|
Hi, dies ist zwar nicht "das andere" Forum, aber in mitmenschlicher Solidarität mit allen BFs möchte ich jemandem* zu helfen versuchen, der 'lesbar' sehr unter der Sache leidet & bei dem - vie bei mir mir - Nägel, die nicht mehr OK sind, das Ende von BF bedeuten. Die Kollegas, die auch im gelben HBF schreibaktiv sind & hier öfters 'reinschauen, z. B. Manfred(Ten) oder Charles B. bitte ich, die nachfolgende Info in geeigneter Weise 'rüberzutransferieren.
Die Rede ist davon, daß der Hausarzt in Erwägung zieht, die beiden pilzverseuchten Großnägel vom Chirurgen 'rausreißen zu lassen. Von dieser Maßnahme sollte abgesehen werden. In meinem speziell früher sehr großen Bekanntenkreis (TV-Reparaturkunden, Arbeitskollegen des 2tgrößten Arbeitgebers "meines" Landkreises") wurden damit in mindestens 4 Fällen (könnten mehr gewesen sein), in denen das Thema zur Sprache kam, nur negative Erfahrungen berichtet. Funktioniert hat die Sache noch nie, jedenfalls in den mir bekanntgewordenen Fällen, die ich teils auch selbst gesehen habe.
Wie der Chirurg nach der extrem starken Lokalanästhesie-Spritze in den großen Zeh den Nagel entfernt, ist mir nicht bekannt; es könnte aber sein, daß hier Operateur nicht = Operateur ist. Fakt ist: der neue Nagel ist stets schlechter als der alte, & zwar zerknitterter, zerklüfteter, zerkratzter, unregelmäßiger, weil offenbar die Nagelmatrix bei jedem dieser Eingriffe mindestens geringfügig geschädigt wird (bei schlechten Operateuren offenbar stärker). Eine Bekannte bekam ihre beiden "Großen" 2x wg. Pilz 'runter, danach kamen nur noch die Tränen. Sie ist zwar keine BF, aber möchte natülich sommers keine Ausnahme von den meisten Frauen machen & braucht dann eine extrem dicke Speziallackunterschicht, um den schiefen & v. a. zerknitterten Nagel kaschierend glatt aussehen zu lassen, bevor dann der rote Decklack 'draufkommt.
Auch wenn der Arzt nach dem Entfernen der Nagelplatte an die darunterliegenden Hautschichten 'rankommt & wohl irgendein Antimykotikum aufstreichen wird, gewährleistet das in keiner Weise, daß er damit sämtliche Pilzsporen erwischt. Ein zusätzlicher Scheiß' in der ganzen Sache ist auch, daß all' diese Antimykotika - jedenfalls die, von denen ich hörte - nur fungistatisch, aber nicht fungizid wirken, d. h. ihr Wirkungsmechanismus besteht nur darin, das Pilzwachstum zu hemmen, sie töten ihn aber nicht ab (nachzulesen in Wikipedia). Das muß die körpereigene Abwehr besorgen. Schafft sie das nicht, bekommt der Patient den gleichen grüngelbbraunen Nagel, den er vorher hatte - & insgesamt noch etwas schlechter. Das ist in allen diesen 4 Fällen passiert.
Die bekannten rezeptfreien Spielzeugpräparate "gegen Fußpilz" wie BAYER Canesten sind sicher schon - & selbstverständlich erfolglos - durch Einreiben des Zeugs in die Nägel - probiert worden. Deren Wirkstoffe Clotrimazol & Bifonazol sind gegen den "GrünGelbBraunen", der ein völlig anderer Pilz ist als der triviale, für Rötung & Juckreiz sorgende Fußhautpilz, gänzlich unwirksam.
