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Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

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Dieses Thema hat 13 Antworten
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 Barfuß und Leben
Markus U. Offline

Admin


Beiträge: 1.905
Punkte: 794

31.03.2014 14:49
Besuch aus Mannheim Zitat · antworten

Hi zusammen,

am vergangenen Wochenende hat Don aus Mannheim mich besucht. Nachdem ich ihn am Freitagabend mit dem Auto am Düsseldorfer Hauptbahnhof abgeholt hatte, fuhren wir zum Essen zu einem als barfußfreundlich erprobten indischen Restaurant ("Ganesha"), wo wir sehr lekkeres Essen zu angemessenen Preisen serviert bekamen. Danach machten wir es uns bei mir zu Hause mit gutem Wein gemütlich und gingen zu Bett.

Am Samstagmorgen entschieden wir uns nach kurzer Beratung, den Tag in Düsseldorf zu verbringen. Mit meinem Auto fuhren wir nach Kaiserswerth, denn dort kann man kostenlos parken, und man kann eine Tageskarte für den Stadtbereich Düsseldorf (Preisstufe A) erwerben (von Ratingen aus bräuchte man eine Tageskarte der Preisstufe B). Wir fuhren zuerst mit der Linie U79 zur Innenstadt, besichtigten die häßlichen neuen Bauten am Jan- Wellem Platz, an die ich mich partout nicht gewöhnen kann, und gingen dann in den Hofgarten, in dem ich schon als kleines Kind gespielt hatte. Beim Blick auf die Landeskrone (so heißt der Weiher im Hofgarten) wunderte ich mich zunächst, daß keine schwarzen Schwäne zu sehen waren, und fürchtete schon, sie könnten im Hofgarten ausgestorben sein (es handelt sich schließlich um Exoten, die eigentlich in Australien zu Hause sind), aber dann entdeckten wir in einer Bucht doch noch eine komplette Familie schwarzer Schwäne mit drei Küken (deren Gefieder nicht schwarz, sondern von hellem Graubraun ist). Der Hahn war sehr besorgt um seinen Nachwuchs und verjagte alle Enten und Gänse, die seinen Küken zu nahe kamen, mit Schnabelhieben. Als wir den Hofgarten verließen, fragte ein kleines Mädchen seinen Vater: "Papa, warum haben die Männer keine schwarzen Fußsohlen?"
Vom Hofgarten gingen wir durch die Altstadt zum Rheinufer und die Rheinpromenade entlang zum Medienhafen, wo in den letzten Jahren viele scheußliche neue Bauten entstanden sind (einer sah aus wie eine zerknüllte Aluminiumschachtel - war der Architekt vielleicht vom Anblick einer solchen inspiriert worden?). Am Medienhafen stiegen wir in die Linie 719, fuhren die im Januar 2014 eröffnete Neubaustrekke entlang bis zur Franziusstraße, und weiter mit der Linie 708 nach Hamm. Dieser Stadtteil von Düsseldorf ist sehr ländlich, von Gemüsefeldern umgeben und gleichsam ein beschauliches kleines Dörfchen inmitten der Großstadt. Sogar die Wendeanlage der Straßenbahn ist über die Jahrzehnte so erhalten geblieben, wie sie im Jahre 1965 errichtet worden war. Wir gingen durch die romantischen Dorfstraßen zum Rheindeich und genossen das Panorama. Danach fuhren wir mit der Linie 708 zurück zum Bilker Bahnhof und von dort mit der Linie 712 nach Volmerswerth. Auch hier gibt es einen romantischen alten Dorfkern; allerdings gibt es auch etliche Wohnhäuser neuerer Bauart. Wir gingen von der Endstelle der Linie 712 zum Deich und weiter ans Rheinufer, hielten uns dort aber nicht lange auf, sondern kehrten um und fuhren mit der Linie 712 zum Graf- Adolf- Platz, gingen von dort die Kö entlang, weiter zur Stadtbahnhaltestelle Heinrich- Heine- Allee, und fuhren mit der Stadtbahn zum Hauptbahnhof, um eine Tageskarte für ganz Nordrhein- Westfalen für den nächsten Tag zu kaufen. Danach fuhren wir mit der S- Bahn zum Volksgarten, in welchem ich schon mindestens zwanzig Jahre nicht mehr gewesen war, und durchstreiften diesen und den angrenzenden Südpark fast zur Gänze. Hier sahen wir auch etliche von den wilden Halsbandsittichen, die alle von einer Population abstammen, welche vor vielen Jahren aus dem Kölner Zoo entflogen war. Es ist erstaunlich, daß diese Tiere, die eigentlich in Indien heimisch sind, sich in Deutschland nicht nur in der freien Wildbahn halten, sondern sogar kräftig vermehren und über große Teile des Rheinlandes hin ausbreiten konnten. Allmählich kriegten wir indessen jedoch Hunger, so daß wir dem nächsten Ausgange zustrebten und zum Provinzialplatz gelangten. Dort fuhr jedoch wegen Gleisbauarbeiten keine Stadtbahn, so daß wir zur Haltestelle Werstener Dorfstraße liefen, wo ebenfalls keine Straßenbahn fuhr. Schließlich kam ein Bus, der laut Zielschild zur Heinrich- Heine- Allee fahren sollte, statt dessen aber an der Haltestelle Südpark alle Fahrgäste rausschmiß. An der Haltestelle Südpark ging es ziemlich chaotisch zu; eine große Menschenmenge stand ratlos rum und wartete auf die Straßenbahn. Es fuhren zwar etliche Bahnen vorüber, aber leider in die "falsche" Richtung, nämlich zur Schleife Universität Ost. Schließlich kam ein E- Wagen zum Betriebshof Lierenfeld, mit dem wir immerhin bis zur Haltestelle Auf'm Hennekamp fahren konnten. Dort entdeckten wir auch die Ursache für das Chaos: das Strekkengleis zur Innenstadt war gesperrt, weil sich grad an dem Tage irgend so ein begüterter Chinese in Düsseldorf aufhielt und mit seiner Entourage alles durcheinander brachte. Offenbar sind die Regierungsmitglieder auch in der Volksrepublik China nicht volksnäher als bei uns in Deutschland. Wir gingen daher zu Fuß zum Bilker Bahnhof, und als wir feststellten, daß aus Volmerswerth auch kein Zug der Linie 712 kam, fuhren wir schließlich mit der S- Bahn zum Hauptbahnhof. Während wir auf die S- Bahn warteten, sahen wir übrigens vom Bahnsteig aus die Fahrzeugkolonne des Chinesen. Vom Hauptbahnhof fuhren wir mit der Stadtbahn zur Heinrich- Heine- Allee und gingen von da zu einem Altstadtlokal, das mir schon am Vormittage aufgefallen war, weil es mit Muschelgerichten warb, und so konnte ich nach sehr langer Zeit endlich mal wieder eine große Portion Muscheln nach Rheinischer Art essen (Don bestellte sich ein Fleischgericht). Nach dem Essen fuhren wir mit der Linie U79 zurück nach Kaiserswerth, mit meinem Auto nach Hause, und leerten nach unserer Gewohnheit wieder eine Flasche Wein, bevor wir uns zur (wegen der Umstellung der Uhr verkürzten) Nachtruhe begaben.

