Du bist vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klick hier, um Dich kostenlos anzumelden Impressum 

Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

Ein kleines demokratisches Forum für Leute, die gerne und überall barfuß laufen oder dies gerne mal
ausprobieren möchten. Es wird aber darauf hingewiesen, daß sexistische
sowie beleidigende Beiträge kommentarlos gelöscht werden.

Dieses Forum wird gegenwärtig von Engel, Dominik R., Andrea & Kerstin gemanagt.
Wir sind jederzeit für Anregungen & Kritik empfänglich.







Forenübersicht | Suche | Registrieren | FAQ | Kurzehosenforum | Barfußschweiz | Hippieforum | Forum Romanum | Le-Rib - Forum français

Login

Disclaimer - rechtliche Hinweise
Du kannst Dich hier anmelden
Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 135 mal aufgerufen
Bei Antworten informieren
 Barfuß und Leben
Michael aus Zofingen Offline



Beiträge: 621
Punkte: 248

04.01.2018 05:03
Silvester in der Teufelsschlucht Zitat · antworten

Hallo,

der Jahreswechsel 2017/2018 ist in Zofingen alles andere als winterlich ausgefallen, im Gegenteil. Am Silvestertag war es sogar recht mild, allerdings windig. Der zwei Tage vorher gefallene Schnee war längst wieder weggeregnet. Als erstes radelte ich an die Aare bei Ruppoldingen, wo etliche Bäume von Bibern gefällt waren. Da der Boden dort recht naß war, war es angenehm, dort barfuß, in kurzen Hosen und ohne Jacke (und sogar ohne Mütze) zu gehen. Im Sommer bin ich dort öfters zum Baden, aber jetzt war das Wasser natürlich zu kalt, um darin zu schwimmen. Da die Bäume kein Laub trugen, das den Wind hätte abfangen können, war auch eine weitere Anzugserleichterung nicht möglich.

Danach radelte ich barfuß weiter nach Oberbuchsiten, wo es einen Felsen zum Klettern nebst Wasserfall gibt (letzteres hatte ich nicht vor). Wegen Steinschlaggefahr war der Felsen jedoch gesperrt. Aber immerhin konnte ich an einem Teich, durch den das Wasser vom Wasserfall fließt für eine Pause auf eine Bank setzen. Hier erreichte mich der Wind weniger stark als an der Aare.

Danach radelte ich weiter ostwärts, jedoch nicht auf der Hauptstraße, sondern auf einer leicht erhöhten Straße. So gelangte ich über Egerkingen nach Hägendorf. Als ich eher zufällig den Wanderwegweiser „Teufelsschlucht“ las, steuerte ich mein Velo kurz entschlossen zu einem geeigneten Abstellplatz (neben einem Parkplatz für 4räder) und stellte es dort ab. Dann begab ich mich zur Teufelsschlucht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Teufelsschlucht_(Schweiz)

Gerade ganz zuunterst war der Weg am unangenehmsten, weil hier fieser Schotter lag. Es folgten auch noch weitere geschotterte Wege, jedoch waren diese etwas angenehmer, da feineres Zeug dazwischen lag. Die Gitterroste der verschiedenen Treppen waren auch gewöhnungsbedürftig. Manche Stufen waren auch im Fels eingelassen. Zu diesem Zeitpunkt floß viel Wasser die Schlucht hinunter, ebenso floß etliches Wasser auch über den Weg, es was KALTES Wasser. Je höher ich kam, desto öfter gab es auch Passagen mit Schnee, WARMEM Schnee im Sinne der Immenstädter Definition. In der Schlucht schien keine Sonne, aber auch der Wind kam dort nicht hin. Da ich keine Uhr dabei hatte und das Zeitgefühl mir völlig abhandengekommen war, entschloß ich mich, die obere Schlucht, die weniger schroff ist als die untere, nicht mehr zu begehen. Denn ich wollte unter keinen Umständen von der Dunkelheit überrascht werden. Es ist schon recht lange her, daß ich diese Schlucht das letzte Mal begangen hatte, auf jeden Fall war ich damals fett beschuht, jedoch in kurzen Hosen, teilweise lag damals der Schnee bis zu 30 cm (ich glaube es handelte sich um eine Wanderung Zofingen, Boningen, Hägendorf, Allerheiligenberg, Belchenflue, Homberglükke, Wangen bei Olten, Aarburg, Zofingen im Februar, lange vor meiner Barfußzeit).

Während der Wanderung waren mir einige Wanderer entgegen gekommen, manche starrten mich fassungslos an, die meisten aber lächelten und grüßten freundlich. Kurz bevor ich meinen Wendepunkt begegnete ich einem jungen Paar, die Frau stellte mir die berühmt-berüchtigte K-Frage. Auf meinem Weg bergab hatte ich die beiden nach einiger Zeit wieder eingeholt. Sie waren gerade am Fotografieren, während ich sie überholte. Ich ging weiter bergab, auch sie taten es. Nur wenige Leute stiegen noch die Schlucht hinauf. Was ich mehr als einmal mitbekam war, daß die entgegenkommenden Leute mich grüßten und hinter mir dann hörte, daß sie mit dem Paar ein paar mehr Worte wechselten. Ob sie glaubten, daß wir zusammengehörten und es um eine Wette ging?

Erst als der Weg eben wurde, holte mich das Paar wieder ein, und die Frau fragte mich, ob ich immer barfuß gehe, aus welchen Gründen usw. Ich antwortete, daß durch das Barfußgehen meine Rückenprobleme verschwunden seien. Auch sagte ich, daß ich in der Freizeit fast immer auf Schuhe verzichte, am Arbeitsplatz jedoch Schuhe tragen muß. Auf die Frage, ob ich es auch im Winter mache, meinte ich: „Bei 0°C schon, bei -20°C aber nicht!“ Darauf fing der Mann an zu lachen. Es gab ein interessantes Gespräch. Am Parkplatz trennten sich unsere Wege und wir fuhren davon, sie mit dem 4rad, ich mit dem Velo.

Ich radelte durch Hägendorfer Ortszentrum (die Kirchenuhr verriet mir, daß ich noch eine gute halbe Stunde zum länger verweilen in der Schlucht gehabt hatte) zur Veloroute am Fluß Dünnern und folgte dieser bis Olten, wo ich mein Velo durch die Fußgängerzone und über die gedeckte Holzbrücke schob, um dann zurück nach Zofingen zu radeln. Mittlerweile war es so kalt, daß ich wieder eine Jacke benötigte.

Nach etwas Regen in der Nacht unternahm ich am Neujahrstag noch eine Velotour Zofingen, Nebikon, Mauensee, Sursee, Schöftland, Suhr, Aarau, Olten, Zofingen, ebenfalls barfuß und in kurzen Hosen. Das Wetter war sonnig, aber stark windig und deutlich kühler als am Vortag.

Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


Dieter (Bochum) Offline




Beiträge: 787

04.01.2018 16:04
#2 RE: Silvester in der Teufelsschlucht Zitat · antworten

Hi Michael,

Du könntest Deine vielen Barfuss-Abenteuer als Buch herausgeben.


 Sprung  
disconnected Foren-Chat Mitglieder Online 0
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen