Hobby-Barfuß-Renaissance-Forumein kleines demokratisches Forum für Leute, die gerne barfuß laufen
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Rasanter Übergang vom Winter zum Sommer
in Barfuß und Leben 28.02.2026 15:40von Michael aus Zofingen •
| 903 Beiträge | 705 Punkte
Hallo,
nach dem 9.2.2026 war ich 5 Tage nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, was teilweise mit dem Wetter zusammenhing. Am 15.2. sollte es zumindest in der Südschweiz angenehm werden.
Sonntag, 15.2.2026:
Route: Abfahrt in Zofingen 6:29, Interregio bis Luzern, Kupferzug bis Locarno über alte Gotthardstrecke, FART-Bus 1 bis Ascona Centro, Wanderung zum Strandbad und längerer Aufenthalt dort, Rückkehr durch die Altstadt zur Bushaltestelle. Abfahrt 17:14 mit FART-Bus 1 nach Locarno, S-Bahn bis Bellinzona, Intercity bis Luzern via Gotthard-Basistunnel, Interregio nach Zofingen, Ankunft 20:31.
Bemerkungen: Bei Hochnebel losgefahren (+1°C), auf der Alpensüdseite sonnig, in Ascona relativ warm (an Seeufer Aufenthalt in Badekleidung möglich), in Bellinzona und vor allem nördlich der Alpen deutlich kälter. In Zofingen Hochnebel.
Nur wenige Personen, die kurz im See badeten. Alle fuhren in totaler Winterkleidung davon. Die Frau, die im Neoprenanzug trainierte, war diesmal nicht da. Keine barfüßigen Kinder am Seeufer oder auf Spielplatz gesehen.
Mir war es zum Baden zu kalt, denn die Sonne alleine hätte nicht ausgereicht, um mich wieder aufzuheizen. Allerdings ging ich soweit ins Wasser, ohne mir nasse Hosensäume zu holen.
Außerhalb des Strandes nur Fußballer und Jogger in kurzen Hosen.
Dienstag, 17.2.2026:
Route: Abfahrt in Zofingen 6:29, Interregio bis Luzern, Kupferzug bis Giubiasco (statt bis Locarno) über alte Gotthardstrecke, S-Bahn via alte Monte-Ceneri-Strecke bis Mendrisio, Kraftomnibus 4 bis Chiasso, Kraftpost 513 via Morbio Superiore nach Mendrisio, Kraftomnibus 2 bis Chiasso, Kraftpost 517 via Novazzano nach Mendrisio, Kraftpost 531 nach Capalago-Riva San Vitale, S-Bahn bis Lugano, Ponte-Tresa-Bahn bis Ponte Tresa, Kraftpost 426 bis Novaggio, Kraftpost 423 bis Magliaso, Ponte-Trsa-Bahn bis Lugano, Intercity bis Arth-Goldau via Gotthard-Basistunnel, Kupferzug bis Luzern, Interregio nach Zofingen, Ankunft 20:01.
Bemerkungen: Bei Hochnebel losgefahren (+2°C), Hochnebel noch in Giubiasco, daher kurzfristig umdisponiert, sonnig hinter Monte Ceneri, in Chiasso 12°C, jedoch windig, in Zofingen Hochnebel.
Beim Warten in Chiasso wurde ich von Polizisten kontrolliert. Einer sprach mich in holprigen Deutsch an: "Was suchst du hier?" Ich finde es bedenklich, daß Polizisten, die deutlich jünger sind als ich, mich duzen, wie wenn ich ein Mensch 2. Klasse wäre. Es ist wohl keine Entschuldigung, daß die Muttersprache des Beamten italienisch ist. Denn soweit ich weiß gibt es im italienischen und französischen wie im deutschen zwei verschiedene Anreden, während es im englischen nur das "you" gibt. Chiasso ist Grenzstadt zu Italien, die Zollstation nahe am Bahnhof. Ob der Polizist aufgrund meiner Kleidung geglaubt hat, ich wäre illegal in die Schweiz eingereist. Andere Barfüßer habe ich zwar nicht gesehen, jedoch etliche Velofahrer in kurzen Hosen, auch in Chiasso.
