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Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

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Dieses Thema hat 29 Antworten
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 Barfuß und Leben
Seiten 1 | 2
Markus U. Offline

Admin


Beiträge: 1.943
Punkte: 794

28.03.2016 19:07
#1 Ist [speziell Outdoor-] BF ein Antidepressivum? Zitat · antworten

Zitat von Jay
"Auf dem Niveau von Neandertalern stehengeblieben...!" ist mir auch schon hinterhergerufen worden (Geschichte steht im alten HBF). Ich war auf einem Einkaufstrip, sehr in Eile & wollte mich nicht umdrehen, hatte aber, sollten sich Diskussionen ergeben, ein "Stört mich nicht. Hauptsache, ich hab' den höheren Lebensstandard" parat. & BF ist der höhere Lebensstandard - solange eben gewisse periphere Umstände stimmen.



Hi Jay,

da pflichte ich Dir großenteils bei: Barfuß zu sein, IST der höhere Lebensstandard. Was die "peripheren Umstände" betrifft, stelle ich keine allzu hohen Ansprüche, solange ich ansonsten genügend saubere Kleidung, eine menschenwürdige Wohnung und genug zu essen habe. Und wenn der alltägliche Lebensstil sparsam ist, dann ist auch dann und wann das eine oder andere Extra drin. Die beiden größten Schätze sind ohnehin nicht käuflich: Der eine ist die Gesundheit, und der andere ist die Zufriedenheit.

Zitat von Jay
Im großen GRÜBEL GRÜBEL, was man an dieser Stelle schreiben könnte, vermute ich - als sehr wenig Kälte-Outdoor-BF-Begeisterter - daß dieser Frühling nur sehr zögerlich in Gang kommen wird. Tatsächlich - zugegeben - hab' ich in diesem Jahr, dessen 1. Quartal bald 'rum ist, erst an 1 oder 2 Tagen überhaupt Outdoor-BF gemacht, so mau waren/sind die Temperaturen (im Raum München). Gestützt wird diese Vermutung v. a. zusätzlich dadurch, daß vor ca. 1 Monat auf einer Meerestemperaturkarte (Wetter Internettagesschau) zu sehen war, daß aus unbekannten Gründen der gesamte Atlantik west/südwestlich des europäischen Festlandes um rd. 5° kälter war als normal.
Wenn auch Markus U. nichts von längerfristigen Wetterprognosen hält, glaube ich dennoch, daß sich Wetterszenarien auffallend oft wiederholen. Dieses Jahr erinnert stark an 1980 - als an einem WE um den 20. April 'rum erstmals in der BRD die Sommerzeit eingeführt wurde (erinnere mich präzise) - & draußen lagen 10 cm weiße Scheiße 'rum (Mann, was hab' ich da gemeckert!), der darauffolgende Sommer war auch nichts (BF im Biergarten nur mit Regenschirm, nur hatte so gut wie gar kein Biergarten geöffnet). So empfehle ich, bei der Ausrichtung von BF-Treffs 2016 nach einem QuickStandby-Verfahren vorzugehen (unter Vorbehalt verabreden, & nur, wenn 1 knappe Woche vorher sicher ist, daß Wetter paßt, zuschlagen).



Von den Temperaturen her ist barfuß völlig unproblematisch, aber da diese ziemlich verhalten sind und das Wetter ohnehin sehr wechselhaft ist (stark bewölkt, zeitweise Regen, vereinzelt Sonnenschein durch Wolkenlükken), gehe ich kaum raus, zumal ich daheim genug zu tun habe (z. B. putzen & aufräumen). Wetterszenarien wiederholen sich zwar immer wieder, aber jedes Jahr hält anderes Wetter bereit. Unter der Zeitumstellung leide ich jedes Jahr, und es hat sich herausgestellt, daß der Zweck der Energieeinsparung, mit dem die Einführung der Sommerzeit im Jahre 1980 begründet wurde, nicht erreicht worden ist. Da also der beabsichtigte Vorteil nicht eingetreten ist, der Nachteil der gesundheitlichen Beeinträchtigung sich langfristig erwiesen hat, sollte man sie abschaffen und die Uhr im kommenden Herbste letztmalig umstellen. In Rußland ist das schon geschehen (seit kurzem gilt in jeder russischen Zeitzone die jeweilige "Winterzeit").

Zitat von Jay
Abschließend möchte ich ein Thema anregen, das es (soweit ich mich erinnere) auch im alten HBF noch nie gab:
Ist [speziell Outdoor-]BF ein Antidepressivum?
Ich glaube, schon.



Ich bin ebenfalls der Ansicht, daß Barfußgehen außer Haus ein Antidepressivum ist, vor allem dann, wenn man es mit einem Freund oder einer Freundin gemeinsam machen kann, denn barfuß ist man einfach mehr eins mit sich als in Schuhen. Voraussetzung ist freilich, daß man die Aktivierungsenergie, tatsächlich barfuß raus zu gehen, aufbringt (und die kann bei einer bereits vorhandenen Depression recht hoch sein).

Zitat von Jay
Viele BF-Grüße vom gealterten, müden, schwachen & kranken Jay (bin in Sachen "Braves Schuhetragen vermittelt Stil, Etikette, Anstand, gutes Benehmen, 'Kinderstube', Kultur, etc. etc." gerne auf dem Niveau gewisser unten unverpackter Neandertaler stehen geblieben, & wenn´s diese nicht gab, eben noch weiter vorher).



Was soll man dazu sagen - wenn sich jemand selbst immer wieder als schwach, hinfällig und krank beschreibt, glaubt der Betreffende es schließlich selbst, und das ist gewiß kein Antidepressivum, sondern eher das Ergebnis einer möglicherweise bereits bestehenden Depression (da ich kein Mediziner bin, kann ich freilich auch keine Diagnose treffen). Altern tun wir alle; die Alternative dazu ist ein früher Tod, oder wie meine Mutter zu sagen pflegt: Jeder will alt werden, aber keiner will es sein.

