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In Narbonne (Frankreich) herrscht Barfußverbot
in Allerlei kurioses 15.06.2026 08:41von André Uhres • Admin | 2.454 Beiträge | 1444 Punkte
In Narbonne wird das Gehen im Badeanzug, ohne Hemd oder ohne Schuhe in der Innenstadt oder am Kanalufer ab Montag, dem 15. Juni 2026, mit einer Geldstrafe von 150 Euro geahndet.
Trotz 30 Grad in den Straßen sind Anwohner und Touristen, die sich am Sonntagmorgen trafen, für die Maßnahme.
Kommentare von Passanten:
"Ich finde es normal, es ist eine Frage der Hygiene, des Respekts gegenüber anderen Menschen. Also ja, ich finde diese Entscheidung völlig logisch. Aber 150 Euro sind recht teuer."
"Im Stadtzentrum kann ich mich nicht sehen, wie ich mit der Familie herumlaufe und jemanden im Bikini vorbeikommen sehe, oder ohne Hemd. Ist ein bisschen peinlich. Der Geruch.."
Andere Gemeinden der Region hatten bereits in den letzten Jahren ähnliche Erlasse erlassen, so in La Grande Motte (Hérault). In Narbonne trat das Verbot erstmals im Sommer 2025 in Kraft. Die Polizei erließ daraufhin rund fünfzehn Geldstrafen. Für den Leiter eines Cafés in der Innenstadt trägt der Gemeindeerlass dazu bei, mögliche Spannungen mit den Kunden zu vermeiden. "Die Polizei liegt nicht an uns. Das gibt der Polizei die Möglichkeit, den Job zu machen, ohne dass wir in Streit geraten: 'Ich habe das Recht', usw. Also ja, für mich ist es eine sehr gute Sache". (Anthony Hill, Manager von "89")
Das Verbot gilt nur in der Innenstadt und bis zum 30. September
Auf nationaler Ebene gibt es nichts, was Sie davon abhält, in der Stadt ohne Hemd oder barfuß zu sein. Doch für die Gemeinde Narbonne, die 9 Millionen Touristen pro Jahr empfängt, ist die Maßnahme gerechtfertigt. "Wir sind eine Touristenstadt, eine historische Stadt, Sie sehen sie hinter mir, eine Einkaufsstadt. Und wir erinnern uns an Regeln des gesunden Menschenverstandes, die mit Hygiene und der exhibitionistischen Seite verbunden sind", sagt Bertrand Malquier, der Bürgermeister von Narbonne.
Das Dekret muss jedoch bestimmte Grenzen einhalten: In Narbonne gilt das Verbot nur in der Innenstadt und bis zum 30. September.
(franceinfo)
RE: In Narbonne (Frankreich) herrscht Barfußverbot
in Allerlei kurioses 15.06.2026 13:24von tiptoe •
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*toc toc toc* Ils sont fous, les Narbonnais.
Solche überschießenden auswüchse der verbotsgesellschaft finden sich immer wieder in "touristenhochburgen". Reaktionen auf übertourismus treiben bizarre blüten.
Dabei sind die paar barfüßler unter den heerscharen vermutlich das geringste problem.
Es bräuchte jetzt eine gegenreaktion anderer städte, die darauf hinweisen, wie barfußfreundlich sie doch sind .... was zum glück auf die meisten zutrifft, die paar engstirnigen ausnahmen können getrost übersprungen werden.
RE: In Narbonne (Frankreich) herrscht Barfußverbot
in Allerlei kurioses 16.06.2026 23:33von tiptoe •
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Andere ortsweite verbote dieser art existieren offenbar in Portofino und Monaco (ohne gewähr, ich habe die konkreten regelungen nicht recherchiert).
Vielleicht weil da auch der "geldadel" unter sich bleiben will und lifestylebarfüßler nicht zur gewünschten clientèle zählen, da eher konsumkritisch und damit nicht interessant für die örtliche tourismuswirtschaft?
Ich bin aber auch nicht willens, mein geld da auszugeben, wo ich nur widerstrebend toleriert werde.
In hotels habe ich tendenziell die erfahrung, dass kleine inhabergeführte häuser toleranter sind als große kettenhotels, wobei es da auch je nach individueller einstellung der hoteliers abweichungen geben mag.
Jedenfalls komme ich natürlich am liebsten da wieder, wo ich auch akzeptiert werde und mich rundum willkommen fühle.
RE: In Narbonne (Frankreich) herrscht Barfußverbot
in Allerlei kurioses 17.06.2026 07:41von Michael aus Zofingen •
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Hallo,
in Italien gibt es sogar Städte, in denen das Betreten der Innenstadt mit Badelatschen bei Strafe verboten ist. In nahezu allen italienischen Städten ist das Herumlaufen in Badekleidung bzw. mit nacktem Oberkörper bei Strafe verboten, auch in Spanien ist es zwingend notwendig, nach dem Verlassen des Strandes ein T-Shirt überzuziehen. Ich persönlich wäre nicht in der Lage, knielange Badeshorts, wie sie heute bei jüngeren Männern üblich sind, von "normalen" Shorts zu unterscheiden.
Auch wenn ich gerne über die bezüglich Kleiderordnung intoleranten Schweizer Polizisten schimpfe, so muß ich doch zugeben, daß es in der Schweiz solche Gesetze nur in Ausnahmefällen in der Schweiz gibt. Wirklich verboten sind nur Kleidungsstücke, die das Gesicht vermummen, etwa die Burka. Und in Appenzell-Innerrhoden ist das Nacktwandern explizit verboten. Ansonsten gibt es keine Verbote, jedoch kann man zu einer Geldbuße verdonnert werden, wenn sich Leute an etwas stören könnten. Also ein Wischwaschi-Gesetz, womit der Polizeiwillkür Tür und Tor geöffnet ist.
Ich frage mich, wie Schweizer bei einer anonymen Umfrage reagieren würden, etwa: "Soll Badekleidung, barfuß oder kurze Hosen im öffentlichen Raum verboten werden?" Ich glaube, die Antwort würde lauten: "Nicht unbedingt, nur dann, wenn man zu alt oder zu dick ist."
Ich werde nachher zum Baden an die Aare fahren, lediglich in echt kurzer Sporthose bekleidet. T-Shirt, Schuhe, Krawatte und Mütze bleiben echt zu Hause. Und an der Aare selbst werde ich wohl noch weniger tragen
.
Nachdenkliche Grüße
Michael aus Zofingen
Nacktwanderverbote und deren Motivation
in Allerlei kurioses 17.06.2026 08:49von tiptoe •
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Ich frage mich, wie dieses nacktwanderverbot zustandegekommen ist. Um etwas zu verbieten, müsste es zuerst als problem erkannt werden, das heißt es hätte zuerst (spezifisch dort?) nacktwanderer oberhalb der wahrnehmungsschwelle gegeben. Ist das etwa irgendwo in der Schweiz üblich/toleriert? Ich habe in Österreich zwar vereinzelte barfußwanderer(innen) und oben-ohne-wanderer (männlich) gesehen, aber nacktwanderer noch nie. Mir käme dergleichen ohnehin nur in wandergegenden in den sinn, wo ich mir sicher sein kann, über weite strecken niemandem zu begegnen (da kenne ich ein paar, insbesondere außerhalb der kernsaison, nämlich überall da wo es keine bewirtschafteten hütten gibt und auch kein ballungsraum in unmittelbarer umgebung liegt).
Andererseits liegt in Appenzell-Innerrhoden seit jahrzehnten der erste (?) explizit als solcher ausgeschilderte und auch weiterhin gepflegte längere barfuß-wanderweg.
Nacktwanderverbote und deren Motivation
in Allerlei kurioses 17.06.2026 19:10von EinBonner •
| 291 Beiträge | 141 Punkte
Zitat von tiptoe im Beitrag #6
Ich habe in Österreich zwar vereinzelte barfußwanderer(innen) und oben-ohne-wanderer (männlich) gesehen, aber nacktwanderer noch nie.
Hier im Rheinland habe ich schon mehrfach welche »gesichtet«, die waren aber alle gut beschuht und es gab deshalb keine »Sichtungsmeldung« hier.
Ein Bonner
RE: In Narbonne (Frankreich) herrscht Barfußverbot
in Allerlei kurioses 18.06.2026 07:40von André Uhres • Admin | 2.454 Beiträge | 1444 Punkte
Zitat von Michael aus Zofingen im Beitrag #5
Und an der Aare selbst werde ich wohl noch weniger tragen.
Dann wirst du merken, wie es ist, etwas vorzutäuschen.
RE: Nacktwanderverbote und deren Motivation
in Allerlei kurioses 19.06.2026 21:57von Michael aus Zofingen •
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Zitat von tiptoe im Beitrag #6
Ich frage mich, wie dieses nacktwanderverbot zustandegekommen ist. Um etwas zu verbieten, müsste es zuerst als problem erkannt werden, das heißt es hätte zuerst (spezifisch dort?) nacktwanderer oberhalb der wahrnehmungsschwelle gegeben. Ist das etwa irgendwo in der Schweiz üblich/toleriert?
In der Schweiz kann im Prinzip jeder eine Volksabstimmung einläuten. Man muß nur eine gewisse Anzahl Unterschriften sammeln, und dann kommt es zur Volksabstimmung, entweder in der Gemeinde, im Kanton oder gar im Bund. Das Nacktwanderverbot war eine kantonale Abstimmung in Appenzell Innerrhoden. Es haben sich Leute daran gestört, daß im Alpsteingebirge wiederholt Nacktwanderer (allerdings nicht völlig nackt: Praktisch immer mit Wanderschuhen, häufig noch mit Handschuhen und Mütze) gesichtet wurden. In der Abstimmung wurde von der Mehrheit ein Verbot gewollt. Darum ist es in diesem Kanton (und nur dort) explizit verboten.
Allerdings darf keine Volksinitiative lanciert werden, die gegen die Menschenwürde verstößt (etwa die Einführung der Scharia). Auch die Burka (genauer: die Vermummung) wurde per Volksentscheid verboten. Ich frage mich ob in erster Linie die "normale" Vermummung (etwa wegen Unkenntlichmachen bei Demonstrationen und Verbrechen) verboten werden sollte und die Burka eher "zufällig" auch darunter fiel oder ob man in erster Linie die muslimische Verschleierung verbieten wollte, es aber ausweitete, um nicht als Islamfeind dazustehen. Ich glaube letzteres.
Ich weiß nicht, ob eine Schweizer Gemeinde überhaupt befugt ist, irgendein Kleidungsstück separat zu verbieten oder ob so etwas mindestens auf Kantonsebene erfolgen muß. Theoretisch könnte irgendein Spießer Unterschriften sammeln, um irgendwo das Barfußlaufen, das Tragen von kurzen Hosen, den Aufenthalt in Badekleidung, im Pyjama, im Trainingsanzug usw. in der Stadt verbieten. Genügend Unterschriften kämen wohl zustande, aber würde eine Mehrheit zustimmen? Ich glaube nicht, da es der Mehrheit völlig egal ist.
RE: In Narbonne (Frankreich) herrscht Barfußverbot
in Allerlei kurioses 19.06.2026 22:16von Michael aus Zofingen •
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Zitat von tiptoe im Beitrag #4
Vielleicht weil da auch der "geldadel" unter sich bleiben will und lifestylebarfüßler nicht zur gewünschten clientèle zählen, da eher konsumkritisch und damit nicht interessant für die örtliche tourismuswirtschaft?
So etwas gibt es auch in Schweizer Touristenstädten. Nicht nur der Geldadel will unter sich bleiben, auch will man dort nur zahlungskräftige Kunden, keine Leute, die "nur zum Kucken" durch die Geschäftsstraßen gehen, und nicht in der Lage sind, die teuren Dinge zu kaufen. Und Leute, die auch noch "arm" aussehen, will man gar nicht, da die Schweiz es sich nicht erlauben kann, daß Touristen mitbekommen, daß es auch in der Schweiz Armut gibt (Immageschaden). Daher geht die Polizei in diesen Städten auch rigoros gegen Bettler, Penner und ärmlich gekleidete Personen vor.
RE: In Narbonne (Frankreich) herrscht Barfußverbot
in Allerlei kurioses 19.06.2026 23:04von Michael aus Zofingen •
| 940 Beiträge | 770 Punkte
Auch hier kann man es lesen.
Ein Cafébesitzer in Narbonne berichtete, dass hemdlose Gäste auf Außenterrassen andere Kunden abschrecken könnten. Libertatea sagte, es sei für das Personal schwierig, Kleidervorschriften durchzusetzen, ohne Konflikte zu provozieren.
Es ist feige vom Personal, auf die Durchsetzung des Hausrechts zu verzichten und stattdessen die zu rufen. Da mager gekleidete Personen nicht nur auf Terassen, sondern auch auf den Straßen selbst, wo kein Wirt Hausrecht geltend machen kann, potentielle Kunden abschrecken könnte, profitiert er möglicherweise von der Regelung, garantiert profitiert die Stadtkasse.
In den sozialen Medien kritisieren Gegner die Strafen als überzogen und argumentieren, dass die Kleiderordnung nicht so streng überwacht werden dürfe. „Diese Diskussion spiegelt eine breitere Debatte darüber wider, wie weitreichend Kleidervorschriften in Touristengebieten gelten sollten“, kommentierte AthensVoice.
Solche Argumente könnten dazu führen, daß eine junge Frau mit perfektem Körper im Bikini straffrei davonkommt, ein 80jähriger mit Bierbauch und Krampfadern in T-Shirt, kurzen Hosen und barfuß maximal bestraft wird.
Der Bürgermeister von Narbonne sagte der Times of London, dass die Maßnahmen auf gesundem Menschenverstand beruhten und darauf abzielten, Hygiene zu gewährleisten und Exhibitionismus zu unterbinden.
Und wieder der Hygienewahn. Stinkt man mehr, wenn man barfuß, kurzen Hosen und nacktem Oberkörper unterwegs ist als in fetten Schuhen, langen Hosen sowie Anzug und Krawatte? Wohl kaum!
RE: In Narbonne (Frankreich) herrscht Barfußverbot
in Allerlei kurioses 20.06.2026 11:29von Matthias MUC •
| 17 Beiträge | 26 Punkte
Das ist die altbekannte Argumentation mit Stinkefüßen, die in der Tat DANN selbstverständlich sind, wenn man 12h am Stück "fett beschuht" rumläuft und DANN die Latschen auszieht....
Und bei Alltagsbarfüßler*innen sind "Straßenfüße" sicher nicht dreckiger als Straßenschuhe.
Die einzige Stelle, wo ich ein Barfußverbot plausibel finde, ist tatsächlich ein Gym oder eine Boulderhalle, wo man WEDER auslüftende Stinkefüße nach einem ganzen Tag in Schuhen mag NOCH "Straßenfüße" au den Matten, womit dann tatsächlich Straßendreck über die Kletterschuhsolen an die Griffe und Tritte kommt und dann draufgelangt wird.... (Bitte, die Mattenzone unter den Bouldern nur mit Kletterschuhen oder Socken oder sauberen Indoorschlappen o.ä. zu betreten).
Aber das ist jetzt bezogen auf Verbote in Innenstädten ziemlich Off-Topic
RE: In Narbonne (Frankreich) herrscht Barfußverbot
in Allerlei kurioses 20.06.2026 11:41von tiptoe •
| 637 Beiträge | 234 Punkte
Gerade in gym und boulderhalle wäre es einfach, eine möglichkeit anzubieten, die füße (hände auch) vor der benutzung zu waschen.
So wie es am Sikh-heiligtum in Amritsar (Indien) am eingang eine rinne gibt, in der alle ihre nackten füße waschen, bevor sie den blitzsauberen innenbereich betreten.
RE: In Narbonne (Frankreich) herrscht Barfußverbot
in Allerlei kurioses 20.06.2026 12:48von Matthias MUC •
| 17 Beiträge | 26 Punkte
Ich hatte bei meinem Physio für seine Folterkammer diese Sonderregelung, der wußte, dass ich mit Straßenfüßen reinkomme, wo ein explizites Straßenschuhverbot ist, aber mit die Füße vorher wasche.
In der Boulderhalle schätze ich mal, dass sie sich auf "Möglichkeit" und die Hoffnung, dass es beherzigt wird, und dadrauf gesetzt eventuell wieder individuelle Sonderregelungen nicht einlassen werden......
RE: In Narbonne (Frankreich) herrscht Barfußverbot
in Allerlei kurioses 20.06.2026 14:19von Sven •
| 21 Beiträge | 47 Punkte
Zitat von Michael aus Zofingen im Beitrag #5
Ich frage mich, wie Schweizer bei einer anonymen Umfrage reagieren würden, etwa: "Soll Badekleidung, barfuß oder kurze Hosen im öffentlichen Raum verboten werden?" Ich glaube, die Antwort würde lauten: "Nicht unbedingt, nur dann, wenn man zu alt oder zu dick ist."
Nachdenkliche Grüße
Michael aus Zofingen
Hallo Michael
Ich finde, jeder Mensch sollte sich so (von mir aus auch wenig bekleidet) zeigen dürfen, wie es ihm/ihr/xiem gefällt und er/sie/xier sich am wohlsten fühlt. Wer das nicht akzeptieren kann, diskriminiert Unschuldige und das ist verwerflich.
Zu alt, zu dick? Nein, jedes Lebewesen ist irgendwie schön. Und niemand hat ein Recht, andere zu verurteilen; man ist ja NICHT gezwungen, hinzuschauen, wenn es nicht gefällt.
Nemo im hellrosa Röckchen beim Eurovision Song Contest 2024 in Malmö fand ich total …
youtube.com/watch?v=CO_qJf-nW0k&t=3s
und dann erst xies Outfit am ESC 2025…
youtube.com/watch?v=oxwOv4N4MqQ&t=1s
HALT, Nein, darüber zu urteilen habe ich kein Recht. Und wenn Nemo das gefällt und N. sich so gekleidet wohl fühlt ist das doch toll und eigentlich kein Problem.
BF Grüsse
Sven
RE: In Narbonne (Frankreich) herrscht Barfußverbot
in Allerlei kurioses 20.06.2026 14:26von Sven •
| 21 Beiträge | 47 Punkte
Zur Abwechslung mal was Positives: Ein total barfussfreundlicher Ort.
Das Ferienresort Soneva Fushi auf der Insel Kunfunadhoo (Malediven). Im Soneva Fushi ist Barfußlaufen nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht – ein vergnüglicher Teil der Philosophie des Resorts, die das Robinson-Cerusoe-Feeling mit intelligenten Umweltideen verbindet. Das Luxusresort The Soneva Fushi auf den Malediven ist der weltberühmte Erfinder des „No Shoes, No News“-Konzepts, das wie folgt lautet: „Sobald Sie die Insel betreten, legen Sie Ihre Schuhe ab. Sie packen sie in einen Stoffbeutel. Meist ziehen Sie diese erst am Tag der Abreise wieder an. Das gesamte Resort im wunderschönen Baa-Atoll ist perfekt auf das Barfusslaufen ausgelegt.“
Das „No Shoes, No News“-Konzept im Detail:
Der „No Shoes“-Grundsatz: Überall auf der Insel – selbst in den Restaurants und Bars – sind Sie barfuß unterwegs.
„No News“: Digitale Entgiftung wird zelebriert. Handys, Tablets und Fernseher werden bewusst beiseitegelegt, damit die Gäste das ultimative „Robinson-Crusoe-Feeling“ in absoluter Ruhe genießen können.
Trotz der digitalen Auszeit gibt es WLAN. Sie können also selbst entscheiden, wie strikt Sie Ihre Auszeit vom Internet gestalten möchten.
Bitte kein Neid, ich war nicht dort, habe bloss einen Dok-Film darüber gesehen. Allerdings, als umweltbewusste Person bin ich grundsätzlich gegen alles, was mit fossilen Treibstoffen herumfliegt, und kann darum nicht empfehlen, dorthin zu fliegen.
Bf Grüsse
Sven
RE: Heute Nacht, 0.40 Uhr
in Allerlei kurioses 20.06.2026 20:52von Sven •
| 21 Beiträge | 47 Punkte
Kleine Ergänzung: Heute Nacht, 0.40 Uhr, Dok-Film auf ARTE
Thema:
Grünes Fliegen – Wie reisen wir in der Zukunft? Wie heben wir ökologisch ab? Die Airlines versprechen zwar, bis 2050 klimaneutral zu fliegen, nur wie? Noch sind Batterien zu schwach und brandgefährlich. Oder ist flüssiger Wasserstoff eine Lösung?
Im Kampf um die Zukunft der Luftfahrt stehen sich Aktivist*innen und die Industrie unversöhnlich gegenüber. Umweltverbände fordern, Passagierflüge so weit wie möglich zu reduzieren. Ist Flugverkehr ohne Klimabelastung überhaupt möglich? Oder helfen dem Klima nur Flugscham und Verzicht?
