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Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

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Dieses Thema hat 9 Antworten
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 Barfuß und Leben
Michael aus Zofingen Offline



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Punkte: 248

05.10.2014 10:30
Abteilungsausflug ins Berner Seeland Zitat · antworten

Am 1. Februar hatte ich mein 25-jähriges Firmenjubiläum, wozu ich als Jubiläumsgeschenk 6000 SFR erhielt (wie jeder andere auch, der es so lange hier aushält). Ich wollte das Geld nicht für mich behalten, sondern habe es der „Kaffeekasse“ in der Abteilung zur Verfügung gestellt, etwa zur Finanzierung eines Abteilungsausfluges. Diesen Ausflug hat unsere Sekretärin organisiert, und am Freitag, den 26.9. 2014 war es soweit! Die Teilnehmer sollten folgendes für die Wanderung und die Einkehr ins Restaurant mitnehmen:
- General- bzw. Halbpreisabo, soweit vorhanden
- Gute Schuhe
- Jacke oder Pulli
- Evtl. Näschereien für unterwegs
Es stand nicht dabei, in welcher Form man diese Dinge tragen sollte, somit war es egal, ob man Schuhe an den Füßen, in der Hand oder im Gepäck bzw. die Jacke am Körper oder als Mütze tragen sollte. Und von der (Trage-)Art der Hose stand nichts.

Kurz nach 12 Uhr war Treffpunkt am Zofinger Bahnhof. Im Gegensatz zu den anderen Teilnehmern (die für den Nachmittag „ausstempeln“ mußten, denn als Arbeitszeit galt der Ausflug nicht) hatte ich an diesem Tag noch Urlaub, weshalb ich direkt von zu Hause zum Bahnhof radelte. Da ich die geplante Wanderstrecke zuletzt vor ca. 15 Jahren begangen war, als barfuß für mich noch ein Fremdwort war, steckte ich die Schuhe (Trecking-Sandalen) in den Rucksack für den Fall, daß der Weg schwierig werden sollte. Lieber ein „unechter Barfüßer“ als ein „echter Bremsklotz“ unter fett beschuhten Wanderern. Die Jacke steckte ich in den Rucksack lediglich als Polsterung. Und selbstverständlich trug ich eine kurze Hose, die den Namen kurz auch verdiente - mit Gürtel! Von den anderen Teilnehmern trugen alle Wanderschuhe und die Jacke teilweise am Körper, teilweise im Gepäck. Weiterhin trugen der (dienst)älteste Laborant sowie ein deutlich jüngerer Kollege Bermudas, der ältere fast kniebedeckend, der jüngere gerade kniebedeckend. Ebenso trug eine Laborantin Caprihosen. Total waren wir 17 Leute, darunter der Abteilungsleiter, neben mir noch 4 weitere Chemiker, die Sekretärin und der Rest Laboranten/innen. Am Bahnhof fragte die Sekretärin, ob ich wenigstens Schuhe dabei hatte, und der älteste Laborant sagte noch, daß er enttäuscht gewesen wäre, wenn ich anders erschienen wäre, ansonsten keine Kommentare zu meiner Aufmachung.

Mit Zügen ging es via Olten nach Biel, dann weiter mit Bus und Standseilbahn nach Magglingen, von dort begann die 1,5 stündige Wanderung durch den Jura zum Restaurant Twannberg. Anfangs war der Weg noch asphaltiert, dann kam natürlicher Untergrund, teilweise etwas steinig. Ich konnte mit dem Tempo der anderen mithalten. Als dann ein fies geschotterter Fahrweg folgte, konnte ich neben dem Weg auf Gras gehen und war somit schneller. Dann folgte ein Weg, der einige Matschpfützen hatte. Hier konnten die Leute mit Schuhen nicht gerade durchgehen, ich schon. Trotzdem machte auch ich Kurven, um ja keine Pfütze auszulassen, so wie einst Helmut Kohl die Fettnäpfchen. Zum Glück bestand ja nicht die Gefahr, daß ich mir nasse und dreckige Hosensäume holte.

Im Restaurant Twannberg gab es auf der Terrasse zur Stärkung ein „Zvieriplättli“. Der Kellner sagte nichts zu meiner Aufmachung, jedoch musterten mich einige Kinder (ebenso wie schon auf der Wanderung durch den Jura). Dann folgte der Abstieg durch die wunderschöne Twannbachschlucht, auch diese war auch recht gut ohne Schuhwerk begehbar. Wir machten einen Umweg durch die Weinberge in der malerischen Weinort Twann am Bieler See. Vorher hatte mir die Sekretärin noch befohlen, die Füße zu waschen, bevor wir irgendwo im Ort einkehrten. Das tat ich an einem Brunnen. Irgendwie erinnerte mich ihr Verhalten an das meiner Mutter, die früher Wert darauf legte, nur mit gewaschenen Füßen ins Bett zu gehen. Aber während ich mich früher dagegen gestäubt habe (manchmal täuschte ich das Füße waschen nur vor, indem ich warmes Wasser ins Becken laufen ließ, und dann mit der Hand so dagegen stieß, daß es sich in anderen Räumen so anhörte, wie wenn ich mir die Füße waschen würde), habe ich den Sattelbefehl der Sekretärin gerne befolgt.

