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Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

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Dieses Thema hat 16 Antworten
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 Allerlei kurioses
Dominik R. Offline

Admin


Beiträge: 1.623
Punkte: 709

14.12.2015 00:23
Bericht über den „Barfußmann“ Lars Dewald Zitat · Antworten

Schmucke Einmaligkeit

„Barfußmann“ Lars Dewald steht auf Horb: Für ihn ist das Leben hier wertvoll

Seit Jahr und Tag sieht man Lars Dewald morgens um Zehne in der Neckarstraße den Gehweg vor Lucia Steimles „Schmuck am Aischbach“ kehren – barfuß, in schwarzen Zimmermannshosen, mit Dreadlock-Butsch auf dem Kopf und einem Lachen im Gesicht. Der Goldschmied will hier gar nicht mehr weg – weil Horb für ihn alles hat, was er sich zum Leben wünscht und man hier „nicht in Anonymität vergeht“.


11.04.2015 VON ANNETTE RIEGER

Horb. Es gibt viele Orte, an denen würde Lars Dewald nicht weiter auffallen. Hier in Horb ist er stadtbekannt. Dabei schätzt der 31-Jährige mit dem gezwirbelten Kinnbart seinen ‚Gärtnerstatus‘ sehr. Er lacht und sagt: „Jeder kennt mich als Barfußmann‘ – aber kaum einer weiß, was ich mache.“

Auskunft gibt er auf Nachfrage gerne. Lars Dewald hat 2002 in Ostfildern-Nellingen sein Abitur gemacht und hat nach dem Zivildienst in Esslingen-Zell einen raren Ausbildungsplatz als Goldschmied ergattert, indem er beim Probearbeiten unter 20 Bewerbern überzeugte. Seine Ausbildung hat er als Landessieger in der Goldschmiederei abgeschlossen. Und nein, studieren wollte er nicht. Horb kannte er bereits von den Ritterspielen und Lucia Steimles Goldschmiede und Schmuckladen durch eine Mitschülerin von der Berufsschule. So ist er von Esslingen aus nach Horb gekommen.

Als leidenschaftlicher Modellflieger hat er im Horber Verein MfV schnell Anschluss gefunden. Jetzt lebt er seit acht Jahren hier, mittlerweile mit Freundin Mareike aus Filderstadt und den siebenjährigem Sohn Janosch als kleine Familie in einem der ältesten Häuser der Stadt in der Bußgasse.

Lars Dewald weiß wohl, dass bei seinem Anblick „die Klischee-Glocken klingeln“ und allerhand in sein Äußeres projiziert wird. Für die einen sieht er gefährlich nach verkifftem Hippie aus, andere meinen geradezu schwärmerisch, einen über allen Alltagsdingen schwebenden Romantiker vor sich zu haben. Doch Lars Dewald winkt ab. Nichts davon trifft zu. Er ist in erster Linie Handwerker und auch Künstler, auf jeden Fall einer, dem seine Arbeit und sein Zuhause überaus wichtig sind.

So käme auch eine Großstadt für ihn nicht in Frage: „Da verschlampert man doch!“ Was ihm an Horb besonders wertvoll ist: Hier ist er in fünf Minuten zu Fuß im Wald, in sieben Minuten mit dem Auto auf dem Modellflugplatz – und seit der Kleinen Landesgartenschau noch lieber als davor jederzeit gerne mit der Liebsten am Neckar. Lars Dewald sagt: „Ich brauche meinen festen Rahmen und der ist hier für mich ideal.“

Seine Arbeit als Goldschmied bei Lucia Steimle ist ihm „lieb und teuer“. Denn sie, so Dewald, lasse ihn und vertraue ihm. Hier zählt sein Fachwissen, sein handwerkliches Können und seine Ideen für eigene Schmuckkreationen, da könne er auch barfuß im Laden stehen.

