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Dieses Thema hat 4 Antworten
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Jay Offline




Beiträge: 702
Punkte: 695

29.06.2009 12:49
Nicht bei Schlips- & Nadelstreifenträgern kaufen = geldwerter Vorteil... ? Zitat · antworten

Zitat von Jörg(FFB)
...haben wir im Vorfeld drei oder vier Händler aufgesucht - bei allen war ich barfuß und wurde bestens bedient, jedenfalls ohne barfußrelevante Ressentiments. Als es dann um das Verhandeln des Preises ging, bin ich beim favorisierten (weil nächsten) Händler an €500 (bei einem Listenpreis von über €30.000) gescheitert! Wir hatten den günstigsten Internetpreis + eine passablen Aufpreis (ich glaube €1000) für Beratung, Abholung vor Ort, Probefahrt etc. als Grenze gesetzt, aber das lag unter dem Verhandlungsspielraum des Verkäufers und sein verzweifelter Versuch, von seinem Chef die weiteren €500 Nachlass genehmigt zu bekommen, schlugen fehl. Dieser (wie alle im Autohaus in Anzug & Krawatte) schaute uns, vom Verkäufer im Hintergrund angesprochen, mit einer Mischung aus Langeweile und Unverständnis an und senkte den Daumen, trotz angekündigter Barzahlung. Ich bin mir sehr sicher, daß das nichts mit meiner Barfüßigkeit zu tun hatte.

Hi Jörg,
davon bin ich ebenfalls überzeugt, es wären fußverpackt keine besseren Konditionen herausgekommen. Bei betont geschwollenem Auftreten (piekfeiner Anzug etc.) deinerseits (+ Gattin) bin ich mir jedoch nicht gänzlich zu 100% sicher, ob das nicht doch die Tür zum Feilschen wg. "Autoritätspotential"/ "wichtig" wirkender Kunde (bei leider vielen färbt ja die von den Korrektes Tuch-Trägern gewünschte Wirkung ab, bei unsereins nicht) einen Spaltbreit geöffnet hätte.

Dies hätte u. U. auch dadurch (allerdings mit ausgesprochen geringer Wahrscheinlichkeit) bewirkt worden können, daß sich jener Verkäufer bzw. Chef durch einen ausgesprochenen Schlips- etc. -träger hofiert fühlen. Es ist schon eine merkwürdige Schizophrenie mit dem 'korrekten' Kragenhemd-, Würgestrick-, Jackett-, Nadelstreifen-/Bügelfalten-Hosentuch & den bekannten "Business-Etiquette"-Tretern: Die eintschlägige "Stil"- & Benimm-Literatur schreibt zwar, daß man das braucht, um Kompetenz & Einfluß "auszustrahlen" & ebem was Besseres, Besonderes, Gehobenes darzustellen - auf der anderen Seite heißt es, wer dem Gegenüber eben nicht in 'korrektem Tuch' entgegentritt, signalisiere fehlende Wertschätzung.

Somit ist das Tragen von [Correct Business-Etiquette + zugehörige Treter] irgendwo bereits das Gegenteil des zuerst Erwähnten (nämlich was "Besseres" darzustellen) - eine Unterwürfigkeitsgeste. So tönt dann auch schon 'mal der in dieser Hinsicht bewußter Chef a 'la: "Sagen Sie 'mal, was ERLAUBEN Sie sich eigentlich, SO daherzukommen - in Jeans, einem undefinierbaren kragenlosen Hemd... und barfuß... !!"

& die Moral von der Geschicht':
Zitat von Jörg(FFB)
Wir sind daraufhin sofort zum Händler #2 gefahren (kleineres Autohaus mit nur 2 statt 5 Filialen wie Händler #1, dafür der Verkäufer (mit Prokura) ohne Anzug und Krawatte) und haben am selben Tag noch den Vertrag für das Auto abgeschlossen - €500 billiger als bei Händler #1 und problemlos barfuß!

Es stellt sich die Frage, ob man die Regel aufstellen kann, daß, wer nicht bei Schlips- & Nadelstreifenträgern kauft, bares Geld spart.

