Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

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#1

4 barfüßige Bahnreisen Anfang Mai

in Barfuß und Leben 06.05.2026 12:21
von Michael aus Zofingen | 918 Beiträge | 732 Punkte

Hallo,

nachdem es am 28. und 29. April unbeständiger war, wurde es darauf schon wieder sonniger. Ich werde nun über 4 weitere barfüßige Reisen mit Offtopic-Fahrzeugen berichten.

Donnerstag, 30.4.2026:
Route: Abfahrt in Zofingen 6:45, Regioexpreß bis Olten, Intercity bis Lausanne, Metro 2 bis Flon, LEB bis Echallens, Kraftpost 670 bis Yverdon, Intercity bis Neuenburg, Omnibus bis Place Pury, Littorail bis Auvernier, längerer Aufenthalt am Neuenburger See, Rückkehr zur Tramhaltestelle. Abfahrt 18:57 mit Littorail zum Place Pury, Trolleybus zum Bahnhof Neuenburg, Intercity bis Olten, S-Bahn nach Zofingen, Ankunft 20:44.
Bemerkungen: Bei wolkenlosem Himmel losgefahren (9°C), eigentlich immer sonnig, nur im Raum Lausanne hochnebelartige Bewölkung, in Auvernier warm bei starker Bise (an Seeufer Aufenthalt in Badekleidung möglich), abends klar, in Zofingen abends 13°C.
Einige Leute, die im See badeten. Relativ wenige Leute am Seeufer. Keine Barfüßer außerhalb vom Seeufer.

Freitag, 1.5.2026:
Route: Abfahrt in Zofingen 8:45, Regioexpreß bis Olten, Intercity bis Neuenburg, Trolleybus bis Place Pury, Littorail bis Auvernier, längerer Aufenthalt am Neuenburger See, Rückkehr zur Tramhaltestelle. Abfahrt 19:17 mit Littorail zum Place Pury, Trolleybus zum Bahnhof Neuenburg, Regio bis Biel (mit Verspätung), S-Bahn bis Olten (Interregio hatte nicht gewartet), S-Bahn nach Zofingen, Ankunft 21:44.
Bemerkungen: Bei wolkenlosem Himmel losgefahren (11°C), eigentlich immer sonnig, in Auvernier warm bei wenig Bise (an Seeufer Aufenthalt in Badekleidung möglich), abends klar, in Zofingen abends 15°C.
Einige paar mehr Leute, die im See badeten oder am Seeufer aufhielten, als am Vortag. Keine Barfüßer außerhalb vom Seeufer.

Samstag, 2.5.2026:
Route: Abfahrt in Zofingen 7:32, Interegio bis Lausanne, Regio bis Prilly-Malley. Wanderung zum Tramdepot in Renens und nach Rausschmiß zurück, Regio nach Renens mit Verspätung (Anschluß hat nicht gewartet, dafür ich, Intercity bis Neuenburg, Trolleybus bis Place Pury, Littorail bis Auvernier, längerer Aufenthalt am Neuenburger See, Rückkehr zur Tramhaltestelle. Abfahrt 19:37 mit Littorail zum Place Pury, Trolleybus zum Bahnhof Neuenburg, S-Bahn bis Bern, Interregio nach Zofingen, Ankunft 21:28.
Bemerkungen: Bei wolkenlosem Himmel losgefahren (11°C), eigentlich immer sonnig mit einigen Wolken, in Auvernier warm Bise (an Seeufer Aufenthalt in Badekleidung möglich), abends zunehmende Bewölkung, in Zofingen abends 17°C.
An diesem Tag war Tag der offenen Tür im Tramdepot. Ich kam zwar rein, wurde jedoch von einem maximal pigmentierten Securitas-Schergen wieder nach draußen befördert. Grund: Ohne Schuhe wäre das Betreten des Geländes aus Sicherheitsgründen verboten. Immerhin war ich die Runde gegangen und war bereits in den beiden ausgestellten Tramzügen, die in Zukunft zwischen Renens und Flon verkehren werden. Da die Erklärungen auf den Plakaten nur auf französisch waren, brachten sie mir nichts ein. Der Sicherheitsfritze konnte wenigstens etwas deutsch.
Recht viele Leute am Seeufer aufhielten, als am Vortag. Einige barfüßige Kinder auf Spielplatz neben der Tramhaltestelle.

Montag, 4.5.2026:
Route: Abfahrt in Zofingen 6:29, Interregio bis Luzern, Interregio bis Gossau via Zug und Zürich, Appenzeller Bahn bis Appenzell, Appenzeller Bahn ("Tram") bis Gais, Appenzeller Bahn (Zahnradbahn) bis Altstätten Stadt, Rheintalbus 300 bis Altstätten, Interregio bis Sargans, Kupferzug bis Pfäffikon, S-Bahn via Rapperswil nach Zürich HB, S-Bahn via Winterthur und Andelfingen bis Schaffhausen, Regioexpreß bis Bülach, Wanderung durch die Stadt zwecks halbstündiger Überbrückung, S-Bahn bis Kaiserstuhl, Kraftpost 354 bis Baden, Interregio bis Basel SBB, Interregio bis Liestal, Waldenburger Bahn bis Waldenburg, Kraftpost 94 bis Balstahl, OeBB bis Oensingen, Omnibus 505 bis Olten, Regioexpreß nach Zofingen, Ankunft 20:12.
Bemerkungen: Bei starker Bewölkung losgefahren (12°C), eigentlich den ganzen Tag bewölkt, in Ostschweiz milchiger Sonnenschein, dann zunehmende Bewölkung, im raum Basel und Waldenburg Regen, nördlich des Juras stark bewölkt. In Zofingen abends 13°C.
Keine Barfüßer gesichtet, jedoch etliche Frauen (und wenige Männer) in Sandalen ohne Socken.
Beim 30-minütigem Stadtrundgang in Bülach ging ich auch barfuß durch die reformierte Kirche. Die Bülacher Altstadt ist relativ klein. Wer mit dem Zug oder mit dem 4rad durch Bülach fährt, merkt vor lauter moderner Gebäude nicht, daß überhaupt eine Altstadt existiert. Beim Gang durch die Stadt fragte ein Mädchen die Mutter: "Warum läuft der Mann barfuß?"

