Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

ein kleines demokratisches Forum für Leute, die gerne barfuß laufen





#1

Langsam dem Sommer entgegen

in Barfuß und Leben 28.04.2026 11:07
von Michael aus Zofingen | 918 Beiträge | 732 Punkte

Hallo,

wir nähern uns langsam dem Mai, das Wetter scheint auch immer sommerlicher zu werden. Ich werde nun über 7 weitere barfüßige Reisen mit Offtopic-Fahrzeugen berichten.

Montag, 20.4.2026:
Route: Abfahrt in Zofingen 6:29, Interregio bis Luzern, Kupferzug bis Locarno über alte Gotthardstrecke, FART-Bus 1 bis Ascona Centro, Wanderung zum Strandbad und längerer Aufenthalt dort, Rückkehr durch die Altstadt zur Bushaltestelle. Abfahrt 19:14 mit FART-Bus 1 nach Locarno, S-Bahn bis Bellinzona, Intercity bis Luzern via Gotthard-Basistunnel, Interregio nach Zofingen, Ankunft 22:31.
Bemerkungen: Bei leichter Bewölkung losgefahren (7°C), südlich der Alpen anfangs stärker bewölkt, in Ascona warm und sonnig, während sich Quellwolken lediglich über den Bergen zeigten (an Seeufer Aufenthalt in Badekleidung möglich). Im Laufe des Nachmittags bezog es sich, abends auf der Alpennordseite bewölkt, in Zofingen abends 10°C, stark bewölkt.
Nicht allzu viele Leute am Strand. Tendenziell ist die Barfußquote am Strand und auf dem Kinderspielplatz höher als noch vorher. Die Frau, die schon öfter im Neoprenanzug trainierte, schwamm in diesem Jahr erstmalig (zumindest erstmalig während meiner Anwesenheit) barfuß statt mit Surfschuhen.
Renato war wieder nicht in meinem Zug unterwegs, auch nicht an späteren Reisen ins Tessin. Ich werde ihn erst wieder erwähnen, wenn ich ihn wieder sehe.

Dienstag, 21.4.2026:
Route: Abfahrt in Zofingen 6:29, Interregio bis Luzern, Kupferzug bis Locarno über alte Gotthardstrecke, FART-Bus 1 bis Ascona Centro, Wanderung zum Strandbad und längerer Aufenthalt dort, Rückkehr durch die Altstadt zur Bushaltestelle. Abfahrt 16:14 mit FART-Bus 1 nach Locarno, S-Bahn bis Bellinzona, Intercity bis Arth-Goldau via Gotthard-Basistunnel, S-Bahn bis Luzern, Interregio nach Zofingen, Ankunft 19:31.
Bemerkungen: Bei leichter Bewölkung losgefahren (5°C), südlich der Alpen anfangs stärker bewölkt, in Ascona warm und sonnig, während sich Quellwolken lediglich über den Bergen zeigten (an Seeufer Aufenthalt in Badekleidung möglich). Im Laufe des Nachmittags bezog es sich, abends auf der Alpennordseite bewölkt, Regen drohte, so daß ich früher als geplant abreiste, in Zofingen abends 11°C, mäßig bewölkt und windig.
Noch weniger Leute am Strand als am Tag zuvor. Diesmal war Agnes wieder da. Wie üblich schwamm sie ein Stück und sonnte sich anschließend, bevor sie wieder ging (sie besitzt eine Zweitwohnung in Ascona und eine Erstwohnung in der Nähe des Ägerisees im Kanton Zug).
Diesmal ein barfüßiges Kind im Kinderwagen auf der Hintour zwischen Bellinzona und Locarno.

Mittwoch, 22.4.2026:
Route: Abfahrt in Zofingen 6:29, Interregio bis Luzern, Kupferzug bis Erstfeld, Omnibus Nr. 401 bis Göschenen, Regio bis Andermatt, Regio bis Brig, Interregio via Montreux bis Genf Flughafen, Interregio bis Renens, Metro 1 bis Flon, LEB bis Echallens, Kraftpost 670 bis Yverdon, Intercity bis Neuenburg, S-Bahn bis Bern, Interregio nach Zofingen, Ankunft 19:28.
Bemerkungen: Bei leichter Bewölkung losgefahren (8°C), gegen Westen hin abnehmende Bewölkung, im Gebiet des Genfer Sees recht sonnig, dann wieder zunehmende Bewölkung, in Zofingen abends 13°C.
Im Zug keine Barfüßer, jedoch speziell im Genfer und Neuenburger Seegebiet etliche Fahrgäste in eher sommerlicher Kleidung.

Donnerstag, 23.4.2026:
Route: Abfahrt in Zofingen 6:29, Interregio bis Luzern, Kupferzug bis Locarno über alte Gotthardstrecke, FART-Bus 1 bis Ascona Centro, Wanderung zum Strandbad und längerer Aufenthalt dort, Rückkehr durch die Altstadt zur Bushaltestelle. Abfahrt 19:14 mit FART-Bus 1 nach Locarno, S-Bahn bis Bellinzona, Intercity bis Luzern via Gotthard-Basistunnel, Interregio nach Zofingen, Ankunft 22:31.
Bemerkungen: Bei leichter Bewölkung losgefahren (5°C), eigentlich den ganzen Tag sonnig, in Ascona sehr warm (an Seeufer Aufenthalt in Badekleidung möglich). In Zofingen abends 13°C, windig.
Etliche Leute am Strand. Badequote recht hoch, die Wassertemperatur schein auch gestiegen zu sein. Diesmal war Agnes auch da. Als ich ein Stück geschwommen war, benutzte ich die wegen Algen rutschige Betonrampe, um wieder an Land zu kommen. Gleichzeitig näherten sich zwei sich unterhaltende Männer vom Land der Rampe und betraten sie, während ein Schäferhund sie begleitete. Plötzlich erhob sich der Hund, rannte auf mich zu und kläffte mich an. Offensichtlich paßte es dem Hund nicht, daß ich an den Männern vorbeigehen wollte. Der eine Mann herrschte mich an: "Müssen Sie unbedingt hier aus dem Wasser kommen?" Ich antwortete: "Gehört Ihnen diese Rampe? Mich stört es im Prinzip zwar nicht, wenn hier trotz Hundeverbot Hunde sich am Strand aufhalten, solange sie keine anderen Personen belästigen. Aber Ihr häßlicher Köter gefährdet andere Personen." Erst jetzt erkannte ich, daß es sich beim Hundehalter um den Feldweibel vom Karfreitag handelte. Er sprach darauf: "Der Hund tut nur das, wozu er erzogen wurde".
Diesmal war wieder das barfüßiges Kind im Kinderwagen auf der Hintour zwischen Bellinzona und Locarno unterwegs.