Bei Schmuck geht es immer auch um Authentizität. Kein Schmuckstück wird kopiert, alles wird neu kreiert, höchstens in Varianten aufgelegt – und oftmals mit edelsten Materialien. Bei Lucia Steimle konnte Lars Dewald weiter dazu lernen, auch schon pures Feingold verarbeiten – und die Erfahrung machen: „Wenn man weiß, was man tut und das gerne macht – dann kann man auch Hühner auf dem Kopf tragen, ohne dass das eine Rolle spielt.“

Und wenn er nun also die Haar verfilzt und keine Schuhe trägt, dann steckt da weder eine Ideologie noch eine verlorene Wette dahinter. Für Lars Dewald ist es eine Frage seines Wohlbefindens: „Man bekommt barfuß einfach unheimlich viel mit. Das ist ein sensorisches Erlebnis.“ Wetter beeindruckt ihn dabei wenig: „Kalt und warm bedeutet nicht besser oder schlechter, sondern einfach nur kälter oder wärmer.“

Viel lieber als über Streusalz (eines der wenigen Dinge, die er an Horb so gar nicht mag) und andere ‚Stolpersteine‘ eines Barfuß-Läufers spricht Dewald über die Besonderheit jeder einzelnen Goldschmiedearbeit im „Schmuck am Aischbach“ und die Freude daran, kunstvolle Ideen dem jeweiligen Kunden angemessen umsetzen zu können. Ja, er weiß, für die Horber ist er vor allem der Barfußmann. Für ihn selbst ist sein Auftritt einfach eine Frage der Ästhetik: Als Handwerker, der sich auch als Künstler versteht und Einmaligkeit als eine wahre Zierde (er-)lebt.


Für Goldschmied Lars Dewald war die Arbeit bei Lucia Steimle der Grund, nach Horb zu kommen. Jetzt will er hier nicht mehr weg, den Horb hat für ihn alles, was er sich zum Leben wünscht. Und, so sagt er: „Hier fällt es auf, wenn Du fehlst. Klar gibt es einerseits soziale Kontrolle. Aber andrerseits geht auch keiner in den Massen unter.“Bild: Kuball

Quelle:
http://www.neckar-chronik.de/Nachrichten...voll-35224.html

Entdeckt hat den Artikel Markus "summerbarefooter" aus dem Gelben Forum.

Es ist ausdrücklich erlaubt meine Beiträge hier, im gelben Forum:
http://www.hobby-barfuss.de/
zu zitieren und umgekehrt.


Markus U. Offline




Beiträge: 1.958
Punkte: 794

14.12.2015 18:49
#2 RE: Bericht über den „Barfußmann“ Lars Dewald Zitat · Antworten

Hi Dominik,

schöner Bericht; ansprechendes Foto. An dieser Stelle nochmals Dank für Deine zahlreichen Beiträge über "fremde" Barfußläufer.

Barfüßige Wintergrüße,
Markus U.


Dominik R. Offline

Admin


Beiträge: 1.623
Punkte: 709

16.01.2016 22:39
#3 RE: Bericht über den „Barfußmann“ Lars Dewald Zitat · Antworten

Lorenz hat ein neues Interview in der STZ entdeckt.

„Bürgersprechstunde“: der Barfüßläufer Lars Dewald

„Ich fühle mich leicht“

Von Verena MayerVerena Mayer
Verena Mayer (ena)
Profil 13. Januar 2016 - 10:26 Uhr


Lars Dewald aus Horb läuft fast immer und überall barfuß: Folge 34 der StZ-Gesprächsreihe „Bürgersprechstunde“.


L ars Dewald trägt seit 13 Jahren keine Schuhe mehr. Für die Reinigung seiner Füße benötigt er nicht viel Zeit, nur Wasser und normale Seife.
Foto: Gottfried Stoppel


Horb - Ein uriges Fachwerkhäuschen mitten in der Altstadt. Davor ein bunt bemalter Campingbus. Darin, auf einem Sofa aus Großmutters Zeit, ein Mann ohne Strümpfe und Schuhe. Sein großer Zeh ist blau, ein Relikt vom letzten Musikfestival, wo Lars Dewald seinen Fuß nicht rechtzeitig in Sicherheit brachte. Macht aber gar nichts, versichert er – und beginnt zu schwärmen von seinen nackten Füßen.
Herr Dewald, erzählen Sie Ihre Geschichte!

Ich bin 32 Jahre alt und lebe in Horb am Neckar. Für die meisten, die mich das erste Mal sehen, ist klar, dass ich ein komischer Vogel bin. Ich habe Dreadlocks, trage meistens eine Zimmermannshose und laufe immer barfuß. Ich selbst halte mich allerdings für ziemlich spießig. Ich habe eine Familie und eine feste Stelle als Goldschmied. Es ist nicht mein Ansinnen aufzufallen. Das hat sich entwickelt. Ich habe herausgefunden, dass ich mich so gut fühle. Für mich gehörte Mut dazu, keine Schuhe anzuziehen – und nichts mehr auf komische Blicke anderer zu geben. Ich würde gerne allen Menschen Mut machen, die Ideen umzusetzen, die ihnen im Kopf rumschwirren. Oft ist die Vorstellung von etwas furchteinflößender als die Realität.