Besser als 'Rausreißen ist auf jeden Fall, die Nagelplatte soweit wie möglich abzufräsen. Das geht jedoch nicht beliebig, Nägel sind (außer in den wenn lang, überstehenden weißen Enden) ein Verbundsystem, der Übergang zwischen der Hornplatte als eigentlichem Nagel & der darunterliegenden, selbstverständlich durchbluteten Nagelhautschicht(en) (könnten mehrere sein, weiß jetzt nicht) ist gleitend & unscharf - fräst man immer weiter, kann man kaum sagen, ob das, in was man da fräst, nun Nagel oder Haut ist. Dieses Gebiet ist aber im Unterschied zum eigentlichen Obernagel zunehmend von enorm vielen & hochsempfindlichen Nervensträngen durchzogen, sodaß die Sache unangenehm wird. Schließlich blutet man. Man hat dann eine normale Wunde. Das, was aber vorher zu sehen war, ist schwer beschreibbar. Es ist nicht so, daß man sich das Nagelabfräsen mit dem Analogon ausmalen könne, daß [Haut = Badezimmerwnad] & [Nagel = die Fliesen darauf] sind. Genaues weiß ich aber - mangels Anatomiekenntnissen - selber nicht.
Jedoch läßt sich die Nagelplatte - insbesondere, sofern der Patient einige unangenehme Feelings zu ertragen bereit ist (Zahnarzt wird als weit schlimmer beschrieben) - außerordentlich dünnschleifen & dann auch umso besser penetrieren, d. h. eine auf den Nagel aufgebrachte oder eingeriebene Flüssigkeit (mit pilztötenden Chemikalien) kommt tatsächlich am anderen Ende unter dem Nagel an, so undefiniert dieses auch sein mag.
Nachzulesen (könnte bereits in Wikipedia sein) ist auch, daß Harnstoff h2N-CO-NH2 (ein weißer Feststoff, dessen wäßtige Lösung ebenfalls geruchlos ist & absolut keine Ähnlichkeit mit menschlicher Pisse hat) diese Penetrations[d. h. Durchdringungs-]wirkung angeblich stark vergrößern soll. Ob das stimmt, weiß ich nicht, Fakt ist zumindest: Nägel können Flüssigkeit aufnehmen. Ich schneid' mir gerne & oft meine Zehennägel & weich' sie vorher ein paar Minuten in warmem Wasser ein. Bringt´s voll; die Nägel werden als Ganzes weich & geschmeidig, es entstehen optimale Resultate.
Fazit: Einer der Beitragsautoren (mir ist jetzt grad' entfallen, welcher) im HBF Yellow berichtete, bei ihm sei eine vollständige(?) Erholung der Nägel mit einer bestimmten Chemikalie (& evtl. zusätzlicher Anwendung solcher Abfräs- & Penetrationstechniken) gelungen. Ich empfehle dringend, durch Kontaktaufnahme zu erfragen, wie das genau gemacht wurde & welches Präparat da benutzt wurde. Das bloße Nagelrausreißen & Hoffen, daß der Pilz dabei nebenher umkommt (durch was?) hilft nichts & führt nur in eine Odyssee von Arzt zu Arzt, an deren Ende das gänzliche Wegoperieren (Anonychie) der Nagelruine steht. Die große Zehe hat dann für alle Zeiten anstelle des Nagels glatte Haut, wobei der ursprüngliche Nagelanfangsbereich ein leicht geröteter Balken ist (eine Operationsnarbe war in dem mir bekannt gewordenen Fall nicht zu sehen). Besser als das Ding, welches der Patient vor der vollständigen operativen Entfernung der Nagelmatrix hatte (eine bleistiftdünne grün-schwarze, schief & leicht nach oben stehende, Socken durchbohrende Kralle, die sogar Nerven hatte & nicht einfach mit einer Beißzange abgezwickt werden konnte) ist Anonychie (Nagellosigkeit) auf jeden Fall.
Sollte auch die von dem erwähnten User als erfolgreich berichtete chemische Therapie nicht funktionieren, bleibt nur 1: Brachialchemie. Substanzen, die den Pilz nur in seinem Wachstum hemmen [wollen] & nicht TÖTEN, kann man im Kampf gegen den Nagelpilz nach allem, was mir bislang so bekannt wurde, apriori vergessen. Im Alter von 20 Jahren hatte ich mir von irgendwoher eine Pilzinfektion an der Brustrinne (!) geholt; ich mußte mich ständig mit der Hand am T-Shirt kratzen & reiben, weil´s vor lauter Juckreiz unerträglich war. Natürlich war ich (als Nicht-Permanent-BF zu allen Jahreszeiten) voller Angst, daß das auch auf die Füße übergreifen könnte. Der sofort konsultierte Dermatologe probierte mit allem möglichen 'rum - teils mit Lächerlichkeiten wie "Schwefel-Diasporal-Creme" gegen eine hochgefährliche "Flechte" (oder was der Fachausdruck dafür war, den er gebrauchte). Bachblütentherapie gegen Krebs. Nach 2...3 Wochen kapitulierte er. Tja. Sollte ich mich nun bis auf ewig mit der Hand an der Brust kratzen...?