Barfuß als Antidepressivum? Gewiß zur Vorbeugung und Linderung, aber keineswegs als einziger Therapieansatz.

Also Jay, nichts wie raus ins Grüne, und zwar barfuß!

Barfüßige Frühlingsgrüße von daheim,
Markus U.


Engel Offline

Admin


Beiträge: 1.438
Punkte: 666

29.03.2016 15:58
#2 RE: Ist [speziell Outdoor-] BF ein Antidepressivum? Zitat · antworten

Zitat von Markus U. im Beitrag #1
Barfuß als Antidepressivum? Gewiß zur Vorbeugung und Linderung, aber keineswegs als einziger Therapieansatz.



Seh ich auch so. BF kann sicher eine Depression etwas lindern, oder bietet einen gewissen präventiven Schutz davor. Aber ein Allheilmittel degegen ist es nicht. Da gehören noch andere Therapiemittel dazu.
Schaut Euch mal die Amis an. Die knallen sich seit den 1980ern Prozac (Fluoxetin) wie Smarties rein und fühlen sich dann auch gut, solange sie halt ihre Pillen haben. Wenn sie aber abgesetzt werden sind sie noch schlimmer dran als vorher (hohe Suizidrate). Oder sie haben das Zeug schon solange geschluckt dass sie garnicht mehr davon weg kommen.
Zu einer Medikation gehören bei einer Depression immer auch psychotherapeutische und psychatrische Maßnahmen. Man kann sicher auch seinen Bandscheibenvorfall mit Schmerzmittel bekämpfen, aber auch wenn man ihn dann nicht mehr spürt ist der Rückenschaden trotzdem noch da. Und so ist das mit einer Depression eben auch.

Gruß Engel




rot/kursiv geschriebene Beiträge beziehen sich auf meine Funktion als Admin / Mod und spiegeln nicht zwingend meine Meinung als normaler User wieder.


www.bbq-county.de


www.mysaarbq.de


Dieter (Bochum) Offline




Beiträge: 681

30.03.2016 16:08
#3 RE: Ist [speziell Outdoor-] BF ein Antidepressivum? Zitat · antworten

Hallo,

reaktive Depressionen aufgrund irgendwelcher Körperverletzungen oder
Lebensumstände sind logisch.
Aber selbst vermeintlich endogene Depressionen können und sollten nicht
mit Pillen behandelt werden. Pillen machen die Betroffenen nur noch kränker.
Erst recht sollte das psychiatrisch-politische Phantasie-Konstrukt "Schizophrenie"
nicht behandelt werden. Denn das führt zur neurologischen und ganzkörperlichen
Vernichtung von Menschen.
Jährlich sterben etwa zehntausend Menschen an Psychopharmaka in Deutschland.
Also rate ich allen Menschen: Finger weg von Psychopillen oder sonstigen
Behandlungsmethoden! Dann relativ eher noch zum Joint greifen.

Liebe Grüße von Dieter aus Unna


Markus U. Offline

Admin


Beiträge: 1.943
Punkte: 794

31.03.2016 12:54
#4 RE: Ist [speziell Outdoor-] BF ein Antidepressivum? Zitat · antworten

Hi Engel, hi Dieter,

ich halte ebenfalls nichts von Psychopharmaka, weil dadurch künstlich in die Chemie des Körpers eingegriffen wird. Aus demselben Grunde lehne ich auch den Gebrauch von (illegalen) Drogen ab. Der Unterschied zwischen beiden besteht lediglich darin, daß die ersteren vom Arzt verschrieben und in der Apotheke erworben werden, während die letzteren von gewissenlosen Geschäftemachern, die sich bereichern, indem sie Menschen zerstören, verkauft werden.

Hier geht es indessen um die Frage, ob und inwieweit BF gegen Depressionen hilft, und da meine ich, daß es gegen ein Stimmungstief oder so zu helfen vermag, während man bei einer echten Depression um ärztliche oder therapeutische Hilfe wohl nicht herumkommt.

Ich habe freilich auch schon die Erfahrung gemacht, daß gedrückte Stimmung das Bedürfnis, überhaupt barfuß sein zu wollen, mindern oder aufheben kann. So gehe ich grundsätzlich nicht barfuß, sondern allenfalls sokkenlos in Schuhen raus, wenn ich krank oder verletzt bin oder wenn mir sonst aus irgendeinem Grunde (temporär) die Lebensfreude abhanden gekommen ist.

Barfüßige Frühlingsgrüße,
Markus U.

P. S. Ich bin enttäuscht, daß diese interessante und wichtige Frage (Ist [speziell Outdoor-] BF ein Antidepressivum?) trotz ihrer praktischen Bedeutung für den barfüßigen Alltag anscheinend wenig Resonanz findet.


André Uhres Offline




Beiträge: 631
Punkte: 3

01.04.2016 01:14
#5 RE: Ist [speziell Outdoor-] BF ein Antidepressivum? Zitat · antworten

Zitat von Markus U. im Beitrag #4
Ich bin enttäuscht, daß diese interessante und wichtige Frage (Ist [speziell Outdoor-] BF ein Antidepressivum?) trotz ihrer praktischen Bedeutung für den barfüßigen Alltag anscheinend wenig Resonanz findet.


