Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

ein kleines demokratisches Forum für Leute, die gerne barfuß laufen





#1

Barfuß durch die größten Gemeinden im Kanton St. Gallen

in Barfuß und Leben 14.09.2025 10:39
von Michael aus Zofingen | 895 Beiträge | 691 Punkte

Hallo,

bisher hatte ich die 25 größten Gemeinden im Kanton Bern die 19 größten Gemeinden im Kanton Freiburg bereist und hier bzw. hier beschrieben. Nun wollte ich so viele der größten Gemeinden im Kanton St. Gallen bereisen, d.h. mit Offtopic-Fahrzeugen zumindest durchfahren, wobei diese Liste ausschlaggebend war. Mit mehr als 52 Gemeinden (nur diese Gemeinden habe ich mit Zahlen in Klammern versehen, womit die Position der Gemeinde bezüglich Einwohnerzahl im Kanton St. Gallen gemeint ist) habe ich nicht gerechnet, mit mindestens 30. Wie viele würde ich schaffen? Die Planung der Route hat Stunden gekostet.

Am Donnerstag, den 11.9.2025 sollte in der Schweiz weitestgehend trocken werden. Ich radelte barfuß im Dunkeln bei trübem Himmel und 15°C in Richtung Zofinger Bahnhof, um eine S-Bahn um 5:39 Uhr nach Olten zu bekommen. Zwischenzeitlich setzte Regen ein. In Olten rollte bald darauf ein Intercity Richtung Zürich ein, dieser Zug rollte schnellstmöglich über die wichtigste Bahnstrecke durch den Kanton St. Gallen, denn er hielt neben Zürich HB und Winterthur nur in der Kantonshauptstadt St. Gallen (1). Auf dem Weg dorthin hatte der Zug bereits Wil (3), Uzwil (5) und Oberuzwil (27) mit gemeinsamem Bahnhof, Flawil (8) und Gossau (4) ohne Halt durchfahren.

In St. Gallen mußte ich barfuß den Bahnsteig wechseln, um mit der nächsten S-Bahn in die Nachbarstadt Wittenbach (12) zu fahren. Mit dem nächsten Gegenzug fuhr ich zurück Richtung St. Gallen, stieg jedoch im Stadtteil St. Fiden aus, um in eine S-Bahn Richtung Rorschach (10) zu fahren, dieser Zug hielt auch in Mörschwil (52) und Goldach (14). Am Bahnhof Rorschach Stadt wechselte ich in einen Omnibus zum Bahnhof Goldach, um durch die Gemeinde Rorschacherberg (20), die mit Rorschach und Goldach eine städtebauliche Einheit bildet, zu durchfahren.

In Goldach wechselte in eine S-Bahn, um auf dieser Strecke weiterzufahren. Ich fuhr über Rorschach durch die größeren Gemeinden Thal (22) (Bahnhof im Ortsteil Staad), St. Margrethen (28) und Au (19), in letzterer Gemeinde befindet sich hat neben dem gleichnamigen Bahnhof auch der wichtigere Bahnhof Heerbrugg, wo ich ausstieg. Ich wechselte zum Bushof, wo ein Bus wartete und mich durch die hübsche
Gemeinde Berneck (48) zurück nach Heerbrugg brachte. Hier wartete abermals ein Bus, dieser brachte mich über Widnau (9) nach Diepoldsau (24). Zwischen letzteren Orten liegt der Rhein, parallel dazu lag das eingewachsene Gleis einer Offtopic-Fahrzeugstrecke, auf der mein GA nicht gilt und nie regulärer Personenverkehr stattfand. In Diepoldsau wartete ich bei bewölktem Himmel auf den Gegenbus, der über Heerbrugg hinaus in die historische Stadt Altstätten (7) fuhr und dabei auch die Gemeinden Balgach (39) und Rebstein (42) bediente. Bleibt zu erwähnen, daß früher einmal Straßenbahnen im Raum Altstätten, Berneck, Heerbrugg und Diepoldsau verkehrten.

Vom SBB-Bahnhof Altstätten fuhr ich weiter mit einem Interregio in die Stadt Buchs (6). Dieser Zug fuhr ohne Halt durch die Gemeinden Oberriet (16) und Sennwald (31). In Buchs wechselte ich in eine bereitstehende Kraftpost, die mich durch die Gemeinde Grabs (21), zu der auch das historische Städtchen Werdenberg gehört, ins Zentrum von Gams (51), wo ich ausstieg und kurz durch den Ort marschierte, bevor mich der Gegenbus zurück nach Buchs mitnahm. Vom Bus aus sah ich, wie ein älterer Mann barfuß mit dem Fahrrad durch Grabs fuhr. Ebenso stieg eine Frau mit Kinderkarre, in der ein barfüßiges Kind saß, in diesen Bus. Am Bahnhof Buchs, wo ich auf den nächsten Zug wartete, fragte mich ein bekopfhörerter Halbwüchsiger, woher ich meine kurze Hose hatte. Ich antwortete, daß es früher eine lange Hose war, die ich gekürzt hatte. Er fragte, wo ich die gekauft hatte. Ich antwortete: "In Hamburg, ist aber schon sehr lange her." "Schade!" Ich weiß es selber nicht, wie alt die Hose ist, sicher über 25 Jahre. Definitiv habe ich sie erst gekürzt, als sie als Geschäftshose nicht mehr geeignet war.