Am Sonntag stand eine von hjhimm geführte Wanderung durch die Haard auf dem Programm. Die Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln (mit der Straßenbahn zum Düsseldorfer Hauptbahnhof, mit dem Regionalexpreß nach Recklinghausen und mit dem Bus Linie 231 nach Oer- Erkenschwick) ist erstaunlich gut. An der Wanderung nahmen diesmal nur neun zumeist ältere Personen teil; insgesamt waren es fünf Frauen und vier Männer. Die Strekkenlänge war mit 5,2 km eher kurz, aber ich fand es trotzdem angenehm. Als wir wieder am Ausgangspunkte angelangt waren, war der Bus leider gerade weg, so daß wir fast eine halbe Stunde lang auf den nächsten Bus warten mußten, aber dafür konnten wir in Recklinghausen sofort in den Zug steigen. Am Düsseldorfer Hauptbahnhof trennten sich unsere Wege, und ich fuhr alleine mit der Straßenbahn nach Hause. Ein wunderschönes Wochenende war zu Ende.

Barfüßige Frühlingsgrüße,
Markus U.


Don(MA) Offline




Beiträge: 124
Punkte: 34

31.03.2014 17:10
#2 RE: Besuch aus Mannheim Zitat · antworten

Hallo zusammen,

ein paar kurze Ergänzungen noch dazu von mir...

Düsseldorf ist eine sehr schöne Stadt, die geradezu zum Verweilen einlädt. Wer viel "Jubel, Trubel, Heiterkeit" mag ist in der Altstadt bestens aufgehoben. So riesengroße Menschenmengen
sind nicht gerade mein Ding, also war ich froh daß wir uns in dem Lokal in einer ruhigen Seitenstrasse an der St. Andreas Kirche zum Abendessen niedergelasen hatten. Wir waren weder eingeengt noch durch laute Musik
oder Grölen gestört, konnten aber gemütlich die Menschen vorbeigehen sehen. Übrigens, Markus, ich hatte den Rheinischen Matjestipp mit Bratkartoffeln und kein "Fleischgericht".

Die Wanderung in der Haardt verlief richtig schön, und ich war überrascht, daß bei so schönem Wetter nur 9 Teilnehmer anwesend waren. Ich habe da größere Gruppen in Erinnerung und auf Bildern
gesehen. Dafür war der Zug zurück nach Düsseldorf um so voller.

Die Heimfahrt nach Mannheim ist auch nicht ganz reibunglos verlaufen. Obwohl 2 andere in Richtung Süden fahrende IC/ICE Verspätung bis zu 30 Minuten hatten, ist mein IC superpünktlich
in Düsseldorf angekommen, wo er eine leichte Verspätung bekam, da einer der anderen verspäteten Züge just im gleichen Augenblick ebenfalls einfuhr, um "meinen" Zug zu überholen. Die +5 Minuten
in Köln wären auch nichts Erwähnenswertes, aber in Bonn Hbf. war plötzlich für alle Züge die über Remagen hinaus wollten HALT. Streckensperrung wegen "Personen im Gleis" (=Suizid). Die Wartezeit zog sich immer weiter
in die Länge, abver uns wurde versichert, der Zug würde auf jeden Fall bis Karlsruhe durchfahren, man wisse nur nicht genau wann. Als letztendlich entschieden wurde, die Lok umzusetzen
unf über Köln zurück auf die andere Rheinseite zu wechseln und dieses Vorhaben sehr schleppend in die Tat umgesetzt wurde, kam plötzlich die Meldung, die Sperre sei aufgehoben. Aber wir standen nun mit
der Lok in Richtung Köln und sind die UMleitung gefahren. Viele Fahrgäste hatten die Gelegenheit genutzt, um mit dem kostenlosen Taxi anch Bonn-Beuel zu gelangen, um dort in die hinter uns umgeleitete
Züge zu gelangen. Mir war es egal, Hauptsache ich würde nach Mannheim kommen. Übrigens, die "leblose Person im Gleis" wurde nie gefunden, wie ich aus einem Gespräch zwischen den Zugführen mitbekommen habe.

Ergebnis: 3 Stunden Verspätung: Planankunft in Mannheim 21:52 Uhr, tatsächliche Ankunft: 0:55 Uhr (die Straßenbahn nach Hause habe ich noch um 1:06 Uhr erwischt, sonst wäre ich nach Hause gelaufen),
50% Erstattung der Kosten für die einfache Fahrt (immerhim 15,45 EUR) und ein paar nette Gespräche.

Müde Grüße aus Mannheim und vielen Dank an Markus für seine Gastfreundlichkeit,
Don


Leo Offline



Beiträge: 692
Punkte: 484

02.04.2014 11:34
#3 Erinnerungen an meine Jugend Zitat · antworten

Hallo Markus,

mitt großem Interesse haben ich den Deinen Bericht gelesen – ihr wart nämlich dort unterwegs, wo ich meine Jugend in Bilk verbrachte und bis 2003 oft noch meine Mutter besuchte:

Zitat von Markus U.
.... und gingen dann in den Hofgarten, in dem ich schon als kleines Kind gespielt hatte. … dann entdeckten wir in einer Bucht doch noch eine komplette Familie schwarzer Schwäne mit drei Küken …. fragte ein kleines Mädchen seinen Vater: "Papa, warum haben die Männer keine schwarzen Fußsohlen?"



Auch fragte als kleiner Junge sonntags morgens meinen Vater oft viele Sachen, der mit mir oft bereitwillig in den Hofgarten zum Schwänegucken ging.

Zitat von Markus U.
Vom Hofgarten gingen wir durch die Altstadt zum Rheinufer und die Rheinpromenade entlang zum Medienhafen,.... bis zur Franziusstraße, und weiter ... nach Hamm. ... durch die romantischen Dorfstraßen zum Rheindeich …. Volmerswerth.

und dann entlang der Fleher Str. zum Dahlacker 51: Das war mein beliebteste Route von ca. 1965 bis (bei Besuchen noch) 2003 - egal ob zu Fuß (barfuß ab 2001), mit dem Fahrrad, auf Quad-Rollschuhen (Stopper vorne) oder mit Inline-Skates.

