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Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

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Dieses Thema hat 17 Antworten
und wurde 672 mal aufgerufen
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 Barfuß und Leben
Descalzar Offline




Beiträge: 31
Punkte: 30

14.10.2010 12:51
Barfuß im Flieger und auf See Zitat · antworten

Hi,
im August buchte ich mit meiner Freundin und zwei Kollegen einen Segeltörn auf einem alten Handelsschiff von Amsterdam nach Bremerhaven.Das einzige Schuhwerk, daß ich bei reiseantritt im Rucksack mitführte, waren ein Paar Trecking-Boots. Natürlich fuhr ich barfuß zum Flughafen und traf dort auf meine Kollegen. Sie grinsten sich einen, als sie mich barfuß sahen und der eine Kollege bemerkte nur mit einem Blick auf meine Füße "schöner Ring". Ich chckte ein und vor Abflug genehmigtebn wir uns noch ein kühles Beck's aus dem Automaten. Dann ging auch schon der Flug los. Ich hatte keine Probleme beim Betreten des KLMFliegers und auch nicht bei der Zollkontrolle in Amsterdam. Auch das Einchecken im 4-Sterne-Hotel in der Amsterdamer Altstadt verlief problemlos, obwohl ein Kollege anmerkte, daß man mich wohl barfuß nicht für Kreditwürdig halten würde.Abends besuchten wir dann noch die Sail in Amsterdam und genehmigten uns ne Batterie Heinicken :).
Am nächsten Morgen, dem tag des Auslaufens, bestellten wir uns ein Taxi, das uns zum Schiff bringen sollte. es regnete Sintflutartig und sämtliche Straßen Amsterdams standen unter Wasser. Leider hatten wir einen Taxifahrer erwischt, der vollkommen ortsunkundig zu sein schien. Er fuhr herum und versuichte im ströemnden regen den Anlegeplatz des Schiffes zu finden. Irgendwann gab er auf und sagte, daß wir aussteigen und unser Glück zu Fuß versuchen sollten. Alle waren entsetzt...es regnetejunge Hunde und er wollte uns aussetzen. Zähneknirschend gaben wir nach...Doch schon beim öffnen der Heckklappe passierte das erste Unglück. Meinen Seesack sah ich in zeitlupe aus dem Taxi rollen und ins ca. 5 cm tiefe Wasser fallen. Da so ein BW-Rucksack nicht wasserdicht ist, nahm ich hin, daß zumindest schon meine Klamotten vor dem betreten des Schiffes pitschenaß sein würde. Doch den anderen erging es nicht besser. Auch ihre Rucksäcke und die Klamotten, die sie am Leibe trugen waren in minutenschnelle vollkommen naß. Fluchend nahmen wir die ca. 3 km bis zum Schiff zu Fuß in Angriff. Meine Freudin stanhd kurz vor nem Nervenzusammenbruch, da unsere Rucksäcke immer schwerer wurden und die Dockers, die sie trug, vollkommen durchnäßt waren. Hechelnd keuchend und schwitzend erreichten wir im letzten Moment noch unser Schiff. Zum Glück bekamen wir auf dem Kanonendeck, frische und trockene Arbeitskleidung und auch ein Piratenoutfit. Beim Einkleiden sprach mich ein völlig mir unbekannter Mann an, ob ich nicht der Barfußmann von den Mittelaltermärkten sei. Ich war erstaunt, daß man mich selbst in Amsterdam erkannte...
Die Fahrt durch die Nordsee wurde dann zur größten Bewährungsprobe, di dieses Schiff je bestehen mußte. Etliche Schiffe verweigerten das Ausschleusen in die Nordsee. Doch unser Kapitän entschied sich zur Weiterfahrt. In der ersten Nacht verloren wir durch einen lauten Knall unsr Sturmsegel und in der zweiten Nacht hätten wir im Sturm fast den Großmast verloren. Es herrschten Windstärken bis 10 und man konnte sich nur noch schreiend verständigen. Überall lagen kotzende Menschen herum, denen wir zur Seite stehen mußten, indem wir Eimer mit Seewasser über sie ausschütteten, damit daß Erbrochene von ihrem Ölzeug gespült wurde. Doch schließlich erreichten wir doch noch wohlbehalten Bremerhaven. Im Dienst trug ich auf See bei hartet Arbeit natürlich meine Trekkingschuhe, weil es sehr gefährlich an Deck war und man permanent stolperte bzw. beim Ziehen an den Tampen sich ggenseitig auf die Füße trat. In meiner Freizeit war ich barfuß und irgendwann sprach mich wieder eine Frau an, ob ich nicht der Barfußmann vom Mittelaltermarkt si. der Hammer, wie der Bekanntheitsgrad durch die Barfüßigkeit steigt :)
Alles in allem kann ich jedem empfehlen, mal eine Tour auf diesem schönen Schiff mitzumachen http://www.soic.se/ .
Für mich war es das Erlebnis und Abenteuer meines Lebens....für meine Freundin nicht, wilo sie Angst um ihr Leben hatte. Zu recht. Wir sind nur haarscharf einer Havarie entgangen...aber spannend wars :)

