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Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

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Dieses Thema hat 14 Antworten
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drtoivowillmann Offline



Beiträge: 339

18.01.2015 11:15
Es gibt noch Hoffnung: Zitat · antworten

Ich war von Weihnachten bis Neujahr zu Besuch bei meiner Mutter, die ganze Zeit natürlich, selbst bei Schnee, barfuß. Am 5.1.2015 musste ich zurück zu meiner Arbeit in Marienmünster (hinter Brakel).
Ich sass nachts mit bezahltem Ticket im Zug, zur fraglichen Uhrzeit ein Intercity. Da kam der Fahrkartenkontrolleur. Mein Ticket war ok, dann forderte er mich auf, Schuhe anzuziehen. Ich ignorierte ihn. Er kam wieder und wiederholte seinen Befehl und blieb bei mir. Ich sagte, dass ich keine Schuhe dabei habe. Er sagte, ich müsse dann aussteigen. Ich blieb. Dann kam er wieder und schaute sich mein Ticket ein zweites Mal an und stellte fest, dass ich ohnehin 2 Bahnhöfe weiter aussteigen würde. Ich hatte meine Beine übereinander geschlagen ohne mit den Füssen die Polster zu berühren. Er forderte mich auf, trotzdem den 2. Fuß sofort auf den Boden zu stellen. Das sei ja ekelhaft, sagte er. Nun, ich kam barfuß an mein Ziel und schrieb 2 Tage später einer Beschwerde an den Kundendienst der Bahn im INTERNET.
Ich gab Datum, Uhrzeit, die Nummer des Zugs, des Waggons und eine Personenbeschreibung des Kontrolleurs an, weil ich seinen Namen auf dem Schildchen nicht lesen konnte.
Falls man meine, ich sei geisteskrank, weil ich in der Kälte barfuß war, es gebe gleichgesinnte und wies auf unseres (blaues) Forum hin, mit Link.
Was ich getan habe, sei weder illegal noch unmoralisch, da ich ja nicht nackt war, noch habe ich andere gefährdet, noch mich selbst, es sei ja sehr gesund für den Herzkreislauf. Ich habe mich vor der Reise sauber gebadet, was eine Geruchsbelästigung ausschließe.
Das gültige Ticke sei ein Beförderungsvertrag, und der Kontrolleur habe Vertragsbruch gegangen, als er versuchte , mich ohne triftigen Grund rauszuschmeißen. Weil ich am nächsten Morgen zu meiner Arbeit musste, habe er sich außerdem der versuchten Nötigung schuldig gemacht. Da er in seiner Position am längeren Hebel sass und sie benutzte seine Privatmeinung durchzusetzen, habe er Amtsmissbrauch begangen. Weil er mich (mit seinem barschen unüberhörbaren Ton öffentlich gedemütigt habe, sei er außerdem der Straftat einer Beleidigung schuldig.
48 Stunden später kam die Antwort von der Bahn: sie haben sich in aller Form bei mir entschuldigt.

Ein frohes Neues Jahr: Toivo


André Uhres Offline




Beiträge: 631
Punkte: 3

18.01.2015 16:09
#2 RE: Es gibt noch Hoffnung: Zitat · antworten

Sehr gut gemacht! Dieser "kriminelle" Fahrkartenkontrolleur wird dich wahrscheinlich nicht noch einmal raus schmeißen wollen, hihi.

Liebe Grüße,
André


Leo Offline



Beiträge: 693
Punkte: 484

18.01.2015 21:58
#3 Schaffner am Zangenabdruck identifizierbar Zitat · antworten

Hallo,

Zitat von drtoivowillmann
Da kam der Fahrkartenkontrolleur. Mein Ticket war ok, ...



