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barfuss in der Backstube
in Barfuß und Leben 24.02.2026 19:47von Lebenskünstler • Admin | 1.449 Beiträge | 1631 Punkte
na das ist doch mal ein toller Arbeitsplatz: barfuss in der Backstube.
lest selber: ich arbeite barfuss
Grüßle vom Lebenskünstler
RE: barfuss in der Backstube
in Barfuß und Leben 25.02.2026 09:13von André Uhres • Admin | 2.406 Beiträge | 1291 Punkte
RE: barfuss in der Backstube
in Barfuß und Leben 25.02.2026 11:27von heinz •
| 34 Beiträge | 56 Punkte
Hallo André
Solche Reaktionen wundern mich nicht. Beim Thema Lebensmittel reagieren viele Menschen besonders sensibel. Da mischen sich Ekelgefühle, Hygienevorstellungen und Halbwissen schnell durcheinander. „Eklig“ ist oft eher ein Bauchreflex als eine sachliche Einschätzung.
Man muss allerdings unterscheiden zwischen privater Küche und gewerblicher Backstube. Zu Hause kannst du natürlich barfuß mahlen und backen, solange du selbst mit dem Ergebnis zufrieden bist. In einem Betrieb gelten dagegen klare Hygienevorschriften, unabhängig davon, ob jemand es persönlich problematisch findet oder nicht. Das hat weniger mit Moral zu tun als mit standardisierten Kontrollen.
Dein Hinweis zeigt für mich vor allem eines: Für dich gehört Barfußsein so selbstverständlich zum Alltag, dass du es gar nicht mehr als Besonderheit empfindest, auch nicht beim Backen. Andere tun das sehr wohl, weil sie bei Lebensmitteln automatisch an Schutzkleidung, Hauben und geschlossene Schuhe denken.
Vielleicht ist es auch hier wieder eine Frage des Kontextes. Im eigenen Haushalt trägt jeder die Verantwortung für sich. Im öffentlichen Raum oder in einem Betrieb gelten andere Maßstäbe, weil es um Dritte geht. Das heißt nicht, dass Barfuß per se unhygienisch ist, sondern dass Wahrnehmung und Regelwerk eine Rolle spielen.
Viel Freude beim Mahlen und Backen. Frisches Brot aus eigener Hand hat ohnehin seinen ganz eigenen Reiz.
Viele Grüße
Heinz
RE: barfuss in der Backstube
in Barfuß und Leben 25.02.2026 11:51von Lebenskünstler • Admin | 1.449 Beiträge | 1631 Punkte
Zitat von heinz im Beitrag #3
Man muss allerdings unterscheiden zwischen privater Küche und gewerblicher Backstube.
Es gibt noch eine Steigerung zu barfuss in der Backstube.
In einer Gruppe von Sonnenanbetern (FKK) hatten wir eine Bäckermeisterin, die so wie von Gott geschaffen täglich ab 4:00 früh in der Backstube stand.
Niemand hat sich darüber aufgeregt.
Grüßle vom Lebenskünstler
RE: barfuss in der Backstube
in Barfuß und Leben 25.02.2026 15:35von heinz •
| 34 Beiträge | 56 Punkte
Hallo Lebenskünstler
Dein Beispiel zeigt vor allem, wie stark Wahrnehmung vom Umfeld abhängt. In einer FKK-Gruppe gelten andere Selbstverständlichkeiten als im allgemeinen Publikum. Dort ist Nacktheit nichts Besonderes, sondern Teil des gemeinsamen Verständnisses. Entsprechend regt sich niemand auf, weil es in diesem Rahmen normal wirkt.
In einer öffentlichen Backstube sieht das anders aus. Da geht es weniger um Moral oder Scham, sondern um Hygienevorschriften und Arbeitsschutz. Unabhängig davon, ob sich jemand daran stört oder nicht, gelten dort klare Regeln zu Kleidung, Schutz und Lebensmittelsicherheit. Das betrifft übrigens auch Haare, Schmuck oder offene Wunden, nicht nur Schuhe oder mehr.
Dein Beispiel unterstreicht im Grunde dasselbe Muster, das wir schon öfter hatten: Innerhalb einer Gruppe ist etwas völlig selbstverständlich, außerhalb wirkt es irritierend oder regelwidrig. Entscheidend ist der Kontext.