Gruß und Fuß,

Descalzar


Jay Offline




Beiträge: 702
Punkte: 695

15.10.2010 06:29
#2 RE: Barfuß im Flieger und auf See Zitat · antworten

Hi Des,

da hast du offenbar den Platz 2 aller nur möglichen Horrorstories auf hoher See erwischt, als noch extremer werden nur Segeltörns um das berühmt-berüchtigte Kap Hoorn beschrieben. Hast du eigentlich vor Antritt der Sache gewußt, daß das so kommen könnte wie berichtet - also mit Full Risk, in seinen Lebenserinnerungen auch 'mal eine Episode als Schiffbrüchiger unterzubringen? Wie lang hat der ganze Trip eigentlich insgesamt gedauert?

Bestes Verständnis kann man dafür haben, daß für alle Fälle ein geeignetes Fußcontainment mitgenommen wurde.

Zitat von Descalzar
...trug ich auf See bei harter Arbeit natürlich meine Trekkingschuhe, weil es sehr gefährlich an Deck war und man permanent stolperte bzw. beim Ziehen an den Tampen sich gegenseitig auf die Füße trat...


Ohne 'eine Lanze für den Schuh' brechen zu wollen, hab' ich den vermutlichen Grund für das permanente Stolpern 'mal ganz anders erlebt. Irgendwo ging ich, ebenfalls bei Regenwetter, über eine Überführung, die - so wie wahrscheinlich auch das Deck "deines" Schiffes - aus Holzbohlen bestand. Diese waren natürlich durchnäßt & an der Oberfläche mit allerlei glitschiger, undefinierbarer Verschmutzung versehen, wohl auch mit Algen oder Moos. Konsequenz: BF-Erlebnis auf spiegelglattem Untergrund, glatter als das glatteste Glatteis im Winter. Natürlich mußte mir ausgerechnet da ein älteres Ehepaar (irgendwie ganz 'normal' beschuht) zusehen. Sie sagten nichts, warfen mir aber vielsagende Blicke zu. Probleme mit der Haftung auf diesem Untergrund hatten sie keine (sie schienen den Effekt zu kennen, der mich da plagte).

Zitat von Descalzar
Überall lagen kotzende Menschen herum, denen wir zur Seite stehen mußten, indem wir Eimer mit Seewasser über sie ausschütteten, damit das Erbrochene von ihrem Ölzeug gespült wurde.


Uuuh, nee, als Randanmerkung darf ich sagen, daß ich [BF in Erbrochenes 'reingestiegen] genauso handhabe wie [BF in Tierkot 'reingestiegen]. Die 5%ige Magensalzsäure kann natürlich nichts anrichten, aber der Gestank & dieses schmierige Zeug ist weit unangenehmer, als wenn man auf einer Party in 'ne Colapfütze 'reingestiegen ist, die dann die Zehen verklebt... man hat dann Glück, wenn irgendwo in der Nähe ein Wasserhahn, ein WC oder auch nur eine Tankstelle (mit Wassereimer zum Scheibenwaschen) ist...

Zitat von Descalzar
Alles in allem kann ich jedem empfehlen, mal eine Tour auf diesem schönen Schiff mitzumachen http://www.soic.se/ .
Für mich war es das Erlebnis und Abenteuer meines Lebens....für meine Freundin nicht, weil sie Angst um ihr Leben hatte. Zu recht. Wir sind nur haarscharf einer Havarie entgangen...aber spannend wars :)


Zugegeben: Zu so´m Abenteuer bekäme mich niemand, & wenn er mir 100 000,- € bietet (ab 250 000 würde ich weich werden, hätte aber als stinkfaule Landratte gar nicht die physische Power, um Seemannsarbeiten zu verrichten). Umgekehrt könnte mich jeder beim Wort nehmen: "BF auf dem Atom-U-Boot, & wenn der Reaktor verreckt, mußt du beim Flicken mit anpacken!" - schade, daß niemals jemand ausprobieren wird, daß ich mit Begeisterung dabei wäre... Getaucht fährt das Ding ganz straight & ruhig, man kann unmöglich seekrank werden. Gegen BF an Bord gibt´s auch nicht den allerkleinsten Grund. Die einzige Tristesse ist, daß man ständig künstlichem Licht ausgesetzt ist, was sogar im Hormonhaushalt des Menschen einiges durcheinander bringt, wie man inzwischen weiß.

Kommen wir zu 'was Appetitlicherem...

Zitat von Descalzar
Ich hatte keine Probleme beim Betreten des KLMFliegers und auch nicht bei der Zollkontrolle in Amsterdam.


Kurz gesagt: Wenn die Anti-BF-Hysterie auf alle Fluggesellschaften der Welt übergreift (bei den US-Airlines ist sie ja weitgehend komplett) - die KLM wird die letzte sein, die davon befallen wird. Ganz anders als in Amsterdam Schiphol macht hingegen oft jeder US-"Customs" große Augen & pikierte Blicke, wenn man BF einreist - vor allem heute.

Zitat von Descalzar
Auch das Einchecken im 4-Sterne-Hotel in der Amsterdamer Altstadt verlief problemlos, obwohl ein Kollege anmerkte, daß man mich wohl barfuß nicht für kreditwürdig halten würde.


Diese diplomatischste aller Formulierungen habe ich natürlich auch schon gehört. Ist hier mit 'Kollege' = Mitreisender oder Hotelpersonal gemeint? Stammt so etwas aus Concierge´s oder anderer Hotelgäste´s Mund, ist meine Standardantwort (auf "Kredit"* gemünzt): "Brauch' ich auch nicht, hab' ich alles längst im Voraus bezahlt."

Zitat von Descalzar
In meiner Freizeit war ich barfuß und irgendwann sprach mich wieder eine Frau an, ob ich nicht der Barfußmann vom Mittelaltermarkt sei. Der Hammer, wie der Bekanntheitsgrad durch die Barfüßigkeit steigt :)


Des, ich weiß natürlich nicht, ob du dich überwiegend auf´s Verweilen auf MA-Märkten 'deiner' Town konzentrierst oder auch andere mit "Sich sehen lassen" mit einbeziehst. Ist Ersteres der Fall, ist der Effekt "Wg. BF sogar überregional bekannt wie ein bunter Hund" perdü, wenn die Town 'mal auf > 40 000 ... 50 000 Einwohner wächst (ging mir jedenfalls so, & wenn man sich im Nachtleben & in der Gastronomie noch so oft sehen läßt).

Schönes WE von Jay, für den das Wort "Ahoi" bei seinen gegenwärtig verlebten Technikabenteuern nur Negatives, insbeondere unermeßlichen Arbeitsreichtum & Streß bedeutet...
------------------
*) Auch wenn in der deutschen Hotellerie, egal mit wieviel Sternen, eine 'Kündigung' des "Beherbergungs- & Verpflegungsvertrages" wg. unerwarteteter BFiger Appearance des Gastes ausgesprochen selten ist, bewähren sich eine sehr förmlich-schriftliche Bestellung von Zimmer/Suite & Vorauskasse sehr (ich hab´s auch bei unserem Treffen 2007 in Nordenham´s schönem "Hotel am Markt" so gemacht, da außerdem im weiten Umland keine einzige Übernachtungsmöglichkeit aufzutreiben war). Ob man diese Vorgehensweise gleich zu den BF-Türöffnertricks zählt, ist Ansichtssache; der Grund, weshalb´s i. a. R. vorzüglich funktioniert, ist einfach: Es tut furchtbar weh, bereits erhaltenes schönes Geld zurückerstatten zu müssen...


Markus U. Offline

Admin


Beiträge: 1.943
Punkte: 794

15.10.2010 07:41
#3 RE: Barfuß im Flieger und auf See Zitat · antworten

Hi Descalzar,

da hast Du ja ein richtig tolles spannendes Abenteuer erlebt!

Zitat von Descalzar
Das einzige Schuhwerk, daß ich bei reiseantritt im Rucksack mitführte, waren ein Paar Trecking-Boots. [...] Im Dienst trug ich auf See bei hartet Arbeit natürlich meine Trekkingschuhe, weil es sehr gefährlich an Deck war und man permanent stolperte bzw. beim Ziehen an den Tampen sich ggenseitig auf die Füße trat.



War die Mitnahme von Schuhen eine Bedingung, um an der Fahrt teilzunehmen, und mußten die von bestimmter Beschaffenheit sein? Die "fettesten" Schuhe, die ich besitze, sind nämlich gewöhnliche Halbschuhe.

