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 Barfuß und Leben
Michael aus Zofingen Offline



Beiträge: 669
Punkte: 248

11.05.2019 09:21
Im Gesundheitszentrum in Olten Zitat · antworten

Hallo,

wegen Kniebeschwerden und auf Anraten des Chiropraktikers (der mit dem Schild "schuhfreie Zone") hatte ich am 6.5.2019 um 14:15 Uhr einen Termin im Gesundheitszentrum in Olten. Treppen steigen war ohne Schmerzen nicht mehr möglich, auch war meine Gehen eher als "Humpeln" zu bezeichnen. Meine Überlegung war nicht, ob ich dazu Schuhe und lange Hosen anziehe. Meine Überlegung war, ob ich für die 10 km lange Fahrt von Zofingen nach Olten die Bahn benutzen sollte statt das Velo. Das Gesundheitszentrum liegt nur ca. 150 Meter vom Oltner Bahnhof entfernt, meine Wohnung knapp einen km vom Zofinger Bahnhof. Da Velofahren besser ging als Gehen, kamen nur die Version mit dem Velo zum Zofinger Bahnhof und weiter mit Offtopic-Fahrzeugen in Frage oder ganz mit dem Velo.

Ich entschied mich fürs Velo. Es ging sogar recht gut, nur stark beschleunigen konnte ich nicht. Es war ca. 10°C warm und stark bewölkt und windig, also "Jackenwetter". Die Praxis befindet sich im 2. Stock, ich benutzte den Lift. Auf den Fußboden aufgemalte gelbe (keine grünen wie im Raum Oberweißbach) Barfüße wiesen den richtigen Weg in die Praxis. Ich wurde freundlich empfangen an der Rezeption. Dann wurde ich von einer Assistenten in einen Raum zur Blutdruckbestimmung geführt. Prompt folgte die berühmt berüchtigte K-Frage: "Ist das nicht zu kalt für kurze Hosen?" War es nicht! "Tragen Sie immer kurze Hosen?" "Nur in der Freizeit, nicht am Arbeitsplatz." "Auch im Winter?" "Bei -30°C wohl nicht , bei 0°C schon." "Ich friere schon, wenn ich Sie sehe!" Zu meinen nicht vorhandenen Schuhen gab es keine Reaktion.

Ich durfte noch ein paar Minuten warten, dann untersuchte mich ein junger Arzt. Er fragte mich, ob es mich störe, daß er hochdeutsch mit mir rede. Störte mich nicht, da ich selber hochdeutsch sprach. Der Arzt sprach in einem hochdeutsch mit stark amerikanischem Akzent, sein Name klang eher tschechisch oder so ähnlich. Ab und zu gab es Verständnisschwierigkeiten. Etwa die Frage "Können Sie selber Medikamente einnehmen?" hörte sich für mich so an, als ob es eine derart komplizierte Aktion ist, zu der es eine bestimmte Geschicklichkeit benötigt. In Wirklichkeit war es einfach eine Bitte. Seine Untersuchung beschränkte sich auf Abtasten des Knies und anderer Körperteile und ich sollte angeben, wann es schmerzte. Er stellte eine Schwellung fest und gab mir ein Medikament (Tabletten), das ich morgens und abends nehmen sollte. Auch bekam ich einen neuen Termin für den 10.5.2019. Zu meiner Aufmachung sagte er gar nichts, ich hatte nicht einmal den Eindruck, ob er es bemerkte.

Das Medikament wirkte tatsächlich. Bereits am Mittwoch konnte ich wieder schmerzfrei die Treppe benutzen. Aber geschwollen war mein Knie immer noch, auch bleib mein Bein krumm (etwas anderes hatte ich auch nicht nach so kurzer Zeit erwartet. Zum folgenden Arzttermin erschien ich planmäßig, und zwar in gleicher Aufmachung. Halt, nicht ganz. Da es 17°C und sonnig war, benötigte ich keine Jacke beim Velofahren. Und ich benutzte nicht den Lift, sondern die Treppe. Der Arzt untersichte mich abermals. Da mein Knie noch krumm war und die Schwellung nicht verschwunden, führte er mich zum Röntgenraum und ließ mich allein.

Wenige Minuten später erschien eine Mitarbeiterin, die mich röntgte. Kaum war sie im Raum, sagte sie: "Sie sind ja schon in Sommerstimmung!" Ich antwortete: "Heute ist es doch deutlich wärmer als letzten Montag." Sie entgegnete: "Die ganze Woche war es kalt." Nachdem sie ihre Arbeit erledigt hatte und gerade hinaus wollte, um den Arzt zu holen, zögerte sie und fragte: "Haben Sie Ihre Schuhe im Wartezimmer oder im Behandlungszimmer stehen gelassen?" Ich antwortete: "Die habe ich gleich zu Hause gelassen!" "Sind Sie barfuß gekommen?" "Ja" "Tut das nicht weh?" "Das ist Gewöhnungssache. Seitdem ich in der Freizeit konsequent auf Schuhe verzichte, sind die Rückenschmerzen verschwunden." "Das ist ja interessant! Aber gucken die Leute dann nicht?" "Ich merke das schon vielfach nicht mehr. Meistens merke ich es erst, wenn mich jemand anspricht oder die Polizei plötzlich auftaucht, die von irgendwelchen Zeitgenossen gerufen wurde." Wir sprachen noch kurz weiter darüber. Im Grunde genommen sah sie das Barfußgehen positiv, sie hatte mich lediglich gefragt, um wegen allfälliger "vergessener Schuhe" keine Arbeit zu haben.

Dann erschien der Arzt wieder. Das Röntgenbild sagte aus, daß die Knochen von Ober- und Unterschenkel ziemlich dicht beieinander liegen. Eine Operation hielt er für unnötig. Er gab mir dafür zwei Medikamente mit, ein etwas schwächeres als das vom letzten Besuch gegen Schmerzen und Schwellungen, ein anderes gegen Magenübersäuerung, um allfällige Nebenwirkungen zu kompensieren. Einen neuen Termin erhielt ich nicht. Ich sollte mich wieder melden, wenn die Schmerzen nicht weniger werden. Wirklich glücklich bin ich nicht damit, aber vielleicht hilft das ja. Mir schien, als ob der junge Arzt mit Migrationshintergrund nicht genau wußte, was genau mein gesundheitliches Problem war/ist. Aber hätte das ein älterer Arzt (mit Muttersprache deutsch) erkannt? Die Tabletten reichen für 100 Tage. Wenn sie verbraucht sind, werde ich mich erst wieder melden, wenn ich wieder Schmerzen habe, womit ich Dauerschmerzen meine, etwa beim Treppensteigen. Sicher ist es besser als eine voreilige Operation, nach der ich wochenlang an Krücken gehen muß.

Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


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