Der Frühling zieht durchs Land und wünscht mir stets viel Glück
damit ich ihn bewundre, und mich hochentzück,
weil er stets blüht in schönster Pracht.
Durch ihn verleitet zu dem Wandern mit dem Hund,
kam ich zum Denken, das wär ja für mich gesund,
so tat ich gleich, wie ich's gedacht.
Mit frischem Mut und voller Energie gings ab
natürlich barfuß, insofern mach ich nicht schlapp,
und weg war ich mit vollem Schwung.
Der Hund, der zog mich so bergauf und ich schnell nach,
erholte mich dann oben von der Müh hiernach.
Echt schwierig, denn ich bin nicht jung!
Doch dann gings wie im Fluge über Stock und Stein,
ich staunte reichlich über meine alten Bein',
die machten das so richtig toll!
So kam ich zu gewohnten Pfaden hier im Wald,
der Duft des Bodens kam zu meiner Nas' alsbald,
die Freude macht' mein Herz ganz voll!
Der Festtag bricht nun nicht mehr ab, denn alles riecht
so wunderbar, und schau, was alles fliegt und kriecht,
Natur, bist voller Leben hier!
Mein Dobby freut sich auch und schnuppert frische Luft,
dazu so manchen unbekannten schönen Duft,
das gönn' ich gern dem guten Tier!
Der Weg wird sandig und dann lehmig, schließlich weich,
viel dürres Laub liegt da herum, in dem Bereich,
wo's raschelt unter meinem Fuß.
Die Vögel singen ihre Lieder hell dazu,
erfreuen mich im wunderschönsten Takt, juhu,
von der Natur welch toller Gruß!
Die Landschaft öffnet sich zum besten Aussichtspunkt,
wo die Natur im Blütenmeer noch schöner prunkt,
und alles mich noch mehr erfreut.
Ich rufe laut: "Natur, du bist so wunderschön!",
damit's den lauten Krach vom Traktor übertön,
den Dobby auch so sehr gescheut.
Ich bin zwar keine fünfzehn mehr, doch bin ich froh,
wenn die Natur gibt jedem was er braucht, Chapeau!,
darum bin ich in sie verliebt!
Es kommt auch manchmal vor, dass sie mich sehr frustriert,
mit Hagel, Dornen, dann auch noch mit Schlamm beschmiert!
Doch das vergeht, und man vergibt.
Sogar die Menschheit ist fantastisch, wenn auch stur,
die Weisheit bleibt ihr oft sehr fern auf weiter Flur,
das ist 'ne richtige Kritik!
Sie legt mir Steine in den Weg, die sind sehr Spitz,
das ist nicht schön, auch wenn ich's Land ja nicht besitz'.
Doch daraus mach ich keinen Krieg.
Man schlüpft halt manchmal in die Schuhe mit Bedacht,
und muss nicht gleich hinein in eine böse Schlacht,
der Frieden wird gewahrt, man lebt.
Den Ärger schluckt man runter, denn man ist erlöst
vom Schaden der nur kommt zu Füßen die entblößt.
Vergebung sei wonach ihr strebt.
Doch eine Bitte hätt' ich an die gute Welt,
dass viele Bäume man bewahre, sie nicht fällt,
denn diese dienen ja zum Schutz.
Sie machen hier im Wald den Boden so schön weich,
sie spenden Schatten vor der Hitze auch zugleich,
und reinigen die Luft vom Schmutz.
Ja reine Luft, die braucht ja schließlich jedermann,
egal wo er grad ist, in Hamburg oder Cannes,
der Wind bringt's allerorten hin.
Zudem dient Luft zur Fortpflanzung von allem Schall,
und ist sie rein, klingt lieblicher der Widerhall,
wie groß ist für uns der Gewinn!
Wenn wir auf einer reinen Erde barfuß sind,
erleben wir sie intensiver, wie ich find',
der Hautkontakt macht noch mehr Spaß.
Und wenn uns danach ist, und wir uns einfach ganz
entkleiden, bringt uns das in einen hellen Glanz!
Natürlich tun wir das mit Maß.
Wie sind die Könige doch allesamt so arm,
weil sie nicht kennen diesen äußerst frischen Charme
von dem der ist auf freiem Fuß.
Sie werden uns beneiden, denn wir sind so frei
- und nicht nur in dem wunderschönen Monat Mai -
sind völlig frei vom Zwang des Schuhs!