Zitat von Markus U.
Auch hier gibt es einen romantischen alten Dorfkern; allerdings gibt es auch etliche Wohnhäuser neuerer Bauart. Wir gingen von der Endstelle der Linie 712 zum Deich und weiter ans Rheinufer, hielten uns dort aber nicht lange auf,



Die alte Endstation der Linie 17 war am südlichen Ende der Volmerswerther Str. unmittelbar vor dem Deich. In den 60er Jahren fuhr noch eine alte Bahn im Pendelverkehr vom Aachener Platz bis zum Deich; ich fuhr damals oft mit meiner Mutter zunächst mit einer der „neuen“ Bahnen bis zum Aachener Platz: War die Endstation „Volmerswerth“ angegeben, hatte man am Aachener Platz Anschluß an einen Oldtimer der Linie 17E zum Deich – bei „Volmerswerther Str.“ aber nicht!

http://linied.net/aktuelles_2011/2011_aachener_platz_3.html

Die normalen Bahnen der Linie 17 wendeten damals an der Einmündung der Aachener Str. in die Volmerswerther Str., indem sie zunächst nach links in Richtung Deich abbogen und dann rückwärts in die Volmerswerther Str. nach Norden fuhren. Bei diesem Wendemannöver ließen mich ab 1965 viele Fahrer freundlicherweise mitfahren.

Ich hielt mich dort früher oft lange auf, ich war früher oft mit meiner Mutter auf dem Café-Schiff oder schließlich zum Mittag-Essen im China-Restaurant Mayflower, wo man wegen meiner Barfüßigkeit keine Miene verzog.

Zitat von Markus U.
zum Volksgarten, ... durchstreiften diesen und den angrenzenden Südpark fast zur Gänze.



Auch hier im Volksgarten war ich als Kind sehr oft, hier zogen mich u.a. die Ruderboote an. Im Sommer fuhr ich mit dem Rad über eine ruhigen Umweg am Rand des Volksgartens zur Schule. Zur Bundesgartenschau wurde der Volksgarten abgesperrt, was einen ziemlichen Aufstand gab, von allen Anwohnern die (tatsächlich oder nur angeblich) regelmäßig den Volksgarten aufsuchten. Die Schlitzohrige Lösung: Alle mußten zunächst eine Jahreskarte kaufen, wer dann mindestens x(=20?) mal in der Saison seine Karte an einem mitten im Park gelegenen Leser einlas, bekam den Preis zurückerstattet. Das Angebot nahmen natürlich auch weiter weg Wohnende an (in meinem Fall damals München – und so traf man sich bei strömenden Regen am Automat, manche lasen sogar gleich mehrere Karten ein...

Zitat von Markus U.
Schließlich kam ein E- Wagen zum Betriebshof Lierenfeld, mit dem wir immerhin bis zur Haltestelle Auf'm Hennekamp fahren konnten.



Direkt benachbart ist die Haltestelle Copernikusstr.: Früher gab es den damals für mich sehr praktischen Betriebshof am Steinberg: In 8 Minuten Fußweg von meiner damaligen Wohnung erreichte ich dort ganz früh morgens die ersten ausrückenden Züge oder stieg ganz spät abends aus dem letzten einrückenden Zug aus. Doch einmal war plötzlich am Mintropplatz unerwartet Endstation einer einrückenden 709: „Nein wir sind doch schon lange in Lierenfeld!“


Gruß

Leo


Markus U. Offline

Admin


Beiträge: 1.905
Punkte: 794

02.04.2014 17:15
#4 RE: Erinnerungen an meine Jugend Zitat · antworten

Zitat von Leo
Auch fragte als kleiner Junge sonntags morgens meinen Vater oft viele Sachen, der mit mir oft bereitwillig in den Hofgarten zum Schwänegucken ging.



Hi Leo,

als ich klein war, ging meine Mutter mit mir sehr oft in den Hofgarten. Manchmal waren wir auch am Schwanenspiegel oder im Floragarten. Der Hofgarten war mir wegen der schwarzen Schwäne, die mir bis heute viel besser gefallen als die gewöhnlichen weißen Hökkerschwäne, von allen Parks am liebsten.

Zitat von Leo

Zitat von Markus U.
Vom Hofgarten gingen wir durch die Altstadt zum Rheinufer und die Rheinpromenade entlang zum Medienhafen,.... bis zur Franziusstraße, und weiter ... nach Hamm. ... durch die romantischen Dorfstraßen zum Rheindeich …. Volmerswerth.

und dann entlang der Fleher Str. zum Dahlacker 51: Das war mein beliebteste Route von ca. 1965 bis (bei Besuchen noch) 2003 - egal ob zu Fuß (barfuß ab 2001), mit dem Fahrrad, auf Quad-Rollschuhen (Stopper vorne) oder mit Inline-Skates.




Das ist kaum möglich, denn die Rheinpromenade gibt es erst seit 1995, und der Medienhafen ist eine Schöpfung des 21. Jahrhunderts.

Zitat von Leo
Die alte Endstation der Linie 17 war am südlichen Ende der Volmerswerther Str. unmittelbar vor dem Deich. In den 60er Jahren fuhr noch eine alte Bahn im Pendelverkehr vom Aachener Platz bis zum Deich; ich fuhr damals oft mit meiner Mutter zunächst mit einer der „neuen“ Bahnen bis zum Aachener Platz: War die Endstation „Volmerswerth“ angegeben, hatte man am Aachener Platz Anschluß an einen Oldtimer der Linie 17E zum Deich – bei „Volmerswerther Str.“ aber nicht!

http://linied.net/aktuelles_2011/2011_aachener_platz_3.html

Die normalen Bahnen der Linie 17 wendeten damals an der Einmündung der Aachener Str. in die Volmerswerther Str., indem sie zunächst nach links in Richtung Deich abbogen und dann rückwärts in die Volmerswerther Str. nach Norden fuhren. Bei diesem Wendemannöver ließen mich ab 1965 viele Fahrer freundlicherweise mitfahren.



Das alte Gleisdreieck an der Einmündung der Aachener Straße in die Volmerswerther Straße einschließlich des beschriebenen Wendemanövers habe ich auch noch gekannt, allerdings nicht mit der alten Linie 17, die im Jahre 1973 eingestellt wurde, sondern mit der Linie 712. Der von Dir beschriebene Pendelverkehr war schon im Jahre 1962 eingestellt worden, aber die ollen Gleise lagen, zum Teil mit einer dünnen Teerschicht bedeckt, noch bis zur (teilweisen) Wiedererrichtung der Strekke, die an der Hellriegelstraße endet, im Jahre 1990 rum. Damals wurde auch das alte Gleisdreieck durch einen einfachen Gleisbogen nach links (von der Aachener Straße aus gesehen) ersetzt.