Freitag, 20.2.2026:
Route: Abfahrt in Zofingen 6:29, Interregio bis Luzern, Kupferzug bis Locarno über alte Gotthardstrecke, FART-Bus 1 bis Ascona Centro, Wanderung zum Strandbad und längerer Aufenthalt dort, Rückkehr durch die Altstadt zur Bushaltestelle. Abfahrt 17:24 mit FART-Bus 1 nach Locarno, S-Bahn bis Bellinzona, Intercity bis Luzern via Gotthard-Basistunnel, Interregio nach Zofingen, Ankunft 20:31.
Bemerkungen: Bei leichtem Regen losgefahren (+3°C), im Raum Göschenen starker Schneefall, auf der Alpensüdseite im Raum Airolo trocken, jedoch total verschneit, etwa ab Faido sonnig, in Ascona warm (an Seeufer Aufenthalt in Badekleidung möglich), nördlich der Alpen deutlich kälter. In Zofingen Hochnebel.
Nur wenige Personen, die kurz im See badeten, darunter die Frau, von der mal angenommen wurde, sie sei ertrunken. Die Frau, die im Neoprenanzug trainierte, war diesmal wieder da. Keine barfüßigen Kinder am Seeufer oder auf Spielplatz gesehen.
Ich war nur kurz zum Schwimmen im Wasser, jedoch längere Strecken barfuß durchs Wasser gewatet.
Außerhalb des Strandes neben Fußballern, Velofahrern und Joggern auch andere Leute in kurzen Hosen.
Samstag, 21.2.2026:
Route: Abfahrt in Zofingen 6:29, Interregio bis Luzern, Kupferzug bis Locarno über alte Gotthardstrecke, FART-Bus 1 bis Ascona Centro, Wanderung zum Strandbad und längerer Aufenthalt dort, Rückkehr durch die Altstadt zur Bushaltestelle. Abfahrt 17:14 mit FART-Bus 1 nach Locarno, S-Bahn bis Bellinzona, Intercity bis Luzern via Gotthard-Basistunnel, Interregio nach Zofingen, Ankunft 20:31.
Bemerkungen: Bei leichtem Regen losgefahren (+2°C), im Raum Göschenen starker Schneefall, auf der Alpensüdseite im Raum Airolo ebenfalls Schneefall, etwa ab Biasca sonnig, in Ascona warm (an Seeufer Aufenthalt in Badekleidung möglich), nördlich der Alpen deutlich kälter. In Zofingen Regen.
Ein paar mehr Leute, die kurz im See badeten, darunter die "ertrunkene Frau". Die Frau, die im Neoprenanzug (samt Taucherschuhen) trainierte, war diesmal auch da. Anders als sonst fuhr sie nach dem Training barfuß mit dem E-Bike weg (normalerweise trägt sie bei der Hinfahrt Taucherschuhe und bei der Rückfahrt Flipflops). Ob sie die Flipflops diesmal vergessen hatte? Ein paar barfüßige Kinder am Seeufer oder auf Spielplatz.
Ich war nur kurz zum Schwimmen im Wasser, jedoch längere Strecken barfuß durchs Wasser gewatet
Außerhalb des Strandes neben Fußballern, Velofahrern und Joggern auch andere Leute in kurzen Hosen.
Sonntag, 22.2.2026:
Route: Abfahrt in Zofingen 6:29, Interregio bis Luzern, Kupferzug bis Locarno über alte Gotthardstrecke, FART-Bus 1 bis Ascona Centro, Wanderung zum Strandbad und längerer Aufenthalt dort, Rückkehr durch die Altstadt zur Bushaltestelle. Abfahrt 17:14 mit FART-Bus 1 nach Locarno, S-Bahn bis Bellinzona, Intercity bis Luzern via Gotthard-Basistunnel, Interregio nach Zofingen, Ankunft 20:31.
Bemerkungen: Bei wolkigem Wetter losgefahren (+7°C), im Raum Göschenen starker Regen, auf der Alpensüdseite im Raum Airolo trocken, jedoch liegender Schnee, etwa ab Faido sonnig, in Ascona warm (an Seeufer Aufenthalt in Badekleidung möglich), nördlich der Alpen kälter. In Zofingen wolkig.