Hallo Markus,

es ist eine interessantes Thema (was mich bei der Einführung des Themas störte, waren die Neandertaler, ich reagiere allergisch darauf, weshalb ich anfangs nur oberflächlich las ).
Ich kenne eine Person, die gerade durch eine leichte Depression zum Barfußlaufen gekommen ist, weil sie feststellte, dass es ihr hilft. Jetzt geht sie fast nur noch barfuß und macht speziell dann Spaziergänge in der frischen Luft, wenn sie nicht so gut drauf ist, weil es ihr immer wieder hilft und sie die Erdung spürt. Mir hilft es auch in solchen Fällen. Bei schweren Depressionen weiß ich nicht, habe zum Glück keinerlei Erfahrung damit.

Liebe Grüße,
André Uhres


MarcelHR Offline




Beiträge: 587
Punkte: 228

02.04.2016 04:40
#6 RE: Ist [speziell Outdoor-] BF ein Antidepressivum? Zitat · antworten

Hallo Barfüsser

Dass Barfüssigkeit gegen Depressionen hilft kann ich mir nicht vorstellen.
Ausser, dass ALLES was glücklich macht gegen Depressionen hilft. Es braucht kleine Freuden.

Für mich und wohl die meisten hier im Forum ist es eine Selbstverständlichkeit geworden barfuss zu sein.
Etwas Alltägliches.
Nun könnte man einwenden Essen ist auch alltäglich. Doch hier kann ich mich mit einem Gericht, das ich speziell mag, eine kleine Freude bereiten.
Kleine Freuden, und grosse noch mehr, helfen gegen Depressionen.

Für Leute die eigentlich nicht barfuss gehen braucht es doch mehr oder weniger Überwindung dies in der Öffentlichkeit zu sein.
Jemand der vorher nicht barfuss war und in einer depressiven Phase beginnt barfuss zu gehen ist meiner Meinung nach schon länger dabei die Depression zu überwinden. Sich barfuss an die Öffentlichkeit zu getrauen ist bestimmt ein richtiger Schritt ganz aus dem Dilemma herauszukommen. Das sind gute Gesprüche, Kontakte generell.
Um aus einer Depression zu kommen ist es, so meine ich, unabdingbar erst einmal den Grund dafür zu wissen.
Diesen Grund zu kennen, und selber zu akzeptieren, ist dann bereits der erste Schritt daraus hervor.
Kontakte, Gespräche mit Leuten das hilft. Ganz gut wenn es Personen sind denen man vertrauen kann.

Wo ich zustimme ist Outdoor. Überhaupt aus seiner "Höhle" in der man/frau sich verkrochen hat rauszugehen, das hilft.
Es geht ja darum sich nich mehr länger in sich selber zu verkrichen.
Dunkelheit ist nicht unsere Welt. Wir brauchen Helligkeit. Keine küntliche. Sondern diejenige die uns die Sonne spendet und die gibt es nur ausserhalb der "Höhle".

Depressionen sind eine ernste Angelegenheit.
Denke ohne Hilfe von aussen ist es extrem schwierig zu schaffen da wieder raus zu kommen. Hilfe von Menschen, nicht Medikamenten.
Diese an sich heranzulassen ist der erste Schritt.

Liebe Barfussgrüsse
Marcel

@Markus
Dass noch nicht viel resonanz bisher war wundert mich überhaupt nicht.
Es ist ein sehr heikles Thema und, auf die eine oder andere Weise, ist jede/r davon betroffen. Selber oder im weiteren Freundeskreis.
Ich selbst habe mir auch Zeit lassen müssen mich dazu zu äussern.


André Uhres Offline




Beiträge: 631
Punkte: 3

02.04.2016 08:57
#7 RE: Ist [speziell Outdoor-] BF ein Antidepressivum? Zitat · antworten

Hallo Marcel,

sehr interessanter Beitrag, vielen Dank dafür! Ich stimme dir zu, dass ALLES, was glücklich macht, gegen Depressionen hilft. Ich könnte zum Beispiel auch ein gutes Buch lesen, wenn es mir Spaß macht, und es wird mir helfen. Dennoch: für mich ist es zwar etwas Alltägliches aber keine Selbstverständlichkeit geworden, barfuß zu sein. Denn nach sechs Jahren alltäglichem Barfußlaufen bleibt es für mich etwas Besonderes, wie das tägliche Essen. Es kommen so viele Reize über die Füße in mich hinein, hauptsächlich draußen in der Natur, dass ich mich dem Wonnegefühl nicht entziehen kann. Somit gehört das Barfußlaufen bei mir nach wie vor zu den Dingen, dir mich glücklich machen, und das wird wohl so bleiben.

Hilfe kommt vor allem von Menschen und nicht von Medikamenten, da gebe ich dir auch Recht, aber die Natur spielt für mich auch eine sehr wichtige Rolle, die Erde und die Erdung durch nackte Sohlen.

Was die Überwindung betriftt, sich barfuß in die Öffentlichkeit zu trauen, kommt es wohl auf den Menschen an, die einen haben große Probleme damit, andere überhaupt keine. Auch muss man anfangs nicht in die Öffentlichkeit gehen, man kann es im Schutz der Dunkelheit oder am Tag in der Abgeschiedenheit der Natur genießen. Wenn man sich nach und nach in die Öffentlichkeit traut, wächst das allgemeine Selbstvertrauen, was wiederum gegen Depressionen hilft . Wie bei mir, hilft es auch gegen Schüchternheit, denn auf diese Weise konnte ich viele nette Kontakte knüpfen und freier werden.

Liebe Grüße,
André


Dieter (Bochum) Offline




Beiträge: 681

03.04.2016 14:57
#8 RE: Ist [speziell Outdoor-] BF ein Antidepressivum? Zitat · antworten

Hallo André,

@ "Was die Überwindung betriftt, sich barfuß in die Öffentlichkeit zu trauen, kommt es wohl auf den Menschen an, die einen haben große Probleme damit, andere überhaupt keine. Auch muss man anfangs nicht in die Öffentlichkeit gehen, man kann es im Schutz der Dunkelheit oder am Tag in der Abgeschiedenheit der Natur genießen. Wenn man sich nach und nach in die Öffentlichkeit traut, wächst das allgemeine Selbstvertrauen,..."

