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Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

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Dieses Thema hat 25 Antworten
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Jay Offline




Beiträge: 702
Punkte: 695

27.02.2010 18:55
Was ist in unserer Gesellschaft mehr, was weniger normal? Zitat · antworten

Hi,

Angepaßt. Angepaßter. Am angepaßtesten.
Geschniegelt. Geschniegelter. Am geschniegeltsten.

Wer erfüllt die Kriterien der jeweils in diesem Wortspiel vorhandenen Superlative gegenwärtig am ehesten? Richtig, es ist der dritthöchste Repräsentant bundesdeutscher Politik: Herr Vizekanzler & somit Inhaber des Titels [Stellvertretender Regierungschef], Herr Dr. jur. Guido Westerwelle (FDP).

Artikelüberschrift in untengenannter Publikation
Berlin (dpa) - Die Kindheit in einer «Art Villa Kunterbunt» hat beim FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle einen Hang zu Ordnung, Harmonie und Ausgeglichenheit bewirkt. «Nennen Sie es spießig - ich nenn's schön!», sagte der 47-Jährige der «Bild am Sonntag».


Bildnachweis: Cellesche Zeitung/dpa

Zugehöriger Link: http://www.cellesche-zeitung.de/index.ph...e-liebt-Ordnung


Welche Message vermittelt dieses Bild? Hr. Dr. Westerwelle ist normal. Nichts Unnormales haftet ihm an. & er ist Schön im Sinne von: Perfektion im Outfit. Kein Makel haftet ihm an. Nicht 1 Strähnchen, das von der Tolle ungebürstet/un-haarsprayfixiert wegsteht. Nicht 1 Stäubchen, das sich an den Revers des perfekt sitzenden Maßanzugjacketts verirrt hat. Tadellose Schuhe - & in diesen ein zackiger, auch durchaus irgendwo pseudo-elastischer Goose-Step (so nannte man in den USA bis ca. 1975 respektlos den Stechschritt altpreußischer Militär-Exerziertradition)... das soll wohl für die grad' zitierten Begriffe ["Ordnung"]; ["Harmonie"]; ["Ausgeglichenheit"] stehen, die Hr. Dr. Westerwelle mit "Nicht spießig, sondern schön" attributiert.

Das Bild signalisiert noch mehr. Hr. Westerwelle (bzw. seine Partei für ihn) sagt über sich folgendes aus: Von solchen Sachen wie BF-Laufen in der Öffentlichkeit, womöglich auch noch in 'Nicht-Gesellschaftskleidung' bin ich meilenweit, soo weit entfernt, weiter geht´s nicht! Sonst müßte ich ja ANGST haben, daß irgendwo in den Medien fast schon gefragt werden könnte: Sind Sie noch normal, Herr Dr. Westerwelle?

Kein Problem hat Hr. Dr. Westerwelle hingegen, sich folgendes zu genehmigen:


Bildnachweis: Wikipedia. Guido Westerwelle

Ich hab' ja nichts dagegen, möge er mit "seinem" Michael bis ans Ende derer beider Tage glücklich werden. Zu denken gibt vielmehr, daß Hr. Dr. Westerwelle unaufhörlich konstatiert, er wisse um die Meinung der schweigenden Mehrheit Bescheid & drücke nur aus, was die schwiegende Mehrheit denkt...

Was ich aber dennoch hoffe, ist, daß die große schweigende Mehrheit der bundesrepublikanischen, eher der Weltbevölkerung, immer noch SO denkt: BF in der Öffentlichkeit (& selbst, wenn von Herrn Dr. Westerwelle persönlich praktiziert) ist immer noch etwas weit Normaleres als die nichttriviale Wahl des Ehegatten-Geschlechtes von Seiten Hr. Dr. Westerwelles, deren Veröffentlichung er ja ganz ungeniert duldet...

Fast tut er mir ein wenig leid. Mehr als 1x war ich in meiner Praxis als kleiner Industrie-'Leitender' damit konfrontiert, daß Leute liebend gerne 'was anderes in der gleichen Fa. gemacht hätten, unter ihrem Job litten & mich um Vermittlung bei anderen Chefs baten. Warum kann ihm Frau Merkel oder unser Herr Bundespräsident nicht das Ministerressort für Arbeit & Soziales übertragen, zumal er sich ja auf diesem Gebiet unaufhörlich engagiert & mit 'guten' Vorschlägen einbringt...?

Allerdings birgt ein solcher Aufgabenwechsel für die weitere Karriere des Hern Dr. Westerwelle, die sich bei Politikern solchen Schlages häufig in Vorständen & Aufsichtsräten von Industriegroßunternehmen fortsetzt, beträchtliche Gefahren. Logistisch-planerische Aufgaben bewältigen zu müssen, ist in der Industrie gefürchtet. Wäre jetzt Beginn der Wintersaison, hätte es Hr. Dr. Westerwelle schwer - angefangen vom Problem, kurzfristig einen Output von > 1 000 000 Schneeschaufeln für > 1 000 000 Hartz IV-Empfänger seitens der einschlägigen holz-/kunststoff-/leichtmetallverarbeitenden Industriezweige* auf die Beine zu stellen. Folgt das Distributionsproblem: An die eine Stadt müssen einige 100, an die andere einige 1000 oder 10 000 Schneeschaufeln zum Bahnhof oder an eine sonstige 'zentrale Abhol- & Ausgabestelle' gekarrt werden. Folgt das Kommunikationsproblem. Wenn Hartz IV-Empfänger kein Rundfunkgerät, kein Telefon, kein Handy, keinen PC haben: Nach einer heftig verschneiten Winternacht mit Lautsprecherwagen 'rumfahren & zum Reichsarbeitsdienst-Einsatzappell blasen?
Ohne komplettes Überwachungssystem, ob auch wirklich alle ausrücken & schippen, geht´s natürlich auch nicht. Da könnte ja mancher sich ohne ärztliche Krankschreibung drücken & trotzdem Hartz IV kassieren!

& noch etwas: Überall, wo´s bislang solche nationalen Arbeitsdiensteinsätze gab, unter Hitler, unter Stalin, unter Mao, hatte dies in 'würdiger' Form, meist in irgendeiner vereinfachten Uniform zu geschehen. Dies als müder Return zum eigentlichen Gegenstand dieses Forums, will heißen: BF im Westerwelle-HartzIV-Gegenleistungserbringungs-Trupp zu dienen, is' nicht. Davon können ein paar User dieses Forums, die das 'Profil' einiger intellektuell leichtverständlicher Überbrückungsjobs (& alle mit Kleiderordnung versehen) in jüngster Zeit kennengelernt haben, ein Lied singen... Wie Herr Westerwelle seine an historischen Vorbildern** orientierten Planspiele in dieser Hinsicht konzipiert hat, weiß man zwar nicht, aber die zu erwartenden Detailprobleme sind beim Versuch, diese Szenarios in die Realität umzusetzen, groß. Funktioniert 'was nicht, wird es auf die Reputation von Herrn Dr. Westerwelle zurückfallen, & zwar höchst negativ...

Besser, Hr. Dr. Westerwelle verbleibt an der Spitze des Außenministeriums. Dort hatte er zwar bisher keine harte Nuß zu knacken - aber, wer weiß, würde er in einem Telefonat mit der schweizerischen Regierung auf diese einwirken, doch wenigstens den Bau einiger weniger Moscheen mit Minarett zuzulassen & so Libyen zur Rücknahme der 'Erklärung des Heiligen Krieges gegen die Eidgenossen' zu bewegen, hätte er damit im Grunde genommen für den Weltfrieden mehr getan als Mr. Obama, der diese einschlägige Nobel-Auszeichnung nur für´s Rauslassen 1 einzigen Sprechblase "Ich träume von einer atomwaffenfreien Welt" bekam (Millionen, wenn nicht Milliarden, hätten dieses Statement genauso 'rauslassen können).

Wenn gar nichts anderes mehr die Karriere des Herrn Dr. Westerwelle launchen kann: Alles, was ich bislang an Prospekten für Bekleidung, Styling & sonstigen [nichtautomobilgebundenen] Accessoires für´s 'gesellschaftsgerechte' Herren-Auftreten sah, litt darunter, daß die Statisten, welche sich in die Nadelstreifenhosen, Jacketts, Krawatten etc. verpackten, nicht makelfrei waren. Da waren: Vom Computerbildbearbeiter übersehene asymmetrische Kinn- & Gesichtsproportionen, übersehene Grübchen oder winzige Muttermale an den Wangen, mikroskopische Nachlässigkeiten bei der Rasur... etc. etc. etc.
Jener Guido schlägt sie alle. Ihm haftet solcher Makel nicht an, weswegen er keinerlei Computerbildnachbearbeitung nötig hat. So wird er zur Inkarnation alles Wahren, Guten & Schönen, alles Reinen & Edlen (um die werbewissenschaftlich seit ca. 1940 in den USA erkannten psychologischen Fundamentalattribute zu bemühen, die den Ausschlag dafür geben, WEM der Wähler sein Vertrauen schenkt).

So bleiben immerhin noch die Herren-Ausstatterprospekte als letztes Refugium (um Erfolge zu erzielen) für jenen Guido, der niemals BF läuft***), nie das Erlebnis einer Frau im Bett hatte & haben wird... naja, was mag sonst noch mit ihm sein?

Sonst is' nix mit ihm. Schlichte & nachdenkliche BF-Grüße, Jay (Copyright des 2. Grußformel-Attributs by diversen anderen, aber authentischen Personen der HBF-Geschichte).
--------------
*) weiß gar nicht, welche das sind & wo die hierzulande sitzen. Oder kommt das auch schon alles aus China?

**) Stets waren diese mit dem Nimbus einer sog. "Ehrenpflicht" behaftet, woraus die jeweiligen Obrigkeiten auch den Uniformzwang ableiteten.

***) Wie mag´s aussehen, wenn Hr. Dr. Westerwelle mit einem Interviewthema "Barfuß" konfrontiert wird? Es kommen wohl folgende ausweichende Sprechblasen: "Also wissen Sie, daheim laufe ich in gepflegten Lederpantoffeln 'rum, & wenn´s dann spätabends soweit ist, streife ich sie ab, ziehe mir die dann noch vorhandenen Socks aus & schwenke dann ins Bett... Gut". [fügt pikiert hinzu: "Was wollen Sie eigentlich mit diesem Begriff - 'Barfuß' - Hab' in meinen Kindertagen davon gehört. Sowas kommt für mich - insbesondere öffentlich - überhaupt nicht in Frage."
[...Weitere bohrende, bekannte Frage des Interviewers...]
"Was mein Partner Michael treibt, wenn er hier bei mir ist, und was sonst noch stattfindet und wo er verweilt, wenn er des Nachts bei mir ist, geht Sie ja wohl nichts an. Das Interview ist beendet."


Manfred (Ten) ( gelöscht )
Beiträge:

27.02.2010 21:32
#2 RE: Was ist in unserer Gesellschaft mehr, was weniger normal? Zitat · antworten

Wer definiert eigentlich, was "Normal" ist ?

Für Herrn Westerwelle ist es "Normal" mir einem Lebenspartner zusammen zu leben, also ist es für ihn "normal"
Das Schräge ist, dass er alles, was ER macht als Maßstab definiert.
Und auch - wie wohl die Meisten - die irrige Ansicht vertritt dass "normal" zwingend ein positives Prädikat sei.

Danke ! Ich finde nichts weniger erstrebenswert als "normal" zu sein ! (Wenn man bedenkt, was z. B. vor ca. 70 Jahren als "normal" galt...)


Michael aus Zofingen Offline



Beiträge: 585
Punkte: 248

28.02.2010 13:23
#3 RE: Was ist in unserer Gesellschaft mehr, was weniger normal? Zitat · antworten

Hallo Jay,

die meisten Erwachsenen haben in unseren Breitengraden in irgendeiner Form was mit den Zähnen als Folge von Karies. Also ist Karies "normal".

Wenn aber ein erwachsener Mensch kein Loch in den Zähnen hat (so etwas gibt es tatsächlich, ist aber ebenso selten wie ein Barfüßer auf dem Weihnachtsmarkt - und vor allem treten "Naturgebißler" nicht gemeinsam auf wie Barfüßer auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt), dann ist es "nicht normal". Da aber absolut schadfreie Zähne nicht sofort auffallen, "nicht normale" Zahnträger keine Gefahr, häufiger von der Polizei kontrolliert zu werden als "normale" Zahnträger.

Ich habe übrigens etliche Plomben in den Zähnen, bin diesbezüglich "normal".


Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


Siegfried Hase Offline




Beiträge: 454
Punkte: 413

28.02.2010 17:50
#4 RE: Was ist in unserer Gesellschaft mehr, was weniger normal? Zitat · antworten

Salut Jay!

Zitat von Jay

Das Bild signalisiert noch mehr. Hr. Westerwelle (bzw. seine Partei für ihn) sagt über sich folgendes aus: Von solchen Sachen wie BF-Laufen in der Öffentlichkeit, womöglich auch noch in 'Nicht-Gesellschaftskleidung' bin ich meilenweit, soo weit entfernt, weiter geht´s nicht! Sonst müßte ich ja ANGST haben, daß irgendwo in den Medien fast schon gefragt werden könnte: Sind Sie noch normal, Herr Dr. Westerwelle?


Muß ich doch mal etwas meinungspolitisch werden:
Herr Westerwelle kann von mir aus ruhig Außenminister sein - ihm dieses Amt anzutragen halte ich ganz privat mal für die späte Rache Hans-Dietrich Genschers, der ja lange einen Bogen um Westerselle machte. Westerselle ist einer, der in Zeiten der Not einer skandalgeschüttelten FDP zum Vorsitz ja gesagt hat. Seine sexuelle Orientierung ist mir auch egal, ich würde es ihm nur vorwerfen, wenn er daraus ein Geheimnis machen würde. Auch einem Herrn Westerwelle schreibe ich nicht vor, was er wann anzuhiehen hat und wie er sich zu frisieren hat. In Zusammenhang mit der Vorfahrt nach der Bundestagswahl 2009 mit dem dicken Ding aus Bayern UND B-GW 2009 als Autonummer halte ich jedoch die Begriffe 'Arroganz' und 'Angeberei' für angebracht. Solches tun in aller Regel die Leute die's nötig haben. Offenbar hat das Herr Westerselle nötig.

Gerade im Moment ist es hier sehr windig draußen - hätten wir einen Kirchturmgockel würde der seine Richtung dennoch langsamer ändern als Herr Westerselle seine Taktiken (Guidomobil, Mister 18%, Kanzlerkandidat...). Ach so: Außenminister ist sehr passend: im Gegensatz zu Genschman's Zeiten zu denen ja schlecht der Chef (=Bundeskanzler) beim Klassenfeind (=Ostblockstaaten) antreten konnte, ohne daß es gleich als Schwäche ausgelegt würde, haben sich die Zeiten geändert. Was wirklich wichtig ist in der Außenpolitik macht heute die Chefin (auch vorher schon der Chef, genannt der 'Genosse der Bosse') selbst. Der Außenminister ist dafür da, die offiziellen Beziehungen mit den Staaten zu pflegen, wo man eigentlich keine Beziehungen braucht - überall kann ja die Chefin (oder auch vorm. der Chef) nicht gleichzeitig sein. Kein Bundesministerium hat die letzten 20 Jahre mehr an Bedeutung eingebüßt wie das Außenministerium, das ist heute ein kleiner Schatten früherer Jahre.

Die Fett-Hervorhebung oben ist von mir. Die FDP, ausgeschrieben Freiheitlich-Demokratische Partei (Deutschlands) wäre sehr gut beraten, sich nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin für Westerquelle umzusehen. 'DVU' steht zwar noch auf dem Wahlzettel, doch das könnte man mit der Eliminierung Westerselles auch dort dann streichen und seinem auch öffentlich beworbenem Namen "FDP" gerecht werden.

Gerold


Jay Offline




Beiträge: 702
Punkte: 695

28.02.2010 18:51
#5 RE: Was ist in unserer Gesellschaft mehr, was weniger normal? Zitat · antworten

Hi Manfred, hi zusammen,

den Beitrag, auf den du & andere grad' geantwortet haben, betrachte ich als meinerseits ziemlich mißlungen. Zunächst einmal ist es vollkommen richtig, was du zum Terminus ['normal'] in der historischen Entwicklung der psychologischen Wissenschaft seit Sigmund Freud angemerkt hast; so reifte nämlich schon so um 1910 'rum die Erkenntnis, daß es eigntlich nur die Heranziehung der Eigenschaft "Angepaßt" als Gradmesser dafür war, ob jemand als psychisch/geistig/seelisch/mental gesund oder krank eingestuft wurde. Das hat sich im Laufe von 100 Jahren glücklicherweise geändert, & wäre Freud kein Jude gewesen, hätten die Nazis seine Theorien genauso bekämpft, weil sie eben einem hochgradig konformistischem System zuwiderliefen. Mehr braucht das nicht ausgebreitet zu werden; ich lese heute mit großem Genuß Zausel´s nüchterne Richtigstellungen "... ich bin nur verhaltensoriginell!" (weiter nichts. Ist ja auch so).

Als sehr mathematisch denkender Mensch tendiere ich liebend gerne dazu, Begriffe, Objekte etc. quantifizierbar, d. h. mit Zahlen operabel zu machen. So kann man auch einwandfrei gewisse Dinge [auch wenn das eigentlich keine quantitative, in Zahlen faßbare Dimension ist] als mehr, andere als weniger normal definieren.

Wenn jemand z. B. die Gewohnheit hat, morgens vor dem Aufsperren seiner Autotür 2x an die Scheibe zu klopfen &, auf die Gründe für diesen Tick befragt, anwortet: "Ich weiß nicht, aber ich muß das unbedingt machen, ich will es machen & diese Gewohnheit gefällt mir", so würde ich doch sagen, daß dies bedeutend normaler bzw. weit weniger abnormal ist als wenn jemand konstatiert: "Also, ich halt´s nicht mehr aus, wenn ich nicht regelmäßig kleine Kinder in mein Domizil locken & mich an ihnen sexuell vergreifen kann!"

Mathematisch ausgedrückt, müßte man schreiben:

Kabnorm[Kleine Kinder sexuell mißbrauchen] >> Kabnorm[Vor dem Autotür-Aufsperren 2x klopfen]

(in Worten: Der Anormitätskoeffizient von "Kleine Kinder sexuell mißtbrauchen" ist sehr viel größer als der Abnormitätskoeffizient von jenem Autotür-Klopftick). Auf grad' dieses Beispiel kam ich deswegen, weil der bekannte Psychiater & Schriftsteller Paul Watzlawick (seine "Anleitung zum Unglücklichsein" empfehle ich jedem BF als Lektüre, genau wie auch H. D. Thoureau´s "Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat") von einem Patienten berichtete, der die Gewohnheit hatte, ca. alle 15 Minuten 2x kräftig in die Hände zu klatschen, weil dadurch zuverlässig dem Erscheinen eines weißen Elefanten (wohl in Gestalt irgendeines Geistes) vorgebeugt werde (so lt. Patient, sonst wies dieser keinerlei Verhaltens- etc. -auffälligkeiten auf).

Es spricht nun alles dafür, daß Hr. Westerwelle die Gleichung aufstellen will bzw. glaubt, daß sie "große Teile der Gesellschaft" bereits für gültig erklärt haben:

Kabnorm[Barfuß in der Öffentlichkeit] >> Kabnorm[Schwulenehe]

während ich die beiden Gleichungen aufstelle:

Kabnorm[Barfuß in der Öffentlichkeit] = 0;

Kabnorm[Schwulenehe] >> 0.

Ursprünglich hatte ich vor, Herrn Dr. Westerwelle per Digitalbildbearbeitung die gleichen typischen Klamotten anzuziehen, derer ich mich bei nicht zu niedriger Außentemperatur befleißige & ihn auch BF vor der gleichen Kulisse etwas lässiger, mehr joggend & weniger marschierend erscheinen zu lassen, auch seine Frisur hätte ich (z. B. einen Windstoß simulierend) etwas verwirbelt; das Bild sollte den Untertitel bekommen: "Warum eigentlich nicht, Hr. Dr. Westerwelle?" Das war mir dann aber zuviel Arbeit, auch ging es mir gegen den Strich, diesem Typen meine eigenen Füße zu leihen & dafür stundenlang mit einer geliehenen Digitalkamera 'rumzumurksen, bis diese dann in Winkel, Perspektive etc. so aufgenommen sind, daß man sie Hrn. Dr. W. unten 'dransetzen kann.

Wer will & über viele Mußestunden verfügt, kann das ja machen & damit Herrn Dr. Westerwelle via FDP-Parteizentrale anschreiben: "Ich bewundere Ihren Mut, Ihr offenes Outing als gleichgeschlechtlicher Ehenpraktikant, die FDP stand ja immer schon für Toleranz. Darf auch das beiliegende Foto von Ihnen Veröffentlichung finden?..."

Ich bin sicher, Hr. Dr. Westerwelle bricht in Schreikrämpfe aus, würde er das sehen. Während ihn "sein" Michael & alles damit in Zusammenhang stehende - auch veröffentlicht - überhaupt nicht zu stören scheint.

