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 Barfuß und Leben
Michael aus Zofingen Offline



Beiträge: 601
Punkte: 248

20.04.2010 20:03
Ostermontag in vollen Zügen genossen Zitat · antworten

Ostern ist ja schon einige Zeit vorbei, aber ich möchte trotzdem noch davon berichten. Am Ostermontag war ich wieder einmal mit einer Tageskarte unterwegs, mit der ich den ganzen Tag die öffentlichen Verkehrsmittel in der Schweiz benutzen durfte.
Ich radelte zum Bahnhof, barfuß, in kurzen Hosen, aber noch mit Jacke, da es noch recht frisch war. Letztere verschwand aber im Rucksack für den Rest des Tages, als ich im Zug Platz genommen hatte. Um 6.14 Uhr verließ der Zug die Wiggermetropole in Richtung Basel. Dort wartete der ICN, der mich bis Moutier bringen würde. Hier hatte ich 26 Minuten Aufenthalt. Und kälter als in Basel schien es auch zu sein. Ich spürte den kalten Boden unter den Fußsohlen, während meine Beine nicht kalt waren. Beinahe hätte ich wieder die Jacke aus dem Rucksack gekramt.

Auch die Juralandschaft hat ihre Reize, wenn man dort mit der Bahn fährt. Es beginnt eigentlich schon kurz hinter Basel. Noch schöner wurde es, als ich in Tavannes die Schmalspurbahn bestieg, die mich bis Le Noirmont brachte. Während der Fahrt setzte Schneefall ein, so daß ich im Schnee umsteigen mußte. Es gab übrigens keine merkwürdigen Blicke wegen meiner nicht allzu winterlichen Aufmachung, wohl aber beim nächsten Umsteigen im La Chaux-de-Fond. Auch hier lag noch Schnee. Kein Schnee lag in Neuenburg und in Lausanne, wo ich wieder umsteigen mußte, es war hier sonnig und einiges wärmer.

Auf der weiteren Fahrt durch das Tal des Rottens entdeckte ich einige Radfahrer in kurzen Hosen, aber keine Barfüßer. Beim Umsteigen in Brig war es angenehm warm, aber recht windig. Viele Leute trugen beim Warten auf dem Bahnsteig noch Winterjacken, Mützen oder Handschuhe. Weiter fuhr ich durch den Simplontunnel nach Domodossola. Hier war es deutlich wärmer als in Brig.

Wieder einmal benutzte ich die Schmalspurbahn nach Locarno. Diese Bahn fuhr teilweise durch Gegenden, in denen noch Schnee lag. Wo Schnee lag, waren die Leute, speziell Kinder, recht winterlich gekleidet. In Ponte Brolla lag kein Schnee mehr, entsprechend war die Kleidung weniger winterlich. In einem Restaurant auf der Sonnenterrasse saß eine Frau im leichten Sommerkleid, die Sandalen hatte sie ausgezogen, die erste „unechte“ Barfüßerin an „ungewöhnlichen“ Orten in diesem Jahr.

Als ich in Locarno diesen „U-Bahnzug“ verließ, um zur S-Bahn zu gehen, gingen auch eine Gruppe Jugendlicher über den Bahnsteig. Ca. 5 davon trugen kurze Hosen, einer davon war auch noch barfuß.

In der S-Bahn waren auch einige ältere Männer in kurzen Hosen, jedoch durchweg fett bewanderschuht. Ich fuhr nach Lugano, um von dort (erstmalig) mit der Schmalspurbahn nach Ponte Tresa zu fahren. Hier schritt ich durch den reizvollen Ort und ging sogar über die Grenze nach Italien (und kein Zöllner nahm an meiner Kleidung Anstoß, toll was!). Auf italienischem Gebiet kicherten ein paar junge Damen in hochhackigen Schuhen. Ich kann zwar kein italienisch, aber eine der Damen schien nach einer Zigarette zu fragen (hatte ich natürlich nicht).

Zurück auf Schweizer Gebiet wurde ich angesprochen auf meine sommerliche Aufmachung, ob ich es immer machte. Erst versuchte sie es auf Italienisch, dann wechselte sie auf ein recht gutes Deutsch. Das was ich sagte, übersetzte sie an ihre Angehörigen auf Italienisch. Sie sah das ganze positiv. Als ich noch am Bahnhof ein paar Fotos machte, sagte ein Knabe auf schweizerdeutsch zu seinen Eltern; „Ohne Schuhe!“

Um 18,25 Uhr verließ mein Offtopic-Fahrzeug Ponte Tresa und ich fuhr (mit Umsteigen in Lugano und Luzern) zurück nach Zofingen, wo ich um 22.31 Uhr ankam. Ich hatte keine Lust, noch eine Jacke überzuziehen, als radelte ich ohne.

Ein schöner Ostermontag ging zu Ende, und das bei enormen Unterschieden im Wetter. Ich war barfuß und kurzhosig, was will ich mehr! So! Jetzt kann ich die Fahrplanausdrucke endlich dem Altpapier übergeben (ohne die hätte ich die Abfahrten nicht mehr gewußt).

Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


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