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Barfuß durch die größten Gemeinden im Kanton Freiburg
Barfuß durch die größten Gemeinden im Kanton Freiburg
in Barfuß und Leben 06.09.2025 09:49von Michael aus Zofingen •
| 893 Beiträge | 685 Punkte
Hallo,
am 23.08.2025 hatte ich die 25 größten Gemeinden im Kanton Bern bereist und hier beschrieben. Nun wollte ich so viele der größten Gemeinden im Kanton Freiburg bereisen, d.h. mit Offtopic-Fahrzeugen zumindest durchfahren, wobei diese Liste ausschlaggebend war. Mit mehr als 35 Gemeinden (nur diese Gemeinden habe ich mit Zahlen in Klammern versehen, womit die Position der Gemeinde bezüglich Einwohnerzahl im Kanton Freiburg gemeint ist) habe ich nicht gerechnet, mit mindestens 20. Wie viele würde ich schaffen? Die Planung der Route hat Stunden gekostet.
Am Freitag, den 5.9.2025 sollte in der Schweiz nach einem total verregneten Vortag weitestgehend trocken werden. Ich radelte barfuß im Dunkeln bei trübem Himmel und 12°C in Richtung Zofinger Bahnhof, um eine S-Bahn um 5:39 Uhr nach Olten zu bekommen. Hier rollte bald darauf ein Intercity über Bern nach Genf ein, dieser Zug bevor die wichtigste Bahnstrecke durch den Kanton Freiburg, hielt jedoch nur in der Kantonshauptstadt Freiburg (1). Auf dem Weg dorthin hatte der Zug bereits die Gemeinden Wünnewil-Flamatt (13) mit zwei Bahnhöfen in jedem Ortsteil, Schmitten (18) und Düdingen (7) ohne Halt durchfahren sowie die Gemeinden Bösingen (25) und Grange-Paccot (19), die keine Bahnstation besitzen. In Freiburg mußte ich barfuß den Bahnsteig wechseln, wobei ich sah, daß der Haupteingang von Bahnpolizisten betürstehert war, aus welchem Grund auch immer. Ich wechselte in einen vonnen Regioexpreß, der auf der selben Strecke weiter fuhr und die Gemeinden Villars-sur-Glâne (3), und Neyruz (31) ohne Halt durchfuhr. Erst im historischen Städtchen Romont (12) hielt der Zug wieder.
Derselbe Zug fuhr nun weiter auf dieser Strecke. Bahnhöfe werden nicht mehr bedient, erst in der historischen Stadt Bulle (2) hielt der Zug wieder, um die meisten Personen auszuspucken. Eine direkte Bahnlinie zwischen den Metropolen des Kantons hat es nie gegeben, jedoch ist dank dieser Bahnlinie eine gute Verbindung vorhanden. Derselbe Zug fuhr auf der umgespurten Stichstrecke bis zur Schokoladenfabrik in Broc (32). Ich stieg nur kurz aus, denn derselbe Zug fuhr zurück in den modernen Bahnhof Bulle. Es hatte kurzzeitig geregnet, so daß ich durch Pfützen zum Busbahnhof "stiefeln" konnte. Um 8:13 Uhr verließ der TPF-Bus Bulle Nr. 234, es folgte übergangslos die Gemeinde Riaz (29). Dann lag links der Strecke der Greyerzer See. Le Mouret (26) lag auch auf der Strecke. Schon bald aber erreichte der Bus die Vorortgemeinde Marly (6) und kurz darauf die unterirdische Busstation am Freiburger Bahnhof.
Hier wechselte ich barfuß in einen TPF-Bus der Linie 182, auf deren Strecke die Gemeinde Tafers (10) lag. Am Bahnhof Schmitten stieg ich aus und mußte auf eine S-Bahn warten, die mich eine Station weiter nach Düdingen brachte. Hier hatte ich Anschluß an eine Kraftpost nach Kerzers (15). Erst während der Fahrt registrierte ich, daß der Bus bereits eingemeindete Dörfer von Murten (5) durchfuhr. Auch Gurmels (16) liegt an der Strecke. Am Verkehrsknotenpunkt Kerzers wechselte ich in eine S-Bahn ins historische Städtchen Murten, wo ich 27 Minuten auf Anschluß warten mußte. Diese S-Bahn fuhr nach Freiburg, an dieser Strecke liegen Bahnhöfe der Gemeinden Courtepin (14), Belfaux (24) und Givisiez (23).
An letzterem Bahnhof stieg ich aus, wobei ich eine Weitläufige Überführung mit glattem Asphalt überqueren mußte, um zur Bushaltestelle zu gelangen. Der Anschluß war knapp, und ich erwischte prompt den falschen Bus. Nach einer Station stieg ich aus und säckelte barfuß 3 Haltestellen weiter, jetzt befand ich mich auf dem Gemeindegebiet von Corminboeuf (28). Ich war ziemlich durchgeschwitzt, erreichte jedoch noch meinen Anschlußbus nach Freiburg, der sich ziemlich schnell füllte an den Haltestellen, je näher man sich dem Bahnhof näherte.
Mit einer S-Bahn Richtung Yverdon fuhr ich weiter, der Zug hielt wieder in Givisiez, an einem anderen Bahnhof von Belfaux. Die Gemeinden Grolley-Ponthaux (30) und Montagny (27) hatten mit Grolley und Cousset auch Bahnhöfe an dieser Strecke. Ziel war die die Gemeinde Estavayer (4), eine Exklave des Kantons, während das durchfahrene Städtchen Payerne im Waadtland liegt. Im historischen Städtchen Estavayer-le-Lac wechselte ich in den Gegenzug, verließ ihn in Payerne. Hier wechselte ich in einen Zug nach Palézieux, der unter anderem das waadtländische Städtchen Moudon durchfuhr. In Palézieux wechselte ich in einen schmalspurigen Zug nach Bulle, dieser hielt auch im Städtchen Châtel-Saint-Denis (8).
