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Dieses Thema hat 7 Antworten
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 Barfuß und Leben
Dominik R. Offline

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08.10.2012 21:25
Barfüßiges FSJ oder BFD zum Schutz der Nordsee Zitat · antworten

Interessanter Artikel über den Freiwilligendienst auf einer Nordsee-Schutzstation:

07.11.2011

Freiwilligendienst am Wattenmeer

Ein Eisschrank voller toter Tiere

Von Veronika Widmann

Wattwürmer ausbuddeln, Vögel zählen, Kadaver sammeln: Ilka Beermann tut all das mit großer Begeisterung. Als freiwillige Helferin in einer Nordsee-Schutzstation erklärt sie Kindern das Watt und hilft der Umwelt - all das barfuß und manchmal ganz vom tosenden Wasser eingekreist.

"Kommt mal alle zurück zum Ufer, ich such uns noch einen Wattwurm", sagt Ilka Beermann, 20, sticht die Forke ins graubraune Watt und hängt sich mit ihrem ganzen Gewicht an den Stiel.


Sie muss tief in die Knie gehen, bis der Boden aufbricht. Dann bückt sie sich, holt den nassen Sand in festem Klumpen aus dem Loch und schaufelt hektisch mit beiden Händen, während Wasser in das Loch strömt. Eine Gruppe Viertklässler springt um sie herum. Beim zweiten Versuch fängt Ilka einen der dicken rotbraunen Würmer.

Seit dem Sommer ist die Nordsee Ilkas Arbeitsplatz. Sie ist eine von aktuell rund 12.000 Teilnehmern am Bundesfreiwilligendienst (BFD). Gemeinsam mit zwei anderen "Bufdis" und einer Teilnehmerin am Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) betreut Ilka die Schutzstation Wattenmeer in Büsum. Wattwanderungen mit Schulklassen und Touristen gehören dabei genauso zum Job wie Vogelzählungen und Büroarbeit.

"Seht ihr das Sekret auf meiner Hand?"

Für Ilka die perfekte Mischung: "Ich wollte nach der Schule gerne was mit Umwelt und Kindern machen", sagt sie. In ihrer Heimatstadt in Nordrhein-Westfalen ist Ilka seit 15 Jahren bei den Pfandfindern. Sie kann sich gut vorstellen, später Pädagogik oder Ökologie zu studieren.

In kurzer Hose, blauer Kutte mit dem Logo ihrer Schutzstation und Strickmütze über den blonden Haaren steht Ilka jetzt vor der Klasse und kämpft mit ihrer Stimme gegen den Wind an. Der Wattwurm windet sich behäbig auf ihrer Handfläche und hinterlässt eine gelbe Schleimspur. "Seht ihr das Sekret auf meiner Hand? Das gibt der Wurm ab, damit seine Tunnel hinter ihm nicht zufallen", erklärt Ilka. Manche Kinder hören aufmerksam zu, ein kleiner Hobbybiologe weiß alles besser. Ein paar Jungs finden die Krabbe, die einer von ihnen gefangen hat, spannender als Ilka und krabbeln dem Tierchen mit der Kamera in der Hand hinterher.

Auf ihrem gelb-grünen Fahrrad mit Frosch-Hupe und Kunstrasen auf dem Gepäckträger radelt Ilka nach der Führung zurück zur Station - natürlich barfuß. "Ich bin schon immer gern barfuß gelaufen. In der Schule wird man blöd angeschaut, hier gehört es dazu. Es ist praktisch und eine Art Erkennungszeichen", sagt sie.

Vom Wasser eingeschlossen mitten im Meer

In dem von Weinranken bewachsenen Häuschen der Schutzstation wohnt und arbeitet Ilka zusammen mit Bastian und Frauke. Für alle drei ist es die erste WG-Erfahrung. Die Stimmung ist ausgelassen, während der Pause tanzt Ilka zu einem YouTube-Video im Zimmer herum. Der Härtetest kommt im Winter, wenn sie mehr Zeit auf engem Raum im Haus verbringen.

