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Hobby-Barfuß-Renaissance-Forum

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Dieses Thema hat 11 Antworten
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tiptoe Online




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21.06.2021 21:42
Artikel in Ökotest "Barfuß laufen – wie gesund ist es tatsächlich?" Zitat · Antworten

https://www.oekotest.de/gesundheit-medik...ch_11927_1.html

Artikel ist für mich ganz ok, aber der aussage "Barfuß joggen ist für Einsteiger tabu" kann ich nicht zustimmen, bzw. ist das etwas eigenartig formuliert:

"Barfuß joggen oder rennen ist nur etwas für Fortgeschrittene, denn die Füße werden beim Joggen deutlich stärker belastet als beim Gehen. Zu Beginn sollten Sie deshalb nicht länger als eine Viertelstunde ohne Schuhe joggen."

Für barfußeinsteiger ist die tägliche viertelstunde genau richtig, laufeinsteiger könnten aber gleich barfuß beginnen und sich damit erst gar kein missverhältnis aus guter kondition und unterentwickelten füßen antrainieren, wie es wohl bei manchen schuhläufern auftritt. Ich würde eher sagen, nur barfuß bekommen alle körperteile das nötige training.


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eisbaer55 Offline




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21.06.2021 23:08
#2 RE: Artikel in Ökotest "Barfuß laufen – wie gesund ist es tatsächlich?" Zitat · Antworten

Hallo Tiptoe,

danke für Deinen Beitrag - bin ganz bei Dir.

Aber: ausgehend von einem trainierten BarfußGEHER, der belastbare Füsse (Knochen, Muskel, Sehnen/Faszien) hat, liegt die Schwachstelle nicht im Fuß sondern in der Wade, versteckt unterm Wadenmuskel:

Soleus-Muskel

Barfuß wird zumindest beim Sprint vor allem über den Vorfuß gelaufen, wenn die Ferse noch nicht imstande ist, Stöße aufzufangen. Bis der Soleus in der Lage ist, längere Strecken ohne - äußerst schmerzhafte - Krämpfe bis hin zum Reissen auszuhalten, dauert es einige Zeit. Da kommt der Tip mit dem "maximal eine Viertelstunde" für Anfänger ganz gut.

Ich hab auch lange gebraucht, bis ich den Zusammenhang verstanden habe, war eine schmerzhafte Erfahrung, damals beim Vorbereitungstraining zum ersten Halbmarathon.

Jeder Mensch ist anders, also ich kann nicht länger wie eine Stunde nur auf dem Vorfuß laufen, dann meldet sich einer der beiden Soleusmuskel, auf den ich spätestens in diesem Moment sofort (meist eh schon viel früher) höre und auch mit der Ferse aufsetze ... die durch das Training beste Dämpfung liefert, keine Rede vom "unmöglich auf der Ferse barfuß zu laufen, diese Schmerzen" - ja, für im Joggen untrainierte Barfüßer trifft das vermutlich zu.

Gibt’s hier Läufer mit ähnlichen oder kontroversen Erfahrungen?


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Montanara Offline




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22.06.2021 07:07
#3 RE: Artikel in Ökotest "Barfuß laufen – wie gesund ist es tatsächlich?" Zitat · Antworten

Ich laufe nicht, aber beim Bergwandern habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht, vor allem wenn ich lange Anstiege habe. Ich gehe mittlerweile vorwiegend Ballengang, aber in steilen Anstiegen rebelliert besagter Muskel schnell mal, da ist er extrem gefordert.
Der Artikel ist ja ganz OK, aber leider schreiben sie etwas viel „soll gut sein“, es werden einfach die gängigen Klischees bedient und nicht wirklich verifiziert, So z.B., dass man als Anfänger nicht auf harten Böden barfussgehen soll, und dass geübten Barfussgehern Kies nicht mehr viel ausmache. Wie wir wissen, stimmt beides nicht wirklich.

Liebe Grüsse
Dorothea


André Uhres Offline

Admin


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22.06.2021 15:21
#4 RE: Artikel in Ökotest "Barfuß laufen – wie gesund ist es tatsächlich?" Zitat · Antworten

Danke für den Link, der Artikel gefällt mir sehr gut!


tiptoe Online




Beiträge: 551
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22.06.2021 19:01
#5 RE: Artikel in Ökotest "Barfuß laufen – wie gesund ist es tatsächlich?" Zitat · Antworten

In der tat hatte ich auch schon mal überlastungen von muskeln und sehnen. Mal an der achillessehne (verlängerung unter anderem des Soleus) und mal am langen zehenstrecker (Musculus extensor digitorum longus). Das jeweils bei langstreckenwanderungen, insbesondere langen bergabstiegen. Ruhe und behandung mit Diclofenac hat jeweils geholfen; zum glück musste ich noch nicht operiert werden.
Ich habe aber die erfreuliche erfahrung gemacht, dass diese systeme aus muskeln, sehnen und faszien trainierbar sind, also mit regelmäßiger moderater belastung immer stärker werden.
Wie erwähnt, die tägliche viertelstunde wäre genau richtig. Ist aber was anderes als "für Anfänger tabu", was sich so liest, als ob jemand zuerst in schuhen zum fortgeschrittenen läufer werden müsste, um sich anschließend wieder von diesen schuhen zu entwöhnen. Das halte ich für einen umweg und möglicherweise schädlich aufgrund von fehlbelastungen bzw. nicht ausreichendem training bestimmter muskelgruppen.