Daß der"stil- & etikettebewußte" Händler #1 die Konditionen des "stillosen" Händlers #2 nicht bieten konnte [oder wollte], dürfte nicht pauschal auf die größere Filial- & Mitarbeiterzahl zurückzuführen sein, denn - sofern die z. B. in Nachbarstädten gelegenen Filialen gut positioniert sind (den Standort überlegt sich jeder Handwerksbetrieb mit breitem allgemein-öffentlichen Publikumsverkehr vor der [Filial-]Eröffnung genau) - müßten die entstehenden Umsätze/Gewinne in Verkauf, Service etc. proportional zur Mitarbeiterzahl sein, sodaß diese - in etwa gleiche Mitarbeiterperformance vorausgesetzt - zumindest mehr Geld als nur ihre Gehaltskosten erzeugen, dies in etwa um gleiche Margen erweitert. Daß #1 vom Kunden mehr Geld absaugen muß als #2, kann de facto ein Muß sein - bedingt durch hohe Standortkosten wie Mieten etc., schlechte Auslastung evtl. zu zahlreicher & ungünstig gelegener Filialen (speziell bei zu geringer Auslastung wird aber schnell durch Kostenreduktion mittels Personalabbau gegengesteuert).

Es kann auch ein Pseudo-Muß sein. Bestimmt ist zwar eine spartanische Interieur-Aufmachung a 'la ALDI für einen 4rad-Markenvertragshändler nicht das Richtige, aber allzu prunkvolles Exterieur & [evtl. häufig geändertes] Interieur samt Styling der Mitarbeiter & die laufenden Warungskosten hiervon (Anzug- & Schuhreinigung, Friseur, Maniküre) + vor allem die entsprechenden Psycho-Schulungsseminare sind kein unbedeutender Kostenfaktor.

Oder es ist tatsächlich ein reines WILL. Man ist - vielleicht mit Ausnahme der direkt tätigen Werkstattleute - als durchgehendes Anzug- & Krawattenpersonal was "Besseres" & sagt: Bei uns exclusiv dieser "Kultur" zu begegnen, hat dem Kunden eben einfach dogmatisch mehr Geld wert zu sein! Wenn nicht, läßt er´s eben bleiben. Basta.

Wie dem auch sei, & der langen Rede kurzer Sinn: Wenn sich bei immer breiteren Bevölkerungsschichten eine Erfahrungregel bestätigt, daß das Erstehen der gleichen Ware bei Nicht-Stil- & Etikette-Etablissements (& u. U. mitunter BFigen Verkäufern, das gab´s früher schon vereinzelt in Extremsommern bei manchem wilden Elektronikshop kaum sichtbar hinter der Ladentheke) BARES GELD WERT IST & sich das im öffentlichen Bewußtsein durchsetzt, hätte das für unsere Sache bestimmt seine Vorzüge...

Sehr streng kostenbewußte BF-Grüße, Jay (für den in der jetzigen Lage € 500,- viel Geld sind).


Siegfried Hase Offline




Beiträge: 454
Punkte: 413

29.06.2009 14:07
#2 RE: Nicht bei Schlips- & Nadelstreifenträgern kaufen = geldwerter Vorteil... ? Zitat · antworten

Salut!

Da ich ja ab und zu auch mal was einkaufe , hab' ich dazu auch eine Meinung/Vorstellung:

Bei 'normalen Produkten' (in diese Kategorie fallen meines Erachtens NICHT Schmuck-Diamanten, Goldschmuck, teuere Kunst ab ca. 10.000,-- € u. dgl.) sind pik feines Auftreten mit Maßanzug und Krawatte eher hinderlich!!!
Gerne Versetze ich mich in die Lage des Gegenüber, was würde ICH denken wenn DER so kommt? Und klar, kommt einer in aufgebrezelt mit Krawatte, dukelblauer Nadelstreifenanzug und Lackschuhe denke ich als Autoverkäufer: "Der wird's nötig haben, Sch'mer mal ob's Kleingeld denn auch vorhanden ist!" Kommt einer unfrisiert und unrasiert in vor drei Wochen zuletzt gewaschenen Klamotten und stellt das klug an, werde ich als Autoverkäufer mindestens genauso mit mir verhaldeln lassen. Dieser könnte z. B. sagen:"Mein Wunschwagen wäre der Typ x, meine Preisklasse liegt in der Größenordnung y € und - nicht daß Sie denken - Schufa-Auskunft können Sie einholen aber, sollten wir uns einig werden, bezahle ich den Wagen bar. Und: Ihre Listenpreise interessieren mich nicht, ich will von Ihnen wissen was das von mir ausgesuchte Auto bei Ihnen kostet - Internet kann ich auch bedienen und mir dort irgendwelche Preislisten ausdrucken". Da weiß ich Autoverkäufer doch woran ich bin! Sprich: wenn ich den von meiner Karre in Ausführung xa überzeugen kann, dann legt der mir die Kohle hin und wenn ich dazu zu blöd bin, dann macht's mein Arbeitskollege von der Firma Z!

