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Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

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 Barfuß und Leben
kerstin Offline

Admina


Beiträge: 1.923
Punkte: 1.181

26.09.2009 21:57
Mein Treffen mit einem alten Schulfreund in Stuttgart Zitat · antworten

Hallo zusammen,

neulich traf ich mich mit einem alten Schulfreund. Er und seine Gattin wollten etwas unternehmen, doch sie wußten nicht, was. Auch ich machte mir Gedanken, und so kam mir die Idee, nach Stuttgart zu fahren, wo wir als Kinder unsere schönste Zeit erlebten. Als wir noch Kinder waren, trafen wir uns jeden Tag, um zusammen zu spielen. Er und seine Frau waren im Gegensatz zu mir beschuht. Kurt - so heißt mein Kumpel - zieht manchmal auch seine Schuhe aus, dann aber meistens auf Wiesen oder weichem Untergrund. Als wir zusammen mit meinen Eltern auf der Insel Rab in Kroatien waren, war er es, der meistens BF war. Ich hingegen trug ausnahmslos Sandalen - oft mit Socken. Nun ja, so änderten sich die Zeiten.

Wir fuhren mit dem Bus zum Flughafen. Von dort fuhr die S-Bahn nach Leinfelden auf den Fildern, wo wir dann in die Stadtbahn "U5" umstiegen. Unterwegs schauten einige Personen schon etwas bedröppelt auf meine nackten Füße, denn es war nicht gerade sehr warm, außerdem gab es öfters Nieselregen - der so unangenehm durch die Klamotten durchdringt. Hingegen war es BF ein Genuß, auf nassen Wegen zu gehen. Nun waren wir in Stuttgart. Haltestelle Bopser. Dort war ich zuhause. Wir gingen dann auch zu "meinem" Haus, wo sich Kurt und ich vor einem Tannenbaum stellten:



Diese Tanne und jene im Hintergrund hatte meine Oma gepflanzt, als ich noch ganz klein war, die Tännchen waren aber noch viel kleiner und ganz zierlich. Nun bin ich derjenige, welcher der Kleinere ist. Die beiden Bäume - letzte Erinnerung an meine Oma an meine Kindesstätte. Meine Birke, ein stolzer großer Baum, an dessen Ast ich meine Schaukel hängen hatte, wurde anfang dieses Jahres einfach durch einen Orkan umgeblasen. Er war innen recht morsch. Na ja, alles ist vergänglich - so auch das Leben...

Nun gingen wir in den Bopserpark - eine schöne große Anlage, welche sich direkt neben "meinem" Haus befindet:



Hier steht die Frau meines Kumpels neben mir. Rechts neben ihr ist leider eine erhebliche Bildstörung - allerdings BF . Sie läuft nie BF, selbst in der Wohnung auf Teppichboden hat sie irgendwelche Hauslatschen an. Keine Ahnung, ob sie im Bett auch welche trägt...

Final sieht man ein Bild von mir, welches mir am besten gefällt. Ich mußte ja wieder Kind spielen und auf den Brunnen steigen. Der Brunnen hatte es zum Glück überlebt :



Nun war ich aber noch voller Tatendrang, doch Kurt und seine Frau nicht. Wir gingen dann zu der Haltestelle „Bopser“, wo ich zusammen mit ihnen auf die „U6“ wartete. Nach ca. 10 Minuten kam dies dann auch an. Kurt wäre sicherlich mit mir mitgegangen, doch seine Frau wollte nicht mehr, stattdessen entschloß sie sich für den bequemeren Weg des Heimkommens: mit der Bahn, und Kurt als ihr Mann blieb natürlich bei ihr. Wir verabschiedeten uns voneinander, dann stiegen sie in die „U6“ ein. Ich wartete noch, bis diese in dem anschließenden Tunnel verschwand. So setzte ich meinen BFigen Schritt fort. Ich wollte es mal meinem „mausgrausandalbesockten“ Ex-"Fraund" Hans nachmachen, denn dieser hat 'ne absolute Macke: er läuft von seinem Wohnort Stuttgart Möhringen „geschwind mal“ nach Stuttgart Nord, nach Feuerbach und regelmäßig zu mir nach Eßlingen. Dem seine Ausdauer und Kondidion sollte man haben, aber Spinner muß es immer geben ...

Ich ging den Weg, welchen ich vor einiger Zeit mit Hans entlangging, als ich mit ihm einen schönen Spaziergang vom Fernsehturm aus unternahm. Diesen Beitrag setzte ich damals ins „Heli-Forum“. Zunächst kam ich in eine große Parkanlage, welche „Villa Weißenburg“ heißt. Etwa 1250 wurde die damalige „Höhenburg“ erbaut. Um ca. 1312 wurde die Burg restlos zerstört, als dann etwa 1844 die „Fellgersburg“ der Gebrüder Fellger erbaut wurde. Dort war u.a. eine Erziehungsanstalt untergebracht. Später entstand durch einen Um- und Ausbau der Fellgersburg durch den „Geheimen Hofrat Dr. h.c. Ernst Sieglin“ die Villa Weißenburg. Heute steht dort außer einem prächtigen Marmorsaal und oberhalb ein Teehaus keine Villa mehr. Diese wurde nämlich mitte 1960 abgebrochen. Dafür gibt es dort einen herrlichen Park und Aussichtsplattformen, von wo man einen wunderbaren Panoramablick über die Stadt Stuttgart hat. Unterhalb der Anlage an der Neuen Weinsteige erinnert ein Denkmal und ein kleiner Park an Dr. h.c. Ernst Sieglin (Ernst Sieglin – Platz).

