Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

ein kleines demokratisches Forum für Leute, die gerne barfuß laufen





#1

Erfahrungen mit Barfußschuhen für Anfänger

in Barfuß und Leben 11.01.2026 13:13
von fcn2000 | 8 Beiträge | 6 Punkte

Hallo liebes Forum,

für Anfänger könnten Barfußschuhe sicher ein interessantes Thema sein, bzw. grade dann wenn Bedenken wegen gesellschaftlicher Einschränkungen existieren.

Hat hier jemand Erfahrung mit Barfußsschuhen und kann hierzu seine Erfahrungen teilen?

Da ich mich selbst auch zu den Anfängern zähle, bin ich selbst auf der Suche.

Wichtige Punkte wären u.a.:

- Haltbarkeit bzw. Sicherheit gegen äußere Einflüsse (Steine, Scherben, Nagel, etc.)

- Qualtität

- bekannte Hersteller, die im Idealfall in DE produzieren oder zumindest keine China-Ware anbieten

- Wie sieht es mit dem Thema Winter aus? Hier könnte ich mir aufgrund der dünnen Sohle unangenehm kalte Momente vorstellen wenn man länger steht?

- Allgemeine Robustheit gegen Regen / Wasser / Schnee -> Wasserfestigkeit?

Unter den Herstellern habe ich bisher 3 relativ bekannte gefunden:
- vivobarefoot
- groundies
- leguano

Positiv wäre auch, wenn diese Schuhmodelle nicht so schreiend nach Barfußschuh aussehen (Bsp. Leguano mit den Halbkugeln an der Sohle, schon sehr auffällig )

Klar ist das für den Großteil hier im Forum ohnehin kein Thema , es würde mich trotzdem freuen wenn sich ein paar finden mit denen man sich darüber austauschen kann (gerne auch per PM)



Lebenskünstler hat sich bedankt!
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#2

RE: Erfahrungen mit Barfußschuhen für Anfänger

in Barfuß und Leben 11.01.2026 20:07
von André Uhres • Admin | 2.386 Beiträge | 1253 Punkte

Hallo fcn2000,

Auf dem Blog von Wolfgang Hilden findest du jede Menge Testberichte. Ich persönlich benutze Sole Runner FX Trainer.

Alles Liebe
André



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#3

RE: Erfahrungen mit Barfußschuhen für Anfänger

in Barfuß und Leben 12.01.2026 11:28
von Matthias MUC | 6 Beiträge | 14 Punkte

Ich hab nur Erfahrung mit Leguanos, schlicht weil in MUC ein Shop von denen ist und ich Schuhe grundsätzlich anprobieren und nicht sinnlos hin- und herschicken will.

Bei der "Barfußwerdung" 2018 hab ich mit einer kurzen Phase mit Leguano "aktiv" angefangen, bevor ich zum weitgehenden Ganzjahres-/Alltagsbarfüßler geworden bin. Habe inzwischen das zweite Paar "aktiv" als Allroundschuhe für alle Anlässe, wo es bf nicht geht, und die sehen meiner Meinung nach auch genügend "gutbürgerlich" für formelle Anlässe aus.

Zitat von fcn2000 im Beitrag #1
- Haltbarkeit bzw. Sicherheit gegen äußere Einflüsse (Steine, Scherben, Nagel, etc.)

Gut, nix negatives was Schutz gegen äußere Einflüsse betrfft. Bin aber immer mit offenen Augen unterwegs, egal ob bf, mit Minimalschuhen oder mit "normalen" z.B. im bösen Gebirge, messerscharfkantiger Dachsteinkalk, wo selbst robuste Bergschuhe nach der dritten Saison schon langsam "fertig" sind...

Zitat
- Qualität


Qualität oder besser Haltbarkeit, Verschleißfestigkeit ist bei Minimalschuhen - natürlich auch konstruktionsbedingt durch die "Minimal"bauweise - immer ein Thema.

Die ersten Leguano aktiv von 2018 sind an der Sohle schon deutlich abgelaufen und an einem Großzeh ist das textile Obermaterial durch, das muß ich irgendwann mal klassisch "stopfen" wie es dunnemals vor "ex & hopp" auch bei Socken üblich war. Haltbarkeit bei denen, soweit ich das anhand der inzwischen sehr sparsamen Benutzung beurteilen kann, dementsprechend ganz passabel.
Bei meinen kosmo, den ich seit 2022/23 als echten Winterschuh habe, löst sich jetzt am Beginn der vierten Wintersaison vorne die Sohle ab, leider keine Gewährleistung/Garantie mehr. Wenn die nicht der Schuster meines Vertrauens mit fachgerechtem Kleben/Nachnähen retten kann, würde ich den eventuell nicht nachkaufen, sondern mal bei anderen Herstellern schauen oder mit leichtem Zähneknirschen einen RICHTIG nachhaltigen "Normal"Schuh kaufen (Mein Tipp für alle Nicht-Dogmatiker*innen hier, GEA Waldviertler, besitze von denen zwei Paar "kommod flex" als Alltagsschuhe immer und überall benutzt bis zur Barfußwerdung, das eine Paar dürfte schon gut über 20 Jahre alt sein, schon einmal zur Runderneuerung im Waldviertel gewesen, das sind nach wie vor meine preiswertesten und nachhaltigsten Schuhe, obwohl die Waldviertler bei Neukauf RICHTIG teuer sind.....
Fazit Lebensdauer: Ich fürchte, je nach Beanspruchung werden die meisten Minimalschuhe die Haltbarkeit / "Kilometerleistung" eines klassisch handwerklich gefertigten "Nichtbarfuß"-Schuhs nie erreichen (von lieblos zusammengefrickelten Billigstschuhen rede ich hier nicht.....