Es ist meiner Ansicht nach sehr wichtig WIE man verhandelt! Und WAS man verhandelt! Auto = ziemlich teuer, Verkäufer macht durchn. 1 Geschäft am Tag, dazu sollte der geübte Käufer zwei bis drei Besuche einplanen, die zusammen 4 Stunden nicht überschreiten sollten. Weckle (bay. = Semmel) = billig, Verkäufer macht hunderte Geschäfte am Tag, Wecklekäufer darf zum Kauf eines Weckles nicht länger als 60 Sek. brauchen. Sonst MUß der Verkäufer ja dem Käufer kein Weckle verkaufen!!!!!!!
Also wie war das mit Allem und relativ?!?!?!

Gerold


Jörg (FFB) Offline




Beiträge: 212
Punkte: 209

29.06.2009 20:37
#3 RE: Nicht bei Schlips- & Nadelstreifenträgern kaufen = geldwerter Vorteil... ? Zitat · antworten

Hi Jay,

aus Zeitgründen ganz kurz: Nein, ich glaube nicht, daß meine nicht vorhandenen Schuhe einen monetären Vorteil oder Nachteil gebracht haben. Die Gründe, warum wir bei #1 erfolglos, bei #2 aber erfolgreich waren, sind folgende:

1) Der Verkäufer bei #1 wäre gerne noch die €500 runtergegangen, aber sein Chef ließ ihn nicht. Bei #2 sprachen wir mit einem Prokuristen, der meiner Kenntnis nach auch Anteile am Laden hat. #1 war zwar besser angezogen, #2 hatte aber mehr Entscheidungsmacht

2) #1 hatte nur eine Konfiguration nach Liste zu bieten, #2 konnte auf ein Lager eines deutschlandweiten Händlerpools zurückgreifen, in dem ein Fahrzeug mit Sonderausstattung (man kennt das ja, bestimmte Ausstattungen werden zu Paketen geschnürrt) war, das zufällig mit unserer Wunschausstattung übereinstimmte. Sonst hätten wir es hier eventuell auch schwerer gehabt. So hat #2 vermutlich trotz €500,- weniger Umsatz sogar mehr Gewinn als #1 gemacht und wir haben noch eine Sitzheizung obendrauf bekommen - eine klassische Win-Win-Situation .

Meine Kernaussage war ja: BF hat keine Rolle gespielt, und wenn Händer A nicht will (und sei's wirklich wegen nicht genehmer (Fuß-) Kleidung), dann gehe eben zu Händer B.

Serfuß nach Fahre Schuhlos (kann man auch als Imperativ verstehen ;-),
Jörg

-------------------------------------------------
FFB = Fahrer Fährt Barfuß


Jay Offline




Beiträge: 702
Punkte: 695

29.06.2009 21:21
#4 RE: Nicht bei Schlips- & Nadelstreifenträgern kaufen = geldwerter Vorteil... ? Zitat · antworten

Hi Jörg,
danke für diese Detailinformationen, aus denen hervorgeht, daß Händler #2 eben doch allgemein operativ besser organisiert war & auch insgesamt aus einem Pool von mehr Möglichkeiten schöpfen konnte. Klar dürfte also jetzt sein, daß sowohl BF ohnehin apriori bei keinem der beiden Händler eine Rolle gespielt hat & Schickimicki-Habitus [& -Folgekosten] nicht der Grund für [Nur um 500 € teurer anbieten können] war.

Zitat von Jörg(FFB)
Serfuß nach Fahre Schuhlos (kann man auch als Imperativ verstehen ;-),
Jörg

Sehen wir´s noch kürzer & legerer. Das Autokennzeichen FS für meinen Wohn/Firmensitz könnte auch einfach FS = Fuck Shoes bedeuten. Vielleicht wäre das einmal einen dezent kalligrafischen Schriftzug auf meinem Kofferraumdeckel wert...