Wann haben Sie gemerkt, dass Sie Barfußlaufen so sehr lieben, so dass Sie es immer tun möchten?

Ich bin schon als Kind sehr gerne barfuß gelaufen. Meiner Mutter war das aber nicht geheuer, deshalb musste ich fast immer Schuhe tragen. Als ich mit 16 zu Hause ausgezogen bin, konnte ich tun, was ich wollte: auf Schuhe verzichten. Nur in die Schule habe ich mich barfuß nicht getraut. Da war mein Selbstbewusstsein noch nicht stark genug.

Was gefällt Ihnen daran, barfüßig unterwegs zu sein?

Wenn ich barfuß laufe, fühle ich mich leicht. Das ist ein ganz intensiver Sinnesreiz, viel stärker als Sehen oder Hören. Man spürt extrem viel, wenn man auf nackten Füßen unterwegs ist. Nicht nur, ob der Boden steinig ist oder glatt. Man kriegt einen vollständigeren Eindruck von dem Ort, an dem man sich befindet.

Gibt es einen Untergrund, auf dem Sie besonders gerne laufen?

Schnee. Wenn Neuschnee ganz frisch gefallen ist, das ist wunderschön. So weich und knurpelig. Mit einiger Barfuß-Erfahrung kann man sogar kalten von warmem Schnee unterscheiden.

Wie fühlt sich eine satte Sommerwiese an?

Die meisten Leute denken, durch Gras zu laufen, sei das Schönste überhaupt. Aber ich laufe überhaupt nicht gerne durch Gras. Da sieht man nicht, was einen erwartet. Vielleicht liegen dort Scherben oder Bienen krabbeln rum, die stechen könnten, vielleicht hat ein Hund sein Geschäft hinterlassen. Ich habe zwei Barfußregeln: Nicht durch Gras laufen und nicht auf öffentliche Toiletten gehen.

Sie könnten doch auch diese neumodischen Barfußschuhe anziehen.

Auf keinen Fall. Da ist man ja noch eingesperrter als in normalen Schuhen. Für jede einzelne Zehe gibt es eine Kammer. Nein, da graut es mir, wenn ich nur darüber nachdenke!

Barfußlaufen ist aber nicht ganz ungefährlich, oder?

Finde ich nicht. Wenn man auf normalen Wegen läuft, sieht man ja, ob da eine Scherbe liegt oder ein Hundehaufen. Ich habe meine Umgebung instinktiv immer im Blick. Wahrscheinlich trete ich seltener wo rein, wie jemand, der Schuhe trägt. Wenn mir was passiert, dann bei Kaugummi. Diese Knubbel sieht man nicht so deutlich. Das könnte auch ein Kieselstein sein, aber Kieselsteine sind keine Gefahr.

Müssen Sie sehr aufpassen, damit Ihnen niemand auf die Füße tritt?

Man lernt, die Füße rechtzeitig wegzuziehen. Ich gehe oft auf Musikfestivals und tanze jeden Pogo mit. Wenn ich klar bei Verstand bin, passiert da nichts. Und wenn versehentlich doch mal so ein Gorilla mit Stahlkappenschuh auf meinen Fuß springt, halte ich das aus.

Sie haben sich noch nie ernsthaft verletzt?

Doch. Einmal bin ich an einem Gewindebolzen hängen geblieben, der aus dem Boden ragte. Das war der Rest einer abgebauten Parkuhr. Und das andere Mal habe ich mir Eisplatten an die Füße gefroren. Ich war durch Streusalz gelaufen und danach in Schnee getreten. Aber wenn man mit Salz an den Füßen in Schnee tritt, dann reagiert das chemisch: Die Schmelztemperatur wird herabgesetzt und an der Fußsohle hat es plötzlich minus 25 Grad. Das hat sich angefühlt als würde ich auf glühenden Herdplatten stehen. Das war richtig blöd und sehr schmerzhaft.


„Ich spüre nach wie vor jeden Stein“


Haben Sie als Barfußläufer problemlos eine Lehrstelle gefunden?

