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Dieses Thema hat 5 Antworten
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 Die Gesundheit unserer Füße
Hep84 Offline



Beiträge: 128
Punkte: 81

14.03.2013 23:11
Nagelpilz-Behandlung Zitat · antworten

Hallo zusammen,

ich hätte eine frage hat jemand Erfahrung in der Behandlung von Nagelpilz ein Mädel aus meiner Gruppe hat straken Nagelpilz, es wurde schon mit homöopatischer Medizin(Bismutum-Salbe ) probiert, aber das hat nix gebracht.
Jetzt hat sie einen Lack bekommen,wo man den Nagel abfeilen muss.
Gibt es noch andere Methoden den Pilz loszuwerden, innerlich auf Naturbasis?

Danke für die Tipps

Liebe Grüßle

Lisa


Engel Offline

Admin


Beiträge: 1.438
Punkte: 666

15.03.2013 00:14
#2 RE: Nagelpilz-Behandlung Zitat · antworten

Hi Lisa
Nagelpilz ist n heikles Thema. Meine Mutter hatte damit mal Probleme.
Es gibt für verschiedene Stadien auch verschiedene, teils mit Nebnwirkungen belastete Methoden.
Zuerst sollte man mal wissen wie stark der Befall ist.
Beim Befall 1 Nagels (nicht höher als 70%) sollte eine lokale Behandlung mit antimykotischen Salben / Lacken erfolgreich sein. Dabei sollte der Nagel dann vorher durch Salben aufgeweicht, oder durch feilen aufgeraut werden. Welches Produkt hier gewählt werden sollte müsstest Du mal bei nem Apotheker erfragen, die kennen sich da i.d.R. aus.
Es ist auch möglich den Nagel mittels einer Keratolylikums (z.B.Harnstoffsalbe) soweit aufzuweichen das er sich ablöst.

Ist der Befall stärker, oder sogar auf mehrere Zehen ausgedehnt sollte die Behandlung systemisch durch sog. orale Antimykotika erfolgen (müsste dann wohl n Arzt verschreiben). Hierbei ist aber das Alter und die gesundheitliche Verfassung (v.a. Leber) des Patienten zu beachten. Diese Punkte beeinflussen auch die Dauer der Therapie, welche ca 3-6 Monate (in schwierigen Fällen auch 1 Jahr Intervalltherapie) beträgt. Hier bietet sich ne Kombi-Behandlung an, also Lokal und Oral, welche wohl ne bessere Heilungsquote erziehlt.
Hierbei ist auch zu beachten, das viele Pilzarten mittlerweile eine Antimykotikaresistenz gebildet haben und somit die Behandlung damit eventuell erfolglos sein kann.
Aber wie gesagt da sollte n Arzt involviert sein.

Sollte der Befall geringer sein (1 Nagel > 50%) wäre auch ne naturheilkundliche in betracht zu ziehen.
Dabei sollte der Nagel auch aufgeraut werden und über mehrere Wochen 2 mal täglich mit 5-25%igem Essig eingerieben werden. Die Pilze mögen eher ne basische Umgebung und somit ist zuviel Säure nicht grad zuträglich für ihr Wachstum und Fortbestand.
Auch können wohl Behandlungen (auch über mehrere Wochen) mit Lavendel-, oder Teebaumöl Erfolge bringen. Ich persönlich habe das aber noch nicht selbst bezeugt bekommen.

Es gäbe auch noch ne Lasertherapie, die aber nicht von den ges. Kassen bezahlt wird.
Es kann auch vorkommen das ein Arzt zum ziehen das Nagels rät. Aber der stammt dann noch aus m Mittelalter. Diese Methode ist überholt und birgt eigentlich mehr Gefahren als andere, da dabei noch ne zusätzlich Verletzung entsteht.

Fazit:
Bei einem stärkeren Befall würde ich nicht mit homöopatischen oder naturheilkundlichen Methoden rumexperimentieren. Fuß-& Nagelpilze sind sehr hartnäckige gemeine Biester.

Bei allen Behandlungsmethoden ist aber eines immer zu beachten.
Die betroffene Stelle sollte nicht eingeengt und immer gut belüftet sein.
Es sollten wenn überhaupt nur Socken aus Naturstoffen (am besten Baumwolle) getragen werden, auf keinen Fall syntetik.
Und die "Fußbekleidung" sollte nicht einfach nur gewaschen, sondern desinfiziert werden (am besten auch diejenigen die man schon länger nicht mehr getragen hat.
Der Patient muss unbedingt die verordnete Therapie befolgen. Also nicht, wenn der Arzt sagt das Medikament morgens und abends einnehmen, nimmt man halt wenn mans mal vergessen hat am nächsten Tag 2 Dosen. das gleiche gilt auch für die lokale Behandlung. Und auch wenn sich nicht gleich n Erfolg einstellt, trotzdem hart am Ball bleiben und weiter machen. Denn bis zu 40% der Behandlungen schlagen fehl weil der Patient resigniert.
Und wenn der Arzt sagt man soll die Behandlung noch 3 Monate weiter führen, obwohl die Nägel alle wieder tiptop aussehen, sollte unbedingt der Anweisung folge geleistet werden.
Wie gesagt, die Pilze sind kleine Ratten und verstecken sich gerne.