Zitat
- bekannte Hersteller, die im Idealfall in DE produzieren oder zumindest keine China-Ware anbieten


Leguanos produzieren in DE, bei anderen weiß ich's nicht.

Zitat
- Wie sieht es mit dem Thema Winter aus? Hier könnte ich mir aufgrund der dünnen Sohle unangenehm kalte Momente vorstellen wenn man länger steht?
- Allgemeine Robustheit gegen Regen / Wasser / Schnee -> Wasserfestigkeit?


Für den Münchner Winter mit Splitt, Streusalz und Matschepampe hab ich ja seit 2022/2023 den Kosmo, der ist bei trockenem Winter mit seinem mitteldicken Futter hinreichend warm, nicht wasserdicht, aber im Zweifel kann man da dünne (am besten mit Membran) wasserdichte Socken drunterziehen, ich hab als Nichtfußschweißler mit denen dann kein Problem. Die Kälte ist für mich zumindest nie ein Problem gewesen.
WasserDICHT oder zumindest so "abweisend" wie ein klassischer, wohlgepflegter Lederschuh sind weder der aktiv noch der kosmo, schlicht konstruktionsbedingt. Mit dem aktiv latsche ich in Nichtwinterjahreszeiten wenn es sein muß auch durchs Wasser, weil der aufgrund des Materials sogar am Fuß wieder schnell trocknet.

LG Matthias

PS.: Temperaturen generell: Im Winter aufpassen, spätestens wenn Streusalz ins Spiel kommt, nicht den Helden spielen, das kann echte Erfrierungen produzieren, Höre auf Deinen Körper. Im Sommer wirst Du die Erfahrung machen, daß Du Dir auf manchen Bodenbelägen die Füße verbrennst , dann machst Du ein Tänzchen wie die Geckos im Wüstensand....



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#4

RE: Erfahrungen mit Barfußschuhen für Anfänger

in Barfuß und Leben 12.01.2026 13:29
von Michael aus Zofingen | 895 Beiträge | 691 Punkte

Hallo,

mit den sogenannten oder auch Barfußschuhen habe ich nicht die geringste Erfahrung. Da ich nicht mehr berufstätig bin, nicht auf Ehepartner Rücksicht nehmen muß, in keinem Verein bin und nur extrem selten in Situationen komme, wo Konventionen eine Rolle spielen und meine Anwesenheit zwingend notwendig ist, genügen mir dafür die noch vorhandenen "normalen" Schuhe. Erst wenn diese an den Ranzen gegangen sind, werde ich mir überlegen müssen, ob ich mir "Barfußschuhe" oder "richtige" Schuhe anschaffen soll.

Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


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#5

RE: Erfahrungen mit Barfußschuhen für Anfänger

in Barfuß und Leben 14.01.2026 10:24
von tiptoe | 611 Beiträge | 194 Punkte

"Barfußschuhe", das kann sehr vieles bedeuten, da lohnt es sich, die eigenen ansprüche zu definieren und die modelle individuell zu testen und anzuprobieren.
Ich habe drei paar schuhe (business, halbschuh, wanderschuh) von ZAQQ. Diese werden in Deutschland gefertigt und sind nicht geklebt, sondern genäht, damit besteht kein risiko, dass sie nach ein paar jahren auseinanderfallen, weil der klebstoff altert.
Sie sind leicht und dabei robust, allerdings nicht "total flexibel", das bodengefühl kommt nicht annähernd an "barfußgefühl" heran.
Auch fällt die größe unterschiedlich aus, die wanderschuhe (Expeq) musste ich in 49 nehmen, die business-schuhe haben mit 47 gefühlt die vergleichbare größe.
Für den winter ist die sohle vielleicht etwas glatt, da würde ich mir etwas mit mehr grip wünschen, insbesondere beim wanderschuh.
Und im sommer geht es eh besser komplett ohne (für ganz unangenehme böden habe ich trotzdem zwei paar outdorsandalen im gebrauch, von Luna und Chala).


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#6

RE: Erfahrungen mit Barfußschuhen für Anfänger

in Barfuß und Leben 15.01.2026 14:15
von Matthias MUC | 6 Beiträge | 14 Punkte

Wobei bei den Leguanos die Sohle nicht klassisch geklebt ist, sondern eher in einer Art Spritzgußverfahren an das Oberteil kommt.



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#7

RE: Erfahrungen mit Barfußschuhen für Anfänger

in Barfuß und Leben 15.01.2026 14:15
von Matthias MUC | 6 Beiträge | 14 Punkte

Wegen dem Herstellverfahren: Langes Imagevideo von Leguano, ab 22:36 sieht man, wie die Sohle an den Schuh kommt (kurz erklärt - der Schuh mit Oberbau und Brandsohle wird wie ein Socken über einen Leisten gezogen, das ganze kommt in die Spritzgußform und die Sohle wird da direkt angespritzt). Bei vielen wird dann nochmal außenrum zusätzlich genäht (die "Rahmennaht", ab 23:20), z.B. der kosmo. Hab mir bei dem Verfahren eine bessere Haltbarkeit erhofft, evtl. ist mein einer kosmo nur ein Ausreißer. Bekomme den morgen hoffentlich solide klassisch reparaturgeklebt & nachgenäht vom Schuhmacher meines Vertrauens wieder, den Winter sollte er noch halten.



André Uhres findet das Top
zuletzt bearbeitet 15.01.2026 14:21 | nach oben

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