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Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

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Dieses Thema hat 5 Antworten
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 Barfuß und Leben
Michael aus Zofingen Offline



Beiträge: 601
Punkte: 248

28.12.2014 10:10
Wintereinbruch in Zofingen Zitat · antworten

Hallo,

nach meinem letzten Arbeitstag in diesem Jahr (19.12.2014) war es anfänglich alles andere als winterlich. Zwar war es morgens meist relativ kalt (unter 0°C), aber tagsüber stieg die Temperatur durchaus auf ca. 8°C. Kein Wunder, daß ich noch barfuß und in kurzen Hosen gewandert war.

Der wirkliche Wetterumschwung kam in der Nacht vom 26.12. zum 27.12.2014. Erstmalig gab es hier Schnee in diesem Winter. Dicke Flocken fielen von Himmel, auf der Straße waren die Schneeräumer unterwegs. Die Temperatur war um die null Grad, in den nächsten Tagen sollte es deutlich kälter werden. Und meine Lebensmittelvorräte würden nicht mehr bis zum Montag reichen. Oder vielleicht doch: Möglicherweise befinden sich im Paket, das mir meine Eltern per Post zu Weihnachten geschickt haben, noch Weihnachtsgüetzli (ich hatte noch keine Lust gehabt, das Paket zu öffnen, BITTE NICHT PETZEN!)! Würde es noch weniger werden mit dem Schnee. Nach dem Mittag wurde der Schneefall weniger, so daß ich mich auf dem Weg machen konnte.

Anders als die Tage zuvor hatte ich über der normalen Jacke noch eine dünne gelbe Regenjacke an, aber zum Tragen von fettem Schuhwerk, langen Hosen und einer fetten Wollmütze konnte ich mich wirklich nicht entschließen, WAS SOLLEN DIE LEUTE DENKEN! Ich brauchte auch keine 6 km zu Fuß bis zu REWE, sondern nur einen Kilometer zur Migros im Zofinger Stadtzentrum. Da ich die einzukaufende Menge unmöglich tragen wollte, nahm ich das Velo.

Als ich aus dem Haus ging und die ersten Schritte durch den Schnee schritt, merkte ich sofort, daß es sich um „WARMEN“ Schnee handelte, so wie man (oder zumindest ein Mensch) ihn in Immenstadt zur Genüge kennt. Das Fahren auf der Straße war weniger angenehm. Wo nur Schnee lag, ging es gut. Wo aber 4radspuren aus Hofausfahrten herausführten, war es vereist, so daß ich höllisch aufpassen mußte. Auf der nächst größeren Straße waren deutlich mehr 4räder unterwegs. Manche fuhren nur im Abstand von weniger als einem Meter an mir vorbei, so daß mir bei den Verhältnissen doch mulmig wurde. Und manche 4räder schlingerten so sehr, daß ich vermutete, daß sie noch Sommerpneus drunter hatten. Endlich kam ich an eine große Straße mit viel Verkehr. Hier lag kein Schnee, dafür Pflotsch (da nützt es gar nichts, daß der Schnee ursprünglich „warm“ war, der daraus resultierende Pflotsch ist definitiv KALT. Dieser dreckige Pflotsch war obendrein salzhaltig und manch eine Ladung landete auf meinen Beinen und Füßen, wenigstens gab es keine nassen bzw. dreckigen Hosensäume.

Dann stellte ich mein Velo vor der Migros ab und ging hinein. Der Laden war voll, auch etliche Kinder waren drin. Komischerweise gab es an diesem Tag kaum große Glotzaugen oder und keinerlei Bemerkungen, während es eine Woche eher (auch ein Samstag, jedoch deutlich „sommerlichere“ Temperaturen und trocken) erheblich mehr Reaktionen zu meiner Aufmachung gab. Waren etwa die Gedanken der anderen bei dem echten Winterwetter „eingefroren“? Auch andere haben ja schon beobachtet, daß nicht vorhandene Schuhe oder kurze Hosen beim Einkaufen im Frühling und Herbst bzw. im Winter bei unwinterlicher Witterung mehr Reaktionen bei anderen Personen, speziell Kindern auslösen als im richtigen Winter.