Zitat von Leo

Zitat von Markus U.
zum Volksgarten, ... durchstreiften diesen und den angrenzenden Südpark fast zur Gänze.



Auch hier im Volksgarten war ich als Kind sehr oft, hier zogen mich u.a. die Ruderboote an. Im Sommer fuhr ich mit dem Rad über eine ruhigen Umweg am Rand des Volksgartens zur Schule. Zur Bundesgartenschau wurde der Volksgarten abgesperrt, was einen ziemlichen Aufstand gab, von allen Anwohnern die (tatsächlich oder nur angeblich) regelmäßig den Volksgarten aufsuchten. Die Schlitzohrige Lösung: Alle mußten zunächst eine Jahreskarte kaufen, wer dann mindestens x(=20?) mal in der Saison seine Karte an einem mitten im Park gelegenen Leser einlas, bekam den Preis zurückerstattet. Das Angebot nahmen natürlich auch weiter weg Wohnende an (in meinem Fall damals München – und so traf man sich bei strömenden Regen am Automat, manche lasen sogar gleich mehrere Karten ein...




Das habe ich nicht gewußt, denn als ich zur Bundesgartenschau ging, kaufte ich mir eine ganz normale Tageskarte und kriegte demgemäß auch nix erstattet. Woher kanntest Du als seinerzeit schon "Ortsfremder" diesen Trick, von dem ich heute erstmals Kenntnis erhalte?

Zitat von Leo

Zitat von Markus U.
Schließlich kam ein E- Wagen zum Betriebshof Lierenfeld, mit dem wir immerhin bis zur Haltestelle Auf'm Hennekamp fahren konnten.



Direkt benachbart ist die Haltestelle Copernikusstr.: Früher gab es den damals für mich sehr praktischen Betriebshof am Steinberg: In 8 Minuten Fußweg von meiner damaligen Wohnung erreichte ich dort ganz früh morgens die ersten ausrückenden Züge oder stieg ganz spät abends aus dem letzten einrückenden Zug aus. Doch einmal war plötzlich am Mintropplatz unerwartet Endstation einer einrückenden 709: „Nein wir sind doch schon lange in Lierenfeld!“




Der Betriebshof Lierenfeld wurde im Jahre 1993 als Ersatz für den damals aufgelassenen Betriebshof Derendorf in Betrieb genommen. Heute gibt es in Düsseldorf nur noch zwei Betriebshöfe: Handweiser für GT8SU (nur Linie U75) und B- Wagen, und Lierenfeld für Niederflurwagen. Wo die historischen Wagen stehen, weiß ich gar nicht, und auch nicht, was aus dem früheren Betriebshof Am Steinberg geworden ist oder werden soll.

Barfüßige Frühlingsgrüße,
Markus U.


Besucher Offline




Beiträge: 158

03.04.2014 10:18
#5 RE: Erinnerungen an meine Jugend Zitat · antworten

Hallo zusammen,

das war mal wieder richtig schön zu lesen. Ein (fast) alltäglicher Besuch wird damit noch einmal zum Erlebnis. Düsseldorf ist mir nicht ganz unbekannt, und so erfreut es mich zu wissen wie es an den Plätzen, die ich (mangels Zeit) nur beiläufig streifte früher aussah. Ebenso - wenn es nicht so weit wäre - was sich lohnt doch wieder einmal näher anzuschauen.

lg vom Gabriel


Leo Offline



Beiträge: 692
Punkte: 484

03.04.2014 11:33
#6 RE: Erinnerungen an meine Jugend Zitat · antworten

Hallo Markus,

Zitat von Markus U.

Zitat von Leo

Zitat von Markus U.
Vom Hofgarten gingen wir durch die Altstadt zum Rheinufer und die Rheinpromenade entlang zum Medienhafen,.... bis zur Franziusstraße, und weiter ... nach Hamm. ... durch die romantischen Dorfstraßen zum Rheindeich …. Volmerswerth.

und dann entlang der Fleher Str. zum Dahlacker 51: Das war mein beliebteste Route von ca. 1965 bis (bei Besuchen noch) 2003 - egal ob zu Fuß (barfuß ab 2001), mit dem Fahrrad, auf Quad-Rollschuhen (Stopper vorne) oder mit Inline-Skates.




Das ist kaum möglich, denn die Rheinpromenade gibt es erst seit 1995, und der Medienhafen ist eine Schöpfung des 21. Jahrhunderts.




Die ROUTE gibt es schon sehr lange wie auf diesem alten Stadtplan zu sehen

http://www.landkartenarchiv.de/cgi-bin/l...85&ost=1.391892

– lange vor diversen Ab- Um- Neubauten und Umbenennungen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Rheinuferpromenade#Geschichte

https://www.duesseldorf.de/medienhafen/g...hte/index.shtml

Die größten Veränderungen (Höherlegung der UFER-Str und Hafen-Bau) wurden schon beendet, als meine Mutter noch ein kleines Mädchen war.

Ich habe die heute nur noch in den alten Namen vorhandene Geschichte zum großen Teil noch in ihren Ursprüngen erlebt: (früher:immer untere) RheinWERFT (da oben 4-spurige Autostraße), LAGERstr. am Berger HAFEN, KAIstr. vom ZollHAFEN zum HANDELS-HAFEN (gegenüber die SPEDITIONstr.), KAPPES Hamm (früher viel mehr Kappes=Kohl und viel weniger Häuser), dann auf dem Deich weiter bis Volmerswerth.

Die erste gravierende Änderung, die ich miterlebte, war der Bau der Kniebrücke:

https://www.duesseldorf.de/medienhafen/g...chte/h_10_l.jpg

Hier ist noch gut der Berger Hafen zu erkennen, wo später Rheinturm und Landtag neu gebaut wurden, wie hier zu sehen:

https://www.duesseldorf.de/medienhafen/g...chte/h_11_l.jpg

Sehr schön ist die Entwicklung hier beschrieben:

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/dues...t-aid-1.2803136

Bei vielen Spaziergängen habe ich auch erlebt, welche Faszination die von Dir nicht geliebten Gehry-Bauten auf Archtitektur-Interessierte ausüben. Ich finde den Hype zwar übertrieben, aber sie gefallen mir besser, als die neue Münchner Wohn-Architektur.

Zitat von Markus U.