Es ist heiss, heiss, sehr heiss bei uns. Draussen jetzt noch 31.9°, in der Wohnung 27.4°. Aber ich liebe das total. Jetzt gehe ich noch raus, echt barfuss selbstverständlich, und in kurzen Hosen, aber NICHT oben ohne, ein ärmelloses Tanktop muss einfach sein. Im Wald zum Joggen ziehe ich es vielleicht aus, und danach werde ich noch ziemlich lange schwimmen gehen.
LG Sven
RE: Heute Nacht, 0.40 Uhr
in Allerlei kurioses 21.06.2026 15:51von André Uhres • Admin | 2.454 Beiträge | 1444 Punkte
Zitat von Sven im Beitrag #17
Ist Flugverkehr ohne Klimabelastung überhaupt möglich?
Eine geniale Erfindung ermöglicht nun die Energiegewinnung, insbesondere in trockenen Wüsten oder auf unkultivierten tropischen Flächen, die sich nicht für die Landwirtschaft eignen. Die produzierte Menge an erneuerbarem Methanol reicht aus, um den gesamten Weltbedarf zu decken. Dieser flüssige Energieträger verursacht selbst bei Missbrauch oder Unfällen nicht die katastrophalen Umweltschäden, die Erdöl und seine Derivate hervorrufen. Methanol ist nicht nur ein hervorragendes flüssiges Speichermedium für Wasserstoff, sondern kann auch alle fossilen Brennstoffe sofort ersetzen.
Methanol kann sogar als Kraftstoff und E-Fuel in Verbrennungsmotoren mit maximaler Effizienz eingesetzt werden, die sogar die von Diesel übertrifft, und das mit einer negativen CO₂-Bilanz. Es eignet sich auch ideal für unsere Heizsysteme und Kraftwerke, beispielsweise zur Versorgung städtischer Fernwärmenetze mittels Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Selbst in Schiffen und Flugzeugen kann es ohne Modifikationen verwendet werden.
Alles Liebe
André
RE: In Narbonne (Frankreich) herrscht Barfußverbot
in Allerlei kurioses 23.06.2026 09:41von tiptoe •
| 637 Beiträge | 234 Punkte
Was die Malediven angeht: Ich habe schon eine liste der orte, die ich einmal im leben besuchen möchte. Japan, Neuseeland, Alaska, Nepal ... Malediven vielleicht auch, aber das wäre mit einem hohen ressourceneinsatz in mehrfacher hinsicht verbunden. Sowohl anreise als auch aufenthalt sind weder preisgünstig noch nachhaltig. Purer, verzichtbarer luxus eben.
Bis auf weiteres bleibe ich bei naheliegenderen barfußparadiesen. Dank Klimaticket entdecke ich immer wieder mal welche in Österreich ... auch wenn ich es nicht schaffe, hier jede kurzreise zu protokollieren.
RE: In Narbonne (Frankreich) herrscht Barfußverbot
in Allerlei kurioses 29.06.2026 17:31von heinz •
| 82 Beiträge | 116 Punkte
Hallo André
Das ist ein interessanter Fall, der zeigt, wie schnell aus einer lokalen Sommergewohnheit eine Ordnungsfrage wird, sobald genug Touristen ins Spiel kommen.
Die Argumente der Befürworter sind vertraut: Hygiene, Respekt, Peinlichkeit. Auffällig ist, dass keiner der zitierten Passanten wirklich erklärt, was genau am Barfußgehen unhygienisch oder respektlos sein soll. Es bleibt beim Bauchgefühl.
Was mich mehr interessiert ist der Kommentar des Café-Managers. Er schätzt das Verbot nicht wegen der Sache selbst, sondern weil es ihm die unangenehme Konfrontation mit den Kunden abnimmt. Das ist ehrlich, aber auch bezeichnend. Die Polizei als Ersatz für ein Gespräch.
150 Euro für Barfußlaufen bei 30 Grad ist jedenfalls eine beachtliche Summe. Ob das Verhältnis zur Sache stimmt, darf man bezweifeln. Für Michael wäre Narbonne im Sommer also vorerst kein Reiseziel.
Viele Grüße
Heinz
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