Ein paar mehr Leute, die kurz im See badeten, darunter die "ertrunkene Frau". Die Frau, die im Neoprenanzug (samt Taucherschuhen) trainierte, war diesmal auch da. Diesmal hatte sie die Flipflops nicht vergessen. Ein paar barfüßige Kinder am Seeufer oder auf Spielplatz.
Ich war nur kurz zum Schwimmen im Wasser, jedoch längere Strecken barfuß durchs Wasser gewatet.
Außerhalb des Strandes neben Fußballern, Velofahrern und Joggern auch andere Leute in kurzen Hosen. Der Mann mit Vollbart, Stock und Hut, den ich bei meinen Besuchen in Ascona im letzten Jahr (auch im November) noch nie in langen Hosen gesehen hatte, trug diesmal lange Hosen. Ob er sich "freiwillig" dazu entschlossen hat?
Montag, 23.2.2026:
Route: Abfahrt in Zofingen 6:29, Interregio bis Luzern, Kupferzug bis Locarno über alte Gotthardstrecke, FART-Bus 1 bis Ascona Centro, Wanderung zum Strandbad und längerer Aufenthalt dort, Rückkehr durch die Altstadt zur Bushaltestelle. Abfahrt 17:24 mit FART-Bus 1 nach Locarno, S-Bahn bis Bellinzona, Intercity bis Luzern via Gotthard-Basistunnel, Interregio nach Zofingen, Ankunft 20:31.
Bemerkungen: Bei wolkigem Wetter losgefahren (+6°C), im Raum Göschenen Regen, auf der Alpensüdseite trocken, jedoch liegender Schnee, etwa ab Faido sonnig, in Ascona warm (an Seeufer Aufenthalt in Badekleidung möglich), nördlich der Alpen kälter. In Zofingen wolkig. Von Tag zu Tag sah man immer weniger liegenden Schnee beidseits der Alpen.
Ein paar mehr Leute, die kurz im See badeten, darunter die "ertrunkene Frau". Die Frau, die sonst im Neoprenanzug (samt Taucherschuhen) trainierte, war diesmal nur kurz vor Sonnenuntergang mit ihren Kindern im "Zivil" anwesend (allesamt fett beschuht). Dafür hat eine andere Frau mit Surfschuhen und -handschuhen, sowie T-Shirt eine längere Strecke zurückgelegt. Etliche barfüßige Kinder am Seeufer oder auf Spielplatz.
Ich war nur kurz zum Schwimmen im Wasser, jedoch längere Strecken barfuß durchs Wasser gewatet.
Außerhalb des Strandes neben Fußballern, Velofahrern und Joggern auch andere Leute in kurzen Hosen. Der Mann mit Vollbart, Stock und Hut war diesmal wieder in langen Hosen da. In der Altstadt von Ascona rief ein Mädchen auf Schweizerdeutsch: "Der Mann ist barfuß!" Darauf die Mutter: "Das ist ja toll." Weiteres konnte ich nicht mehr verstehen, da wir entgegengesetzte Richtungen gingen.
Dienstag, 24.2.2026:
Route: Abfahrt in Zofingen 6:29, Interregio bis Luzern, Kupferzug bis Locarno über alte Gotthardstrecke, FART-Bus 1 bis Ascona Centro, Wanderung zum Strandbad und längerer Aufenthalt dort, Rückkehr durch die Altstadt zur Bushaltestelle. Abfahrt 17:44 mit FART-Bus 1 nach Locarno, S-Bahn bis Bellinzona, Intercity bis Arth-Goldau via Gotthard-Basistunnel, Intercity bis Luzern, Interregio nach Zofingen, Ankunft 21:31.
Bemerkungen: Bei wolkigem Wetter losgefahren (+5°C), im Raum Göschenen Regen, auf der Alpensüdseite einige Schauer, etwa ab Arbedo sonnig, in Ascona warm (an Seeufer Aufenthalt in Badekleidung möglich), nördlich der Alpen kälter. In Zofingen klar.
Einige Leute, die kurz im See badeten, darunter die "ertrunkene Frau" und ein Kind. Die Frau, die sonst im Neoprenanzug (samt Taucherschuhen) trainierte, war auch diesmal nur kurz vor Sonnenuntergang mit ihren Kindern im "Zivil" anwesend (allesamt fett beschuht). Die andere Frau mit Surfschuhen und -handschuhen hat auch diesmal einige längere Strecke zurückgelegt. Etliche barfüßige Kinder am Seeufer oder auf Spielplatz.