Zunächst gingen wir zum Apero in ein Straßenrestaurant in den Gassen der Twanner Alt“stadt“, wo wir die letzten Strahlen der Sonne genossen. Auch hier keinerlei Reaktionen. Dann ging es weiter zum Restaurant „Twanner Stube“ wo die Sekretärin schon Wochen vorher einen Platz für uns zum Fischessen reserviert hat. Das Gebäude machte einen urigen Eindruck, so wie man es erwartet. Der bekrawattete Wirt (ich glaube, es war der Wirt, kein Kellner oder Stallknecht) erschien im Vorraum, während die Sekretärin ihm das Erscheinen der Gruppe meldete. Offensichtlich machen kurze Hosen in Kombination mit Wanderschuhen hungriger als lange Hosen in Kombination mit Wanderschuhen oder kurze Hosen in Kombination mit Nichtschuhen. Jedenfalls standen die beiden bebermudaten Männer unmittelbar hinter der Sekretärin, also in der Nähe vom Wirt. Ich selber hielt mich mehr hinten auf und glaube nicht, daß der Wirt mich in meiner Aufmachung gesehen hat. Der Wirt musterte die beiden bekurzhosten Männer und sprach: „Eigentlich ist es hier nicht üblich, daß Herren hier ABENDS in kurzen Hosen in die Gaststube gehen. Immerhin haben wir keinen Sommer mehr!“

Das war Gerry, dem älteren bekurzhosten Laboranten doch zu viel. Er sprach: „Mit solchen längst überholten Gepflogenheiten rechne ich noch in Spanien oder Griechenland, nicht aber in der Schweiz, und schon gar nicht im Kanton Bern. Beim Wandern sind kurze Hosen wirklich zweckmäßiger als lange bei so herrlichem Wetter wie heute.“ Die Sekretärin blickte schon etwas zerknirscht. Sollte ihre Mühe umsonst gewesen sein? Twann ist ja schließlich keine Großstadt, in der man „mal eben“ ein Restaurant für 17 Leute findet. Oder würde der Wirt eine Ausnahme machen, anstatt auf den Verdienst zu verzichten? Der andere Laborant in unlangen Hosen ging auf den Abteilungsleiter zu und sagte, er würde sich auf dem Klo umziehen.

Gerry sprach weiter: „Als ich heute Morgen früh aus dem Haus mußte, hatte ich lange Hosen an, weil es mir zu kalt war. Aus Rücksicht auf meine Kollegen werde ich mich daher umziehen. Wenn ich aber alleine unterwegs gewesen wäre oder mit meiner Familie, wäre ich in ein anderes Lokal gegangen!“ Als die Laborantin in Caprihosen sich auch mit Gerry Richtung WC begab, sprach der Wirt: „Sie brauchen nicht ihre Kleidung wechseln. Bei Damen sind blutte Beine ok!“ Darauf die Laborantin: „Wenn ich aber zum Rauchen vor die Türe gehe, würde ich frieren!“

Ich ging auf den Abteilungsleiter zu und wies wortlos in Richtung Klo. Er lächelte freundlich, da er nun sah, daß nun der spießige Wirt keinerlei Gründe mehr hatte, uns wegen unpassender Aufmachung nicht in seine hochheilige Gaststube zu lassen. Ich aber ging nicht zur Toilette zum Umziehen, sondern nach draußen. Ich hatte ja keine lange Hose dabei zum Umziehen. Ferner war ich noch ohne Schuhe, die ich jedoch hätte anziehen können. Aber ich wollte nicht. Mir war der Appetit total vergangen, vor allem auf Fisch. Im Gegensatz zu Leo bin ich zwar kein militanter Fischhasser, aber in solchen Situationen hätte ich genauso das Kotzen gekriegt. Ich begab mich in Richtung Seeufer, ging durch die Weinberge, durch den Ortskern, am Seeuferweg entlang. Die Zeit bis zur geplanten Abfahrt des Zuges verging nur langsam. Da wir eine gemeinsame Fahrkarte hatten, konnte ich ja nicht vorher fahren, außer ich hätte extra bezahlt. Und dem Wirt ist ein Schaden entstanden, weil er ein Essen weniger losgeworden ist. Hunger verspürte ich nicht, möglicherweise auch deswegen, weil ich die Strapazen der Velotour durch den Jura einige Tage vorher noch nicht voll überstanden hatte.

