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Martini-Sommer - und danach
in Barfuß und Leben 21.11.2025 10:00von Michael aus Zofingen •
| 886 Beiträge | 670 Punkte
Hallo,
vom Martini-Sommer spricht man dann, wenn in der Zeit um den 11. November (Martinstag) eine vergleichsweise warme Wetterperiode vorliegt. In den nebelverwöhnten Teilen des Mittellandes bekommt man nur selten was mit, wohl aber dort, wo Nebel seltener ist. Wie sah es dieses Jahr hier aus? Die vergleichsweise warme Wetterperiode im Süden der Schweiz vom 5. bis zum 10. November habe ich hier beschrieben. In der Nacht vom 10. zum 11. November hatte eine Regenfront die Nordschweiz überquert, aber am Martinstag selbst wurde es nachmittags wieder so warm, daß ich im T-Shirt auf dem Balkon sitzen konnte. Gleiches traf für den Nachmittag des 12. Novembers zu. Wegen des am späteren Nachmittag stattfindenden Energieaperos in Zofingen war ich nicht mit Offtopic-Fahrzeugen unterwegs. Das sollte sich danach ändern für die nächsten Tage. Zwischenzeitlich habe ich einige Einzelheiten wieder vergessen, daher kann ich nur eine Kurzfassung über alle Tage geben.
Donnerstag, 13.11.2025:
Route: Abfahrt in Zofingen 6:48, S-Bahn bis Lenzburg, S-Bahn bis Olten, S-Bahn über alte Hauensteinstrecke mit Rümlinger Viadukt bis Sissach, Interregio bis Basel SBB, BVG-Tram 16/15 via Bruderholz-Bergstrecke bis Messeplatz, BVG-Tram 6 bis Bettinger Straße in Riehen, BVG-Bus 59 bis Chrischona, ca. 30 Minuten gewandert zum Sendeturm sowie zur Kirche, BVG-Bus 32 bis Bettinger Straße, BVG-Tram 6 bis Allschwil Dorf, BVG-Bus 33 bis Letten, BLT-Bus 64 bis Oberwil Zentrum, BLT-Tram 10 bis Aeschenplatz, BVG-Tram 3 bis Bären in Birsfelden, Wanderung zur Birsmündung, längerer Aufenthalt dort, dann Wanderung am Rheinufer zur Haltestelle Rheingasse in Basel, BVG-Tram 8 bis Basel SBB, Intercity via Delsberg bis Biel, Interregio via Lyss bis Bern, Interregio nach Zofingen, Ankunft 19:28.
Bemerkungen: Nur wenig Nebelfelder, sonst sonnig und ab ca. 10 Uhr relativ warm (an Birsufer Aufenthalt in Badekleidung möglich), in Biel und Bern deutlich kälter.
Zwei Barfüßer, die sich kurz in Badekleidung aufhielten, dann aber fett beschuht und belanghost den Platz wieder verließen. Etliche Leute in kurzen Hosen, nicht nur Jogger, Velofahrer oder Leute auf dem Weg zur Sportanlage, sondern auch in der Stadt beim Einkaufen.
Freitag, 14.11.2025:
Route: Abfahrt in Zofingen 6:29, Interregio bis Luzern, Interregio via Zug bis Zürich HB, Intercity via Sargans bis Chur, Kraftpost 81 bis Laax See, Wanderung entlang See zur Kirche, dann zur Haltestelle Laax Post, Kraftpost 81 bis Flims Bergbahnen, Wanderung zur Haltestelle Flims Post, Kraftpost 81 bis Tamins Unterdorf, Wanderung zum Zusammenfluß von Hinter- und Vorderrhein, längerer Aufenthalt dort, Wanderung zum Bahnhof Reichenau-Tamins, S-Bahn 1 bis Chur, Intercity bis Zürich HB, Intercity bis Olten, Regioexpreß nach Zofingen, Ankunft 19.12.
Bemerkungen: Nur wenig Nebelfelder, sonst sonnig und ab ca. 11 Uhr relativ warm (an Rheinufer Aufenthalt in Badekleidung möglich), in Zürich wieder deutlich kälter.
Keine Barfüßer. Etliche Leute in kurzen Hosen, nicht nur Jogger, Velofahrer oder Leute auf dem Weg zur Sportanlage, sondern auch Kinder auf dem Spielplatz in Laax sowie ein paar Männer im Rentenalter (unabhängig voneinander) auf dem Bahnhof Chur.
In Laax Post hielt eine Bullenschleuder an. Ausweiskontrolle (Erstaunen über meinen Schweizer Ausweis), Taschenkontrolle, Frage nach Drogen und Waffen, Frage wo ich herkomme, wo ich hin will, Hinweis darauf, daß kurze Hosen und nicht vorhandene Schuhe bei Männern in meinem Alter zwar nicht verboten sei, in einem Touristenort wie Laax total unüblich. Der Tonfall der Beamten schien kam mir eher höflich vor. Trotzdem habe ich durch dieses Prozedere meinen Bus nach Ilanz verpaßt und mußte umdisponieren, weil ich keine Stunde warten wollte.
In Flims Post wollte ein Schüler (ca. 9 Jahre) mir an der Bushaltestelle weismachen, daß Barfußlaufen verboten sei. Als ich fragte warum, meinte er, es sei zu gefährlich.