Ilka ist froh, mit dem Freiwilligendienst etwas Sinnvolles zu tun. "Wir klären die Leute auf und tragen zum Naturbewusstsein bei." Die Daten der Vogelzählungen oder Wattkartierungen geben sie an die Zentrale des Nationalparks weiter und helfen so bei der Erforschung des Watts.

Am liebsten sind Ilka aber die Tage auf Blauort, einer Sandbank rund sechs Kilometer vor Büsum, die knapp über dem Meeresspiegel liegt. Jede zweite Woche - vorausgesetzt der Wasserstand lässt das zu - laufen die Freiwilligen bei Niedrigwasser hinüber. Wenn das Hochwasser kommt, sind sie für mehrere Stunden "eingespült" - also vom Wasser eingeschlossen. "Es ist gigantisch, wenn man mitten im Meer steht", sagt Ilka. Angst habe sie dabei nicht. Die Zeit nutzen sie und ihre Kollegen zum Vögel zählen und Auflisten von Angeschwemmtem.

In der Kühltruhe lagern tote Vögel

Den Tagesablauf gibt das Meer vor. Wattwandern geht nur bei Niedrigwasser, Vögel lassen sich bei Hochwasser besser zählen, weil sie dann näher am Ufer sind. Heute steht noch "Spümo" auf dem Plan, wie Ilka, Bastian und Frauke das Spülsaum-Monitoring fast liebevoll nennen. An 300 Metern Küste sehen die drei sich alles ganz genau an und dokumentieren, was die Flut angeschwemmt hat. Die Freiwilligen im vergangenen Jahr fanden mal ein totes Reh mit Kitz, erzählt Ilka. Mit toten Tieren haben sie es öfter zu tun. In der Kühltruhe im Keller lagern mehrere Vögel, in Tüten verpackt. Anfangs war das ungewohnt, aber mittlerweile findet Ilka die toten Tiere "einfach interessant". Gut erhaltene Kadaver werden später an Tierpräparatoren weitergegeben, andere können für die Forschung interessant sein.

Eine Stunde nach Hochwasser ist beste "Spümo"-Zeit. Der Wind dröhnt mittlerweile laut in den Ohren und drückt das graubraune Nordseewasser wild an den Steinwall, den die Freiwilligen untersuchen. Sie fachsimpeln über rote Algen, die Ilka in der Hand hält. "Ist das Blasentang?" "Hm, ich hatte den irgendwie grüner in Erinnerung. Japanischer Bärentang ist es jedenfalls nicht", sagt Ilka und hüpft barfuß weiter von Stein zu Stein.

Bretter, Farbdosen, ein Schuh, eine blaue Kehrschaufel - alle Fundstücke werden aufgeschrieben. "Verdammt!", ruft Frauke plötzlich. Der Wind hat ihr das Plastikklemmbrett aus der Hand gerissen. Es schlägt auf und bricht in mehrere Stücke, von denen eines den Damm hinauffliegt und dahinter verschwindet. 20 Meter haben sie geschafft, da segelt auf einmal die Liste durch die Luft.

Ilka flucht und springt hinterher, doch das Papier ist schon außer Sicht. Von oben auf dem Damm gestikuliert sie wild, dass sie von zu Hause eine Neue holen will. Eine halbe Stunde später ist sie mit einer neuen Liste zurück, gut gelaunt - und bereit für die letzten 280 Meter.

Quelle:
http://www.spiegel.de/schulspiegel/abi/f...e-a-786228.html

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Dominik R. Offline

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08.10.2012 22:07
#2 "Ich bin schon immer gern barfuß gelaufen."......"Es ist praktisch und eine Art Erkennungszeichen" Zitat · antworten

Und hier die On-Topic Fotos aus der Fotostrecke (alle Fotos: Veronika Widmann) "Freiwillig an der Nordsee: Hippie-Camp am Wattenmeer" (Schöner Titel!)