Endlich wurde es Zeit, um zum Bahnhof zu gehen. Wie würden meine Kollegen reagieren? Keine Worte wie etwa „Da bist du ja wieder, bist du mit der Toilettenspülung in den See gelangt?“ Ich hatte auch nicht den Eindruck, als ob sie mich mieden. Als sich die Gruppe langsam auflöste (zwei mußten in Biel Richtung umsteigen, einige verließen in Olten, um nach Zürich weiterzufahren bzw. Richtung Basel zu wechseln, und einer blieb sogar in Zofingen im Zug sitzen um Richtung Luzern weiterzufahren), bedankten sich alle bei mir für die gelungene Tour. Hatten sie wirklich mein Verschwinden nicht mitbekommen?

Am ersten Arbeitstag nach meinen Ferien sprach mich auch noch der Abteilungsleiter an. Er bedankte sich für meine Spende. Auch wenn es ihm Leid tat, daß mir das Fischessen entgangen war, so fand er es doch toll, daß ich auf derart unbürokratische Weise den Abend gerettet hatte. Er erzählte, daß die Sekretärin eine Gruppe von „ca. 17 Mitarbeitern der Firma …“ in der „Twanner Stube“ angemeldet hatte. Offensichtlich hatte der Wirt nicht mit einer Wandergruppe in entsprechender Kleidung gerechnet, sondern mit hochkarätigen Führungskräften beim Geschäftsessen. Kurze Zeit später war tatsächlich noch eine ca. 10 köpfige Gruppe von ca. 60jährigen Männern in schwarzen Anzügen erschienen, die auf den Abteilungsleiter einen eher frommen Eindruck machten und französisch sprachen. Der Abteilungsleiter hatte am Abend seine Mitarbeiter angewiesen, mich nicht auf das Ereignis anzusprechen, um zu verhindern, daß ich ausrasten könnte. Auch gab er zu, daß er Gerrys Vorgehen zwar nachvollziehen konnte, jedoch befürchtete, daß es hätte ins Auge gehen können. Ein Wirt hätte das Hausrecht, und er ist nicht verpflichtet, Leute einzulassen, die anfänglich gegen den Dreßcode verstoßen, sich dann aber fügen.

Im Nachhinein muß ich sagen, daß man am meisten der Sekretärin danken muß. Ihr ist es gelungen, eine sehr inhomogene Gruppe, die unsere Abteilung nun mal ist, unter einen HUT zu bringen, allein schon wegen der Altersunterschiede: sie selbst ist 60, Gerry und ich sind 58, der Abteilungsleiter, ein Laborant und die anderen Chemiker sind zwischen 40 und 50, der Rest unter 30 Jahre alt. Da sind die Interessen doch sehr verschieden. Privat habe ich mit keinem der Arbeitskollegen Kontakt. Mir hat die Wanderung im Jura gefallen, das Wetter war ausgezeichnet. Und das Wandern in der Gruppe ging auch ganz gut, ohne daß einer den anderen behinderte. Behinderungen sind immer nicht ganz ausgeschlossen, unabhängig davon, ob alle Teilnehmer barfuß, alle fett beschuht oder gemischt sind. Und ebenso sind Behinderungen möglich, wenn etliche Wanderer zwar gleichzeitig, jedoch unabhängig voneinander sind. Und da ich eigentlich keiner bin, der oft Restaurants aufsucht, störte es mich nicht weiter, daß ich mich die letzten 2 h alleine aufhielt anstatt mit den Kollegen in der Beiz. Vermutlich hat es zumindest die jüngeren Teilnehmer nicht gestört, daß ich als deutlich älterer nicht dabei war. Die Sekretärin hatte, wie sie später erzählte, auch den Eindruck, als ob sie von den jungen Mitarbeitern mehr als „notwendiges Übel“ in der Beiz angesehen wurde. Mit Gerry habe ich noch nicht gesprochen, da er jetzt Urlaub hat.

Eines ist sicher: Die „Twanner Stube“ ist für mich gestorben, und zwar zu JEDER Tages- und Jahreszeit. Sicher werde ich nicht extra wegen dieses bünzligen Wirtes Schuhe und lange Hosen am Abend mitnehmen (oder gleich anziehen). Aber auch tagsüber, wenn es keine Kleiderordnung gibt, würde ich nicht in kurzen Hosen und barfuß erscheinen. Und selbst dann, wenn es MIR für barfuß und kurze Hose zu kalt ist, werde ich den Laden meiden.

Schöne Grüße
Michael aus Zofingen


Dominik R. Offline

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05.10.2014 17:44
#2 RE: Abteilungsausflug ins Berner Seeland Zitat · antworten

Hallo Michael,
schön von dir wieder etwas zu hören!
Gut, daß die Wanderung insgesamt ein Erfolg war.
Aber ich finde es unmöglich, wenn du so einen Geldbetrag spendest, sollte ein Abendessen ohne irgendwelcher Komplikationen drinn sein.
Kenne die Situation in der Schweiz nicht. Hier in der BRD, zumindest in Süddeutschland, ist es keinerlei Problem eine Gaststätte zu finden, in der kurzbehoste und barfüßige Gäste willkommen sind. (nicht nur geduldet).