Freitag, 24.4.2026:
Route: Abfahrt in Zofingen 6:29, Interregio bis Luzern, Kupferzug bis Locarno über alte Gotthardstrecke, FART-Bus 1 bis Ascona Centro, Wanderung zum Strandbad und längerer Aufenthalt dort, Rückkehr durch die Altstadt zur Bushaltestelle. Abfahrt 19:14 mit FART-Bus 1 nach Locarno, S-Bahn bis Bellinzona, Intercity bis Luzern via Gotthard-Basistunnel, Interregio nach Zofingen, Ankunft 22:31.
Bemerkungen: Bei leichter Bewölkung losgefahren (4°C), eigentlich den ganzen Tag sonnig, in Ascona sehr warm (an Seeufer Aufenthalt in Badekleidung möglich). In Zofingen abends 14°C, leicht windig.
Etliche Leute am Strand. Badequote noch höher als am Vortag, es gab sogar Leute, die den Strand mit Schuhen in der Hand verließen, nicht nur Kinder. Mir fiel auf, daß es zwei besportschuhte Jungen (sie waren auch am Vortag da, allerdings ohne Ball), die mir dem Ball spielten, keine Grenzen kannten. Sie kümmerten sich nicht um zwei barfüßige kleine Mädchen, die miteinander Federball spielten, rannten über Badetücher, die dort lagen, und rannten staubaufwirbelnd mit höchstens 30 cm Abstand an den Köpfen von Leuten vorbei, die dort lagen. Prompt wurde noch eine Sonnenbrille, die auf einem Badetuch lag, zertreten. Es dauerte nicht lange, da erschien der Besitzer der Brille, begleitet von seinem kläffenden Hund. Es war der Feldweibel, dem ich heimlich den Schaden gönnte. Nicht überraschend fing er an zu pöbeln und drohte mit der Polizei. Dann erschien der Vater der Jungen und wollte es ohne Polizei mit seiner Versicherung regeln, aber der Feldweibel ließ sich nicht drauf ein.
Bald kam tatsächlich die Polizei. Auch wenn sie sich auf Deutsch unterhielten, bekam ich nicht alles mit. Immerhin hörte ich, wie der Vater sagte: "Hier ist es so voll, man findet kaum Platz, wo die Kinder ungestört Ball spielen können. Bei all den Leuten, die hier herumliegen. Fragen Sie doch den deutschen Mann dort. Der hat andauernd den ganzen Tag nichts besseres zu tun als in Badekleidung ein Buch zu lesen und anderen den Platz wegzunehmen!" Die Polizisten kamen zu mir und wollten meinen Ausweis sehen (ob sie die Ausweise vom Feldweibel und vom Vater auch verlangt haben, kann ich nicht sagen). Der ältere, der sehr gut deutsch sprach, fragte: "Sie sind Schweizer? Wo wohnen Sie gegenwärtig?" "In Zofingen." "Ich meine nicht Ihre Wohnadresse, sondern Ihre Unterkunft hier in der Gegend." Ich antwortete: "Ich habe hier keine Unterkunft, sondern bin heute morgen aus Zofingen gekommen und fahre heute abend wieder zurück." Darauf telefonierte der jüngere Polizist, der offensichtlich kein Deutsch konnte, mit der Zentrale, während der andere sagte: "Es ist unverantwortlich, mit dem Auto von Zofingen hierher zu kommen, nur um sich hier im Schwimmbad aufzuhalten. Kein Wunder, daß die Straßen verstopft sind." Ich entgegnete: "Ich besitze kein Auto, sondern benutze öffentliche Verkehrsmittel. Das ist umweltfreundlicher." Der Polizist: "Die Benutzung dieses Freibades ist eigentlich für Leute gedacht, die hier wohnen, im Urlaub in einer Unterkunft leben, nicht jedoch für Leute, die regelmäßig von weiter weg hierher kommen."
Dann unterhielten sich beide Polizisten auf italienisch. Der ältere sprach: "Sie wurden schon wiederholt im Tessin beobachtet, bekleidet mit kurzen Hosen und ohne Schuhe, sogar im Winter. Leute aus der sozialen Unterschicht sind in Ascona nicht erwünscht, da sie der Gemeinde keine Einkünfte bringen." Schließlich mischten sich auch noch der Feldweibel und der Vater der Jungen ins Gespräch ein. und ich hatte den Eindruck, als ob nun die ehemaligen Gegner gemeinsam mit der Polizei mich zum Feind erklärten. Ich mußte das Bad verlassen, ca. 30 Minuten bevor ich ohnehin gegangen wäre. Der Polizist drohte damit, mein Verhalten der Staatsanwaltschaft zu melden, ob ich gegebenenfalls wegen unnötigen Fahrens belangt werden. Hoffentlich ist das nur eine leere Drohung.
Diesmal saß ein barfüßiger Mann in Tenero auf dem Bahnsteig. Ob es derselbe Mann war, der barfuß von Locarno nach Gordola gefahren war, kann ich nicht sagen.

Sonntag, 26.4.2026:
Route: Abfahrt in Zofingen 6:45, Regioexpreß bis Olten, Interegio bis Biel, Interregio bis Delsberg, Regio bis Glovelier, Regio bis La Chaux de Fond, Interregio bis Chambrelien, Omnibus bis Collombier, Littorail bis Auvernier, Aufenthalt am und längerer Aufenthalt dort, Rückkehr zur Tramhaltestelle. Abfahrt 19:17 mit Littorail zum Place Pury, Trolleybus zum Bahnhof Neuenburg, Regio bis Biel, Interregio bis Olten, Regioexpreß nach Zofingen, Ankunft 21:12.
Bemerkungen: Bei wolkenlosem Himmel losgefahren (9°C), eigentlich immer sonnig, in Auvernier warm bei leichter Bise (an Seeufer Aufenthalt in Badekleidung möglich), abends klar, in Zofingen abends 15°C.
Einige Leute, die im See badeten, Das Wasser ist kälter als im Lago Maggiore.

