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Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

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Dieses Thema hat 7 Antworten
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Leo Offline



Beiträge: 746
Punkte: 500

20.07.2011 17:46
#1 RE:Barfusspfad für Hartgesottene Zitat · Antworten

Hallo,

Schon seit einiger Zeit vertritt Jay ja die These, daß Barfußpfade dazu da seien, wildes Barfußlaufen in der Öffentlichkeit zu unterbinden und Unverbesserliche in diese Reservate zu kanalisieren, damit sie in der Öffentlichkeit nicht weiter stören.

Bisher fand ich diese These ja etwas übertrieben, aber ein neuer Barfußpfad am Schliersee-Westufer und seine subtilen Ausstattungs-Details machten mich jetzt doch sehr nachdenklich. Unterstützt vom Rotary-Club und der Schule (Schliersee-)Neuhaus soll er offenbar Jugendliche zum korrekten Barfußlaufen erziehen:


Anfang Juni parkte ich beim Campingplatz am Nordwest-Ufer des Schliersees und folgte dem landschaftlich schönen barfußfreundlichen asphaltierten Weg am Westufer entlang:





Ich ging bis Fischhausen am Südufer, wo ich nicht der einzige wilde Barfußläufer war:





Auf dem Rückweg zum Auto konnte ich nur anfangs die Aussicht genießen:





Denn schon bald beanspruchte mich die barfuß extreme Erlebnis-Intensität





des neuen Erlebnispfades voll und ganz:





Ich hielt mich nämlich nicht an die Regeln, nach denen Schuhe nur kurz in der Mitte mal abgelegt werden dürfen und ansonsten stets anzuziehen sind:





Um das wilde barfuß weiter Laufen außerhalb der dafür nur vorgesehenen winzigen Barfußzonen zu unterbinden, ist der (vom Naturboden her eher barfußfreundliche) Weg aus dem Reservat heraus in Richtung Fischhausen/Neuhaus nach Süden mit offenbar bewußt barfußunfreundlichem Belag in voller Breite von links (Steilufer) bis rechts (Brennesseln und Elektro-Zaun) bedeckt worden:





Mühsam kämpfte ich mich rückwärts durch den offenbar brutal zum Schuhtragen motivieren sollenden Bodenbelag ins Zentrum des Erlebnispfades vor und näherte mich dem Reservat fürs Barfußlaufen, (rechts im Hintergrund) als sich endlich eine sohlenschonende Ausweichmöglichkeit ergab:





Das Schild (in obigem Bild links im Hintergrund)





fordert die vom winzigen Barfußpfad her Entgegenkommenden (im Zusammenspiel mit dem schon hier gewählten Bodenbelag) übrigens schon dezent auf, die Schuhe wieder anzuziehen, bevor der von mir endlich überwundene Bodenbelag dann überdeutlich wird. Der Effekt ist nach dem empfohlenen Fußbad natürlich besonders heftig:





Ich interpretiere das Schild





am Anfang des Barfußpfades daher so: Wer nicht hören will, und außerhalb des Barfußpfad-Reservats barfuß weiterläuft muß fühlen!

Für meine Füße begannen nun 1,5 Runden sehr kurze Entspannung auf der winzigen Barfuß-Reservats-Runde, die aber schon an der nächsten Bank wieder endete:





Auch auf dem Weg aus dem Reservat in die Öffentlichkeit in Richtung Norden nach Schliersee wurde natürlich ebenfalls sehr schuhanziehfreundlicher Bodenbelag verwendet - offenbar wegen des kürzeren Weges bis zur gefährlichen barfußfreundlichen Asphaltstraße sogar zur Sicherheit deutlich gröberes Kaliber:





Bald darauf




hieß es für Barfüßer: Beschuht mit dem Ofenrohr (oder so ähnlich) ins Gebirge schauen:





Das sah dann so aus:





Dann kam ein Geschicklichkeits-Parcours:




Hier war es sogar noch einmal kurz erlaubt, die Schuhe auszuziehen und sogar kurz beiseite zu stellen:





Doch schon bei leicht ungeschickter Landung wurde der Bodenbelag sofort wieder überdeutlich:




Nun näherte sich der Pfad der Badestelle, wo man auf den barfußfreundlichen natürlichen Boden ausweichen konnte:





Von hier bis zum barfußfreundlichen asphaltierten Weg hinter der Bahn waren es nur noch ca. 50m.





