Zitat von Sven im Beitrag #3
Einerseits ist es ein Privileg und ein Glück, mit ü60 noch voll beschäftigt zu sein, keine kleinlichen Vorgesetze zu haben und über Bekleidung und Arbeit mit oder ohne Schuhe selber bestimmen zu können. Bemerkens- und bewundernswert ist aber das in etwa 200 %-Pensum. Respekt! – Da ziehe ich den Hut .
Danke schön. Von diesem 200% Pensum können ganz viele Leute ein Lied singen, alle diejenigen die in einem Gesundheits- oder Pflegeberuf tätig sind, oder privat als Ehrenamtler oder Familienangehöriger für andere Menschen da sind, die alleine nicht mehr zu 100% klar kommen. Im privaten Bereich gibt es keine festen Zeiten, es ist oft rund-um-die-Uhr Bereitschaft.
In meinem Fall zwar nicht, doch durch mein Engagement spüre ich erstmals selber was das für eine Aufgabe ist. Eine Aufgabe, die gesellschaftlich oftmals nicht richtig gewürdigt wird.
In Sachsen-Anhalt ist Nachbarschaftshilfe offiziell anerkannt, und es gibt auch ein kleines Zuckerl, auch wenn der Entlastungsbetrag den die deutsche Pflegeversicherung zahlt nicht nennenswert ist. Es ist ein Ehrenamt, wie so viele andere – sei es Feuerwehr, THW, all die Trainer und Betreuer in Sportvereinen. Ohne diese Ehrenamtler würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren.
Im Sinne der Bezeichnung ist es mir eine Ehre, meine Aufgabe erfüllen zu dürfen, mit vollem Herzen und im Sinne derer für die ich da bin. Die Leute in der Siedlung kennen mich schon sehr lange, barfuss. Auch all meine Macken die ich habe waren nie ein Thema. Stattdessen Vertrauen auf Gegenseitigkeit, und dazu gehört auch den anderen zu nehmen wie er ist.
Es versteht sich von selbst, dass ich über mein persönliches Engagement nicht weiter schreibe. Privat ist privat, und das gehört hier nicht hin.