Hat der Schaffner die Fahrkarte denn ganz normal abgestempelt? Dabei entsteht der sogenannte Zangenabdruck auf der Fahrkarte:

http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrkarte#Zangenabdruck

Zitat daraus: „Die Zahlen auf dem Zangenabdruck der Deutschen Bahn bedeuten im Einzelnen: 1. registrierte Nr. der Zange; 2. Datum; 3. Regionalbereich der Einsatzstelle;“ DAS sind die quer geschriebenen Ziffern „ 4. Zugnummer .... Mit dem Abdruck kann ein Fahrgast auch den Nachweis erbringen, mit einem bestimmten Zug gefahren zu sein − beispielsweise bei Entschädigungsansprüchen aus Verspätungen.“

Allerdings wird damit auch die Gültigkeit für das City-Ticket am Ziel (am Datum des letzten Zangenabdrucks; bei Online-Tickets ohne Zangenabdruck ist das City-Ticket ungültig) und die Rückfahrt (2 Tage ab Datum des Zangenabdrucks). Die Zange muß MANUELL auf den richtigen Tag und die richtige Zug-Nr. gestellt werden! In der Hektik kann es also passieren, falsche Angaben auf der Fahrkarte vermerkt zu erhalten. Es ist daher ratsam, die Angaben kurz zu kontrollieren und ggf. sofort beim Schaffner zu reklamieren. Das wird auch z.B. hier empfohlen:

http://www.ice-treff.de/index.php?mode=thread&id=247771

Die Schaffner bedanken sich übrigens immer dafür, weil sie auch nicht gerne auf bitterböse Beschwerden des genervten Kunden Stellung nehmen ...

Zitat von drtoivowillmann
… dann forderte er mich auf, Schuhe anzuziehen. Ich ... schrieb 2 Tage später einer Beschwerde … Ich gab Datum, Uhrzeit, die Nummer des Zugs, des Waggons und eine Personenbeschreibung des Kontrolleurs an, weil ich seinen Namen auf dem Schildchen nicht lesen konnte.



Anhand der Zangen-Nummer ist er ganz einfach zu identifizieren.

Deshalb verzichten einige bewußt auf das Abstempeln, wenn sie sich unsicher sind. („Ich halte Ihre Fahrkarte zwar für ungültig, habe aber keine Lust, mich weiter mit Ihnen rumzustreiten“ - DER Klassiker bei Nutzung der Freifahrt Flex am 2. Tag oder gar am Morgen des 3. Tages!) Ist aber auch eine Mentalitätsfrage und wechselnde Vorschriften-Mode. Manche setzen noch mit großen Eifer den 6. oder 7. Zangenabruck auf die Sparpreis-Karte, (die man ab dem 1.Geltungstag sowieso nicht teilerstatten lassen kann), anderen reichen anscheinend schon 2 vorhandene Stempel.

Es gibt halt überall und in allen Berufen Idioten, die leider immer mehr in Erinnerung bleiben, als die vielen netten. Blöd ist natürlich, wenn die Deppin selbst die ICE-Chefin ist, der dann natürlich nicht als letzte Instanz im Zug zur Schlichtung angerufen werden kann, was oft hilft. Glücklicherweise galt diese Prämienfahrkarte ohne Personalausweis, der neuerdings ja zu jeder Fahrkarte mit Bahncard-Ermäßigung verlangt werden kann.

Bis auf ganz wenige Ausnahmen habe ich die DB bisher insgesamt als sehr barfußfreundlich erlebt.

Gruß

Leo


Markus U. Offline

Admin


Beiträge: 1.943
Punkte: 794

19.01.2015 15:32
#4 RE: Es gibt noch Hoffnung: Zitat · antworten

Hi Toivo,

danke für den sehr guten Bericht. Leider neigen Uniformierte manchmal dazu, sich wie "kleine Könige" aufzuführen, obwohl es sich bei der Mehrzahl der Zugschaffner nicht einmal um Beamte (bei einigen älteren Exemplaren könnte das freilich noch anders sein) handelt.

Mir selbst ist Derartiges gottlobs noch nicht passiert; nur einmal wurde ich vor mehr als zehn Jahren unter dem berühmt- berüchtigten Hinweis auf die "Hygiene" gebeten, den Speisewagen zu verlassen (da ich längst alles verzehrt und bezahlt hatte und der Zielbahnhof auch nicht mehr weit war, hatte ich auf Widerspruch verzichtet).

@Leo: Danke für die Erläuterungen zum "Zangenstempel". Um dessen Bedeutung und Inhalt hatte ich mir noch nie Gedanken gemacht.