Schöne Grüße
Dominik

P.S.: Solchen Wirten wünscht man ja die Pest an den Hals, oder noch besser militante Kurzhosenträger oder Barfüßer im eigentlichen Wortsinn, also Kneipenterroristen die dem Kerl mal seinen Laden auseinandernehmen. (Bei solche spießigen Deppen könnte ich zum barfüßigen Hooligan mutieren.)

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Engel Offline

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05.10.2014 19:45
#3 RE: Abteilungsausflug ins Berner Seeland Zitat · antworten

Super Aktion , mal eben so nen Betrag für die Kollegen aus zu geben.
Ich an Deiner Stelle hätte mich aber um ne andere Location bemüht, selbst wärend des Essens, wenn man mich nicht so nimmt wie ich bin (hab das hier auch schon mal gepostet, wegen nem Hotel).
Und wenn ich dabei gewesen wäre, als Dein Kollege, hätte der Wirt mal richtig fetten Stress mit mir bekommen.

Gruß Engel




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Dominik R. Offline

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05.10.2014 20:05
#4 RE: Abteilungsausflug ins Berner Seeland Zitat · antworten

Zitat von Engel
Super Aktion , mal eben so nen Betrag für die Kollegen aus zu geben.
Ich an Deiner Stelle hätte mich aber um ne andere Location bemüht, selbst wärend des Essens, wenn man mich nicht so nimmt wie ich bin (hab das hier auch schon mal gepostet, wegen nem Hotel).
Und wenn ich dabei gewesen wäre, als Dein Kollege, hätte der Wirt mal richtig fetten Stress mit mir bekommen.



Hallo Engel,
scheinbar war das mit einer anderen Locaton nicht so einfach realsisierbar.

Aber, ansonsten stimme ich 100% deinem Post zu.

Was hattest du für einen Ärger in einem Hotel. Verlink doch mal den Beitrag!

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Markus U. Offline

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05.10.2014 21:58
#5 RE: Abteilungsausflug ins Berner Seeland Zitat · antworten

Zitat von Engel
Super Aktion , mal eben so nen Betrag für die Kollegen aus zu geben.
Ich an Deiner Stelle hätte mich aber um ne andere Location bemüht, selbst wärend des Essens, wenn man mich nicht so nimmt wie ich bin (hab das hier auch schon mal gepostet, wegen nem Hotel).
Und wenn ich dabei gewesen wäre, als Dein Kollege, hätte der Wirt mal richtig fetten Stress mit mir bekommen.



Hi Michael,

ich schließe mich Engel's Meinung an; so eine großherzige Spende ist eine äußerst noble Geste ! Da mutet es fast schon wie bittere Ironie an, daß der edle Spender selbst nichts davon hatte . Besonders unverschämt finde ich vor allem, daß der Wirt bei Männern, die kurze Hosen tragen, einen Aufstand macht, während er bei Damen blutte Beine ausdrücklich billigt. So etwas kann nicht einmal mit einer konservativen Einstellung erklärt oder gerechtfertigt werden, denn dann müßten kurze Hosen als genuin männliches Kleidungsstück Männern vorbehalten bleiben. Gut finde ich freilich, daß die also Begünstigte ihr "Privileg" nicht ausnutzte, sondern sich solidarisch ebenfalls umzog.

Zumindest weiß ich jetzt, daß ich den Ort Twann (hab' mich nie dort aufgehalten, sondern bin nur mal mit dem Zuge durchgerauscht) auch als Langhosenträger meiden werde (was mir leichtfällt, da ich ohnehin nur selten in die Schweiz komme).

Barfüßige Herbstgrüße,
Markus U.


Dominik R. Offline

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05.10.2014 23:28
#6 RE: Abteilungsausflug ins Berner Seeland Zitat · antworten

Zitat von Markus U.


Hi Michael,

ich schließe mich Engel's Meinung an; so eine großherzige Spende ist eine äußerst noble Geste ! Da mutet es fast schon wie bittere Ironie an, daß der edle Spender selbst nichts davon hatte .



Ja, unerträglich!

Zitat von Markus U.
Besonders unverschämt finde ich vor allem, daß der Wirt bei Männern, die kurze Hosen tragen, einen Aufstand macht, während er bei Damen blutte Beine ausdrücklich billigt. So etwas kann nicht einmal mit einer konservativen Einstellung erklärt oder gerechtfertigt werden, denn dann müßten kurze Hosen als genuin männliches Kleidungsstück Männern vorbehalten bleiben.



Der Typ muß ziemlich einen an der Klatsche haben. Seine Aussagen sind diskriminierend. Eine junge Frau in dieser Weise anzusprechen ist schon ziemlich notgeil.

