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Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

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Dieses Thema hat 6 Antworten
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 Barfuß und Leben
eisbaer55 Offline




Beiträge: 330
Punkte: 190

16.08.2022 10:55
von Schlangenbiss und Barfuß-Fetisch Zitat · Antworten

Hier ein Artikel aus einer österreichischen Gratis-Tages-Zeitung vom 12.8.2022:

www.heute.at/s/wanderer-nach-schlangenbi...pital-100222151

Dazu sollte man wissen, daß bei dieser Zeitung auf Bild-Niveau NICHT die Elite der Journalisten arbeitet.

Es kann in Wirklichkeit auch ganz anders gewesen sein.

Abgesehen davon - Schlangen sind nicht blöd, hätte der Steirer Schuhe getragen dann hätt sie eben in ihrer Not ins Wadel gebissen. Soll man jetzt nur mehr mit schlangenbissfestem Schuh- und Hosenwerk in die Natur?

Kreuzottern - wie viele andere Giftschlange auch - kennen den Unterschied zwischen Beute und "nervigem Mensch", sie spritzen "im Allgemeinen" nur so wenig Gift wie möglich um a) Beute zu töten/lähmen und b) "nervige Menschen" zu vertreiben. Der letzte tödliche Vorfall in Österreich mit einer Kreuzotter war ... ähm ... es ist keiner bekannt:

www.nachrichten.at/meine-welt/gesundheit...;art114,3265690

... die Leute, die hier an Schlangenbissen sterben, hatten es mit Exoten in privater Haltung zu tun.

Jährlich so um die 40x werden hier Menschen von Kreuzottern gebissen, alle leben noch.

Gerade in der Steiermark gibt es ausgesprochen viele barfußfreundliche Wanderwege:

Barfußwandergebiet in der Steiermark

Was meint Ihr?

Die ätzende Schlußbemerkung "Dort wurde auch sein Barfuß-Fetisch "geheilt" im verlinkten Artikel von HEUTE allerdings finde ich völlig ... sagen wir, deplaziert.

:)

(Anmerkung: denselben Beitrag hab ich auch im Gelben Forum reingestellt, das war Absicht um den Leserkreis zu erhöhen und kein Anzeichen meiner eventuellen Demenz)


tiptoe Offline




Beiträge: 562
Punkte: 122

16.08.2022 11:53
#2 RE: von Schlangenbiss und Barfuß-Fetisch Zitat · Antworten

Danke dass du meinen bericht verlinkst. Meine einzige Kreuzotternbegegnung hatte ich am Zellerhut, im steirisch-oberösterreichischen grenzgebirge. Die schlange lag mitten am weg, drohend und fauchend. Ich machte einen schritt zurück, beobachtete sie, holte die kamera raus, machte ein bild und ging dann vorsichtig in ausreichendem abstand drum herum. Vielleicht hatte sie eier zu verteidigen; sonst nehmen schlangen eher reißaus. Auf wanderungen begegne ich öfters reptilien - zauneidechsen, mauereidechsen, blindschleichen, ringelnattern, würfelnattern und äskulapnattern; die sind alle harmlos.

Frauenalpe ist südlich von Murau, da war ich selbst noch nicht. Gut zu wissen, dass es dort auch kreuzottern gibt, das wird bei mir nicht dazu führen, das gebiet großräumig zu meiden, es ist halt eine sache mehr, nach der es sich lohnt ausschau zu halten.

https://www.naturschutzbundsteiermark.at/kreuzotter.html schreibt:
Die Kreuzotter besitzt in der Obersteiermark nördlich der Mur-Mürz-Furche oberhalb von 800 m Seehöhe eine weite Verbreitung. Diese klimatische Barriere konnte nur im Wechselgebiet überschritten werden. Hier ist ihre Ausbreitung in Richtung Fischbacher Alpen nicht genau bekannt. Aus diesem Bereich existieren nur einzelne, oft sehr alte oder nicht gesicherte Nachweise bis etwa zu den Gemeinden Wenigzell oder Ratten. Auf Grund einer fehlenden nacheiszeitlichen Wiederbesiedelung fehlt sie im Rest des Steirischen Randgebirges. Tiefer liegende Vorkommen in inneralpinen Feuchtgebieten sind aus den Ennstaler Moorlandschaften und dem Bereich des Grünen Sees bekannt.
(die Frauenalpe ist aber südlich der Mur, so genau halten sie sich wohl doch nicht dran.)

Gruß von unmittelbar nördlich der Mur mit laut infotafel komplett harmloser reptilienpopulation.


