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Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

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Dieses Thema hat 17 Antworten
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Dominik R. Offline

Admin


Beiträge: 1.390
Punkte: 708

17.06.2010 20:59
Habt ihr euch schon als "Parkschützer" eingetragen? Zitat · antworten

Es gibt hier (wie ich auch auf BF-Treffen feststellte) auch Gegener von Stuttgart 21.
Wenn ihr etwas dagegen tun wollt, schaut doch einfach mal die folgende Seite an:
http://www.parkschuetzer.de

So, ich gehe (natürlich bf) noch zu einer Veranstaltung (in der Manufaktur) gegen diesesn Wahnsinn.


LG,
Dominik


Jay Offline




Beiträge: 702
Punkte: 695

18.06.2010 13:53
#2 RE: Habt ihr euch schon als "Parkschützer" eingetragen? Zitat · antworten

Hi Dominik,

ich bin natürlich nur wenig informiert & wohne relativ weit entfernt - aber was soll denn da anstelle des natürlich gewachsenen Parks entstehen? Ein neues Kombi-Büro- & Schickimickidienstleister-Areal mit angehängtem Bahnhof? Tor mit Schranke, Wärter & Schild "FOR BIZ VISITORS ONLY" ...? Gibt´s in Amerika schon genug. Du darfst eine bestimmte Fläche in der Größenordnung von immerhin ein paar qkm² auf diesem Planeten nur in Schlips, Nadelstreifen & selbstverständlich nicht BF betreten.

Schreib' vielleicht auch für andere, wie man dagegen helfen kann. Der Bevölkerungswille auf´s Gröblichste mißachtet zugunsten von Grundstücks- & Immobilienspekulanten.

Mit angenehmen mit dem Stuttgarter Hauptbahnhof verbundenen BF-Treff-Erinnerungen & ebensolchen Grüßen, Jay


Dominik R. Offline

Admin


Beiträge: 1.390
Punkte: 708

15.08.2010 21:23
#3 RE: Habt ihr euch schon als "Parkschützer" eingetragen? Zitat · antworten

Hallo Jay und ihr alle:

Ich setzte jetzt einfach mal alle relevanten links über dieses Schwachsinnsprojekt hier rein:

http://www.bei-abriss-aufstand.de/

http://www.hauptbahnhof-stuttgart.eu/index.html

http://stuttgart-21-kartell.org/

http://www.unsere-stadt.org/

http://kopfbahnhof-21.de/

http://de.wikipedia.org/wiki/Stuttgart_Hauptbahnhof

http://de.wikipedia.org/wiki/Stuttgart_21

http://de.wikipedia.org/wiki/Kopfbahnhof_21

Kurz zusammengefasst:
Das Projekt Stuttgart 21 ist zu teuer, beinhaltet einen weniger leistungsfähigen Bahnhof, zerstört Kultur (Architektur des alten Stuttgarter Bahnhofs), Kultureinrichtungen die infolge des Wahnsinnsprojekts weichen müßen (Röhre, Wagons am Nordbahnhof,...), Zertört den Park, gefährdet das Cannstatter Mineralwasser und wird gegen die Mehrheit der Bevölkerung undemokratisch durchgesetzt.

Links und Beiträge dürfen gern in das andre Forum oder sonstwohin kopiert werden. (Ich habe dazu gerade keine Zeit).
Ganz egal aus welcher Motivation, ob als Ökologen, Architekturfans oder Eisenbahnfans. (Von letzters soll es in beiden Foren ja viele haben......).

Ontopic: Lisa und ich sind stets barfuß bei den vielfältigen Protestformen.