Ich bin nach der Ausbildung sogar übernommen worden. Allerdings durfte ich mich immer nur in der Werkstatt aufhalten und nie mit Kunden Kontakt haben. Ich hätte ja jemanden erschrecken können – angeblich. Und wenn ein Kunde mal gefährlich nahe an die Werkstatt kam, wurde schnell die Türe zugezogen. Das war Gift für mein Selbstbewusstsein. Wenn man vier Jahre lang versteckt wird wie ein Hinterhofköter – das ist krass.

Aber Sie haben einen Ausweg gefunden.

Ja! Eine Freundin erzählte mir von einer freien Stelle beim „Schmuck am Aischbach“ hier in Horb. Dort habe ich mich beworben, und dann hat sich der Weg gebahnt. Das war fantastisch. Ich bin meiner Chefin unendlich dankbar. Vom ersten Tag an durfte ich Kunden bedienen. Und ich habe niemanden erschreckt. Ich habe gelernt: Wenn du kompetent bist, kannst du auch ein Hühnchen auf dem Kopf tragen und wirst trotzdem akzeptiert.

Werden Sie oft von Fremden wegen Ihrer Barfüßigkeit angesprochen?

Total. Als ich neu in Horb war, hat sogar die Lokalzeitung über mich berichtet. Das war sehr positiv. Bis dahin kannte mich zwar schon jeder vom Sehen, aber keiner wusste, was ich tue. Durch den Artikel erfuhren alle: Aha, das ist kein Bombenleger, der nimmt keine Drogen, das ist ein anständiger Kerl, der was schafft. Aber auch heute noch sprechen mich ganz viele Leute wegen meiner nicht vorhandenen Schuhe an. Was Blödes hat noch keiner gesagt. Die meisten wollen wissen, ob mir nicht kalt sei.

Und, ist Ihnen nicht kalt?

Ich brauche es knieaufwärts warm, dann ist mir nicht kalt.

Wie lange dauert es, bis Sie abends Ihre Füße gesäubert haben?

Nicht lange. Meine Fußsohlen sind durchs Laufen ziemlich glatt geworden. Mit Wasser und normaler Seife sind sie schnell sauber.

Was ist mit Hornhaut?

Hornhaut bildet sich, wenn die Haut tot ist, weil man beispielsweise unpassende Schuhe trägt. Das, was ich an meinen Fußsohlen habe, nennt sich Lederhaut. Die ist zäher als normale Haut, aber durchblutet. Ich spüre nach wie vor jeden Stein – er tut halt nicht mehr weh.

Was hat sich noch verändert, seit Ihre Füße nicht mehr eingesperrt sind?

Das Laufen ist insgesamt anders. Normalerweise rollt man den Fuß über die Ferse auf den Ballen ab. Wenn man barfuß läuft, macht man das automatisch genau andersrum: Man tritt auf die Zehnspitzen und rollt rückwärts ab, man tappt förmlich. Das ist wahrscheinlich natürlicher: Wenn man auf steinigem Boden läuft und volle Brause abrollt, kann man das Gewicht nicht mehr vom Fuß nehmen – und man tritt ungebremst in Scherben oder sonst was Gefährliches. Andersrum jedoch kann man sofort das Gewicht vom Fuß nehmen und alles ist gut.

Barfußlaufen ist also tatsächlich gesund?

Ich mache das jetzt seit 13 Jahren und habe keinerlei negative Begleiterscheinungen festgestellt. Im Gegenteil: Früher war ich oft erkältet und hatte kleinere Malaisen. Das hat alles aufgehört. Ich habe ein tolles Körpergefühl.

Es gibt Studien, die nachweisen, dass Menschen barfuß per se schneller sind als beschuht. Ist das auch Ihre Erfahrung?

Ich habe mal eine Diebin gefangen. Das war der Lauf meines Lebens. Aber ich glaube, ich hätte die auch mit Schuhen gekriegt.

Was war passiert?

Das war vor drei Jahren in der Vorweihnachtszeit, wenn bei uns also besonders viel los ist. Eines Nachmittags hat ein Paar den Laden betreten, das mir gleich merkwürdig vorkam. Tatsächlich ist es den beiden irgendwie gelungen, eine Lade voller Ringe aus einer Vitrine zu greifen und zu verschwinden. Als ich bemerkte, dass die Ringe fehlten, war mir klar, dass der Mann und die Frau sie gestohlen haben. Ich bin zum Laden raus und hab sie rennen sehen. Also bin ich hinterher. So gerannt wie damals bin ich in meinem ganzen Leben noch nicht. Nach ein paar Hundert Metern hatte ich die Frau eingeholt, die den Schmuck in einer Tüte bei sich hatte. Ich habe sie in den Schwitzkasten genommen und zur Polizei gezerrt. Ich weiß, dass die Verfolgung sehr leichtsinnig war, aber in dem Moment konnte ich nicht anders.