Als ich dann oben war, genoß ich zuerst den Ausblick über Stuttgart, welcher durch das bescheidene Wetter eher getrübt war. Daraufhin wandte ich meinen BFigen Schritt zum Teehaus, weil ich dort einen solchen zu mir nehmen wollte. Ich bestellte mir einen schönen Früchtetee. Die Bedienung dort machte sich sogleich Sorgen um meine Gesundheit, denn sie kam wieder – die „Frage aller Fragen“: ist es denn nicht zu kalt? Na ja, nun kommt ja langsam die Zeit, in welcher die Blicke der Leute immer intensiver werden, die Fragen teilweise immer abstruser, doch das kennt frau ja schon Erfahrung .

Nach einer gewissen Verweildauer setzte ich meinen BFigen Schritt fort. Nun mußte ich einen Weg hochlaufen – etwas steil, doch kein Problem. So kam ich dann in den „Bopserwald“. Ein älteres Paar kam mir mit Hund – einem Dalmatiner – entgegen. Sie schauten schon etwas komisch in richtung meiner Füße und der Hund schnupperte an meinen Zehen. Gut, daß er das Bein nicht gehoben hatte . Wortlos setzte das Paar und ich unseren Schritt fort und ich kam dann an einen Spielplatz und Grillstelle heraus. Dort bin ich ja mal mit Hans, meinem mausgrausandalbesockten Ex-"Freund", vor einiger Zeit entlanggelaufen, als dort auch schon irgendsoein Scheinhund meine Zehen beschnupperte. Darüber hatte ich bereits im „Heliforum“ berichtet, und dieser Beitrag ist im Forum hier archiviert. Diesmal machte mir der Schotter bei weitem nicht mehr so viel wie beim letzten Mal aus. Fand ich ein schönes Gefühl. So änderte ich dann die Richtung, da ich mich nun richtung Sillenbuch orientieren mußte. Nun mußte ich die Jahnstraße überqueren, was alles andere als einfach war. Anders als die Fußgänger war der Autoverkehr bedeutend intensiver. Ich fand aber eine Lücke, um die Straße zu überqueren, wobei ich zum Glück nicht plattgemacht wurde . Ich kam direkt am Fernsehturm vorbei, wobei ich mir zunächst überlegte, ob ich dort hochfahren sollte. Der Preis betrug 5,00 Euro, doch alleine hatte ich keinen Bock, dort hochzufahren, zumal ich erstens keinen Fotoapparat dabeihatte, und zweitens die Sicht nicht so berauschend war als daß es sich lohnen würde, dort hochzufahren. Dies möchte ich aber irgendwann noch tun, zumal dies für mich eine BFige Prämiere wäre.

Nun gut, ich ließ den Turm links stehen und kam dann bei den vielen Sportplätzen heraus – auch dort, wo ich als etwa achtjähriges Mädchen vier Wochen meiner Sommerferien im Waldheim (beschuht) verbrachte. So ging ich durch den Wald und überquerte dann nach einer gewissen Strecke die „Mittlere FiIderlinie“ - einer sehr stark befahrenen Straße. Nach hunderten von Metern kam ich dann in Sillenbuch an. Als ich in der Kirchheimer Straße die Stadtbahnhaltestelle sah, war ich echt am Überlegen, ob ich nun mit der „U7“ nach Nellingen fahren soll. „Ach was“ dachte ich, denn ich wollte mich keiner Blöße hingeben, denn mein Ex-"Freund" Hans läuft so eine Strecke wie andere zum Bäcker an der Ecke. So lief ich denn weiter. Es nahm schier kein Ende, als ich dann Heumaden erreichte – alles entlang einer sehr stark befahrenden Straße.