Er regt mich mit seinem dümmlichen Gerede auf. Wie seine Kumpane vom Schlage eines Roland Koch (Ministerpräsident Hessen, CDU) glaubt er tatsächlich, mit noch mehr asketischem Lebensstil aller Stüzli-Empfänger könnte die Nation wieder Vollbeschäftigung erreichen. Wer noch mehr Sozialabbau fordert, muß dann hierzulande auch Obama Cities (Zeltstädte) oder echte Slums zulassen.
Da schreien Hr. Westerwelle & seine Kumpane immer von "Sozialismus" 'rum, von dem in der gegenwärtigen Sozialgesetzgebung 'immer noch viel zu viele Züge verankert seien'. Gleichzeitig wird die Weisheit der Binse gepredigt... gewiß, Westerwelle & Co. liegen mit ihrem "Alles muß erst einmal erwirtschaftet werden" richtig. Nur: diejenigen, die das, was ist, eigentlich erwirtschaften - sprich, alles, was im weitesten Sinne einen Schraubenzieher, aber auch Taschenrechner in der Hand nimmt, oder aber z. B. auch den ganzen Tag lang quasi ununterbrochen PC-Tasten drückt, alles, was an realen Objekten werkelt, bekommt immer weniger & - ginge es nach den Vorstellungen von [Westerwelle & Co] bald quasi gar nichts mehr.

Es vermehren sich die Fälle rapide, in denen Leute manchmal sogar in 3 oder mehr Jobs wahrhaft bis in die Grenze ihres physischen & psychischen Leistungsvermögens wahrhaft "vollbeschäftigt" sind - & trotzdem muß das 'Gemeinwesen' für sie einspringen, weil sie sonst nicht über die Runden kommen (die gegenwärtige "offizielle" Quote beträgt rd. 11 %), nur weil eine Art von Begünstigten (von Seiten Westerwelles & seiner gleichgesinnten Kumpane) geschont werden muß (nichts anderes ist das) & nicht oder nicht hinreichend zahlen will. & wenn somit die öffentliche Hand für Herrn W.´s Günstlinge auch nur teilweise einspringt - ist das kein Sozialismus, Herr Westerwelle?

In einem Forum mit HBF-Spezifikation sind tiefergehende soziologische Überlegungen (sofern sie nicht mit BF selbst mehr oder weniger direkt zu tun haben) verfehlt; ich möchte auch der Leserschaft größeren weiteren 'Kenntnisnahme'-Aufwand ersparen. 2 Dinge erscheinen mir aber sehr wesentlich:

* Hr. Dr. Westerwelle & seine Kumpane stehen sehr wahrscheinlich auf dem Standpunkt: "Einen Sozialstaat braucht´s nicht. Wären alle nicht so faul, sondern leistungsbereit bis zum Umfallen & flexibel bis zum wirklichen Geht-Nicht-mehr, träte aufgrund der [Vogel friß oder stirb]-Feature, für deren zwangsweise Einführung die Zeit jetzt reif ist, inhärent Vollbeschäftigung ein."

* Gesehen auf die Gesamtheit aller HBF-Derivate, war einer der brillantesten Beiträge, die je geschrieben wurden, folgender: "Unser sozio-ökonomisches System...", geschrieben von AllgäuYeti meiner vagen Erinnerung nach Ende 2008/Anfang 2009 im "Gelben" (finde jetzt auf die Schnelle die Sache nicht, um einen Link setzen zu können). Karl Heinz brachte darin erste Überlegungen, die ich jetzt ein klein wenig mathematischer aufzugreifen & zu konkretisieren versuche:

Auch nach meiner Überzeugung ist das größte Problem der Menschheit das, daß es zuviele Menschen auf der Erde gibt. Aber auch bei einer (vage Vermutung als Vernunftgrenze:) Weltbevölkerung von 2 Mrd. Menschen müßte - gemäß der Visionen von [Westerwelle & Co.] "Vollbeschäftigungs-Erzwingung durch konsequente Verweigerung jedweder Sozialstaats-Features" letztendlich bedeuten, daß jeder dieser meinetwegen 2 Mrd. Menschen mit jedem anderen - zumindest mit jedem anderen, der in seiner Nähe wohnt - im allerweitesten Sinne, irgendwie ins Geschäft kommen müßte - mit [Arbeits]Dienstleistungen, erzeugte Güter & Sachwerte, auch Computerprogrammierungen oder Transfer von wirklich essentiell wertvollem KnowHow (was im weitesten Sinne Beratung ist, die ja auch zuhauf verkauft wird)... kurz, ins Geschäft kommen müßte mit jeweils etwas, das dem anderen etwas wert ist - soviel wert, daß tatsächlich jeder von einem oder vielen Anderen - von dem, was diese zahlen - leben kann...

Rein intuitiv - auch mathematisch - glaube ich, daß das nicht funktionieren kann & wird... Schon gar keine Lösung ist aber das seit dem Fall des Sozialismus/Kommunismus bestehende [Alles den Bankern & Industriemanagern]-Motto.

[Auf der Suche nach einer Geschäftsidee]-BF-Grüße, Jay (Hr. Westerwelle wird mir auf Befragen keine Tips geben können)...
-----------------
Nachtrag
Mein ganz persönlicher Standpunkt zu Bi- & Homosexualität

In diesem Thread geht aus den von mir geschriebenen Beiträgen der Eindruck hervor, ich hätte ein Faible dafür, Homosexuelle zu veräppeln, lächerlich zu machen, allgemein als abnorm, als reif für die Irrenanstalt zu klassifizieren & dgl. Meine [persönlich-individuelle] Sicht dieser Menschen ist folgende:

Sie sind Behinderte mit einer schweren Störung in der Gehirnsoftware, auch das menschliche Gehirn ist nichts weiter als ein Computer auf bioelektrochemischer Funktionsbasis. Man sollte sie aber dennoch mit dem gleichen Respekt behandeln, mit dem man z. B. auch einem Rollstuhlfahrer beim "Einladen" in ein öffentliches Verkehrsmittel hilft. Als schwerwiegend ist diese Störung/Behinderung aber auf jeden Fall zu klassifizieren - schließlich funktioniert vieles im Bereich des Liebesaktes als essentieller Bestandteil der
Fortpflanzungs-SBRs (Abk. für "Subroutines", zu deutsch: "Unterprogrammebenen") nicht oder eben - gemäß trivialen Ausdrucks - anders'rum; weshalb als Folge jede Möglichkeit zur Vermehrung eines biologischen Systems namens "Mensch" ausgeschaltet ist (& "Arterhalt" ist eine sehr fundamentale Sache, die schon in die Gehirn- oder Nervenstrangsoftware primitivster Lebewesen mächtig einprogrammiert ist).

In diesem Zusammenhang amüsieren mich immer die Keuschheitsansprüche diverser Religionen mächtig - keine will wahrhaben: Hätte das Konstrukt "Gott" den Fortpflanzungsakt mit Höllenqualen statt mit bestem Feelgood versehen, wäre die Menschheit schon längst ausgestorben.
Daher ist freier, ungezwungener Sex tatsächlich eine der natürlichsten, fundamentalsten & wichtigsten Sachen - & auch im Sinne des Erfinders (wenn es ihn überhaupt gibt).

Von Schwulen & Lesben gehen - wie auch sonst von Behinderten, siehe z. B. blinde Musiker - keineswegs selten bedeutende intellektuelle, kulturelle & sonstige geistige Leistungen aus. Wenn ich mich allerdings - plötzlich & überraschend selektiv auf Herrn Westerwelle "eingeschossen" zu haben scheine, hat das eine andere Grundlage: Er ist, bei allem, was er öffentlich so von sich freigibt, eine Ulknudel, die man weder intellektuell, noch als Person, noch als Mensch ernst nehmen kann. Abgesehen von seiner makellosen Stil- & Etikette-Dressmanship keinerlei Kultur (& auch noch arroganter Stolz, das Bundesaußenministerium mit einem Guy seines Schlages besetzt zu haben).

Persönlich kenne ich keine Guys & Lesbians - außer (& dadurch natürlich sehr indirekt) Personen wie Andi35 & Bernd(Frankfurt) aus dem alten HBF. Sie haben sich jedenfalls mit ihrer "besonderen Eigenschaft" nie gebrüstet (wie Hr. Dr. Westerwelle, der das ganz ungeniert zu Schau stellt), sondern waren ganz schlicht & einfach um kreative Mehrung der Forums-Beitragssubstanz bemüht, was ihnen auch - auf´s Ganze gesehen - voll gelang.


Dominik R. Offline

Admin


Beiträge: 1.390
Punkte: 708

28.02.2010 18:54
#6 RE: Was ist in unserer Gesellschaft mehr, was weniger normal? Zitat · antworten

Was normal ist, ist mir wurscht.
Hoffe und denke auch, das heutzutage sowohl barfußlaufen in der Öffentlichkeit, als auch das was erwachsene Menschen im Bett tun, der Mehrheit egal ist.

Aber, Jay Westerwelle als Arbeitsminister wäre ein Katastophe. Bitte nichtmal daran denken.

Manfred, ich denke nicht nur an das was vor 70 Jahren normal war sondern auch, wer hat die Nazis damals bezahlt, welche politische Richtung unterstützen die Herren heute mit vorliebe?

Vielleicht deshalb Projekt 18%? Ist doch die Zahl 18 eigentlich völlig irrelevant, sie FDP hätte auch vom Projekt 17% oder 19% sprechen können. Aber jeder "aufrichtige Deutsche" weiß ja was es mit der 18 (erster Buchstabe und 8. Buchstabe des Alphabets auf sich hat).

Herr Westerwelle arbeitet hart an seinem Ruf, der Blocher bzw. Haider Deutschlands zu sein.
(Bei dieser Gelegenheit, mir stoßen die Farben der beiden Barfußforen, hier blau dort gelb, gewaltig auf).

Einwände, das Westerwelle (bis jetzt) "nur" Sozialrassissmus betreibt, läßt sich damit entkräftigen, dass die rassistische Komponente zumindest bei einer anderen Blockpartei der Neoliberalen Front (der heimlichen Großen Koalition aus Cdu/Csu, Spd, Grüne und Fdp), bereitsteht, Thilo Sarazzin.

Dominik


Jay Offline




Beiträge: 702
Punkte: 695

28.02.2010 19:17
#7 RE: Was ist in unserer Gesellschaft mehr, was weniger normal? Zitat · antworten

Zitat von Dominik R.
Aber, Jay, Westerwelle als Arbeitsminister wäre ein Katastrophe. Bitte nichtmal daran denken.


Dominik, das hab' ich ja auch nur ironisch gemeint, wie hoffentlich aus den Textpassagen hervorgeht, in was für Fallstricke sich Hr. Westerwelle als Organisator eines [1 Million Mann mit 1 Million Schneeschaufeln]-Reichsarbeitsdienstes verhedddern könnte (daher die Details mit Schneeschaufeln disponieren, distributieren, den schneeschaufelnden Reichsarbeitsdienst kommunikativ koordinieren) - an logistischem Planen, Organisieren, Disponieren sind schon viele werdende Industriemanager mittlerer Stufe zerbrochen - vor allem, wenn sie keine Substanz industrieeller Führungserfahrung haben... das war reiner Zynismus Herrn Dr. Westerwelle gegenüber, daß er sich mit einer solchen Posse als "Führender" eine Mega-Blamage holt...

Fehlorganisationen & Flops bei solchen Planungen verzeiht man in der Industrie [Aufsteigen Wollenden] selten.

Die Erfahrung lehrt, daß die größten Versager in der Politik dennoch in Konzernvorstands- & -Aufsichtsratsetagen gut untergekommen sind. Beispiele hierfür bieten diverse bayerische Finanzminister & Ministerpräsidenten...


Steffen ( gelöscht )
Beiträge:

28.02.2010 22:21
#8 RE: Was ist in unserer Gesellschaft mehr, was weniger normal? Zitat · antworten

Wenn wir hier schon fleissig am politisieren sind, vielleicht einige Anhaltspunkte:

Unter Rot/Gruen bzw. dem Duo Schroeder-Fischer posaunte ja Schwarz und Gelb was sie alles so machen wuerden, wenn sie nur in der Regierung waeren...

Dann verging einige Zeit: Das Volk wollte Rot-Schwarz, und die Regierung war m.E. auch sehr Erfolgreich und auch sinnvoll, da sie aus allen Gesellschaftskreisen moeglichst grosse Interessen vereinen konnte.

Nun, wir haben Schwarz Gelb, dass und genau dass was man sich seitens der Oposition von Rot/Gruen so sehr erwuenscht hat, nur geschieht im Moment nichts, und nicht nur im Moment, sondern seit einem geraumen halben Jahr nichts.

Ich bin auch kein grosser Gegner von Hrn. Westerwelle, nur wer den Job als Aussenminister machen moechte, sollte zumindest Fremdsprachen beherrschen, zumindest Englisch.
Sein Vorgaenger Hr. Steinmeier von der SPD machte den Job weitaus besser.


Manfred (Ten) ( gelöscht )
Beiträge:

01.03.2010 13:14
#9 RE: Was ist in unserer Gesellschaft mehr, was weniger normal? Zitat · antworten

Zitat
Er regt mich mit seinem dümmlichen Gerede auf. Wie seine Kumpane vom Schlage eines Roland Koch (Ministerpräsident Hessen, CDU) glaubt er tatsächlich, mit noch mehr asketischem Lebensstil aller Stüzli-Empfänger könnte die Nation wieder Vollbeschäftigung erreichen. Wer noch mehr Sozialabbau fordert, muß dann hierzulande auch Obama Cities (Zeltstädte) oder echte Slums zulassen.
Da schreien Hr. Westerwelle & seine Kumpane immer von "Sozialismus" 'rum, von dem in der gegenwärtigen Sozialgesetzgebung 'immer noch viel zu viele Züge verankert seien'. Gleichzeitig wird die Weisheit der Binse gepredigt... gewiß, Westerwelle & Co. liegen mit ihrem "Alles muß erst einmal erwirtschaftet werden" richtig. Nur: diejenigen, die das, was ist, eigentlich erwirtschaften - sprich, alles, was im weitesten Sinne einen Schraubenzieher, aber auch Taschenrechner in der Hand nimmt, oder aber z. B. auch den ganzen Tag lang quasi ununterbrochen PC-Tasten drückt, alles, was an realen Objekten werkelt, bekommt immer weniger & - ginge es nach den Vorstellungen von [Westerwelle & Co] bald quasi gar nichts mehr.
...
Es vermehren sich die Fälle rapide, in denen Leute manchmal sogar in 3 oder mehr Jobs wahrhaft bis in die Grenze ihres physischen & psychischen Leistungsvermögens wahrhaft "vollbeschäftigt" sind - & trotzdem muß das 'Gemeinwesen' für sie einspringen, weil sie sonst nicht über die Runden kommen (die gegenwärtige "offizielle" Quote beträgt rd. 11 %), nur weil eine Art von Begünstigten (von Seiten Westerwelles & seiner gleichgesinnten Kumpane) geschont werden muß (nichts anderes ist das) & nicht oder nicht hinreichend zahlen will. & wenn somit die öffentliche Hand für Herrn W.´s Günstlinge auch nur teilweise einspringt - ist das kein Sozialismus, Herr Westerwelle?
Auch nach meiner Überzeugung ist das größte Problem der Menschheit das, daß es zuviele Menschen auf der Erde gibt. Aber auch bei einer (vage Vermutung als Vernunftgrenze:) Weltbevölkerung von 2 Mrd. Menschen müßte - gemäß der Visionen von [Westerwelle & Co.] "Vollbeschäftigungs-Erzwingung durch konsequente Verweigerung jedweder Sozialstaats-Features" letztendlich bedeuten, daß jeder dieser meinetwegen 2 Mrd. Menschen mit jedem anderen - zumindest mit jedem anderen, der in seiner Nähe wohnt - im allerweitesten Sinne, irgendwie ins Geschäft kommen müßte - mit [Arbeits]Dienstleistungen, erzeugte Güter & Sachwerte, auch Computerprogrammierungen oder Transfer von wirklich essentiell wertvollem KnowHow (was im weitesten Sinne Beratung ist, die ja auch zuhauf verkauft wird)... kurz, ins Geschäft kommen müßte mit jeweils etwas, das dem anderen etwas wert ist - soviel wert, daß tatsächlich jeder von einem oder vielen Anderen - von dem, was diese zahlen - leben kann...

Rein intuitiv - auch mathematisch - glaube ich, daß das nicht funktionieren kann & wird... Schon gar keine Lösung ist aber das seit dem Fall des Sozialismus/Kommunismus bestehende [Alles den Bankern & Industriemanagern]-Motto.


"Ihr Geld ist nicht weg, es hat nur jemand anders!"

An diesem Satz ist was dran !

Ich denke, in der Wirtschaft ist es wie in der Physik: Es gilt der Satz von der Erhaltung der Energie und der Masse, also kann Geld schon mal nicht “weg” sein. Der Nachteil des Einen ist in der Regel der Vorteil des Anderen..

Ein paar persönliche Gedanken von mir (ich bin kein Wirtschaftwissenschaftler, "nur" ein logisch denkender Mensch (was vielleicht sogar ein Vorteil ist, weil mein Blick auf die Dinge nicht durch allzu viel Studium verstellt ist):

Früher hatte man Tauschhandel: Ware gegen Ware bzw. Dienstleistung. Der unmittelbare Wert einer Sache war direkt "(be-)greifbar".

Die Idee der Einführung von Geld vereinfachte die Sache: Nun konnte ich meine Bedürfnisse direkt befriedigen, ohne zu schauen ob es "passte", heisst, wenn ich als Müller gerade Schuhe benötigte, der Schuhmacher aber nun keinen Bedarf für Mehl hatte, sondern etwas vom Schmied brauchte war das schwierig.

Das Geld stand also für einen realen Gegenwert, der Staat garantierte für diesen, indem von ihm nicht mehr Geld ausgegeben wurde als in der Summe der Waren und Dienstleistungen dafür tatsächlich dahinterstand.

(Deshalb blüht auch in Notzeiten der Tauschhandel wieder)

Heute ist das Geld ja nur noch “virtuell”. Ein falsches Wort, und der Wert einer Firma ändert sich dramatisch, obwohl die vorhandenen Güter, das “Know-How” und die Belegschaft noch exakt die Gleichen sind.

Und da Geld heute ja weit überwiegend nicht mehr als “Hardware” im Umlauf ist und in Zehntelsekunden gigantische Summen an der Börse beliebig verschoben werden können, kann das ganze System auch nicht mehr kontrollierbar sein und funktionieren.

Und Geld kann nicht “arbeiten”, dessen Zinsen werden nur von Menschen erarbeitet.

Und vieles, was eigentlich eine gute Idee war (wie eben die Einführung des Geldes) wird durch Skrupellosigkeit pervertiert.

Zum Beispiel ist eine Aktiengesellschaft eigentlich eine geniale Erfindung - es können Projekte gestemmt werden, die ein Einzelner nie schaffen könnte, und alle partizipieren anteilig davon.
Was aber aus dieser eigentlich guten Idee geworden ist sehen wir ja täglich…

In einer technologisch hochgerüsteten Zeit, in der mit immer weniger Aufwand immer mehr produziert wird müsste es doch allen BESSER gehen - das Gegenteil ist der Fall. Besser geht es einigen wenigen, dem Rest schlechter.

Kleine Geschichte zum anschaulich machen:

Da gibt es zwei Dörfer in einer uns unbekannten Welt. Beide wissen nichts voneinander.
In beiden leben die Bewohner vom Fischfang in einem nahe gelegenen Fluss. Damit sind sie den weitaus meisten Teil des Tages beschäftigt, um gerade so zu überleben.

Zufällig erfindet in beiden Dörfern jemand ein Netz. Jetzt ist der Ernährungsbedarf des Dorfes in einer Stunde gedeckt.
Im dem einen Dorf wird die Erfindung zm Nutzen aller verwendet, alle haben nun mehr Zeit, die ebenfalls allen zugute kommt. Man hat plötzlich Musse für soziale Kontakte, Kultur, die Herstellung von anderen nützlichen und schönen Dingen - die ganze Gemeinschaft erblüht.

Im anderen nutzt der Erfinder das für sich alleine. Die Folge: Die anderen werden von ihm abhängig, der Bestand wird überfischt, und irgendwann kommt die grosse Armut und Hungersnot, zuletzt Verteilungskämpfe.
Ganz zum Schluss geht es NIEMANDEM mehr gut, weil alle Lebensgrundlagen zerstört worden sind.

Ich denke, auf diesem Weg sind wir gerade…

Und welchem Irrsinn wir gerade unterliegen ist mir an zwei Beispielen gerade mal wieder bewusst geworden:

In meiner Schublade stapeln sich mittlerweile sechs funktionierende Handys (Keines davon habe ich gekauft - mit allen wurde ich "zwangsbeglückt"!).

Und beim Einkaufen gestern fiel mir wieder mal auf:
(Geschmacksneutrale) Erdbeeren aus Chile, Kartoffeln aus Ägypten, Spargel aus Kolumbien...
Aber quecksilberhaltige, aufwändig herzustellende und zu entsorgende "Energiesparlampen" per Gesetz einführen.
Und einen Krankentransport zum Arzt können sich viele alte Menschen nicht mehr leisten !

Und ich frage mich dann mal wieder: "Haben wir sie eigentlich noch alle ???" Wie krank sind wir denn eigentlich ?

Wie seht ihr das ?


Siegfried Hase Offline




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01.03.2010 14:08
#10 RE: Was ist in unserer Gesellschaft mehr, was weniger normal? Zitat · antworten

Zitat von Steffen

Ich bin auch kein grosser Gegner von Hrn. Westerwelle, nur wer den Job als Aussenminister machen moechte, sollte zumindest Fremdsprachen beherrschen, zumindest Englisch.