Montag, 27.4.2026:
Route: Abfahrt in Zofingen 6:58, Interregio bis Luzern, Regioexpreß durchs Emmental nach Bern, Interegio bis Biel, Intercity bis Neuenburg, Trolleybus bis Collombier, Littorail bis Auvernier, Aufenthalt am und längerer Aufenthalt dort, Rückkehr zur Tramhaltestelle. Abfahrt 19:17 mit Littorail zum Place Pury, Trolleybus zum Bahnhof Neuenburg, Regio bis Biel, Interregio bis Olten, Regioexpreß nach Zofingen, Ankunft 21:12.
Bemerkungen: Bei wolkenlosem Himmel losgefahren (11°C), eigentlich immer sonnig, in Auvernier warm bei leichter Bise (an Seeufer Aufenthalt in Badekleidung möglich), abends klar, in Zofingen abends 16°C.
Weniger Leute am Strand als am Vortag (kein Wochenende). Als ich auf dem Rückweg aus dem Bus am Neuenburger Bahnhof ausstieg, wartete eine barfüßige Frau mit Kinderwagen (Kind mit Sandalen) an der Haltestelle. In Solothurn bestieg ein Mann ohne Schuhe, aber mit Socken den Zug.


Meine 145. bis 151. Barfußreise mit dem Generalabo waren beendet.


Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


Folgende Mitglieder finden das Top: Lebenskünstler und André Uhres
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#2

RE: Langsam dem Sommer entgegen

in Barfuß und Leben 28.04.2026 15:53
von heinz | 49 Beiträge | 73 Punkte

Hallo Michael

Eine ereignisreiche Woche, die am Freitag dann doch einen unangenehmen Höhepunkt hatte.

Zuerst zum Erfreulichen: Der Mittwoch durch die Westschweiz mit Metro, LEB und Kraftpost klingt nach einer dieser stillen, abwechslungsreichen Touren, bei denen das Fahren selbst das Ziel ist. Und dass du Renato vorerst aus den Berichten verabschiedet hast bis zur nächsten Sichtung, ist eine charmante Art, mit einer losen Figur umzugehen.

Der Feldweibel taucht nun zum dritten Mal auf, diesmal mit Hund. Dass er den Hund zu seiner Verteidigung mit „der tut nur, wozu er erzogen wurde" kommentiert, sagt vielleicht mehr über den Erzieher als über den Hund. Und dass ausgerechnet seine Sonnenbrille am nächsten Tag dran glauben musste, ist ein Zufall, den man sich nicht ausdenken könnte.

Was die Polizeiepisode am Freitag betrifft, da musste ich beim Lesen kurz innehalten. Die Bemerkung über die „soziale Unterschicht" und dass Ascona keine Einkünfte aus deinem Besuch zieht, ist schon bemerkenswert offen formuliert. Ob das rechtlich irgendeine Grundlage hat, darf man wohl bezweifeln. Ein Generalabonnement ist kein Unterschichtsausweis, und ein Freibad ist kein Mitgliederclub. Die Drohung mit dem „unnötigen Fahren" klingt nach dem Versuch, dich zu verunsichern. Ich würde das im Hinterkopf behalten, aber nicht zu viel Energie darauf verwenden.

Schön dagegen der Ausklang mit den zwei Tagen am Neuenburger See. Auvernier kannte ich bisher kaum dem Namen nach, aber wie du es beschreibst, klingt es nach einer ruhigen, würdigen Alternative zu Ascona.

Viele Grüße
Heinz



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#3

RE: Langsam dem Sommer entgegen

in Barfuß und Leben 29.04.2026 08:31
von André Uhres • Admin | 2.416 Beiträge | 1338 Punkte

Hallo,

Personen, die Opfer von polizeilicher Inkompetenz geworden sind, können eine Beschwerde bei den Aufsichtsbehörden einreichen (und dabei hoffen, dass korrupte Kollegen sich nicht gegenseitig decken).

Alles Liebe
André



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#4

RE: Langsam dem Sommer entgegen

in Barfuß und Leben 29.04.2026 09:17
von Michael aus Zofingen | 918 Beiträge | 732 Punkte

Hallo André,

genau so ist es. Jedoch sind vielfach die Hürden, eine Beschwerde bei der zuständigen Behörde einzureichen, höher als der Schaden, den die inkompetenten Polizisten einem zugefügt haben. Im Kanton Neuenburg muß man die Beschwerde auf französisch stellen, möglicherweise im Tessin auf italienisch. In meinem Fall könnte der andere Kollege wegen "mangelnder Deutschkenntnisse" das Verhalten des deutschkundigen Polizisten weder bestätigen, noch dementieren. So steht es dann Aussage gegen Aussage. Und der Feldweibel und der Vater der rücksichtslosen Jugendlichen würde sicher auf Seiten des Polizisten stehen, falls es zu einer Gerichtsverhandlung kommen sollte. Und wenn ich vor Gericht verliere, ist mein Schaden erheblich höher als jetzt.

