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Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

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Dieses Thema hat 2 Antworten
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 Barfuß und Leben
kerstin Offline

Admina


Beiträge: 1.905
Punkte: 1.181

18.06.2011 06:26
Meine Reha - erster Teil Zitat · antworten

Hallo zusammen,

nun kommt er endlich mal, mein erster Bericht aus der Reha. Nun ist bereits der neunte Tag (mit Anreisetag Donnerstag, 09.06.2011). Am 09.Juni bin ich von einem "Abholservice", welchen die Klinik beauftragte, direkt vor meiner Haustür abgeholt worden. Sehr toller Service der Klinik, welcher mir absolut keinen Cent kostete. Wenn die Reha vorbei ist, werde ich auch wieder bis zur Haustür gebracht. Echt genial, und das zu einer Zeit, in welcher überall gespart wird - vor allem an den kleinsten und schwächsten. Eine Fahrt quer durch Stuttgart, was auch reibungslos klappte, bei Zuffenhausen auf die A81, und nach einer flotten Fahrt waren wir in etwa einer Dreiviertelstunde in Bad Wimpfen. Ich kannte dort absolut nichts mehr - kein Wunder, denn seit mein Vater dort zur Kur war, sind wenigstens 25 Jahre vergangen. Der Bau, in welchem ich untergebracht bin, scheint der älteste Teil der Klinik zu sein, denn dort kam mir einiges sehr bekannt vor. Auch die drei Aufzüge dort sind wenigstens so alt - nee, eher noch deutlich älter, denn sie waren ja schon längst in Betrieb, als mein Vater dort war. Echt interessant, diese Aufzüge, denn manchmal gehen die Türen immer auf und zu, manchmal bleibt auch einer stecken, aber man ist ja noch jung und hat jede Menge Zeit. Na ja, "jung" ist hier eher relativ, denn zumeist sind es wesentlich ältere Rehapatienten, die hier sind.

Wir kamen also vor der Klinik an. Nun schnell die Taschen aus dem Auto geholt. Ich hatte wie die meisten zwei große Sporttaschen dabei, allerdings war ich die einzige, die ihre Inliner dabeihatte. Die darf ich - zumindest vorläufig - schön im Schrank stehen lassen. Nun war es auch noch Mittag, so daß uns die Dame an der Rezeption zuerst zum Mittagessen schickte. Wir mußten einen Stockwerk tiefer gehen. Da war dann der Speisesaal. Ich fing gleich an, Vergleiche mit Bad Rappenau zu machen, wo ich vor mittlerweile 21 Jahren zur sechswöchigen Kur wegen Psoriasis war. Hierbei schneidet die Klinik hier schlechter ab. Auch die Unterkunft war in Bad Rappenau besser. Hier ein paar Bilder von bzw. aus meiner Reha:



Zufahrt zur Klinik


Hier ist der Haupteingang zur Klinik


Das ist das "hypermoderne" Terminal der Klinik - und das einzigste...


...nun auch noch frontal...


Hier geht es u.a. zur Sporthalle


...und hier darf ich jeden Morgen zur Ergotherapie


Hier sitzen sie, diese Süchtigen...


Dieser Durchgang führt zu meinem Bau "F"


Hier, Leo, geht es zum Solebad (ich bin frech!)


Hier gibt es ein paar Läden, Friseur usw.


Mit diesen hochmodernen Fahrstühlen anno 1974 geht es in die Unterkünfte


Bitte hineinsteigen...


auf den richtigen Knopf drücken - das kann nicht jeder...


Oben in meiner Etage - Ebene 5 - in richtung Flur, wo sich mein Zimmer befindet


Mein Flur vor dem Windfang


Man kommt immer näher...


Dies ist nun meine Zimmertür


Gleich ist's soweit:


Mein Zimmer


Meine Meditationsstätte


Die richtige Literatur dazu


Blick zur Zimmertür


Ein Bad habe ich auch; Ist das etwa das "Bad" Wimpfen?


Hier die Dusche bzw. ein Teil davon. Hier ist es recht eng
aber wir sind ja schlank gebaut (wehe, jemand behauptet
das Gegenteil )...


Den Schalter finde ich nicht schlecht. Technische Meisterleistung


Mein Balkon vom Zimmer aus zu sehen - klein, aber mein...