Es half absolut kein Präparat. Einzige Abhilfe: Konzentrierte Lösung von Quecksilber-(II)-chlorid (chem. Formel: HgCl2) in destilliertem Wasser. Damit war nach wenigen Tagen Schluß.
Trivial heißt diese Chemikalie auch "Sublimat"; man hat genau damit gerade wg. Pilz in Krankenhaus-OP, in denen höchste Ansprüche gestellt werden, die 'chirurgischen Instrumente' sterilisiert. Das Zeug galt als unschlagbar; es ist heute - im ökologisch vorbildlichen Deutschland - sehr schwer erhältlich & man mußte wg. der quecksilberhaltigen OP-Abwässer der Krankenhäuser auf weit weniger Wirksames umsteigen. Das Desinfektionsmittel "Karbol" (C6H5OH) ist gegen Pilz nicht wirksam.
http://de.wikipedia.org/wiki/Quecksilber(II)-chlorid
Auf dieser Seite den Begriff "Sublimat" auf dem Absatz "Desinfektions- & Beizmittel" anklicken.
Sollte mich der "Grüngelbbraune" befallen, werde ich davon unverzüglich Gebrauch machen. Achtung: Das Zeug darf nicht in offene Wunden gelangen.
Allgemeiner Hinweis
Mir ist bislang kein einziger Fall bekannt geworden, in denen die Patienten den "Grüngelbbraunen" an Zehen- wie Fingernägeln wieder losgeworden sind. Nicht nur, daß den Zehen vieler, v. a. älterer Menschen völlig unvorstellbare Scheußlichkeiten entspringen (zu sehen in den Schwimmbädern), wird durch den Pilz der Nagel nicht nur verfärbt, sondern auch schließlich ZERSTÖRT, es bleiben dann krümelige, schwarzbraune, krallenartig-eingewachsene Ruinen übrig. Mit SOWAS ist dann mit Öffentlichkeits-BF Schluß (es gibt ein paar Indikatoren dafür, daß die Leute, wenn sie auf nackte Füße schauen, zuerst & v. a. auf die Nägel schauen).
Bereits bei den geringsten Anzeichen (zuerst Trübwerdung des vorderen, noch mit der Haut verwachsenen Teils der Nagelplatte, dann Gelbfärbung, die Pilzinfektion breitet sich meistens von oben nach unten aus) muß sofort gehandelt werden.
Jeder Mensch hat eine individuelle chemische Zusammensetzung seiner Nägel mit individueller Disposition für Pilzbefall. Die erbliche Komponente ist total, laufen die Eltern mit den grüngelbbraunen Zehennägeln 'rum, werden die Kinder das irgendwann auch tun (auch wenn sie längst nicht mehr bei den Eltern wohnen & sich so z. B. die Infektion permanent holen). Wer also sowas im elterlichen Schlafzimmer oder Bad sieht oder einst gesehen hat, sollte höchste Vorsicht walten lassen.
Abschließend sei noch gesagt, daß noch eine andere Erkrankung namens Onychogriposis vorliegen kann. Sie ist unheilbar & befällt als Charakteristikum so gut wie nie andere als die großen Zehennägel. Naürlich kann das auch zusätzlich mit Pilz überlagert sein. 'Rausreißen nutzt hier gar nichts, wer trotzdem noch mit relativ ansehnlichen Füßen 'rumlaufen will, hat zur bleibenden Nagelentfernung (Anonychie) keine Alternative.
Onychogriposis-Webseiten sollte sich nur anschauen, wer sich informieren will, sie zeigen teils unglaubliche Scheußlichkeiten.
http://images.google.de/imgres?imgurl=ht...X%26um%3D1&um=1
Allen Usern Befreitsein von solchen Erkrankungen wünschend, Jay ------------- *) ich möchte mich selbstverständlich nicht einmischen, würde aber, wäre ich 'drüben' an leitender Stelle, den User namens "Käsefuss" doch dazu motivieren versuchen, auf einen anderen Namen umzusteigen - besonders, wenn er selbst gar keine Käsefüße hat.
| |