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Dieses Thema hat 5 Antworten
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tiptoe Offline




Beiträge: 559
Punkte: 119

30.07.2015 08:54
Schon eine Kreuzotter gesehen? Zitat · Antworten

Hier wird darauf hingewiesen: http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark...ein-Risiko-sein

In diesem Sommer beobachten viele Wanderer auch besonders oft Kreuzottern. „Dabei ist es wichtig, Ruhe zu bewahren. Das Tragen hoher Wanderschuhe ist hilfreich, wenn es um Bisse geht. Wurde man jedoch von einer Kreuzotter gebissen, dann hinlegen und den Notruf 140 anrufen. Das Gift beeinflusst den Herzrhythmus“, erklärt Heinz Luschnik.
(ärztlicher leiter Landeskrankenhaus Leoben)

Ich habe dieses jahr noch keine Kreuzotter gesehen, dafür zwei Aeskulapnattern und eine Ringelnatter.
Nach meiner erfahrung fliehen kreuzottern und andere reptilien oder nehmen eine drohgebärde ein und zischen/fauchen - sie greifen nicht von sich aus aggressiv an, sondern verteidigen sich nur, wenn ein wanderer sich ihnen allzu unvorsichtig nähert (insbesondere wenn sie ein gelege verteidigen).

Im jahr 2004 (schon wieder 11 jahre her) habe ich am Zellerhut eine dicke Kreuzotter schon von mehreren metern entfernung gesichtet, die zischelnd am weg lag. Also ganz gemütlich die kamera ausgepackt, ein bild gemacht und mit ausreichend abstand vorbeigegangen.



Da barfußwanderer (hoffentlich) ohnehin mehr auf den boden und die umgebung achten, ist die gefahr wohl nicht so groß.

Hat sonst jemand hier erfahrungen mit schlangen?


Michael aus Zofingen Offline



Beiträge: 736
Punkte: 402

30.07.2015 12:34
#2 RE: Schon eine Kreuzotter gesehen? Zitat · Antworten

Hallo,

ich habe letzte Woche eine dikke Ringelnatter gesehen, und zwar unweit vom Aareufer, wo ich öfters bade. Vor 2 Jahren habe ich unweit von dieser Stelle schon mehrfach (dieselbe) Ringelnatter gesehen. Einaml mußte ich sogar mit dem Velo bremsen, als sie über den Weg lief (ich wollte sie ja nicht überfahren). Und einmal schwamm sie auch im Wasser der Aare.

An Gifschlangen habe ich in der Schweiz erst zweimal ein Aspiviper gesehen. Eine lebende Kreuotter sah ich noch nie in der Schweiz, nur eine tote auf einem Wandrweg im Tessin vor ca 20 Jahren, vermutlich wurde sie erschlagen. Als Kind sah ich erst einmal eine lebende Kreuzotter (es dürfte 1965 gewesen sein). Mein Vater hatte sie bei Tiefbauarbeiten im Mohr bei Flenzburg gefangen und nach Hause gebracht, um sie uns zu zeigen. Dann hat er sie getötet und in ein Glas mit Spiritus gelegt. Auf der Baustelle sah er öfters Kreuzotter, und er hatte Spaß daran, ihnen mit dem Spaten den Grind abzustechen. Damals standen Kreuzottern noch nicht unter Naturschutz.

Die häufigsten "Schlangen" hier sind die sogenannten "Kupferschlangen", also Blindschleichen, die in Wirklichkeit keine Schlangen sind, sondern mit den Eidechsen verwandt sind.

Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


Markus U. Offline




Beiträge: 1.958
Punkte: 794

30.07.2015 14:18
#3 RE: Schon eine Kreuzotter gesehen? Zitat · Antworten

Hi tiptoe, hi Michael,

ich habe so gut wie keine Erfahrung mit Schlangen. Als ich vor vielen Jahren (barfuß) an einer Führung durch das Naturschutzgebiet Darßer Ort an der Ostsee teilnahm, wies die Führerin uns auf eine Ringelnatter hin, die sich gemäß ihres Namens in einem träge dahinfießenden Bachlauf ringelte. In der Nähe waren auch etliche Frösche, und als ob die Ringelnatter uns demonstrieren wollte, wie sie Beute macht, schnellte sie plötzlich vor, schnappte sich mit ihrem Maule einen großen Frosch und schlang ihn nach und nach als Ganzes hinunter. Wir konnten richtig beobachten, wie der Frosch allmählich in der Schlange verschwand, mit dem Kopfe zuerst und den Hinterbeinen zuletzt.

