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Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

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Dieses Thema hat 10 Antworten
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 Barfuß und Leben
Engel Offline

Admin


Beiträge: 1.438
Punkte: 666

11.02.2015 21:29
Selbst das kleinste Dorf scheint noch zu groß zu sein Zitat · antworten

Heute war mal so garnicht mein Tag.
Ich hatte schon schlecht geschlafen, bin mit üblen Schmerzen aufgewacht, hab fast meinen Arzttermin verpennt und auch noch beim loshetzen meine Sonnenbrille geschrottet. Also musste ich ich bei Sonnenschein auch noch ohne Brille draussen rumlaufen, obwohl das Gift für meine Augen ist. Nach dem Arzt bin ich dann gleich noch in die Apotheke um wieder mal neue Medis zu holen, da bei den alten eigentlich keine Wirkung zu spüren war. Und da ich eh unterwegs war wollte ich gleich meinen Optiker von meinem Mißgeschick informieren. Doch welch Glück hatte ich, der ist im Urlaub . Also erst mal die nächsten Tage die Sonne meiden.
Deswegen bin ich heute auch erst wieder gegen 18 Uhr aus dem Haus als es gerade dunkel wurde. Das ist für mich z.Z. immer noch die beste Tageszeit, keine Sonne und die Lichter der Autos blenden auch noch nicht so.
Ich geh also los um noch Essen zu holen das ich vorher am Tag vor lauter Aufregung vergessen habe. Auf dem Weg zum Laden muss ich an unserem Rathaus vorbei, in dem sich auch gleichzeitig unsere Polizeistation befindet. Die Beamten haben heute wohl Überstunden gemacht, da dort normal ab 16 Uhr eh niemand mehr anzutreffen ist. Heute jedoch fuhr gerade der Dienstwagen vom Hof als ich dran vorbei latschte. Da die Beamten im Begriff waren von ner Seitenstrasse in ne Vorfahrtsstrasse einzubiegen und ich die Seitenstrasse gerade überquerte haben sie kurz gestoppt, ich lief vor dem Wagen vorbei, grüßte noch freundlich und wollte meinen Weg fortsetzen als ich merkte das der Beifahrer die Scheibe runter lies. Er rief mich zu sich und wollte sogleich wissen wohin ich gehen wollte.
Da der Tag für mich eh schon gelaufen und meine Laune ziemlich verhagelt war, dachte ich, ich mach mal einen auf ruppig und fragte einfach frech wen das denn interessieren würde. Daraufhin wurde sofort beidseitig ausgestiegen, eine autoritäre Haltung eingenommen und nach Papieren verlangt. Ich fragte nach dem Grund der Kontrolle und erwähnte auch, das ich ausgerechnet heute keinen Ausweis dabei habe, aber auch nicht verpflichtet bin einen mit zu führen, ich muss nur einen besitzen. Der eine Beamte meinte jemand in meiner Aufmachung würde schon etwas Argwohn erregen (Ich hatte n Kopftuch auf, nen langen schwarzen Staubmantel und mit Hosenträgern bestückte Miltitaryhosen an, und latürnich keine Schuhe ). Ich meinte dann nur, ob das verdächtiger ist wie ein 18jähriger Türke mit nagelneuer S-Klasse von AMG, der aber nie auch nur mal nach ner Fahrerlaubnis gefragt wurde (nix gegen Türken oder andere Fremdländische, aber die sind halt echt bei uns hier mit dicken Autos unterwegs und meines Wissens nach arbeiten die noch nicht mal was). Zudem erwähnte ich, das ich eigentlich täglich am "Revier" vorbei laufe und man mich eigentlich kennen müsste, vor allem wenn man als Ordnungshüter in nem kleinen 5000-Seelen-Dorf tätig ist. Früher wussten immer alle Polizisten sofort bei welcher Straftat man welchen Verdächtigen als erstes befragt. Und die kannten mich noch nicht mal, obwohl mich in Althengstett und weitem Umkreis jedes kleine Kind mit Namen kennt.
Die wollten mich dann tatsächlich noch zu mir fahren damit ich ihnen meinen Ausweis vorlegen kann, damit wäre ich aber zu spät zum Bäcker gekommen welcher um 18.30 schliesst. Daraufhin wurde ich dann ausnahmsweise auch mal richtig pampig und wollte geradene gute Rede ablassen, als nebenan unser Apotheker, der alles durchs Fenster gesehen hatte, aus seinem Laden kam und fragte, "Herr Engel, gibt es irgendwelche Probleme?". Ich verneinte das und dachte das würde ja wohl als Identifizierung ausreichen. Scheints nicht. Ich wurde noch auf meine Barfüßigkeit angesprochen woraufhin der Apotheker noch meinte das ich immer so unterwegs wäre. Aber auch das interessierte wohl nicht.
Ein Blick aufs Rathaus zeigte mir dann das unser Bürgermeister wohl mal wieder Überstunden schob, denn in seinem Büro brannte noch Licht und man sah in auch rum laufen. Also hab ich dem einen Beamten gesagt er solle doch den BM fragen, oder anrufen und feststellen ob er mich kennt. Tatsächlich hat der angerufen, der BM hat kurz aus dem Fenster geschaut und nur gemeint, "He Leute, mal ehrlich, der ist hier im Ort bekannter als ich, und den wollt Ihr überprüfeen?"