Meine 152. bis 155. Barfußreise mit dem Generalabo waren beendet.

Gestern und heute fiel wieder Regen, es soll aber wieder besseres Wetter geben.

Schöne Grüße
Michael aus Zofingen



André Uhres findet das Top
zuletzt bearbeitet 06.05.2026 12:35 | nach oben

#2

RE: 4 barfüßige Bahnreisen Anfang Mai

in Barfuß und Leben 07.05.2026 14:12
von heinz | 49 Beiträge | 73 Punkte

Hallo Michael

Der Montag durch die Ostschweiz ist wieder eine dieser Touren, bei denen allein das Lesen der Route schon erschöpft. Appenzeller Bahn, Zahnradbahn, Waldenburger Bahn, OeBB – da steckt mehr Schweizer Bahngeschichte in einem Tag als mancher in einem Jahr erlebt.

Der Rauswurf aus dem Tramdepot in Renens ärgert mich stellvertretend für dich ein wenig. Ein Tag der offenen Tür, an dem man Leute einlädt und dann wegen fehlender Schuhe wieder hinausbefördert, hat etwas Widersprüchliches. Dass du immerhin die neuen Tramzüge von innen gesehen hast, bevor der Sicherheitsmann tätig wurde, ist wenigstens ein kleiner Trost. Und dass die Plakate nur auf Französisch waren, hat den Verlust vielleicht etwas abgefedert.

Der Stadtrundgang in Bülach mit dem Abstecher durch die reformierte Kirche gefällt mir. Dass die Altstadt hinter modernen Fassaden fast versteckt wirkt, kenne ich von anderen Schweizer Städtchen auch. Manchmal muss man einfach aussteigen und zu Fuß schauen.

Das Mädchen in Bülach mit der Frage an die Mutter reiht sich schön in deine Sammlung solcher Kinderreaktionen ein. Kinder fragen direkt, ohne die soziale Bremse, die Erwachsene oft zögern lässt. Die Antwort der Mutter wäre interessant gewesen.

Auvernier scheint sich langsam als zweite Anlaufstelle neben Ascona zu etablieren. Ruhiger, kälteres Wasser, aber offenbar seinen eigenen Reiz.

Viele Grüße
Heinz



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#3

RE: 4 barfüßige Bahnreisen Anfang Mai

in Barfuß und Leben Gestern 17:25
von Michael aus Zofingen | 918 Beiträge | 732 Punkte

Zitat von heinz im Beitrag #2
Auvernier scheint sich langsam als zweite Anlaufstelle neben Ascona zu etablieren. Ruhiger, kälteres Wasser, aber offenbar seinen eigenen Reiz.

Hallo Heinz,

hier ungefähr kann man erkennen, wie meine Anlaufstellen in Ascona und Auvernier aussehen.

In Ascona ist das Wetter im Vorfrühling und im Spätherbst häufig angenehmer als in Auvernier, was sich auch auf die Wassertemperaturen auswirkt. Dafür ist es im Sommer in Auvernier angenehmer, weil es mehr schattige Bäume gibt. In Auvernier ist es weitläufiger, aber auch hier kann es überlaufen sein. Auvernier ist auch schneller zu erreichen.

Es stimmt allerdings nicht, daß Auvernier meine zweite Anlaufstelle wird, höchstens in Bezug auf reisen mit dem Generalabo. Kennengelernt hatte ich Auvernier bereits 1989, etwa ein Vierteljahr, nachdem ich in die Schweiz gezogen war. An einem Samstag war ich morgens mit dem Velo nach Neuenburg gefahren, wo ich am Place Pury die Endhaltestelle "einer Art Straßenbahn" vorfand. Ich folgte mit dem Velo den Gleisen, soweit es eben ging (und wie es sich für einen velofahrenden Straßenbahnfan auch gehört) und fand dabei den Strand von Auvernier, bevor ich weiter nach Boudry radelte (andere Endstation der Littorail). Dann radelte ich weiter nach Yverdon zurück nach Zofingen, wo ich ziemlich erschöpft ankam.

Später radelte ich manchmal samstags nach Auvernier, um dort zu baden und im Gebüsch im Schlafsack zu übernachten. Am Sonntagmorgen radelte ich nach Biel, um dort zu baden und am Spätnachmittag zurück nach Zofingen zu radeln. Irgendwann hörte auch das auf, immer so lange Strecken zu fahren, wo doch die Aare soviel näher ist.

Einmal traf ich dort zufällig auch ein Ehepaar, die zur selben Zeit wie ich an der Uni Oldenburg studiert hatten und nun im Raum Köln lebten. Sie waren auf einem Campingplatz in Boudry im Urlaub (und kannten diesen Campingplatz schon zu Unizeiten, als ich weder Boudry, noch Auvernier, noch Zofingen kannte. Möglicherweise hätten wir uns nicht einmal erkannt, wenn nicht etwa ein Vierteljahr vorher ein Treffen ehemaliger Oldenburger Studenten in einem Gasthof in Sandkrug bei Oldenburg gewesen wäre. Damals lief ich noch nicht barfuß, allerdings blieb mein Erscheinen in kurzen Hosen im Gasthof nicht unkommentiert.

Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


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