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Dieses Thema hat 2 Antworten
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Michael aus Zofingen Offline



Beiträge: 585
Punkte: 248

09.01.2010 20:36
25°C warmer Schnee? Zitat · antworten

Hallo Schnee-Liebhaber,

Schnee ist ja was schönes, auch beim Barfußlaufen – wenn er nur nicht so kalt wäre. Schon mehrfach wurde über „kalten“ und „warmen“ Schnee diskutiert. Aber 0°C (denn wärmer wird der Schnee nicht) ist auch nicht gerade das, was man als Barfüßer über Stunden haben will, egal ob man schnell säckelt, langsam geht oder auch steht.

Als Chemiker weiß ich, daß es von vielen chemischen Verbindungen verschiedene Modifikationen gibt, die sich manchmal erheblich in ihren Eigenschaften unterscheiden (man denke nur an die Unterschiede zwischen weißem und rotem Phosphor, erster darf nur unter Wasser gelagert werden, weil er sich sonst entzündet, letzterer entzündet sich nicht von alleine bei Raumtemperatur). Vielfach unterscheiden sich die Modifikationen auch durch manchmal erhebliche Unterschiede im Schmelzpunkt. Von vielen Stoffen, aber nicht von allen. Vom Wasser gibt es zum Beispiel keine stabile Kristallmodifikation, die anders als bei 0°C schmilzt. Ich habe leider im Bereich Organische Chemie meinen Doktor gemacht (und beschäftige mich auch im heutigen Beruf zwar fett beschuht und belanghost damit, jedoch trotzdem nicht ungern. Wasser dagegen ist „finsterste Anorganik“. Daher werde wohl kaum ich derjenige sein, der mal Kristallmodifikation von Wasser mit einem Schmelzpunk von ca. 25°C zum Patent anmelden wird.

Wäre eine solche Erfindung ein Segen oder ein Fluch für die Menschheit?

Die Betreiber der Skigebiete, die heute immer über Schneemangel klagen, würden sich riesig freuen. So eine lange Skisaison gab es noch nie. Weiterhin muß man kein Yeti sein, wenn man bei Luft- und Schneetemperaturen knapp unter 25°C barfuß wandert. Man bräuchte sich nicht obenrum dick vermummen, sondern man kann in von „3c-Diktatoren“ tyrannisierten Gebieten in Badekleidung sich im Schnee aalen (in „3c-freien“ Gebieten ist nicht einmal die eben erwähnte Kleidung nötig). Und sicher würde es auch Spaß machen, in hochsommerlicher Aufmachung auf blanken Sohlen über mit 25-grädigem Eis zugefrorene Gewässer zu glitschen.

Kein Vergnügen wäre es dagegen, wenn es an einem Hochsommertag ein heftiges Gewitter gäbe und die gesamte bei einem Gewitter übliche Wassermenge käme nach Abkühlen auf unter 25°C als Schnee oder gar Hagel zu Boden? Das wäre kein Vergnügen für die Velo- und 4radfahrer! Die Schneeräumfahrzeuge wären viel öfter im Einsatz (das schafft andererseits Arbeitsplätze, es gäbe weniger „Hartz-IV-Beamte“). Und wie reagieren unsere Pflanzen darauf? Und würden nicht die Fische elendig zugrunde gehen, da das „schwerste“ Wasser nach wie vor 4°C hat?

Oder aber es müßte eine Methode geben, mit der der Mensch bei Temperaturen zwischen 0 und 25°C gezielt an den Orten, wo er warmen Schnee haben will (etwa auf der Skipiste), diesen erzeugen kann, während anderswo, etwa auf der Straße, das Wasser flüssig bleibt. Gut und schön, wenn man richtig damit umzugehen weiß. Dann besteht aber auch die Gefahr, daß Mißbrauch damit getrieben wird. Man könnte dem unliebsamen Nachbarbauern das Getreide verhageln, verfeindete Länder könnten damit Kriege entscheiden, Fundamentalisten unter den Muslimen, denen selbst Frauen mit Burka als zu nackt vorkommen, könnten Schwimmbäder mit Kristallisationskeimen animpfen, worauf das Schwimmbecken schlagartig zu Eis erstarrt und die bebikiniten Sünderinnen und die bebadehosten Sünder ihre gerechte Strafe bekommen.