DAS sehe ich jetzt mal ganz anders!
WARUM muß ein deutscher Außenminister englisch können? Weil das z. Zt. angeblich gerade Weltsprache ist? Die klassische Sprache der Diplomatie ist französisch, die ganz alte Sprache im internationalen Verkehr ist Latein, der bevölkerungsreichste Staat der Erde spricht chinesisch, kann man russisch, so ist man im gesamten ehemaligen Ostblock gut bedient. Zudem ist deutsch auch nicht gerade eine 'kleine' Sprache, wie bspw. tschechisch oder finnisch.

Was ich heute vom Außenamt halte steht oben, in 'Eisenbahnsprache' übersetzt heißt das: Abstellgleis.

Will die FDP aber nachhaltigen Schaden von sich abwenden, so halte ich es nach wie vor für sinnvoll, daß sie sich baldmöglichst einen neuen oder eine neue Vorsitzende sucht. Morgen ist Dienstag, da gibt das Bundesverfassungsgericht seine Entscheidung wegen der Vorratsdatenspeicherung bekannt. Die EG (!) will ja jetzt auf einmal überprüfen, ob, wie und was denn eigentlich sinvoll ist zu speichern und wieviel Gläsernheit man uns gesetzlich zu verordnen hat. Die Bundesjustizministerin empfand es nicht für nötig, das Gesetz, wie es z. Zt. besteht bei der Hauptverhandlung zu verteidigen. Eine relativ niedrigrangige Vertretung wurde entsandt.
Nur ein kleiner Schritt - aber 'freiheitlich' und 'reglementieren/verbieten' sind bei mir mal Gegensatzpaare.
Mal schauen, ob die Partei FDP klug genug ist, sowas auch mal nach außen zu tragen - Westerwelle kann von mir aus derzeit in Afrika oder einer sonstigen abgelegenen Weltgegend als deutscher Außenminister auch ohne Englischkenntnisse seiner Arbeit nachgehen.

Gerold


Markus U. Offline

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01.03.2010 14:55
#11 RE: Was ist in unserer Gesellschaft mehr, was weniger normal? Zitat · antworten

Zitat von Jay
Ursprünglich hatte ich vor, Herrn Dr. Westerwelle per Digitalbildbearbeitung die gleichen typischen Klamotten anzuziehen, derer ich mich bei nicht zu niedriger Außentemperatur befleißige & ihn auch BF vor der gleichen Kulisse etwas lässiger, mehr joggend & weniger marschierend erscheinen zu lassen, auch seine Frisur hätte ich (z. B. einen Windstoß simulierend) etwas verwirbelt; das Bild sollte den Untertitel bekommen: "Warum eigentlich nicht, Hr. Dr. Westerwelle?" Das war mir dann aber zuviel Arbeit, auch ging es mir gegen den Strich, diesem Typen meine eigenen Füße zu leihen & dafür stundenlang mit einer geliehenen Digitalkamera 'rumzumurksen, bis diese dann in Winkel, Perspektive etc. so aufgenommen sind, daß man sie Hrn. Dr. W. unten 'dransetzen kann.



Hi Jay,

es war schon richtig, daß Du Dir keine überflüssige Arbeit gemacht hast, denn Knilch Westerwelle ("Herr" will ich zu so jemandem nicht sagen) soll man so lassen, wie er ist:
geschniegelt & gebügelt und gelackt & geleckt und gerade dadurch auch äußerlich so abstoßend wie seine Politik. Nun kann man zwar unangenehmen Zeitgenossen nicht untersagen, barfuß zu laufen, aber wenn sie von selbst keinerlei Neigung dafür verspüren, ist der Gesamteindruck viel stimmiger oder anders ausgedrückt: Ich MÖCHTE gar nicht, daß so jemand barfuß geht.

Zitat von Jay
Er regt mich mit seinem dümmlichen Gerede auf. Wie seine Kumpane vom Schlage eines Roland Koch (Ministerpräsident Hessen, CDU) glaubt er tatsächlich, mit noch mehr asketischem Lebensstil aller Stüzli-Empfänger könnte die Nation wieder Vollbeschäftigung erreichen.



Ich bin dafür, daß solche "Entscheider" grad das bekommen, was sie sich für andere ausdenken - das wäre gerecht. Knilch Westerwelle soll also selber die Schneeschaufel oder was auch immer in seine hypergeplegten Händchen nehmen und loslegen, natürlich für den Hungerlohn, den er sich selbst für die von ihm Gemeinten ausgedacht hat.

Zitat von Jay
Nachtrag
Mein ganz persönlicher Standpunkt zu Bi- & Homosexualität

In diesem Thread geht aus den von mir geschriebenen Beiträgen der Eindruck hervor, ich hätte ein Faible dafür, Homosexuelle zu veräppeln, lächerlich zu machen, allgemein als abnorm, als reif für die Irrenanstalt zu klassifizieren & dgl. Meine [persönlich-individuelle] Sicht dieser Menschen ist folgende:

Sie sind Behinderte mit einer schweren Störung in der Gehirnsoftware, auch das menschliche Gehirn ist nichts weiter als ein Computer auf bioelektrochemischer Funktionsbasis. Man sollte sie aber dennoch mit dem gleichen Respekt behandeln, mit dem man z. B. auch einem Rollstuhlfahrer beim "Einladen" in ein öffentliches Verkehrsmittel hilft. Als schwerwiegend ist diese Störung/Behinderung aber auf jeden Fall zu klassifizieren - schließlich funktioniert vieles im Bereich des Liebesaktes als essentieller Bestandteil der
Fortpflanzungs-SBRs (Abk. für "Subroutines", zu deutsch: "Unterprogrammebenen") nicht oder eben - gemäß trivialen Ausdrucks - anders'rum; weshalb als Folge jede Möglichkeit zur Vermehrung eines biologischen Systems namens "Mensch" ausgeschaltet ist (& "Arterhalt" ist eine sehr fundamentale Sache, die schon in die Gehirn- oder Nervenstrangsoftware primitivster Lebewesen mächtig einprogrammiert ist).



Es ist immer noch nicht geklärt, wie abartige sexuelle Vorlieben entstehen; von den vielen existierenden Theorien ist keine überzeugend. Man weiß nicht mal, wann sie entstehen, ob sie genetisch bedingt sind, auf Schwangerschaftseinflüsse zurückgehen, in der frühen Kindheit, in der Pubertät oder sonstwann entstehen. Als Christ berufe ich mich nur auf die Bibel, und darin wird Homosexualität ganz klar von Gott abgelehnt, und Gottes Meinung ist für mich absolut bindend. Was Gott verwirft, darf ich nicht billigen. Zudem fällt auf, daß Schwule & Lesben für sich Sonderrechte in Anspruch nehmen: Sie wollen mit ihren sexuellen Vorlieben akzeptiert werden, gestehen das aber anderen "sexuellen Minderheiten" wie Pädophilen, Zoophilen etc. nicht zu.

Zitat von Jay
In diesem Zusammenhang amüsieren mich immer die Keuschheitsansprüche diverser Religionen mächtig - keine will wahrhaben: Hätte das Konstrukt "Gott" den Fortpflanzungsakt mit Höllenqualen statt mit bestem Feelgood versehen, wäre die Menschheit schon längst ausgestorben.
Daher ist freier, ungezwungener Sex tatsächlich eine der natürlichsten, fundamentalsten & wichtigsten Sachen - & auch im Sinne des Erfinders (wenn es ihn überhaupt gibt).



Hier muß ich Dir in einem Punkte scharf widersprechen: Für mich (und rund 2 Mrd. anderer Christen) ist Gott kein "Konstrukt", sondern DER SEIENDE, der den Menschen als sein Ebenbild erschaffen und ihn insofern unter allen anderen Lebewesen mit einer ganz besonderen Würde ausgestattet hat: kein anderes Lebewesen ist zur Gotteserkenntnis befähigt, und nur dem Menschen ist die Ausübung von Religion ein Bedürfnis. Sogar jene, die die Religion ablehnen, legen sich eine Art Religionsersatz mit Ritualen und Ideen, an denen ihr Herz hängt, zurecht. Die Gottesfrage ist dem Menschen eigen, und derjenige, der sie negativ beantwortet, hat sie zumindest gestellt.

Die Problematik der "Keuschheit" ist hingegen äußerst kompliziert, weil hier viele Faktoren zu beachten sind. In alten Zeiten konnte jeder Geschlechtsverkehr zwischen Mann und Frau eine Schwangerschaft auslösen, und es war wichtig, daß möglichst keine Kinder geboren werden sollten, für die kein männlicher Ernährer einzustehen hatte. Aus demselben Grunde werden in der gesamten Bibel die "Witwen und Waisen" als gesellschaftlich benachteiligte Gruppen par excellence genannt. Darüber hinaus verlangt eine erfüllende Beziehung zwischen Mann und Frau nach sexueller Ausschließlichkeit: andere Konzepte wie die "offene Ehe" oder "polyamore" Beziehungsgeflechte sind auf Dauer nicht tragfähig und vermögen allenfalls den Sexualtrieb (der ebenso wie der Nahrungsaufnahmetrieb und der Schlaftrieb zu den vitalen Funktionen des Körpers gehört) rein äußerlich zu befriedigen.
Im übrigen ist das Urchristentum überhaupt nicht leibfeindlich; allerdings war es bereits in seiner Frühzeit Einflüssen seitens der Gnosis (einer teilweise sehr leibfeindlichen synkretistischen Geistesströmung in der Antike) ausgesetzt, die auch zur Ausprägung des frühen Mönchtums, das seinerseits die Geschichte des Christentums entscheidend geprägt hat, beigetragen haben.
Wäre die Sexualität nicht gut, hätte Gott sie nicht erschaffen, aber sie verlangt wie alle Gaben Gottes nach einem verantwortungsvollen Umgange.

Zitat von Jay
Wenn ich mich allerdings plötzlich & überraschend selektiv auf Herrn Westerwelle "eingeschossen" zu haben scheine, hat das eine andere Grundlage: Er ist, bei allem, was er öffentlich so von sich freigibt, eine Ulknudel, die man weder intellektuell, noch als Person, noch als Mensch ernst nehmen kann. Abgesehen von seiner makellosen Stil- & Etikette-Dressmanship keinerlei Kultur (& auch noch arroganter Stolz, das Bundesaußenministerium mit einem Guy seines Schlages besetzt zu haben).



Dieser Mensch ist als Außenminister nur peinlich, weil so jemand wie er im Orient und vor allem in Schwarzafrika sowie etlichen Karibikländern in erster Linie Verachtung auf sich zieht. Er wird in einem beträchtlichen Teil der Erde einfach nicht ernstgenommen und ist für Deutschland ein denkbar schlechtes "Aushängeschild".