In Bulle wechselte ich in den TPF-Bus der Linie 336. Dieser Bus fuhr auf anderem Weg nach Freiburg, und zwar links vom Greyerzer See. Der Bus hatte ziemliche Verspätung wegen dichten Verkehrs in Bulle und vielen mitfahrenden Schülern. In Farvagny einem Ortsteil von Gibloux (9), stieg ich aus, um mit der Linie 470 weiterzufahren. Während ich an der Haltestelle wartete, sprach mich eine Frau (dem Aussehen nach polnischen oder tschechischem usw. Ursprungs), die aus einem Gebäude gekommen war auf französisch an, was ich nicht verstand. Deutsch konnte sie nicht. Ich vernahm Worte wie "Restaurant" und "Café", was wie "Koffer" klang. Möglicherweise handelte es sich um eine Wirtin oder Kellnerin, die hier arbeitete. Ich nahm an, daß sie mich für bedürftig hielt wegen meiner Aufmachung. Dabei war es sicher 20°C warm und sonnig. Sie fragte andere an der Haltestelle, ob sie deutsch konnten, aber niemand konnte es. Endlich kam der verspätete Bus, etliche stiegen ein. Auch die frau stieg in den Bus, sprach ganz verzweifelt mit dem Chauffeur, wobei ich nur das Wort "Police" verstand. Dann stieg sie aus, und der Bus fuhr los.
In Bossens hielt der Bus im Zentrum, gab auf französisch, englisch und deutsch durch, daß die Türen geschlossen bleiben. Dann blieb er stehen, nichts geschah. Nach einiger Zeit kam ein Polizei4rad, zwei normalgewichtige Beamte stiegen in den Bus, kamen auf mich zu und holten mich raus. Auch andere Fahrgäste durften aussteigen, neue einsteigen. Der Bus durfte aber noch nicht weiterfahren. Die Beamten waren höflich und konnten deutsch. Ich mußte den Ausweis zeigen, dann kamen die üblichen Fragen. Nach einiger Zeit ging der eine Beamte mit meinem Ausweis zum Bus, dann fuhr er ab. Ich weiß nicht, ob der Beamte dem Chauffeur meine Personendaten durchgegeben hat, damit das Unternehmens mich wegen "Störung des Busverkehrs" zur Kasse bitten kann. Barfuß war nur kurz ein Thema, und die Beamten waren der Ansicht, daß dieses nicht verboten sei. Ich erhielt meinen Ausweis zurück und durfte mit dem nächsten Bus weiterfahren.
Etwa 10 Minuten später kam ein Bus, der mich nach Freiburg brachte. Mit einer S-Bahn (30 Minuten später als mein ursprünglich geplanter Zug) begab ich mich in die Gemeinde Mont-Vully (17), die in Sugiez einen Bahnhof hat. Hier wechselte ich in den Gegenzug und fuhr bis Murten. Nach 15minütigem Warten fuhr ich mit einer S-Bahn nach Payerne, die durch die Gemeinde Belmont-Broye (11) mit den Bahnhöfen Domdidier und Dompierre sowie die Waadländer Stadt Avenches bediente. Nach 15minütigem Warten fuhr ich nach Palézieux, wo nach kurzem Warten mein Interregio einrollte, der noch die Gemeinde Ursy (22) mit dem Bahnhof Vauderens ohne Halt durchquerte. Der Zug hielt in Romont, Freiburg, Bern, Zofingen und Sursee auf dem Weg nach Luzern. Um 22:28 Uhr war ich in Zofingen. Bei trocknem Wetter radelte ich barfuß nach Hause.
Meine 41. Barfußreise mit dem Generalabo war beendet. Mir ist es gelungen, die 19 größten Gemeinden im Kanton Freiburg zu durchfahren. Es war mir zu riskant, noch eine Busfahrt von Palézieux nach Attalens (20) und wieder zurück in den Plan zu würgen. Hätte ich zusätzlich noch die Gemeinde Plaffeien (21) berührt (etwa wenn ich von Freiburg Richtung Schwarzenburg) gefahren wäre, wären es 32 gewesen. Wie man sieht, liegen die größten Gemeinden irgendwo zwischen Biel und Thun. Ich werde barfüßige Reisen durch die größten Orte sicher noch in anderen Kantonen durchführen.
Was die Polizeiaktion anbelangt: Ich werde mich nicht beschweren, denn ohne diese hätte ich lediglich 30 Minuten länger in Murten warten müssen. Die Personalien der "Hexe", die das ganze ausgelöst hat, habe weder ich, noch die Polizei, noch das Verkehrsunternehmen. Ob das Verkehrsunternehmen meine Personalien hat, weiß ich nicht. Wenn nein, dann würde es wohl kaum diese noch bei der Polizei aus eigenem Antrieb anfordern, um mich zu belangen. Wenn ich mich aber beim Verkehrsunternehmen über den Busfahrer beschwere, weil er wegen einer hysterische Frau, die nicht einmal Fahrgast war, die Polizei informierte, könnte der Schuß nach hinten gehen.
Schöne Grüße
Michael aus Zofingen
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