sportschützen und andere gesetzestreue Bürger , die keine Gefahr darstellen halten sich dran. Dummerweise nicht die, die ganz anderes damit im Sinn haben (Ich muß gerade an den von Michael a. Z. verlinkten Bericht aus der Schweiz "Banküberfall mit der Bratpfanne" denken, da wäre doch sicher noch Handlungsbedarf ...
> Egoistisches Denken haben wir schon genug in allen Schichten unserer Gesellschaft, da muss ich net auch noch mitmachen. <
Schön. DU machst nicht mit und die anderen werden dann ihre Gesinnung selbstverständlich umgehend durch Verbote ändern.
Ich fand mal so ein schönes Schild im Norddeutschen: "Vernünftige tun es nicht - allen anderen ist es verboten"
in der Schweiz gasb es bisher eine Versicherungspflicht für Velos, ab diesem Jahr gibt es diese nicht mehr. Man erkannte das immer an den Plaketten, die die Jahreszahl angab. Und wer nach Mai noch die Plakette vom Vorjahr hatte und keine vom laufenden Jahr, wurde gebüßt. Erfahrungsgemäß hatten Autofahrer, die gerne rasen, anfang Juni die mesiten Chancen, nicht erwischt zu werden, weil die Polizei dann scharf auf Velofahrer ohne Plakette war und zu nichts anderem kam. In Olten wurden im letzten Dezember noch verstärkt Veloplaketten kontrolliert, ab nuin entfällt diese lukrative Einnahmequelle.
Von einem Veloführerschein ist hier noch nicht die Rede. In der Tat gibt es auch hier ziemlich viele Velofahrer, die sich nicht an die Regeln halten, etwa Fahren in der Dunkelheit ohne Licht, Fahren auf dem Trottoir und nicht selten auch noch auf der linken Seite, Fahren durch Einbahnstraßen in entgegengesetzter Richtung. Ob ich zu den gefühlten 60% der chaotischen Radfahrer gehöre, sei mal dahingestellt. Immerhin fahre ich ohne Helm, ohne Schuhe und in kurzen Hosen. Auch in der Schweiz kann man den Führerschein loswerden, wenn man ohne Auto unterwegs ist. Und wer keinen hat, dem werden entsprechend Hürden in den Weg gelegt, einen zu machen. Viele Delikte, die beim Autofahren einen Führerscheinentzug zur Folge haben, können auch beim Velofahren zum Entzug des Autoführerscheins führen, etwa besoffen Velo fahren, wiederholt rote Ampeln überfahren usw. Geschwindigkeitsübertretungen mit dem Velo dagegen können nicht geahndet werden, da fürs Velo kein Tacho vorgeschrieben sit und man somit nicht wissen kann, wie schnell man ist. Grundsätzlich gilt nämlich die Devise: wer besoffen Velo fährt, würde auch besoffen Auto fahren, wer rote Ampeln mit dem Velo überfährt, überfährt sie auch mit dem Auto. Und werden als Geisterfahrer mit dem Velo auf der Autobahn fährt, macht das auch mit dem Auto. Und wer mit dem Velo die rechte Fahrbahn der Autobahn benutzt, macht das auch mit dem Auto. Halt! Das darf man doch. Kann man dann etwa, wenn man mit dem Velo auf der "richtigen" Autobahnspur fährt, den Autoführerschein nicht loswerden? Ich möchte es nicht probieren.
In der Schweiz sind die Verkehrsregeln öfters weniger schwammig als in Deutschland, und sie werden strenger geahndet. Wenn man in der Schweiz die Geschwindigkeit auf 50 beschränken will, wird sie auf 50 beschränkt, und wer schneller fährt (und erwischt wird), wird gebüßt. In Deutschland tendiert man eher dazu, ein 30 km/h-Schild aufzustellen und die Polizisten darauf hinzuweisen, nur diejenigen, die über 50 km/h zu büßen. Wenn man in der Schweiz eine Straße frei von motorisierten Verkehr halten will, wird ein Schild aufgestellt, in dem ein 4rad, ein Töff und ein Töffli abgebildet sind, nicht motorisierte Velos dürfen dort fahren. In Deutschland würde man der Einfachheit gleich das weiße Schild mit rotem Rand hinstellen, aber nur den motorisierten Verkehr büßen. Wozu so kompliziert? Zum einen würde der Veloverkehr geringer sein, wenn man den Weg für alle Fahrzeuge sperrt, denn überängstliche Leute würden den Weg meiden. Und zum anderen hätte die Polizei mehr Handhabe gegen unliebsame Personen. Wenn etwa ein rassistisch angehauchter Polizist einen schwarzen Menschen antrifft, der mit dem Velo in einer Straße fährt, in der Veloverkehr in der Regel "geduldet" wird, auch eine Buße aufbrummen (außer wenn der Schwarze nachweisen kann, daß der Polizist ihn allein wegen der Hautfarbe gebüßt hat, aber das dürfte schwer fallen).
