Zitat von André Uhres im Beitrag #1
Schweiz: Kleinere Flussläufe wie die Aare erwärmen sich bei langanhaltender Hitze schnell. Das ältere Kernkraftwerk Beznau muss deshalb regelmäßig seine Leistung stark reduzieren oder komplett vom Netz gehen, um ein Fischsterben im Fluss zu verhindern.
Hallo André,
heute regnet es nach einer Hitzewelle von über 3 Wochen (und einer weiteren Hitzewelle kurz davor) wieder, jedoch winterlich kalt ist es nicht. Der Juni und Juli 2026 waren die heißesten und trockensten Monate seit Meßbeginn.
Im Vergleich zu Nil, Amazonas, Mississippi mag die
Aare vielleicht ein "kleinerer Flußlauf" sein, aber immerhin ist sie mit 288 km der längste gänzlich innerhalb der Schweiz verlaufende Fluß und deutlich länger als die
Alzette (73 km) im Großherzogtum Luxemburg. Weiterhin ist die Aare der wasserreichste Nebenfluß des Rheins, wasserreicher als der Rhein selbst an der Aaremündung.
Zumindest bis gestern war von "Wasserreichtum" nicht viel zu spüren, und warm war er auch. Viele Bäume werfen bereits ihre Blätter ab, Rasenflächen sind vertrocknet, ebenso scheint den Schachtelhalmen an meinem Badeplatz das Wetter nicht zu bekommen. Sämtliche noch vorhandenen Kernkraftwerke der Schweiz (Gösgen, Leibstadt, Beznau I und II) liegen unterhalb meines Badeplatzes, das KKW Mühleberg bei Bern ist stillgelegt. Im Gegensatz zu den anderen KKWs gibt es in Beznau keinen Kühlturm, so daß das erwärmte Kühlwasser wieder zurück in die Aare muß statt im Turm zu verdampfen. Wenigstens ist die Gesetzlage in der Schweiz so, daß auf Fische Rücksicht genommen werden muß und kühlwasserverbrauchende Anlagen entsprechend mit geringerer Leistung laufen müssen, um eine Überhitzung der Flüsse zu vermeiden. Aus noch kleineren Füssen darf nicht einmal mehr Wasser entnommen werden.
Schöne Grüße
Michael aus Zofingen