Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

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#1

Der Frühling zieht durchs Land

in Poesieforum 26.03.2026 14:04
von André Uhres • Admin | 2.411 Beiträge | 1313 Punkte

Der Frühling zieht durchs Land und wünscht mir stets viel Glück
damit ich ihn bewundre, und mich hochentzück,
weil er stets blüht in schönster Pracht.
Durch ihn verleitet zu dem Wandern mit dem Hund,
kam ich zum Denken, das wär ja für mich gesund,
so tat ich gleich, wie ich's gedacht.

Mit frischem Mut und voller Energie gings ab
natürlich barfuß, insofern mach ich nicht schlapp,
und weg war ich mit vollem Schwung.
Der Hund, der zog mich so bergauf und ich schnell nach,
erholte mich dann oben von der Müh hiernach.
Echt schwierig, denn ich bin nicht jung!

Doch dann gings wie im Fluge über Stock und Stein,
ich staunte reichlich über meine alten Bein',
die machten das so richtig toll!
So kam ich zu gewohnten Pfaden hier im Wald,
der Duft des Bodens kam zu meiner Nas' alsbald,
die Freude macht' mein Herz ganz voll!

Der Festtag bricht nun nicht mehr ab, denn alles riecht
so wunderbar, und schau, was alles fliegt und kriecht,
Natur, bist voller Leben hier!
Mein Dobby freut sich auch und schnuppert frische Luft,
dazu so manchen unbekannten schönen Duft,
das gönn' ich gern dem guten Tier!

Der Weg wird sandig und dann lehmig, schließlich weich,
viel dürres Laub liegt da herum, in dem Bereich,
wo's raschelt unter meinem Fuß.
Die Vögel singen ihre Lieder hell dazu,
erfreuen mich im wunderschönsten Takt, juhu,
von der Natur welch toller Gruß!

Die Landschaft öffnet sich zum besten Aussichtspunkt,
wo die Natur im Blütenmeer noch schöner prunkt,
und alles mich noch mehr erfreut.
Ich rufe laut: "Natur, du bist so wunderschön!",
damit's den lauten Krach vom Traktor übertön,
den Dobby auch so sehr gescheut.

Ich bin zwar keine fünfzehn mehr, doch bin ich froh,
wenn die Natur gibt jedem was er braucht, Chapeau!,
darum bin ich in sie verliebt!
Es kommt auch manchmal vor, dass sie mich sehr frustriert,
mit Hagel, Dornen, dann auch noch mit Schlamm beschmiert!
Doch das vergeht, und man vergibt.

Sogar die Menschheit ist fantastisch, wenn auch stur,
die Weisheit bleibt ihr oft sehr fern auf weiter Flur,
das ist 'ne richtige Kritik!
Sie legt mir Steine in den Weg, die sind sehr Spitz,
das ist nicht schön, auch wenn ich's Land ja nicht besitz'.
Doch daraus mach ich keinen Krieg.

Man schlüpft halt manchmal in die Schuhe mit Bedacht,
und muss nicht gleich hinein in eine böse Schlacht,
der Frieden wird gewahrt, man lebt.
Den Ärger schluckt man runter, denn man ist erlöst
vom Schaden der nur kommt zu Füßen die entblößt.
Vergebung sei wonach ihr strebt.

Doch eine Bitte hätt' ich an die gute Welt,
dass viele Bäume man bewahre, sie nicht fällt,
denn diese dienen ja zum Schutz.
Sie machen hier im Wald den Boden so schön weich,
sie spenden Schatten vor der Hitze auch zugleich,
und reinigen die Luft vom Schmutz.

Ja reine Luft, die braucht ja schließlich jedermann,
egal wo er grad ist, in Hamburg oder Cannes,
der Wind bringt's allerorten hin.
Zudem dient Luft zur Fortpflanzung von allem Schall,
und ist sie rein, klingt lieblicher der Widerhall,
wie groß ist für uns der Gewinn!

Wenn wir auf einer reinen Erde barfuß sind,
erleben wir sie intensiver, wie ich find',
der Hautkontakt macht noch mehr Spaß.
Und wenn uns danach ist, und wir uns einfach ganz
entkleiden, bringt uns das in einen hellen Glanz!
Natürlich tun wir das mit Maß.

Wie sind die Könige doch allesamt so arm,
weil sie nicht kennen diesen äußerst frischen Charme
von dem der ist auf freiem Fuß.
Sie werden uns beneiden, denn wir sind so frei
- und nicht nur in dem wunderschönen Monat Mai -
sind völlig frei vom Zwang des Schuhs!



Lebenskünstler hat sich bedankt!
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#2

RE: Der Frühling zieht durchs Land

in Poesieforum 26.03.2026 15:32
von heinz | 42 Beiträge | 65 Punkte

André, dein Lied vom Frühling trifft mich mitten ins Gemüt,
ich spür' es auch, wie neu die Welt erwacht und neu erblüht,
dein Wort macht Lust auf frische Luft!
Du wanderst barfuß, mutig, mit dem Dobby an der Lein',
ich les' das hier und denke: Ja, das sollte öfter sein!
Der Frühling hat mich auch geruft.
Dein Weg durch Laub und Lehm und Sand klingt wunderbar,
die Vögel singen, und die Natur zeigt, wer sie war –
ein Wunder, groß und unverstellt.
Ich lache über deinen Traktor und sein lautes Lärmen,
dass Dobby scheut – verständlich! – doch man kann sich wärmen
an allem, was die Seele hält.
Dein Ruf: "Natur, du bist so wunderschön!" – den hör ich gern,
er trägt sich weit, über Stock und Stein, ist nicht mehr fern
von dem, was ich auch täglich fühl'.
Die spitzen Steine auf dem Weg, die Dornen und der Schlamm –
du nimmst es hin mit Würde, und das find' ich echt beklamm'
bewundernswert und wirklich kühl!
Ja, Bäume schützen, kühlen, geben weichen Boden her,
du hast so recht: Man fälle sie nicht, denn es wär'
ein arger Schaden für uns all'.
Und wer die Schuhe einmal ablegt, weiß: Die Erde trägt,
sie spricht mit uns durch jede Wurzel, die sich regt,
durch jeden Halm im Frühlingsschall.
So dank' ich dir für dieses Bild von Weg und Wald und Hund,
es macht auch meine müden, alten Beine wieder gesund –
ich schnür' die Schuhe jetzt mal los!



Lebenskünstler hat sich bedankt!
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