Viele Grüße,
Dominik


Jörg (FFB) Offline




Beiträge: 212
Punkte: 209

15.08.2010 22:03
#4 Stuttgart 21 Zitat · antworten

Hallo,

man muß kein Sympathisant der Linkspartei sein, um diesen Blödsinn (Stuttgart 21) abzulehnen. Es reicht, Steuerzahler zu sein. Aber vielleicht setzt sich im "Ländle" letztendlich doch die Vernunft durch wie hier in Bayern, als der Kurzstrecken-Transrapid zum Flughafen noch rechtzeitig gekippt wurde. Nun wissen wir Bayern auch warum: Die Regierung brauchte das Geld, um einem österreichischen Halbnazi eine marode Bank abzukaufen...

Viel Erfolg,
Jörg

__________________________________________________


AllgaeuYeti Offline




Beiträge: 185
Punkte: 175

15.08.2010 23:43
#5 Mein Gefühl pro "Stuttgart 21" Zitat · antworten

Zitat von Jörg (FFB)
...
Hallo,

man muß kein Sympathisant der Linkspartei sein, um diesen Blödsinn (Stuttgart 21) abzulehnen. Es reicht, Steuerzahler zu sein.
...


Hallo Leute,

ich kenne mich in aktuellen Bahn-Kursbüchern nicht so aus wie unsere Eisenbahn-Fans. Aber vor zig Jahren habe ich mal im Kursbuch einen Fernzug entdeckt der durch München fährt, von Nord-West Richtung Süd-Ost, ich weiß nicht ob das ein IC, EC oder ICE war. Jedenfalls hielt dieser Fernzug im Westen Münchens im Bahnhof München-Pasing und dann wieder im Osten der Stadt in München Ost, umfuhr die Gleis-Südumgehung Münchens ohne vorher ins Zentrum Münchens, also in München HBF ein zu fahren. München HBF hat nämlich das Problem ein Kopfbahnhof zu sein, äusserst ungünstig für schnelles Durchfahren. Selbst bei 2 Triebköpfen oder einen Zug-Schluss mit Steuerwagen muss zumindest der Lokführer umsteigen.

Vor Jahrzehnten hatte man auch den damaligen Kopfbahnhof in Kempten (Allgäu) aufgelöst und durch einen Durchgangsbahnhof ersetzt, was die Reisezeit von München über das Oberallgäu Richtung Bodensee und Schweiz durch schnellere Durchfahrt in Kempten deutlich beschleunigt hat.

Verkehrs-philosophische Grüße,

Euer Karl Heinz Haidlas


Manfred (Ten) ( gelöscht )
Beiträge:

16.08.2010 00:10
#6 RE: Stuttgart 21 Zitat · antworten

Zitat von Jörg (FFB)
wie hier in Bayern, als der Kurzstrecken-Transrapid zum Flughafen noch rechtzeitig gekippt wurde.Jörg


Hat der sich nicht selbst "gekippt" ? (wenn auch mit fatalen Folgen für einige Insassen...)


Markus U. Offline

Admin


Beiträge: 1.905
Punkte: 794

16.08.2010 09:09
#7 RE: Mein Gefühl pro "Stuttgart 21" Zitat · antworten

Hi Karl Heinz,

als ich noch in München studierte, bin ich zweimal von Stuttgart aus mit einem solchen Zuge gefahren - es war ein Nachtzug, der von Paris nach Wien fuhr. Das erste Mal war ich übrigens ganz ahnungslos gewesen und bekam einen Schrekken, als der Zug nach dem Halt in Pasing nicht in den Hauptbahnhof fuhr, zumal damals die "Stammstrekke" der S- Bahn vom Ostbahnhof zum Hauptbahnhof wegen Bauarbeiten nachts nicht bedient wurde, und auch die U- Bahn pflegt am Sonntagmorgen um 4.00 Uhr nicht zu fahren (es war übrigens Ende November; ich war barfuß und hatte auch keine Schuhe dabei). Zum Glück stand jedoch ein Bus zur Abfahrt in Richtung Hauptbahnhof bereit, der auch ziemlich bald losfuhr. Dennoch hatte ziemlich lange für die Heimfahrt gebraucht, da ich mich gewissermaßen spiralförmig vom Hauptbahnhof via Feldmoching und Scheidplatz zum Olympiazentrum begeben mußte; das letzte Stück nach Hause bin ich gelaufen, weil der Bus zur Irisstraße so früh am Morgen noch nicht fuhr.

