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 Barfuß und Leben
Dominik R. Offline

Admin


Beiträge: 1.390
Punkte: 708

15.01.2015 00:04
Barfüßige Gastronomin aus Heidenheim Zitat · antworten

Hallo,
die Heidenheimer Zeitung hat in gleich zwei Magazinen "Noise" und "Daheim" Susanne Teichert portraitiert, die auch unser "Hobby" (Lebenseinstellung?) teilt.
Guter Text wo auch vom Vorfußgang und von den "Krankheiten" die einem Mitmenschen prophezeien gesprochen wird.

Quelle: Noise http://www.noise-online.de/spezial/stories/unten-ohne/



"Unten Ohne

Susanne Teichert ist im Sommer nur barfuss unterwegs


Es war im Sommer vor vier Jahren. Es war keine bewusste Entscheidung, keine Phase der Selbstfindung, kein sonderbarer Öko-Tick. Es war eine Notlösung. Die Heidenheimerin Susanne Teichert, auch „Sue“ genannt, ließ sich einen Salamander rund um den linken Knöchel stechen.

Der Tätowierer verbot Schuhe aller Art. Damit die Wunde ungestört abheilen konnte, waren sogar Flip-Flops tabu. Also ging die junge Frau ein paar Wochen lang barfuss, immer, überall. Und verliebte sich aufs Neue in das „freie Sommergefühl“ ihrer Kindheit: „Es war toll, mal wieder mit nackten Füßen über eine frisch gemähte Wiese zu laufen, auf Waldwegen oder auch durch die Stadt. Selbst geradelt bin ich so. Ich zog erst wieder Schuhe an, als es draußen kälter wurde. Das habe ich beibehalten.

Barfuß durchs Leben schweben

Die 31-Jährige hatte bisher „großes Glück“, sagt sie. Noch nie ist sie in all den Unten-Ohne-Jahren in eine Biene getreten oder in eine Scherbe. Vielleicht liegt das aber auch an der Art, wie jemand ohne festes Schuhwerk durchs Leben tänzelt? „So leicht, fast schwebend“, den Blick stets auf den Boden gerichtet? „Ich kucke tatsächlich immer nach unten“, bestätigt sie.

„Ich achte auf angenehme Untergründe oder gefährliche Stellen, beispielweise, wenn ich mit den Hunden raus gehe. Meine Standard-Runde führt an einem Altglascontainer vorbei.“ Was ihr auch immer wieder auffällt: Wer barfuß unterwegs ist, tritt hauptsächlich auf dem Vorderfuß auf und bewegt sich dadurch geschmeidig und anmutig: „Ich finde, das macht sexy.“ Das ewige Gerede über das gesunde Abrollen des Fußes – zuerst mit der Ferse aufsetzen, dann mit den Zehenspitzen abstoßen – hält Sue für unsinnig. „Am Anfang war dieses Ballen-Laufen schon anstrengend. Aber nicht, weil es dem Fuß schadet, sondern weil die Wadenmuskulatur total verkümmert ist. Mit Schuhen trampelt man ja nur vor sich

Trotzdem Schuhe im Schrank?

Bei aller Abneigung gegen das Tragen und Kaufen von Schuhen: Die Heidenheimerin hat natürlich trotzdem ein paar Exemplare im Schrank. Ungefähr sechs bis sieben Paar „Mädchenschuhe“ mit Absätzen oder Riemchen (getragen nur in Ausnahmefällen zu Rock oder Kleid), zwei Paar feste Halbschuhe für die Zeit zwischen Oktober und Ostern (seit Jahren ein und dasselbe Modell in Größe viereinhalb) und, jeden Sommer neu gekauft, drei Paar billige Flip-Flops.

„Es kommt schon auch mal vor, dass ich damit zur Arbeit gehe. Aber dann werfe ich die Dinger in die Ecke und vergesse sie wieder mit nach Hause zu nehmen. Ist einfach viel bequemer ohne.“ Dass die 31-Jährige mit ihren nackten Füßen gegen eine Vorschrift der Berufsgenossenschaft verstößt, nimmt sie in Kauf. „Die haften nicht, wenn mir eine Kiste Sprudel auf die nackten Füße knallt. Aber damit kann ich leben.“

Keine Kalten Füße Mehr

Am Anfang der Barfuß-Saison schmerzt jeder Kieselstein, erzählt Sue. Da radelt sie dann gerne Richtung Steinheim, hoch zur Heiderose, zur alten Startbahn. Sie schreitet die Baum-Allee ab. Langsam, jeder Schritt bewusst gesetzt. Sie kostet dieses zauberhafte Gefühl aus, „dieser Untergrund ist das Wunderschönste überhaupt“: sehr kurzes, dichtes, festes und zugleich watteweiches Gras, dazwischen etwas Moos und Klee – herrlich!

Die gelernte Hotelfachfrau fühlt sich nach solchen Geh-Erlebnissen tief verbunden mit der Natur, sie fühlt sich glücklich und fit. Und das ist sie tatsächlich auch: „Seitdem ich viel barfuß gehe, bin ich überhaupt nicht mehr krank. Ich krieg im Winter nicht mal Schnupfen.“ Weiterer toller Nebeneffekt: Das Problem mit den dauerkalten Frauen-Füßen hat sich für Sue erledigt. Ihre Theorie: Weil die Haut der Fußsohlen bei jedem Schritt durch den direkten Kontakt mit dem Boden angeregt wird, wird sie besser durchblutet als früher. So fühle sich der Fuß an frischeren Tagen tatsächlich kalt an. „Aber innen drin, da ist er warm.“

Jeden Abend ein Fußbad

So sehr sie Schuhe auch verteufelt, so sehr vergöttert sie: Socken. Socken in knalligen Farben, bunt gestreifte Socken, geringelte, karierte oder solche mit einem aufgedruckten Schnürsenkel, das alles und noch viel mehr findet sich in ihrem Kleiderschrank. „Ich habe kleine Füße, Größe 36. Also suche ich immer nach witzigen Exemplaren in der Kinderabteilung. Da gibt es tolle Sachen.“ In ihrer Wohnung läuft sie allerdings nie mit eingepackten Füßen rum; die Socken braucht sie immer dann, wenn sie Schuhe anzieht, „sonst schwitze ich so schnell. Familienkrankheit.“

Die Reaktionen von Freunden und Bekanntena auf Sues Nackte-Füße-Tick waren bisher durchweg positiv. Standard-Frage: Hast Du keine Angst wegen der Scherben? Oder: Kriegt man da nicht ständig Blasenentzündung? „Die Leute bringen das Laufen ohne Schuhe mit den abenteuerlichsten Krankheiten in Verbindung. Sie wundern sich, dass ich nicht ständig verletzt bin oder mir wilde Infektionen einfange.“ Gegen Stadt-Schmutz und Krankheitserreger aller Art hat Sue übrigens einen tollen Trick entwickelt. Bevor sie ins Bett geht, wäscht sie sich die Füße. „Und bis dahin lutsche ich einfach nicht an meinen Zehen.“

Text: Manuela Wolf"


Der andere Link: Daheim http://www.hz-online.de/fileadmin/conten...alog/index.html

(Da müßt ihr blätterrn, sleber Text, zwei weitere Bilder...).

Es ist ausdrücklich erlaubt meine Beiträge hier, im gelben Forum:
http://www.hobby-barfuss.de/
zu zitieren und umgekehrt.








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