Ansonsten bin ich noch keiner Schlange begegnet, sähe es aber wohl, wenn eine auf meinem Wege läge. Angst vor Schlangen habe ich nicht, weil keine Schlange ohne Not einen Menschen angreift (zu groß für eine Beute), sondern nur in "Notwehr", wenn sie sich angegriffen oder in die Enge getrieben fühlt, zubeißt. Die meisten Schlangen werden ohnehin vor einem Menschen, der nicht allzu schnell des Weges daherkommt, flüchten, denn Schlangen können zwar nicht hören, haben aber ein äußerst feines Gespür für Erschütterungen des Bodens sowie für die Körperwärme von Säugetieren oder Vögeln.

Gefährlich könnte es jedoch werden, wenn ein rennender Mensch versehentlich auf eine Schlange, die am Boden liegt und nicht rechtzeitig flüchten kann, tritt.

Barfüßige Sommergrüße,
Markus U.


Engel Offline




Beiträge: 1.438
Punkte: 666

30.07.2015 16:38
#4 RE: Schon eine Kreuzotter gesehen? Zitat · Antworten

Hi tiptoe
Ich kenne mich etwas mit Schlangen aus, da ich lange Jahre selber welche gezüchtet habe, und auch heute noch 2 besitze die aber z.Z. nicht bei mir leben sondern noch bei nem Freund in nem speziellen Terrarium auf ihren Umzug warten. Es ist ein Pärchen der Gattung "Oxyuranus microlepidotus" (Inlandtaipan) welche als giftigste Landschlange der Welt gilt.

Mit Kreuzottern (Vipera berus) kenne ich mich auch recht gut aus, da ich nie einer der Schlangenhalter / -Züchter war der sich nur um exotische Tiere kümmert sondern auch die heimischen, unscheinbaren Arten beobachtet und teils auch hegt (mir wurden schon öfters verletzte oder unterernährte Schlangen zum aufpäppeln gebracht).
Das von Dir gezeigte Exemplar weist die typische dunkle Färbung auf die den Kreuzottern in der Alpenregion, oder Regionen nahe des Polarkreises eigen ist. Sie dient dazu bei spärlichem Sonnenschein relativ mehr Wärme aufnehmen und speichern zu können. In diesen Gebieten kommt es auch öfters zu melanistisch (schwarz, oder zumindest schwarz mit schwacher Zeichnung) gefärbten Tieren. Melanistisch gefärbte Exemplare werden im Alpenraum auch Höllenotter genannt. In Gebieten unter 1000m/n.N. sind die Schlangen normal heller gezeichnet und Melanismus kommt wesentlich seltener vor.
Leider hab ich schon längere Zeit keine Kreuzotter mehr gesehen da sie allgemein sehr scheu sind und in unmittelbarer Nähe meines Wohnortes die Natur stark bewirtschaftet wird, wodurch ihr Lebensraum doch sehr beschränkt wird. Wenn ich aber mal wieder ins Kaltenbronner Hochmoor (ca 30Km von hier) komme, befinde ich mich in dem Gebiet mit der höchsten Population in Süddeutschland . Dort herrscht auch eine immense Farbvielfalt mit verschiedenen Farbtönen, melanistische und sogar die seltene teilmelanistische Variante. Einmal hab ich sogar ne Kupferotter gesehen aber damals leider keinen Foto dabei gehabt. Diese "Abart" ist wie der Name schon sagt rötlich gefärbt. Einzig ein albinotisches Exemplar ist mir noch nicht unter gekommen.
Die Kupfer-und Höllenottern wurden früher übrigens fälschlicherweise als eigene Art klassifiziert. Erst später erkannte man dass es sich dabei nur um ne Farbvariante der Kreuzotter handelt.
Das Exemplar auf Deinem Bild war übrigens nicht dick, sondern hatte erst kürzlich (ich vermute ca 1-2h vor dem Ablichten) Nahrung zu sich genommen. Deswegen lag sie wohl auch irgendwo sichtbar in der Sonne und hat sich nicht gleich in ein Versteck zurück gezogen.