Der Münchener Kopfbahnhof stört übrigens fast niemanden, weil die meisten der dort verkehrenden Züge in München Hbf eingesetzt werden oder enden; nur wenige "durchgehende" Züge wechseln die Fahrtrichtung, während der Anteil der "durchgehenden" Züge mit Fahrtrichtungswechsel in Stuttgart wesentlich größer ist. Andererseits sollte man respektieren, daß der Stuttgarter Hauptbahnhof im 19. Jahrhundert als Kopfbahnhof angelegt wurde und sich so rund anderthalb Jahrhunderte lang ins Stadtbild eingefügt hat; "Stuttgart 21" empfinde ich als unnötigen und kostspieligen Gewaltakt von zweifelhaftem Nutzen, zumal Kritiker befürchten, daß der geplante unterirdische Bahnhof weniger leistungsfähig sein werde als der bisherige. Auch Frankfurt am Main hat seit eh und je einen Kopfbahnhof mit einem hohen Anteil "durchgehender" Züge, ohne daß das jemanden besonders störte.

In einer kleineren Stadt wie Kempten kann es freilich sinnvoll sein, einen Kopfbahnhof durch einen Durchgangsbahnhof zu ersetzen; vermutlich hat man die Strekkenführung der Bahn geändert und den neuen Bahnhof an anderer Stelle gebaut. In Kassel hat man den früheren Vorortbahnhof Wilhelmshöhe zum wichtigsten Bahnhof ausgebaut, im alten Hauptbahnhof, der ebenfalls ein Kopfbahnhof ist, verkehren nur noch ein paar Züge von untergeordneter Bedeutung.

Barfüßige Sommergrüße,
Markus U.


Jörg (FFB) Offline




Beiträge: 212
Punkte: 209

16.08.2010 23:47
#8 RE: Stuttgart 21 Zitat · antworten

Zitat von Manfred (Ten)

Zitat von Jörg (FFB)
wie hier in Bayern, als der Kurzstrecken-Transrapid zum Flughafen noch rechtzeitig gekippt wurde.Jörg

Hat der sich nicht selbst "gekippt" ? (wenn auch mit fatalen Folgen für einige Insassen...)


Naja, es hat "geholfen" das Bild in der Öffentlichkeit noch schlechter aussehen zu lassen. Aber es war sicher nicht der Hauptgrund, sonst dürften auch normale Züge nicht mehr fahren, von Flugzeugen und Autos mal ganz zu schweigen.

Unsere staatstragende Regierungspartei hat es ja immer gut geschafft, durch (mit Steuergeldern bezahlten) Umfragen auf dem akutellen Stand der Volksmeinung zu sein ("Hoheit über die Stammtische") und hat es damit geschafft, echte Demokratie auch ohne Verlust der eigenen Macht zu ermöglichen . Nur beim Rauchverbot ging's schief...

Serfuß,
Jörg

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Jörg (FFB) Offline




Beiträge: 212
Punkte: 209

16.08.2010 23:54
#9 RE: Mein Gefühl pro "Stuttgart 21" Zitat · antworten

Bahn- und verkehrstechnisch mag Stuttgart 21 vielleicht sogar sinnvoll sein, aber wenn es nicht finanzierbar ist? Wäre die Bahn ein "echtes" privates Unternehmen und keins, bei dem der Steuerzahler im Notfall einspringt, würden die sich das 3x überlegen. Siehe Transrapidstrecke Berlin-Hamburg, die war bahn- und verkehrstechnisch auch sinnvoll (das sage ich ohne Ironie) aber die Privatwirtschaft hat sich dafür gehütet, hier zu investieren, weil die immensen Kosten nie reingekommen wären...

Der Mutige gewinnt (vielleicht), aber nicht der (Größen-) Wahnsinnige...