Zitat von Leo
Zur Bundesgartenschau wurde der Volksgarten abgesperrt, was einen ziemlichen Aufstand gab, von allen Anwohnern die (tatsächlich oder nur angeblich) regelmäßig den Volksgarten aufsuchten. Die Schlitzohrige Lösung: Alle mußten zunächst eine Jahreskarte kaufen, wer dann mindestens x(=20?) mal in der Saison seine Karte an einem mitten im Park gelegenen Leser einlas, bekam den Preis zurückerstattet. Das Angebot nahmen natürlich auch weiter weg Wohnende an (in meinem Fall damals München – und so traf man sich bei strömenden Regen am Automat, manche lasen sogar gleich mehrere Karten ein...



Das habe ich nicht gewußt, denn als ich zur Bundesgartenschau ging, kaufte ich mir eine ganz normale Tageskarte und kriegte demgemäß auch nix erstattet. Woher kanntest Du als seinerzeit schon "Ortsfremder" diesen Trick, von dem ich heute erstmals Kenntnis erhalte?




Meine wichtigste Informationsquelle war meine damals noch das ganze Jahr über in Düsseldorf wohnende Mutter, die jeden Tag gründlichst die Zeitung las, meine Interessen natürlich sehr gut kannte und interessante Zeitungsartikel für mich ausschnitt. In Bilk hielt sich die Aufregung ja noch in Grenzen (man konnte ja zum Rheindeich in Richtung Himmelgeist, Flehe, Volmerswerth oder Hamm hin zum Spazierengehen ausweichen) – aber in Oberbilk, Wersten und im Gurkenland war die Aufregung wesentlich größer. Angelas Eltern wohnten im Gurkenland – und da verbreitete sich die Nachricht natürlich auch in der Nachbarschaft.

Zitat von Markus U.
Wo die historischen Wagen stehen, weiß ich gar nicht, und auch nicht, was aus dem früheren Betriebshof Am Steinberg geworden ist oder werden soll.



Ich kann da auch nur googeln:

http://www.am-steinberg.com/

http://www.linied.net/museum/museum.html


Gruß

Leo


kerstin Offline

Admina


Beiträge: 1.910
Punkte: 1.181

04.04.2014 16:13
#7 RE: Besuch aus Mannheim Zitat · antworten

Hi Markus,

jetzt endlich komme ich auch mal dazu, etwas zu schreiben. Bei mir ist es derzeit recht chaotisch. Ich hoffe, daß die mal endlich das dämliche Loch in meiner Zimmerdecke verschließen, tapezieren und streichen. Ansonsten ist alles soweit schon eingerichtet und das Bett aufgebaut. Na ja, soweit dazu. Hier geht es ja schließlich um etwas ganz anderes: Deinem wunderbaren Bericht!

Du und Don habt ja wirklich eine sehr schöne Zeit gehabt. Ja, Kaiserswerth, daran erinnere ich mich noch sehr gut und sehr gerne. Es war damals ein wunderschönes, verlängertes Wochenende in Köln und der eine Sonntag in Düsseldorf. Ob es mir dieses Jahr möglich ist, ins Rheinland zu kommen, kann ich heute leider noch nicht sagen. Sehr viele Veränderungen werden in meinem Leben stattfinden - zum Glück nur im positiven Sinne. Vielleicht klappt es bis Ende dieses Jahres mit einer ganz besonderen "Veränderung" (). Es liegt nur an unsere finanzielle Situation ...

Für Düsseldorf und auf jeden Fall Ratingen will ich mir, wenn es dieses Jahr noch klappen sollte, schon eine längere Zeit reservieren. Wann das sein könnte, weiß ich leider nicht, denn ich habe auch noch mehrere Termine in verschiedenen Kliniken: am 22. April geht es für wenigstens eine Woche in die Esslinger Frauenklinik, dann am 3. Juni bin ich wieder bei Dr. Liedl in München, und am 23. Juli geht es ins Katharinenhospital in Stuttgart. Wie ich danach "drauf" sein werde, kann ich nicht sagen...

Ihr habt wohl wirklich ein sehr schönes Wochenende gehabt, und das Wetter spielte zum Glück auch mit. Gerne wäre ich dabeigewesen...

Liebe Grüße

Kerstin






Per aspera ad astra


Markus U. Offline

Admin


Beiträge: 1.905
Punkte: 794

05.04.2014 15:33
#8 RE: Besuch aus Mannheim Zitat · antworten

Liebe Kerstin,

danke für Deine freundliche Antwort! In Düsseldorf ist es wirklich schön; das merkte ich sehr deutlich, als ich auf "altvertrauten" Wegen lief, die ich zum Teil leider viele Jahre, also zwanzig Jahre und mehr, nicht gegangen war! Obwohl sich im Volksgarten nicht viel verändert hat (die wilden Halsbandsittiche gab es dort vor zwanzig Jahren noch nicht), hatte ich teilweise Mühe, die richtige Richtung einzuschlagen und zu halten, während ich als Kind fast jeden Busch und Baum gekannt hatte. Dagegen hat sich in der Innenstadt so manches verändert, was auch Du auf den ersten Blick erkennen könntest. Leider gefallen mir die Veränderungen überhaupt nicht, und moderne Architektur finde ich scheußlich. Mir gefallen vielmehr alte oder auch historisierende Gebäude mit klassischen Säulen oder verschnörkelten Fassaden.

Bei Dir verändert sich ja auch derzeit viel, und wie es scheint, zum Guten. Mir fällt da ein Satz aus einem Buche ein, den ich als Kind gelesen hatte und der mich so beeindruckt hat, daß ich ihn mir bis heute gemerkt habe: "Wer sich freut, muß auch leiden, und wer leidet, darf sich auch freuen." Auf Dich trifft wohl der zweite Teil des Satzes zu, daß nach langem Leiden nun endlich die Freude angesagt ist. Ich für meinen Teil bin indessen zuversichtlich, daß alles so kommen wird, wie Du es Dir wünschst.

Was einen Besuch in Düsseldorf betrifft, bist Du bei mir willkommen, und die Reise muß ja nicht unbedingt mit dem ICE (der zwar in der Regel schnell, aber nicht sonderlich bequem, jedoch sehr teuer ist) erfolgen. Bewährte alternative Reisemöglichkeiten sind Fernbusse, mit denen immer mehr Städteverbindungen eingerichtet werden, sowie die gute alte Mitfahrzentrale. Ich müßte nur beizeiten Bescheid wissen, damit ich entsprechend planen kann. Ob wir uns in München sehen können, kann ich noch nicht sagen. Zum einen kann ich derzeit ebenfalls nicht viel Geld ausgeben, und zum anderen muß ich, wenn ich nach Oberbayern fahren möchte, jeweils herausfinden, ob Leo Zeit hat. Ich hoffe aber, daß wir uns in diesem Jahre noch sehen können, sei es dort oder hier oder vielleicht auch bei Dir.