Zitat von Jay
Persönlich kenne ich keine Guys & Lesbians - außer (& dadurch natürlich sehr indirekt) Personen wie Andi35 & Bernd(Frankfurt) aus dem alten HBF. Sie haben sich jedenfalls mit ihrer "besonderen Eigenschaft" nie gebrüstet (wie Hr. Dr. Westerwelle, der das ganz ungeniert zu Schau stellt), sondern waren ganz schlicht & einfach um kreative Mehrung der Forums-Beitragssubstanz bemüht, was ihnen auch - auf´s Ganze gesehen - voll gelang.



Bei Andi35 bin ich mir da nicht so sicher. Weißt Du das genau?

Barfüßige Frühlingsgrüße (endlich ist der März da),
Markus U.


Manfred (Ten) ( gelöscht )
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01.03.2010 16:13
#12 RE: Was ist in unserer Gesellschaft mehr, was weniger normal? Zitat · antworten

Zitat
Es ist immer noch nicht geklärt, wie abartige sexuelle Vorlieben entstehen

Steht nicht in der Bibel auch, dass Gott den Menschen schuf (sogar "nach seinem Ebenbilde", wie du selbst schreibst!)? Ergo auch mit allen seinen Eigenschaften!
Und bei Homosexualität ist es dann plötzlich ungeklärt wo sie herkommt - da hat ER nichts mit zu tun ?
(Die gibt es übrigens sogar bei Tieren !)

Zitat
Zudem fällt auf, daß Schwule & Lesben für sich Sonderrechte in Anspruch nehmen: Sie wollen mit ihren sexuellen Vorlieben akzeptiert werden, gestehen das aber anderen "sexuellen Minderheiten" wie Pädophilen, Zoophilen etc. nicht zu.

Homosexualität und Pädophilie in einem Atemzug zu nennen finde ich schon hammerhart...

Zitat
Hier muß ich Dir in einem Punkte scharf widersprechen: Für mich (und rund 2 Mrd. anderer Christen) ist Gott kein "Konstrukt", sondern DER SEIENDE, der den Menschen als sein Ebenbild erschaffen Markus U.


Und für Millionen Hindi, Moslems, Buddhisten und wie sie alle heissen gibt es wieder andere Götter, deren Existenz noch von keiner Religion jeweils bewiesen wurde.

Und das Argument, dass das Universum erschaffen worden sein muss ist für mich nicht logisch. Denn ein Schöpfer, der so etwas komplexes erschaffen haben sollte müsste ja selbst noch um ein Vielfaches komplexer als sein Werk sein. Und wer hat IHN denn dann erschaffen ? (Die Antwort, das er sich aus sich selbst heraus erkläre ist auch nicht überzeugend, denn die könnte man dann auch auf "sein Werk" anwenden.

Ich glaube nicht an Jungfrauengeburten und ähnliche Thesen. Auch ich bin nicht im Besitz der Wahrheit - wie wohl niemand (!), aber die Firma Kirche - egal welcher Coleur, ist für mich (als ehemaliges betroffenes Heimkind schon garnicht !!!) auch nicht der Weisheit letzter Schluss...


Saalenixe-Halle ( gelöscht )
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01.03.2010 21:33
#13 RE: Was ist in unserer Gesellschaft mehr, was weniger normal? Zitat · antworten

Zitat
Es ist immer noch nicht geklärt, wie abartige sexuelle Vorlieben entstehen



Um zur urspünglichen Frage zurückzukehren: was ist in unserer Gesellschaft, normal, und was nicht?
Alleine der Begriff "abartig" in Verbindung mit Homosexualität ist schon fragwürdig. Denn wer bestimmt, was normal ist, und was nicht. Sicherlich - wenn Sex ausschliesslich als Mittel zur Fortpflanzung dient, dann mag diese Formulierung ihre Berechtigung haben. Dann käme als nächster Schritt auch die künstliche Befruchtung als normal in Betracht, und im Anschluß daran eine Geburt per Kaiserschnitt.

Wenn Sex als Austausch von Zärtlichkeiten zwischen zwei Menschen betrachtet wird, als Gesamtheit zwischen Körper und Geist, und nicht auf die primären Fortpflanzungsorgane beschränkt sehe ich da nichts ungewöhnliches. Wie Manfred richtig feststellt: in der Natur, unter Säugetieren, ist Homosexualität durchaus keine Seltenheit.

Sauer aufgestossen hat mir, Homosexualität (die auf Grundlage gegenseitiger Freiwilligkeit gelebt wird) in einem Atemzug zu nennen mit einer Veranlagung, die Verbrechen an Kindern nach sich zieht.

Zum Auftreten unseres Herrn Aussenministers: leider haben die meisten Politiker Narrenfreiheit, wenn sie erst einmal gewählt sind, und es ist in der Geschichte von Deutschland normal, daß es immer mal wieder welche gibt, denen vor lauter Machtgier der Verstand abhanden gekommen ist und sie nur noch geistigen Dünnpfiff verzapfen.

In dieses Horn von Hr. Sarazzin, Koch, Westerwelle hat schon unser Alt(unerwürdiger) Kanzler Schröder geblasen, mit den Worten: keiner hat das Recht auf Faulheit. Mit anderen Worten; jeder der arbeitslos ist ist ein fauler Socken.. ich persönlich fand es normal, daß ihm irgendwann die Mehrheit davongelaufen ist.

Normal heißt, einer bestimmten Norm entsprechend. doch wer stellt die auf? Die Amtskirchen, die gerade herrschende politische Mehrheit, ein oder viele "Big Brother" die sich nach Art von Sekten über vermeintlich seriöse Bücher und Aufsätze Gehör verschaffen; ihre persönlichen Ansichten als allgemeingültig verkaufen? ich glaube so etwas hatten wir schon, und haben wir immer mal wieder auf diesem Planeten.

Normal wäre, wenn jeder sein leben so lebt wie es ihm gut tut, ohne dabei den anderen zu beeinträchtigen. Nur meine sehr persönliche Meinung

nachdenkliche Abendgrüsse
Saalenixe


Markus U. Offline

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02.03.2010 12:07
#14 RE: Was ist in unserer Gesellschaft mehr, was weniger normal? Zitat · antworten

Zitat von Saalenixe-Halle
Zum Auftreten unseres Herrn Aussenministers: leider haben die meisten Politiker Narrenfreiheit, wenn sie erst einmal gewählt sind, und es ist in der Geschichte von Deutschland normal, daß es immer mal wieder welche gibt, denen vor lauter Machtgier der Verstand abhanden gekommen ist und sie nur noch geistigen Dünnpfiff verzapfen.

In dieses Horn von Hr. Sarazzin, Koch, Westerwelle hat schon unser Alt(unerwürdiger) Kanzler Schröder geblasen, mit den Worten: keiner hat das Recht auf Faulheit. Mit anderen Worten; jeder der arbeitslos ist ist ein fauler Socken. ich persönlich fand es normal, daß ihm irgendwann die Mehrheit davongelaufen ist.



Leider haben wir noch keine direkte Demokratie in der Form, daß die Minister vom Volke gewählt und abberufen werden können, so daß bei ihrer Berufung nicht Fachkompetenz und allgemeine Akzeptanz, sondern Parteienfilz und Beziehungen zu einflußreichen Wirtschaftsbonzen entscheidend sind. Sehr eigentümlich ist auch der "Führungsstil" der gegenwärtigen Kanzlerin. Außer dem eigenen Machterhalte, dem sie ihr gesamtes Reden und Handeln unterordnet, hat sie eigentlich überhaupt keine Prinzipien.
Vorerst wird man das gegenwärtige Gefüge der Parteien nur dadurch aufbrechen können, indem man seine Stimme bewußt Parteien gibt, die nicht im Parlament vertreten sind, und sich im übrigen an keine Partei fest bindet. Wichtig ist, daß man als Wähler unberechenbar ist, weshalb ich auch empfehle, den Demoskopen bei Umfragen falsche Angaben zu machen.

Zitat von Saalenixe-Halle
Normal heißt, einer bestimmten Norm entsprechend. doch wer stellt die auf? Die Amtskirchen, die gerade herrschende politische Mehrheit, ein oder viele "Big Brother" die sich nach Art von Sekten über vermeintlich seriöse Bücher und Aufsätze Gehör verschaffen; ihre persönlichen Ansichten als allgemeingültig verkaufen? ich glaube so etwas hatten wir schon, und haben wir immer mal wieder auf diesem Planeten.

Normal wäre, wenn jeder sein leben so lebt wie es ihm gut tut, ohne dabei den anderen zu beeinträchtigen. Nur meine sehr persönliche Meinung

nachdenkliche Abendgrüsse
Saalenixe



Für mich als Juristen ist "Norm" im strengen Sinne das, was in Gesetzen und Verträgen steht. "Normen" im gesellschaftlichen Sinne sind hingegen informell, ungeschrieben und daher schwer zu fassen. Im allgemeinen heißt es, daß sie auf Konventionen beruhen, doch diese sind wandelbar, und wie dieser Wandel sich vollzieht und wer ihn lenkt, ist ein spannender Forschungsgegenstand. Ich persönlich hatte schon immer meinen eigenen Kopf und habe mich nie darum geschert, was "politisch korrekt" ist (weshalb manche meiner Thesen bei solchen Zeitgnossen, die mehr mit dem geistigen "Mainstream" konform gehen, weil das bequemer ist, als sich selbst denkend, lesend und betrachtend mit der Welt auseinanderzusetzen, auf Widerspruch & Ablehnung stoßen).
Und was speziell das Barfußlaufen betrifft, wird es sowieso nie gesellschaftsfähig, weil es keinen wirtschaftlichen Profit erzeugt und ansonsten ausschließlich derjenigen Person, die es selbst praktiziert, Nutzen verschafft.

Barfüßige Frühlingsgrüße,
Markus U.


Manfred (Ten) ( gelöscht )
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02.03.2010 13:44
#15 RE: Was ist in unserer Gesellschaft mehr, was weniger normal? Zitat · antworten

Zitat
Sehr eigentümlich ist auch der "Führungsstil" der gegenwärtigen Kanzlerin. Markus U.


Wo hast du denn bei ihr einen solchen entdeckt ???

Wie fragte neulich Volker Pispers so schön treffend:
Können SIE sich eine Demo vorstellen wie einst bei FJS: "Stoppt Merkel!" ? WOBEI ???

Hier übrigens ein sehr interessanter Text, in dem ich mich auch wiedererkenne (etwa ab Seite 3 Mitte - links "Infotext" anklicken und als PDF herunterladen):

http://www.hochsensibel.org/start.html

Es geht zum Beispiel auch darum, dass solche Menschen sehr viel sensibler Widersprüche und Feinheiten wahrnehmen


Dominik R. Offline

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02.03.2010 19:53
#16 RE: Was ist in unserer Gesellschaft mehr, was weniger normal? Zitat · antworten

Zitat von Markus U.