Viele Grüße
Heinz
RE: barfuss in der Backstube
in Barfuß und Leben 25.02.2026 23:34von Lebenskünstler • Admin | 1.449 Beiträge | 1631 Punkte
Wir haben es lediglich wohlwollend zur Kenntnis genommen, dass fast alles möglich ist, wenn ein Wille da ist.
Diese Bäckerei war öffentlich, und keine Hinterhofbackstube.
dh es wurde in einem normalen Ladengeschäft verkauft, was in der früh gebacken wurde.
Selbstverständlich unter den wachsamen Augen der dort hiesigen Lebensmittelüberwachung.
Meines Wissens gibt es kein ausdrückliches Verbot, unbekleidet an der Knetmaschine zu stehen.
Mal abgesehen davon, arbeitete diese Bäckermeisterin und Inhaberin der Bäckerei nicht in Deutschland,, sondern in einem unserer Nachbarländer.
Mag sein dass es in diesem Land nicht ganz so eng sehen.
Um zur Ursprungsadresse zurückzukehren: Mir ist auch nicht bekannt, dass die deutsche Berufsgenossenschaft, die für das Backhandwerk zuständig ist, in ihrem Regelwerk eine Vorschrift hat, dass das Personal Schuhe an den Füssen zu haben hat.
Natürlich kommt es auch auf die Grösse des Unternehmens an, ob es eine Backwarenfabrik mit industrieller Produktion ist, oder ein Handwerksbetrieb.
In einem Industriebetrieb ist die Wahrscheinlichkeit, sich Verletzungen zuzufügen, um ein vielfaches grösser als in einer nach alter Tradition geführten Bäckerei.
Gleiches gilt übrigens auch für andere Handwerke. Nun ja, als Fleischermeister würde ich freiwillig Schutzkleidung incl. Schuhe anziehen, denn ein Messer ist schnell heruntergefallen, und das kann argen Schaden anrichten.
Grüßle vom Lebenskünstler
RE: barfuss in der Backstube
in Barfuß und Leben 26.02.2026 00:00von André Uhres • Admin | 2.406 Beiträge | 1291 Punkte
Zitat von heinz im Beitrag #3
Das heißt nicht, dass Barfuß per se unhygienisch ist, sondern dass Wahrnehmung und Regelwerk eine Rolle spielen.
Lieber Heinz,
Bei der Hygiene geht es in erster Linie um Sauberkeit und einwandfreie Qualität der Zutaten. Mit Kleidung hat das nichts zu tun, denn gerade an der Kleidung sammelt gern der Schmutz.
Außerdem trage ich die Verantwortung für alle, die von meinem Brot essen. In dieser Beziehung gelten für mich auch klare Hygienevorschriften, obwohl ich kein Brot verkaufe.
Alles Liebe
André
RE: barfuss in der Backstube
in Barfuß und Leben 26.02.2026 21:13von heinz •
| 34 Beiträge | 56 Punkte
Hallo Lebenskünstler
Du bringst einige interessante Punkte auf den Tisch, vor allem die Unterscheidung zwischen ausdrücklichem Verbot und praktischer Regelung.
Es stimmt, dass viele Vorschriften nicht in der Form „Barfuß ist verboten“ formuliert sind. Stattdessen arbeiten sie mit allgemeineren Anforderungen wie geeigneter Schutzkleidung, Arbeitssicherheit und Hygiene. Ob dazu zwingend Schuhe gehören, ergibt sich dann aus der Gefährdungsbeurteilung des Betriebs. In einer Backstube gibt es heiße Bleche, schwere Teigkessel, fallende Gegenstände und rutschige Böden. Auch wenn es kein explizites „Schuhgebot“ im Wortlaut gibt, wird in der Praxis oft festgelegt, dass festes, geschlossenes Schuhwerk zur persönlichen Schutzausrüstung gehört.
Der Unterschied zwischen Handwerksbetrieb und Industrie ist natürlich real. In einer großen Backwarenfabrik mit Förderanlagen und automatisierten Prozessen sind die Risiken andere als in einer kleinen, traditionell geführten Backstube. Trotzdem bleiben gewisse Grundrisiken bestehen, ganz unabhängig von der Betriebsgröße.
Dein Vergleich mit dem Fleischer ist sehr passend. Dort würde kaum jemand ernsthaft argumentieren, dass Schutzkleidung übertrieben sei. Beim Bäcker wirken die Gefahren weniger dramatisch, sind aber nicht völlig abwesend. Heißer Zucker oder ein herunterfallendes Blech können ebenfalls unangenehme Folgen haben.