Auf dem Rückweg (es schnitt schon wieder heftiger) fuhr ich anders, zunächst einmal durch die „Henzmann-Unterführung“ unter der Bahnlinie durch. Da die Straße hier nicht eben war, kamen mir fast schon „Sturzbäche“ entgegen. Dann wieder recht rutschige Quartiersstraßen (30-km-Zone). Ein dicker, ca. 50jähriger 4radfahrer überholte mich mit seinem sauteuren Schlitten in geringem Abstand, um dann 10 Meter vor mir nach rechts auf sein videoüberwachtes Grundstück zu fahren. Ich mußte anhalten, konnte aber einen Sturz infolge Ausrutschens verhindern (ein nackter Fuß hat nicht allzu viel Profil, weniger als die Reifen meines Velos). Der Dicke (er trug übrigens einen schwarzen Hut) pflaumte mich an, weil ich ihn durch mein langsames Velofahren am Vorankommen hinderte und drohte mit der Polizei. Auch fand er es asozial, daß Männer ohne Schuhe oder auch nur ohne Strümpfe und in kurzen Hosen in der Öffentlichkeit herumlaufen, allein schon wegen der Kinder. Ihn regt es schon maßlos auf, wenn er von seinem Grundstück ansehen muß, wie Männer in der Badeanstalt Badehosen tragen, die nicht einmal das Knie bedecken oder Frauen über 40 noch einen Bikini tragen.

Ich hatte schon mal Ärger mit diesem frustrierten Füdlibürger, nämlich als ich während der wärmeren Jahreszeit im Dunkeln auf einem schmalen Weg ohne 4radverkehr beinahe in „seine“ lange und dünne Hundeleine gefahren wäre, während er auf der einen Wegseite auf dem Handy rumfummelte, während sich sein Köter (Typ: Rottweiler oder so ähnlich) auf der anderen Wegseite aufhielt. Ich fuhr weiter, denn dieser Mann ist im allgemeinen unbeliebt, speziell bei Hunde- und Katzenhaltern, aber auch bei Menschen aus dem Niedriglohnsegment sowie von höherqualifizierten Personen, deren Muttersprache eine andere ist als Schweizerdeutsch. Möglicherweise handelt um einen einflußreichen Politbonzen der Schweizer Demokraten, früher auch „4radpartei“ oder so ähnlich genannt. Ob es ein nur Gerücht ist oder den Tatsachen entspricht, daß dieser Grüsel ein Duzfreund vom obersten Chef der Aargauer Kantonspolizei sei, sei mal dahingestellt.

Ich radelte weiter und erreichte nach fast 100 Metern den Fuß- und Veloweg, der an der Badeanstalt entlangführt (und wo meine Beinahekollision mit der Köterleine stattgefunden hatte. Diesmal keine Köter auf dem Weg, und auf dem Grundstück der Badeanstalt lediglich ein paar barfüßige und barbeinige Krähen. In der Tat hat man vom Haus des Füdlibürgers eine gute Aussicht auf die Badeanstalt, speziell seit letztem Frühjahr, nachdem man den rostigen Metallzaun und die Bepflanzung durch einen höheren und stabileren Zaun (ohne Pflanzen) ersetzt hatte, um „Schwarzbadern“ am Eindringen zu hindern bzw. vom Wachturm des Bademeisters besser erkennbar zu machen. War etwa der prüde (calvinistische?) Spießer derjenige, der sich so sehr darüber aufgeregt hatte, daß man so gute Einsicht in die Badeanstalt hatte? Und nicht etwa die eifersüchtigen älteren Ehefrauen oder die Islamisten? Egal!