Zitat von Markus U.
Gut finde ich freilich, daß die also Begünstigte ihr "Privileg" nicht ausnutzte, sondern sich solidarisch ebenfalls umzog.




Stimmt! 100% Zutimmung.

Zitat von Markus U.
Zumindest weiß ich jetzt, daß ich den Ort Twann (hab' mich nie dort aufgehalten, sondern bin nur mal mit dem Zuge durchgerauscht) auch als Langhosenträger meiden werde (was mir leichtfällt, da ich ohnehin nur selten in die Schweiz komme).

Barfüßige Herbstgrüße,
Markus U.



Ich werde da sicher auch als meist lange Hose tragender mensch nicht dort hingehen.

Wobei ich soweiso nicht oft in die Schweiz komme. (Es ist ein unverschämt teures Land und viele Einheimischen müssen in den Nachbarländern zum Einkaufen fahren. Das wäre nichts für mich).

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Engel Offline

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06.10.2014 17:21
#7 RE: Abteilungsausflug ins Berner Seeland Zitat · antworten

Dominik, das ist schon länger her, müsste sogar noch im Parsimony gewesen sein als ich das postete.
Ich hatte damals für mich und n paar Bekannte in nem Hotel Zimmer reserviert und auch bei der Anfrage erwähnt das ich BF kommen werde. Mir wurde gemailt dass das kein Problem sei und ich buchte insgesamt 5 Zimmer. Am Anreisetag wurde mir aber an der Rezeption gesagt das ich BF nicht ins hotel dürfte. Da hab ich nur meine ganze kohle die ich dabei hatte raus geholt, damit gewunken, mich abgewendet und gesagt, "dann geb ich meine Kohle halt woanders aus. Daraufhin sind wir alle schrägg gegenüber in ne nette kleine Pension gezogen. Dort wurden wir vorzüglichst empfangen und bewirtet und unsere abendlichen Umtrunke waren auch gern gesehen weil wir echt Geld da gelassen haben. In der Pension gab es noch ne kleine Bar die wir abends besuchten und der Hotelmanager der mich nicht in sein Hotel lassen wollte kam dort auch rein. Der hat sich sicherlich geärgert

Gruß Engel




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Michael aus Zofingen Offline



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08.10.2014 05:07
#8 RE: Abteilungsausflug ins Berner Seeland Zitat · antworten

Zitat von Engel

Ich hatte damals für mich und n paar Bekannte in nem Hotel Zimmer reserviert und auch bei der Anfrage erwähnt das ich BF kommen werde. Mir wurde gemailt dass das kein Problem sei und ich buchte insgesamt 5 Zimmer. Am Anreisetag wurde mir aber an der Rezeption gesagt das ich BF nicht ins hotel dürfte. Da hab ich nur meine ganze kohle die ich dabei hatte raus geholt, damit gewunken, mich abgewendet und gesagt, "dann geb ich meine Kohle halt woanders aus. Daraufhin sind wir alle schrägg gegenüber in ne nette kleine Pension gezogen. Dort wurden wir vorzüglichst empfangen und bewirtet und unsere abendlichen Umtrunke waren auch gern gesehen weil wir echt Geld da gelassen haben. In der Pension gab es noch ne kleine Bar die wir abends besuchten und der Hotelmanager der mich nicht in sein Hotel lassen wollte kam dort auch rein. Der hat sich sicherlich geärgert




Hallo Engel,

Es ist sicher auch ein Unterschied, ob jemand mit einer 17köpfigen Gruppe unterwegs ist, die lediglich durch den Arbeitsplatz verbunden, oder ob es eine kleinere Gruppe ist, die mehr miteinander zu tun haben.