Dass es in einem Nachbarland möglicherweise lockerer gehandhabt wurde, kann sein. Arbeitsschutz und Lebensmittelrecht unterscheiden sich durchaus von Land zu Land. Gleichzeitig bedeutet eine fehlende Beanstandung durch die Überwachung nicht automatisch, dass etwas allgemein üblich oder empfohlen ist. Manchmal bewegen sich Betriebe im Rahmen dessen, was toleriert wird, ohne dass es zur Norm wird.
Für mich bleibt der entscheidende Punkt der Kontext. Privat kann man vieles handhaben, wie man möchte. Im öffentlichen Gewerbe tragen Inhaber Verantwortung für Mitarbeitende und Kundschaft. Da spielen neben persönlicher Freiheit eben auch Haftung und Prävention eine Rolle.
Viele Grüße
Heinz
RE: barfuss in der Backstube
in Barfuß und Leben 26.02.2026 21:14von heinz •
| 34 Beiträge | 56 Punkte
Hallo André
Du hast recht, Hygiene beginnt bei sauberen Zutaten, sauberen Händen, sauberen Arbeitsflächen und insgesamt sorgfältigem Umgang mit Lebensmitteln. Das ist die Basis, und ohne die nützt auch die beste Schutzkleidung nichts.
Ganz ohne Zusammenhang mit Kleidung ist das Thema allerdings nicht. In gewerblichen Betrieben geht es weniger darum, dass Kleidung per se sauberer wäre, sondern darum, Risiken systematisch zu minimieren. Haare können ins Produkt fallen, Straßenschuhe Schmutz eintragen, weite Kleidung in Maschinen geraten. Deshalb gibt es Hauben, Schürzen oder festes Schuhwerk. Nicht weil Stoff magisch hygienischer wäre, sondern weil er bestimmte Gefahren reduziert oder kontrollierbar macht.
Dein zweiter Punkt ist mir sympathisch. Wer für andere backt, übernimmt Verantwortung, auch im privaten Rahmen. Wenn du bewusst auf Sauberkeit achtest und klare Standards für dich selbst hast, ist das genau die richtige Haltung. Verantwortung hängt nicht erst am Verkaufsschild.
Vielleicht liegt der Unterschied weniger in „mit oder ohne Kleidung“, sondern darin, ob die Maßnahmen nachvollziehbar geeignet sind, Risiken zu verringern. Im privaten Umfeld entscheidet das jeder für sich. Im gewerblichen Bereich wird es vereinheitlicht, damit nicht jeder Betrieb eigene Maßstäbe setzt.
Am Ende wollen ja alle dasselbe: gutes Brot und niemandem schaden.
Viele Grüße
Heinz
RE: barfuss in der Backstube
in Barfuß und Leben 27.02.2026 09:12von André Uhres • Admin | 2.406 Beiträge | 1291 Punkte
Zitat von heinz im Beitrag #9
Am Ende wollen ja alle dasselbe: gutes Brot und niemandem schaden.
Lieber Heinz,
So gesehen wäre "ohne Haube, Schürze, Schuhe gebacken" für mich sogar ein Qualitätsmerkmal, denn wenn sich der Bäcker wohl fühlt, muss sich das günstig auf das Ergebnis auswirken. Höchstens würde ich einem Papierhütchen zustimmen, das würde ich, glaube ich, nicht rausschmecken
.Alles Liebe
André
RE: barfuss in der Backstube
in Barfuß und Leben 27.02.2026 11:42von heinz •
| 34 Beiträge | 56 Punkte
Hallo André
Ich verstehe, was du meinst. Wenn sich jemand bei der Arbeit wohlfühlt, arbeitet er meist entspannter und konzentrierter. Das kann sich durchaus positiv auf das Ergebnis auswirken. Backen hat ja viel mit Gefühl, Erfahrung und Aufmerksamkeit zu tun.
Trotzdem würde ich Wohlbefinden und äußere Rahmenbedingungen nicht ganz gegeneinander ausspielen. Eine Haube oder eine Schürze müssen ja nicht zwangsläufig das Wohlgefühl zerstören. Viele Handwerker empfinden ihre Arbeitskleidung eher als Teil ihrer Rolle, nicht als Einschränkung. Und manches dient schlicht dazu, Risiken planbar zu halten, unabhängig davon, ob man persönlich darin einen Unterschied „herausschmeckt“.