Nicht wegdiskutieren konnte ich allerdings den Schnee, der jetzt auf dem Badiweg lag und der nicht von Schneeräumern entfernt wurde. Hier konnte ich nicht mehr Velo fahren, also mußte ich schieben. Ich tat es, und zwar im Laufschritt – lauf – lauf (wie beim Militär, jedoch ohne einengendes und blasenproduzierendes Militärschuhwerk). Ob ich die ennepetalisch korrekte Bezeichnung fürs barfuß LAUFEN anwenden darf oder ob sie nur in Kombination mit dem Nichtvorhandensein eines geschobenen Velos Gültigkeit hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Der Badiweg war zu Ende, noch 150 m auf dem Trottoir gesäckelt, ich war zu Hause. Schnell versorgte ich mein total verschneites Velo im Keller, ging in die Wohnung und entledigte mich aller nassen Klamotten, trocknete mich ab. Erst beim Blick in den Spiegel bemerkte ich, daß ich nicht mehr barhäuptig war, sondern fett beschneemützt, kotz, würg. Ein Griff zum Kamm, und schon war dieses Übel beseitigt. Meine Füße und Oberschenkel waren total gerötet. Der erste Schneetag in Zofingen in diesem Winter, mit „warmem“ Schnee und kaltem Pflotsch!

Schöne Grüße

Michael aus Zofingen


Dieter (Bochum) Offline




Beiträge: 682

28.12.2014 17:40
#2 RE: Wintereinbruch in Zofingen Zitat · antworten

Hallo Michael,

die merkwürdigen Weltanschauungen des bünzligen Füdlibürgers und
dessen mehr als muslimisches Schamempfinden sind vielleicht ein
Symptom einer unterdrückten Sexualpsychose. Solch ein unnatürlicher
Typ ist nicht von dieser Welt, der gehört in eine Gummizelle.
Also entweder ignorieren oder Füße extra kokettierend demonstrieren!

LBFG Dieter (Bochum)


Engel Offline

Admin


Beiträge: 1.438
Punkte: 666

29.12.2014 06:08
#3 RE: Wintereinbruch in Zofingen Zitat · antworten

Hi Micha
Bei uns kam der erste Schnee auch in der Nacht vom 26ten auf den 27ten. Ich "entdeckte" ihn so ca um 4.30Uhr als ich mir ne Kleinigkeit zu essen in der Küche holen wollte. Ich bin dann auch gleich kurz raus, wie ich es bei jedem ersten Schnee im Winter mache um ne kleine Runde zu drehen. Denn dann ist der Schnee noch jungfräulich, also nicht fest gefahren oder es befindet sich gar schon eine Eisschicht darunter. Es hatte draussen "angenehme" 0° bei absoluter Windstille, es schneite leicht und es war sehr angenehm auf der ca 2cm dicken Schneedecke zu laufen. Und wie Du es schon treffend beschrieben hast war es "warmer" Schnee.
Bis zum Nachmittag hatte es zwar noch 2mal kurz heftiger geschneit so das die Schneedecke auf ca 12-15cm anschwoll, aber das juckte mich nicht. Als ich jedoch gegen Abend, es war gerade dunkel geworden, auch noch schnell die 700m zum Penny musste da ich noch Eier und Mehl brauchte waren komischerweise die Gehwege geräumt (und leider auch schon übelst gesalzen) aber die Strassen nicht. Anscheinend war unser Straßenbauamt das für die Räumung zuständig ist etwas vom Wintereinbruch überrascht worden.
Die Temperatur draussen bewegte sich zu dem Zeitpunkt so um die +1-2° und durch die ganzen Autos hatte sich vor allem auf weniger befahrenen Nebenstraßen einiges von dem Zeug gebildet was Du "Pflotsch" nennst. Und dieser war, wie Du auch bemerkt hast komischerweise kalt obwohl es doch etwas wärmer war als am Morgen.
Da mein Weg mich meist über Nebenstraßen ohne Gehweg führt hatte ich nur ein angenehmes Gefühl beim Laufen auf den wenigen meinen Weg kreuzenden geräumten Gehwegen (auch wenn ich deswegen nachher erst mal meine Füße gründlich reinigen musste damit ich keine Salzschäden bekomme), dem überqueren der Hauptstraße die wegen höherer Frequentierung schneefrei war und dem "Schleichweg" an meinem Garten vorbei, auf dem der Schnee nur niedergetrampelt war.