Gibt es Anlässe, wo Sie ausnahmsweise doch mal Schuhe tragen?

Ja, beim Snowboarden und beim Downhill-Biken. Da geht es nicht anders. Und wenn ich zu einer Hochzeit eingeladen bin, frage ich die Eheleute, ob ich barfuß kommen darf. Einmal hat mich das Brautpaar gebeten, in der Kirche Schuhe anzuziehen. Das hab ich gemacht. Wenn sich Gastgeber das für einen besonderen Tag wünschen, halte ich das aus.

Ihre Freundin ist auch Barfußläuferin. War das ein Auswahlkriterium?

Nein, gar nicht. Als wir uns kennenlernten, hat sie sogar Schuhe getragen. Mareike war früher eine Sommerbarfußläuferin. Erst als sie mich traf, hat sie den Mut gefasst, auch im Winter auf Schuhe zu verzichten.

Ihr Kind trägt aber Schuhe, oder?

Unbedingt! Bei Janosch achten wir ganz arg darauf, dass er Schuhe trägt. Ruck, zuck kommt man in Misskredit und es heißt: Nur weil die Eltern barfuß laufen, muss es das arme Kind auch.

Wollen Sie den Rest Ihres Lebens barfuß laufen?

Ich glaube, dass ich nie wieder Schuhe tragen kann. Wenn ich es beim Snowboarden oder Biken heute doch mal tue, dann muss ich die Schuhe nach zwei Stunden ausziehen. Ich fühle mich eingesperrt, kriege heiße Ohren, mir geht es dann richtig schlecht. Ich hoffe also, dass ich das Barfußlaufen ewig beibehalten kann. Für mich geht damit so viel Wohlempfinden einher, dass ich nicht mehr darauf verzichten mag.

Quelle:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt...15de3e6f9b.html

Es ist ausdrücklich erlaubt meine Beiträge hier, im gelben Forum:
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zu zitieren und umgekehrt.


Bleifuß Offline



Beiträge: 221
Punkte: 81

13.08.2017 22:44
#4 RE: Bericht über den „Barfußmann“ Lars Dewald Zitat · Antworten

Mir wurde soeben dieser Link mit einem SWR-Fernsehbericht und -interview durch gewöhnlich gut unterrichtete Kreise zugespielt:
https://www.youtube.com/watch?v=YYYo4LyXORg

/B


André Uhres Offline

Admin


Beiträge: 2.114
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14.08.2017 14:39
#5 RE: Bericht über den „Barfußmann“ Lars Dewald Zitat · Antworten

Hi Bleifuß,

nettes Interview!

Liebe Grüße,
André


drtoivowillmann Offline



Beiträge: 355
Punkte: 2

14.08.2017 19:56
#6 RE: Bericht über den „Barfußmann“ Lars Dewald Zitat · Antworten

Freunde:

Wäre es nicht schön, wenn der bei uns Mitglied würde?

Barfüssiger Gruss: Toivo


André Uhres Offline

Admin


Beiträge: 2.114
Punkte: 410

15.08.2017 07:22
#7 RE: Bericht über den „Barfußmann“ Lars Dewald Zitat · Antworten

Du hast recht. Ob sich dann mehr Leute hier beteiligen ?


drtoivowillmann Offline



Beiträge: 355
Punkte: 2

15.08.2017 08:40
#8 RE: Bericht über den „Barfußmann“ Lars Dewald Zitat · Antworten

Lieber André:

Ich halte es für möglich.

Grüsse: Toivo


Bleifuß Offline



Beiträge: 221
Punkte: 81

17.08.2017 18:16
#9 RE: Bericht über den „Barfußmann“ Lars Dewald Zitat · Antworten

Zitat von drtoivowillmann im Beitrag #6

Wäre es nicht schön, wenn der bei uns Mitglied würde?



Zweifelsohne, ja.

