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4 Barfußfahrten in nebelfreie Gebiete
in Barfuß und Leben 21.01.2026 12:51von Michael aus Zofingen •
| 899 Beiträge | 696 Punkte
Hallo,
zwischen dem 4.1.2026 und dem 13.1.2026 (Energieapero in Baden, übrigens meine 100. Reise mit GA) war ich nicht unterwegs. Die Temperatur war war deutlich gestiegen auf Temperaturen knapp über 0°C, es hatte sogar Schneefälle gegeben. Es sollten nur Tage mit viel Sonne in den Bergen und Nebel im Mittelland folgen.
Mittwoch, 14.1.2026:
Route: Abfahrt in Zofingen 8:05, S-Bahn bis Olten, Intercity bis St. Gallen, Trogener Bahn bis Trogen, Kraftpost 230 bis Heiden Post, Kraftpost 226 bis Heerbrugg, Interregio bis Sargans, Intercity bis Chur, Regioexpreß bis Disentis, Regionalzug via Oberalppaß bis Andermatt, Regionalzug via Schöllenenschlucht bis Göschen, Kraftomnibus 401 bis Wassen Dorf, nach Rundgang durch den Ort eine Stunde später Weiterfahrt nach Erstfeld, Kupferzug via Arth Goldau bis Luzern, Interregio nach Zofingen, Ankunft 19:31.
Bemerkungen: Bei Hochnebel losgefahren (-1°C), ab Trogen sonnig und deutlich wärmer, hinter Chur milchiger Sonnenschein, in Zofingen aufkommender Nebel.
In St. Gallen wurde ich wegen meiner Aufmachung bei der Polizei verpfiffen, vermutlich von verweichlichten Großstädtern. Die Kontrolle verlief jedoch so, daß ich den Anschluß bekam. In Andermatt lag auf dem Bahnsteig Schnee. Auch wenn meine Aufmachung sich deutlich von der von Skifahrern unterschied, schien sich niemand daran zu stören. Vielleicht sind die Skiläufer aber auch zufrieden mit der Wetterlage und sie haben einfach keine Zeit, sich die gute Laune durch einen Barfüßer zu verderben. Anders in der Stadt, wo die Leute bei dem nebligen Wetter frustriert sind (oder weil sie arbeiten müssen).
Kirchen erreichen häufig einen gewissen Bekanntheitsgrad, wenn deren Baumeister groß künstlerische Fähigkeiten besitzt. Manchmal werden sie jedoch aber erst berühmt durch die Fähigkeiten anderer Baumeister (oder in diesem Fall Bahningenieure). Ich meine die Kirche von Wassen, die von der Gotthard-Bergstrecke aus mehreren Perspektiven zu sehen ist. Auch der Kabarettist Emil Steinberger hat nicht unwesentlich zur Berühmtheit der Kirche beigetragen. An diesem Tag war ich erstmalig in der Kirche drin, sie ist wirklich sehenswert und nicht weit von der Haltestelle Wassen Dorf entfernt. Züge halten in Wassen schon lange keine mehr, der Bahnhof liegt auch weit abseits des Ortszentrums. Vom Vorplatz der Kirche konnte ich die Doppelschleife erkennen, wie dort gerade ein Kupferzug Richtung Norden fuhr, und kurze Zeit später ein Intercity, der wegen Bauarbeiten über die Bergstrecke umgeleitet wurde. Ich ging noch durch verschiedene Straßen im Ortskern (und sah noch einen Intercity Richtung Süden), bevor ich zur Bushaltestelle ging. Prompt kam die Polizei und fragte, ob alles in Ordnung sei. Es hätte jemand die Polizei gerufen. Als ich sagte, ich trage so gut wie nie Schuhe, fuhren die Polizisten weiter. Ist Wassen etwa auch eine Großstadt?
Donnerstag, 15.1.2026:
Route: Abfahrt in Zofingen 8:05, S-Bahn bis Olten, Intercity bis Basel, S-Bahn bis Laufen, kurzer Spaziergang durch Altstadt, Intercity bis Renens, Regioexpreß bis Montreux, Panoramaexpreß via Gstaad, Zweisimmen (dort Umspurung) und Spiez bis Interlaken Ost, Panoramaexpreß via Brünig bis Luzern, Interregio nach Zofingen, Ankunft 18:31.
Bemerkungen: Bei Hochnebel losgefahren (+1°C), nördlich des Juras wolkig und etwas Regen, ab Lausanne sonnig, in Zofingen Hochnebel.
Freitag, 16.1.2026:
Route: Abfahrt in Zofingen 8:05, S-Bahn bis Olten, Interregio via Ziegelbrücke und Sargans bis Chur, Regionalzug bis Langwies (Zug auf der Weiterfahrt über Viadukt beobachtet, ebenso den Gegenzug), Regionalzug bis Chur Altstadt, ca. 3 h gewandert zum Höhenweg und wieder zurück, Regionalzug bis Chur, Kupferzug bis Olten, S-Bahn nach Zofingen, Ankunft 18:27.
Bemerkungen: Bei Hochnebel losgefahren (0°C), ab Walenstadt klar, in Chur relativ warm, aber stark windig. In Zofingen Hochnebel.