Körpereinsatz: Ilka Beermann, 20, leistet seit August 2011 ihren Bundesfreiwilligendienst im Wattenmeer. Um den festen Wattboden aufzubrechen, braucht sie ihr ganzes Gewicht...



...danach sucht sie mit bloßen Händen nach einem Wattwurm. Eklig? Findet Ilka gar nicht. Hier guckt wenigstens keiner blöd, wenn man tagein tagaus nur barfuß läuft. mehr...



Erklärstunde: "Das Sekret in meiner Hand gibt der Wurm ab, damit seine Höhlen hinter ihm nicht zufallen."


Frosch als Hupe, Kunstrasen auf dem Gepäckträger: Auf ihrem gelb-grünen Fahrrad fährt Ilka barfuss. Das sei einfach praktisch.


Quelle:
http://www.spiegel.de/fotostrecke/freiwi...ecke-72960.html

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Dominik R. Offline

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08.10.2012 22:34
#3 "....immer barfuß ins Watt gehen. Sogar im Winter." Zitat · antworten

Noch ein Bericht über die Arbeit im Bundesfreiwilligendienst oder dem Freiwilliges Ökologisches Jahr in einer Schutzstation des Wattenmeeres:

Wattwürmer zeigen und Vögel zählen

Eine junge Frau barfuß, umgeben von aufgeregten Kindern mit Gummistiefeln. Wo sie stehen, müsste eigentlich Wasser sein, doch es ist Ebbe. Wo sonst salziges Nordseewasser zum Baden einlädt, liegt die scheinbar unberührte Wattlandschaft vor den Vier- bis Zehnjährigen. Rund 100 Meter vom Nordstrander Deich entfernt steht die dunkelhaarige, kleine Wiebke Jansen umgeben von den Kindern, die einen Wurm betrachten. "Das ist ein Wattwurm. Der frisst sich durch das Watt und filtert dabei alles heraus, was ihm schmeckt", erklärt sie. Die 20-Jährige arbeitet in der Schutzstation des Wattenmeeres auf Nordstrand, einer kleinen Halbinsel eine halbe Stunde von Husum entfernt.

Um das Wattenmeer zu schützen, wurde die Küste in 20 Gebiete eingeteilt. Zur Überwachung gibt es die Schutzstationen, deren Angestellte beobachten, dokumentieren und über Nordsee und Watt aufklären. Das Wattenmeer ist das vogelreichste Gebiet Europas und wurde 2009 zum Weltnaturerbe erklärt. "Deswegen sind wir hier. Um das Watt zu schützen und es den vielen Urlaubern zu zeigen." Die meisten Mitarbeiter in den Schutzstationen machen ein Freiwilliges Jahr. Wiebke Jansen absolviert hier südlich von Sylt ihren Bundesfreiwilligendienst. Sie kommt aus Mönchengladbach, war aber schon oft im Urlaub an der Nordsee. Zu ihren Aufgaben gehört ein Touristenprogramm. Es gibt keine großen Hotels, sondern gemütliche Ferienwohnungen und Häuser. Die Atmosphäre ist angenehm. Beim Spaziergang auf dem Deich grüßen unbekannte Menschen mit einem freundlichen "Moin". Entgegen dem Klischee erscheinen die Norddeutschen nicht in sich gekehrt, sondern aufgeschlossen und freundlich.

"Ich mag am wenigsten das Bernsteinschleifen mit Urlaubern. Da sind meistens viele Erwachsene bei, und die sind oft anstrengender als Kinder. Sie sind unheimlich frustriert, wenn ihnen nicht das gelingt, was sie erreichen wollen, und die Situation ist oft angespannt. Statt sich nett miteinander zu unterhalten, blicken sie ihre Nachbarn nur an, um sich zu vergewissern, dass ihnen die Arbeit besser gelingt."