Serfuß,
Jörg

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Leo Offline



Beiträge: 692
Punkte: 484

17.08.2010 22:15
#10 Zureich bei Stuttgart21 Zitat · antworten

Hallo,

Bayern hat da aber auch ein Projekt:

http://de.wikipedia.org/wiki/S-Bahn_M%C3...te_Stammstrecke

OK, die Größenordnung ist etwas kleiner….

Der Ausbau der Strecke, wo Nordring (am anderen Ende, nicht bei Olching!) und S8 zweigleisig parallel verkehren ist die EINZIGE notwendige Maßnahme für eine Express-S-Bahn. Das wird nun aber als Kombilösung mit dem 2. Tunnel verkauft, damit die Express-S-Bahn zum Flughafen kommt. Ähnlichkeiten mit Stuttgart21 und “dadurch schneller in Ulm” sind nicht rein zufällig…

Dann später München 22?

Gemäß dem Erfolgsrezept Kassel-Wilhelmshöhe hätte man in dem Gleisdreieck Hirschgarten - Hbf - Heimeranplatz einen neuen Fernbahnhof für München bauen können und in den Hbf nur in München endende Züge fahren lassen können. Jetzt sind alle Grundstücke weitgehend zugebaut…

Das Modell Kassel-Wilhelmshöhe hätte man auch in Stuttgart realisieren können. Namlich da in Cannstatt, wo R11 die S2 und S3 kreuzt. Warum wohl alle Reklame-Pläne für Stuttgart21 in Richtung Norden stets vor Kornwestheim enden?

http://www.vvs.de/download/71.pdf

Auf der R11-Strecke fährt wohl auch der ICE-Sprinter durch - und vor ca. 20 Jahren schon einige ICs….. (Da war die Strecke auch nicht so vergammelt und erlaubte höhere Fahrzeiten).


Auch in diesem Fall lohnt ein Blick in die Schweiz nach Zürich: Zuerst wurden im Rahmen von Bahn2000 Engpässe auf den Zulaufstrecken beseitigt (aber leider sieht man den See bei Fahrt in Richtung Luzern oder Chur jetzt erst ab Thalwil). Jetzt wird zwar auch ein Tunnel gebaut - aber mit Augenmaß zusätzlich zu dem ansonsten weitgehend unveränderten HB):

www.durchmesserlinie.ch

Im Gegensatz zu so manchem plakatierten Vorurteil

http://www.google.de/images?q=Zureich&oe...ved=0CDcQsAQwAw

ist Zürich eben doch nicht zu reich - Stuttgart, Baden-Württemberg, DB… aber anscheinend schon… Aber für die Elektrifizierung von München-Lindau ist man dann auf Almosen der Schweiz angewiesen - blamabel!

http://www.bahnmarkt.eu/projekte_schiene..._details36.html

Den Transrapid hätte ich nicht auf der Strecke (Aarhus/Kopenhagen)-Hamburg-Berlin-(Prag-Wien) gebaut (Umsteigen in Hamburg und Berlin erforderlich statt heute durchgehender Züge von Dänemark bis Berlin und von Hamburg bis Wien), sondern auf der heute immer noch unfertigen Berg- und Tal-Bahn München-Nürnberg-Erfurt-Halle-Berlin. Da hätte er seine bessere Steigungsfähigkeit ausspielen können. Die ICE-Neubaustrecke hätte ich dafür dann nicht durch den porösen Karst, sondern auf der Strecke Augsburg- Stuttgart / Nürnberg gebaut.

Gruß

Leo


Jörg (FFB) Offline




Beiträge: 212
Punkte: 209

18.08.2010 00:36
#11 RE: Zureich bei Stuttgart21 Zitat · antworten

Na, da ist ja ein Bahnplaner an Dir verloren gegangen!