Daher zog der Bodenbelag jetzt noch schnell kalibermäßig alle verfügbaren Register, um die letzten renitenten wilden Barfußläufer auf dem kurzen hierzu zur Verfügung stehenden Stück Weges doch noch hinreichend zum Schuhe Anziehen zu motivieren:





Aber meine Gedanken lösten sich schon kurz vor dem Ende dieses Barfuß-Extrem-Erlebnis-Pfads und erlaubten mir, die Aussicht auf anderes zu genießen:





Vom asphaltierten Weg her konnte ich die Aussicht über den den See dann wieder vollkommen entspannt genießen:





Auf dem Rückweg zum Auto fielen mir noch 2 Signalfernsprecher auf: Als man diesen ganz alten schon vor vielen Jahren außer Betrieb genommen hatte, hatte man noch sorgsam das “F” entfernt,





eine kostentreibende Mühe, die sich die DB-Netz bei diesem neueren Modell dann schon verkniffen hatte:





Schon bald darauf kam mein Auto in Sicht, und der lehrreiche Ausflug war beendet:






Gruß

Leo


Lebenskünstler Offline

Admin


Beiträge: 1.262
Punkte: 387

28.08.2019 21:16
#2 RE:Barfusspfad für Hartgesottene Zitat · Antworten

schon ein starkes Stück, mich heute mit ganz unschuldiger Miene heute auf die andere Uferseite des Schliersees - gegenüber dem gleichnamigen Ort - zu führen.

Inmitten einer derartigen Schotterpiste hätte ich alles mögliche erwartet, nur keinen Barfußpfad.
Obwohl mir die Fußsohlen von dieser Tourtur noch immer schmerzen, es war ein schöner Ausflug.

gegen Schmerzen jeglicher Art soll ja Hopfentee helfen...
Gabriel


Montanara Offline




Beiträge: 578
Punkte: 67

28.08.2019 22:19
#3 RE: RE:Barfusspfad für Hartgesottene Zitat · Antworten

Da hat es jemand gut gemeint und nicht zu Ende gedacht...*mitdenaugenroll“

Genau solche Wege habe ich hier, NUR solche!!! Einziger Unterschied, bei uns ist das Gestein gelb bis weiss, da Kalkschotter, aber Grauwacke kann genauso schlimm sein. Ich übertreibe nicht, ich habe hier echt kaum Naturwege, und in die Wiesen ausweichen, wenn ich den Hund ausführe, geht auch nicht immer, je nachdem, wie hoch das Gras steht, oder wie ausgetrocknet eine Wiese ist.... Immerhin, dieses unfreiwillige Schottertraining macht mir meine teilweise anspruchsvollen Bergwanderungen möglich.... immer positiv denken....
Ach ja, mir helfen gegen überreizte Sohlen Fussbäder, entweder mit Heilerde oder mit Meersalz.

Liebe Grüsse
Dorothea


Peter ( gelöscht )
Beiträge:

28.08.2019 22:22
#4 RE: RE:Barfusspfad für Hartgesottene Zitat · Antworten

Hier in Hessen ist es Basaltschotter, der auf vielen Feldwegen zum Einsatz kommt. Es stimmt schon, das trainiert beim Barfußlaufen, und irgendwann gewöhnen sich die Füße halbwegs daran, aber schön ist es halt nicht.


Lebenskünstler Offline

Admin


Beiträge: 1.262
Punkte: 387

29.08.2019 16:17
#5 2011 und 2019 Zitat · Antworten

Die Fotos im Beitrag sind die Leos's Originalfotos, so wie er sie 2011 verwendet hatte. Bei imagebanana sind sie in der Versenkung verschwunden, doch für was hat man ein gut sortiertes Archiv ;-)

Bis auf den kleinen Unterschied, dass Leo vielleicht heute ein paar Gramm mehr auf die Waage bringt als vor acht Jahren, hat sich nicht geändert. Die Schilder sind wie eh und je...