Ich fuhr nun weiter auf der ursprünglichen Strecke bis ins Städtchen Sargans (29). Der Interregio durchfuhr die Gemeinden Sevelen (35) und Wartau (34) (aufgelassener Bahnhof Trübbach) ohne Halt. Nach Umsteigen in Sargans fuhr ich mit der nächsten S-Bahn Richtung Chur, jedoch nur bis zur nächsten Gemeinde Bad Ragaz (26), dahinter beginnt bereits der Kanton Graubünden. Mit dem Gegenzug fuhr ich zurück nach Sargans. Mit einem Bus, der auch die Gemeinde Mels (15) berührte, fuhr ich durch die Gemeinde Vilters-Wangs (40) zurück nach Sargans.

Mit dem nächsten Interregio fuhr ich nach Ziegelbrücke, er hielt nicht in Mels und Flums (36), wohl aber in Walenstadt (32). Am Bahnhof Ziegelbrücke stieg ich um, um in die Stadt Rapperswil-Jona (2) zu fahren. Die S-Bahn die größeren Gemeinden Schänis (46), Uznach (23) und Schmerikon (47). Im Bahnhof Rapperswil stieg ich kurz aus, um mir die nackten Füße zu vertreten, fuhr dann um 14:37 Uhr aber mit demselben Zug zurück ins Städtchen Uznach. Hier wartete bereits Bus der Linie 632, mit dem ich nach Gommiswald (33) ins Dorfzentrum fuhr. Der Anschluß auf den Bus Nr. 633 war knapp. Dieser Bus fuhr auf anderem Weg nach Uznach, wo bereits ein Bus der Linie 631 wartete, mit dem ich ins Zentrum von Eschenbach (11) fuhr, der am Ende einige Verspätung hatte. Ich hetzte barfuß über die Straße, um mit einem wartenden Bus der Linie 622 nach Wattwil (17) zu erreichen. Es war jedoch "nur" der verspätete Vorgängerbus, der im Eschenbacher Ortsteil St. Gallenkappel endete. Ich ging ein Stück durch den Ort und wartete auf den Richtigen Bus, der ebenfalls Verspätung hatte.

Ich erreichte knapp den wegen der vielen mitfahrenden Schülern überfüllten Zug über Ebnat-Kappel (38) in die Gemeinde Nesslau (50) (Bahnhöfe Krummenau und Nesslau-Neu St. Johann). In Ebnat-Kappel spielten mehrere (ich glaube, es waren 5) kleine Kinder ein einheitlich barfuß, jedoch in dicken Jacken und langen Hosen auf einem Spielplatz. Während des Halts am Bahnhof Nesslau-Neu St. Johann regnete es. Mit derselben S-Bahn fuhr ich zurück nach Wattwil, um mit einer S-Bahn Richtung Wil weiterzufahren, die auch in Bütschwil (Gemeinde Bütschwil-Ganterswil (37)) hielt. In Bazenheid stieg ich bei teilweise sonnigem Wetter aus, um mit einem Kleinbus nach Kirchberg (13) zu fahren. Im Nachhinein stellte ich fest, daß Bazenheid nur ein Ortsteil von Kirchberg ist, und somit diese Fahrt überflüssig war. Allerdings entschädigte der barfüßige Besuch der direkt an der Haltestelle liegenden Heiligkreuzkirche diesen Fehler. Mit dem Bus der Linie 732 fuhr ich weiter zum Bahnhof Wil.

Etwa 10 Minuten später kam eine S-Bahn, die mich zurück nach Wattwil brachte. Mit einer S-Bahn "mußte" ich noch weiter nach Uznach fahren, da ich die Gemeinde Kaltbrunn (41) auf der Busfahrt über Eschenbach buchstäblich rechts-unten liegen ließ. Nun aber hielt die S-Bahn dort. In Uznach rollte gleich darauf ein Kupferzug nach St. Gallen ein, der nur in Wattwil und Herisau (Kanton Appenzell Innerrhoden) hielt, jedoch auch die größeren Gemeinden Neckertal (30) und Degersheim (45) durchfuhr. Jetzt lag nur noch die Gemeinde Gaiserwald (18) auf meinem Plan. Den Ortsteil Abtwil erreichte ich von Sankt Gallen durch Benutzung der Trolleybuslinie 4 bis zur Haltestelle Säntispark, mit demselben Fahrzeug, diesmal als Linie 3 fuhr ich zurück zum St. Galler Hauptbahnhof.

Um 20:37 fuhr ein Interregio nach Zürich HB. Hier wechselte ich in einen Intercity Richtung Bern und fuhr damit bis Olten, wo ich in eine S-Bahn umstieg. Um 22:45 Uhr war ich in Zofingen. Bei bewölktem Wetter radelte ich barfuß nach Hause.