& einen schönen BF-Abend noch, Jay


Jay Offline




Beiträge: 702
Punkte: 695

30.06.2009 07:53
#5 BF bei Juwelieren, Notaren, Edel-Kürschnereien Zitat · antworten

Zitat von Siegfried Hase
Salut!

Da ich ja ab und zu auch mal was einkaufe , hab' ich dazu auch eine Meinung/Vorstellung:

Bei 'normalen Produkten' (in diese Kategorie fallen meines Erachtens NICHT Schmuck-Diamanten, Goldschmuck, teuere Kunst ab ca. 10.000,-- € u. dgl.) sind pik feines Auftreten mit Maßanzug und Krawatte eher hinderlich!!!
Gerne Versetze ich mich in die Lage des Gegenüber, was würde ICH denken wenn DER so kommt? Und klar, kommt einer in aufgebrezelt mit Krawatte, dukelblauer Nadelstreifenanzug und Lackschuhe denke ich als Autoverkäufer: "Der wird's nötig haben, Sch'mer mal ob's Kleingeld denn auch vorhanden ist!" Kommt einer unfrisiert und unrasiert in vor drei Wochen zuletzt gewaschenen Klamotten und stellt das klug an, werde ich als Autoverkäufer mindestens genauso mit mir verhaldeln lassen. Dieser könnte z. B. sagen:"Mein Wunschwagen wäre der Typ x, meine Preisklasse liegt in der Größenordnung y € und - nicht daß Sie denken - Schufa-Auskunft können Sie einholen aber, sollten wir uns einig werden, bezahle ich den Wagen bar. Und: Ihre Listenpreise interessieren mich nicht, ich will von Ihnen wissen was das von mir ausgesuchte Auto bei Ihnen kostet - Internet kann ich auch bedienen und mir dort irgendwelche Preislisten ausdrucken". Da weiß ich Autoverkäufer doch woran ich bin! Sprich: wenn ich den von meiner Karre in Ausführung xa überzeugen kann, dann legt der mir die Kohle hin und wenn ich dazu zu blöd bin, dann macht's mein Arbeitskollege von der Firma Z!

Es ist meiner Ansicht nach sehr wichtig WIE man verhandelt! Und WAS man verhandelt! Auto = ziemlich teuer, Verkäufer macht durchn. 1 Geschäft am Tag, dazu sollte der geübte Käufer zwei bis drei Besuche einplanen, die zusammen 4 Stunden nicht überschreiten sollten. Weckle (bay. = Semmel) = billig, Verkäufer macht hunderte Geschäfte am Tag, Wecklekäufer darf zum Kauf eines Weckles nicht länger als 60 Sek. brauchen. Sonst MUß der Verkäufer ja dem Käufer kein Weckle verkaufen!!!!!!!
Also wie war das mit Allem und relativ?!?!?!

Gerold


Hi Gerold,
wie ich ja bereits in meiner direkten Replik auf Manfred(Ten) schrieb, kommt es ja beim BFigen Einkauf sog. hochwertiger Investitionsgüter darauf an, bereits in einem sehr frühzeitigen Verhandlungsstadium dem Gegenüber folgendes überzeugend kommunikativ 'rüberzubringen: Der Verkäufer bringt seine Ware (z. B. Automobil) bei Gefallen (z. B. bei der Probefahrt) sicher problemlos los & er kann - dank ggf. relativ konkreter Bennenung von Aspekten finanzieller Solvenz - davon ausgehen, daß der Kunde sicher zahlt. Was will er eigentlich in Sachen [Problemloses Geschäft] eigentlich mehr? Einen noch 'besseren' Kunden kann er sich eigentlich kaum wünschen...

Jedoch (vielleicht bin ich wirklich, der ich mich gerne als in Sachen [Bf & Gesellschaftliches] als "ultraharten Typ" anpreise, immer noch nicht hart genug) - es gibt bei diesen hochwertigen Investitionsgütern tatsächlich Metiers, in denen mich irgendwie ein eigenartiges Feeling beschleicht, als BF mir in diesen Reservaten irgendwie fremd vorzukommen.