Ich war nur kurz zum Schwimmen im Wasser, jedoch längere Strecken barfuß durchs Wasser gewatet.
Eigentlich wollte ich um 21:01 Uhr in Zofingen sein. Jedoch kam der Intercity in Bellinzona wegen eines Vorfalls in Italien ca. 35 Minuten später als geplant an, 5 Minuten nach dem Nachfolgezug, so daß ich letzteren benutzte.
Mittwoch, 25.2.2026:
Route: Abfahrt in Zofingen 6:58, Interregio bis Luzern, Interregio via Wolhusen bis Bern, Interregio bis Lyss, Intercity via Delsberg bis Basel SBB, Tram 3 bis Birsfelden Bären, längerer Aufenthalt an Birsmündung in den Rhein, Wanderung am Rheinufer bis zur Mittleren Brücke und durch die Basler Innenstadt zum Bahnhof SBB. Abfahrt 20:58 mit ICE bis Olten, S-Bahn nach Zofingen, Ankunft 20:44.
Bemerkungen: Bei Nebel losgefahren (+2°C), zwischen Wolhusen und kurz vor Lyss sonnig, dann wieder Nebel. Nördlich des Juras wieder sonnig, im Raum Delsberg neblig, ab Grellingen wieder sonnig. Am Birskopf warm (an Seeufer Aufenthalt in Badekleidung möglich), in Basel konnte man auch bei Einbruch der Dunkelheit noch im T-Shirt herumlaufen (16°C).
Ein Mann und eine Frau hatten sich in der Birsmündung längere Zeit mit Surfschuhen im Wasser aufgehalten (der Untergrund ist steinig und rutschig, entfernten sich aber danach in Winterkleidung, der Mann barfuß mit Schuhen in der Hand). Einige Leute waren barfuß auf der Liegewiese, die meisten aber mit Schuhen. Viele Jogger und Velofahrer waren in kurzen Hosen am Rheinufer, jedoch auch manche Nichtsportler in der Stadt.
In der Stadt war der letzte Tag der Basler Fasnacht, daher fuhren keine Trams durch die Innenstadt. Es machte Spaß, barfuß über einen Teppich von Konfetti zu gehen, speziell am Barfüßerplatz. Einige offensichtlich nicht mehr ganz nüchterne junge Frauen riefen mir nach: "Sexy." Ich wurde auch vor allfälligen Scherben gewarnt. Tatsächlich fand ich einen abgebrochenen Flaschenboden sowie eine Bierflasche mitten auf der Straße. Ich wurde auch mit Konfetti überschüttet. Im Zug fand ich auch viel Konfetti. Um möglichst wenig Konfetti in meine Wohnung zu schleppen, schüttelt ich meinen Rucksack aus, bevor ich ins Haus ging. Zufällig war dort Nachbars Kater Leo in der Nähe. Ich ließ auch Konfetti auf den Kater rieseln, was ihm offensichtlich nicht verärgerte.
Donnerstag, 26.2.2026:
Route: Abfahrt in Zofingen 6:58, Interregio bis Luzern, Interregio via Wolhusen bis Bern, Interregio via Burgdorf bis Olten, Intercity bis Basel SBB, Tram 3 bis Birsfelden Bären, längerer Aufenthalt an Birsmündung in den Rhein, Wanderung am Rheinufer bis zur Mittleren Brücke und zur Tramhaltestelle Rheingasse. Abfahrt mit Tram 3 bis Basel SBB, Kupferzug bis Olten, S-Bahn nach Zofingen, Ankunft 18:44.
Bemerkungen: Bei klarem Himmel losgefahren (+1°C), kaum Wolken den ganzen Tag. Am Birskopf warm (an Seeufer Aufenthalt in Badekleidung möglich), in Basel konnte man auch bei Einbruch der Dunkelheit noch im T-Shirt herumlaufen.
Keine Personen im Wasser beobachtet. Einige Leute waren barfuß auf der Liegewiese, die meisten aber mit Schuhen. Viele Jogger und Velofahrer waren in kurzen Hosen am Rheinufer, jedoch auch manche Nichtsportler im Zug.