Ich hoffe ich konnte Dir damit einigermaßen weiter helfen.

Gruß Engel




rot/kursiv geschriebene Beiträge beziehen sich auf meine Funktion als Admin / Mod und spiegeln nicht zwingend meine Meinung als normaler User wieder.


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Hep84 Offline



Beiträge: 128
Punkte: 81

15.03.2013 11:27
#3 RE: Nagelpilz-Behandlung Zitat · antworten

Hallo Engel
vielen Dank für Deine Tipps.
Mit der Nagelpilz-Nagellack haben wir gestern begonnen.
Mal schaun ob es was bringt da sie schon mehr als 70 % des Nagels betroffen sind und sie min 3-5 Zehen den Pilz hat...
Sch... Viecher...

Liebe Grüßle

Lisa


Engel Offline

Admin


Beiträge: 1.438
Punkte: 666

15.03.2013 11:53
#4 RE: Nagelpilz-Behandlung Zitat · antworten

Ui, schon so weit .
Dann sollte sie unbedingt zum Arzt gehen, das bekommt man mit ner lokalen Therapie nicht mehr in den Griff. Da brauchts ne Kombibehandlung.

Gruß Engel




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Hep84 Offline



Beiträge: 128
Punkte: 81

15.03.2013 22:31
#5 RE: Nagelpilz-Behandlung Zitat · antworten

Hallo Engel,

sie war gestern beim Hautarzt und der hat ihr den Nagellack verschrieben.
Mal schauen... ob es Erfolg haben wird.

Aber danke für den Tipp ich werde weiter berichten...
Liebe Grüßle

Lisa


Michael aus Zofingen Offline



Beiträge: 627
Punkte: 248

17.03.2013 10:36
#6 RE: Nagelpilz-Behandlung Zitat · antworten

Hallo,
meine Nagelpilzgeschichte hat ihren Ursprung bereits 1974, als ich 18 Jahre alt war (und noch bei den Eltern lebte). Damals hatte ich bei meinem Velo den Pneu gewechselt. Unglücklicherweise fiel mir da die Metallfelge auf den Nagel des linken großen Zehs, ich trug Haussandalen, „selbstverständlich“ mit Sokken. Die Folge: als erstes höllische Schmerzen, der Nagel wurde dunkel. Etwa nach zwei Monaten fiel der ganze Nagel ab, darunter hatte sich irgendwas Hartes gebildet. Es wuchs wieder eine Art Nagel, aber dick, rillig und siebartig. Im Laufe der Jahre löste sich der Nagel immer wieder ab, und es kam immer etwas mehr oder weniger Unschönes wieder.

Etwa 1990(!) sagte mein Vater, ich müsse sofort(!) mit dem Nagel zum Arzt. Er hätte gehört, daß es ein Pilz sein könnte, und das kann gefährlich sein. Zu diesem Zeitpunkt lebte ich schon längst in der Schweiz und ich war an einem verlängerten Wochenende (Himmelfahrt) bei meinen Eltern zu Besuch. Ich sagte ihm nur: „Wenn das ganze schon 1974 geschehen, ist es sicher nicht so dringend, daß ich hier in Deutschland zum Arzt gehe und mir Schwierigkeiten mit der Schweizer Krankenkasse einhole. Das hat sicher noch Zeit, wenn ich wieder in der Schweiz bin (mein Vater sprach mich am Freitag an und ich wollte am darauffolgenden Montag wieder in die Schweiz). Zähneknirschend sahen meine Eltern das ein. Ich vermute einmal, daß meine Eltern mich in erster Linie deswegen in Deutschland zum Arzt schicken wollten, weil sie dann sicher sind, daß ich überhaupt beim Arzt war, während sie mich von Deutschland aus nicht kontrollieren konnten, ob ich in der Schweiz einen Arzt aufsuche. Da ich nicht wegen jedem Wehwehchen zum Onkel Doktor gehe, machte ich es nun auch nicht. Am Telefon log ich meinen Eltern vor, daß mir der Arzt eine Salbe verschrieben habe. Der Pilz würde daran zugrunde gehen, aber es könne angehen, daß der Nagel nie mehr richtig zurechtwachse.