Die Arbeit mit Kindern macht der Nationalparkführerin am meisten Spaß. "Ihre Begeisterung zu sehen ist wunderbar. Schulklassen und Kindergärten machen oft Wattexkursionen als Ausflüge. Das ist immer ziemlich lustig. Schwierig ist es nur bei unter Dreijährigen." Vor allem in ihrer ersten Zeit. Da hat sie von ihrem erfahrenen Begleiter gelernt. "Allein mit ein paar Sätzen schaffte er es, Kinder für ein Spiel zu begeistern, indem er sich einfach einige auswählte und ihnen Rollen gab. Ich hatte vorher versucht, sie selbst wählen zu lassen, was scheiterte." Auch Fahrradtouren und Nachtwanderungen gehören zu Wiebke Jansens Aufgaben. Im Nationalparkzentrum hält sie Vorträge mit Bildern über Vögel, Fischerei, Meerestiere und die Geschichte der Nordsee. "Die Vorträge werden ebenfalls meistens von Erwachsenen besucht. Die finden das sehr interessant. Witzig ist es dann, wenn man dieselben Menschen am Deich trifft und sieht, wie sie ihren Kindern stolz die Vogelarten erklären. Darüber freuen wir uns natürlich."

Zu ihrem Arbeitsgebiet gehören auch hilfswissenschaftliche Arbeiten wie Vogelzählungen. Denn die Nordsee bietet ein großes Nahrungsangebot für Zugvögel auf ihren Reisen in den Süden, dabei werden die Bestände überwacht. Viele Vogelarten, die dort leben oder rasten, gehören in die Kategorie der nur noch selten auftauchenden Vögel und müssen geschützt werden, wie zum Beispiel der Knutt, ein Zugvogel, oder der Rotschenkel. Die Nationalparkwächter weisen Urlauber darauf hin, bestimmte Bereiche nicht zu betreten oder Hunde anzuleinen. "Die Vogelzählungen sind spannend, aber anstrengend. Wir sitzen dann irgendwo am Deich und notieren uns Zahlen. Die sind natürlich geschätzt, das ist gar nicht einfach. Man hat da einen Schwarm Vögel und versucht diese mit einer Zahl zusammenzufassen. Es braucht nur einmal ein Fußgänger etwas nah dran vorbeigehen, und alle Vögel fliegen auf."

Auch Tiefflieger werden gemeldet. "Die Flugzeuge haben an ihrer Unterseite eine Nummer, wie ein Nummernschild beim Auto. Wenn sie zu tief fliegen, rufen wir bei der Zentrale an und geben die Nummer durch."

Wiebke Jansen wohnt in einer Wohngemeinschaft. "Dort ist immer gute Stimmung. Wir sind alle auf der gleichen Wellenlänge und haben eine Menge Spaß zusammen." Die Wohnung wird von der Schutzstation gestellt. Dort hängt eine "Ahnentafel": Jeder, der ein Jahr mitgearbeitet hat, verewigt sich mit Fotos. "Das ist eine Zeit, die man nicht mehr vergisst, in der man auch viel gelernt hat." Alle verbindet die Liebe zur Natur. "Gerade in der heutigen Zeit ist der Schutz der Natur etwas sehr Wichtiges und sollte intensiv betrieben werden. Wir tragen hier unseren Teil dazu bei", erklärt sie stolz.

Nach ihrer Zeit auf Nordstrand möchte sie Französisch und Erdkunde auf Lehramt studieren. Während des ökologischen Jahrs hat sie eine Menge Erfahrungen gewonnen. "Der Umgang mit Menschen hat mich weit gebracht, aber mich auch selbständiger gemacht. Und ich werde nie wieder Gummistiefel brauchen", erklärt sie lachend. Denn das Erste, was sie gelernt hat, war, dass die Nationalparkführer immer barfuß ins Watt gehen. Sogar im Winter.