Zitat von Descalzar
In meiner Freizeit war ich barfuß und irgendwann sprach mich wieder eine Frau an, ob ich nicht der Barfußmann vom Mittelaltermarkt si. der Hammer, wie der Bekanntheitsgrad durch die Barfüßigkeit steigt :)
Alles in allem kann ich jedem empfehlen, mal eine Tour auf diesem schönen Schiff mitzumachen http://www.soic.se/ .
Für mich war es das Erlebnis und Abenteuer meines Lebens....für meine Freundin nicht, wilo sie Angst um ihr Leben hatte. Zu recht. Wir sind nur haarscharf einer Havarie entgangen...aber spannend wars :)



Ich weiß nicht, ob ich so "seefest" wäre wie Du (ein erheblicher Teil von Euch war ja anscheinend seekrank), und "haarscharf einer Havarie zu entgehen" stelle ich mir auch nicht so toll vor, aber für mich käme so eine Fahrt schon deshalb nicht in Frage, weil ich überhaupt keine nautischen Kenntnisse habe.

Barfüßige Herbstgrüße,
Markus U.


kerstin Offline

Admina


Beiträge: 1.923
Punkte: 1.181

15.10.2010 12:04
#4 RE: Barfuß im Flieger und auf See Zitat · antworten

Hi Descalzar,

vielen Dank für diesen wunderbaren wie spannenden Bericht von Deinem Segeltörn.

Zitat von Descalzar
im August buchte ich mit meiner Freundin und zwei Kollegen einen Segeltörn auf einem alten Handelsschiff von Amsterdam nach Bremerhaven.Das einzige Schuhwerk, daß ich bei reiseantritt im Rucksack mitführte, waren ein Paar Trecking-Boots. Natürlich fuhr ich barfuß zum Flughafen und traf dort auf meine Kollegen. Sie grinsten sich einen, als sie mich barfuß sahen und der eine Kollege bemerkte nur mit einem Blick auf meine Füße "schöner Ring". Ich chckte ein und vor Abflug genehmigtebn wir uns noch ein kühles Beck's aus dem Automaten. Dann ging auch schon der Flug los. Ich hatte keine Probleme beim Betreten des KLMFliegers und auch nicht bei der Zollkontrolle in Amsterdam. Auch das Einchecken im 4-Sterne-Hotel in der Amsterdamer Altstadt verlief problemlos, obwohl ein Kollege anmerkte, daß man mich wohl barfuß nicht für Kreditwürdig halten würde.Abends besuchten wir dann noch die Sail in Amsterdam und genehmigten uns ne Batterie Heinicken :).

Du warst wohl offensichtlich der einzigste, welcher barfuß war. Die Trekkingschuhe hattest Du wohl sicher als "Vorsichtsmaßnahme" in Deinen Rucksack eingepackt!? Sehr schade, daß das Wetter so miserabel war. Bei herrlichem Sonnenschein muß so ein Segeltörn etwas ganz Besonderes sein, zumal dann auch der Wind nicht so stark bläst und die Mannschaft auf Deck in Atem hält. Kann mir echt gut vorstellen, wie es bei Euch dann zuging.

Vor über sieben Jahren war ich auch barfuß mit dem Flugzeug (Condor) nach Tunesien gereist und hatte niemals Probleme gehabt. Im Gepäck hatte ich zur Sicherheit Flipflops eingepackt, doch die brauchte ich nicht - zumindest noch nicht...

Zitat von Descalzar
Am nächsten Morgen, dem tag des Auslaufens, bestellten wir uns ein Taxi, das uns zum Schiff bringen sollte. es regnete Sintflutartig und sämtliche Straßen Amsterdams standen unter Wasser. Leider hatten wir einen Taxifahrer erwischt, der vollkommen ortsunkundig zu sein schien. Er fuhr herum und versuichte im ströemnden regen den Anlegeplatz des Schiffes zu finden. Irgendwann gab er auf und sagte, daß wir aussteigen und unser Glück zu Fuß versuchen sollten.

Das ist ja der Hammer! Es ist doch das Problem des Taxifahrers, seine Fahrgäste dort hinzubringen, wo sie hinwollen. Euch aber woanders aussteigen zu lassen - und das bei dem Wetter - finde ich schon heftig! Ich glaube, ich wäre da "abgedreht".

Zitat von Descalzar
Alle waren entsetzt...es regnetejunge Hunde und er wollte uns aussetzen. Zähneknirschend gaben wir nach...Doch schon beim öffnen der Heckklappe passierte das erste Unglück. Meinen Seesack sah ich in zeitlupe aus dem Taxi rollen und ins ca. 5 cm tiefe Wasser fallen. Da so ein BW-Rucksack nicht wasserdicht ist, nahm ich hin, daß zumindest schon meine Klamotten vor dem betreten des Schiffes pitschenaß sein würde. Doch den anderen erging es nicht besser. Auch ihre Rucksäcke und die Klamotten, die sie am Leibe trugen waren in minutenschnelle vollkommen naß. Fluchend nahmen wir die ca. 3 km bis zum Schiff zu Fuß in Angriff.

Wie es oft so heißt: "Der Klügere gibt nach". Dies seid Ihr zweifellos gewesen, doch ich finde, daß es eine Frechheit war, Euch bei dem miesen Wetter drei Kilometer mit all dem Gepäck laufen zu lassen. Es fing ja schon "sehr gut" an, als sich Dein Seesack in fünf Meter tiefen Gewässer verabschiedete. Wie hast Du die Sachen denn an Bord trocken bekommen? So fing ja Euer Abenteuer nicht gerade gut an...

Zitat von Descalzar
Meine Freudin stanhd kurz vor nem Nervenzusammenbruch, da unsere Rucksäcke immer schwerer wurden und die Dockers, die sie trug, vollkommen durchnäßt waren. Hechelnd keuchend und schwitzend erreichten wir im letzten Moment noch unser Schiff. Zum Glück bekamen wir auf dem Kanonendeck, frische und trockene Arbeitskleidung und auch ein Piratenoutfit. Beim Einkleiden sprach mich ein völlig mir unbekannter Mann an, ob ich nicht der Barfußmann von den Mittelaltermärkten sei. Ich war erstaunt, daß man mich selbst in Amsterdam erkannte...

Gut, daß Ihr an Bord trockene Kleidung bekommen habt. Piratenoutfit? Schade, daß Du kein Bild davon eingesetzt hast. Sah bestimmt genial aus. Konntet Ihr dann wenigstens einen Teil der nassen Sachen aufhängen? Finde ich ja toll, daß man Dich in Amsterdam als DER Barfußläufer erkannt hatte. Sicher durch "MySpace". Bist Du dort eigentlich immer noch aktiv?

Zitat von Descalzar
Die Fahrt durch die Nordsee wurde dann zur größten Bewährungsprobe, di dieses Schiff je bestehen mußte. Etliche Schiffe verweigerten das Ausschleusen in die Nordsee. Doch unser Kapitän entschied sich zur Weiterfahrt. In der ersten Nacht verloren wir durch einen lauten Knall unsr Sturmsegel und in der zweiten Nacht hätten wir im Sturm fast den Großmast verloren. Es herrschten Windstärken bis 10 und man konnte sich nur noch schreiend verständigen.

Na das war ja ein richtiges Abenteuer! Erst das Sturmsegel, und dann beinahe den Großmast verlieren - da wärt Ihr ja praktisch navigationslos gewesen. Alle Mann an die Ruder. Mein lieber Herr Gesangsverein! Kann mir bildhaft vorstellen, was bei Euch auf Deck los war.

Zitat von Descalzar
Überall lagen kotzende Menschen herum, denen wir zur Seite stehen mußten, indem wir Eimer mit Seewasser über sie ausschütteten, damit daß Erbrochene von ihrem Ölzeug gespült wurde.

Das war bestimmt nicht so angenehm - vor allem für die Betroffenen. Bei so einem Seegang wüßte ich nicht, ob ich nicht auch zu diejenigen gehören würde, die kotzen mußten. Ich hatte zwar auch schon Schiffahrten mitgemacht - allerdings mehr im Mittelmeerraum und in der Adria, wo es auch ab und zu mal ganz schön schaukelig wurde. Bei einer Schiffahrt auf so einem kleinen Touristendampfer schaukelte es auch mal ganz gewaltig. Diejenigen, denen es übel wurde, hätten sich besser auf die Mitte des Decks begeben, doch sie beugten sich über die Reling und "fütterten" sozusagen die Fische. Mein Freund und ich hatten unsere helle Freude an dem Geschaukel. Bei einem Segelschiff sieht es natürlich etwas anders aus, denn jeder wird ja an Bord gebraucht, um Segel zu setzen, Leinen fieren usw.

Zitat von Descalzar
Doch schließlich erreichten wir doch noch wohlbehalten Bremerhaven. Im Dienst trug ich auf See bei hartet Arbeit natürlich meine Trekkingschuhe, weil es sehr gefährlich an Deck war und man permanent stolperte bzw. beim Ziehen an den Tampen sich ggenseitig auf die Füße trat. In meiner Freizeit war ich barfuß und irgendwann sprach mich wieder eine Frau an, ob ich nicht der Barfußmann vom Mittelaltermarkt si. der Hammer, wie der Bekanntheitsgrad durch die Barfüßigkeit steigt :)

Bei so einem Wetter kann ich es mir gut vorstellen, wie es da zuging. Daher war es sicherlich besser, Schuhe zu tragen. Gut, wenn alle an Bord barfuß gewesen wären, doch an den Tampen sich die Füße - insbesondere die Zehen - zu verletzen, wäre auch nicht gerade gut. Genial aber, daß Du dann an Land erneut erkannt wurdest. Die Leute prägen sich so etwas wohl eher ein, als wenn da jemand mit einem karierten Jacket angelatscht kommt ...

