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#1

Barfuß durch die größten Gemeinden im Kanton Thurgau

in Barfuß und Leben 22.09.2025 11:48
von Michael aus Zofingen | 895 Beiträge | 691 Punkte

Hallo,

bisher hatte ich die 25 größten Gemeinden im Kanton Bern, die 19 größten Gemeinden im Kanton Freiburg und die 42 größten Gemeinden im Kanton St. Gallen bereist. Nun wollte ich so viele der größten Gemeinden im Kanton Thurgau bereisen, d.h. mit Offtopic-Fahrzeugen zumindest durchfahren, wobei diese Liste ausschlaggebend war. Mit mehr als 50 Gemeinden (nur diese Gemeinden habe ich mit Zahlen in Klammern versehen, womit die Position der Gemeinde bezüglich Einwohnerzahl in "Mostindien" (anderswo würden Schreiber dieses Wortes gesperrt mit der Begründung "Es ist mein Forum") gemeint ist) habe ich nicht gerechnet, mit mindestens 30. Wie viele würde ich schaffen? Die Planung der Route hat Stunden gekostet.

Am Mittwoch, den 17.9.2025 sollte in der Schweiz weitestgehend trocken werden. Ich radelte barfuß im Dunkeln bei leicht bewölktem Himmel und 11°C in Richtung Zofinger Bahnhof, um eine S-Bahn um 5:39 Uhr nach Olten zu bekommen. In Olten wurde eine unbestimmte Verspätung für meinen Intercity Richtung Zürich angekündigt und auf einen 2 Minuten später abfahrenden Zug verwiesen. Dieser hielt allerdings nicht zwischen Winterthur und St. Gallen. Also steig ich in Zürich aus, wo am selben Bahnsteig gegenüber bereits ein Ersatzzug wartete und anstelle meines geplanten Zuges pünktlich abfuhr. Auch wenn Winterthur noch im Kanton Zürich liegt und mein Ausstiegsort Wil bereits im Kanton St. Gallen, so hat der Zug doch bereits die Thurgauer Gemeinden Aadorf (7), Eschlikon (14) und Sirnach (8) ohne Halt durchfahren.

In Wil mußte ich barfuß den Zug wechseln, um mit der nächsten S-Bahn auf der Strecke der Mittelthurgaubahn weiterzureisen. Es folgten die größeren Gemeinden Affeltrangen (34) und Bussnang (39) sowie die hübsche Stadt Weinfelden (5). Hier wechselte der Zug seine Richtung und fuhr durch die Gemeinden Bürglen (16), Sulgen (17) und Erlen (20), gefolgt von der häßlichen Stadt Amriswil (4) und der Seestadt Romanshorn (6), wo der Zug endete. Hier hatte ich 23 Minuten Aufenthalt, um mit einer S-Bahn Richtung ins sanktgallische Rorschach zu fahren, dieser Zug hielt auch in Egnach (12), der malerischen Stadt Arbon (3) und in Horn (29).

Mit demselben Zug fuhr ich von Rorschacher Hauptbahnhof die Bodenseestrecke zurück nach Romanshorn. mit der nächsten S-Bahn fuhr ich weiter die Bodenseestrecke bis zur Stadt Kreuzlingen (2). Der Zug hielt in den größeren Gemeinden Uttwil (45), Güttingen (49), Altnau (41), Münsterlingen (23) und Bottighofen (36). Am Kreuzlinger Hauptbahnhof wechselte ich barfuß in einen am selben Bahnsteig gegenüber wartenden Interregio Richtung Luzern. Dieser Zug befuhr die mir noch fehlende Strecke der Mittelthurgaubahn ohne Halt bis Weinfelden, durchfuhr dabei die Gemeinden Tägerwilen (11), Lengwil (50), Kemmental (35) (Bahnhof Siegershausenund Berg (24). Ohne Halt verkehrte der Zug bis zur Kantonshauptstadt Frauenfeld (1) und durchfuhr dabei die Gemeinden Märstätten (33), Wigoltingen (37) (Bahnhof Müllheim-Wigoltingen) und Felben-Wellhausen (27).

In Frauenfeld hatte ich nur knapp Zeit, um barfuß die tramähnliche Frauenfeld-Wil-Bahn zu erreichen, schaffte es aber. Die Schmalspurbahn durchfuhr die Gemeinden Matzingen (28), Wängi (13) und Münchwilen (10). Die Weiterfahrt nach Gossau lag außerhalb Mostindiens, jedoch nach Umsteigen in eine S-Bahn nach Weinfelden via Bischofzellerbahn wurde wieder Thurgauer Gebiet durchfahren. Die hübsche Stadt Bischofzell (9) hat 2 Bahnhöfe diesseits und jenseits der Sitter, die in einem Bogen überquert wird und auch im Bahnhof der Gemeinde Zihlschlacht-Sitterdorf (38) hält. Auch die Gemeinden Hauptwil-Gottshaus (43) und Kradolf-Schönenberg (21) haben hier Haltepunkte. Ab Sulgen befuhr der Zug wieder eine bekannte Strecke. Nach Umsteigen in Weinfelden Richtung Kreuzlingen befuhr ich abermals bereits befahrenes Gebiet, diesmal in Gegenrichtung und mit der S-Bahn.