Als Christ berufe ich mich nur auf die Bibel, und darin wird Homosexualität ganz klar von Gott abgelehnt, und Gottes Meinung ist für mich absolut bindend. Was Gott verwirft, darf ich nicht billigen.




Wenn ich mich richtig erinnere wird Homosexuallität von Paulus abgelehnt.
Jesus selber sagt überhaupt nichts dazu.

Im übrigen gibt es auch einige Theorien dass Jesus selbst homosexuell war. Indizien gibt es: er Zog mit 12 Männern durch die Gegend, mochte den Johannes ganz besonders, es war es im Altertum nichts üblich, vielleicht nicht bei den Juden, aber Israel war zu dem Zeitpunkt teil des römischen Reiches,.....

Elton John wurde ja erst vor kurzem damit in der Presse zitiert.

Vielleicht war er ja auch bisexuell, wenn ich so an Maria Magdalena denke.

Ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Aber wer kann schon behaupten es zu wissen?

Gruß,
Dominik

Ein Link dazu:
http://cott.lsbk.ch/Jesus.htm


Dominik R. Offline

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02.03.2010 20:05
#17 RE: Was ist in unserer Gesellschaft mehr, was weniger normal? Zitat · antworten

Zitat von Jay

Persönlich kenne ich keine Guys & Lesbians - außer (& dadurch natürlich sehr indirekt) Personen wie Andi35 & Bernd(Frankfurt) aus dem alten HBF. Sie haben sich jedenfalls mit ihrer "besonderen Eigenschaft" nie gebrüstet (wie Hr. Dr. Westerwelle, der das ganz ungeniert zu Schau stellt), sondern waren ganz schlicht & einfach um kreative Mehrung der Forums-Beitragssubstanz bemüht, was ihnen auch - auf´s Ganze gesehen - voll gelang.



Andi35????
Habe nie etwas diesbezügliches gelesen.

Ich kenne Guy & Lesbians.
Ein Vetter von mir gehört dazu und eine Bekannte. (Kenne auch noch zwei weitere Mädels).

Gruß,
Dominik


Markus U. Offline

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03.03.2010 01:01
#18 RE: Was ist in unserer Gesellschaft mehr, was weniger normal? Zitat · antworten

Zitat von Dominik R.

Zitat von Markus U.


Als Christ berufe ich mich nur auf die Bibel, und darin wird Homosexualität ganz klar von Gott abgelehnt, und Gottes Meinung ist für mich absolut bindend. Was Gott verwirft, darf ich nicht billigen.




Wenn ich mich richtig erinnere wird Homosexuallität von Paulus abgelehnt.
Jesus selber sagt überhaupt nichts dazu.




Homosexualität wird bereits im Alten Testament entschieden verworfen. In Lev. 20, 13 heißt es:

"Wenn ein Mann sich mit einem anderen Manne wie mit einer Frau vergeht, haben beide Schändliches begangen. Sie sollen mit dem Tode bestraft werden; es lastet Blutschuld auf ihnen."

Bezüglich des Textzusammenhanges werden in den benachbarten Versen Ehebruch, Inzest sowie der geschlechtliche Umgang mit Tieren ebenso verurteilt.

Im Neuen Testament lehnt Paulus die Homosexualität mit scharfen Worten ab. In Röm. 1, 26-27 steht geschrieben:

"Deshalb überließ Gott sie den schimpflichsten Neigungen. Ihre Frauen vertauschten den natürlichen Geschlechtsverkehr mit dem widernatürlichen. Ebenso gaben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau auf und entbrannten in ihrer Begierde gegeneinander: Männer trieben mit Männern Unzucht und empfingen so den gebührenden Lohn für ihre Verirrung."

Weiter schreibt der Apostel Paulus in 1 Kor. 6, 9-10:

"Oder wißt ihr nicht, daß Ungerechte keinen Anteil am Reiche Gottes haben werden? Gebt euch keiner Täuschung hin! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Weichlinge, noch Knabenschänder ... werden Anteil haben am Reiche Gottes."

Die Worte des Apostels Paulus sind Worte der Heiligen Schrift und als solche von Gott inspiriert; sie sind Worte Gottes in dem Sinne, daß sie ganz und gar Gottes Absicht und Willen entsprechen, auch wenn sie von dem Menschen Paulus geschrieben wurden.

Ich will auch nicht versäumen, einen Text der Russischen Orthodoxen Kirche, der ich angehöre, aus dem Jahre 2000 zu zitieren:

"Die Heilige Schrift und die Lehre der Kirche verurteilen eindeutig homosexuelle Beziehungen, in denen sie eine lasterhafte Verkehrung der gottgegebenen Natur des Menschen erblicken. [... Es folgen die oben zitierten Schriftstellen sowie Bezugnahmen auf bekannte Kirchenväter wie Basilius den Großen, Johannes Chrysostomos, Gregor von Nyssa und Johannes den Fastenden.]
Die Diskussion über die Stellung der sogenannten sexuellen Minderheiten in der Gesellschaft tendiert dazu, die Homosexualität nicht als Sexualinversion, sondern als eine unter anderen 'sexuellen Orientierungen' mit gleichem Recht auf öffentliche Äußerung und Achtung zu betrachten. Es wird ins Feld geführt, daß das homosexuelle Verlangen durch eine individuelle natürliche Veranlagung bedingt sei. Die Orthodoxe Kirche geht von der unabänderlichen Überzeugung aus, daß die von Gott gestiftete Ehegemeinschaft zwischen Mann und Frau den sittenwidrigen Erscheinungsformen der Sexualität nicht gleichgestellt werden darf. Sie hält die Homosexualität für eine sündhafte Entstellung der menschlichen Natur, die durch geistig- spirituelle Anstrengungen, welche eine Heilung sowie persönliches Wachstum des Menschen hervorbringen, bezwungen wird. Die homosexuellen Neigungen sind, wie auch andere den abtrünnigen Menschen quälenden Leidenschaften, zu überwinden durch die Sakramente, durch Gebet, Fasten und Buße, durch das Lesen der Heiligen Schrift und der Werke der Heiligen Väter wie auch durch die christliche Gemeinschaft mit gläubigen Menschen, die geistige Hilfe zu leisten bereit sind.
Neben der Wahrnehmung ihrer pastoralen Verantwortung für Menschen mit homosexueller Neigung, widersetzt sich die Kirche entschieden jedwedem Versuche, diese sündhafte Tendenz als 'Norm', geschweige denn als Grund zu Stolz und als nachahmungswürdiges Beispiel darzustellen. Dies ist auch der Grund dafür, daß die Kirche jede Propaganda zugunsten der Homosexualität verurteilt. Ohne jemandem das Recht auf Leben, Achtung vor der persönlichen Würde sowie Teilnahme an den gesellschaftlichen Angelegenheiten abzusprechen, fordert die Kirche zugleich, daß Personen, die eine homosexuelle Lebensführung propagieren, keine Berechtigung erhalten, sich auf den Gebieten der Bildung, der Erziehung und sonstiger Arbeit mit Kindern und Jugendlichen beruflich zu betätigen oder leitende Positionen in der Armee und den Besserungsanstalten innezuhaben." (Die Grundlagen der Sozialdoktrin der Russisch- Orthodoxen Kirche, herausgegeben von Josef Thesing und Rudolf Uertz, Kapitel XII.9, S. 106, 107)

Zitat von Dominik R.
Im übrigen gibt es auch einige Theorien dass Jesus selbst homosexuell war. Indizien gibt es: er Zog mit 12 Männern durch die Gegend, mochte den Johannes ganz besonders, es war es im Altertum nichts üblich, vielleicht nicht bei den Juden, aber Israel war zu dem Zeitpunkt teil des römischen Reiches,.....

Elton John wurde ja erst vor kurzem damit in der Presse zitiert.



Das ist wirklich der größte Humbug, den ich je gelesen habe. Es war keineswegs ungewöhnlich, daß ein Wanderprediger einen Kreis (männlicher) Jünger um sich versammelte und mit diesen umherzog. Bei Jesus kam als Besonderheit hinzu, daß er neben seinen männlichen auch weibliche Jünger, unter denen Maria Magdalena die bekannteste, aber keineswegs die einzige ist, hatte. Diese zogen teils ebenfalls mit ihm umher und unterstützten ihn teils an festen Orten wie etwa Maria und Martha von Bethanien mit ihrem Bruder Lazarus. Richtig ist, daß der Jünger Johannes im Johannesevangelium (und nur da) an einigen Stellen als "der Jünger, den Jesus liebte", bezeichnet wird, wobei das Wort "egapa" im griechischen Originaltext von "agape" abgeleitet ist. Mit "agape" aber wird in der griechischen Sprache eine absichtslose Liebe, die ausschließlich auf das Herz der geliebten Person gerichtet ist, bezeichnet, während die geschlechtliche Liebe als "eros" bezeichnet wird. Hier versucht also ein ganz verkehrt gearteter "Künstler", den Herrn und Heiland Jesus Christus vor seinen drekkigen Karren zu spannen, was jeden aufrichtigen Christen auf die Palme bringen muß.

Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.

Barfuß,
Markus U.


Jay Offline




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06.03.2010 08:36
#19 Dringende Berichtigung Zitat · antworten

Hi Markus, hi Dominik,

danke für die Info; tatsächlich muß ich hier dringend eine Fehlerkorrektur anbringen.

Zitat von Markus U.
Bei Andi35 bin ich mir da nicht so sicher. Weißt Du das genau?


Zitat von Dominik R.
Andi35????
Habe nie etwas diesbezügliches gelesen.


Lediglich über eine bei Andi35 bestehende fußfetischistische Komponente (die er jedoch im alten HBF niemals hat 'raushängen lassen, dies sei betont) hielten sich unter einigen HBF-Usern in der forumsexternen Korrespondenz hartnäckig solche Gerüchte.

Ob diese eine Grundlage haben, ist mir ebenfalls nicht konkret bekannt. Pardon, hier hab' ich Homosexualität & fußfetischistische Neigungen verwechselt. Bin halt eben ein Puristen-Barfüßer & möchte die Sache 'astrein' haben. Ist sie das nicht mehr, interessieren mich Begleitaspekte nicht mehr sehr (will heißen, es wird dann in meinem Hirn nur ein "Irgendwas stimmt nicht" gespeichert, die Details des [Irgendwas] gehen verloren).

Selbstverständlich auch in Sachen "Purist" für jede "Du Kälteweichei"-Kritik offen, [Nur Indoor BF]-Wochenendgrüße von Jay, der grad' vom Wohnzimmerfenster auf die weiße Scheiße stiert wie das Kaninchen auf die Schlange, zugegeben...