Leider stimmt es nicht immer, daß sich Leute einen Ausgangbeitrag bis zum Ende durchlesen, bevor sie antworten. Im alten Barfußforum gab es Spezies, die quasi abschnittweise lasen und dann Antworten gaben. Es gab sogar Leute, die es als Zumutung empfanden, einen langen Text bis zum Ende durchzulesen. Dann sollten sie sich aber auch mit der Antwort zurückhalten.
Da mein Beitrag auch eher lang war, habe ich darauf verzichtet, die gesamte Vorgeschichte mitzuschreiben, wäre ohnehin offtopic gewesen. Dieses werde ich nun nachholen:
Zu dem „Vorwurf“ es wäre ein Fehler gewesen, die Sekretärin die Angelegenheit organisieren zu lassen, anstatt es selber zu tun: Dazu eine ketzerische Bemerkung: Wenn ich schon das Geld zur Verfügung stelle, dann möchte ich die „Dreckarbeit“ nicht auch noch selber mache. Alleine organisiert hat sie den Ausflug nicht, nur hatte sie am meisten Arbeit, und deswegen bin ich ihr dankbar. Es hat ein Organisationskommitee gegeben, darin saßen ich als Sponsor, die Sekretärin, Gerry (der bekurzhoste 58jährige Laborant) sowie zwei weitere Personen, die sich während des Ausfluges kleidungsmäßig nicht „daneben“ benommen haben. Es kamen verschiedene Ziele ins Gespräch, von denen ich eines kategorisch ablehnte (die Sekretärin auch). Es handelte sich um das Kriechen durch Höhlen, mit Helmlampe und so. Für eine 60jährige Frau ist das nicht unbedingt etwas, wegen Dreckig werden, worauf derjenige der das Ziel vorschlug meinte, man bekomme einen Overall. Obwohl ich es nicht thematisiert, dachte ich gleich daran, daß man so etwas barfuß nicht darf. Und ein Overall dürfte wohl lange Hosenbeine und Ärmel haben. Und ein Helm ist im Grunde genommen ja auch ein Hut oder eine Mütze, also nichts für mich. Sollte ich mir solche total verhaßten Dinge zum Jubiläum antun?
So hat sich die Wanderung, wie sie abgelaufen war, herauskristallisiert. Zur Debatte stand noch ein anderes Restaurant, aber das befand sich auf halbem Weg zwischen den Bahnhöfen Tüscherz und Twann. Das hätte bedeutet, daß man nach dem Essen noch ein Stück laufen (ennepetalisch: gehen) mußte. Die Twanner Stube befindet sich direkt am Twanner Bahnhof. Und was ich der Sekretärin hoch anrechne: Sie ist mit ihrem Ehemann (kein Mitarbeiter in unser Firma) die Strecke abgewandert und ist in der Twanner Stube eingekehrt. Sie empfand die Wanderstrecke als „gerade eben machbar“, das Fischessen ausgezeichnet. Und zwar freiwillig und auf eigene Kosten (oder hat ihr Mann bezahlt?), nicht von meinem gespendeten Betrag. Eine außergewöhnliche Belastung war es für die beiden nicht, sie machen solche Touren zu Fuß oder mit dem Velo häufiger und gehen dann irgendwo essen. Unser früherer Abteilungsleiter (mittlerweile pensioniert) hat, wenn es darum ging Restaurants für Geschäftsessen auszutesten, so etwas auch zusammen mit seiner Frau am Wochenende und auf eigene Kosten unternommen, während die höheren Tiere in unser Firma Restaurants während der Arbeitszeit und auf Firmenkosten austesten.

Um die Fahrkarten hat sich Gerry gekümmert, er hat eine Gruppenkarte für alle besorgt, sie beinhaltete alle benutzen Offtopic-Fahrzeuge (Eisenbahn, Omnibus, Funi). Somit konnte sich kein Teilnehmer ausklinken, außer er würde selber für die Heimfahrt aufkommen. Auch wäre es nicht möglich gewesen, ohne Umtriebe woanders hinzufahren. Diejenigen, die uns unterwegs verließen hatten entweder ein Generalabo oder eine andere Fahrkarte für die Strecken außerhalb der Gruppenkarte. Es stand bei der Organisation auch zur Debatte, ob wir einen Reisecar mieten, aber das wäre teurer gewesen. Die Sekretärin hätte letzteres bevorzugt, aber ich bestand auf die Anreise auf der Schiene (wem sag ich das).

Etwa einen Monat vor der Reise gab es eine Liste, auf der man seine Teilnahme oder Nichtteilnahme ankreuzen sollte. Es war alles detailliert angegeben (Abfahrt der Züge ab Zofingen bzw. ab Twann, Ankunft beim Restaurant Twannberg und bei der Twanner Stube, Art des Essens). 4 Leute wollten nicht, 2 deswegen, weil sie selber verreist waren, einer weil er keinen Fisch mochte und einer, weil er sich die Wanderung nicht zutraute. Die Anzahl der Leute im Restaurant waren nur in etwa angegeben, vorher bezahlt wurde nichts, alle sollten dasselbe bekommen (eine Auswahl vor Ort für jeden einzeln wäre nicht möglich gewesen). Ich glaubte vorher zu wissen, wo die Twanner Stube ist, und bei meiner Velotour bin ich sogar vorbeigefahren. Aufgrund des Gebäudes hätte ich niemals gedacht, daß es dort einen Dreßcode geben könnte. Offensichtlich ist das Restaurant so ausgerichtet, daß es schnell etwa ein Schiffsladung Leute tagsüber verköstigen kann (die Schiffstation liegt direkt am Bahnhof).