Ich muß zugeben, daß ich mich mit vielen Details nicht (im Falle der Münchner S-Bahn: nicht mehr) beschäftigt habe, aber es ist auch für Nicht-Ingenieure offensichtlich, daß der Transrapid auf Langstrecken seine Stärken ausspielt. Und wie Du richtig anmerkst vor allem auf hügeligen Mittelgebirgsstrecken, weil man sich da durch die bessere Steigungsfähigeit teure Tunnel und Brücken spart bzw. deren Kosten kleiner halten kann. Fahren eigentlich auf der Strecke Würzburg - Hannover nachts Güterzüge, wie ursprünglich mal geplant war (geringe Steigungen)? Auf jeden Fall scheint es für nicht steuerfinanzierte Unternehmen (Thyssen, SIEMENS) nicht wirtschaftlich gewesen zu sein, diese Transrapidstrecken zu bauen. Der in Shanghai soll auch defizitär sein und vom Weiterbau ins chinesische Hinterland hat man schon lange nichts mehr gehört. Tolle Technik, aber leider zu speziell, nicht kompatibel mit bestehenden Systemen und zu teuer - zumindest das deutsche Original, mal schauen, was die Chinesen noch draus machen, wahrscheinlich einen Exportschlager. Die Chinesen, die sich dort jetzt im Bergbau für einen Hungerlohn in Lebensgefahr bringen, sind bestimmt froh, wenn sie für den gleichen Hungerlohn über Tage und damit weniger lebensbedrohlich Magnetbahnstrecken bauen dürfen...

Zur Münchner S-Bahn: Habe immer die Südstrecke favorisiert, zumindest als ich noch im Glockenbachviertel gearbeitet habe... Außerdem sind die Schienen schon größtenteils verlegt, aber wie gesagt, nicht mehr mein Thema als Bahnfahrer (nur noch als Steuerzahler).

Serfuß an's andere Ende der S3,
Jörg

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Siegfried Hase Offline




Beiträge: 454
Punkte: 413

18.08.2010 15:40
#12 Stuttgart21 und die Naubaustrecke nach Ulm Zitat · antworten

Was ich an Stuttgart 21 und der Neubaustrecke gut finde:
- daß ich auf der Rennstrecke schneller in München bin.
- daß ich mich beim kopfmachen nicht mehr umsetzen muß, um vorwärts zu fahren

Was mich nicht so sehr ärgert:
- daß die Stuttgarter ihren denkmalgeschützten Bahnhof verlieren. Schade, aber von mir aus na ja denn..
- daß die Stuttgarter eine weitere Nobelcity nkriegen - hier überwiegt die Schadenfreude als Badener

Was mich mehr ärgert:
- daß die Bahn überhaupt für sowas Zuschüsse bekommt! Soll die als Unternehmen wirtschaften und gucken, was sie sich leisten kann oder will - nicht aus Stuergeldern!
- daß ich den neuen Stuttgarter Bahnhof für ein Nadelöhr halte, weil er zu wenig Gleise hat und daher wird's Verspätungen geben - ich bin dann auch nicht wirklich viel schneller in München.
- daß die Neubaustrecke eine Fehlplanung ist. Nur für den Personen(fernzug)verkehr geeignet, nicht für Güterzüge - schon fast katastrophal!

Was mich wahnsinnig ärgert - und deshalb komme ich bestimmt mal zum demonstrieren und es könnte den Platz meines Kreuzes bei der nächsten Baden-Wttbg.-Wahl durchaus beeinflussen:
- daß es sich um ein wttbg'sches, schwäbisch-egoistisches Prestigeprojekt handelt, von schwäbischen Fürsten (ähm Ministerpräsidenten) ob Teufel oder Mappus durchgeboxt!
- daß man leichter, billiger, umweltschonender einen Stuttgarter Durchgangsbahnhof (z. B. Feuerbach) leicht zum Hbf ausbauen könnte, vgl. Jena Paradies!
- daß wegen Sttgt21 und NBS andere Fernverkehrsprojekte in Baden-Wttbg. deutlich leiden - VOR ALLEM NATÜRLICH IN bADEN, z. B. A 98 von Dreieck Weil/Rhein nach Lindau, 2.Dögginger Brücke.
- DAß ICH ALS BADENER DENEN AUCH NOCH ZAHLEN HELFEN SOLL UND ES MIR DESHALB NOCH SCHLECHTER GEHT UND ICH BIN NICHT MAL GEFRAGT WORDEN WEGEN M E I N E M GELD!!!!