Wer es sich nicht selbst einteilen kann oder will, kann vermutlich einen detaillierten trainingsplan von einem "barfußcoach" bekommen. Aber für mich ist ein teil des spaßes, mich selbst vorzutasten und herauszufinden, was ich kann und was mir genuss bereitet.


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Lebenskünstler Offline

Admin


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22.06.2021 22:24
#6 RE: Artikel in Ökotest "Barfuß laufen – wie gesund ist es tatsächlich?" Zitat · Antworten

Meine Läuferkarriere liegt ja nun schon ein paar Jahrzehnte zurück. Soweit ich mich erinnern kann, lief ich meinen ersten richtigen Wettkampf tatsächlich barfuss - müsste 1970 gewesen sein, mit 9 Lenzen. Auslöser für's Laufen war mein Papa, der mich immer zu Sportveranstaltungen mitnahm über die er dann einen Zeitungsbericht schrieb. Irgendwann kam dann mein Wunsch "Papa, das will ich auch". Zunächst auf der Aschenbahn (Aachener rote Erde) mit den damals üblichen Leinenturnschuhen. Das war aber für mich kein Wettkampf, weil ich noch zu jung selbst für die Schülerklasse war.

Wer die ollen Leinenturnschuhe kennt, der weiss wie man da drinnen schwitzt. Also zug ich sie aus. Aachener rote Erde ist jetzt nicht sooo grob, ich war jung und ein Federgewicht, und ausserdem kamen dann schon langsam die Kunststoffbahnen auf.

Später dann im Gelände, Waldlauf auf sehr weichem Boden - auch barfuss. Die beste Alternative zu den Spikes, die damals schon viele an den Füssen hatten.

Wie ich damals auftrat - mit dem Ballen zuerst, oder der Ferse, das weiss ich heute nicht mehr. Vielleicht auch irgendwas dazwischen, je nach Untergrund. Rückblickend glaub ich dass ich meist mit dem Ballen zuerst aufkam, irgendwie hatte ich immer das Gefühl besonders wenn es über kleine Huckelchen ging regelrecht von einem Buckel zum nächsten zu fliegen, und sanft zu landen. Tja und irgendwann stand ich auch auf dem Treppchen, nicht immer doch immer öfters.

@ Wolfgang: die Straßenläufe die du absolvierst, die musste ich leider bereits 1981 abschreiben. Bei einer Mammutwanderung auf Asphalt hab ich mir die Knie kaputt gemacht, Belastungen auf harten Böden sind seitdem nichts mehr für mich. Immerhin hab ich es durch meinen Dickkopf geschafft, mich jedem dringendst empfohlenen chirurgischen Eingriff (und sei es "nur" eine Kniespiegelung) erfolgreich zu entziehen.

Gut möglich, dass mich das barfuß gehen / laufen vor dem Skalpell bewahrt hat.


André Uhres Offline

Admin


Beiträge: 2.091
Punkte: 326

23.06.2021 05:34
#7 RE: Artikel in Ökotest "Barfuß laufen – wie gesund ist es tatsächlich?" Zitat · Antworten

Zitat von Lebenskünstler im Beitrag #6
Bei einer Mammutwanderung auf Asphalt hab ich mir die Knie kaputt gemacht


...was die Warnung der Redakteurin vor harten, steinigen Untergründen zu bestätigen scheint.


eisbaer55 Offline




Beiträge: 313
Punkte: 106

23.06.2021 09:23
#8 RE: Artikel in Ökotest "Barfuß laufen – wie gesund ist es tatsächlich?" Zitat · Antworten

Zitat von André Uhres im Beitrag #7
Zitat von Lebenskünstler im Beitrag #6
Bei einer Mammutwanderung auf Asphalt hab ich mir die Knie kaputt gemacht


...was die Warnung der Redakteurin vor harten, steinigen Untergründen zu bestätigen scheint.


Naja.

Falls Lebenskünstler DAS Mammutmarsch gemeint haben sollte ist ein Bewerb, wo 100 km (einhundert) in 24 Stunden zu bewältigen sind sprechen wir von einem Extrem, das in unserer Barfußpraxis wohl eher selten vorkommt, und auf das wir uns nicht referenzieren müssen.