Zitat von Descalzar
Für mich war es das Erlebnis und Abenteuer meines Lebens....für meine Freundin nicht, wilo sie Angst um ihr Leben hatte. Zu recht. Wir sind nur haarscharf einer Havarie entgangen...aber spannend wars :)

Das glaube ich Dir. Gefährlich war das sicherlich, doch am Ende hat es sicherlich doch Spaß gemacht. Mir würde so etws sicherlich auch Spaß machen, doch in meiner momentanen körperlichen Verfassung könnte man mich gleich den Haien zum Fraß vorwerfen. Den von Dir angegebenen Link folgte ich und habe dort wirklich sehr schöne Bilder gesehen. Bei einem hätte ich gewiß Probleme: Oben auf dem Masten sein. Da würde meine Höhenphobie nicht mitmachen.

Ich kannte jemanden von meiner Skigruppe, der solche Unternehmungen gerne in die Tat umsetzte. Mangels Zeit konnte ich leider niemals mit. Eines Sommers verbrachte ich meinen Urlaub auf der kroatischen Insel Rab, als ich gegen Abend am Hafen gemütlich bf spazierte, als ich plötzlich eine Stimme meinen Namen rufen hörte. Da ich diese Stimme auch kannte, drehte mich um und erkannte meinen Freund sogleich. Er stand vor einem größeren Segelschiff - ich glaube, es war sogar eine Dreimastbark. Ich meine, diese hieß "SS Calypso". Mit diesem ist er dort angekommen, verbrachte den Abend und die Nacht auf Rab, um in der Frühe wieder loszusegeln. Er segelte mit - ich weiß nicht, wieviel Mann - von Kiel nach Rab in der Adria. Ist ja eine gewaltige Strecke gewesen, aber sicherlich sehr interessant. Sie segelten scheints sehr küstennah, wie er mir erzählte. Leider existiert das Bild, welches ich von dem Segelschiff samt meinem Freund anfertigte, nicht mehr.

Viele Grüße,

Kerstin


Markus U. Offline

Admin


Beiträge: 1.943
Punkte: 794

15.10.2010 12:47
#5 RE: Barfuß im Flieger und auf See Zitat · antworten

Zitat von Kerstin

Zitat von Descalzar
Doch schon beim öffnen der Heckklappe passierte das erste Unglück. Meinen Seesack sah ich in zeitlupe aus dem Taxi rollen und ins ca. 5 cm tiefe Wasser fallen. Da so ein BW-Rucksack nicht wasserdicht ist, nahm ich hin, daß zumindest schon meine Klamotten vor dem betreten des Schiffes pitschenaß sein würde.


Es fing ja schon "sehr gut" an, als sich Dein Seesack in fünf Meter tiefen Gewässer verabschiedete. Wie hast Du die Sachen denn an Bord trocken bekommen? So fing ja Euer Abenteuer nicht gerade gut an...




O Kerstin,

jetzt übertreibst Du aber...

Barfüßige Herbstgrüße,
Markus U.


Jörg 2 Offline




Beiträge: 938
Punkte: 927

15.10.2010 17:05
#6 Frage nebenbei... Zitat · antworten



Vermutlich ist es eine Bildungslücke. Aber ich bin die ganze Zeit am Überlegen, was die drehende Art Kaffeemühle mit den hübschen Ornamenten mit dem Besitzer des Astralleibes zu tun hat...
Ratlos
J.


kerstin Offline

Admina


Beiträge: 1.923
Punkte: 1.181

15.10.2010 18:06
#7 RE: Barfuß im Flieger und auf See Zitat · antworten

Hallo Descalzar, hallo zusammen,

Zitat von by myself
Wie es oft so heißt: "Der Klügere gibt nach". Dies seid Ihr zweifellos gewesen, doch ich finde, daß es eine Frechheit war, Euch bei dem miesen Wetter drei Kilometer mit all dem Gepäck laufen zu lassen. Es fing ja schon "sehr gut" an, als sich Dein Seesack in fünf Meter tiefen Gewässer verabschiedete. Wie hast Du die Sachen denn an Bord trocken bekommen? So fing ja Euer Abenteuer nicht gerade gut an...