Der Ausblick auf den "Palmenstrand"...


Was die Verpflegung betrifft, ist es hier wirklich gut. Sicherlich sind die jeweiligen Portionen deutlich kleiner als die, welche ich früher "verschlang", doch davon wollen wir ja wegkommen . Ein schöner, großer Kurpark ist hier, durch welchen ich gerne mit meinen Inlinern gefegt wäre, doch das hat mir der Onkel Doktor untersagt. Selbst das Baden, Sauna - ja sogar Wassertreten ist mir für wenigstens ein Vierteljahr nach dem Infarkt verboten worden. Dabei habe ich mir einen sooo schönen, neuen Badeanzug gekauft, um mit Leo im Solebad um die Wette zu schwimmen. Ja Leo, das ist nun leider höhere Gewalt! Auch mit Renate wollte ich gerne ins Bad, doch es ging eben nicht ...

Zu Pfingsten war Renate bei mir zu Besuch, worüber ich mich wirklich besonders gefreut hatte. Über diese Zeit werde ich einen extra Beitrag schreiben - natürlich auch bebildert. Es ist hier eben nicht so einfach wie daheim, wo ich an die Kiste hocke und schnell mal einen bebilderten Roman schreibe. Hier steht, wie Ihr ja auf den Bildern gesehen habt, ein ganzer Internetrechner zur Verfügung, und oft ist dieser besetzt. Über das Netbook und meinem WLAN-Stick ist es katastrophal langsam. Fragt nicht, wie lange ich brauchte, um die 33 Bilder hochzuladen! Hier an diesem Rechner geht nur Internet. Das Browserfenster kann man gar nicht wegklicken, um das freie Desktop zu sehen. Anwendungen wie WORD oder so wie auch Bildbetrachtungs- und bearbeitungsprogramme stehen hier nicht zur Verfügung, so daß ich die Bilder vià USB-Stick hochladen könnte. Na ja, egal...

Bislang waren meine Therapien Ergometrie, Gymnastik "light", Gehen - also wirklich nur herumhatschen - kein laufen, Laufband, und dann einige Vorträge wie über das Herz, Diät, über das Thema Behinderung und Ausweis, Eine Echokardiografie durch den Chefarzt persönlich - ein sehr freundlicher Mensch, der einem auch die Hand zur Begrüßung und zum Abschied gibt und sich mit einem auch eine Weile unterhält. Er weiß eben, wie er mit Frauen unzugehen hat Heute bekam ich den neuen Plan für nächste Woche. Dieser ist ganz schön voll.

Vor drei Tagen mußte ich zu einem Postamt in Bad Wimpfen gehen. Es war schon ziemlich weit zum laufen, doch es hatte mir bei bestem Wetter und in einem hübschen, kurzen Kleid sowie barfuß viel Spaß gemacht. Auf dem Weg hatte ich dauernd Dominik an der Strippe. Dann mußte ich noch zum Edeka, um dort ein paar Kleinigkeiten zu kaufen - nur ein bißchen Obst und Duschgel sowie Shampoo. An der Kasse merkte ich dann, daß es bereits 17:50 Uhr war, und ich hatte noch eine schöne Strecke zur Klinik gehabt. Schnell bezahlt, Sachen in die von mir mitgebrachten Baumwolltasche gesteckt und ab zur Klinik - alles bergauf. Ich schwitzte wie eine Blöde und bekam plötzlich wieder einen leichten Druck auf die Brust und auch leichte Ausstrahlungen in den linken Arm. Das war wohl etwas zu viel für mein Herz gewesen. Denoch schaffte ich es sogar noch rechtzeitig, in die Klinik zu kommen. Ich wollte noch schnell ins Zimmer, um mich frischzumachen und umzuziehen, doch die Aufzüge waren dauerbelegt. Toll, sowas in einer Klinik! So ging ich eben so wie ich war in den Speisesaal. Es gab Aufschnitt, aber auch u.a. Krautsalat. Von diesem nahm ich mir eine Portion. Als ich auf meinem Platz saß, merkte ich immer wieder ein bißchen stechen in der Brust. Ich bekam schon ein wenig Angst, denn noch einen Infarkt wollte ich nicht bekommen - einer reichte! Ob ich einen zweiten überleben würde - keine Ahnung...