Jay Offline




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08.03.2010 07:00
#20 Schindluder mit der Begriff Zitat · antworten

Hi Gerold, hi zusammen,

auch wenn aufgrund der gegenwärtigen Jahreszeit & der bei vieler Klientel dieses Forums schlechten Way Of Life-Situation (man kommt allgemein weniger 'herum' & erlebt demzufolge - auch wenn´s selbstverständlich überwiegend oder immer BF sein mag - auch weniger) 'wir' uns gegenwärtig schwer tun, den Hauptbereich des Forums zu füllen, sind in diesen Thread doch noch einige weitere bemerkenswerte Überlegungen mit eingebracht worden, die es wert sind, aufgegriffen & vertieft zu werden.

Viele werden sich dabei ertappen (geht mir selber auch so), daß man mit dem doch sehr fundamentalen & weitreichenden Begriff "Liberal" auch folgendes allgemein assoziiert: Von allem, was diesen Begriff in den Mund nimmt, sollte man eigentlich erwarten, daß diese Personen/Gruppierungen/Institutionen auch BF zumindest nichtnegativ bzw. hemmend gegenüberstehen, zumal - zumindest meiner Auffassung nach - die Begriffe [BF] und [Freiheit] untrennbar miteinander verbunden sind. Worum es mir in diesem Beitrag geht, ist, aufzuzeigen, daß man mit einer etwaigen Überlegung "Als BF müßte man doch bedenkenlos eine Partei wählen können, die sich "Lieberal" auf die Fahne geschrieben hat, ohne erwarten zu müssen, daß man dann im Berufs- & sonstigen Leben für dieses persönliche Faible, unten ohne zu sein, Steine in den Weg gelegt bekommt" - völlig falsch liegt. Zwar glaube auch ich, daß die FDP bereits sehr unmittelbar vor dem Handeln steht...

Zitat von Siegfried Hase
Will die FDP aber nachhaltigen Schaden von sich abwenden, so halte ich es nach wie vor für sinnvoll, daß sie sich baldmöglichst einen neuen oder eine neue Vorsitzende sucht.


...& sich von ihrem schönen Guido trennen wird; bereits 1 einziger größerer in einer offiziellen Amtshandlung [endlich 'mal als Außenminister, wofür er eigentlich bezahlt wird] begangener Fehler würde genügen. Dann ist folgendes klar: In seinem Job nichts, aber auch gar nichts zustande gebracht, sich ständig in andere Ressorts [in diesem Fall Arbeit & Soziales sowie gesellschaftspolitische Grundsatzfragen] problemerschwerend statt problemlösend eingemischt & für den Sturzflug der FDP-Umfragenergebnisse in Nordrhein-Westfalen verantwortlich, vielleicht sogar für´s Rausfliegen aus dem Landtag in 2 Monaten, wenn so weitergemacht wird.
Länger will ich das gar nicht ausbreiten. Erfahrungsgemäß handeln Parteien dann schnell, wenn Spitzenkandidaten größere Wahlen verpatzen & miserable Ergebnisse bringen, die betrefffenden Personen sind dann politische Karriereleichen, an die sich kaum noch 'wer erinnert. Wer hat z. B. in seinem Gedächtnis noch auf die Schnelle griffbereit, daß jemand namens Rudolf Scharping (SPD) 'mal Bundeskanzler hätte werden können/wollen?

Darum geht´s aber eigentlich gar nicht. Wie schon an anderer Stelle richtig geschrieben, braucht auch die FDP eigentlich einen neuen Namen. Philosophisch gesprochen, treibt sie mit dem Begriff [Liberal] Schindluder. Vorschlag für den korrekten Namen: NLPD (Neoliberale Partei Deutschlands). Sie ist ebensowenig liberal wie die Union christlich (Namensvorschlag: "Die Konservativen", genau wie in Großbritannien) oder die SPD sozial [Vorschlag: Die Grünen II (Ausfertigung römisch 2)].

Der große Wahlerfolg der FDP bei der letzten Bundestagswahl im vergangenen Herbst beruhte darauf, daß sich tatsächlich viele von ihr einen Garanten für liberale Werte erhofft haben, dies aufgrund der anhaltenden [Überwavchung total]-Gebärden der Union - nicht auf einer charismatischen [??] "Personality" eines Herrn Westerwelle, wie sich Hr. W. wahrscheinlich einbildet. Am Wahlabend hab' ich mit ein paar Leuten aus diesem Forum telefoniert & sagte: "Diese Idioten, die die gewählt haben! Die erinnern sich überhaupt nicht mehr daran, daß die FDP bei allen Wahlversprechungen, die in die wirkliche Richtung [Liberal] gingen, sofort umgefallen ist, schon beim 1. Großen Lauschangriff 1983 & allen folgenden, auch sämtlichen anderen Sachen dieser Art... Wer FDP wählt, wählt von den entstehenden praktischen politischen Resultaten Union."
Wie Gerold Siegfried hase in einem gestrigen Telefonat bemerkte, ist das ja auch kein Kunststück; die FDP wird von CDU/CSU mit "quantitativem Größenvermerk" einfach plattgemacht...

Die FDP ist heute eine andere Partei, als sie zur Zeit der sozial-liberalen Koalition war, einer Zeit, in der es unserem Land & seiner Bevölkerung so gut ging wie niemals wieder (sehen es die etwas Älteren unter der Forumsbelegschaft anders?). Vorbei sind die Zeiten, in der ein Innenminister Gerhart Baum nicht ganz still nachdachte: Sollten wir vielleicht nicht doch besser den Ursachen nachgehen, weshalb es diesen RAF-Terrorismus gibt, als die Symptome mit immer mehr Polizeistaat & solchen Anstrengungen zu kurieren versuchen...? (unter sofort einsetzendem großen Gejohle von CDU/CSU im Bundestag, allein schon mit dieser Überlegung würde er zeigen, daß er mit "denen" (gemeint war die RAF) "gemeinsame Sache macht" etc. etc.).

Sie vertritt überhaupt nichts anderes mehr als klassischen Neoliberalismus, d. h. alle Macht & quasi alles Geld denjenigen, für die 'Arbeit' & 'Leistung' darin besteht, hinter einem Schreibtisch zu sitzen (selbstverständlich stil- & etikettegerecht, in Anzug, Krawatte, Fußvollverpackung) & meist 'rumtelefonierend das arbeitende Gesinde 'rumzuschubsen, immer mehr Leistung für immer weniger Geld zu verlangen & die Arbeitskraft weltweit (nur das ist Globalisierung) immer billiger einzukaufen.
Gewiß ist das irgendwo auch mit Streß verbunden... & man muß ja auch auf immer mehr aufpassen. Gerne liefern die, die sich von Bundeskanzler Kohl schon in dessen ersten Amtstagen als "Leistungsträger" taufen ließen, als Begründung für die im Vergleich zu 1980 vorhandene Ver31fachung* ihrer Gehälter die "immens gestiegene Verantwortung" mit - hier ist besonders im Bereich Produktion der Umweltschutz ausgesprochen wohlfeil, weil man ja - als 'Verantwortlicher' "ständig mit 1 Bein im Gefängnis steht"**.
Die Verlierer in dem Spiel sind die, die die wirkliche Arbeit machen. Das wird sich besonders hart in einem (zu befürchtenderweise) schwarz-grün regierten Nordrhein-Westfalen zeigen.

Zitat von Siegfried Hase
Morgen ist Dienstag, da gibt das Bundesverfassungsgericht seine Entscheidung wegen der Vorratsdatenspeicherung bekannt. Die EG (!) will ja jetzt auf einmal überprüfen, ob, wie und was denn eigentlich sinvoll ist zu speichern und wieviel Gläsernheit man uns gesetzlich zu verordnen hat. Die Bundesjustizministerin empfand es nicht für nötig, das Gesetz, wie es z. Zt. besteht bei der Hauptverhandlung zu verteidigen. Eine relativ niedrigrangige Vertretung wurde entsandt.


Zitat von Siegfried Hase
Nur ein kleiner Schritt - aber 'freiheitlich' und 'reglementieren/verbieten' sind bei mir [nun] mal Gegensatzpaare.


So ist es, & damit hat sich die FDP selbst widerlegt. (Anmerkung: Die Worthinzufügung in der eckigen Klammer nahm ich vor, da ich vermute, daß das Wort "nun" vergessen wurde.)

Zitat von Siegfried Hase
Mal schauen, ob die Partei FDP klug genug ist, sowas auch mal nach außen zu tragen - Westerwelle kann von mir aus derzeit in Afrika oder einer sonstigen abgelegenen Weltgegend als deutscher Außenminister auch ohne Englischkenntnisse seiner Arbeit nachgehen.


Der kann höchstens noch im afrikanischen Busch Stil- & Etiketteseminare halten, vielleicht noch mit Simultandolmetscher für Suaheli oder Zulu. Er ist als geschniegelte Dressmanhülse ohne jedwede geistigen Inhalte, allenfalls noch mit "Hau 'drauf"-Mentalität, entlarvt. Er konnte nicht 'mal die Alarmsignale (für sich selbst) auswerten, daß bei der öffentlichen Debatte um Hartz IV ihm kaum jemand oder niemand seines Schlages zu Hilfe kam - kein Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt o. dgl.

Einfach 'mal die Rechnung aufmachen: Was kosten Hr. Westerwelle & Kumpane ähnlicher Mentaltät die Allgemeinheit, & was bekommt die Allgemeinheit dafür? Zum Kugeln, wenn man sich den schönen Guido beim erwähnten Seminar im afrikanischen Busch ausmalt & die Buschbevölkerung sagt: Muß irrwitzig heiß & unbequem sein, dieses Jackett & Schuhe - worauf Hr. W. sogar eigenartigerweise erst recht besteht - & das sollen wir uns auch noch selbst mühevollst erarbeiten? Für was denn?

Er ist ein richtiger Dandy (Polit-Dandy wäre schon zuviel gesagt) - naja, die FDP kann ihn immerhin vorzeigen. Was sie sonst noch mit ihm anfangen kann, weiß ich nicht.

Freundliche BF-Grüße von Jay, der allen BFs empfiehlt, niemals FDP in der Ausführung seit 1982, niemals Union & keinesfalls SPD (seit Schröder-Ausführung) zu wählen (Begründungen für die beiden Letzteren auf Wunsch, ich glaub' aber, daß´s genug ist).
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*) Durchschnitt

**) Quelle: Günther Ogger, Nieten in Nadelstreifen - Deutschlands Manager im Zwielicht (sehr empfehlenswerte Lektüre für jeden BF, bestens geeignet, jeden Respekt vor allem, was in Schlips, Jackett, Sakko & adäquater Vollfettbeschuhung 'rumläuft, bleibend zu zerstören). Der anvisierte 2. Teil konnte nicht released werden - die Morddrohungen gegen den Verfassser waren zu heftig.


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