Als ich dann glücklicherweise in Ruit ankam, begenete ich einer Frau mit einem „uluhe“ - einem „undefinierbaren laufenden und haarigen Etwas“. Dieses Viech interessierte sich für meine Füße. Haben diese Viecher nichts anderes zu tun, als einem die Zehen abzuschnuppern!? Die Frau – geschätzte vierzig – hatte sogenannte „Chucks an ihren Füßen. Sie sah natürlich meine nackten Füße, und so kamen wir ins Gespräch. Erstaunlich: die „Frage aller Fragen“ wurde nicht gestellt. Ich hätte aus Tradition direkt nachhaken müssen . Nee, sie erzählte, daß sie vor allem im Sommer auch sehr viel BF unterwegs ist, und beim joggen wäre sie auch meistens BF. Ein interessantes Gespräch entwickelte sich hier. Da ich sportlich gesehen eher ein „Faultier“ bin - leider, war dieses Thema für mich besonders interessant. Gut, ganz „faul“ bin ich ja doch nicht, denn schließlich spiele ich sehr gerne Schach, doch dies wirkt sich eher auf das Hirn als auf den Bewegungsapparat aus . Sie fragte mich, ob ich denn überall BF laufe. Sie läuft auch nahezu überall BF, doch an manchen Stellen wie Behörden und so traut sie sich dann doch nicht. Ich entgegnete ihr, daß es für mich praktisch keine Stelle gibt, wo ich nicht BF hingehe. Schuhe kenne ich eigentlich überhaupt nicht mehr, denn seit über einem halben Jahr hatte ich keinerlei Schuhe oder Latschen an den Füßen. Ich sagte ihr, daß ich diesen Winter auch im Schnee BFen möchte. Ich verriet ihr sogar unser Forum. Vielleicht kommt sie ja auch mal als neues Mitglied zu uns!?! Wäre ja toll. Wir hatten auch unsere Telefonnummern ausgetauscht, doch ich dürfte es eigentlich nicht erzählen: den Zettel, auf welchen ich ihre Telefonnummer notierte, habe ich doch tatsächlich verloren. Ich hoffe, daß sie mich anruft, oder daß wir uns zufällig wieder begegnen.

Nun gut, ich ging dann weiter. In „Nellingen – Parksiedlung“ zweigte ich dann ab, und dort kam mir eine Gruppe von Jugendlichen entgegen. Viel kam von ihnen nicht herüber – außer ein „cool“ und noch eine weitere Bemerkung, welche ich schon sehr oft hörte: „Schuhe vergessen“. Ich meinte darauf nur, während ich weiterging, was ich denn mit so einem Quatsch soll. So kam ich dann vor an die Hauptstraße nach Eßlingen – die Breslauer Straße, welche im weiteren Verlauf in die Hohenheimer Straße überging. Einen herrlichen Panoramablick auf Eßlingen und Mettingen hatte man dort. Die Strecke zog sich gewaltig in die Länge, doch ging es nur bergab. Als sehr störend empfand ich den recht starken Autoverkehr dort und die zahlreichen Motorrollerchen mit Versicherungskennzeichen, die übler als zehn Harleys zusammen stinken. Nun kam rechts der „Pliensaufriedhof“. Die Hohenheimer Straße ging dort weiter, während die Hauptstraße mit einer 180 ° - Linkskehre in die Champagnestraße nach Eßlingen – Weil überging.

Einen Weg, der nach einigen Metern links von der Hohenheimer Straße abzweigte, nahm ich dann als Abkürzung. So kam ich in Eßlingen an. Endlich! Nur noch über den Neckar und dem Bahndamm, weiter durch die Innenstadt, dann war ich endlich wieder daheim. Ich war wirklich fix und fertig, wobei ich aber merkte, daß ich noch einiges tun muß, um konditionell wieder in Topform zu sein. Ich aß dann noch einen leckeren Tomatensalat, welchen ich noch morgens zubereitete und in den Kühlschrank stellte. Das war wirklich ein Hochgenuß – nach dieser Strapaze. Ich wollte es einfach mal wissen, und mein Respekt vor meinem Ex-"Fraund" wuchs ins Gigantische. Komisch, wie sich alles im Laufe des Lebens ändern kann: früher war ich die sportliche und besonders aktiv, während mein Ex-"Fraund" Hans eher für das Gemütliche war und dabei auch kräftig zunahm. Dies war seit unserer Kindheit so. Heute bin ich leider noch (!) - die „Voluminösere“, doch dies wird sich auf jeden Fall bald deutlich ändern. Schade, daß niemand meiner Kumpels aus der näheren Umgebung BF geht. Auch mein Kumpel Joseph aus den USA, der in Ruit lebt und eine nette Family hat, trägt ausnahmslos Turnschuhe. Beruflich ist er Busfahrer in Stuttgart, und da hat er auch keine Chance, dies BF zu tun. Nur in seinem Garten ist er stets BF, auch seine Family.

Auf jeden Fall möchte ich demnächst eine Tour mit Hans unternehmen: von Eßlingen nach Stuttgart - Möhringen, denn er wohnt in unmittelbarer Nähe des „SI-Zentrums“. Hierbei möchte ich einige Bilder machen und diese ins Forum stellen. Wahrscheinlich wird das mitte/ende Oktober sein. Schaumer mal...

Im Übrigen erteilten mir Kurt und seine Frau Beate die Erlaubnis, die Bilder, wo auch sie zu sehen sind, hier im Forum zu veröffentlichen.

Viele BF-Grüße – in der Hoffnung, Euch nicht gelangweilt zu haben,

Kerstin


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