Da ich im Zimmer einen kleinen Fernseher habe, nahm ich von daheim meinen DVD-Player mit, dazu ein paar DVDs - vor allem meine Lieblingsserie mit "Dr. House". Dies ist die einzigste Fernsehserie, welche ich auf DVD habe. So liege ich dann im Bett und schaue dann entweder etwas TV oder eben Dr. House. Meistens schlafe ich dann ein, und die DVD ist dann abgelaufen. Um 6:00 Uhr geht mein Radiowecker los, dann gehe ich duschen, mache mich für den Tag fertig, gehe mich zuallererst wiegen und dann frühstükken. So geht das dann jeden Tag, nur an den Sonntagen stehe ich etwas später auf, denn da ist erst ab 8:00 Uhr Frühstück - sonst 7:00 Uhr.

Barfuß laufe ich hier sehr viel, nur zu den Therapien muß ich Schuhe tragen. Darauf wird hier bestanden. Auch das Gehen draußen im Freien geht nur beschuht, weil die Angst haben, man könnte in etwas hineintreten. Deswegen durfte ich die letzten drei Tage nicht mitgehen, weil ich wegen meines erneuten Gichtanfalles - das geschah am Pfingstsonntag - in keinen Schuh kam. So durfte ich indoor auf einem Laufband laufen - und dies barfuß. Muß übrigens mal fragen, ob ich auch mal Bilder machen darf. Dann zeige ich Euch, wo ich mit was "gequält" wurde ...

So, nun habe ich mal endlich den ersten Teil fertig - vielleicht nicht in der Qualität, wie Ihr es von mir gewöhnt seid, doch wenn ich wieder daheim bin, wird das alles viel einfacher sein. Auf jeden Fall mache ich mich nun an den Beitrag mit dem Treffen von Saalenixe zu Pfingsten ran. Bis dahin möchte ich Euch um Geduld bitten.

Viele therapeutische Barfußgrüße,

Kerstin



Das Forum für Freunde kurzer Hosen:

http://www.kurzehosenforum.de













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Leo Offline



Beiträge: 692
Punkte: 484

18.06.2011 20:52
#2 RE: Meine Reha - erster Teil Zitat · antworten

Hallo Kerstin,

Zitat von Kerstin


Hier, Leo, geht es zum Solebad (ich bin frech!)



Solebäder sind nicht gut für Leute mit Herzschwäche - Mineralbäder schon eher - HIER geht’s dorthin - scheuche Dich gerne:

Hier, Kerstin, geht's zum Freibad

Ich zitiere aus: http://www.krankenkassen.de/gesundheit/V...zinfarkt-sport/

Zitat von Krankenkassen.de

Bewegung ist das A und O

… Geeignet sind Spaziergänge, Wandern, Walking, Jogging, Skilanglauf, Inlineskating, Radfahren, Schwimmen, Wassergymnastik, Gymnastik und Tanzen. In vielen Städten werden auch spezielle Herzsportgruppen angeboten.



Sport nach Herzinfarkt: So kommt die Ausdauer zurück

"Vor allem in der Anfangsphase sollte das Training nur unter medizinischer Aufsicht stattfinden", rät Dr. Katja Matthias, "denn der Grat zwischen zu wenig und zu viel körperlicher Betätigung ist nach einem überstandenen Herzinfarkt schmal." Die AOK-Ärztin empfiehlt daher Herzpatienten, bei einer Herzsportgruppe mitzumachen: "In der Gemeinschaft wird unter Anleitung von Ärzten oder auch Physiotherapeuten gemeinsam Sport gemacht, aber auch ein individueller Trainingsplan erstellt."

Ausdauer trainieren

Geeignete Sportarten nach einem Herzinfarkt sind die so genannten Ausdauersportarten. Dazu gehören Spazieren gehen, Walken, Wandern, Joggen, Schwimmen, Rad fahren (aber nicht Mountainbiken) und Skilanglauf. Geeignet ist auch ein regelmäßiges Training zu Hause mit einem Fahrrad-Ergometer.