Montanara Offline




Beiträge: 578
Punkte: 67

16.08.2022 13:00
#3 RE: von Schlangenbiss und Barfuß-Fetisch Zitat · Antworten

Der Artikel ist wirklich nicht das höchste Niveau….😠 genau derlei unreflektiertes Zeugs zementiert die weit verbreiteten Vorurteile!
Selber habe ich jedes Jahr Begegnungen mit giftigen Schlangen. Wir besitzen eine entlegene Alphütte in der Südschweiz, und da gibt es Kreuzottern und vor allem Aspisvipern. Da ich weiss, dass Schlangen auf Bewegungen reagieren und Bodenvibrationen wahrnehmen, lasse ich bei Wanderungen auf Pfaden, die etwas überwachsen und nicht immer gut einsehbar sind, meinen beschuhten Mann vorangehen, da ich barfuss kaum noch Vibrationen erzeuge und meine Bewegungen fliessender sind. Auch auf unserer Alp gebe ich gut acht, sie können auch im Gras liegen. Bei weglosen Touren in Gelände, in dem wir die Hände gebrauchen müssen, klopfen wir den eventuellen nächsten Handgriff schon mal mit dem Stock ab, ehe wir zugreifen, und beim Beeren sammeln muss man halt erst schauen. Auch ehe man sich setzt, lohnt es sich, erst hinzuschauen, denn die verstecken sich gern unter Steinen oder in Mäuerchen. Eine Bekannte von mir wurde während einer Mittagsrast durch die Wanderhose in den Hintern gebissen, nachdem sie es sich auf einem Mäuerchen gemütlich gemacht hatte! Durch die Hose hielt sich der Schaden in Grenzen, sie ging erst von einem Insektenstich aus, der aber am folgenden Tag noch immer sehr weh tat. Der Arzt stellte dann den Schlangenbiss fest….. Vor allem im Frühjahr und Herbst oder wenn man frühmorgens unterwegs ist, muss man vorsichtig sein, denn dann haben die wechselblütigen Tiere zu wenig Energie, um zu flüchten, und die Gefahr eines Bisses ist höher. Oft fauchen sie dann, und man wird rechtzeitig gewarnt, denn gerade Vipern sind leicht zu übersehen. Ich trat mal frühmorgens bei kühlen Temperaturen beim Aufstieg zu einem Gipfel barfuss auf einen Erdklumpen, der sich unter meinen Füssen bewegte, und zwar nicht so, wie sich Erdklumpen sonst bewegen…. ich bin sehr schnell weggesprungen, da muss eine Schlange drunter gelegen sein! 😮Ich gebe aber zu, wir sind in einer sehr entlegenen Gegend, und wir machen oft wilde Touren. Wer sich aber auf markierten Wegen aufhält und die Augen offen hat, darf sich über den Anblick freuen! So haben wir gerade vorgestern während unserer Gebirgswanderung eine Viper sich davonmachen sehen.
Gefahr besteht vor allem für Kinder. Als unsere klein waren, haben wir ihnen daher eingeschärft, worauf es ankommt, wenn sie auf der Alp in der Natur allein spielen gingen. Es kommt auch drauf an, wo man gebissen wird und wie viel Gift man abbekommt. Verharmlosen sollte man sie keinesfalls, und ich bin absolut nicht scharf auf einen Biss.
Wir freuen uns, dass wir in einer Gegend wandern können, in denen man diese seltenen Tiere verhältnismässig oft beobachten kann!


tiptoe Offline




Beiträge: 562
Punkte: 122

16.08.2022 13:42
#4 RE: von Schlangenbiss und Barfuß-Fetisch Zitat · Antworten

https://www.kleinezeitung.at/steiermark/...nn-von?from=rss

Hier der originalartikel. Aber in hände beißen sie auch:

https://www.kleinezeitung.at/steiermark/...ge-gebissen_Mit

Ich nehme das wie das verhalten der kreuzotter am Zellerhut als warnung und werde mich noch umsichtiger in den bergen bewegen. Bedeutet aber nicht, überall schuhe anziehen zu müssen, nur weil es ein paar seltene giftschlangen gibt. In meinem bekanntenkreis wurde noch niemand gebissen.


Montanara Offline




Beiträge: 578
Punkte: 67

16.08.2022 15:08
#5 RE: von Schlangenbiss und Barfuß-Fetisch Zitat · Antworten

Eben. Man muss einfach aufmerksam sein und genau schauen. Wie ich bereits geschildert habe.


Lebenskünstler Offline

Admin


Beiträge: 1.264
Punkte: 396

18.08.2022 09:47
#6 RE: von Schlangenbiss und Barfuß-Fetisch Zitat · Antworten

Da mir das Niveau dieser Zeitung bekannt ist, wundert mich bezüglich der Inhalte nichts mehr. Barfussgänger als Fetischisten zu bezeichnen ist an Dummheit fast nicht mehr zu überbieten. Leider hat die bildende Presse einen grossen Anteil an der Meinungsbildung in unserer Gesellschaft. Und oft ist es so, dass Medien die im Allgemeinen halbwegs seriös sind, zu Zeiten der Sommerlöcher alles mögliche nachplappern bzw nachschreiben, besonders dann wenn die Meldung den Weg in eine Presseagentur geschafft hat.

Bereits als Kind bin ich viel in den Bergen barfuss gegangen, und nicht immer auf den ausgewiesenen Wegen geblieben. Ich kann mich nicht erinnern dass ich jemals auf eine Schlange getreten wäre, oder mich eine auch nur gestreift hätte, oder gar (vor Schreck) gebissen. Ob in den Allgäuer Alpen, oder dem Jura, oder da wo mein Freund wohnt: Schlangen gibt's da reichlich. Als Barfüsser nehme ich meine Umgebung anders wahr, als so manch eine(r) der durch die Landschaft stiefelt. Klar, dass ich vorher schaue, wohin ich den Fuss aufsetze, und dabei auch insgesamt vorsichtiger auftrete.
Kennt ihr ja eh ;-)


stromkabelsalat Offline




Beiträge: 100

20.10.2023 12:56
#7 RE: von Schlangenbiss und Barfuß-Fetisch Zitat · Antworten

Zum Glück ging das nochmal gut aus. Aber "vom Barfußfetisch" geheilt ist natürlich Blödsinn. Der Herr ist weder Fetischist noch kann man von einem Fetisch "geheilt" werden.

Was ich mir vorstellen könnte dasd er von dem Erlebnis dermaßen traumatisiert wurde, dass er aus (unberechtigter?) Angst nicht mehr barfuß läuft.


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