Gruß Engel




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Rene2808 Offline



Beiträge: 7

12.02.2015 23:13
#2 RE: Selbst das kleinste Dorf scheint noch zu groß zu sein Zitat · antworten

wie geil ist das denn? Ein echt krasses Erlebnis :-)
Darf ich fragen was denn mit deinen Augen ist? Ich finde es gut das es mal wieder heller wird :-)

__________________________________________________
Wozu Schuhe, wenn es auch barfuß geht!


Engel Offline

Admin


Beiträge: 1.438
Punkte: 666

13.02.2015 04:45
#3 RE: Selbst das kleinste Dorf scheint noch zu groß zu sein Zitat · antworten

Hi Rene
Ich muss aus gesundheitlichen Gründen einige recht starke Medikamente nehmen, obwohl ich das hasse (ich lass so schon einige weg von denen ich mir eh keine Linderung verspreche). Und eins (oder sogar mehrere) der Präparate macht u.a. meine Augen sehr lichtempfindlich. Das hat aber auch den erfreulichen Nebeneffekt das ich einer der wenigen Menschen in Deutschland bin der seine Sonnenbrillen von der Kasse bezahlt bekommt . Außer der Jetzigen (die eigentlich für den Tag ist, weil recht dunkel und übrigens schon wieder gerichtet ist) bekomm ich noch eine für Nachts, da meine Augen auch empfindlich auf Autolichter reagieren. Ich hab aber schon mit meinem Optiker und der Krankenkasse abgeklärt das ich noch n anderes Modell bekomme. Verspiegelt, selbsttönend und ich kann mir sogar die Form raussuchen. Eigentlich hätte ich laut Kasse nur 4 oder 5 verschiedene Gestelle zur Auswahl gehabt, da aber die Gläser sehr speziell sind habe ich von meinem Optiker über einen seiner Zulieferer das Angebot bekommen das sie meine Brille zu Werbezwecken verwenden wollen und mir im Gegenzug die Gläser in ein Gestell meiner Wahl einpassen, für Umme . Also wird das sicher n saucooles Teil .

Gruß Engel




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Philipp ( gelöscht )
Beiträge:

13.02.2015 18:01
#4 RE: Selbst das kleinste Dorf scheint noch zu groß zu sein Zitat · antworten

Hallo Engel

Also das sind ja mal höchst erfreuliche News – ich gönne dir das von Herzen. Denken wir das Ganze mal ein bisschen weiter. Dieser Zulieferer würde dich engagieren als offiziellen Werbebotschafter und die planen einen Werbeflyer oder gar einen ganzen Prospekt zum Versand in alle Haushaltungen. Du wirst zu einem Fotoshooting eingeladen. So wie ich dich einschätze, erscheinst du dort natürlich barfuss und weigerst dich standhaft, für die Werbefotos Schuhe anzuziehen. Der Werbefotograf ist KEIN Spiesser und erkennt, dass ein barfüssiges Model ein Knaller werden könnte und lichtet dich barfuss ab. Dann werden diese Prospekte landesweit versandt, die Leute staunen Bauklötze, aber diese Werbung schlägt ein wie eine Bombe und die Verkaufszahlen für diese Brillengestelle erreichen astronomische Höhen. Dann produzieren sie vielleicht noch einen TV-Werbespot mit dir. Mensch, Engel, du hast das Potential zum Superstar .

Und nicht auszudenken, was das alles für positive Auswirkungen für die Akzeptanz und das Ansehen der Barfuss-Community hätte, das wäre der totale Hammer .