Der Schotter ist spitz und reichlich vorhanden. Das lässt erahnen, dass die Gemeinde schön brav immer wieder aufschüttet. Schade drum, doch fast überall üblich. Dabei ginge es auch anders, z.B. mit Rindenmulch. Dieser Weg ist ausschliesslich für Fussgänger - Radfahren verboten! Jemand mit handicap kommt da eh nicht runter. Sand wäre auch eine Alternative, vielleicht noch feiner Kies.

Zitat
Schon seit einiger Zeit vertritt Jay ja die These, daß Barfußpfade dazu da seien, wildes Barfußlaufen in der Öffentlichkeit zu unterbinden und Unverbesserliche in diese Reservate zu kanalisieren, damit sie in der Öffentlichkeit nicht weiter stören.



Das sehe ich jetzt nicht so. Das Gegenteil sollte doch der Fall sein, dass mit den Barfusspfaden die Leute auf den Geschmack gebracht werden sollen öfters mal die Schuhe auszuziehen. Die Pfade die von Lorenz angelegt bzw betreut werden dienen sicherlich dazu, Menschen zum barfuss gehen zu motivieren.

Mittlerweile sollte sich auch die Erkenntnis durchgesetzt haben, dass barfuss laufen gesund ist.

allzeit gesunde Füsse und mehr
Gabriel


Dieter (Bochum) Offline




Beiträge: 1.367
Punkte: 4

29.08.2019 18:04
#6 RE: 2011 und 2019 Zitat · Antworten

Hallo Leo und allesamt,

erst mal Danke an Dich, Leo, dass Du mal wieder ein Lebenszeichen von Dir gibst.
Ich habe das lange gewünscht und machte mir schon Sorgen, dass Du uns vergessen haben könntest.

Was die barfuß feindlichen Schotterwege betrifft, so ist das ja das genaue Gegenteil von den Berichten, dass sogar in Kirchen Barfüßer/innen willkommen sind, von den orthodoxen Kirchen mal leider abgesehen.

Liebe Grüße von Dieter aus Unna

PS Heute wurde übrigens festgestellt, dass ich einen riesigen, nach innen gewachsenen Kropf habe.


André Uhres Offline

Admin


Beiträge: 2.135
Punkte: 478

29.08.2019 22:25
#7 RE: 2011 und 2019 Zitat · Antworten

Lieber Dieter,

ich hatte mich auch fast täuschen lassen, aber wenn du dir das Datum von Leos Beitrag etwas genauer anschaust, wirst du feststellen, dass der Beitrag schon acht Jahre alt ist!

Dass in orthodoxen Kirchen Barfüßer nicht willkommen sind, kann man nicht allgemein behaupten, wie folgende Erfahrung belegt:

Zitat von Jay im Beitrag Notschuhe (z.B. Flip-Flops) für den Urlaub (Besuch von orthodoxen Kirchen/Klöster).
Dann wecke ich noch eine zutiefst melancholische Erinnerung an unseren Traumurlaub 2007: Am So., 29.07. waren wir in der sog. "Göttlichen Liturgie" in Markus U.´s [orthodoxen] Gemeinde. Es regnete in Strömen etc. etc., & BF war überhaupt kein Problem. Ein über 100 Jahre altes Gemeindemitglied drückte mir eine sehr lange, schmale gelbe Kerze in die Hand & sagte mir auf Russisch: "Bring' sie zum Altar, mein Sohn" (bezahlt hatte er sie).


Das mit deinem Kropf ist hoffentlich nicht bösartig. Jedenfalls wünsche ich dir viel Erfolg mit der Behandlung!

Liebe Grüße
André


Dieter (Bochum) Offline




Beiträge: 1.367
Punkte: 4

30.08.2019 12:59
#8 RE: 2011 und 2019 Zitat · Antworten

Danke für die freundlichen Infos, André!

Der Kropf ist wohl nicht verkrebst, aber er ist nach innen, bis auf Herzhöhe gewachsen und könnte noch größer werden.
Er muss wohl nicht unbedingt operiert werden, aber wenn ich den mal operieren lassen würde, weil er zu sehr stört, müsste fast eine so große OP wie eine Herz-OP stattfinden.
Es wird vielleicht zuerst versucht, den Kropf mit Pillen zu verkleinern.

Liebe Grüße von mir nach Luxemburg!


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