Barfüßige Frühlingsgrüße,
Markus U.


Leo Offline



Beiträge: 692
Punkte: 484

07.04.2014 15:50
#9 Hab Anfang Juni keine Zeit Zitat · antworten

Hallo Markus und Kerstin,

Zitat von Markus U.
... die Reise muß ja nicht unbedingt mit dem ICE (der zwar in der Regel schnell, aber nicht sonderlich bequem, jedoch sehr teuer ist) erfolgen. Bewährte alternative Reisemöglichkeiten sind Fernbusse, mit denen immer mehr Städteverbindungen eingerichtet werden, …



Hier gut zu finden:

http://www.busliniensuche.de/

Dort findet man z.Z. noch für 13 bis 15 € Karten von München nach Zürich für nächsten Freitag - im Zug muß man MIT Bahncard25 dagegen mindestens 44,20€ zahlen. Der billigste Sparpreis für Fr. den 4.7. mit der Bahn ist für den Mittag-EC dagegen (wie erwartet) 36,70€ - aber da bin ich jetzt total baff: ab 18:33h geht es für 21,70€!!!!!

Sollte die BAHN etwa tatsächlich lernfähig sein und statt zusätzlicher Busse parallel zu ihren überteuerten Zügen einfach zusätzliche Sparpreise im Zug anbieten? Tatsächlich: Für den günstigen Mittagszug gibt es sogar so „früh“ (im Sparpreis-Kontingent-Sinn) wie Mittwoch den 11.6. noch Karten zu 21,70€!! Das ist ein kleine Sensation: Jahrelang war der Mindestpreis 24€ (mit BC25, ohne 29€) und wurde dann auf 29,75€ erhöht – buchbar nur meist mehr als 2 Monate vor Abreise!

Für mich kam das etwas zu spät: Ich war gerade für 17€ einfach von Freitag bis Sonntag mit dem Bus in Zürich, nächstes Wochenende geht es nach Mainz und über Ostern nach Berlin – alles mit dem Bus. Billige Bahnkarten gab es nicht mehr, und ich wollte eigentlich schon mit dem Auto fahren – aber der Bus war deutlich billiger! (Ich HABE ein Auto und rechne nicht als frustrierter Bahn-Kunde, ob sich der Kauf eines Autos lohnt, sondern kalkuliere mit reinen Betriebskosten...)

Früher gab es 2 nur Reise-Modi bei mir:

Winter: Ewig vorher den Zug buchen – und bei schlechtem Wetter statt z.B. in Westerland in Hamburger Museen fluchen.

Sommer: Maximal eine Woche vorher festlegen (nach Wettertendenz) – das ging aus Kosten-oder Komfort-Gründen nur mit dem Auto – schön, das es jetzt Fernbusse gibt!

Für Spezialisten: Wer NUR zwischen 2 gleichgestellten Bahnhöfen wie München-Ost/München Hbf, Hamburg-Hbf/Hamburg-Dammtor oder Berlin-Südkreuz/Berlin-Hbf NUR IC oder ICE nutzt und sonst NUR Nahverkehrszüge, erhält z.Z. sogar 1 statt 3 Tage vorher noch Karten z.B. München-Berlin zu 21,75€ - allerdings bei mindestens ca. 10h Fahrzeit München-Berlin! So etwas machte ich früher nur bei kurzfristig geplanten Winterreisen; im Sommer nahm ich immer das Auto. Zu Ostern aber mit dem Bus: 28€ einfach, aber ca 6:30h! (Der IC oder ICE darf aber z.B. nicht in Hamburg enden, sonst gibt es am Hbf keine Abfahrtszeit, oder beginnen, sonst gibt es am Hbf keine Amkunftszeit! In München gibt es das Problem auch, in Berlin anscheinend nicht mehr.)

Auf der Relation München-Zürich (Bus sogar etwas schneller als als der Zug!) kommt die Bahn preismäßig anscheinend langsam in Bewegung – auf der Strecke München nach Berlin leider (noch?) nicht!

Zitat von Markus U.
Ob wir uns in München sehen können, kann ich noch nicht sagen. Zum einen kann ich derzeit ebenfalls nicht viel Geld ausgeben, und zum anderen muß ich, wenn ich nach Oberbayern fahren möchte, jeweils herausfinden, ob Leo Zeit hat.



Der Termin ist leider ganz ungünstig, ich bin dann wahrscheinlich schon weg (auf großer Tour) oder mit den Vorbereitungen hektisch beschäftigt.

Gruß

Leo


Markus U. Offline

Admin


Beiträge: 1.905
Punkte: 794

10.04.2014 14:51
#10 RE: Erinnerungen an meine Jugend Zitat · antworten

Zitat von Leo
Die ROUTE gibt es schon sehr lange wie auf diesem alten Stadtplan zu sehen

http://www.landkartenarchiv.de/cgi-bin/l...85&ost=1.391892

– lange vor diversen Ab- Um- Neubauten und Umbenennungen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Rheinuferpromenade#Geschichte

https://www.duesseldorf.de/medienhafen/g...hte/index.shtml

Die größten Veränderungen (Höherlegung der UFER-Str und Hafen-Bau) wurden schon beendet, als meine Mutter noch ein kleines Mädchen war.

Ich habe die heute nur noch in den alten Namen vorhandene Geschichte zum großen Teil noch in ihren Ursprüngen erlebt: (früher:immer untere) RheinWERFT (da oben 4-spurige Autostraße), LAGERstr. am Berger HAFEN, KAIstr. vom ZollHAFEN zum HANDELS-HAFEN (gegenüber die SPEDITIONstr.), KAPPES Hamm (früher viel mehr Kappes=Kohl und viel weniger Häuser), dann auf dem Deich weiter bis Volmerswerth.

