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Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

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Dieses Thema hat 3 Antworten
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 Barfuß und Leben
Jörg 2 Offline




Beiträge: 938
Punkte: 927

12.07.2009 21:25
Land versus Stadt - (+Fotos) Zitat · antworten

Hi,
ist doch klar, dass man beim Barfusslaufen seine Vorlieben hat. Wo mehr Geh-fühl im Spiel ist, will man auch mehr Erlebnisqualität dabei haben.
Ich weiß nicht so recht, was die einzelnen für Gründe haben, unbedingt hier oder dort barfuß laufen zu wollen. Doch ich habe auch meine Gründe. Einfach, weil ich mich hier und da und dort mal wohler fühle. Ist vielleicht so wie mit Schuhen: die einen zieht man an, wenn man chic sein will, die anderen wenn man es bequem liebt. Nur, wenn du barfuß läufst, tritt an die Stelle der Schuhe eben der Untergrund, die Umgebung, das Set, das Feeling oder so.

Was ist es für Feeling in der Stadt? Was macht (ja scheinbar für viele) die Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln so attraktiv? Wer weiß??

Ich jedenfalls hatte in den letzten Wochen viel Stadtbetrieb mit den Füßen. Jetzt habe ich bemerkt, daß ich die Außenkante eines Fußes zu stark, die Innenseite zu schwach belaste. Als Ergebnis traten nicht nur Schmerzen auf. Die Sohle , und auch die Muskulatur entwickelten sich einseitig.

Heute fand sich ein schöner Waldweg, mal ohne Schotter und andere Gräßlichkeiten ökonomischer Waldbewirtschaftung. Ich beschloss, vom warmen Asphalt des Feldweges Abschied zu nehmen und auf weichem Waldboden den Weg fortzusetzen.
Da bemerkte ich, wie einseitig ich die Füße in den letzten Wochen entwickelt hatte. Früher wäre mir das nicht passiert. Aber nach Problemen mit einer Zeckeninfektion war ich im Wald vorsichtig geworden.

Heute nun rieb ich die Unterschenkel mit Anti-Zeckenzeug ein und wanderte in traumhafter Umgebung auf weichem Boden.
- Ein Genuss!
Die Zecken gaben auf, sobald sie die eingeriebenen Hautstellen erreichten. Ich machte weiter.
Es fand sich ein herrlicher Weg, federnd und vielseitig, mit einer weichen Humusschicht aus alten Blättern und torfähnlicher Erde. Ich war begeistert...



Schließlich erreichte ich einen Waldrand mit herrlicher Wiesenlandschaft. Und obwohl das Wetter eher trübe schien, genoss ich den traumhaften Blick über die Wiesen, im Hintergrund die Schlucht des Rheintales.



Das Schönste an dieser Stelle: hier waren früher Schafe gewesen. Diese vierbeinigen Landschaftspfleger sorgen dafür, dass die Grasnarbe überall teppichartig weich, kurz und barfuß ideal begehbar ist. Ein Traum für Füße...



Ich hätte noch stundenlang so weitergehen können. Als ich am Ende an einer Bank anhielt, spürte ich, wie der Geländegang den Fuß viel vollständiger gefordert hatte. Alle Muskeln und Sehnen waren gut durchblutet, und ich war mir sicher, etwas zur Gesundheit und zum Ausgleich meiner Füße getan zu haben. Ein herrliches Gefühl. Und als dann am Ende der Tour auch noch ein frischer Brunnen mit glasklarem Wasser bereitstand, war die Begeisterung perfekt.
Vielleicht ist es ja diese sinnliche Erfahrung für Körper und Geist, welche Menschen immer wieder inspiriert, es mit den nackten Füßen mal zu versuchen. Und vielleicht ist es der Mangel an "Fußerlebnis", oder das schlechte Gewissen der unterdrückten Verlockung, das so manche harsche Reaktion der beschuhten Umgebung hervorruft. Da muss dann die herbeizitierte Moral ("Sowas gehört sich nicht!") herhalten für das eigene Unvermögen, den Körper seiner Bestimmung gemäß zu verwenden.

Jenseits dessen war ich jedenfalls wieder mal mit ganz viel Geh-fühl unterwegs...
Und, wer es nun noch nicht begriffen hat: dies war auch ein Plädoyer dafür, auch immer wieder mal die eigenen Barfußgewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen und den Füßen Neues anzubieten.



Charles B. ( gelöscht )
Beiträge:

12.07.2009 23:00
#2 Grässlichkeiten, Zecken & Wald Zitat · antworten

Hi Jörg,

vielen Dank für die schönen Impressionen!

