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Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

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 Barfuß und Leben
Lebenskünstler Offline

Admin


Beiträge: 1.264
Punkte: 396

02.06.2024 15:11
Ein ganz normaler Samstag aus dem Leben eines barfüssigen Gärtners Zitat · Antworten

Im Mai ist Hauptsaison, ausser anlässlich der Hochzeit eines meiner Kinder, eine überraschende Kindstaufe oder - was ich nicht hoffe - ein Todesfall im engsten Familien- und Freundeskreis bin ich so gut wie nicht aus meinem Garten weg zu locken. Für eine Tagesreise in eine grössere Stadt fehlt mir da die Zeit, und vor allem Lust. Metropole, und da gar indoor: ne, nicht mit mir.

Barfuss gärtnern, geht das überhaupt? Na klar! Ein paar Kompromisse muss ich schon eingehen, z.B. bei Arbeiten mit Ketten-/oder Kreissäge, elektrischen Geräten wie Rasenmäher, oder auch Sense ist Sicherheitskleidung incl. Schuhe ein MUSS. Mit Spaten und Grabgabel barfuss arbeiten, funktioniert auch nicht. Aber sonst gibt es keinen Grund im heimischen Garten nicht barfuss zu sein.

Im Gegenteil. Barfuss erlebt man Dinge, die in Gartenclogs oder gar komplett geschlossenen Schuhen unmöglich sind.
Das fängt schon bei dem Morgentau an, oder dem regennassen Weg den zu begehen ein wunderbar angenehmes Gefühl ist

Um sechs Uhr früh wollte ich eigentlich noch schlafen, doch die heimischen Singvögel lockten, so laut sie konnten. Gewonnen. Ich schnappte mir ein handy, und machte ein Video um das Konzert für kalte, stille Wintertage einzufangen. Unter dem herrlich weiss blühenden Hollerbusch hindurch bewegte ich mich vorsichtig vom Hof in den Garten.

Am Frühbeet hielt ich kurz an. Es war schön anzusehen, wie sich die Mohnblüten entfalteten. Schade, diese Pracht hält nur kurz.



Weiter ging es auf das Grundstück, das eher einer Wildnis ähnelt, als einem Nutzgarten wo ich hoffe im Herbst zentnerweise Gemüse der verschiedensten Sorten zu ernten.
Vorher natürlich eimerweise Beeren, die danach rufen zu Wein vergoren zu werden. Oder einfach nur für den Winter im Glas konserviert werden.
Die Himbeeren blühten schon kräftig, für „von der Hand in den Mund“ sind es diesmal wirklich reichlich.

Dieser Anblick hier gefiel mir gar nicht. Tausende von Nacktschnecken tummelten sich, und machten vor nichts halt.
Solange sie nur meinen Giersch anknabbern, oder die Kermesbeeren (linkes Foto) ist es mir egal.



Die Blüte rechts gehört glücklicherweise nicht zu einer meiner Gemüsepflanzen.

Weiter ging es ans Grundstücksende, da wo bei sehr guten Bedingungen ein kleiner Graben Wasser führt. Überall wo ich hinschaute, krabbelten auf dem Weg auch Weinbergschnecken.
Glücklicherweise würde ich gleich merken wenn ich auf eine aus Versehen drauf trete, und den Fuss zurücknehmen. Barfuss hab ich noch nie eine Gehäuseschnecke zermatscht.

Leider hatten sich die Nacktschnecken auch an meinen kleinen Kürbispflanzen bedient, was ich knurrend zur Kenntnis nehme.
Ebenso dass sie von den gestern gepflanzten Tomaten vier Stück auf dem Gewissen hatten.
Es sind glücklicherweise noch genug Jungpflanzen da.

Am Grünspargel versuchten sie sich auch, doch der war wohl zu holzig.



So sammelte ich alle schleimigen Gesellen ein, die ich erwischte, und warf sie über den Zaun.
Sie fielen weich, in ein Brennnesselfeld, und durften sich da austoben.

Auf dem Rückweg zum Hof kam ich wieder am Mohn vorbei, der sich schon deutlich weiter entfaltet hatte.
Ein Heuschreck entdeckte die Pollen einer der Blüten für sich als willkommenes Frühstück.



Von Freunden erfuhr ich später, dass es wohl eine punktierte Zartschrecke sein könnte.

Mit viel Glück bleibt sie ein Weilchen. So machte ich mich schnell auf ins Haus, um eine richtige Kamera zu holen.

Auf dem Weg stolperte ich fast über etwas Grünes, das gerade aus dem Giersch heraussprang. So einen Frosch sah ich bisher noch nie.
Vorsichtig tappte ich um ihn herum, in der Hoffnung ihn nicht zu verjagen.

Mit der Kamera bewaffnet und wieder unter dem Hollerbusch durch, hüpfte mir der Frosch entgegen. So ein hübsches Kerlchen wie diesen Teichfrosch sah ich bisher selten.
Er hielt still, und liess das Fotografieren über sich ergehen.



Auch der Heuschreck war noch da, sowie viele andere kleine Bewohner meines Gartens.

Später am Tag entdeckte ich einen Vierfleck, eine Libelle die bei uns nicht so häufig vorkommt.



Es wurde mal wieder Zeit, bei der Katzen- (oder Igel-)Tränke das Wasser auszutauschen.
Huch... was schwimmt denn da in der Schüssel? Ein kleiner Lurch, fragt mich nicht wie der da hinkam, denn der nächste Gartenteich ist ein Stück weit weg.



Über Buschfunk fragte ich wer einen Teich hat, und ihm ein neues Zuhause geben kann. Schnell fand sich jemand.
Vorsichtig schüttete ich das Wasser mitsamt dem Lurch in einen großen Kübel, schon bald konnte er im Teich einer Freundin einziehen.

Ein ganz normaler Tag neigte sich dem Ende zu.

Ich war glücklich, barfuss das Leben geniessen zu können ohne wenn und aber,
und dabei soviel Natur um mich herum zu haben.

Grüßle vom Lebenskünstler


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