Informationen zum Beitrag

Titel
Wattwürmer zeigen und Vögel zählen

Autor
Birthe Dittberner

Schule
Städtisches Gymnasium , Bad Segeberg

Quelle:
http://www.fazschule.net/project/jugendschreibt/1225

Erschienen in der Printausgabe am 19.09.2012, (FAZ, Nr. 219, S. N6). Siehe: http://www.seiten.faz-archiv.de/FAZ/2012...9193594888.html

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Engel Offline

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10.10.2012 05:32
#4 RE: Barfüßiges FSJ oder BFD zum Schutz der Nordsee Zitat · antworten

Interessanter Bericht, auch sher gut geschrieben.
Und es zeigt mal wieder das es doch noch Jobs gibt die man BF tätigen kann. Auch wenn die hier genannten Beschäftigungen beim BFD und FÖJ wohl leider nicht sehr gut bezahlt sind.
Aber bei Leuten die sich dem Umweltschutz widmen wird das auch wohl zweitrangig sein.

Gruß Engel




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Dominik R. Offline

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10.10.2012 23:19
#5 RE: Barfüßiges FSJ oder BFD zum Schutz der Nordsee Zitat · antworten

Zitat von Engel im Beitrag #4
Interessanter Bericht, auch sher gut geschrieben.


In der Tat sind das beides Interessante Berichte!
Und gut geschrieben obendrein. Den zweiten Bericht hat eine Schülerin verfaßt!

Zitat von Engel im Beitrag #4
Und es zeigt mal wieder das es doch noch Jobs gibt die man BF tätigen kann.


Ja! Und das in einem Gebiet (nämlich an der Küste) das im Prinzip barfußfeindlicher ist (als der süddeutsche Raum), wenn man jetzt an die Barfußverbote in Supermärkte und Cahes denkt, die es dort mitunter gibt.

Zitat von Engel im Beitrag #4
Auch wenn die hier genannten Beschäftigungen beim BFD und FÖJ wohl leider nicht sehr gut bezahlt sind.
Aber bei Leuten die sich dem Umweltschutz widmen wird das auch wohl zweitrangig sein.


Ganz viel läuft im Umweltschutz, Artenschutz auch ehrenamtlich.


Hier noch der Link zum Beitrag im Gelben Forum:
http://440931.forumromanum.com/member/fo...html?onsearch=1

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Dominik R. Offline

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11.10.2012 00:15
#6 Sie nennen sich Schutten und laufen stets barfuß umher Zitat · antworten

Noch ein Artikel über diese interessante und nützliche Tätigkeit:

Montag, 29. August 2011 | Von: Anja Petersen

Mal etwas ganz Anderes machen

Junge Leute genießen ihr Jahr bei der Schutzstation Wattenmeer in Büsum

Büsum - Sie nennen sich Schutten und laufen stets barfuß umher: Gerade haben neue junge Leute die Schutzstation Wattenmeer in Büsum bezogen.

13 Monate lang leisten Frauke Bunsen (18) aus dem Allgäu, Bastian Borchardt (19) aus Lübeck und Ilka Beermann (19) aus der Nähe von Bielefeld hier ihren Bundesfreiwilligendienst ab. Ergänzt wird das Team durch Antonia Biehl. Die 19-Jährige aus Siegen betreut als FÖJ (Freiwilliges ökologisches Jahr) vor allem die Besucher der Jugendherberge.

Für den Verein "Naturschutzgesellschaft Schutzstation Wattenmeer" erledigen die Freiwilligen eine ganze Reihe von Aufgaben: Sie leiten Wattführungen zu verschiedenen Themen, zählen auf einem Küstenabschnitt von 40 Kilometern sowie auf Blauort die Rastvögel, kartieren die Tiere im Wattboden, kontrollieren die Seevögelbrutgebiete und befreien den Spülsaum von Müll.