Die erste gravierende Änderung, die ich miterlebte, war der Bau der Kniebrücke:

https://www.duesseldorf.de/medienhafen/g...chte/h_10_l.jpg

Hier ist noch gut der Berger Hafen zu erkennen, wo später Rheinturm und Landtag neu gebaut wurden, wie hier zu sehen:

https://www.duesseldorf.de/medienhafen/g...chte/h_11_l.jpg

Sehr schön ist die Entwicklung hier beschrieben:

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/dues...t-aid-1.2803136



Hi Leo,

an die stark befahrene Straße am Rheinufer (vor dem Bau des Tunnels) kann ich mich noch gut erinnern. Mit all dem vielen Verkehr war es damals am (rechten) Rheinufer gar nicht schön. Den Hafen habe ich als solchen gar nicht gekannt. Was hätte ich dort auch sollen? Ich weiß nicht einmal, ob das Hafengelände der Allgemeinheit überhaupt zugänglich war. An den Bau der Kniebrükke kann ich mich ebenfalls nicht erinnern, obwohl der schon zu meinen Lebzeiten erfolgte und wir am Fürstenwall, also nicht sehr weit weg (das Haus Nr. 157 steht in dem Abschnitte zwischen Kirchplatz und Corneliusstraße, also ein ganzes Stück von der Brükke entfernt) gewohnt haben. Da ich beim Umzuge nach Ratingen noch keine fünf Jahre alt war, durfte ich sowieso nicht alleine raus, und meistens waren wir in einem der Parks in der Umgebung (Hofgarten, Schwanenspiegel, Floragarten oder Volksgarten), damit ich dort spielen konnte.

Zitat von Leo
Bei vielen Spaziergängen habe ich auch erlebt, welche Faszination die von Dir nicht geliebten Gehry-Bauten auf Archtitektur-Interessierte ausüben. Ich finde den Hype zwar übertrieben, aber sie gefallen mir besser, als die neue Münchner Wohn-Architektur.



Da bin ich entgegengesetzter Meinung, denn ich finde die neuen Münchener Wohnviertel (z. B. in Riem in der Nähe des früheren Buga- Geländes) durchaus ansprechend. Diese Art von Architektur ist inzwischen auch in Düsseldorf anzutreffen, nämlich auf dem früheren Gelände des Güterbahnhofs in Derendorf.

Zitat von Leo
Meine wichtigste Informationsquelle war meine damals noch das ganze Jahr über in Düsseldorf wohnende Mutter, die jeden Tag gründlichst die Zeitung las, meine Interessen natürlich sehr gut kannte und interessante Zeitungsartikel für mich ausschnitt. In Bilk hielt sich die Aufregung ja noch in Grenzen (man konnte ja zum Rheindeich in Richtung Himmelgeist, Flehe, Volmerswerth oder Hamm hin zum Spazierengehen ausweichen) – aber in Oberbilk, Wersten und im Gurkenland war die Aufregung wesentlich größer. Angelas Eltern wohnten im Gurkenland – und da verbreitete sich die Nachricht natürlich auch in der Nachbarschaft.



Dann ist es mir klar, denn anders als Du hatte ich keine Verwandten in Bilk oder Oberbilk (jedenfalls keine, mit denen ich ständig Kontakt gehabt hätte), und meine Eltern lasen auch keine Düsseldorfer Lokalzeitungen, so daß ich von alledem nichts mitgekriegt habe. Ich weiß auch gar nicht mehr, wieviel die Eintrittskarten gekostet haben, sondern kann mich nur schwach erinnern, daß eine Tageskarte ziemlich teuer war. Außerdem ist es von Ratingen aus wesentlich weiter als von Bilk, so daß ich ziemlich viel Geld für die Straßenbahn hätte ausgeben müssen, denn ich hatte damals noch kein Auto.

Barfüßige Frühlingsgrüße,
Markus U.


Leo Offline



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14.04.2014 21:45
#11 DB hat sich bewegt! Zitat · antworten

Hallo,

Zitat von Leo
Hallo Markus und Kerstin,

Zitat von Markus U.
... die Reise muß ja nicht unbedingt mit dem ICE (der zwar in der Regel schnell, aber nicht sonderlich bequem, jedoch sehr teuer ist) erfolgen. Bewährte alternative Reisemöglichkeiten sind Fernbusse, mit denen immer mehr Städteverbindungen eingerichtet werden, …



Hier gut zu finden:

http://www.busliniensuche.de/

....

Auf der Relation München-Zürich (Bus sogar etwas schneller als als der Zug!) kommt die Bahn preismäßig anscheinend langsam in Bewegung – auf der Strecke München nach Berlin leider (noch?) nicht.




Ich muß mich korrigieren: NUR auf busliniensuche.de gibt es z.B. für den 20.4. Sparpreise zu 29€ nach Berlin - auf bahn.de sind dagegen MIT BC25 ca. 70€ fällig!

Echt trickreich: Die Bahn-Spezial-Angebote gibt es frühestens 7 Tage vor der Abfahrt - und nur bei busliniensuche.de:

http://www.pressetext.com/news/20140325028

Als Besitzer einer Bahncard 25% komme ich mir wenigstens nur halb so verarscht vor, wie als Besitzer einer Bahncard 50: Dem bietet bahn.de nur Sparpreise für über 100€ (in der 1. Klasse) an - und natürlich den Normalpreis zu 65€.

Hätte ich nicht gedacht... All die Zeit bei den angeblichen Last-Minute-Schnäppchen bei Ltur hab ich nie was gefunden...

Die DB hat sich tatsächlich bewegt - aber für viele häufigen Bahnfahrer sehr geschickt getarnt!

Gruß

Leo

P.S.

Ich lese ja immer hier, um DB-mäßig auf dem Laufenden zu bleiben (nachdem es früher am Bahnhof die erste Zeit immer hieß: "Wir wissen es auch nur aus der Zeitung!":

http://www.deutschebahn.com/de/presse/pr...rmationen/pi_p/

Hier wird sonst jede Lappalie breitgetreten - aber von der Geheim-Kooperation mit busliniensuche.de findet man nichts.....


P.P.S. Falls ihr Bus fahrt, zur Info: An Berlinienbus ist zum großen Teil die DB beteiligt, die heute erfrischend ehrlich angekündigt hat, Konkurrenten verdrängen und danach wieder die Preise erhöhen zu wollen:

http://www.deutschebahn.com/de/presse/pr...itemsPerPage=20

Zitat: "Der Fernbus-Markt sei weiterhin von einem starken Verdrängungswettbewerb geprägt. berlinlinienbus.de reagiert darauf mit vorübergehenden Preissenkungen und einer ... Wachstumspolitik. „Wir setzen auf gleichmäßige Erweiterung und Vertiefung unseres Angebotes und schaffen auf diese Weise ein solides, international ausgerichtetes Fernbus-Netz “, erläutert Jörg Schaube die Geschäftspolitik von berlinlinienbus.de."


Michael aus Zofingen Offline



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15.04.2014 05:36
#12 RE: DB hat sich bewegt! Zitat · antworten

Zitat von Leo im Beitrag #11


Ich muß mich korrigieren: NUR auf busliniensuche.de gibt es z.B. für den 20.4. Sparpreise zu 29€ nach Berlin - auf bahn.de sind dagegen MIT BC25 ca. 70€ fällig!