Was Beleuchtung am Velo anbelangt, so sind sich hier die Polizisten auch nicht einig. Wer im Dunkeln ohne Licht fährt, darf gebüßt werden, das ist klar. Wer tagsüber eine Velo ohne Beleuchtung (z.B. Rennvelo, wird nicht gebüßt. Nicht sichersind sich aber Polizisten, ob sie einen Velofahrer büßen dürfen, der tagsüber mit einem Velo unterwegs ist, bei dem das Licht aber nicht funktioniert (z.B. kaputte Glühbirne, Lampenkabel gerissen). Bei mir wurde schon mindestens dreimal die Beleuchtung überprüft, als ich barfuß und in kurzen Hosen beim Velofahren aufgefallen war (jedes Mal bei nicht übermäßig sommerlichen Temperaturen und immer lange vor Einbruch der Dunkelheit). Ich interpretiere das so, daß sie mir irgendwas anhängen wollten, da meine Kleidung an sich kein Grund zur Buße war. Wenn die Polizei einen Velofahrer, der mit defekter Beleuchtung tagsüber unterwegs ist, büßen darf, dann dürfte man doch durchaus auch Leute büßen, die ihr Velo in der Dunkelheit schieben, wenn die Birne durchgebrannt ist.
Im Raum Interlaken gibt es auch Gegenden, in denen Jugendliche ab einer gewissen Zeit nicht mehr auf die Straße dürfen, außer in Gegenwart der Erziehungsberechtigten. Der Grund: Es trieb sich oft junges ausländisches Gesocks auf den Straßen rum, und das wollte man verhindern. Da man aber unmöglich das Verbot offiziell auf "auslänisches Gesocks" beschränken kann, wohl aber auf Leute unter 18, hat man es so aufgesetzt. Man hat extra nicht "Erwachsene" als Begleitung geschrieben, um zu verhindern, daß sich ein gerade 18jähriger in der Gruppe befindet, womit der Aufenthalt der gesamten Gruppe rechtens wäre. Und was ist passiert? Ein Sportverein hatte einen auswärtigen Termin, gegen 23 Uhr kam der Bus zurück und die ca 14jährigen Sportler gingen von der Turnhalle zurück in ihre Elternhäuser, ohne sich daneben zu benehmen. Irgendein bünzlger Rentner hatte die Polizei gerufen und darauf bestanden, daß den Eltern der fehlbaren Kinder eine Buße aufgebrummt wurde.
In der Tat machen es sich die Behörden manchmal zu einfach. Anstatt gezielt gegen Täter vorzugehen, werden potentielle Opfer diskriminiert. Wenn die Behörden wissen, daß sich an gewissen Orten Rechtsradikale aufhalten, die sich normalerweise ruhig verhalten, gedoch beim Anblick von Invaliden, Schwarzen, Rothaarigen usw. gewalttätig werden, dann geht man nicht gegen die Rechtsradikalen vor, sndern versucht zu verhindern, daß sich die anderen dem Ort nähern. Und wenn dann tatsächlich ein Rollstuhlfahrer brutal zusammengeschlagen wird, dann ist die allgemeine Meinung: "Der hat doch selber schuld". In gewisser Weise erinnert mich das an Mülhausen, wo die Polizei nicht gegen das Gesocks vorging, sondern gegen mich. Mich würde es auch nicht wundern, wenn man versucht, den Rentnern die Fahrt in späten Zügen zu verbieten, weil sich in diesen oft Gesocks aufhält. So etwas ist per Gesetz nicht möglich, wohl aber mit den Beförderungsbedingungen. Was Abos anbelangt, so müssen Rentner in der Regel dafür weniger bezahlen als Berufstätige. Das Verkehrsunternehmen könnte aber festklegen, daß die verbilligten Rentnerabos in den "Lumpensammlerzügen" nicht gelten. Rentner, die trotzdem fahren wollen, müssen dann voll bezahlen.