Freitag, 27.2.2026:
Route: Abfahrt in Zofingen 9.03, Interregio bis Basel SBB, Tram 3 bis Birsfelden Bären, längerer Aufenthalt an Birsmündung in den Rhein, Wanderung am Rheinufer bis zur Mittleren Brücke und zur Tramhaltestelle Rheingasse. Abfahrt mit Tram 3 bis Basel SBB, Intercity bis Olten, S-Bahn nach Zofingen, Ankunft 19:44.
Bemerkungen: Bei Sonne losgefahren (+7°C), kaum Wolken den ganzen Tag. Am Birskopf warm (an Seeufer Aufenthalt in Badekleidung möglich), in Basel konnte man auch bei Einbruch der Dunkelheit noch im T-Shirt herumlaufen.
Zwei Frauen hatten sich in der Birsmündung längere Zeit mit Surfschuhen und Mützen im Wasser aufgehalten. Einige Leute waren barfuß auf der Liegewiese, die meisten aber mit Schuhen. Viele Jogger und Velofahrer waren in kurzen Hosen am Rheinufer, jedoch auch manche Nichtsportler in der Stadt und im Zug.
Eigentlich wollte ich um 18:57 Uhr in Zofingen sein. Jedoch kam das Tram wegen eines Rollstuhlfahrers bereits zu spät an und verlor noch an Zeit, als der Rollstuhlfahrer ausstieg und der Trampilot ebenfalls aussteigen mußte, um von Hand die Rampe umzuklappen. Der direkte Interregio nach Luzern um 18:16 Uhr war weg, der Intercity nach Interlaken um 18:30 Uhr konnte wegen einer Störung am Fahrzeug nicht pünktlich abfahren, so daß ich den Intercity um 18:56 Uhr nach Brig nahm und in Olten umstieg.
Meine 109. bis 118. Barfußreise mit dem Generalabo waren beendet.
Schöne Grüße
Michael aus Zofingen
RE: Rasanter Übergang vom Winter zum Sommer
in Barfuß und Leben 02.03.2026 15:01von heinz •
| 34 Beiträge | 56 Punkte
Hallo Michael
Da warst du in der zweiten Februarhälfte ja fast im Pendelmodus zwischen Zofingen und der Alpensüdseite beziehungsweise Basel unterwegs. Man spürt richtig, wie dich das „Südseitenfenster“ mit Sonne und 12 bis 16 Grad angezogen hat.
Ascona und die Alpensüdseite
Deine wiederholten Fahrten nach Ascona und Locarno zeigen schön den Kontrast: nördlich der Alpen Hochnebel, im Raum Gotthardpass Schnee oder Regen, südlich davon Sonne und Badetemperatur für Hartgesottene.
Interessant finde ich, wie sich das Publikum verändert hat:
anfangs nur wenige Badende
dann nach und nach mehr Leute im Wasser
immer wieder dieselben „Stammfiguren“
zunehmend auch barfüßige Kinder
Das wirkt fast wie ein kleines soziologisches Langzeitprojekt am Seeufer. Du beobachtest Muster, Gewohnheiten und Veränderungen sehr genau. Und die Reaktion des Mädchens in der Altstadt – „Der Mann ist barfuß!“ – mit der positiven Antwort der Mutter zeigt, dass es eben nicht nur Irritation gibt, sondern auch Anerkennung oder zumindest Offenheit.
Dass du selbst nur kurz schwimmst und länger watest, klingt nach einer vernünftigen Selbsteinschätzung. Sonne wärmt, aber Wasser kühlt gnadenlos.
Chiasso und die Polizeikontrolle
Die Episode in Chiasso passt ins Bild einer Grenzstadt mit Zollnähe. Dort ist die Sensibilität naturgemäß höher.
Das Duzen kann im Italienischen tatsächlich anders gelagert sein als im Deutschen. Im Tessin wechselt man im Alltag schneller ins „tu“, besonders wenn der Altersabstand nicht riesig ist oder man eine Situation als informell einschätzt. Im Deutschen wirkt es schneller herablassend. Das kann also kulturell ungeschickt gewesen sein, ohne zwingend respektlos gemeint zu sein.