Äskulapnattern (Zamenis longissimus) sieht man bei uns recht selten. In meinem Heimatort hab ich bis jetzt nur 3 mal eine gesehen. Im Nordschwarzwald ist die eher selten zu finden, auch wenn sich durch die klimatische Erwärmung ihr Verbreitungsgebiet stark ausgeweitet hat. Alle 3 Sichtungen fanden auf den stillgelegten Gleisen der württembergischen Schwarzwaldbahn in unserem Ort statt. Wobei ich davon ausgehe dass es dort eine Population von mindestens 3 Tieren geben muss. Bei Sichtung 1 und 3 konnte ich nicht sicher sein ob es sich nicht um ein und das selbe Exemplar handelt da die Sichtungen auch ca 3 Jahre auseinander lagen und beide male ein ausgewachsenes Exemplar gefunden wurde. Nur Sichtung 2 war sicher nicht die selbe Schlange. Diese erfolgte etwa 1 Jahr vor Sichtung 3 im Sommer. Der damalige Betrieb der sich mit meiner Mitarbeit rühmen durfte lag unmittelbar an der stillgelegten Strecke. In der Mittagspause pflegte ich immer die ca 1000m zum Essen nach hause zu gehen. Die ersten 100m führten mich auch direkt am Bahndamm vorbei. An besagtem Tag sah ich oben auf den Gleisen 3 Kinder knien (ca 8 Jahre alt) und mit einem Stock hantieren. Als der eine Bub den Stock hoch hielt sah ich etwas längliches, dünnes daran herunter hängen. Ich vermutete sofort eine Schlange und wollte mal nachsehen ob das für die kids und auch für die Schlange ungefährlich ausgeht. Also erklomm ich den etwa 3m hohen Bahndamm und gesellte mich zu den Zwergen. Sofort erkannte ich dass es sich hier um ne Äskulapnatter handelt und war, was die Sicherheit der Kids angeht beruhigt. Nun galt es nur noch eventuellen Schaden von der Schlange abzuwenden. Ich sprach die 3 an und erklärte ihnen genau was sie da gerade gefangen hatten und dass sie das Tier bitte auch wieder frei lassen sollen. Ihnen wäre es auch nicht recht wenn ich einen von ihnen mitnehme und irgendwo einsperre. Die Kinder sahen das ein, fragten aber ob sie die Schlange ihren Eltern zeigen durften, sie würden sie auch sofort wieder zurück bringen und hier frei lassen. Ich "willigte" ein, nahm die Schlange und bat die 3 mir zu folgen. Ich ging zurück zum Betrieb und packte die Schlange vorsichtig in ne leere Schraubenschachtel für den Transport. Die Kids wohnten wohl nicht sehr weit entfernt vom Fundort und zogen sich bedankend von dannen.
Als ich nach der Mittagspause wieder im Betrieb ankam dachte ich noch darüber nach ob sie die Schlange wohl wieder frei gelassen hatten und begann wieder mit meiner Arbeit. Als ich nach etwa 10min zufällig Richtung Hallentor (welches im Sommer immer offen war) schaute standen da die 2 Mädels und der Junge mit der Schachtel in der Hand. Ich unterbrach meine Arbeit und ging zu ihnen. Sie meinten sie würden die Schlange jetzt wieder genau dort frei lassen wo sie sie gefangen hatten . Ich ging latürnich noch mit um der "feierlichen" Entlassung bei zu wohnen und beantwortete noch alle Fragen die mir gestellt wurden. Die halbe Stunde die ich daurch verloren hatte holte ich sowieso abends wieder nach .

Um eine Ringelnatter (Natrix natrix) zu sichten muss ich hingegen nicht weit gehen. Da reicht es 500m in meinen Garten zu latschen. Früher, als wir noch nen Teich und nen großen Komposthaufen im Garten hatten war eigentlich immer ne Ringelnatter im Garten zu finden. 2 Jahre nachdem der Teich entfernt wurde, wurde nebenan eine Grünanlage von der Gemeinde gebaut, mit Brunnen der in einen Bachlauf mündet. Und mittlerweile findet man auch dort immer mal wieder ne Ringelnatter

Gruß Engel




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tiptoe Offline




Beiträge: 559
Punkte: 119

30.07.2015 21:35
#5 RE: Schon eine Kreuzotter gesehen? Zitat · Antworten

Dann liefere ich noch zwei selbst gesichtete Aeskulapnattern nach!
(Drei weitere sind mir entwischt, bevor ich ein bild machen konnte)



Engel Offline




Beiträge: 1.438
Punkte: 666

31.07.2015 17:03
#6 RE: Schon eine Kreuzotter gesehen? Zitat · Antworten

Schöne Exemplare. Und immer wieder schön zu sehen dass es doch noch Habitate gibt in denen sich heimische Schlangen wohl fühlen. Obwohl so manches Tier auch gut bei uns zu recht kommt obwohl es garnicht von hier stammt (sog. Neozoen). Z.B. existiert hier in Deutschland eine relativ große population an exotischen Skorpionen und damit sind noch nicht mal Euscorpius Alpha oder E. Italicus gemeint. Diese wandern zwar nach und nach über die Schweiz und Österreich in den süddeutschen Raum ein, aber das geschieht nur langsam.
Die größte Ansammlung wild lebender Skorpione gibt es auf dem Gelände des ehemaligen Freihafens in Hamburg. Dort haben sich einige meist afrikansiche Arten die als blinde Passagiere an Bord von Schiffen zu uns kamen eingewöhnt. Entdeckt wurden sie erst nach der Stilllegung des Freihafens als abenteuerlustige, neugierige Leute das Gelände erkundeten.

Gruß Engel




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