Dein Satz mit dem Papierhütchen ist charmant formuliert. Wahrscheinlich würde tatsächlich niemand geschmacklich einen Unterschied feststellen. Die meisten dieser Maßnahmen wirken eher vorbeugend und symbolisch. Sie schaffen Vertrauen, auch wenn das Produkt selbst identisch wäre.
Vielleicht ist es am Ende wie so oft eine Frage des Gleichgewichts. Persönliches Wohlbefinden ja, aber eingebettet in Rahmenbedingungen, die auch für Außenstehende nachvollziehbar sind. Dann muss man weder auf Qualität noch auf Sicherheit verzichten.
Viele Grüße
Heinz
RE: barfuss in der Backstube
in Barfuß und Leben 01.03.2026 22:13von André Uhres • Admin | 2.406 Beiträge | 1291 Punkte
Lieber Heinz,
Das ist alles ganz schön und gut, und mir gefällt auch deine Art, mir zuzustimmen, um das dann kurz darauf so halb wieder infrage zu stellen. Vergiss jedoch bitte nicht, um was es hier hauptsächlich geht, nämlich das Barfußbacken: jeder kennt ja die Vorteile des Barfußgehens für das Wohlbefinden der Menschen (außer vielleicht die Schweizer Polizei, hihi)!
Alles Liebe
André
RE: barfuss in der Backstube
in Barfuß und Leben 02.03.2026 14:59von heinz •
| 34 Beiträge | 56 Punkte
Hallo André
Da musste ich jetzt schmunzeln. Ganz so diplomatisch wollte ich gar nicht wirken, aber vielleicht ist das einfach meine Art, beide Seiten mitzudenken.
Zum Kernpunkt, dem Barfußbacken: Dass Barfußgehen für viele Menschen das Wohlbefinden steigert, steht außer Frage. Wer gern barfuß unterwegs ist, fühlt sich oft geerdeter, freier, natürlicher. Dieses gute Körpergefühl kann sich natürlich auch bei der Arbeit bemerkbar machen, ganz gleich ob im Wald oder in der Backstube.
Die Frage ist nur, auf welcher Ebene wir argumentieren. Auf der persönlichen Ebene kann Barfußsein absolut ein Vorteil sein. Auf der betrieblichen Ebene werden zusätzliche Kriterien angelegt, die mit Arbeitsschutz und Haftung zu tun haben. Das schmälert nicht den individuellen Nutzen, erklärt aber, warum Institutionen anders denken als Einzelpersonen.
Und was die Schweizer Polizei betrifft, die hätte beim Backen vermutlich ganz andere Sorgen als nackte Füße. Wobei man nie weiß, vielleicht würde auch dort jemand das „Barfußwetter“ prüfen.
Ich glaube, am Ende geht es weniger darum, ob Barfußbacken gut oder schlecht ist, sondern darum, in welchem Rahmen es stattfindet. Für dich persönlich scheint es stimmig zu sein. Und das ist erst einmal der wichtigste Punkt.
Viele Grüße
Heinz
RE: barfuss in der Backstube
in Barfuß und Leben 03.03.2026 06:48von André Uhres • Admin | 2.406 Beiträge | 1291 Punkte
Lieber Heinz,
Die von dir angesprochenen Befürchtungen kann ich nicht nachvollziehen, weil auch betrieblich eine Einigung bezüglich Barfußbacken möglich ist, wie etliche Beispiele belegen. Persönlich hatte ich auch schon in einem Bäckereibetrieb barfuß gebacken. Von Großbäckereien spreche ich dabei nicht, weil sie mich nicht interessieren.
Alles Liebe
André
PS: ob einer barfuß backen will bleibt natürlich auch im Betrieb eine persönliche Entscheidung, außer wenn der Meister aus hygienischen Gründen barfuß vorschreibt 
RE: barfuss in der Backstube
in Barfuß und Leben 04.03.2026 13:54von heinz •
| 34 Beiträge | 56 Punkte
Hallo André
Ich glaube, wir liegen gar nicht so weit auseinander, wie es vielleicht manchmal klingt. Wenn in einem kleinen Handwerksbetrieb Einigkeit herrscht und der Inhaber oder Meister das so handhabt, dann kann vieles pragmatisch geregelt werden. Gerade in kleineren Bäckereien ist der Umgang oft persönlicher und weniger formalisiert als in großen Produktionsbetrieben.