Nun gut, hier muß ich etwas richtigstellen: man sollte des Lesens mächtig sein! Ich las Deinen Bericht sehr aufmerksam durch, doch mit den Maßeinheiten hatte ich es heute nicht so. Schnell wurden aus fünf Zentimetern fünf Meter. Dies möchte ich hier nun berichtigen, denn eine Korrektur in meiner ursprünglichen Replik kann ich nun nicht so ohne weiteres durchführen, weil zumindest Markus U. dies gelesen und mich auch darauf aufmerksam gemacht hatte. Selbst da hatte ich meinen Fehler noch nicht bemerkt. Ihr seht also: auch Adminas sind nur Menschen mit all den Schwächen und Stärken, welche jeder normale Mensch besitzt. Allerdings meine ich, daß Euch der Taxifahrer nicht einfach drei Kilometer vor dem Ziel aus dem Taxi zu werfen hat, nur weil er sich nicht auskennt. Ich kann mir gut vorstellen, daß Eure Laune nicht gerade die beste war, als Ihr am Schiff angekommen seid.

So, nun habe ich meinen Fehler hoffentlich ausgebügelt!

Viele Grüße,

Kerstin


kerstin Offline

Admina


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15.10.2010 18:09
#8 RE: Barfuß im Flieger und auf See Zitat · antworten

Ach Markus,

im Gegensatz zu mir bist Du des Lesens mächtig. Natürlich hast Du recht gehabt! Meine alberne Antwort von vorher werde ich sogleich löschen. Danke noch für den Hinweis!!!


Viele herbstliche BF-Grüße,

Kerstin


Descalzar Offline




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15.10.2010 22:33
#9 RE: Frage nebenbei... Zitat · antworten

Hallo Jörg,
das Bild hat eine Myspace-Freundin zusammengebastelt. Also nicht das Bild von mir. Das hab ich mit Selbstauslöser am Strand aufgenommen. Die tibetische Gebetsmühle hat sie noch hinzugefügt. Wahrscheinlich hat sie den meditierenden Menschen mit dieser Gebetsmühle in Verbindung gebtracht. Ich fand's nur einfach schön gemacht...


Descalzar Offline




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15.10.2010 22:35
#10 RE: Barfuß im Flieger und auf See Zitat · antworten

Hallo Markus,
meine nassen Sachen hab ich gleich in unserer Gemeinschaftsunterkunft so gut es gin zum Trocknen aufgehängt. Zum Glück hatte ich neben meiner Koje eine Elektroheizung...


Descalzar Offline




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15.10.2010 22:40
#11 RE: Barfuß im Flieger und auf See Zitat · antworten

Hallo Kerstin,
von den Gästen war ich der Einzige der barfuß war. Von der Stammbesatzung lief noch eine Frau barfuß. Aber nicht bei der Arbeit. Ein männliches Mitglied war immer barfuß und stieg auch so in die Wanten. Wir haben ihn immer das Äffchen genant, weil er auch in 40 Metern Höhe ungesichert barfuß herumturnte. Er war auch derjenige, der in der Nacht die Segelfetzen barg...


Descalzar Offline




Beiträge: 31
Punkte: 30

15.10.2010 22:43
#12 RE: Barfuß im Flieger und auf See Zitat · antworten

Hallo,
es wurde vor Reiseantritt eine Empfehlung herausgegeben, was man mitzunehmen hatte. Unteranderem auch feste Schuhe oder Seglerschuhe. Da ich kaum Schuhe besitze, habe ich die Schuhe mitgenommen, die ich auch bei der Arbeit mit den Pferden trag...und das waren eben die Trekking-Boots. Diese waren aber super geeignet...Ansosnten brauchte ich den meisten Kram, den ich mitgenommen hatte garnicht...


Descalzar Offline




Beiträge: 31
Punkte: 30

15.10.2010 22:53
#13 RE: Barfuß im Flieger und auf See Zitat · antworten

Hallo Jay,
natürlich wußte ich nicht, daß dieser Trip so anstrengend werden würde. Wir haben uns anfangs über das strikte Alkoholverbot an Bord lustig gemacht und uns noch in Amsterdam mit Bier und Absinth eingedeckt. Aber das Verlangen danach verging uns späötestens , als wir die hohe See erreichten. Man konnte es sich wirklich nicht leisten an Bord Alkohol zu trinken. Allein die körperliche Belastung war hammerhart und so manch älterer Teilnehmer stand kurz vor nem Herzinfarkt. Auch ich hätte fast vor Anstrengung gekotzt. Trotzdem war es eine wunderschöne Reise. Wir hatten auch zwei fernsehteams an Bord, die nachts im Sturm aber nicht mehr zu sehen waren. Da lagen die Herren seekrank unter Deck :)
Der Trip dauerte von Montag bis Mittwoch, war aber für mich viel zu kurz. Im nächsten Jahr werde ich garantiert wieder mitsegln und plane auch schon in zwei Jahren die reise nach Amerika mitzumachen. Wie Du vielleicht auf der Homepage gesehen hast, ist dieses Schiff eines der schönsten, die man je gesehen hat und in Bremerhaven waren wir DIE Atraktion. Man fühlte sich wirklich wie im Film "Fluch der Karibik". Wir hatten sogar 10 Kanonen an Bord. Doch erst jetzt kann ich annähernd nachvollziehen, wie hart das Leben seinerzeit an Bord war...