Sokkenlose Wintergrüße,
Markus U.


drtoivowillmann Offline



Beiträge: 339

19.01.2015 16:43
#5 RE: Schaffner am Zangenabdruck identifizierbar Zitat · antworten

Nein! Das war einer dieser Fahscheine, die man am Bahhof am Schalter, nicht am Automaten lösst. Ich bin halt etwas altmodisch. Die gucken die sich nur an.

Grüsse: Toivo Willmann


drtoivowillmann Offline



Beiträge: 339

19.01.2015 16:48
#6 RE: Es gibt noch Hoffnung: Zitat · antworten

Das mit der Hygiene ist totaler Schwachsinn. Wer barfuss in Hundekacke tritt, geht sofort ins nächste öffentliche Klo und wäscht sich die Füsse. Wer Schuhe trägt, tut das so gut wie nie, und betritt mit der Scheisse an der Sohle, ganz "hygienisch" den Speisewagen oder das Restaurant.

Grüsse: Toivo


Markus U. Offline

Admin


Beiträge: 1.943
Punkte: 794

19.01.2015 18:05
#7 RE: Es gibt noch Hoffnung: Zitat · antworten

Zitat von drtoivowillmann
Das mit der Hygiene ist totaler Schwachsinn. Wer barfuss in Hundekacke tritt, geht sofort ins nächste öffentliche Klo und wäscht sich die Füsse. Wer Schuhe trägt, tut das so gut wie nie, und betritt mit der Scheisse an der Sohle, ganz "hygienisch" den Speisewagen oder das Restaurant.

Grüsse: Toivo



Hi Toivo,

das weiß ich doch. Es ist halt so, daß unsereinem dieses alberne Schein- "Argument" immer wieder begegnet. Obwohl es ganz offenkundig keinen Sinn ergibt, ist es anscheinend nicht auszurotten.

Was Hundekakke betrifft, bin ich auf der Straße noch nie barfuß hineingetreten, wohl aber schon auf den Rheinwiesen, wo sie im hohen Grase "gut versteckt" war . Glücklicherweise kann man sie dort rasch und problemlos am Ufer entfernen, indem man den Fuß solange im Ufersand reibt, bis der Dreck restlos entfernt ist.

Barfüßige Wintergrüße,
Markus U.


Engel Offline

Admin


Beiträge: 1.438
Punkte: 666

19.01.2015 20:36
#8 RE: Es gibt noch Hoffnung: Zitat · antworten

Jaja, immer die alte Leier mit der Hygiene.
Musste ich mir schon öfters in Kliniken anhören. Da hilft dann immer wieder die Gegenfrage wieoft Schwester / Pfleger / Ärztin / Arzt ihre / seine als ach so hygienisch oder gar steril geltenden Crocks waschen. Selbst wenn man dann als Antwort bekommt die werden jeden Tag gereinigt, halte ich stets dagegen das ich meine Füße mindestens 2-3 mal am Tag reinige. Und nun soll mir mal jemand beweisen das meine Füße dreckiger sind als die Latschen.
Von Strassenschuhen will ich da garnicht reden. Die werden höchstens 1 mal im Jahr geputzt, wenn überhaupt.

Gruß Engel




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Michael aus Zofingen Offline



Beiträge: 593
Punkte: 248

20.01.2015 05:52
#9 RE: Schaffner am Zangenabdruck identifizierbar Zitat · antworten

Zitat von Leo im Beitrag #3

Allerdings wird damit auch die Gültigkeit für das City-Ticket am Ziel (am Datum des letzten Zangenabdrucks; bei Online-Tickets ohne Zangenabdruck ist das City-Ticket ungültig) und die Rückfahrt (2 Tage ab Datum des Zangenabdrucks). Die Zange muß MANUELL auf den richtigen Tag und die richtige Zug-Nr. gestellt werden! In der Hektik kann es also passieren, falsche Angaben auf der Fahrkarte vermerkt zu erhalten. Es ist daher ratsam, die Angaben kurz zu kontrollieren und ggf. sofort beim Schaffner zu reklamieren. Das wird auch z.B. hier empfohlen:



Hallo Leo,

daß es mit der Zange so detailiert geht, habe ich auch nicht gewußt. Nicht selten ist der Zangenabdruck auch derart lichtschwach, daß ein genaues Ablesen gar nicht so einfach ist. Somit wäre es ja theoretisch auch möglich, daß ein Schaffner absichtlich was falsches auf der Zange einstellt, und bei der nächsten Kontrolle ein anderer Schaffner annehmen muß, daß der Fahrgast schwarz gefahren ist. Solche Schaffner dürften wohl die Ausnahme sein, aber sicher gibt es welche, die sich als Helden vorkommen, wenn sie Leuten Schaden zufügen können. Und die Opfer könnten etwa alte Omas sein, die man für tütelig oder fast blind hält, oder Touristen aus dem Ausland, von denen man annimmt, daß sie (möglicherweise auch aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse) sich mit den Beförderungsbedingungen nicht auskennnen. Oder einfach, weil jemand eine andere Hautfarbe hat oder anders gekleidet. Und falsch sich der Fahrgast tatsächlich den Stempelabdruck ansieht und einen Fehler entdeckt, wie will er nachweisen, daß der Schaffner den Stempel vorsätzlich falsch gestellt hat?

Ich vermute einmal, daß die wenigsten Schaffner sich wie kleine Könige verhalten, sondern eher die "typische Beamtenmentalität" aufweisen, auch wenn sie keine Beamten sind, sondern "nur" Angestellte, deren Gehalt unabhängig von der Anzahl der erwischten Schwarzfahrer ist. Mit anderen Worten: Man strengt sich nicht unnötig an, um die Arbeit zu machen. Und eine Zange verstellen, nur um einem einen Schaden zuzufügen, das kostet auch Arbeit.

Man sagt ja auch: "Wespen und Beamte haben eines gemeinsam: Solange man sie nicht reizt, tun sie nichts!" Falls ein Beamter aber ein Fußphobiker sein sollte, könnte er sich gereizt fühlen, wenn man barfuß im Zug ist (oder als älterer Mann bereits, wenn man sokkenlos in Sandalen ist, speziell in Kombination mit einer Mütze).

Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


Engel Offline

Admin


Beiträge: 1.438
Punkte: 666

20.01.2015 08:16
#10 RE: Schaffner am Zangenabdruck identifizierbar Zitat · antworten

Also ich seh das bei den "Kontrollettis" genau so wie bei den Hilfsbullen, Türstehern, sonstigen Securitys, Kaufhausdetektiven, privaten Geschwindigkeitsmessern und ähnlichen Berufszweigen.
Gib jemandem etwas Macht und früher oder später missbraucht er sie. Früher gabs das nur vereinzelt, heute immer mehr und ich befürchte dass das in Zukunft noch öfters vorkommen wird.
Teils schiebe ich das auf die sich immer mehr veränderte Einstellung und das immer öfters schwindende Rechtsempfinden, aber teils auch auf mangelhafte Aus-und Vorbildung.

Gruß Engel




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Markus U. Offline

Admin


Beiträge: 1.943
Punkte: 794

21.01.2015 13:08
#11 RE: Schaffner am Zangenabdruck identifizierbar Zitat · antworten

Zitat von Engel
Also ich seh das bei den "Kontrollettis" genau so wie bei den Hilfsbullen, Türstehern, sonstigen Securitys, Kaufhausdetektiven, privaten Geschwindigkeitsmessern und ähnlichen Berufszweigen.



Hi Engel,

diesen Berufen bringe ich überhaupt keinen Respekt entgegen, weil sie keine nützliche Dienstleistung erbringen, sondern in erster Linie zur Kontrolle (die denknotwendig einen Mißtrauensantrag voraussetzt) oder Schikane da sind. Mit solch zweifelhaften Exemplaren hatte ich im letzten Jahre, also 2014, in zwei Fällen indirekt, also beruflich, zu tun, und einmal war ich selbst betroffen ("visions"- Party). In der Regel handelt es sich um Menschen mit bescheidener Bildung; viele haben einen Migrationshintergrund.

Zitat von Engel
Gib jemandem etwas Macht und früher oder später missbraucht er sie.