Sei mal ganz ehrlich, André, die Hemmungen, sich öffentlich barfuß zu zeigen, entstehen deshalb, weil Barfüßigkeit genau so intim ist, wie Geschlechtsverkehr.
Öffentliche Barfüßigkeit ist also praktisch genau so schamlos wie öffentlicher Geschlechtsverkehr.
Deshalb ist das ja gerade bei vielen Nichtbarfüßern so verpönt und deshalb ist es für mich so aufreizend.
Wäre es anders, wäre Barfüßigkeit ja eine sterile, reizlose Handlung, bei der niemand, auch kein Barfüßer,
irgendetwas empfinden könnte.
Unsere Gesellschaft sollte sich dessen bewusst werden, dass sensorische Sensibilität und Sexualität das Selbe ist.
Zu dieser Ehrlichkeit sollten wir uns alle durchringen. Alles andere ist verschämt verrenkender Selbstbetrug.

Liebe Grüße von Dieter aus Unna


Markus U. Offline

Admin


Beiträge: 1.943
Punkte: 794

03.04.2016 15:34
#9 RE: Ist [speziell Outdoor-] BF ein Antidepressivum? Zitat · antworten

Zitat von MarcelHR
Dass Barfüssigkeit gegen Depressionen hilft kann ich mir nicht vorstellen.
Ausser, dass ALLES was glücklich macht gegen Depressionen hilft. Es braucht kleine Freuden.

Für mich und wohl die meisten hier im Forum ist es eine Selbstverständlichkeit geworden barfuss zu sein.
Etwas Alltägliches.
Nun könnte man einwenden Essen ist auch alltäglich. Doch hier kann ich mich mit einem Gericht, das ich speziell mag, eine kleine Freude bereiten.
Kleine Freuden, und grosse noch mehr, helfen gegen Depressionen.



Hi Marcel,

das sind sehr wichtige und überzeugende Gedanken. Wenn Barfußgehen so alltäglich ist wie das Essen mit Messer und Gabel, taugt es allenfalls als Mittel zur Vorbeugung (so wie man durch eine günstige Ernährung das Risiko gewisser Erkrankungen verringern kann), aber nicht zur Heilung einer bereits bestehenden Depression. Hier mag Barfußgehen die Heilung begünstigen, aber nicht herbeiführen. Kleine Freuden sind wichtig, und die erste Voraussetzung dafür ist wiederum, daß man Erfreuliches überhaupt wahrnehmen kann.

Zitat von MarcelHR
Für Leute die eigentlich nicht barfuss gehen braucht es doch mehr oder weniger Überwindung dies in der Öffentlichkeit zu sein.
Jemand der vorher nicht barfuss war und in einer depressiven Phase beginnt barfuss zu gehen ist meiner Meinung nach schon länger dabei die Depression zu überwinden. Sich barfuss an die Öffentlichkeit zu getrauen ist bestimmt ein richtiger Schritt ganz aus dem Dilemma herauszukommen. Das sind gute Gesprüche, Kontakte generell.
Um aus einer Depression zu kommen ist es, so meine ich, unabdingbar erst einmal den Grund dafür zu wissen.
Diesen Grund zu kennen, und selber zu akzeptieren, ist dann bereits der erste Schritt daraus hervor.
Kontakte, Gespräche mit Leuten das hilft. Ganz gut wenn es Personen sind denen man vertrauen kann.

Wo ich zustimme ist Outdoor. Überhaupt aus seiner "Höhle" in der man/frau sich verkrochen hat rauszugehen, das hilft.
Es geht ja darum sich nich mehr länger in sich selber zu verkrichen.
Dunkelheit ist nicht unsere Welt. Wir brauchen Helligkeit. Keine küntliche. Sondern diejenige die uns die Sonne spendet und die gibt es nur ausserhalb der "Höhle".

Depressionen sind eine ernste Angelegenheit.
Denke ohne Hilfe von aussen ist es extrem schwierig zu schaffen da wieder raus zu kommen. Hilfe von Menschen, nicht Medikamenten.
Diese an sich heranzulassen ist der erste Schritt.



Auch da kann ich allem, was Du schreibst, nur zustimmen und beipflichten, und ich meine, daß sich das gewiß auch der eine oder andere aus unserem Kreise zu Herzen nehmen sollte. Wenn ich niedergeschlagen bin, hilft es mir, aktiv zu werden, sei es das ich rausgehe (also meine "Höhle" verlasse) oder innerhalb derselben aktiv werde, also gründlich putze, aufräume oder etwas, das liegengeblieben ist, endlich erledige - all das natürlich barfuß. Besonders wichtig, um aus einer Depression rauszukommen, ist die Hilfe von Menschen, am besten von Freunden, die einen mögen und wertschätzen und denen man vertrauen kann.

Barfüßige Frühlingsgrüße,
Markus U.


Markus U. Offline

Admin


Beiträge: 1.943
Punkte: 794

03.04.2016 15:51
#10 RE: Ist [speziell Outdoor-] BF ein Antidepressivum? Zitat · antworten

Zitat von André Uhres
Hilfe kommt vor allem von Menschen und nicht von Medikamenten, da gebe ich dir auch Recht, aber die Natur spielt für mich auch eine sehr wichtige Rolle, die Erde und die Erdung durch nackte Sohlen.