Descalzar Offline




Beiträge: 31
Punkte: 30

15.10.2010 22:56
#14 RE: Barfuß im Flieger und auf See Zitat · antworten

Manfred (Ten) ( gelöscht )
Beiträge:

16.10.2010 12:34
#15 RE: Barfuß im Flieger und auf See Zitat · antworten

In Deutschland hätte man das Schiff gleich beschlagnahmt und die Besatzung verhaftet - wegen Verstosses gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ...
(Hierzulande bist du ja schon dran, wenn du einen übriggebliebenen Sylvesterböller ausserhalb von Neujahr anzündest)


Michael aus Zofingen Offline



Beiträge: 593
Punkte: 248

16.10.2010 13:24
#16 RE: Barfuß im Flieger und auf See Zitat · antworten

Zitat von Manfred (Ten)


(Hierzulande bist du ja schon dran, wenn du einen übriggebliebenen Sylvesterböller ausserhalb von Neujahr anzündest)



Nicht nur in Deutschland, auch in Zofingen. In der Schweiz wird am 1. August (Nationalfeiertag) Feuerwerk abgebrannt. Als am Morgen des 2. August auf der Straße ein winziger Knallkörper lag, der noch ein Stück Zündschnur hatte und ein etwa 10jähriger Knabe den Blindgänger entzündete, war nach 5 Minuten bereits die Stadtpolizei da und hat dem Vater des Kindes eine saftige Buße aufgebrummt. Vermutlich hat ein böser "Füdlibürger" (so der in der Schweiz gebräuchliche Ausdruck für Spießer) die Polizeischergen gerufen.

Am selben Tag kam es in derselben Gegend zu einem Unfall. Ein Mädchen war von einer Hofeinfahrt mit dem Tretroller heruntergerollt und vor ein Auto geraten. Erst nach einer Stunde erschien die Polizei. Vermutlich war sie derart überbeschäftigt mit dem lukrativen Verfolgen von "Spätzündern", daß das Leben eines Mädchens für die Polizei eine geringere Priorität hatte.

Nachdenkliche Grüße
Michael aus Zofingen


Manfred (Ten) ( gelöscht )
Beiträge:

16.10.2010 15:55
#17 RE: Barfuß im Flieger und auf See Zitat · antworten

Zitat von Michael aus Zofingen
In der Schweiz wird am 1. August (Nationalfeiertag) Feuerwerk abgebrannt.


Na ja - ich habe das "Feuerwerk", was bei euch zum Nationalfeiertag so ganz allgemein und frei verkauft wird schon ein paar Mal gesehen.

Bei uns fiele das schon unter den Begriff "Leichte Artillerie", und wenn ich das zwecks eines die Nachbarschaft beeindruckenden Sylvesterspektakels über die deutsche Grenze bringen würde würde ich wohl bald mit dem Begriff "Sicherungsverwahrung" konfrontiert...


kerstin Offline

Admina


Beiträge: 1.923
Punkte: 1.181

01.11.2010 11:46
#18 RE: Barfuß im Flieger und auf See Zitat · antworten

Hi Des,

auf jeden Fall muß dies ein sehr ereignisvolles und faszinierendes Abenteuer gewesen sein! Allerdings hätte ich mit meiner dämlichen Höhenphobie bei 40 Metern die allergrößten Probleme gehabt! Echt blöd, wenn man mit solchen "Gaben" ausgestattet sein muß. Mir wird es bereits bei zwei Metern Höhe schwindlig. Dies hatte ich wohl von meiner Mutter geerbt, allerdings war das bei ihr noch viel schlimmer als bei mir. So ein barfüßiges Abenteuer würde mir sicher auch viel Spaß machen - sofern ich nicht irgendwo hochklettern muß. Sie konnte nicht einmal auf dem Fernsehturm, obwohl dort alles abgesichert ist. Mir hingegen macht das nichts aus. Ich brauche, sobald ich mich in einer gewissen Höhe >2 m befinde, ein Geländer (oder Reling auf dem Schiff) um mich herum, dann habe ich absolut keine Probleme mit der Höhe. Irgendwie verrückt...

Viele Grüße,

Kerstin


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