Ob allerdings Barfüßer die es tatsächlich geschafft haben die Schuhe in die Tonne zu treten noch Barfuß-Foren brauchen?
Hier schreibt man doch entweder wenn:
* barfuß für einen immer noch was Besonderes ist (und man seine Erlebnisse berichten möchte)
* man mit Akzeptanzproblemen zu tun hat (und von anderen Rat sucht)
Wenn man beides überwunden hat und es alltäglich ist, braucht man kein Forum mehr, oder?

/B


drtoivowillmann Offline



Beiträge: 355
Punkte: 2

17.08.2017 21:07
#10 RE: Bericht über den „Barfußmann“ Lars Dewald Zitat · Antworten

Zitat von Bleifuß im Beitrag #9

Wenn man beides überwunden hat und es alltäglich ist, braucht man kein Forum mehr, oder?



Lieber Bleifuss:

Keineswegs! Auch wenn man akzeptiert wird, heisst das noch lange nicht, dass man verstanden wird.
Wie schön ist es doch, auf gleichgesinnte zu treffen.
Es gibt ja auch Briefmarken- oder Fotografie-Foren, und die haben sicherlich keine Probleme mit gesellschaftlicher Akzeptanz oder Angst vor der eigenen Courage. Oder täusche ich mich etwa?

Barfüssiger Gruss: Toivo


Bleifuß Offline



Beiträge: 221
Punkte: 81

17.08.2017 22:03
#11 RE: Bericht über den „Barfußmann“ Lars Dewald Zitat · Antworten

Zitat von drtoivowillmann im Beitrag #10
Zitat von Bleifuß im Beitrag #9

Wenn man beides überwunden hat und es alltäglich ist, braucht man kein Forum mehr, oder?



Keineswegs! Auch wenn man akzeptiert wird, heisst das noch lange nicht, dass man verstanden wird.
Wie schön ist es doch, auf gleichgesinnte zu treffen.



„Barfuß“ ist nur ein sehr kleiner gemeinsamer Nenner sehr unterschiedlicher Leute. Ich frage mich, ob Barfußlaufen wirklich ein „Hobby“ ist wie der Forumstitel meint.

Zitat von drtoivowillmann im Beitrag #10
Es gibt ja auch Briefmarken- oder Fotografie-Foren, und die haben sicherlich keine Probleme mit gesellschaftlicher Akzeptanz oder Angst vor der eigenen Courage. Oder täusche ich mich etwa?


Also, ich habe z.B. Liverollenspiel (LARP) als Hobby. Mit jemandem der LARPt fühle ich mich sehr viel mehr verbunden als mit jemandem der auf Schuhe verzichtet. Mit Leuten die beim Live barfuß sind ist die Gemeinsamkeit aber am größten ;-)

Ich war noch nie bei einem „Barfußtreffen“ und bin ehrlich gesagt auch nicht so scharf drauf. Ich könnte mir vorstellen eine Barfuß-Wanderung in einer Gruppe mitzumachen. Aber ist dann das Hobby nicht vielmehr „Wandern“?

Wenn ich nicht barfuß bin trage ich (wie erwähnt) Flip-Flops. Ich bin sogar in einem „Flip-Flop-Forum“ angemeldet. Aber Gleichgesinnte treffen zu wollen würde mir nicht einfallen.

/B


drtoivowillmann Offline



Beiträge: 355
Punkte: 2

18.08.2017 07:09
#12 RE: Bericht über den „Barfußmann“ Lars Dewald Zitat · Antworten

Lieber Bleifuss:

Ok. Jedem das seine!

Barfüssiger Gruss: Toivo


Andreas Barfuss findet das Top
André Uhres Offline

Admin


Beiträge: 2.114
Punkte: 410

18.08.2017 09:28
#13 RE: Bericht über den „Barfußmann“ Lars Dewald Zitat · Antworten

Liebe Freunde,

wir sollten die Barfüßigkeit besser nicht zu sehr herab spielen, weil sich sonst vielleicht bald gar keiner mehr hier beteiligt .

Die Tatsache, dass durch sie Freundschaften entstehen oder verstärkt werden können, macht die Barfüßigkeit meiner Meinung nach zu einem relativ großen gemeinsamen Nenner, zu einem nicht unwesentlichen Teil unserer Kultur, insbesondere verbunden mit der Freude am gemeinsamen Erleben von Natur und Städten, und dem Spaß an der kollektiven Barfüßigkeit selbst.