Hi André,

ich bin schon lange davon überzeugt, daß man durch häufiges Barfußgehen, vor allem draußen, ein anderes Verhältnis zur Erde und zum Boden bekommt und dadurch "ganzheitlicher" wird, folglich mehr im Einklange mit sich selbst, was das Risiko einer Depression gewaltig verringert. Gegen eine "reaktive Depression" infolge einer verstörenden Erfahrung, persönlichen Katastrophe oder anhaltend ungünstiger Lebensumstände ist freilich niemand gefeit.

Zitat von André Uhres
Wenn man sich nach und nach in die Öffentlichkeit traut, wächst das allgemeine Selbstvertrauen, was wiederum gegen Depressionen hilft . Wie bei mir, hilft es auch gegen Schüchternheit, denn auf diese Weise konnte ich viele nette Kontakte knüpfen und freier werden.



Das ist sehr erfreulich. Ich habe ebenfalls die Erfahrung gemacht, daß ich durch das Barfußgehen in der Öffentlichkeit innerlich freier geworden bin. Darüber hinaus verdanke ich speziell unserem Forum einige wunderbare Freundschaften, die sonst nie zustande gekommen wären.

Barfüßige Frühlingsgrüße,
Markus U.


wippi80 Offline



Beiträge: 56

03.04.2016 23:28
#11 RE: Ist [speziell Outdoor-] BF ein Antidepressivum? Zitat · antworten

Hallo zusammen,

ich verfolge diese Diskussion seit ein paar Tagen und ... musste mir erstmal klar werden, was ich hier dazu schreibe... Und in wieweit ich ins Detail gehen will.

Vor wenigen Tagen gab es eine Diskussion im "Gelben", dass erst mit der Erfahrung "Freiheit muss man Barfuß spüren" begann. (Die Aussage stammt von www.barfuss.net, Lorenz Kerscher)
http://440931.forumromanum.com/member/fo...by_barfuss.html

Im Verlauf des "Fadens" bin ich dann, andeutungsweise darauf eingegangen, wie weit das Barfußlaufen eine Veränderung in meinem Leben begünstigt hat, in vielerlei Hinsicht.

Viele Lebenssituationen (z.B. unbefriedigende Arbietssituation, alte noch nicht verarbeitete Erlebnisse, plötzlicher Schicksalsschlag in der Familie uvm., "ungesunde" Verhaltensmuster in der Familie, chronische körperliche Beschwerden, Mangel an Mikronährstoffen) können eine Depression, oder z.B. auch Angststörungen begünstigen.
Und allzu oft kann man garnicht sagen, ob erst die Depression da war, oder ob ein bestimmtes Umfeld oder Verhaltensmuster sie erst begünstigt hat.

Ehrlich gesagt, hab ich mir dieses Detail (reaktiv, primär) nicht gemerkt, als ich damals (2007) selbst die Diagnose "Depression" erhalten habe.

Wie so oft, bei anderen Krankheiten auch, sind es hier meist viele Maßnahmen, die ggf. helfen können.

...Jedenfalls war der Winter 2012/2013 eine schwere Zeit, damals auch zusätzlich mit Angstattaken ... und den von mir hier häufiger erwähnten chronischen (u.a. Fuß-)Beschwerden.

Ja, es war im Winter 2012/2013. ... Auch die nächsten Monate waren noch schwer.
Und im Sommer 2013 wurde es Schritt für Schritt langsam besser. (!!!!) Ich habe mir, nachdem ich mit Psychopharmaka und manchen Psychotherapeuten schlechte Erfahrungen gemacht hatte, nach und nach die Leute getroffen, die mir WIRKLICH mit ihren Tipps und Inspirationen weiterhalfen.

Sagt Euch das dieser Zeitraum etwas, wenn ich schreibe, dass es "ab Sommer 2013" besser wurde?

Schaut doch nochmal in meinem Vorstellungsbeitrag nach... ?
Barfüßige Grüße aus Oberberg

Noch Fragen, ob (auch) das Barfußlaufen etwas bewirken kann?

Also ... zusammenfassend kann ich sagen, hat mir WIRKLICH geholfen, immer besser mit der Depression zu leben:

- Barfußgehen+Natur. Es hat mir mein Leben in so vielen Aspekten bereichert, dass es mir direkt (den Boden unter den Füßen spüren, Bewegung im Freien, bevorzugt bei Tageslicht) und indirekt (das im "Gelben" angedeutete: Ich habe mein Leben hinterfragt, mein Umfeld, meinen Job, ob er denn auf mein "Beruf" ist)
Ganz konkret: Ich erinnere mich an einen "beschi....en" Arbeitstag, an dem ich mich depressiv fühlte. Als die Schuhe von den Füßen schmiss und den ersten Schritt ging, war es als hätte ich einen Schalter umgelegt. Es wurde (schlagartig!!!) besser.

- Selbstvertrauen. Ja, steigendes Selbstvertrauen, zum Beispiel durch das Barfußlaufen, das ist für mich ein gutes "Mittel" für eine gesunde Seele.

- Lebensumfeld. Es hat mir sehr geholfen, manche Menschen "ziehen" zu lassen, und stattdessen neue Kontakte aufzubauen, die mir gut taten und tun.

- Professionelle Helfer. Ich habe die Verantwortung für mich und meine Gesundheit übernommen (daher sagte ich seit vielen Jahren schon Nein zu Psychopharmaka, die mir mehr schadeten als nützten). Doch einige Coaches, Heilpraktiker, Ärzte stehen mir bei Bedarf zur Seite.

- Sinn. Ich habe mein Leben hinterfragt und da ist mir einiges klar geworden, was ich ändern durfte. Insbesondere die Frage, wie und wo kann ich "ich selbst" sein, begleitet mich und war Auslöser für ein paar Entscheidungen fürs Leben...