Sichere ist aber eines, falls ich mich beschweren sollte wegen dieser Sache, würde mir die Polizei im Tessin noch mehr Steine in den Weg legen (außer wenn sie jetzt schon ihr Potential ausgeschöpft hat).

Nachdenkliche Grüße
Michael aus Zofingen


Lebenskünstler hat sich bedankt!
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#5

RE: Langsam dem Sommer entgegen

in Barfuß und Leben 29.04.2026 14:25
von Matthias MUC | 12 Beiträge | 20 Punkte

"Unnötiges Fahren" bezieht sich grundsätzlich nur auf Kraftfahrzeuge, keineswegs auf Öffibenutzung, von der Seite kommt entweder nix oder irgendwer übt sich da in Rechtsbeugung. Ich bin sicher, das ist nicht nur in D, sondern überall so. Was sich diese - sorry - Bullen (ich tu mich da schwer, diese Amtspersonen da "neutral" zu bezeichnen) da rausnehmen, ist wahlweise widerwärtiger Klassismus in Reinkultur (wenn Du wirklich "Unterschicht" wärest) und/oder zumindest ein gewaltiges Problem mit ihren eigenen Vorurteilen, andere Menschen anhand von eventuell nicht 100% normkonformem, angepassten Erscheinungsbild in Schubladen einteilen zu müssen.



zuletzt bearbeitet 29.04.2026 14:46 | nach oben

#6

RE: Langsam dem Sommer entgegen

in Barfuß und Leben 01.05.2026 06:59
von Michael aus Zofingen | 918 Beiträge | 732 Punkte

In der Schweiz geschah mal dieses. Der Grund für den Führerscheinentzug dürfte die überhöhte Geschwindigkeit sein. Der erwähnte Artikel 33 dient zur Vermeidung von Lärm:

Fahrzeugführer, Mitfahrende und Hilfspersonen dürfen keinen vermeidbaren Lärm erzeugen. Untersagt sind vor allem:

a.
unnötiges Vorwärmen und Laufenlassen des Motors stillstehender Fahrzeuge;
b.
hohe Drehzahlen des Motors im Leerlauf oder beim Fahren in niedrigen Gängen;
c.
zu schnelles Beschleunigen des Fahrzeugs, namentlich beim Anfahren;
d.
fortgesetztes unnötiges Herumfahren in Ortschaften;

e.
Verursachen von vermeidbarem Lärm der Auspuffanlage, insbesondere das Erzeugen von Knallgeräuschen durch Schalten oder abrupte Gaswegnahme;
f.
unsorgfältiges Beladen und Entladen von Fahrzeugen;
g.
Zuschlagen von Wagentüren, Motorhauben, Kofferdeckeln und dergleichen;
h.
Störungen durch Tonwiedergabegeräte, die im Fahrzeug eingebaut sind oder mitgeführt werden
.

Er bezieht sich nicht explizit auf Motorfahrzeuge und kann (zumindest theoretisch) auch auf Radfahrer angewendet werden.

Gemäß Wikipedia ist unnötiges Hin- und Herfahren auch nicht explizit auf KFZ ausgerichtet.


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#7

RE: Langsam dem Sommer entgegen

in Barfuß und Leben 02.05.2026 00:42
von Matthias MUC | 12 Beiträge | 20 Punkte

Aber in keinster Weise sind damit Fahrten im ÖP(N)V gemeint.



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#8

RE: Langsam dem Sommer entgegen

in Barfuß und Leben 02.05.2026 04:12
von André Uhres • Admin | 2.416 Beiträge | 1338 Punkte

Hallo,

Man könnte vielleicht einen "Öffi" wegen unnötigen Herumfahrens belangen, aber nicht dessen Passagiere. Es gibt in einem freien Land normalerweise keinerlei Einschränkung für unbescholtene Personen, die sich beliebig mit dem Öffi fortbewegen möchten, wohin, wie oft, und aus welchem Grund auch immer.

Alles Liebe
André



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