Traurige Grüße

Gerold

Hoffentlich sind die Stuttgarter auch so zäh mit ihren Demos wie dereinst die Leipziger bei der so hochgelobten Wende!

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Markus U. Offline

Admin


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18.08.2010 15:51
#13 Kein Transrapid! Zitat · antworten

Hi Leo, hi Jörg (FFB),

ich bin ganz froh darum, daß es mit dem Transrapid vorerst nix geworden ist (und hoffentlich auch nix mehr wird), weil mir die Eisenbahn als spurgebundenes Verkehrsmittel vollauf genügt. Ein neumodisches Verkehrsmittel auf häßlichen Betonstelzen? Nein danke!

Aufgrund des zügig fortschreitenden Ausbaues der Strekke München - Augsburg wird sich die Reisezeit von München nach Augsburg (und somit auch nach Ulm und Stuttgart) ohnehin verkürzen. Seit Leo mich auf den Preisunterschied von mehr als 10,- € zwischen der Hochgeschwindigkeits- ICE- Strekke durch den Westerwald und der landschaftlich viel schöneren IC- Strekke entlang des Rheines aufmerksam gemacht hat, reise ich nur noch auf der letzteren. Das dauert zwar länger, aber wer reisen will, muß sich auch die Zeit dazu nehmen. Die Westerwaldstrekke werde ich nur noch nutzen, wenn das die einzige Möglichkeit darstellt, auf zumutbare Weise weit entfernte Gerichtstermine wahrzunehmen.

Barfüßige Sommergrüße,
Markus U.


Siegfried Hase Offline




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18.08.2010 16:03
#14 Transrapid! Zitat · antworten

Sinnvoll ist die Magnetschwebebahntechnik in größerem Maßstab m. E. NUR im Interkontinentalverkehr einzusetzen.
Und zwar dann, wenn man dafür den Flugzeugverkehr einspart, der unser Klima sehr erheblich belastet. Von den Menschen in Flughafennähe mal ganz abgesehen (schönen Gruß Charles!).

Transrapid von Westfrankreich oder Westirland (dann noch ein Tunnel GD-IRL) in die USA, Raum New York. Die am meisten beflogene Fernverkehrsflugstrecke der Welt.
Hat man das mal technisch im Griff, dann können Güter und Personen schnell, billig, umweltfreundlich und bequem über den Nordatlantik rauschen. Keine Flugzeuge mehr, keine trägen Schiffe, die ihre Abwässer auch niur in's Meer ablassen.

Vision? Ja sicher!
- Wer hätte vor 200 Jahren an ein Eisenbahnnetz in Europa im heutigen Ausmaß gedacht!
- Wer hätte vor 100 Jahren an ein Straßennetz in Europa im heutigen Ausmaß gedacht!
- Wer hätte vor 80 Jahren an einen Weltluftverkehr im heutigen Ausmaß gedacht!

=> Die Transrapidtechnik ist grundsätzlich schon was Feines. Man muß nur was richtiges daraus machen.
Leider dauert das erheblich länger als eine Legislaturperiode.

Wie lange wurde jetzt wieder am Petersdom gebaut, oder an dem in Jölle, oder in Ulm, oder an den Pyramiden?