Die Grässlichkeiten in 'meinem' Wald sind rückläufig. Es wurde dieses Jahr kein frischer Schotter auf die Wirtschaftsschneisen aufgebracht, sondern ein samtig-weicher, hochverdichteter grauer 'Sand'-Belag. Gerold kann bestimmt sagen, wie das Zeug genau heißt, Ihr habt es ja beide stellenweise bei Eurem Fronleichnahmsbesuch hier erlebt.

Mit Zecken
hatte ich in den letzten beiden Jahren reichlich Erfahrung, glücklicherweise alles harmlos, doch bedenklich stimmend, ob nicht doch ein Repellant, eine natürliche oder chemische Keule gegen die Biester, angesagt wäre? Welchen Zaubersaft verwendest Du denn? Kannst Du ihn empfehlen?

Ich laufe barfuß, weil
es mir gut tut;
ich Spaß habe am Erspüren der verschiedenen Untergründe;
ich zu faul bin, immer Reserveschuhe zu schleppen, um auf irgendwelche Konventionen Rücksicht nehmen zu können;
...

Auf die Reaktionen der anderen war ich anfangs und bin ich heute noch gelegentlich neugierig, suche indes nicht danach und tat dies auch nicht in meiner bf-Startphase, welche geradezu todlangweilig unspektakülär verlief, ebenso wie mein Alltag: Mein Umfeld hat sich schnell an die neue Schrulle gewöhnt, und andere fragen fast nie nach. Soll mir recht sein ;-)

Jörg, ich darf Deinen Bericht im gelben HBF verlinken? Oder machste das selbst ?-)

Nochmals Danke und beste Füße

Charles


Jörg (FFB) Offline




Beiträge: 212
Punkte: 209

12.07.2009 23:15
#3 Barfuß in der Natur Zitat · antworten

Hallo Namensvetter,

auch ich bin naturgemäß mehr barfuß auf Asphalt unterwegs (wie paradox dieser Satz doch eigentlich ist! ), weil sich das Alltagsleben eben doch oft auf diesen Wegen abspielt, doch eigentlich sind unsere Füße dafür gemacht, barfuß auf unebenen Wegen zu gehen - eben in der Natur! Zum einen wegen der Muskeln und ihres Trainings, wie von Dir eindrucksvoll geschildert, zum anderen nutzt sich dann auch die Hornhaut an den Rändern so ab, daß keine Schrunden und Risse entstehen. Die bekommt man nämlich vor allem auf ebenen Wegen, bei denen die Haut nur von unten beansprucht wird und nicht an den Rändern. So können sich keine sanften Übergänge bilden und Mensch muß ggfs. mit Creme und Bimsstein "reparieren". Und zu guter Letzt trainiert das barfüßige Laufen in der "unebenen" Natur am besten den natürlichen, sanften Gang und den Gleichgewichtssinn.

Serfuß an den Mittelrhein,
Jörg

__________________________________________________


Jörg 2 Offline




Beiträge: 938
Punkte: 927

13.07.2009 19:26
#4 RE: Grässlichkeiten, Zecken & Wald Zitat · antworten

Zitat von Charles B.
Hi Jörg,

Mit Zecken
hatte ich in den letzten beiden Jahren reichlich Erfahrung, glücklicherweise alles harmlos, doch bedenklich stimmend, ob nicht doch ein Repellant, eine natürliche oder chemische Keule gegen die Biester, angesagt wäre? Welchen Zaubersaft verwendest Du denn? Kannst Du ihn empfehlen?



Zecken selbst sind immer harmlos, die mittlerweile in etwa 60% der Spinnentiere enthaltenen Krankheitserreger aber nicht. FSME und Borreliose sind nur zwei von vielen gefährlichen Erregern. Allen gemein ist, dass die Krankheit, wenn sie erkannt wird, meist schon sehr bedrohlich im Körper verbreitet ist. Ich werde demnächst mal zu dem Thema etwas genauer an dieser Stelle.

Mehr: http://www.borreliose-bund.de/

Zeckenzeug: ich nahm einfach Autan Babylotion.

Zitat von Charles B.

...in meiner bf-Startphase, welche geradezu todlangweilig unspektakülär verlief,



naja, du bist da tatsächlich etwas ultracool, aber nicht schlecht...

Zitat von Charles B.

Jörg, ich darf Deinen Bericht im gelben HBF verlinken? Oder machste das selbst ?-)


Mach das, ich mach es nicht, denn das gelbe Forum ist derzeit nicht Mitglied im Kreis der von mir benutzten Foren . Schönen Gruß an alle, die sich angesprochen fühlen...

Gruss
J.


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