Vor etwa 14 Jahren hatte ich mal eine Wanderung im Tessin unternommen. Es war Sommer und ich trug fette Turnschuhe ohne Sokken. Obwohl ich mir vorher die Nägel gekürzt hatte, hatte ich mir einen blutunterlaufenen Nagel am großen Zeh des rechtes Fußes geholt. Im Laufe der Zeit löst sich der Nagel teilweise von der Haut, so daß ich ihn stark kürzen konnte. Auch hiermit ging ich nicht zum Onkel Doktor. Damals dachte ich, daß ein Nagelpilz nichts anderes als ein „normaler“ Fußpilz sei, nur unter dem Nagel und nicht weiter gefährlich. Als ich das alte Barfußforum vor fast 10m Jahren kennen lernte, habe ich einige Beiträge zum Thema Fußpilz gelesen. Die negativen Dinge haben sich weniger in meinem Kopf festgesetzt als der Satz, daß man als Barfüßer weniger der Pilzgefahr ausgesetzt ist als als fetter Schuhträger (Adjektiv bezieht sich auf die Fußbekleidung, nicht auf den Menschen). Also hoffte ich, daß der Nagelpilz durch häufigeres Barfußgehen elendig krepieren würde.

2009 mußte ich auf Sattelbefehl meines Vorgesetzten doch zum Onkel Doktor. Ich nach einer barfüßigen Velotour ins Elbsandsteingebirge stark geschwollene Füße. Der Hautarzt vermutete eine Lichtallergie, ausgelöst durch möglichen Kontakt mit Pflanzen. Dabei fielen ihm meine Fußnägel auf, und er nahm eine Probe. Die Pilze lebten tatsächlich noch. Er meinte, es gäbe eine Therapie, die Monate dauern würde. Ohne diese Therapie würde der Pilz weiterleben, was jedoch nur ein „Schönheitsfehler“ bedeuten würde, kein gesundheitlicher Schaden.

Vor fast einem Jahr fand ich zufällig in der Zeitung folgenden Tip (Rubrik „Haushaltstip“):
„Zweimal täglich eine Lösung aus Alkohol (39 %) und Peressigsäure (1 %) auftragen und Nagel regelmäßig so weit wie möglich abfeilen, bis er wieder gesund und rosafarben herauswächst. Solche Lösungen gibt es fertig gemischt zu kaufen für einige Franken. Es dauert einige Monate, bei Nagelpilz und einige Tage bei Fußpilz, bis alles wieder in Ordnung ist.“

Im Labor am Arbeitsplatz hatten wir eine Lösung Peressigsäure in Essigsäure, von der ich mich kostenlos bediente. 2,5 g dieser Lösung löste ich in 38 g Ethylalkohol und 62 g demineralisiertem Wasser (beides gab es ebenfalls kostenlos im Labor). Somit hatte mein Nagelpilzkiller eine ähnliche Zusammensetzung wie in der Zeitung, nur statt 1 g Peressigsäure zusätzlich 1,5 g Essigsäure. Ich trug die Lösung auf, indem ich ein Stück Klopapier mit dem Zeug tränkte und einerseits den Nagel von oben bestrich, andererseits auch das Papier auswrang und die tropfen zwischen Nagelunterseite und Haut tropfen ließ. Peressigsäure ist ein Oxidationsmittel, was dafür sorgt, daß der Pilz quasi bei lebendigem Leib verbrennt. Da, wie Engel schon schrieb, Pilze alkalisches Niveau bevorzugen, würde die Essigsäure auch ihren Teil dazu beitragen. Immer dann, wenn ich zu Hause meine Füße mit Seife (alkalisch) gewaschen hatte, benutze ich meine Trinktour, um die Seife zu neutralisieren (Seife + Essigsäure ergibt Natriumacetat und Fettsäure).

Ich gebe zu, daß ich nicht konsequent zweimal am Tag das Zeug aufschmierte. Morgens vor der Arbeit habe ich es schon öfters vergessen. Und wenn ich auf mehrtägigen Velotouren unterwegs war, habe ich die Braunglasflasche auch nicht mitgenommen. Und die Wirkung: Ob die Pilze ins Gras gebissen haben oder noch unter meinen Nägeln dahinvegetieren, kann ich nicht sagen. Zumindest sind die „Hohlräume“ zwischen Nagelunterseite und Haut weniger geworden. Manchmal sind Teile der Nageloberseite gelb, aber nur oberflächlich. Die Haut an den Zehenkuppen ist manchmal etwas ledrig (habe ich aber nur dann beobachtet, wenn ich bei winterlichen Verhältnissen länger barfuß draußen war). Somit weiß ich nicht, ob die Essigsäure für eine Hautgerbung gesorgt hat oder ob es einfach „normale“ Wintereinflüsse waren.

Wenn manche Leser nun glauben, meine Tinktur wäre eher eine „chemische Keule“ statt ein Naturheilmittel, dem kann ich nur sagen: Ich bin Chemiker, und ich liebe meinen Beruf. Einziger Nachteil: Im Dienst muß ich Schuhe tragen – und lange Hosen (und beim Aufenthalt im Betriebsgebäude sogar eine Kopfbedeckung). Kotz! Würg!

Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


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