In diesen fehlt irgendwie folgender Aspekt: Autohäusern (auch solchen für Teuerstes, wie z. B. Rolls Royce, Bentley, Aston Martin, Ferrari & dgl.) haftet irgendwie eine gewisse 'Weitläufigkeit' an, d. h. sch...egal, in welchem Outfit (z. B. mit 'unterlassenen' Shoes & Socks) man das Ding besichtigt & dann in es einsteigt, es zählt nur, daß man sich es wirklich leisten kann. Genauso finde ich sogar noch weniger daran, wg. Geschäften in der typischen x10-Größenordnung (Immoblienschiebereien) BF beim Notar 'reinzuschneien (obwohl mich meine schon oft zitierte Mam' stets geradezu beschworen hat: Um Himmels willen, was soll der Herr Notar von uns denken?).
Das Ganze ist eigentlich nur ein abgespultes Zeremoniell - mit den Banken ist sowieso schon alles abgesprochen, daß der Häusleverkäufer 100%ig seinen Cash erhält. So war ich denn tatsächlich noch nie BF bei offiziellen Notrariatsterminen, & es tritt einfach das ein, was Erwachsene, wenn sie aus Termin-/Aufsichtsgründen ihre kleinen Kids mitschleppen müssen, ihrem Nachwuchs gegenüber wie folgt charakterisieren: "Dann liest der Onkel Notar eine langweilige Geschichte vor, die Erwachsenen unterhalten sich manchmal noch ein wenig darüber & das wars..."
Warum sollte man das eigentlich nicht BF absolvieren?

Zu den Situationen, in denen man (zumindest ich) noch einen gewissen Nimbus des [Befremdet Seins ob des eigenen BFs] verspürt, gehören Einkaufsaktionen teurer Objekte, mit denen sich der Mensch selber behängt, speziell wenn man Begleiter derjenigen Person ist, die sich so etwas anschafft. Wahrscheinlich werden mich jetzt manche auslachen, aber ich bin tatsächlich am wenigesten oppositionell, wenn ich einer mütterlichen Bitte nachkommen soll, mich als Chauffeurs-/Begleitperson wenigstens BF in irgendwelchen Minimalschuhen (z. B. Plastik-Badepantoletten) sehen zu lassen, wenn bei Juwelieren irgendwelche mit Edelklunckern besetzten goldenen Armreife oder in Geschäften wie Münchens "RIEGER-Pelze" oder "Pelzhaus am Karlstor" Utensilien gekauft werden, für die Nerz & Zobel ihr Leben gaben...

Weiß nicht. Vielleicht schreibe ich jetzt wriklich Unsinn, aber - das ist das "Psychodimensionale" - die ganze 'Atmosphäre' in diesen Läden kommt mir irgendwie BF-konträr vor. Im Unterschied zum 4radhändler schleicht das Personal also wirklich immer im sehr förmlichen Abendkleid bzw. Nadelstreifen & Tretern 'rum, an denen kein Stäubchen prangt, befleißigt sich auch sonst 'ultradezenter' Manieren & empfängt die Kundschaft nicht einfach mit "Guten Tag", sondern mit einem ganz leisen, umfassenden "Bitteschön, gnädige Frau, was darf es sein?"...

Man weiß, was gemeint ist. Zugegeben: In Läden der genannten Art hab' ich mich noch nie BF sehen lassen (hatte auch allein keine Veranlassung, diese aufzusuchen). Obwohl ich mir mühelos vorstellen könnte, mir BF einen Nobelchronometer (echte Rolex o. dgl.) zu kaufen.

Gleichwohl würde sogar ich es als höchst ungewohnt empfinden, würde in all' der Glitzerwelt zwischen sterilen Vitrinen (an denen nicht 1 Fingerabdruck zu sehen ist) mit ihren strahlendweißen Böden & optimierter Flutlichtanstrahlung so ein Typ wie ich 'rumschwirren, um mir dann in Jeans, Achselshirt & BF so einen Gegenstand made by Cartier, Blancpain, Chopard (& wie sie alle heißen) zu verkaufen...

So ist das mit "eingefahrenen Strukturen" in den Köpfen der Menschen, & diese loszuwerden, ist ungeheuer schwierig - weswegen uns das ja manchmal bis gelegentlich im BFigen Leben Kummer bereitet...

Freundliche BF-Grüße von einem traumhaften Sommermorgen, Jay


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