"Besonders für übergewichtige Patienten oder solche mit orthopädischen Problemen sind Radfahren und Ergometer-Training günstig, denn dabei muss das Körpergewicht nicht getragen werden", so Dr. Matthias. "Ein weiterer Vorteil des Ergometers ist, dass der Patient während der Belastung seinen Puls messen kann."



Das ist besonders wichtig - Du darsft einen bestimmten, vom Arzt nicht zu überschreitenden Maximalspuls nicht überschreiten. Das läßt sich bei jedem Sport - auch Schwimmen - einfach mit einer Pulsuhr kontrolliere.

Zitat von Krankenkassen.de
… warnt AOK-Ärztin Matthias. "Der Arzt ermittelt die Leistungs- und Belastungsfähigkeit des Herzens mit Hilfe eines Belastungs-EKG. Dann empfiehlt er die passende Sportart und sagt, wie hoch der individuelle Trainingsaufwand sein sollte", so Dr. Matthias. "Am Anfang darf nicht übertrieben werden. Das Training kann nach und nach gesteigert werden."



Und nach Deiner Rückkehr kannst Du mit Deinen guten Vorsätzen hier in der Praxis weitermachen:

http://igze.de/de+Aerzte+Innere_Medizin_...zsport__87.html

Zitat hieraus:

Zitat von Das Integrierte GesundheitsZentrum Esslingen (IGZE)
Herzsport

"Prävention-Wagen" galt bereits 1979, als Dr. W. Mahringer mit dem Turnverein 1894 Zell e. V. für Esslingen die erste Koronar- und Herzsportgruppe gründete.

Treffpunkt: Donnerstag, 19 - 20 Uhr in der Sporthalle der Berufsschule Zell
Ansprechpartnerin: Frau A. Mangold, Tel. 0711/36 62 36

Gesundheitsförderung durch mehr Bewegung ist und bleibt unumstritten!

Ob Walking, Radfahren, Schwimmen - ob krank, als Vorsorge oder Gesundheitsförderung, es ist unumstritten: Bewegung steht zur Risikobewältigung mit an erster Stelle - nach fachgerechter Eingangs- und Eignungsuntersuchung mit Beratung.




Zitat von Kerstin
Selbst das Baden, Sauna - ja sogar Wassertreten ist mir für wenigstens ein Vierteljahr nach dem Infarkt verboten worden. Dabei habe ich mir einen sooo schönen, neuen Badeanzug gekauft, um mit Leo im Solebad um die Wette zu schwimmen. Ja Leo, das ist nun leider höhere Gewalt! Auch mit Renate wollte ich gerne ins Bad, doch es ging eben nicht ...




Hat er Dir denn wirklich das Baden ALLGEMEIN verboten - oder nur in Thermal-Wasser / warmen Wasser und dann erst Recht im Solewasser? Was ist mit 26 Grad warmen Wasser in einem Chlor- oder Mineral-Wasser-Freibad?

Zitat von Kerstin
Bislang waren meine Therapien Ergometrie, Gymnastik "light", Gehen - also wirklich nur herumhatschen - kein laufen, Laufband, und dann einige Vorträge wie über das Herz, Diät, über das Thema Behinderung und Ausweis, Eine Echokardiografie durch den Chefarzt persönlich - ein sehr freundlicher Mensch, der einem auch die Hand zur Begrüßung und zum Abschied gibt und sich mit einem auch eine Weile unterhält. Er weiß eben, wie er mit Frauen unzugehen hat Heute bekam ich den neuen Plan für nächste Woche. Dieser ist ganz schön voll.



Wenn es Dich so schlimm erwischt hast, daß Du wirklich GAR nicht langsam schwimmen darfst - dann hast Du hier mit Deinem Leben gespielt:

Zitat von Kerstin
Schnell … ab zur Klinik - alles bergauf. Ich schwitzte wie ein Blöder und bekam plötzlich wieder einen leichten Druck auf die Brust und auch leichte Ausstrahlungen in den linken Arm. Das war wohl etwas zu viel für mein Herz gewesen. Denoch schaffte ich es sogar noch rechtzeitig, in die Klinik zu kommen.



Wer zu spät kommt, lebt länger!