Nun zu den Konsequenzen: Bei dem straff organisiertem Programm wäre es sicher nicht möglich, aus dem Stegreif „in der Nähe“ mit 17 Leuten ein Restaurant zu finden. Und in welcher Preisklasse? Durch mein Fernbleiben beim Essen hat der Wirt eine Mahlzeit weniger verkauft, also an einer weniger verdient. Und der Vorwurf, meine Arbeitskollegen hätten sich nicht mit mir solidarisch erklärt? Ich habe denen ja nicht gesagt, daß ich keine lange Hose dabei hatte, weder vorher, noch während der Diskussion mit dem Wirt. Ich habe ja nicht mit dem Wirt geredet, sondern bin (sogar unter Vortäuschung, daß ich mich umziehen würde, nach draußen gegangen). Und wenn man eine anstrengende Wanderung hinter sich hat, dann wird wohl die Mehrheit eher verärgert sein, wenn man sich wegen ein paar Querulanten nicht hinhocken kann, sondern was neues aussuchen muß. Da fällt mir etwas ein, was Ulrich mal schrieb, als er von einem Berliner Busfahrer wegen barfuß dumm angemacht wurde. Wenn es zu einer längeren Diskussion zwischen ihm und dem Fahrer gekommen wäre, dann hätten möglicherweise etliche Fahrgäste ihren Anschluß verpaßt. Auch wenn diese Fahrgäste nichts gegen barfuß haben sollten, dann würden sie sich sicher nicht derart solidarisch mit dem Barfüßer erklären, daß sie gerne ihre U-Bahn, ihren Fernzug, ihr Flugzeug usw. verpaßt hätten. Und meistens gilt der Ärger ja nicht immer allein demjenigen, der sich daneben benimmt (also der Busfahrer bzw. der Wirt), sondern auch demjenigen, der die Ursache für das Danebenbenehmen ist. Wenn eine junge Frau im Minirock im Bus vergewaltigt wird, dann geben sicher auch einige Fahrgäste der Frau die Schuld (oder zumindest eine Mitschuld), wenn sie zu spät zum Ziel kommen. Oder wenn ein Rollstuhlfahrer Mühe hat, in ein Offtopic-Fahrzeug zu kommen, dann verfluchen etliche auch den Rollstuhlfahrer, wenn ein Anschluß verpaßt wird. Und vermutlich hätte der Abteilungsleiter sich auch nicht beliebt gemacht, wenn er entschieden hätte, in der Twanner Stube nicht einzukehren. Er saß übrigens nicht im Organisationskommitee, obwohl er gebeten wurde. Er wollte nicht mit der Begründung, es wäre mein Jubiläum und meine Spende, da möchte er sich als mein Vorgesetzter nicht einmischen. Im Grunde genommen habe ich ihn ja auch getäuscht. Während die anderen zum Umziehen gingen und ich auch in die Richtung, bestand ja auch kein Grund mehr, das Essen abzusagen. Wenn wir dann tatsächlich ein teureres Restaurant gefunden hätten, hätte ICH ja größere Unkosten gehabt, das wäre ihm sicher unangenehm gewesen. Und die Mehrkosten (woher wissen, wie viel mehr es kostet?) selber oder auf Firmenkosten zu begleichen, wäre ihm sicher auch peinlich.

So ist sicher das beste dabei rausgekommen. Ich habe weniger Unkosten (nämlich das fehlende Essen), die anderen sind auf ihre Kosten gekommen, die Wanderung, Bahnfahrt usw. hat mir gefallen, das Essen vermisse ich nicht, da ich Fisch nicht allzu gerne mag und ferner in den Tagen einige Magenprobleme hatte.

Eines ist sicher: Die Twanner Stube werde ich nicht wieder aufsuchen, aber mich zwingt ja keiner, genauso zwingt mich ja auch niemand, ausgerechnet im berühmt-berüchtigten Edeka-Laden in Westerland einzukaufen. Es gibt ja auch was anderes. Anders sieht es bei Polizeikontrollen aus. Da kann ich nicht einfach weglaufen, nur um einen Zug nicht zu verpassen. Und in Sachen „Gebrauch von Schimpfworten“ werde ich mich diesmal auch zurückhalten, ich habe mich da schon öfters in die Nesseln gesetzt, nicht nur in diesem Forum.

Mit freundlichen Grüßen
Michael aus Zofingen


Markus U. Offline

Admin


Beiträge: 1.905
Punkte: 794

09.10.2014 14:20
#9 RE: Abteilungsausflug ins Berner Seeland Zitat · antworten

Zitat von Michael aus Zofingen
Leider stimmt es nicht immer, daß sich Leute einen Ausgangbeitrag bis zum Ende durchlesen, bevor sie antworten. Im alten Barfußforum gab es Spezies, die quasi abschnittweise lasen und dann Antworten gaben. Es gab sogar Leute, die es als Zumutung empfanden, einen langen Text bis zum Ende durchzulesen. Dann sollten sie sich aber auch mit der Antwort zurückhalten.