Achte aber darauf, dass von den fetten Gewinnen auch ein ordentlicher Batzen für dich abfällt. Dein Barfussfreund Markus U. könnte dir als erfahrener Rechtsanwalt beim Vertrag bestimmt behilflich sein.

Herzliche Grüsse

Philipp


Engel Offline

Admin


Beiträge: 1.438
Punkte: 666

13.02.2015 18:43
#5 RE: Selbst das kleinste Dorf scheint noch zu groß zu sein Zitat · antworten

Hi Philipp
Schön wärs, aber ich denke es wird anders laufen. Wenn die Brille in nem Prospekt erscheint werd ich wahrscheinlich garnicht mit drauf sein. Zumindest sind die prospekte für Gestelle und brillen allgemein die dort beim Optiker ausliegen alle so gehalten das man eben nur die Brillen sieht, ohne Menschen, bzw Gesichter.
Und für ne eventuelle Barfußwerbung werden die sicher auch jemand anderen nehmen als mich. Z.B. solche Leute die BF schon öfters in Medien erwähnt wurden. Die Erfahrung hat gezeigt das sich die Leute dann doch lieber jemanden suchen der nicht nur BF ist, sondern auch noch sonstirgendwie von der Norm abweicht. Meist werden da so leute wie der kürzlich von Dominik erwähnte italienische "bunte Vogel", ne Frau (vorzugsweise sozial engagiert), jemand der über die Alpen gelatscht ist oder sonst noch irgendwie auffällig wurde.
Da ich nicht immer alles an die große Glocke hänge was ich mach und eher schlicht, fast schmuddelig gekleidet bin wirke ich wohl doch zu normal um erwähnt zu werden

Gruß Engel




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Markus U. Offline

Admin


Beiträge: 1.955
Punkte: 794

14.02.2015 18:53
#6 RE: Selbst das kleinste Dorf scheint noch zu groß zu sein Zitat · antworten

Hi Engel,

bisher sind mir Polizeikontrollen wegen barfuß weitgehend erspart geblieben (bis auf eine besonders rüde durch die Bundespolizei vor etlichen Jahren in einem fahrenden ICE); daher ist das, was Du berichtest, aus meiner Sicht ein ziemlicher Alptraum. Warum Du kontrolliert worden bist, obwohl Dich weit und breit jeder kennt, ist mir auch rätselhaft, aber es scheint niemals ratsam, sich der Polizei gegenüber auftrumpfend oder pampig zu verhalten, denn damit fordert man die Polizei erst so richtig zu schikanösem Verhalten heraus, was im Extremfalle sogar dazu führen kann, daß man an einer Reise gehindert wird. In Deinem Falle ist es deshalb gut gegangen, weil Du in Althengstett eine bekannte und angesehene Persönlichkeit bist, der die Mitbürger im Bedarfsfalle gern zu Hilfe kommen.

Barfüßige Wintergrüße,
Markus U.


Engel Offline

Admin


Beiträge: 1.438
Punkte: 666

14.02.2015 19:06
#7 RE: Selbst das kleinste Dorf scheint noch zu groß zu sein Zitat · antworten

Hi Markus
Naja, eigentlich war ich selber an dem Tag schon etwas "auf Krawall gebürstet" . Deswgen hab ich wohl auch so pampig reagiert. Und wohl auch aus dem Grunde, das ich mir wohl bewusst war das sich die Lage schnellstens klären würde, da ich wohl in dem Falle das es tatsächlich zur Einsicht / Überprüfung meiner Personalien gekommen wäre eh mit einem der Beamten in die Apotheke gegangen wäre, da man mich dort sehr gut kennt (soviel ich weiß ist ein Personalausweis / Pass nicht zwingend notwendig um die Idendität festzustellen).
Ich habe das auch nicht ganz unbedacht getan. Eigentlich bin ich doch ein recht besonnener Mensch und weiß meist wie weit ich mich aus dem Fenster lehnen darf, oder wann ich einfach nachgeben / einlenken sollte.
Irgendwie hat es sogar Spaß gemacht die Beamten etwas zu piesacken .
Zumindest hab ich wohl nen bleibenden Eindruck hinterlassen und werde zukünftig wohl nicht mehr von den hiesigen Beamten kontrolliert. Heute haben sie mich schonmal freundlich beim Vorbeifahren gegrüßt als ich zum Einkaufen unterwegs war .

Gruß Engel




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drtoivowillmann Offline



Beiträge: 354

14.02.2015 20:16
#8 RE: Selbst das kleinste Dorf scheint noch zu groß zu sein Zitat · antworten

Intoleranz:

Als ich meinen Thread „Totalitäre Gesinnung“ veröffentlichte, wurde ich gelöchert, in welcher Weise sich die Polizei mir gegenüber unkorrekt verhalten hätte und wer sonst unfreundlich gegen mich gewesen wäre? Sonst handle es sich ja nicht um Diskriminierung und schon gar nicht um totalitäre Gesinnung.
Der Beitrag „Selbst das kleinste Dorf scheint noch zu groß zu sein“ beweist, dass Verharmlosung der allgemeinen Intoleranz nicht angemessen ist.

Was ist Intoleranz, was ist Toleranz?
* Die Idee, dass sich jemand, der sich anders verhält als die Mehrheit, nicht normal sei, ist ein falsches Verständnis des Wortes „normal“. Normal heißt nicht etwa, der Mehrheit entsprechend sondern innerhalb einer Norm.
Wenn beispielsweise 99,5% der Bevölkerung Karies hätten und du zur Minderheit ohne Karies gehören würdest, wäre die Mehrheit anomal, weil zahnkrank, und die Minderheit normal, weil Zähne nicht dafür da sind, dass sie Karies haben. Klar?
* Die Idee, dass sich jemand anders oder fremdartig verhält, verrückt sei, trägt nicht gerade zum zwischenmenschlichen Verständnis bei. „Verrückt“ heißt ursprünglich, dass jemand von dem Ort, wo er sich ursprünglich befand, „verrückt“ worden ist und erst im übertragenen Sinne, dass er geisteskrank sei.
Wie viele fremde Kulturen verhalten sich anders? Woher nehmen wir die Frechheit, unser Verhalten sei das ursprüngliche und demnach alles andere "verrückt"? Und wenn ein deutscher sich lieber verhält, wie Vertreter fremder Kulturen oder vergangener Zeiten, ist er dann verrückt, nur weil man als guter deutscher dass nicht tut, nach dem Motto, „am deutsche Wesen soll die Welt genesen“? Hatten wir nach diesem Motto nicht einen Krieg?
* Die Idee, dass jemand, der sich so verhält, dass man sein Verhalten nicht versteht, geistesgestört sei, ist ebenfalls selbstherrlich.
War Salvador Dalí geistesgestört, nur weil er sein ganzes künstlerisches Leben lang den Surrealismus nicht nur dargestellt sondern sogar selbst gelebt hat?
War Jesus Christus geistesgestört, weil er für uns Menschen, die wir laut Bibel alle nichts taugen, am Kreuz gestorben ist?
Ein Alpinist, der einen 8.000er ohne Atemmaske besteigt, geistesgestört, weil er sein Leben aus höchste riskiert und fast mit Sicherheit gesundheitliche Folgen zurückbehält? Lassen wir hiermit zu diesem Punkte gut sein.
* Auch die Idee, dass jemand, der sich nicht verhält wie ich, deshalb wahrscheinlich bedürftig ist und deshalb meine Hilfe bräuchte, ist nicht besser oder harmloser als die vorher genannten. Man hält sich dabei für das Mass der Dinge und meint, dass alle anderen einem nacheifern müssten. Tut der andere das dann nicht, bedeute dies, dass der andere nicht es nicht tut weil er nicht kann, weil ihm eben etwas fehlt.

Nun wissen wir, was Intoleranz ist.

Was aber ist Toleranz?
Sich wie ein kleines Kind zu verhalten: „Du bist ja anders als ich. Wie geil! Dich will ich kennenlernen, vielleicht lerne ich dabei was dazu.“
Warum denn nicht? Utopisch? Wieso, etwa, weil wir alle verdorben und bei uns „Hopfen und Malz“ verloren sind?
Ich bin dieser Meinung nicht. Ich habe noch Hoffnung, und die hilft mir zu leben.

Grüße: Toivo


Engel Offline

Admin


Beiträge: 1.438
Punkte: 666

15.02.2015 12:40
#9 RE: Selbst das kleinste Dorf scheint noch zu groß zu sein Zitat · antworten

Hi Toivo
Eigentlich sollte mein Thread nicht auf Intoleranz von seiten der Beamten hinweisen, sondern eher genau das Gegenteil aufzeigen.
Es war nicht das erste, und wird sicher auch nicht das letzte mal sein wo ich von der Polizei Kontrolliert werde. Und genau so sicher wird es auch mal ne Situation geben die unangenehm enden könnte, aber da manövrier ich mich auch selber und bewusst rein. Im Normalfall (und wie hier auch schon beschrieben) läuft das Problemlos ab. Ich sag wo ich hingeh (ich kann ja den Grund nicht erahnen warum ich kontrolliert werde, vielleicht treibt sich ja grad n Terrorist rum der genauso aussieht wie ich), zeige auf verlangen, ohne rumzumeckern oder pampig zu werden meinen Ausweis vor, und nach dessen Überprüfung gehe ich meines Weges. Basta.
Im vorliegenden Fall habe ich mal aufgezeigt wie schnell so ne Situation eskalieren und für einen selber unangenehm werden kann. Hierzu gleich noch mal mein Lieblingszitat , "wie man in den Wald rein ruft, so schallt's auch wieder raus".
Es gibt immerhin Gesetze und Regeln. Ich habe z.B. bei der Bundeswehr sehr schnell gelernt das Rekruten ihre Rechte blitzschnell kannten, ihre Pflichten aber nicht. Und so ist es auch im realen Leben. Wenn ich auf der Landstrasse mit 180Km/h rausgewunken werde habe ich halt meine Strafe verdient und nicht rumzulamentieren ob die Beamten nichts besseres zu tun hätten.
Und wenn ein Polizist mich für auffällig ansieht, oder gar hilfsbedürftig, so ist es seine Pflicht mich darauf anzusprechen oder mich zu kontrollieren. Meine pflicht ist es sicherlich nicht ihn als Bullen, Kalkmütze, bezahlten Schergen oder sonst was zu benennen.

Auch wenn die meisten hier nicht viel mit dem Spruch anfangen können, so ist er doch auch für uns zutreffend.
"Bevor Du urteilen willst über mich oder mein Leben,
ziehe meine Schuhe an und laufe meinen Weg,
durchlaufe die Straßen, Berge und Täler,
fühle die Trauer, erlebe den Schmerz und die Freude.
Durchlaufe die Jahre, die ich ging,
stolpere über jeden Stein, über den ich gestolpert bin,
stehe immer wieder auf und gehe genau die selbe Strecke weiter,
genau wie ich es tat. - Und erst dann kannst Du urteilen."
Ich habe viele Freunde im Polizeidienst und hab selber viele Jahre als sog. Security gearbeitet. Manchmal möchte man in den Jobs schon gerne mal weg sehen, oder ein Auge zudrücken. Aber wenn man den Job gewissenhaft ausführen möchte geht das nicht. Und mal ehrlich Wenn ich mich vor 30 Jahren nem "Bullen" gegenüber so verhalten hätte wäre ich ne Nacht eingefahren. Vor 40 Jahren gabs noch die Parole "Knüppel frei", da hätts Haue gegeben.

Der Unterschied von Toleranz und Intoleranz besteht doch meist eh nur darin, das jeder Toleranz fordert, aber leider keine gibt.

Gruß Engel




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Dieter (Bochum) Offline




Beiträge: 682

15.02.2015 15:15
#10 RE: Selbst das kleinste Dorf scheint noch zu groß zu sein Zitat · antworten

Hallo,

wir brauchen keine "Toleranz", sondern Liebe
zu allen nicht bösartigen Menschen und Tieren
und zur Natur.

Was ist Liebe?
Generell ist Liebe Wohlwollen und Wohltätigkeit,
partnerschaftliche Liebe jetzt mal außen vor gelassen.

LBFG Dieter (Bochum)


drtoivowillmann Offline



Beiträge: 354

16.02.2015 12:16
#11 RE: Selbst das kleinste Dorf scheint noch zu groß zu sein Zitat · antworten

"Generell ist Liebe Wohlwollen und Wohltätigkeit,
partnerschaftliche Liebe jetzt mal außen vor gelassen."

Womit wir uns darüber einig wären, dass die angebliche Besorgnis um mein Wohl und die angebliche Hilfsbereitschaft (siehe Thread "Totalitäre Gesinnung") nur vorgeschützt sein konnten, und die wahren Motive dazu alles anders als der Wunsch zur "Wohltätigkeit" waren.

Danke!
Grüsse: Toivo


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