Zitat aus:

http://www.internisten-im-netz.de/de_risikofaktoren_30.html

Zitat von Internisten im Netz
Als Risikofaktoren für einen Herzinfarkt gelten:

Rauchen
Bluthochdruck
hohe Blutfettwerte
Diabetes mellitus
Übergewicht
Bewegungsmangel
Lebensalter (Männer über 45 Jahre; Frauen über 55 Jahre)
erbliche Faktoren: Herzinfarkte, Bypass-OP, Schlaganfall bei Familienangehörigen ersten Grades
Stress

Zur Hochrisikogruppe für einen Herzinfarkt gehören vor allem Personen mit besonderer Ausprägung einzelner oben aufgeführter Faktoren oder häufiger noch mit einer Kombination verschiedener Risikofaktoren. Stark gefährdet sind auch Patienten mit bekannter Herzgefäßerkrankung oder Zustand nach Herzinfarkt sowie Patienten mit Arteriosklerose, wie z. B. peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) oder Arteriosklerose der großen Schlagadern.





SEI VORSICHTIG!!!! Die Situation ist immer noch ernst!

Zitat aus:

http://www.infarkt.de/infarkt-und-herzle...eninformationen

Zitat von www.infarkt.de
Herzinfarkt Folgen: Wichtige Patienteninformationen
Auch wenn nicht jeder Infarkt tödlich endet, kann er viele schwerwiegende Folgekrankheiten nach sich ziehen. Wichtige Informationen über Herzinfarkt Folgen finden Patienten im Internet.

Viele Herzinfarkte enden tödlich, jeder Dritte stirbt innerhalb von 30 Tagen nach dem Infarkt. Doch auch die Patienten, die überleben, haben meist mit schwerwiegenden Herzinfarkt Folgen zu kämpfen.

Eine häufige Folgeerkrankung ist die Herzinsuffizienz (Herzschwäche). Sie betrifft den Herzmuskel, der nach dem Infarkt in vielen Fällen bleibende Schäden davonträgt: Gewebeteile des Muskels werden nur noch gering oder gar nicht mehr durchblutet und sterben dadurch ab. Der Herzmuskel kann sich deshalb nicht mehr so zusammenziehen und arbeiten wie vor dem Infarkt. Daraus folgt, dass weniger Blut in den Körper gepumpt wird. Die Zellen und Organe erhalten nicht genug Sauerstoff und Nährstoffe, ihre Funktion wird eingeschränkt, im schlimmsten Fall versagen sie total. Menschen, die an einer Herzschwäche leiden, sind in ihrer Leistungsfähigkeit mehr oder weniger stark eingeschränkt, dies hängt davon ab, wie groß der abgestorbene Teil des Herzmuskels ist. Viele sterben innerhalb weniger Jahre an Herzversagen. Als weitere Herzinfarkt Folgen können Herzrhythmusstörungen auftreten. Bei einem gesunden Menschen schlägt das Herz in regelmäßigem Takt. Dieser kann nach einem Infarkt durch Schädigung bestimmter Regionen durcheinander geraten. Das Herz schlägt dauerhaft zu schnell, zu langsam oder völlig unregelmäßig. Dies wirkt sich negativ auf den Blutdruck aus. Außerdem können sich Blutgerinnsel bilden, die einen Schlaganfall oder eine Lungenembolie auslösen können. Herzrhythmusstörungen können auch zum Kammerflimmern führen, welches häufig mit einem tödlichen Herzstillstand endet.

Patienten bekommen nach einem Herzinfarkt Medikamente verschrieben, auf deren regelmäßige Einnahme sie unbedingt achten müssen. Um Folgeerkrankungen oder einen erneuten Infarkt zu vermeiden, sollten sie auf eine gesunde Lebensweise achten und sich nicht zu starken Belastungen aussetzen.



Ich hoffe, ich habe mich deutlich genug ausgedrückt…

Gruß

Leo


Saalenixe-Halle ( gelöscht )
Beiträge:

18.06.2011 22:38
#3 RE: Meine Reha - erster Teil Zitat · antworten

Hallo Leo,

gut daß wir uns mit der Krankenwache abwechseln, und aufpassen daß er nicht gleich übertreibt.

Und: an manchen Stellen in der Klinik ist Barfuß ausdrücklich erlaubt!






lg Nixe


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