Hi Michael,

daß ich Deine ausführlich und mit hintergründigem Humor, den ich besonders schätze, geschriebenen Beiträge sehr gerne lese, habe ich bereits des öfteren deutlich bekundet, und daran hat sich auch nichts geändert. Jeder darf selbst frei entscheiden, was er gerne lesen mag, und wer einen langen Text nicht lesen möchte, darf die Lektüre selbstverständlich unterlassen. Einen Grund zur Kritik kann ich da nicht erkennen.

Ich selbst habe manchmal nicht die Zeit, einen Beitrag von Dir sofort vollständig aufzunehmen. Ich begnüge mich dan zunächst damit, den Anfang zu lesen und den Rest zu "überfliegen". Später, wenn eine bessere Gelegenheit da ist, lese ich Deinen Beitrag vom Anfang bis zum Ende vollständig durch, was sich schon wegen der im Text versteckten Pointen immer wieder als lohnend erweist. Ich beantworte einen längeren Beitrag, sei er von Dir oder jemand anders geschrieben, nur dann, wenn ich ihn vollständig gelesen habe.

Zitat von Michael aus Zofingen
Zu dem „Vorwurf“ es wäre ein Fehler gewesen, die Sekretärin die Angelegenheit organisieren zu lassen, anstatt es selber zu tun...
Und der Vorwurf, meine Arbeitskollegen hätten sich nicht mit mir solidarisch erklärt? [...] Und meistens gilt der Ärger ja nicht immer allein demjenigen, der sich daneben benimmt (also der Busfahrer bzw. der Wirt), sondern auch demjenigen, der die Ursache für das Danebenbenehmen ist.



Solche Vorwürfe habe ich nicht entdekken können. Ich schließe daraus, daß diese wohl in einem anderen Forum erhoben worden sein müssen.

Zitat von Michael aus Zofingen
So ist sicher das beste dabei rausgekommen. Ich habe weniger Unkosten (nämlich das fehlende Essen), die anderen sind auf ihre Kosten gekommen, die Wanderung, Bahnfahrt usw. hat mir gefallen, das Essen vermisse ich nicht, da ich Fisch nicht allzu gerne mag und ferner in den Tagen einige Magenprobleme hatte.



Es ist gut, daß Du das so sehen kannst. Ich hätte zwar den Kollegen ebenfalls ihr Vergnügen gegönnt, mich insgeheim aber gewaltig geärgert.

Zitat von Michael aus Zofingen
Anders sieht es bei Polizeikontrollen aus. Da kann ich nicht einfach weglaufen, nur um einen Zug nicht zu verpassen. Und in Sachen „Gebrauch von Schimpfworten“ werde ich mich diesmal auch zurückhalten, ich habe mich da schon öfters in die Nesseln gesetzt, nicht nur in diesem Forum.



Ich habe Verständnis für Deine (lebensgeschichtlich begründete) Einstellung der Polizei gegenüber; gleichwohl ist eine gewisse Zurückhaltung beim Schimpfen (auch in schriftlicher Form) im Interesse des Forumsfriedens sicher angebracht.

Barfüßige Herbstgrüße,
Markus U.


Dieter (Bochum) Online




Beiträge: 663

09.10.2014 16:11
#10 RE: Abteilungsausflug ins Berner Seeland Zitat · antworten

Hallo Michael und alle,

@ Wenn es zu einer längeren Diskussion zwischen ihm und dem Fahrer gekommen wäre, dann hätten möglicherweise etliche Fahrgäste ihren Anschluß verpaßt. Auch wenn diese Fahrgäste nichts gegen barfuß haben sollten, dann würden sie sich sicher nicht derart solidarisch mit dem Barfüßer erklären, daß sie gerne ihre U-Bahn, ihren Fernzug, ihr Flugzeug usw. verpaßt hätten. Und meistens gilt der Ärger ja nicht immer allein demjenigen, der sich daneben benimmt (also der Busfahrer bzw. der Wirt), sondern auch demjenigen, der die Ursache für das Danebenbenehmen ist. Wenn eine junge Frau im Minirock im Bus vergewaltigt wird, dann geben sicher auch einige Fahrgäste der Frau die Schuld (oder zumindest eine Mitschuld), wenn sie zu spät zum Ziel kommen. Oder wenn ein Rollstuhlfahrer Mühe hat, in ein Offtopic-Fahrzeug zu kommen, dann verfluchen etliche auch den Rollstuhlfahrer, wenn ein Anschluß verpaßt wird.

Wie heißt der Fachbegriff dafür, wenn Leute nicht die "Täter", sondern die störenden "Opfer" für Unannehmlichkeiten (mit) verantwortlich machen?
Ich frage das, weil ich, unter viel anderem, auch so was Niederträchtiges lebenslang ständig erdulde.
Es gibt sogar Leute, die sich nicht durch Folterer, sondern durch deren vor Schmerzen schreienden Opfer belästigt fühlen.
Ein solches paradoxes Verhalten sollte hart bestraft werden. Es ist fast der Gipfel der Abscheulichkeit.

LBFG Dieter (Bochum)


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