Dein Gedanke, man könne dich wegen Kleidung für illegal eingereist halten, zeigt, wie sehr dich frühere Erfahrungen geprägt haben. Objektiv wahrscheinlicher ist wohl eine Routinekontrolle an einem sensiblen Ort.
Basel und die Fasnacht
Der Abstecher nach Basel mit Birsmündung und Rheinufer wirkt fast frühlingshaft. 16 Grad am Abend sind Ende Februar nördlich des Juras schon beachtlich.
Die Szene mit dem Konfettiteppich am Barfüsserplatz ist fast symbolisch. Barfuß über „Barfüsser“-Platz – das passt. Dass du vor Scherben gewarnt wurdest, zeigt übrigens auch eine Form von Fürsorge. Die Zurufe „Sexy“ und das Konfetti gehören zur ausgelassenen Stimmung der Basler Fasnacht.
Dein Detail mit dem Ausklopfen des Rucksacks und dem Konfetti auf Nachbars Kater Leo ist typisch für deine Berichte: kleine Alltagsbeobachtungen, die das Ganze menschlich machen.
Übergreifender Eindruck
Was sich durch alle Tage zieht:
sehr präzise Routenplanung
flexible Anpassung bei Nebel oder Verspätungen
bewusste Entscheidung fürs Barfußsein je nach Temperatur
genaue Wahrnehmung sozialer Reaktionen
Auffällig ist auch, dass du zunehmend mehr andere Menschen in kurzen Hosen oder sogar barfuß beobachtest. Vielleicht verschiebt sich im Februar mit Sonne einfach die Normschwelle.
Und noch etwas: Neben einzelnen Polizeikontrollen überwiegen in diesen Tagen eigentlich neutrale oder positive Begegnungen. Warnungen vor Scherben, anerkennende Kommentare, Gleichgesinnte am Wasser. Das Gesamtbild wirkt deutlich entspannter als Anfang Februar.
Wenn ich es zusammenfasse: Du nutzt konsequent meteorologische Nischenräume. Südseite, Rheinknie, sonnige Ufer. Fast wie ein phänologischer Kalender auf zwei Füßen.
Viele Grüße
Heinz
RE: Rasanter Übergang vom Winter zum Sommer
in Barfuß und Leben 03.03.2026 07:34von André Uhres • Admin | 2.406 Beiträge | 1291 Punkte
Die Schneeglöckchen haben den Beginn des Vorfrühlings auch schon längst eingeleitet, ebenso die zahlreichen Gänse, die in V-Forum über unsere Köpfe hinweg fliegen. Allerdings kann der Boden an nassen Stellen immer noch recht kalt sein, auf Dauer sogar unangenehm. Für mich ist das Barfußlaufen dann nur mit besonderer Vorsicht zu genießen.
Alles Liebe
André

RE: Rasanter Übergang vom Winter zum Sommer
in Barfuß und Leben 04.03.2026 13:51von heinz •
| 34 Beiträge | 56 Punkte
Hallo André
Die Schneeglöckchen sind tatsächlich ein ziemlich verlässliches Zeichen dafür, dass der Vorfrühling begonnen hat. Wenn sie auftauchen und gleichzeitig die ersten Gänse wieder in Formation über den Himmel ziehen, merkt man, dass sich draußen etwas verändert, auch wenn die Temperaturen noch nicht wirklich frühlingshaft sind.
Mit dem Boden hast du einen wichtigen Punkt angesprochen. Die Luft kann schon recht mild wirken, während nasse Erde oder schattige Stellen noch viel Kälte speichern. Gerade feuchter Boden zieht die Wärme schnell aus den Füßen. Da ist Vorsicht sicher kein Fehler, besonders wenn man länger unterwegs ist.
Vielleicht ist das gerade diese typische Übergangszeit: oben Sonne und Vogelzug, unten noch winterliche Restkälte. Man muss ein bisschen ausprobieren, wo es angenehm ist und wo nicht. Trockene Wege oder sonnenbeschienene Flächen fühlen sich oft schon ganz anders an als matschige Waldstücke.
In diesem Sinne passt dein Ansatz gut. Barfuß ja, aber mit Gefühl für die Bedingungen.
Viele Grüße
Heinz
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