Samstag , 15.11.2025:
Route: Abfahrt in Zofingen 7:13, S-Bahn bis Olten, Interregio via Zürich HB bis Chur, Kraftpost 81 bis Laax Post, Kraftpost 411 steil bergab bis Ilanz, Regioexpreß bis Chur, Kraftpost 182/183 via Lenzerheide und Alvaneu bis Davos Platz, Regioexpreß bis Filisur, Ersatzomnibus bis Thusis, Interregio bis Chur, Intercity bis Sargans, Interregio bis Rorschach, Intercity via St. Gallen bis Olten, Regioexpreß nach Zofingen, Ankunft 18.12.
Bemerkungen: Anfangs sonnig, im Raum Laax und Ilanz Quellwolken, in Chur wieder sonnig und relativ warm, dann Bewölkungszunahme und ab Olten Regen.
Keine Barfüßer. Etliche Leute in kurzen Hosen, nicht nur Jogger, Velofahrer oder Leute auf dem Weg zur Sportanlage, sondern auch Kinder beim Spielen in Chur.
Im Bahnhof Davos Platz kamen gelangweilte Polizisten auf den Bahnhof. Ausweiskontrolle, Taschenkontrolle, diesmal keine Frage nach Drogen und Waffen, keinen Anschluß verpaßt. Der Tonfall der Beamten schien kam mir eher neugierig vor.
Am Sonntag regnete es den ganzen Tag, am Montag gab es zumindest nachmittags ein paar Sonnenstrahlen. Am Dienstag reiste ich zum Energieapero nach Baden (hier beschrieben).
Mittwoch 19.11.2025:
Route: Abfahrt in Zofingen 9:29, Interregio bis Luzern, Interregio via Zürich HB bis Sargans, Interregio bis Ziegelbrücke, S-Bahn bis Uznach, Kupferzug bis St.Gallen, Intercity bis Zürich HB, Interregio via Lenzburg bis Basel SBB, Intercity bis Olten, Regioexpreß nach Zofingen, Ankunft 18:12.
Bemerkungen: Anfangs sonnig, im Osten mehr Schleierwolken, Temperatur stieg nicht über 5°C.
Keine anderen Barfüßer gesichtet, jedoch noch einige Leute in kurzen Hosen,
Kurz nach der Abfahrt des Interregios Luzern - Sargans im Bahnhof Buchs näherten sich von hinten durch die Tür zwei Uniformträger, die meinen Ausweis sehen wollte. Ich nahm an, es wären normale Polizisten (wie Bahnpolizisten sahen sie nicht aus) und gab ihnen den Ausweis und fragte bestimmt, jedoch nicht übermäßig höflich: "Wer hat mich angeschwärzt?" Darauf einer der Beamten: "Angeschwärzt? Wir sind vom Zoll." Darauf ich: "Dieser Zug fährt gar nicht über die Grenze!" Der Beamte entgegnete: "Wir dürfen auch Kontrollen nahe der Grenze vornehmen." Er fragte, wo ich wohne, dann fotografierte er noch den Ausweis und verabschiedete sich, auf schmierige Weise Höflichkeit vortäuschend. Die Zöllner gingen an etlichen Personen vorbei und kontrollierten erst wieder einen Mann mit maximalpigmentierter Haut. Auch seine Papiere waren in Ordnung, jedoch stieß mir sauer auf, daß die Beamten ihn wesentlich länger kontrollierten als mich (wäre es umgekehrt gewesen, wäre es mir noch saurer aufgestoßen). Die nicht kontrollieren Fahrgäste waren weiß und trugen lange Hosen und Schuhe. Ein typischer Fall für fremdenfeindliches Verhalten durch die Zöllner. Ich weiß nicht, ob kontrollierte ausweise standardmäßig fotografiert werden oder ob meine Kritik der Grund fürs Fotografieren war. Es später fiel mir ein, daß das Wort "anschwärzen" ebenso wie "Schwarzfahrer" oder "Indianer" wegen Diskriminierung nicht stromkabelsalatkonform ist.
Nach dem Einsteigen in den Interregio in Sargans näherte sich von hinten eine Frau (mehr habe ich nicht erkannt), legte mir eine Plastiktüte mit einer Banane und einem Becher Kefir auf den Tisch und verschwand sehr schnell wieder, als ob es ihr unangenehm war. Ob sie mich für einen hungrigen Bettler, Penner oder sonst was gehalten hat. Mangels Löffel konnte ich den Kefir erst zu Hause essen. Irgendwie schmeckte er eklig, kann jedoch nicht sagen, ob er verdorben war oder immer so eklig schmeckt (ich habe noch nie zuvor Kefir gegessen). Geschmäcker sind halt verschieden. Manche Menschen mögen ja auch gerne Fisch, andere finden ihn zum Kotzen.
Meine 73. bis 77. Barfußreise (Reise nach Baden mitgezählt) mit dem Generalabo waren beendet.
Gestern fiel der erste Schnee, heute liegt auf dem Rasen eine Schneedecke, aber die Zofinger Straßen sind schneefrei.
Schöne Grüße
Michael aus Zofingen
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