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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 Barfuß und Leben
Michael aus Zofingen Offline



Beiträge: 589
Punkte: 248

10.01.2010 17:09
Schnee und Flotsch in Zofingen Zitat · antworten

Wenn man den Nachrichten glaubt, dann kann das Wetter unterschiedlicher in Europa nicht sein: In Bulgarien gibt es im Januar Temperaturen um 20°C, während Norddeutschland derart im Schneechaos versinkt, daß 4räder und Offtopic-Fahrzeuge im Schnee stecken bleiben. Sogar nur wenig nördlich von Basel hat es Probleme auf der Autobahn gegeben. Auch der Genfer Flughafen hatte mit dem Schnee zu kämpfen.

Und hier in Zofingen? Zwar ist die Landschaft weiß und die Temperatur ist unter 0°C, jedoch hatten die Schneeräumer hier dank Kochsalz keinerlei Probleme, die Straßen in einen 4rad-gerechten Zustand zu versetzen. Auch in einen Velo- bzw. barfußgerechten Zustand?

Am Samstag mußte ich wieder einmal zum Einkaufen. Die Straßen waren schneefrei geräumt, jedoch teilweise flotschnaß. Es war so kalt, daß ich keinen weiter entfernten Laden aufsuchen wollte, sondern nur in die ca. 1 km entfernte Migros-Filiale in der „verbotenen Stadt“. Das elektrische Thermometer auf dem Dach einer (mir) wohlbekannten Chemie- und Pharma-Klitsche zeigte -4°C an. Ich hörte, wie Leute, die an einer Bushaltestelle warteten, „barfuß“ riefen. Im Laden war es ziemlich voll, kaum einer schien sich für den anderen zu interessieren, an der Kasse wurde ich genauso höflich wie ein belanghoster Schuhträger behandelt. Als ich barfuß vom Hof radelte, gab es doch ein paar erstaunte Blicke. Als ich wieder zu Hause war, setzte leichter Schneefall ein.

Am Sonntag war ich zwei Stunden zu (bar-)Fuß unterwegs. Ich wanderte nach Reiden und auf einem anderen Weg wieder zurück. Anfangs waren die Wege salznaß. Hier mied ich die Pfützen, weil sie möglicherweise kälter waren. Dann folgte ein Stück, wo der Schneepflug eine ebene Fläche geschaffen hatte. Hier machte das Barfußlaufen am meisten Spaß. Am unschönsten war das Wegstück, wo das Trottoir zwar einigermaßen geräumt, jedoch mußte ich etliche Straßeneinmündungen überqueren, wo ziemlich viel Flotsch lag. Dieser Flotsch fühlte sich sehr kalt an (und war es vermutlich auch). Kaum hatte ich wieder flotschfreien Asphalt erreicht, war ich bemüht, die Flotschreste umgehend mit den Füßen zu streifen. Dieses geschah, indem ich die Fußsohlen an den Unterschenkeln entlang rieb. So war ich den Flotsch und anderen Dreck von den Füßen los. Dreckige Hosenbeine gab es dabei nicht, da ich kurze Hosen trug. Auch für mich ein Grund, daß ich beim Barfußlaufen gerne eine kurze Hose trage.

Es kamen mir etliche Leute entgegen, die meisten grüßten freundlich. Vermutlich haben mich etliche schon irgendwo gesehen. Auch überholte mich eine Bullenschleuder der Kantonspolizei Luzern (und das, als ich mich bereits etwa 200 m aus dem Kanton Luzern entfernt hatte, mittlerweile war ich im Aargau). Der Wagen hielt an, die Beifahrerin öffnete das Fenster und fragte, ob es nicht zu kalt sei. Ich sagte: „Soooooo kalt ist es heute wirklich nicht!“ Die Schergin wünschte mir noch ein schönes Wochenende und das Polizei-4rad fuhr weiter.

Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


kerstin Offline

Admina


Beiträge: 1.919
Punkte: 1.181

12.01.2010 09:03
#2 RE: Schnee und Flotsch in Zofingen Zitat · antworten

Hallo Michael,

auch hier ist man von der weißen Scheiße eingedeckt. Vor einer halben Stunde kam ich vom Schneeräumen zurück. Ein bißchen "Schneeschaufelaerobic" - Herz, was willst Du mehr...