Da sich die Menschen etwa mit Kernenergie und Gentech bereits in Gebiete begeben haben, ohne sich ausreichend mit den „Nebenwirkungen“ beschäftigt zu haben, bleibt zu hoffen, das eine Wassermodifikation, die erst bei 25°C schmilzt, nie ge- bzw. erfunden wird. Dann doch lieber versuchen, sich abzuhärten oder ein Weichei bleiben und auf Schuhe, lange Hosen, Handschuhe, Mütze usw. zurückgreifen.

Schmunzelnde Grüße
Michael aus Zofingen


MarcelHR Offline




Beiträge: 585
Punkte: 228

10.01.2010 05:17
#2 RE: 25°C warmer Schnee? Zitat · antworten

Hallo Michael

Zitat
Weiterhin muß man kein Yeti sein, wenn man bei Luft- und Schneetemperaturen knapp unter 25°C barfuß wandert.


Was für eine tolle Idee! Es müssten ja nicht mal 25 Grad sein, die Schneetemperatur, wäre da schon mit wenig über Null zu frieden.
Wäre das schön bei Schnee auch mal länger barfuss unterwegs zu sein! Leider hat der Schnee, keiner mit 25 Grad, nun auch mich erreicht und die Cloggs müssen ran, wenn ich länger raus will. (dies wenige Tage nachdem ich hier im Forum verkündete mein Jahresendziel erreicht zu haben, und insgeheim hoffte endlich mal wirklich das ganze Jahr barfuss zu sein, wie es andere auch schaffen, halt doch Weichei )

Aber eben die Folgen von solchen Veränderungen, mit denen Du absolut recht hast.

Zitat
Da sich die Menschen etwa mit Kernenergie und Gentech bereits in Gebiete begeben haben, ohne sich ausreichend mit den „Nebenwirkungen“ beschäftigt zu haben, bleibt zu hoffen, das eine Wassermodifikation, die erst bei 25°C schmilzt, nie ge- bzw. erfunden wird.



Abgesehen davon, es wären ja wieder nicht alle zufrieden und jeder würde anfangen dran rumzuschrauben, wie es ihm gerade passt.
Dann doch lieber nichts ändern können, so wie beim Wetter. Sich halt aufregen drüber, schimpfen und letztendlich doch akzeptieren und das Beste draus machen.

Barfuessgruess
Marcel


Leo Offline



Beiträge: 692
Punkte: 484

11.01.2010 08:56
#3 4,5 Grad warmer Schnee! Zitat · antworten

Zitat von Michael aus Zofingen
Als Chemiker weiß ich, daß es von vielen chemischen Verbindungen verschiedene Modifikationen gibt, die sich manchmal erheblich in ihren Eigenschaften unterscheiden ... Vielfach unterscheiden sich die Modifikationen auch durch manchmal erhebliche Unterschiede im Schmelzpunkt. Von vielen Stoffen, aber nicht von allen. Vom Wasser gibt es zum Beispiel keine stabile Kristallmodifikation, die anders als bei 0°C schmilzt. .. Kristallmodifikation von Wasser mit einem Schmelzpunk von ca. 25°C zum Patent anmelden wird.

Und wie reagieren unsere Pflanzen darauf? Und würden nicht die Fische elendig zugrunde gehen, da das „schwerste“ Wasser nach wie vor 4°C hat?



Hallo Michael,

Das war genau das passende Stichwort: Schwerstes Wasser, auch unter dem Namen Überschweres Wasser bekannt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Schweres_Wasser

Das hat seinen Schmelzpunkt bei 4,5 Grad und seine maximale Dichte bei 13,4Grad!

Zitat von Michael aus Zofingen
Da sich die Menschen etwa mit Kernenergie und Gentech bereits in Gebiete begeben haben, ohne sich ausreichend mit den „Nebenwirkungen“ beschäftigt zu haben,...



Daher würde ich auch lieber nicht in einem Schwerwassersee tauchen oder baden gehen oder auf dem daraus erzeugten Schnee herumfahren, bevor nachher noch jemand statt teuerem Neuwasser irgendwo billigeres Gebrauchtwasser mit gewisser desinfizierender Nebenwirkung (z.B. aber nicht nur gegen Algen...) verwendet!

Gruß

Leo


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