Meine 42. Barfußreise mit dem Generalabo war beendet. Mir ist es gelungen, die 42 größten Gemeinden im Kanton (zum Vergleich: Bern 25, Freiburg 19) zu durchfahren. Ohne den Abstecher nach Kirchberg Zentrum und nach Gommiswald Zentrum (auf der Strecke Eschenbach-Wattwil berührte ich auch Ausläufer von Gommiswald) hätte ich noch Zuzwil (43) und Oberbüren (44) erreichen können, wenn ich die Strecke Wil - Uzwil mit dem Bus zurückgelegt hätte, wären es 48 gewesen. Wenn ich auch noch zusätzlich Jonschwil (49) bei Wil reingewürgt hätte, wären es 52 gewesen. Wie man sieht, liegen die größten Gemeinden in der Nähe von St- Gallen. Ich werde barfüßige Reisen durch die größten Orte sicher noch in anderen Kantonen durchführen.

Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


Folgende Mitglieder finden das Top: downriver und Lebenskünstler
nach oben

#2

RE: Barfuß durch die größten Gemeinden im Kanton St. Gallen

in Barfuß und Leben 14.09.2025 16:59
von tiptoe | 611 Beiträge | 194 Punkte

Zitat von Michael aus Zofingen im Beitrag #1
In Ebnat-Kappel spielten mehrere (ich glaube, es waren 5) kleine Kinder ein einheitlich barfuß, jedoch in dicken Jacken und langen Hosen auf einem Spielplatz.

Das deutet darauf hin, dass es nicht mehr sommerlich warm war? Kinder barfuß am spielplatz sehe ich bei warmen temperaturen regelmäßig, aber kaum sobald das thermometer unter zimmertemperatur sinkt.
Ich vermute sie hatten ihre schuhe danebenstehen (und gehörten zur selben familie bzw. waren einander bekannt, da gibt es dann auch eine gewisse dynamik zwischen kindern bzw. deren eltern). Sandkästen haben ein ähnliches barfuß-kraftfeld wie strände (rein praktisch gesehen ist es im sand mit schuhen immer doof, so dass barfuß auch bei jenen temperaturen angebracht ist, die lange hosen und jacken sinnvoll erscheinen lassen).


Lebenskünstler hat sich bedankt!
nach oben

#3

RE: Barfuß durch die größten Gemeinden im Kanton St. Gallen

in Barfuß und Leben 15.09.2025 08:14
von Michael aus Zofingen | 895 Beiträge | 691 Punkte

Zitat von tiptoe im Beitrag #2
Zitat von Michael aus Zofingen im Beitrag #1
In Ebnat-Kappel spielten mehrere (ich glaube, es waren 5) kleine Kinder ein einheitlich barfuß, jedoch in dicken Jacken und langen Hosen auf einem Spielplatz.

Das deutet darauf hin, dass es nicht mehr sommerlich warm war? Kinder barfuß am spielplatz sehe ich bei warmen temperaturen regelmäßig, aber kaum sobald das thermometer unter zimmertemperatur sinkt.
Ich vermute sie hatten ihre schuhe danebenstehen (und gehörten zur selben familie bzw. waren einander bekannt, da gibt es dann auch eine gewisse dynamik zwischen kindern bzw. deren eltern). Sandkästen haben ein ähnliches barfuß-kraftfeld wie strände (rein praktisch gesehen ist es im sand mit schuhen immer doof, so dass barfuß auch bei jenen temperaturen angebracht ist, die lange hosen und jacken sinnvoll erscheinen lassen).

Es war tatsächlich relativ kühl (ca. 13°C?) und sah nach Regen aus. Daher vermutlich keine hochsommerliche Kleidung. Erwachsene Begleitpersonen bzw. abgestellte Schuhe konnte ich nicht sehen, jedoch könnten Bäume, Schuppen usw. mir die Sicht dazu versperrt haben. Möglicherweise wohnen die Kinder auch ganz in der Nähe des Spielplatzes. Ich kenne schließlich die Gegend nicht näher.

Ich sehe übrigens häufiger barfüßige Kinder in der Übergangsjahreszeit, speziell dann, wenn es morgens recht kalt ist, am späten Nachmittag die Sonne jedoch noch wärmt. Fürs Wechseln auf Sommerkleidung reicht es nicht, fürs Ausziehen von Schuhen und Socken jedoch noch. Manche Kinder (und Erwachsene) laufen etwa auf Terrassen auch in Socken, aber ohne Schuhe herum.


Lebenskünstler findet das Top
nach oben

Wir brauchen Deine Hilfe!

Hallo !

Wir hoffen, dass dir unser Forum gefällt und du dich hier genauso wohlfühlst wie wir.

Wenn du uns bei der Erhaltung des Forums unterstützen möchtest, kannst du mit Hilfe einer kleinen Spende dazu beitragen, den weiteren Betrieb zu finanzieren.

Deine Spende hilft!

Spendenziel: 84€
60%
 



Besucher
1 Mitglied und 10 Gäste sind Online

Besucherzähler
Heute waren 394 Gäste und 5 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 4231 Themen und 26591 Beiträge.

Heute waren 5 Mitglieder Online:


Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen