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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 Barfuß und Leben
André Uhres Offline

Admin


Beiträge: 2.089
Punkte: 317

01.08.2023 12:26
Opa in der Ardèche (Übersetzung aus le-rib) Zitat · Antworten

Während einige die Mathematik mit mehr oder weniger Freude kitzeln, arbeitet der Opa.

Meine Frau wählt, abgesehen von ihren alltäglichen Aktivitäten, unsere Freizeit im Allgemeinen mit guter Inspiration aus. Diesmal fiel ihre Wahl auf die Ardèche, in der Nähe von Vallon-Pont-d'Arc. Ich meinerseits wähle meine Spaziergänge aus.

Das, was ich mir heute angeboten habe, beginnt an der Schwelle unseres Mietchalets. Es ist übrigens vollkommen CO2-neutral, bis auf die Anreise hierher.



Ich nutzte die kühle Morgenluft und verließ den Campingplatz, der überwiegend von weißen und blonden Holländern bevölkert war.
Ich fand schnell den Weg des Tages. Er beginnt heftig, mit seinen kleinen kantigen Steinen, seinen Furchen und seinen großen, schwer verhandelbaren Steinen. Ich weiß es noch nicht, aber dieser erste Kilometer ist ein treffender Vorgeschmack von dem, was folgen wird. Mittlerweile befinde ich mich auf einer kleinen asphaltierten Straße, die mich in ruhigem Abstieg bis zum Beginn der Feindseligkeiten kurz nach Kilometer zwei bringt.

Es ist ein Weg wie für die Feuerwehr zu Hause, höllisch steinig, aber ich sage mir, es ist nicht schlimmer als üblich, und sobald man auf dem Plateau angekommen ist, ist der flachere Boden besser als bei diesem Schluchtenaufstieg. Ich gehe also mutig weiter auf dieses erhoffte Plateau zu... Und hier sind wir endlich. Es geht nicht mehr nach oben, das war's schon. Aber die Kieselsteine ​​sind immer noch da, sie haben nur ihre Form verändert! Der Kalksteinfelsen schließt bündig mit dem Boden ab und spaltet sich in kleine ungleiche und bösartige Würfelteile, die speziell für mich aneinandergereiht wurden. Abgesehen von einigen Sandflächen von wenigen Metern, ist das gut zwei Kilometer lang so. Ihr werden mir sagen, dass zwei Kilometer nicht viel sind, aber diese hier sind viel länger als die offiziellen! Endlich erreiche ich die Gabelung, die mich aus dieser schlecht gepflasterten Hölle heraus bringt.


Ich habe eine Pause auf dem Weg genutzt, um ein Foto zu machen, das einen Eindruck vom Rest der Strecke vermittelt... ich wollte das Schlimmste nicht auch noch zeigen, aus Angst, Fab zu erschrecken, der diese Art von Gehweg nicht zu schätzen weiß!


Ich hatte befürchtet, dass es diesen anderen Weg an der Gabelung nicht mehr gibt, denn Wandern scheint hier keine besonders angesagte Aktivität zu sein.
Aber überraschenderweise ist er ziemlich breit und schön mit Humus und Eichenlaub bedeckt. So viel, um euch zu sagen, dass ich ein Abnehmer davon bin und hoffe dabei, dass er nicht in einer unwegsamen Sackgasse endet, wie es passieren kann, wenn man aufs Geratewohl losgeht. Aber er wird weitergehen und das Versprechen der IGN-Karte halten. Der Abstieg zur Talsohle ist schön, nicht so der Aufstieg, da er einem trockenen, instabilen und abweisenden Geröll folgt. Aber man braucht schon etwas anderes, um einen Opa zu entmutigen, der sowieso keine Wahl hat. Ich müsste bald den Weg zurück zur Zivilisation finden.


Der beängstigende Aufstieg dürfte zumindest den Vorzug gehabt haben, mir einen seltenen Einblick in die Umgebung und die Landschaft zu bieten. Der Rest des Weges verläuft fast durchgehend im Unterholz.