Liebe Grüße,
André


Bleifuß Offline



Beiträge: 221
Punkte: 81

18.08.2017 16:47
#14 RE: Bericht über den „Barfußmann“ Lars Dewald Zitat · Antworten

Zitat von André Uhres im Beitrag #13
wir sollten die Barfüßigkeit besser nicht zu sehr herab spielen, weil sich sonst vielleicht bald gar keiner mehr hier beteiligt.


Gut, ja, ich wollte auch niemanden abhalten hier was zu schreiben. Tut mir leid wenn dass so rübergekommen ist.

/B


Markus U. Offline




Beiträge: 1.958
Punkte: 794

22.08.2017 12:05
#15 Ein Hoch auf die Freundschaft! Zitat · Antworten

Zitat von André Uhres
Die Tatsache, dass durch sie Freundschaften entstehen oder verstärkt werden können, macht die Barfüßigkeit meiner Meinung nach zu einem relativ großen gemeinsamen Nenner, zu einem nicht unwesentlichen Teil unserer Kultur, insbesondere verbunden mit der Freude am gemeinsamen Erleben von Natur und Städten, und dem Spaß an der kollektiven Barfüßigkeit selbst.



Hi André,

für mich ist das sogar der wichtigste Grund für den Bestand dieses Forums und sein edelster Zweck.

Barfüßige Sommergrüße,
Markus U.


Bleifuß Offline



Beiträge: 221
Punkte: 81

25.08.2017 20:20
#16 RE: Ein Hoch auf die Freundschaft! Zitat · Antworten

Zitat von Markus U. im Beitrag #15
für mich ist das sogar der wichtigste Grund für den Bestand dieses Forums und sein edelster Zweck.


Ich habe nochmal darüber nachgedacht: Vielleicht mag auch manch eine(r) auf die Idee gekommen sein, (öfter) barfuß zu gehen, weil sie/er in den Foren davon gelesen hat, ohne sich je selbst anzumelden. Einfach mal gesucht, gelesen dass man nicht alleine ist, und viele angenommene Probleme gar keine sind. Wieviele „Lurker“ (Nur-Leser) es gibt, kann uns nur die Administration sagen.

Und vielleicht kann schon ein Barfüßer in der Öffentlichkeit andere mitziehen. Im zweiten zitierten Zeitungsinterview findet ihr ein gutes Beispiel dafür. Ich denke, die Zeitungsberichte und das Video haben schon eine ganze Menge wiedergegeben, was in den Barfußforen immer wieder durchgekaut wird, mit mehr Breitenwirkung als letztere.

Also, ich will es euch nicht ausreden, neue Schreiber zu werben – das Forum könnte sie gebrauchen – aber seid nicht enttäuscht wenn es nichts wird. Wer in Foren postet, wird angreifbar und es bleibt einem nichts anderes übrig als sich zu rechtfertigen. Das kann ganz schön Zeit und Nerven kosten. Und lest mal bei der „gelben“ Konkurrenz wie da über Lars Dewald gemoppert wurde. Ich würde mir das, wäre ich Vater kleiner Kinder, nicht antun wollen.

Tut mir leid, dass ich mich nicht gleich klar ausgedrückt habe.

„Wenn ich barfuß laufe, fühle ich mich leicht“, sagt er. Vielen Dank dafür.

/B


drtoivowillmann Offline



Beiträge: 355
Punkte: 2

25.08.2017 23:19
#17 RE: Ein Hoch auf die Freundschaft! Zitat · Antworten

Zitat von Bleifuß im Beitrag #16

Und lest mal bei der „gelben“ Konkurrenz wie da über Lars Dewald gemoppert wurde. Ich würde mir das, wäre ich Vater kleiner Kinder, nicht antun wollen.



Lieber Bleifuss:

Das "gelbe Forum" kenne ich aus eigener Anschaung: kaum war ich dort 2 Wochen lang, bin ich gleich wieder ausgetreten und habe mich hier angemeldet. Warum wohl?
Auch wenn ich es nicht statistisch untersucht habe, ist das "gelbe" eher was für junge Leute.
Auch wenn die bei uns genauso willkommen sind, in unserem Forum fühlen sich "wirklich" Erwachsene eher unter Ihresgleichen.
Ich glaube deshalb, dass Lars sich bei uns wohlfühlen könnte, wenn er will. Und ich glaube, er könnte uns wertvolles mitteilen und deshalb sinnvoll beitragen.

Barfüssiger Gruss: Toivo


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