Echt trickreich: Die Bahn-Spezial-Angebote gibt es frühestens 7 Tage vor der Abfahrt - und nur bei busliniensuche.de:

http://www.pressetext.com/news/20140325028

Als Besitzer einer Bahncard 25% komme ich mir wenigstens nur halb so verarscht vor, wie als Besitzer einer Bahncard 50: Dem bietet bahn.de nur Sparpreise für über 100€ (in der 1. Klasse) an - und natürlich den Normalpreis zu 65€.

Hätte ich nicht gedacht... All die Zeit bei den angeblichen Last-Minute-Schnäppchen bei Ltur hab ich nie was gefunden...

Die DB hat sich tatsächlich bewegt - aber für viele häufigen Bahnfahrer sehr geschickt getarnt!





Hallo Leo,

verstehe ich es richtig: Die Taktik der Deutschen Bahn ist, Leuten, die öfters aus Preisgründen den Omnibus benutzen, mitzuteilen, daß es auch günstige Bahnangebote gibt, dieses jedoch denjenigen, die immer mit der Bahn fahren, vorzuenthalten, damit sie weiterhin die normalteuren Bahnpreise bezahlen? Eine echt fiese Taktik.

Das ist doch ähnlich wie mit partieller Rückerstattung von Fahrpreisen, wenn Fernzüge erhebliche Verspätungen haben. Leute, die nur dann Bahn fahren, wenn das 4rad kaputt ist oder nur selten unterwegs sind, wissen womöglich gar nicht, daß es bei Verspätungen Rückerstattungen gibt. Und die Hindernisse, um an die Rückerstattung ranzukommen, sind doch auch recht hoch. Anstatt daß jeder es automatisch bekommt, muß man selber dem nachsäckeln, was vielen zuviel ist, etwa deswegen, weil man dann noch später nach Hause kommt. Oder es scheitert an der Sprache (wenn man etwa selber kein französich kann und in Genf einen Bähnler wegen Fahrpreiserstattung anspricht, kann er garantiert kein Deutsch. Derselbe Mensch, der in anderen Fällen sehr gut deutsch kann, sogar berndeutsch, oder baseldeutsch, oder Zürichdeutsch usw.

Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


Engel Offline

Admin


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15.04.2014 05:38
#13 RE: DB hat sich bewegt! Zitat · antworten

Also die Busliniensuche ist echt ne gute Seite.
Hab da mal spaßeshalber vergleichsweise ne Verbindung an bestimmten Tagen mit Rückfahrt ins Saarland gesucht. Ich käme da auf knapp 60€. Direkt bei der Bahn geschaut wäre es an den gleichen Tagen selbst mit BC25 immerhin noch 80€. Wobei glaub bei beiden Angeboten die selben Beförferungsmittel genutzt werden.

Gruß Engel




rot/kursiv geschriebene Beiträge beziehen sich auf meine Funktion als Admin / Mod und spiegeln nicht zwingend meine Meinung als normaler User wieder.


www.bbq-county.de


www.mysaarbq.de


Leo Offline



Beiträge: 692
Punkte: 484

15.04.2014 11:07
#14 RE: DB hat sich bewegt! Zitat · antworten

Zitat von Michael aus Zofingen

Zitat von Leo


Ich muß mich korrigieren: NUR auf busliniensuche.de gibt es z.B. für den 20.4. Sparpreise zu 29€ nach Berlin - auf bahn.de sind dagegen MIT BC25 ca. 70€ fällig!

Echt trickreich: Die Bahn-Spezial-Angebote gibt es frühestens 7 Tage vor der Abfahrt - und nur bei busliniensuche.de:

http://www.pressetext.com/news/20140325028

Als Besitzer einer Bahncard 25% komme ich mir wenigstens nur halb so verarscht vor, wie als Besitzer einer Bahncard 50: Dem bietet bahn.de nur Sparpreise für über 100€ (in der 1. Klasse) an - und natürlich den Normalpreis zu 65€.

Hätte ich nicht gedacht... All die Zeit bei den angeblichen Last-Minute-Schnäppchen bei Ltur hab ich nie was gefunden...

Die DB hat sich tatsächlich bewegt - aber für viele häufigen Bahnfahrer sehr geschickt getarnt!


verstehe ich es richtig: Die Taktik der Deutschen Bahn ist, Leuten, die öfters aus Preisgründen den Omnibus benutzen, mitzuteilen, daß es auch günstige Bahnangebote gibt, dieses jedoch denjenigen, die immer mit der Bahn fahren, vorzuenthalten, damit sie weiterhin die normalteuren Bahnpreise bezahlen? Eine echt fiese Taktik.




Wie soll man das denn sonst interpretieren? Insbesondere, wenn sich auch die sonst so redselige DB-Pressestelle zu dem Thema komplett ausschweigt? Ich beobachte seit Jahren, wie die Bahn ihre Stammkundschft immer wieder gerne kräftig vors Schienbein tritt - aber gleichzeitig versucht, neue Kundschaft zu gewinnen. Ich weiß nicht, ob gut bezahlte Maulwürfe, deren Herz eher an Flugzeugen oder Autos statt am gerade aktuellen Arbeitgeber Bahn hängt, hier Lobby-mäßig tätig sind oder einfach nur die rechte Hand nicht weiß, was die linke tut. Kaum ist mein Ärger über einen gravierenden Vofall langsam verflogen, gibt es den nächsten... So hat die DB das geschafft, was meiner Ex-Frau in über 12 Ehejahren nicht gelang und mich vom begeisterten Bahnfahrer (privat gekaufte Bahncard100, 8000 Auto-km im Jahr, fast nur mit gehbehinderter Mutter oder z.B. von Braunlage nach Bad Harzburg, da die 100%-Bahn-Busgesellschaft die Bahncard 100 nicht akzeptierte) zum eingefleischten Autofahrer (z.Z. ca. 300 Bahn-Comfort-Statuspunkte, 25000 Auto-km pro Jahr) konvertiert. Und da ich nicht mehr wegen meiner früher oft kranken (jetzt toten) Mutter so viele Reisen stornieren muß, fliege ich auch wieder mehr: Bahn-SPAR-Preise unter bahn.de kann man einen Tag vorher unter 15€ Strafe noch stornieren - bei Billig-Flugtickets ist das ganze Geld weg - genau so bei Bahn-SPEZIAL-Tickets unter busliniensuche.de - aber bei 7 Tagen Vorlauf ist das Storno-Risiko auch deutlich geringer als bei knapp 3 Monaten, um noch was günstiges auf bahn.de zu kriegen.

Gruß

Leo


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