In Langwies wurde ich von zwei Frauen angesprochen, während ich auf den Zug wartete. Als ich später barfuß über den Bergweg ging (einige Eisflächen) schienen zwei andere Frauen ziemlich erstaunt zu sein. In Chur erschien zufällig ein Polizei4rad und hielt an. Auch diesmal ohne gravierende Folgen. In der Altstadt hörte ich gelegentlich Kinderstimmen "Barfuß".
Samstag, 17.1.2026:
Route: Abfahrt in Zofingen 8:05, S-Bahn bis Olten, Interregio via Ziegelbrücke und Sargans bis Chur, Regionalzug bis Langwies, Regionalzug bis Chur, Regioexpreß bis Disentis, Regionalzug via Oberalppaß bis Andermatt, Regionalzug via Schöllenenschlucht bis Göschen, Kraftomnibus 401 bis Erstfeld, Kupferzug bis Arth Goldau, Intercity bis Luzern, Interregio nach Zofingen, Ankunft 18:31.
Bemerkungen: Bei Hochnebel losgefahren (0°C), ab Walenstadt klar, in Chur relativ warm, aber stark windig. In Zofingen Nebel.
Im Intercity zwischen Arth-Goldau und Luzern war eine englisch sprechende Familie mit zwei Kindern zugestiegen. Die Kinder entledigten sich gleich ihrer fetten Schuhe und Socken. Ob ich der Auslöser dazu war, entzieht sich meiner Kenntnis. Sie blieben in Luzern im Zug sitzen.
Als ich abends nach Hause kam, hatte ich überhaupt keinen Appetit. Auch am Sonntag konnte ich überhaupt nichts essen oder trinken, ebenso konnte ich die Augen nicht offenhalten. Erst gestern konnte ich wieder einigermaßen essen. Ob dieses Unwohlsein in irgendeiner Form etwas mit meiner nicht allzu winterlichen Kleidung zu tun hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Sicher aber ist es nicht verkehrt, sich in einer solchen Situation mit Fahrten zurückzuhalten.
Meine 101. bis 104. Barfußreise mit dem Generalabo waren beendet.
Schöne Grüße
Michael aus Zofingen
RE: 4 Barfußfahrten in nebelfreie Gebiete
in Barfuß und Leben 21.01.2026 18:36von Lebenskünstler • Admin | 1.444 Beiträge | 1615 Punkte
Zitat von Michael aus Zofingen im Beitrag #1
Als ich sagte, ich trage so gut wie nie Schuhe, fuhren die Polizisten weiter
das bedeutet doch für mich, dass sich die Polizisten um dein körperliches & geistiges Wohlbefinden keine Sorgen machten.
Denn sie haben mit dir geredet, und festgestellt dass bei dir alles in Ordnung bist.
Das Mensch, was die Polizei benachrichtigt hat, wusste sich wohl nicht anders zu helfen, als die Polizei zu benachrichtigen.
Einfacher wäre gewesen, dich direkt anzusprechen.
Zitat von Michael aus Zofingen im Beitrag #1
Als ich abends nach Hause kam, hatte ich überhaupt keinen Appetit. Auch am Sonntag konnte ich überhaupt nichts essen oder trinken, ebenso konnte ich die Augen nicht offenhalten. Erst gestern konnte ich wieder einigermaßen essen. Ob dieses Unwohlsein in irgendeiner Form etwas mit meiner nicht allzu winterlichen Kleidung zu tun hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Sicher aber ist es nicht verkehrt, sich in einer solchen Situation mit Fahrten zurückzuhalten.
Mal ein paar Tage zu pausieren, kann da nicht verkehrt sein.
Die nicht allzu winterliche Kleidung wird wohl nicht der Auslöser gewesen sein. Möglicherweise hast du dir im Schnupfen-Express etwas eingefangen, das wäre um diese Jahreszeit kein Wunder.
Grüßle vom Lebenskünstler
RE: 4 Barfußfahrten in nebelfreie Gebiete
in Barfuß und Leben 21.01.2026 19:21von heinz •
| 15 Beiträge | 36 Punkte
Hallo Michael
Wow, wieder ein richtig ausführlicher Bericht, danke dafür. Respekt, dass du bei Hochnebel, Schnee und eisigen Temperaturen unterwegs warst. Deine Routen wirken wie eine Mischung aus Abenteuer, Sightseeing und Alltagsbeobachtungen – richtig lebendig.
Die Sache mit der Polizei in St. Gallen und in Wassen klingt nervig, aber gut, dass alles glimpflich ausging. Lustig finde ich, wie unterschiedlich die Reaktionen der Menschen ausfallen – von erstaunten Blicken in Langwies bis zu den Kindern, die in Luzern gleich Schuhe und Socken auszogen. Man merkt, dass du irgendwie immer ein kleines Spektakel auslößt, ohne dass es wirklich stört.
Die Beschreibung der Kirchen, der Berglandschaften und der Panoramaexpreß-Strecken ist echt schön zu lesen. Ich kann mir richtig vorstellen, wie du durch verschneite Dörfer und über Viadukte unterwegs bist.
Dass du am Abend erschöpft warst und ein paar Tage brauchst, um wieder zu Kräften zu kommen, kann ich gut nachvollziehen. So eine intensive Tour mit Winterbedingungen und so vielen Umstiegen ist sicher anstrengend, selbst für Barfußprofis 😉
Freue mich auf die nächsten Berichte und hoffe, dass die Sonne im Mittelland auch mal etwas öfter zu sehen ist.
Viele Grüße
Heinz
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