Hier ist tatsächlich der besagte Weg zur Zivilisation, genauso heruntergekommen wie seine Kollegen, zur Abwechslung aber als Abstieg. Zum Glück hört diese hässliche Strecke bald auf, um einem Asphaltband der schönsten Machart Platz zu machen (ich habe aufgehört, wählerisch zu sein).
Es geht bergab, ich komme gut voran, aber mein Reiseplan drängt mir schon bald wieder ein Stück von der lokalen Spezialität auf: ich muss den Teppich verlassen, um die Kieselsteine ​​wiederzufinden, aber es ist nur ein letzter Ehrenkampf, denn nach knapp 500 Metern komme ich an die Kreuzung, von der aus die kleine Straße beginnt, die zum Campingplatz führt. Ich bin dort! Ich gehe durch die kleine, dichtgedrängte Menschenmenge der Barterrasse, im Geplapper kehliger Intonationen. Ich bin angekommen, meine Uhr sagt mir, dass ich 8,9 km zurückgelegt habe, und das wird für heute reichen!
[le-rib]


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Montanara Offline




Beiträge: 578
Punkte: 67

02.08.2023 21:52
#2 RE: Opa in der Ardèche (Übersetzung aus le-rib) Zitat · Antworten

Solche hässlichen Wege sind da, wo ich wohne, der Standard. Was ich auf diesen Bildern sehe, ist sogar eher die abgemilderte Form von dem scharfkantigen Zeugs, das hier auf die Wege gepappt wird.
Bis vor ca. 2 Jahren wäre ich da ohne gross mmit der Wimper zu zucken drübergegangen. Durch meine Hunderunden war ich extrem abgehärtet. Durch die ehemalige Warze am Fuss bzw. jetzt die Narbe habe ich nach wie vor bei jedem Schritt Schmerzen, je unebener die Böden, desto schlimmer, und derartige Wege kann ich vergessen.
Na ja, dafür weiss ich nun, welche Minimalsandalen taugen und welche nicht.
In der Ardèche waren wir gerade, angeregt durch einen dieser von Dir, André, übersetzten Threads. Letztens hast Du, André, mal einige Wanderungen am Oberlauf der Loire gepostet. Wir haben dies zum Anlass genommen, den GR 3 zu beginnen! Am 23. haben wir ihn am Mont Gerbier du Jonc begonnen, wo die Quellen der Loire entspringen, und haben einige wunderbare Wandertage mit herrlichen Biwaks in unseren Hängematten entlang der Loire verbracht. Am vergangenen Freitag mussten wir abbrechen, da sich mein Mann durch einen Sturz mit dem Fahrrad unmittelbar vor dem Wanderurlaub Verletzungen am Knie und Fussgelenk zugezogen hatte, die sich schlagartig massiv verschlechterten. Dies parallel mit einer zunehmenden Gewitterneigung, die zügiges Wandern erfordert hätte. Mein Mann aber hätte nicht in der Zeit vor den Gewittern so weit gehen können, wie geplant gewesen war. Also fuhren wir drei Tage früher als nach Hause, ehe sich da eine Geschichte mit unabsehbaren Folgen draus entwickelte! Das war vernünftig, denn mein Mann bekam Fieber und das eine Gelenk schwoll an. Haarscharf an einer Blutvergiftung vorbeigeschrammt!
Man könnte grosse Teile dieser Wanderung barfuss gehen, vor allem am obersten Oberlauf. Ich hatte allerdings keine Lust, dauernd Sandalen an- und dann wieder auszuziehen, und meine Mentale Gesundheit ist nicht die Beste, ich mag mich den dauernden Splittern, harten Böden, Dornen usw. momentan nicht aussetzen.. So bin ich fast alles in Sandalen gewandert und am Abend in den Biwaks habe ich es genossen, barfuss zu sein.
Wenn ich die Bilder aus dem Rib anschaue, erkenne ich manches wieder und bekomme Heimweh nach diesem freien Vagabundenleben, das ich so liebe! Nächstes Jahr machen wir weiter….

Liebe Grüsse
Dorothea


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