Gerold

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Markus U. Offline

Admin


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18.08.2010 16:23
#15 RE: Transrapid! Zitat · antworten

Hi Gerold,

kein Mensch braucht den Transrapid, weil man mit Kraftfahrzeugen, Eisenbahnen, Schiffen oder Flugzeugen (oder einer Kombination dieser Verkehrsmittel) an (nahezu) jeden Ort der Welt reisen kann, wobei Flugzeuge die Reisezeit für Interkontinentalreisen auf ein zumutbares Maß reduzieren. Ich selbst bevorzuge für Reisen im Inland sowie ins benachbarte Ausland die Bahn; Flugreisen nehme ich wegen der von mir abgelehnten übertriebenen Kontrollen auf den Flughäfen nur auf mich, wenn Bahnreisen nicht möglich sind oder zu lange dauern. Die kürzeste Flugreise meines Lebens war ein Flug von Düsseldorf nach London (und zurück) im Jahre 1993; damals beschränkten sich die Kontrollen am Flughafen noch auf ein erträgliches Maß.

In meiner Heimat wird das Wort "Flughafen" übrigens vielfach als "Fluchhafen" ausgesprochen. Angesichts der übertrieben und unsinnigen Kontrollen empfinde ich das mittlerweile wirklich so.

Barfüßige Sommergrüße,
Markus U.

Barfüßige


Siegfried Hase Offline




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18.08.2010 17:08
#16 RE: Transrapid! Zitat · antworten

Salut Markus!

Nun, es ging und geht mir nicht primär um die Kontrollen - die lehne ich auch ab!

Mit dem Transrapid wäre man von Europa nach USA rechnerisch umgefähr gleich lang unterwegs wie mit dem Flugzeug.
ABER: Das Flugzeug belastet die Umwelt sehr stark!!! (Auch der moderne A 380). Man könnte pro Jahr alleine auf der Strecke West- und Mitteleuropa - US-Ostküste/Ostkanada viele Millionen Liter Kerosin effektiv einsparen! Und: würde man einen solchen Trans-Atlantik-Transrapid mit Energie aus Windrädern entlang der Strecke speisen wäre das sehr umweltfreundlich. Ich weiß, technisch ist das eine Herausforderung! Eine RICHTIGE Herausforderung. Doch das waren die Pyramiden seinerzeit auch - und der Bau des Petersdoms oder des Köner Doms!
Bevor man sowas als Spinnerei abtut, sollte man so etwas mal untersuchen!

Gerold

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Jörg (FFB) Offline




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18.08.2010 22:18
#17 RE: Transrapid! Zitat · antworten

Hallo zusammen,

den Transrapid unter oder gar auf dem Atlantik nach Amerika fahren zu lassen, halte ich dann doch für eine seeehr gewagte Vision... Aber, lieber Hase, Du bist ja für gewagte Visionen bekannt, ich erinnere mich noch gerne an unsere lebhafte Diskussion in einer Gaststätte in Lohmen...

Heute könnte er seine Stärken eher auf mittleren Strecken ausspielen, als Konkurrenz zum Flugzeug, ganz richtig. München - Paris in 2h schaffte ein Transrapid auch - und zwar rein in die Herzen der Städte (oder doch zumindest dicht dran). Da in Europa aber der Schienenverkehr zwischen vielen Metropolen schon sehr gut ausgebaut ist und vor allem schon viele (teure) Hochgeschwindigkeitsstrecken gebaut wurden, ist er als weitere Alternative nun wirklich nicht mehr sinnvoll. Anders ist das in großen Flächenländern, die bisher für große Strecken ausdrücklich auf Flugzeuge angewiesen sind, wie z.B. China, Russland oder die USA. Da existieren bisher nur Bahnstrecken für Nostalgiker...

Prinzipiell muß aber auch die Frage erlaubt sein, wieviel (teure) Mobilität sich die Menschheit überhaupt noch (ökologisch wie ökonomisch) leisten kann und will, zumal die modernen Kommunikationstechniken ja auch so langsam unsere Arbeitswelt umkrempeln. Aber das ist jetzt schon wieder ein ganz neues Thema...

Serfuß,
Jörg

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Dominik R. Offline

Admin


Beiträge: 1.390
Punkte: 708

21.09.2010 23:02
#18 Anti-Stuttgart21-Shirts Zitat · antworten


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