Gerade hab ich mal nachgeschaut und bemerkt dass das Thermometer heut Nacht auf -15° gefallen ist. Es schneit nicht, aber der Wetterbericht kündigt für unsere Region noch mehr Schnee und auch Kälte an. Ich gewöhne mich ja eigentlich sehr gut an tiefe Temperatuen, aber wenn sie so schlagartig kommen hab ich auch erst mal ne gewisse Zeit meine Probleme.
Ich hoffe nur das deswegen mein Grillevent über Silvester nicht ausfällt. Der wäre in der Nähe von Ulm, und die hatten Vorgetern schon 40cm Schnee, welcher mir auch nichts ausmachen würde, aber es sollten halt beim Silvestergrillen nicht gerade -20° herrschen

Gruß Engel




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MarcelHR Offline




Beiträge: 587
Punkte: 228

29.12.2014 07:26
#4 RE: Wintereinbruch in Zofingen Zitat · antworten

Zitat von Engel

Ich hoffe nur das deswegen mein Grillevent über Silvester nicht ausfällt. Der wäre in der Nähe von Ulm, und die hatten Vorgetern schon 40cm Schnee, welcher mir auch nichts ausmachen würde, aber es sollten halt beim Silvestergrillen nicht gerade -20° herrschen



Hi Engel

Silvestergrillen klingt ja ganz toll!
Aber eben, wenn einem der Schampus im Glas gefriert trinkt es sich schon etwas Problematischer.
Oder werden die Getränke gleich in Form von Eiswürfeln, zum Lutschen, angeboten.

Im Ernst, wünsche Dir sehr, dass nicht grad minus 20 Grad herrschen. Und jedenfalls, dass es einen tollen Abend gibt und alle gut ins neue Jahr kommen!
Alles Gute natürlich auch Dir persönlich.

Bluttfuessgrüess
Marcel


Engel Offline

Admin


Beiträge: 1.438
Punkte: 666

29.12.2014 10:46
#5 RE: Wintereinbruch in Zofingen Zitat · antworten

Danke Marcel, wünsch Dir auch n frohes neues Jahr.

Das mit dem Grillen hält sich in Grenzen, es wird pulled Pork, Beef Brisket und Spareribs geben, alles low&slow, also muss ich wohl eh nur zum Kohle nachwerfen raus. Kerntemperatur wird eh elektronisch und funkgesteuert überwacht

Gruß Engel




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Markus U. Offline

Admin


Beiträge: 1.955
Punkte: 794

31.12.2014 15:23
#6 RE: Wintereinbruch in Zofingen Zitat · antworten

Hi Engel, hi Marcel,

auch wir blieben nicht vom Schnee verschont; er kam nur ein bißchen später als bei Euch (in der zweiten Nachthälfte zum 29.12.2014 und in den frühen Morgenstunden). Auch in Mannheim (ich war bei Don zu Besuch) lag Schnee. Leider habe ich, als ich durch Mannheim lief, Salzschäden nicht vermeiden können, denn ich habe mir an den Großzehen und den zweiten Zehen Blasen zugezogen. Während die Blasen an den zweiten Zehen und an der rechten Großzehe ganz klein sind und wohl von selber verschwinden werden, ist die an der linken Großzehe etwas größer. Hab' sie aufgestochen und die Flüssigkeit rausgedrückt, lasse die Haut aber dran, bis sich die neue Haut gebildet und die alte Haut abgestoßen haben wird. Bin deshalb in Flipflops nach Hause gefahren und werde in den nächsten Tagen draußen Schuhe tragen. Ich denke, daß in einer Woche alles vorbei sein wird.

Bei uns in Ratingen ist der Schnee bis auf ganz geringe Reste, die beim Schneeschippen aufgeworfen wurden, bereits wieder geschmolzen.

Barfüßige Grüße vom heimischen PC und Euch allen einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr,
Markus U.


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