Ich hab mich - 2019, vor Pandemie - von meinem Schwiegersohn überreden lassen und mich beim "Mammutmarsch Wien" angemeldet, 30km hab ich durchgehalten ... mein Ziel waren 40-50km ... leider viel zu schnell losgegangen mit 6 km/h, teilweise leicht geschotterte Wege ... meine Jüngste hat mich dann von der Strecke aufgelesen, mit dem Auto in St. Andrä-Wördern abgeholt. Ja, da hatte ich auch Blasen an den Füssen. Aber keine Probleme mit den Knien. Nur Erschöpfung und oberflächlich lädierte Füsse. Übrigens hat mein beschuhter Schwiegersohn etwa bei km 50 aufgegeben, der schon Marathon gelaufen ist und auch trainiert ist auf Bergläufe. So Märsche sind eine andere Art von Belastung für den Körper, nicht zu vergleichen mit Läufen.


André Uhres Offline

Admin


Beiträge: 2.091
Punkte: 326

23.06.2021 12:12
#9 RE: Artikel in Ökotest "Barfuß laufen – wie gesund ist es tatsächlich?" Zitat · Antworten

Es gibt ja die drei Optionen 30 KM / 55 KM / 100 KM. Vielleicht war es die 30 KM Variante, das ist zwar schon viel, aber nicht zu extrem. Leider kann Gabriel nicht mehr die Gegenprobe auf weichem Boden machen...


Montanara Offline




Beiträge: 578
Punkte: 67

23.06.2021 12:47
#10 RE: Artikel in Ökotest "Barfuß laufen – wie gesund ist es tatsächlich?" Zitat · Antworten

Ich bin als Hundehalterin und passionierte Wandererin und Trekkerin sehr viel auf harten Böden unterwegs, oft mit einem schwereren Rucksack am Rücken. Ich weiss aus Erfahrung, dass man nicht unbedingt mehr als 25 Km am Tag barfuss gehen soll, wenn viel Schotter liegt. Meine Füsse haben bei solchen Bedingungen meist bei ca. 15 km genug. Unter guten Bedingungen liegen auch mal 30 oder mehr Kilometer barfuss drin. Ich würde mir nie vornehmen, 40-50 Kilometer am Stück barfuss gehen zu wollen (ich kann auch 60 km am Stück wandern, rein physisch kein Problem!). ich kenne mich und meine Füsse und weiss, dass das nur unter sehr idealen Bedingungen möglich ist. Ich lasse solche Distanzen an mich rankommen und höre auf meine Füsse. SIE „sagen“, wann’s reicht! An Pfingsten z.B. konnte ich die ersten 22 Kilometer problemlos barfuss gehen, trotz Trekkingrucksack. Am 2. Tag startete die Etappe mit wunderbaren Erdwegen, aber bald waren es vor allem Schotter- und grobe Asphaltwege, und bei Km. 40 war einfach Schluss mit barfuss, wie ein Schalter. Ab da habe ich Sandalen getragen, meine Sohlen brauchten etwas Erholung.
Was die Knie angeht: Es kommt echt sehr drauf an, WIE man geht. Im Ballengang werden Füsse und Knie sehr mild belastet. Ich habe ein operiertes Knie und bin daher sensibilisiert. Ich merke, wenn ich Minimalschuhe trage oder wenn ich müde werde, wie ich schnell in alte Gehgewohnheiten zurückfalle, was sich bei mir schnell in den Knien bemerkbar macht. Wie ich schon schrieb, eine gute Technik schont Sohlen und Gelenke.


André Uhres findet das Top
Dieter (Bochum) Offline




Beiträge: 1.367
Punkte: 1

24.06.2021 08:43
#11 RE: Artikel in Ökotest "Barfuß laufen – wie gesund ist es tatsächlich?" Zitat · Antworten

Hallo Dorothea,

Du bist eine unverwüstliche Dame, die im Einklang mit der Natur lebt.
Leider hat man solche natürlich lebenden Leute in der frühen Neuzeit als Hexen verbrannt.
Seitdem ist natürliche Barfüßigkeit verpönt und verteufelt.
Deshalb gehen die meisten Leute seit damals nicht mehr barfuß, obwohl es angenehm und gesund ist.

Liebe Grüße von Dieter aus Hamm


tiptoe Online




Beiträge: 551
Punkte: 100

24.06.2021 17:18
#12 RE: Artikel in Ökotest "Barfuß laufen – wie gesund ist es tatsächlich?" Zitat · Antworten

Überspitzt gesagt scheinen manche in unseren barfußfähigkeeiten schwarze magie zu erkennen? (Dabei ist das wie bei allen sportarten nur eine frage von motivation und training.)


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