- "Meine Sonne" fürs Nervensystem. Ein Naturprodukt, dass mich sehr unterstützt. (Infos gibt es bei mir ... sonst wäre es Werbung.)

- Ausgleich: Neben dem achtsamen Barfußspaziergang, hilft mir auch Qigong und Meditation

- Ernährung: Meine Ernährungsweise, unterstützt mein Wohlbefinden und die Gesundheit insgesamt

- Eigene Bedürfnisse: Auch dafür hat das Barfußlaufen zum Großteil die Sinne geschärft: Zu erkennen und danach zu handeln, was Körper, Geist und Seele gerade braucht, um gesund zu werden oder und bleiben.

- Offenheit.
Ich habe weder Lust, Zeit oder sonst irgendwas, Depression, Schwerhörigkeit oder was auch immer zu verheimlichen, was, wenn auch meist zähneknirschend zu akzeptieren, zu mir gehört.
Denn DAS ist das größte Problem, das Schweigen, das Tabu. ... Und Offenheit hilft da sehr.
Denn auch das kann sehr einer Depression entgegenwirken, wenn ich dazu stehe und auch dazu stehen darf.
Denn es kommt niemand auf die Idee, einem erkälteten Menschen den Hinweis zu geben: "Warum niesen/husten Sie hier? Das brauchen wir hier nicht."
Doch in einer depressiven Phase habe ich durchaus scon zu hören bekommen, ich sollte nicht heulen. "Das können wir (z.B. Firma) nicht gebrauchen."
Dabei war das damals genauso ein Symptom für die Depression, wie das Husten/Niesen ein Symptom für eine Erkältung ist.

- Freude. Ja auch das ist für mich ein gutes Mittel. Es funktioniert am besten, wenn ich ganz lauthalt herzhaft lachen kann.

Diese Liste könnte ich endlos fortsetzen...

Fazit: Für mich persönliches ist das Barfußgehen und die damit vorbundene Erdung mit der Natur ein gutes Mittel, um gut für die Seele, und auch für Körper und Geist zu sorgen.


André Uhres Offline




Beiträge: 631
Punkte: 3

04.04.2016 11:01
#12 RE: Ist [speziell Outdoor-] BF ein Antidepressivum? Zitat · antworten

Danke Andrea, Markus und Dieter für eure weiteren Ausführungen! Das Bedürfnis nach Berührung gehört sicher zu den Grunderfahrungen des Menschen. Auch glaube ich, dass durch die Berührung der Fußhaut mit dem Erdreich, was einer Fußmassage gleichkommt, das Stresshormon vermindert und das Vertrauens- und Kuschelhormon Oxytocin erhöht wird. In der Hinsicht ähnlich es wohl auch der Erfahrung beim Sex, aber ich finde es noch schöner.

Berührungsarmut dagegen macht uns krank. Aus diesem Grund sind mit Sicherheit auch noch andere Massagen nützlich, um depressive Stimmungen, Angst und Stress zumindest zeitweise zu lindern. Man bekommt dadurch eine bessere Stimmung und geringeren Verbrauch an Schmerz- und Beruhigungsmitteln. Die Effekte hat man natürlich nicht nur bei depressiven Patienten, sondern auch bei anderen Menschen.


Markus U. Offline

Admin


Beiträge: 1.943
Punkte: 794

04.04.2016 15:14
#13 RE: Ist [speziell Outdoor-] BF ein Antidepressivum? Zitat · antworten

Hi Andrea,

danke für Deinen ausführlichen Beitrag, zumal Du eigene Erfahrungen zum Thema beisteuern konntest, und die eigene Erfahrung ist bei allem stets die beste Lehrmeisterin.

Ich hätte nach dem, was bisher dazu geschrieben worden war, nicht gedacht, daß das Barfußgehen bei Dir soviel bewirkt hat ("... als hätte ich einen Schalter umgelegt. Es wurde (schlagartig!!!) besser."). Freilich ist jeder Fall anders, und Du hast ja berichtet, daß das Gehen mit Schuhen für Dich mit Schmerzen verbunden war, so daß der Gedanke, sie wegzulassen und barfuß zu gehen, nahelag. Und das Nachlassen oder Aufhören eines äußerlichen Schmerzes bewirkt ja stets auch eine Besserung der Stimmung.

Wichtig scheint mir in Deinem Beitrage auch, daß das Barfußgehen bei Dir vieles angestoßen hat, indem Du infolge des unmittelbaren Kontaktes zur Erde Dein Leben, Dein Lebensumfeld, Deine berufliche Tätigkeit und so hinterfragt und durch gestiegenes Selbstvertrauen, die Wahrnehmung und Verwirklichung eigener (Legitimer) Bedürfnisse eine Veränderung und Besserung Deiner Lebensumstände erfahren hast. Du schreibst aber auch, daß Du Deine Ernährung umgestellt und Menschen (Coaches, Heilpraktiker und Ärzte) gefunden hast, die Dir bei Bedarf zur Seite stehen, also einen ganzen "Strauß" von Maßnahmen und Erlebnissen. Barfußgehen gehört dazu, ist sogar wichtig, hat vielleicht manch anderes überhaupt erst bewirkt, ist aber keineswegs die einzige Maßnahme gegen Deine Depression gewesen.

Ich muß jedenfalls eingestehen, daß ich sehr beeindruckt bin.

Barfüßige Frühlingsgrüße,
Markus U.

P. S. Gerade fällt mir auf, daß an diesem "Faden" alle beteiligt sind, die im September 2015 bei der Wanderung durch die Urdenbacher Kämpe in Düsseldorf dabei waren. Es war ein sehr schöner Tag gewesen, an den ich mich immer wieder gerne erinnere.