Das weiß ich schon seit meiner Kindergartenzeit. Meist tat ich, was ich wollte, achtete aber darauf, daß keiner was merkte. Wurde ich erwischt, lautete die obligatorische Frage, ob es mir leid tue. Dann habe ich "vorschriftsmäßig" geantwortet: "Ja, es tut mir leid", in Gedanken aber stets hinzugefügt "aber nicht, was ich getan habe, sondern daß ich erwischt worden bin".

Zitat von Engel
Früher gabs das nur vereinzelt, heute immer mehr und ich befürchte dass das in Zukunft noch öfters vorkommen wird.
Teils schiebe ich das auf die sich immer mehr veränderte Einstellung und das immer öfters schwindende Rechtsempfinden, aber teils auch auf mangelhafte Aus-und Vorbildung.



Diese Einstellung hat ihren Grund darin, daß die Machthaber nicht die Interessen des Volkes vertreten, sondern diejenigen der Wirtschaft und sonstiger Lobbyisten.

Sokkenlose Wintergrüße,
Markus U.


Dieter (Bochum) Offline




Beiträge: 681

21.01.2015 17:50
#12 RE: Schaffner am Zangenabdruck identifizierbar Zitat · antworten

Hallo Markus,

das ist ja ganz vernünftig, was Du schriebst.

Aber ich habe Dir solche Einstellung gar nicht zugetraut.

Ich dachte immer, Du wärst bürgerlich-konservativ.

LBFG Dieter (Bochum)


Michael aus Zofingen Offline



Beiträge: 593
Punkte: 248

22.01.2015 06:04
#13 RE: Schaffner am Zangenabdruck identifizierbar Zitat · antworten

Zitat von Markus U.

Zitat von Engel
Also ich seh das bei den "Kontrollettis" genau so wie bei den Hilfsbullen, Türstehern, sonstigen Securitys, Kaufhausdetektiven, privaten Geschwindigkeitsmessern und ähnlichen Berufszweigen.



Hi Engel,

diesen Berufen bringe ich überhaupt keinen Respekt entgegen, weil sie keine nützliche Dienstleistung erbringen, sondern in erster Linie zur Kontrolle (die denknotwendig einen Mißtrauensantrag voraussetzt) oder Schikane da sind. Mit solch zweifelhaften Exemplaren hatte ich im letzten Jahre, also 2014, in zwei Fällen indirekt, also beruflich, zu tun, und einmal war ich selbst betroffen ("visions"- Party). In der Regel handelt es sich um Menschen mit bescheidener Bildung; viele haben einen Migrationshintergrund.

Zitat von Engel
Gib jemandem etwas Macht und früher oder später missbraucht er sie.






zum Beispiel auch hier:
http://regiolive.ch/?srv=sda&pg=detail&sdakey=69

Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


Engel Offline

Admin


Beiträge: 1.438
Punkte: 666

22.01.2015 06:56
#14 RE: Schaffner am Zangenabdruck identifizierbar Zitat · antworten

Micha,
ich hab ja selber jahrelang im Sicherheitsdienst gearbeitet (nebenberuflich). Anfänglich war das auch ne super Sache und ich habs schnell zum Abschnitts-und dann zum Gruppenleiter gebracht. Ich hatte für Neueinstellungen was meine Abteilung anging weitgehendst freie Hand (latürnich hatte der Chef immer noch das letzte Wort, richtete sich aber meist nach unseren Empfehlungen).
Bei uns musste jeder Bewerber sein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen, und das musste direkt vom Amt geschickt und nicht wie meist üblich vom Bewerber mitgebracht werden. Somit wurde eine Fälschung fast gänzlich ausgeschlossen. Bei Bewerbern mit Migrationshintergrund wurde zudem ein polizeiliches Führungszeugnis aus dem Herkunftsland verlangt.
Leider hat sich das mit dem Wechsel der Geschäftsführung geändert und wir hatten auch mit so manchem Gesindel zu kämpfen. Das war dann auch mit ein Grund warum ich erst das Unternehmen verließ und nicht viel später den Job an den Nagel hängte.