Dass du selbst schon einmal barfuß in einer Backstube gearbeitet hast, zeigt ja, dass solche Lösungen in der Praxis durchaus vorkommen können. Entscheidend ist dann vermutlich, dass alle Beteiligten damit einverstanden sind und die übrigen Hygiene- und Sicherheitsfragen trotzdem ernst genommen werden.
Das Bild passt übrigens ganz gut zu deiner Grundidee. Backen hat ja immer auch etwas Ursprüngliches und Handwerkliches, etwas sehr Direktes im Umgang mit Teig, Wasser und Getreide. In dieser Perspektive wirkt Barfußsein für viele Menschen sogar besonders „natürlich“.
Der kleine Nachsatz von dir mit dem Meister, der aus hygienischen Gründen barfuß vorschreibt, hat fast etwas Humorvolles. In der Realität dürfte so etwas selten vorkommen, aber als Gedanke zeigt er schön, wie relativ manche unserer Gewohnheiten sind.
Am Ende bleibt wohl das, was du selbst schon andeutest: Ob jemand barfuß backen möchte, ist in erster Linie eine persönliche Entscheidung. In einem Betrieb kommt dann noch der gemeinsame Rahmen dazu.
Viele Grüße
Heinz
RE: barfuss in der Backstube
in Barfuß und Leben 12.03.2026 21:01von Michael aus Zofingen •
| 903 Beiträge | 705 Punkte
Zitat von heinz im Beitrag #3
Man muss allerdings unterscheiden zwischen privater Küche und gewerblicher Backstube. Zu Hause kannst du natürlich barfuß mahlen und backen, solange du selbst mit dem Ergebnis zufrieden bist. In einem Betrieb gelten dagegen klare Hygienevorschriften, unabhängig davon, ob jemand es persönlich problematisch findet oder nicht. Das hat weniger mit Moral zu tun als mit standardisierten Kontrollen.
Dein Hinweis zeigt für mich vor allem eines: Für dich gehört Barfußsein so selbstverständlich zum Alltag, dass du es gar nicht mehr als Besonderheit empfindest, auch nicht beim Backen. Andere tun das sehr wohl, weil sie bei Lebensmitteln automatisch an Schutzkleidung, Hauben und geschlossene Schuhe denken.
Diese Bäckerei befindet sich im Appenzellerland, also in der Schweiz. In der Schweiz ist vieles nicht bundeseinheitlich, sondern kantonal geregelt. Und selbst dann (typisch Schweiz), wenn alle Kantone eine Sache zufällig einheitlich geregelt ist, wären die Kantone nicht bereit, dieses dem Bund zu überlassen.
In ländlichen Bereichen, und dazu zählt das Appenzellerland, sind die Gesetze in der Regel nicht so streng als etwa im Kanton Zürich, Basel oder Genf.
Barfuß ist im Appenzellerland weniger unüblich als anderswo in der Schweiz. Trotzdem habe ich in den letzten Tagen, wo ich dort durchgereist bin, keine "echten" Barfüßer gesehen, wohl aber Leute ohne Mütze.

RE: barfuss in der Backstube
in Barfuß und Leben 13.03.2026 10:16von heinz •
| 34 Beiträge | 56 Punkte
Hallo Michael
Das passt sehr gut zu dem, was du schon öfter beschrieben hast: Die Schweiz ist kantonal extrem vielfältig, und gerade im ländlichen Raum gelten oft lockerere Normen als in städtischen Zentren. Dass das Appenzellerland weniger streng ist, überrascht mich nicht. Dort ist vieles noch stark durch Tradition und Alltagspraxis geprägt, und man legt weniger Wert auf formale Vorschriften – solange alles sicher und sauber bleibt.
Dass Barfußgehen dort weniger ungewöhnlich ist, deckt sich mit deinen Beobachtungen. Selbst wenn du aktuell keine „echten“ Barfüßer gesehen hast, ist das Umfeld offenbar deutlich toleranter gegenüber Menschen, die bewusst auf Kopfbedeckung oder anderes verzichten. Das zeigt, wie stark lokale Gewohnheiten das Verhalten und die Wahrnehmung prägen.
Die Mischung aus ländlicher Gelassenheit, kantonaler Eigenständigkeit und individuellem Freiraum macht das Appenzellerland für dich vermutlich besonders angenehm für Barfußreisen. Es passt zum Muster deiner Routen: Du wählst bewusst Orte, an denen die Umwelt deine Entscheidungen nicht sofort als störend einordnet.
Viele Grüße
Heinz
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