Alle vier sind sich einig, dass es eine tolle Sache ist, zwischen Schule und Studium mal etwas ganz Anderes zu machen. "Die Erfahrungen hier an der Nordsee sind einzigartig", findet Frauke Bunsen. Ilka Beermann hofft, während des Jahres "mehr über mich zu erfahren". Bastian Borchardt hatte schon lange vor, sich einmal für die Umwelt einzusetzen und will die Zeit auch nutzen, um sich in Ruhe Gedanken über seine Berufswahl zu machen. Neben der Vogelzählung machen ihm besonders Wattführungen mit wissbegierigen Kindern Spaß. Die Zusammenarbeit mit den Lütten war für Antonia Biehl eine wichtige Motivation. Sie ist jetzt sogar besonders nah dran, denn sie wohnt in der Jugendherberge. Zudem wollte die 19-Jährige "unbedingt etwas machen, wo ich viel draußen bin".

Die übrigen Schutten wohnen zusammen in dem kleinen Haus der Schutzstation (Am Fischereihafen 5). "Es ist eine besondere Erfahrung, zum ersten Mal von zu Hause weg zu sein", findet Ilka Beermann. Büsum kannte sie nur von einer Klassenfahrt in der Kindheit. Wie die anderen ist sie begeistert vom Nordseeheilbad und den vielen netten Urlaubern sowie Einheimischen, denen sie hier begegnet.

Auch der viele Regen in diesem Sommer macht ihnen nichts aus - sie gehen trotzdem überall barfuß hin. Nur so manche Wattführung musste ins Wasser fallen.


Ihnen wird man zwischen Büsum und Eidersperrwerk jetzt öfter begegnen: Frauke Bunsen (von links), Bastian Borchardt, Ilka Beermann und Antonia Biehl arbeiten ein Jahr lang für die Schutzstation Wattenmeer. Unterstützung erhalten sie dabei von mehreren Praktikanten. Foto: Petersen

Quelle:
http://zeitungen.boyens-medien.de/aktuel...res-machen.html

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Barpfotenbaer Offline




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Punkte: 76

11.10.2012 08:43
#7 RE: Sie nennen sich Schutten und laufen stets barfuß umher Zitat · antworten

Nochmal 19 sein ...

Ach wie schade, aber damals lief ich noch nicht barfuß und störte mich noch nicht einmal so sehr an den schweren schwarzen Stiefeln, die der Wehrdienst von mir zu tragen verlangte. "Zivi" lag mir nicht so, aber "Öki" hätte ich mir damals vielleicht auch schon vorstellen können.

Tolles Projekt!

findet der herzlich grüßende Barpfotenbär


Dominik R. Offline

Admin


Beiträge: 1.390
Punkte: 708

18.10.2012 22:24
#8 RE: Sie nennen sich Schutten und laufen stets barfuß umher Zitat · antworten

Zitat von Barpfotenbaer im Beitrag #7
Nochmal 19 sein ...


Der Bundesfreiwilligendienst hat keine Altergenze nach oben.

Zitat von Barpfotenbaer im Beitrag #7
Ach wie schade, aber damals lief ich noch nicht barfuß und störte mich noch nicht einmal so sehr an den schweren schwarzen Stiefeln, die der Wehrdienst von mir zu tragen verlangte. "Zivi" lag mir nicht so, aber "Öki" hätte ich mir damals vielleicht auch schon vorstellen können.


Ich habe in der Ausbildungen bereits die Sicherheitsstiefel und Schuhe
gehasst.
Barfuß gelaufen bin ich bereits in meiner Ausbildungszeit.

Zitat von Barpfotenbaer im Beitrag #7

Tolles Projekt!

findet der herzlich grüßende Barpfotenbär


Absolut, toll das Projekt.

Herzlich zurückgrüßend,
Dominik

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