Gruß Engel




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Engel Offline

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Beiträge: 1.438
Punkte: 666

22.01.2015 07:24
#15 RE: Schaffner am Zangenabdruck identifizierbar Zitat · antworten

Zitat von Markus U.

Hi Engel,

diesen Berufen bringe ich überhaupt keinen Respekt entgegen, weil sie keine nützliche Dienstleistung erbringen, sondern in erster Linie zur Kontrolle (die denknotwendig einen Mißtrauensantrag voraussetzt) oder Schikane da sind.



Hi Markus,
ganz so krass wie Du seh ich das nicht.
Leider haben diese Berufsgruppen ihre Daseinsberechtigung, Kontrollettis weil es schon immer welche gab die ihre Beförderungskosten nicht bezahlen wollen (was auch schon immer dazu führte das Du und ich sie mitbezahlen müssen), Türsteher Kaufhausdetektive und Security weil es schon immer Leute gab die sich nicht zu benehmen wissen und/oder keinen Respekt vor fremdem Eigentum haben. Nur den Hilfsbullen und Geschwindigkeitskontrolleuren spreche ich ihre Daseinsberechtigung ab, das könnnten weiterhin auch die staatlichen Ordnungskräfte tun.

Was Dir hauptsächlich (und mir auch) bei diesen Berufsgruppen aufstösst ist wohl, das sie nicht, oder nicht nur ihrem eigentlichen Zweck nachgehen, sondern sich anmaßen ihre eigenen Regeln mit durchzusetzen. Am Beispiel mit der Vision-Party hab ich ja im entsprechenden Thread schon erklärt, das deren Auftrag wohl so aussah das sie keine Waffen, Getränke, Gläser, Betrunkene oder anderswetig Vollgedröhnte, Gewalttätige und nicht Geladene aufs Gelände lassen sollen. Alles was darüber hinaus geht war nicht vom Veranstalter abgesegnet (was man ja auch an der unterschiedlichen Auffassung ob Ihr BF rein dürft oder nicht zu sehen war). Genauso ist ein Fahrkartenkontrolleur wohl berechtigt meinen Fahrschein zu kontrollieren und im Falle eines "nichtvorhandenseins" selbigem ist die Person auch berechtigt a) mich raus zu werfen, b) mir eine Geldbuße aufzuerlegen, c) Die Bullen zu holen, oder d) alles auf einmal zu tun. Die Person ist aber nicht berechtigt eine bestimmte Kleiderordnung von mir einzufordern auch wenn er mit dem Hausrecht argumentiert. Er wurde dazu nicht instruiert ud auch nich entsprechend ausgebildet. Klar kann er mich höflich darum bitten meine Füße vom Sitz zu nehmen, oder meinen Rucksack auf den Boden zu stellen damit sich andere Fahrgäste setzen können. Aber das berechtigt ihn noch lange nicht dazu mich anzumaulen, seinen persönlichen Frust an mir auszulassen oder mich gar des öffentlichen Fahrzeugs zu verweisen. Das wäre nicht seine Aufgabe.
Genausowenig hat n Türsteher das Recht mich nicht einzulassen nur weil ihm meine Nase nicht passt.
Im TV werden immer öfter so Dinge gezeigt wie der Kaufhausdetektiv "Eugen" der Leute festhält, ihre Taschen ohne Erlaubnis durchsucht etc. Das sollte er mal bei mir machen und er würde morgen auf m Amt um Kohle betteln.
Er darf, wenn ich ihm freiwillig menen Ausweis aushändige diesen einbehalten wenn ich tatsächlich was geklaut habe. Er darf mich aber nicht gewaltsam am Weggehen hindern. Er kann mich höflich bitten ob er einen Blick in meine Tasche werfen kann, aber er darf sie sich nicht einfach greifen und durchsuchen, und schon garnicht ist er berechtigt eine Leibesvisitation durchzuführen.

Weenn es keinen Grund gäbe solche Leute einzustellen, würden sich die Unternehmen diese Ausgaben sicher ersparen. Aber leider ist es notwendig. Nur wie die Leute das dann ausführen ist grenzwertig bis überhaupt nicht zu tollerieren. Deswegen hab ich oben auch das mit der richtigen Ausbildung geschrieben.

Gruß Engel




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