Abermals wollte ich von Kreuzlingen nach Frauenfeld fahren, diesmal jedoch mit der Kraftpost der Linie 920. Neben Tägerwilen und Felben-Wellhausen fuhr dieses Offtopic-Fahrzeug durch die Gemeinden Müllheim (26) und Pfyn (42). In Frauenfeld hatte ich Anschluß an einen Interregio, mit dem ich bis Winterthur fahren wollte. Ein älterer Mann, der nicht besonders gut zu Fuß war, musterte meine Aufmachung und sprach: "Bei Ihrer Kleidung fehlt nur noch ein Turban!" Ich kenne mich nicht besonders gut aus. Jedoch verbinde ich Turbanträger eher mit Leuten, die vielleicht Sandalen ohne Socken tragen, jedoch ansonsten einen langen Mantel, der alles mögliche bedeckt, keinen Menschen in einer kurzen Hose, die die Bezeichnung kurz auch verdient und ein leichtes Träger-T-Shirt. Auf dem Weg lag noch der Bahnhof Islikon in der Gemeinde Gachnang (15).

In Winterthur stieg ich aus und wechselte in einen Interregio, der mich nach Wil brachte. Hier wartete ich auf einen Kraftomnibus der Linie 735, dieser brachte mich in die Gemeinde Bichelsee-Balterswil (31). An der Endstation stieg ich aus, um mit der Kraftpost der Linie 806 nach Dussnang zu fahren. Hier ging ich barfuß zunächst in die reformierte Kreuzkirche, dann in die katholische Marienkirche, beides in unmittelbarer Nähe der Bushaltestelle. Obwohl Dussnang zur Gemeinde Fischingen (32) gehört, fuhr ich noch eine Runde über Kloster Fischingen mit dem Bus Nr. 734 zurück nach Wil. Am Bahnhof Wil wechselte ich in den Bus der Linie 702, um eine Runde durch die Thurgauer Gemeinde Wilen (40) zu machen. Vom Bus aus sah ich eine Frau, die barfuß den Vorplatz einer Garage fegte. Etwas weiter spielten Kinder barfuß auf einem Hof. Im Feierabendverkehr kam es zu Verspätungen, jedoch durch Aussteigen an der Haltestelle Bahnhof Süd in Wil und Säckeln durch die Fußgängerunterführung zum Bushof erreichte ich noch knapp den Bus der Linie 731, der durch die Gemeinde Rickenbach (30) und wieder zurück zum Bahnhof Wil fuhr.

Ich wollte weiter mit einer S-Bahn Richtung Schaffhausen und erreichte knapp noch eine, die 30 Minuten vor meiner eingeplanten S-Bahn fuhr. Dieser Zug entfernte sich noch weiter vom Thurgau, nämlich über Gossau nach St. Gallen. Auf dem weiteren Weg nach Romanshorn wird jedoch noch die Thurgauer Gemeinde Roggwil (25) mit dem Bahnhof Roggwil-Berg (ein anderes Berg) durchfahren. Die Strecke zwischen Romanshorn und Kreuzlingen hatte ich schon an diesem Tag befahren, danach kam "Neuland". Es kamen noch Ermatingen (22), das Städtchen Steckborn (19) sowie Eschenz (44). Das malerische Städtchen Stein am Rhein liegt allerdings im Kanton Schaffhausen. Mit dem Postauto der Linie 825 wollte ich noch eine Runde durch die Thurgauer Gemeinde Wagenhausen (48) fahren und mit der nächsten S-Bahn weiter nach Schaffhausen. "Leider" fuhr der Bus nur alle Stunde im Gegensatz zur S-Bahn, so daß ich barfuß vom Bahnhof über die Rheinbrücke und über Kopfsteinpflaster durch die Gassen der Altstadt gehen "mußte". Erst dann konnte ich die Busreise durch Wagenhausen antreten, gefolgt von der S-Bahnfahrt. Es folgten noch die Gemeinden Bassadingen-Schlattingen (46), Schlatt (47) und das zwischen diesen "ähnlichen" Gemeinden liegende Städtchen Diessenhofen (18).

In Schaffhausen hatte ich sofort Anschluß an einen Regioexpreß über Bülach nach Zürich HB. Hier wechselte ich in einen Intercity Richtung Bern und fuhr damit bis Olten, wo ich in eine S-Bahn umstieg. Um 22:45 Uhr war ich in Zofingen. Bei klarem Wetter radelte ich barfuß nach Hause.

Meine 44. Barfußreise mit dem Generalabo war beendet. Mir war es gelungen, die 50 größten Gemeinden im Kanton Thurgau (zum Vergleich: Bern 25, Freiburg 19, St. Gallen 42) zu durchfahren. Ich werde barfüßige Reisen durch die größten Orte sicher noch in anderen Kantonen durchführen.

Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


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