MarcelHR Offline




Beiträge: 587
Punkte: 228

05.04.2016 04:27
#14 RE: Ist [speziell Outdoor-] BF ein Antidepressivum? Zitat · antworten

Zitat von Markus U. im Beitrag #13

P. S. Gerade fällt mir auf, daß an diesem "Faden" alle beteiligt sind, die im September 2015 bei der Wanderung durch die Urdenbacher Kämpe in Düsseldorf dabei waren. Es war ein sehr schöner Tag gewesen, an den ich mich immer wieder gerne erinnere.


Hallo Barfüsser

Tatsächlich! Erst als ich Markus Zeilen gelesen habe fiel mir dieser Umstand auf.
Ja, es war ein sehr schönes Treffen gewesen. Und gerade für mich mit einer wunderbaren Fortsetzung am kommenden Tag .
Es liegt an uns allen erneut solch tolle Treffen erleben zu können.

An diesem Tag lernte ich unter anderem Andrea kennen.
Die trotz grosser gesundheitlicher Probleme beim Gehen die gesamte Wanderung bravurös durchgehalten hatte.
Eine beeindruckende Leistung!

Und erneut beeindruckt Andrea mit ihrem sehr offenen Beitrag hier zum Thema.
Offen über seine Depression zu sprechen ist alles andere als einfach.
Aber es hilft mit diese zu bändigen. Sich den eigenen Problemen zu stellen hilft immer.

Zitat von wippi80 im Beitrag #11

- Offenheit.
Ich habe weder Lust, Zeit oder sonst irgendwas, Depression, Schwerhörigkeit oder was auch immer zu verheimlichen, was, wenn auch meist zähneknirschend zu akzeptieren, zu mir gehört.
Denn DAS ist das größte Problem, das Schweigen, das Tabu. ... Und Offenheit hilft da sehr.
Denn auch das kann sehr einer Depression entgegenwirken, wenn ich dazu stehe und auch dazu stehen darf.
Denn es kommt niemand auf die Idee, einem erkälteten Menschen den Hinweis zu geben: "Warum niesen/husten Sie hier? Das brauchen wir hier nicht."
Doch in einer depressiven Phase habe ich durchaus scon zu hören bekommen, ich sollte nicht heulen. "Das können wir (z.B. Firma) nicht gebrauchen."
Dabei war das damals genauso ein Symptom für die Depression, wie das Husten/Niesen ein Symptom für eine Erkältung ist.


So was von Richtig! Toll Andrea!

Erdung wurde in verschiedenen Beiträgen erwähnt. Eine Empfindung die ich selber immer stärker in mir spüre.
Trotz der Selbstverständlichkeit barfuss zu sein.

Freunde, echte Freunde, sind die beste Medizin. Auch bei Depressionen.

Barfuessgrüess
Marcel


Engel Offline

Admin


Beiträge: 1.438
Punkte: 666

05.04.2016 04:43
#15 RE: Ist [speziell Outdoor-] BF ein Antidepressivum? Zitat · antworten

Wer so offen über eine (noch) bestehende Depression redet hat sie meist schon zum größten Teil überwunden, was mich für Dich latürnich freut .
Wer hingegen noch sehr tief in Einer steckt ist eher noch ein "Verweigerer" der leugnet nen Depri zu haben.
Und nicht Jede/r kommt da auf dem selben Weg heraus, das muss individuell ausgelotet werden. Du scheinst den für Dich richtigen Weg gefunden zu haben.
Aber sicher war da das BF nicht der Hauptgrund, auch wenn Du es mit Deiner Aussage vom umgelegten Schalter so empfindest. Ich denke Du warst da schon fast übern Berg und das BF hat Dir einfach noch den letzten Schubs gegeben der Dir über den Gipfel geholfen hat. Und es ist auch egall ob es BF war/ist dass das geschafft hat, oder Wandern, Mandalas malen, Kakteen züchten oder nackt durch die Stadt rennen ist . Hauptsache es hilft.
Mich erdet BF zwar auch noch obwohl ich jetzt schon 16 Jahre keine Schuhe mehr trage, aber um mein Wohlbefinden zu steigern ist es für mich zu "alltäglich" geworden. Da wähle ich lieber das Bogenschießen welches ich letztes Jahr nach fast 20 Jahren wieder begonnen habe. Das bringt mich sehr gut runter.

Gruß Engel




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wippi80 Offline



Beiträge: 56

05.04.2016 11:39
#16 RE: Ist [speziell Outdoor-] BF ein Antidepressivum? Zitat · antworten

@MarcelHR

Vielen Dank für Deine lieben Worte!

Natürlich haben mir Freunde da sehr geholfen. Doch auch Freunde, die gleichzeitig als Coach arbeiten, haben mich sehr weitergebracht.
Doch auch ein paar andere Dinge, die ich hier nur am Rande angesprochen habe...


wippi80 Offline



Beiträge: 56

05.04.2016 12:03
#17 RE: Ist [speziell Outdoor-] BF ein Antidepressivum? Zitat · antworten

@Engel

Nun, ich musste mir doch einige Tage überlegen, ob ich hier (in einem frei zugänglichen Internetforum) so offen schreiben kann. Doch vielleicht gibt es ein paar Menschen da draußen, die schweigen, sich schämen (Wofür? Depressionen uvm. sind ein Symptom der immer hektisch werdenden Gesellschaft.) ggf. doch auf die Idee, sich zu öffnen und mal mit engen Freunden oder einem Therapeuten zu sprechen.

Da hast Du vollkommen Recht, dass ich da schon weit gekommen bin. (Nun ja, die Erstdiagnose ist ja auch schon 9 Jahre her.)
Doch das ist bei anderen Erkrankungen, z.B. bei einer Sucht, ja genauso. Erkennt der Süchtige selbst, dass er was ändern muss, dann hat er schon den ersten Schritt in Richtung Gesundheit getan.
Selbst wenn noch viele Schritte folgen müssen und er viel Geduld braucht.

Mir kommen da sofort Personen in den Sinn, die das noch nicht für sich erkannt habe, dass sie depressiv sind.

Die Geschichte mit dem "umgelegten Schalter" war damals so ein "Aha-Erlebnis". Natürlich gab es auch danach mal schlechtere Phasen.
Und irgendwann habe ich mich ja auch daran gewöhnt, wie es ist barfuß zu sein.
Doch solange ich Zeiten in Schuhen dazwischen hatte, merkte ich den Unterschied deutlich (barfuß vs beschuht), insbesondere körperlich, doch auch geistig und seelisch.

Und ja, Du hast wohl auch Recht damit, dass barfuß allein nicht gegen Depression ankommt. Es sind ja meist mehrere Faktoren. Deshalb habe ich ja weitere Dinge aufgeschrieben, die mit dazu beigetragen haben.
Doch weil chronische Schmerzen auch eine (reaktive) Depression mit begünstigen können, gehe ich - in meinem Fall, was u.a. die Fußbeschwerden in Schuhen angeht - davon aus, dass es sehr wohl einen großen Beitrag dazu geleistet hat.

Und das regelmäßige Barfußgehen hat mich mutiger gemacht für weitere wichtige Schritte, Entscheidungen und Wege, die für meine Gesundheit insgesamt essentiell sind.

Barfußgrüße, Andrea.


Dominik R. Offline

Admin


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Punkte: 708

07.04.2016 13:37
#18 RE: Ist [speziell Outdoor-] BF ein Antidepressivum? Zitat · antworten

Hallo,
man muß auch unterscheiden zwischen einer Depression und einer depressiven Verstinnung.

Bei einer Depression gilt meiner Meinung nach das, was Engel gesagt hat:

Zitat von Engel im Beitrag #2
Zitat von Markus U. im Beitrag #1
Barfuß als Antidepressivum? Gewiß zur Vorbeugung und Linderung, aber keineswegs als einziger Therapieansatz.



Seh ich auch so. BF kann sicher eine Depression etwas lindern, oder bietet einen gewissen präventiven Schutz davor. Aber ein Allheilmittel degegen ist es nicht.

Es ist ausdrücklich erlaubt meine Beiträge hier, im gelben Forum:
http://www.hobby-barfuss.de/
zu zitieren und umgekehrt.


drtoivowillmann Offline



Beiträge: 339

07.04.2016 16:57
#19 RE: Ist [speziell Outdoor-] BF ein Antidepressivum? Zitat · antworten

Liebe Freunde:

Depression ist ein hartes Wort, und oft ist damit eine ernste Gemütskrankheit gemeint.
Aber auch gesunde Menschen sind mal besser, mal schlechter gestimmt.
Wenn ich ein paar Stunden barfuß im Freien oder in der Stadt hinter mir habe, auch wenn's richtig kalt war, fühle ich mich sehr zufrieden und somit besser, ohne dass ich vorher regelrecht depressiv gewesen wäre. Aber das ist ja schon mal was.

Grüsse: Toivo


Engel Offline

Admin


Beiträge: 1.438
Punkte: 666

08.04.2016 11:13
#20 RE: Ist [speziell Outdoor-] BF ein Antidepressivum? Zitat · antworten

Zitat von drtoivowillmann im Beitrag #19
Liebe Freunde:

Depression ist ein hartes Wort, und oft ist damit eine ernste Gemütskrankheit gemeint.
Aber auch gesunde Menschen sind mal besser, mal schlechter gestimmt.
Wenn ich ein paar Stunden barfuß im Freien oder in der Stadt hinter mir habe, auch wenn's richtig kalt war, fühle ich mich sehr zufrieden und somit besser, ohne dass ich vorher regelrecht depressiv gewesen wäre. Aber das ist ja schon mal was.

Grüsse: Toivo





Ja, viele verallgemeinern die Begriffe "Depression" und "Depressiv". Wie Du schriebst ist eine Depression eine sehr ernste Erkrankung. Wenn es einem "gesunden" Menschen mal etwas schlechter geht hat er vielleicht eine depressive Phase, aber halt ohne gleich ernsthaft erkrankt zu sein. In so einem Fall hilft ein barfüßiger Spaziergang in der Natur sicherlich schnell über so eine Phase weg zu kommen (wobei ich jetzt aber nicht steif behaupten möchte es läge am BF. Sicher hilft da auch n beschuhter Spaziergang bei den meisten Leuten). Selbst bei einer ausgewachsenen Depression kann so ein Spaziergang (mit oder ohne Fußbekleidung) kurzfristig eine Linderung bringen, aber eben nur kurzfristig. Aber jeder sollte es tun wenn es ihm hilft, auch wenn es kein Heilmittel ist .

Ich habe letztes Jahr nach 20-jähriger Abstinenz wieder (mehr oder weniger regelmäßig) mit dem Bogenschiessen angefangen, was für mich auch ein Medium dafür ist zur Ruhe zu kommen und ausgeglichener zu sein. Ein Vereinskollege dort ist von Beruf Psychotherapeut und bietet für seine Patienten Seminare im Bogensport an die nicht nur gerne angenommen werden sondern wohl auch einen gewissen Erfolg vorweisen können.

Also egal ob es BF, Spazieren gehen, eine Sportart oder ein anderes Hobby ist das man gerne macht sind das wohl alles Möglichkeiten eine depressive Phase verschwinden zu lassen, oder bei einer Depression wenigstens eine kleine kurzfristige Linderung zu erfahren.

Fazit:
Wenns zwar nicht heilt, aber hilft, weiter machen

Gruß Engel




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