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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 385 mal aufgerufen
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tiptoe Offline




Beiträge: 251

02.01.2019 21:23
Zeitungsartikel über einen Hirtenbuben 1949 Zitat · Antworten

Barfuß und frierend im Hagelschauer unterwegs

Hier erzählt ein ehemaliger Hirtenbub von seiner tätigkeit 1949.

Zitat
Weil es üblich war, dass mit dem ersten Viehaustrieb das Barfußlaufen für die Hirtenbuben beginnt, waren meine Füße noch unschuldig nackt und weiß. Wie der sprichwörtliche Storch im Salat umging ich die steinigen Stellen auf dem Weg. Jedes scharfkantige Steinchen schmerzte. Gegen den kalten Tau half nur ununterbrochenes Laufen. Sobald die ersten Sonnenstrahlen den Tau berührten, dampfte die Wiese regelrecht, und der Tau war verschwunden. Mit der Zeit entstand an den Fußsohlen eine lederartige, graugrüne Hornhaut, so dass man problemlos über Stock und Stein und sogar über die stachligen Silberdisteln laufen konnte. Trotz des allabendlichen Füßewaschens blieb diese lederartige Beschichtung erfreulicherweise erhalten.

Eine andere Sache beim Barfußlaufen war die, dass es im Frühjahr auch mal einen Hagelschauer gab, der die Weide weiß bedeckte und die Landschaft winterlich aussehen ließ. Und nun barfuß! Schnell nach Hause laufen, die Herde alleine lassen, um Schuhe anzuziehen, das ging nicht. Möglicherweise wäre der Hagel schon wieder getaut, bis ich zurück bin.

In der Not machte ich eine heilbringende Beobachtung. Was bei den Tieren hinten runter fällt, ob flüssig oder dunkelgrün, dampft und ist demnach warm. Nichts wie hin und rein mit den Füßen – hmm – schön warm! Nun hieß es aufpassen. Wenn es irgendwo Nachschub gab, nix wie hin, denn die Herde zog weiter und ich musste mit. Nach einem Hagelschauer schien meistens schnell wieder die Sonne, wie das bei Frühlingswetter so ist. Dann war da noch der Rest einer Schneewehe, die sich zäh am Nordhang des Berges bis ins Frühjahr hielt – quer über den Schulweg. Da waren ungefähr 30 Meter Altschnee barfuß zu überwinden. Also Anlauf und durch. Viele Jahre später habe ich von meinem Arzt erfahren, dass das alles die inneren Abwehrkräfte enorm stärkt, was meiner Gesundheit bis heute ganz gut bekommen ist.


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André Uhres Offline




Beiträge: 1.037
Punkte: 3

04.01.2019 11:03
#2 RE: Zeitungsartikel über einen Hirtenbuben 1949 Zitat · Antworten

Ich habe erfahren, dass die Abwehrkräfte zwar gestärkt werden, aber nicht dauerhaft. Ein Grund mehr, mit dem Barfußgehen immer weiter zu machen!


Peter Offline




Beiträge: 67
Punkte: 37

10.09.2019 12:44
#3 RE: Zeitungsartikel über einen Hirtenbuben 1949 Zitat · Antworten

Das Barfußlaufen auch in diesen unwirtlichen Verhältnissen scheint ihm nicht geschadet zu haben, im Gegenteil. Das Aufwärmen der Füße in frischen Kuhfladen kenne ich aus Berichten älterer Leute über ihre barfüßige Kindheit - und habe es spaßeshalber auch selbst schon probiert. Es fühlt sich eigentlich ganz gut an.


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