Offenbar spart die Stadt nun seit diesem Winter auch beim Schneeräumen. Die früheren Winter wurde die Straße - eine Fußgängerzone - mittels eines Schneepfluges geräumt. Dieses Jahr überhaupt nichts. Auch viele Anwohner nehmen es nicht so genau, doch man weiß nicht, wie sich irgendso'n Rindviech mit seinen stets brav beschuhten bzw. fett bestiefelten linken Füßen dieselben entzweit, indem er sich ruckartig dem Boden nähert - und dies ausgerechnet vor meiner Hütte. Da ich ja permanent die schwäbische Unsitte "Kehrwoche" ausführe, da ich in diesem Haus eine Art Hausmeisterin bin (ich bekomme von allen Hausbewohnern einen monatlichen Obolus), hätte ich dann bei einem Unfall die Karte gezogen.

Gestern schneite es noch eine ganze Weile, so daß sich diese weiße Kacke schön vermehrt hatte. Ich bekam Lust, einen kleinen Spaziergang zu unternehmen. Im Pulverschnee war es recht angenehm, doch sobald man auf den zusammengetretenen bzw. -gefahrenen, teils matschigen Schnee trat, wurde es sehr schnell ungemütlich. Ich mied diese Stellen so gut es ging und zog meine BF-Spur durch den noch unberührten, jungfräulichen Schnee. Dabei machte es mir bzw. den Füßen nichts aus, daß auch deren Fußrücken mit Schnee in Berührung kamen. Ich weiß eines ganz sicher: heute abend drehe ich wieder diese Runde! Ich hatte auch anstatt meiner Dir bekannten Schlaghose eine Leggings an. Ich zog auch noch meine Strickstulpen drüber - und ab ging's. Leuten, welchen ich begegnete, schauten schon recht bedröppelt aus der Wäsche . Mal sehen - vielleicht ziehe ich mir heute meine knielangen Leggings an. Dann werden die Blicke sicherlich interessanter .

Einkaufen ging ich gestern auch BF und in meine ältere und zerschlissenere Schlaghose. Das andere Monsterding ziehe ich ja nicht mehr an. Wenn ich bedenke, daß ich mir eine noch extremere Hose nähen lassen wollte - mit 70 cm Breite unten - also 140 cm Saumumfang! Die Hose, welche ich am Sonntag anhatte, besitzt ja schon einen Saumumfang von ca. 100 cm.Ich denke, daß diese Art Hosen eher in die Zeit von Abba und den damals modernen Superplateaulatschen paßt. Außerdem bin ich auch nicht mehr die Allerjüngste Ich möchte zwar schon etwas flippig aussehen, allerdings nicht lächerlich.

Die Bullerei läßt mich bislang in Ruhe. Die kennen mich wohl auch noch aus der Zeit, als ich ihnen Zeitungen zustellte. Oft genug wurde ich dort gefragt, ob es mir denn nicht zu kalt wäre. Diese Frage stellte mir einer von ihnen auch mal, als es draußen etwa 20°C hatte - Plus! Er kam gerade mit einem Streifenwagen an mir vorbeigeschlichen, während ich Zeitungen zustellte. Ich merkte es zuerst nicht, doch plötzlich hielt die - wie Du es nicht treffender bezeichnen könntest: Bullenschleuder neben mir an, und ich konnte einen "Bullen"** und eine "Bullette"** erkennen. Sie kurbelte ihr Fenster hinunter und fragte mich, ob es denn nicht zu kalt wäre. Als ich es verneinte und zusätzlich meinte, daß ich es sonst nicht täte, zog diese uniformierte "Bullimie"** von dannen .

Schön, daß sie Dich in Ruhe ließen. Langsam sollten sie Dich auch kennen, damit diese lästigen Kontrollen endlich aufhören. Gut, in fremden Städten wird es wohl immer wieder vorkommen, doch man gewöhnt sich mit der Zeit sicherlich daran .

Viele Grüße,

Kerstin


**Ich habe die Begriffe "Bullette" und "Bullimie" absichtlich mit zwei "l" geschrieben, damit es besser zu "Bulle" paßt [grins]


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